Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

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Liegestuhl
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Liegestuhl » Sa 13. Apr 2019, 17:10

Ich habe nichts gegen Atheisten. Das muss jeder selbst wissen. Das Nervige ist aber, dass sie ständig über Gott sprechen wollen.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Paulus » Sa 13. Apr 2019, 17:17

Liegestuhl hat geschrieben:(13 Apr 2019, 17:10)

Ich habe nichts gegen Atheisten. Das muss jeder selbst wissen. Das Nervige ist aber, dass sie ständig über Gott sprechen wollen.


Bist du Atheist ?
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 13. Apr 2019, 17:21

Paulus hat geschrieben:(13 Apr 2019, 17:06)

Jeder macht das so. Aus diesem Grund und wegen der Sündhaftigkeit der Welt ist Gott gezwungen seine Barmherzigkeit und Güte beiseite zu schieben und scheinbar wild zu toben. Um den Rutenhieben zu entkommen hilft nur ein Mittel und dies ist Tugend und Sitte. Sich die Welt zu interpretieren wie man will, führt zu einem bösen Ende.

Es geht um Bibelauslegung und der verzweifelte Versuch in diese uralten Texte irgendwas hineinzuinterpretieren das da einfach nicht steht. Und das nur um in diesem alten Mist noch irgend einen Sinn zu sehen der nicht komplett mit einem modernen aufgeklärten Weltbild kollidiert.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Paulus » Sa 13. Apr 2019, 20:05

Ein Terraner hat geschrieben:(13 Apr 2019, 17:21)

Es geht um Bibelauslegung und der verzweifelte Versuch in diese uralten Texte irgendwas hineinzuinterpretieren das da einfach nicht steht. Und das nur um in diesem alten Mist noch irgend einen Sinn zu sehen der nicht komplett mit einem modernen aufgeklärten Weltbild kollidiert.


Einige meinen dies ginge durchaus. Sind denn die vielen Theologen und gebildeten Vorzeige Christen in deinen Augen einfältige Lumpen ?
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 13. Apr 2019, 20:17

Paulus hat geschrieben:(13 Apr 2019, 20:05)

Einige meinen dies ginge durchaus. Sind denn die vielen Theologen und gebildeten Vorzeige Christen in deinen Augen einfältige Lumpen ?


Nein, ich halte mich da mehr an Freud. Aber es gibt ja auch seriöse Bibelwissenschaft die nicht alles verzweifelt so hindrehen wollen damit es in ihr Weltbild passt.
Nur bleibt das für mich am Ende doch nur der Versuch im Harry Potter des ersten Jahrhunderts irgendwas Göttliches zu finden.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Selaht » Do 25. Apr 2019, 15:22

Liegestuhl hat geschrieben:(13 Apr 2019, 17:10)

Ich habe nichts gegen Atheisten. Das muss jeder selbst wissen. Das Nervige ist aber, dass sie ständig über Gott sprechen wollen.

Wichtiger ist es über Kirchenprivilegien zu sprechen. Deswegen findet übrigens im Mai 2019 (10 Jahre nach der ersten) wieder eine säkulare Buskampagne statt.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon al-Faylasuf » Do 25. Apr 2019, 16:05

Der Atheist über den Gläubigen: Das Kind, das nicht erwachsen werden will und deshalb Gott braucht.

Der Gläubige über den Atheisten: Die Baby-Schildkröte, die das Meer vergessen hat.

:-)

Ich persönlich wertschätze Atheisten, die - grob und vereinfacht ausgedrückt - Gutes tun um des Guten Willen mehr als Diejenigen unter den Religiösen, die "Gutes Tun", um gemäß einem Punktesystem im Jenseits belohnt zu werden. Auch wenn natürlich bei genauerer Betrachtung das "Gute tun" an sich auf rein psychologischer Ebene vor allem einem selber gut tut. Dies ist übrigens ein Aspekt, den ich innerhalb des breiten Spektrums islamischen Denkens bemerkenswert fand. Gemäß einer traditionellen islamischen Ansicht kann der Mensch - indem er seine Familienbande und sozialen Kontakte pflegt und "Gutes Tut" (denken wir in alltäglichen Kategorien wie gute Nachbarschaftsbeziehungen, Respekt oder Mitgefühl bzw. Engagement für Hilfsbedürftige etc.) - dadurch sein eigenes Leben verlängern. Fand ich interessant in Bezug auf entsprechende Studienergebnisse, die sich mit Dingen wie "Suche nach Glück" und dem Einfluss von positivem Denken/Handeln auf die eigene Gesundheit befassen.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Selaht » Do 25. Apr 2019, 17:22

al-Faylasuf hat geschrieben:(25 Apr 2019, 16:05)
Gutes tun um des Guten Willen ...

Atheisten, die Gutes tun, tun dies in aller Regel um der Menschen Willen, nicht um des Guten Willen. Bei Monotheisten ist das nicht zwangsläufig so. Unter Muslimen beispielsweise scheint es vielen wichtiger zu sein, ob das eine oder andere Hadith - das es evtl. zu befolgen gilt - authentisch ist, als dass sie fragen, ob es gut für uns Menschen ist.

Bei der Frage, ob die Babyschildkröte das Meer vergessen hat oder nicht (ob es Gott gibt oder nicht), geht es übrigens um Wahrheit (um das was Tatsache ist), und die hat in aller Regel nichts mit normativen Werten zu tun. Ob historische Ereignisse gut oder schlecht waren, ist keine Frage der Wahrheit, eine Frage der Wahrheit ist, ob vermeintliche historische Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben oder nur Legenden sind. Im religiösen Kontext fällt allerdings auf, dass sehr gerne dem Begriff Wahrheit seine Bedeutung genommen wird, indem über sogenannte höhere Wahrheit gesprochen wird. Diese "höhere Wahrheit" ist dann in aller Regel mit normativen vermeintlichen Lebensweisheiten angefüllt und hat wenig mit Wahrheit zu tun.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon al-Faylasuf » Do 25. Apr 2019, 17:28

Progressiver hat geschrieben:(08 Mar 2019, 18:40)

Hast du dich jemals mit dem berühmten Soziologen Max Weber beschäftigt? In einem seiner bahnbrechenden Werke hat er herausgearbeitet, inwiefern der Kapitalismus aus dem Geist der protestantischen Ethik entstanden ist. Zunächst hieß es bei den Protestanten, wer durch Fleiß etc. zu Reichtum gelangt, ist besonders von dem christlichen Gott gesegnet. Wer reich war, sollte demnach auch in einem Jenseits besonders belohnt werden. Ihm würden auch in metaphysischem Sinne "Gewinn in alle Ewigkeit" winken. Später wurde der Kapitalismus von dieser religiösen Wurzel entkernt. Aber auch die Multimilliardäre von heute halten sich für besonders gesegnet. Dies wird ihnen insbesondere in "God´s own country", den christlichen USA zugestanden. Von daher kommt auch der Spruch "Jeder ist seines Glückes Schmied". D.h., jeder sei nur alleine und ohne Einflüsse der Gesellschaft für seinen eigenen Erfolg oder sein Scheitern verantwortlich. In den Gesellschaftswissenschaften ist man da aber heutzutage schlauer.


Ich muss mir mal ein Beispiel nehmen, mich derart knapp auszusdrücken :-) In jedem Fall stimme ich dieser Aussage zu. Die führenden philosophische Köpfe des Wirtschaftsliberalismus waren nicht zufällig Calvinisten. Adam Smith war vielleicht der erste, der mit dieser religiösen Entkernung anfing, indem für ihn "Gott" nur noch als "unsichtbare Hand", die den Markt reguliert, eine Rolle spielt. Ich finde, diese Epoche ist ein gutes Beispiel, dass Philosophie tatsächlich eine wichtige Rolle für eine bestimmte Entwicklung spielen kann. Möglicherweise spielten in genau dieser Zeit Philosophen die einflussreichste Rolle in der Gesellschaft überhaupt seit den Tagen der Antike.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Antonius » Sa 27. Apr 2019, 18:30

al-Faylasuf hat geschrieben:(25 Apr 2019, 17:28)
Ich muss mir mal ein Beispiel nehmen, mich derart knapp auszusdrücken :-) In jedem Fall stimme ich dieser Aussage zu. Die führenden philosophische Köpfe des Wirtschaftsliberalismus waren nicht zufällig Calvinisten. Adam Smith war vielleicht der erste, der mit dieser religiösen Entkernung anfing, indem für ihn "Gott" nur noch als "unsichtbare Hand", die den Markt reguliert, eine Rolle spielt. Ich finde, diese Epoche ist ein gutes Beispiel, dass Philosophie tatsächlich eine wichtige Rolle für eine bestimmte Entwicklung spielen kann. Möglicherweise spielten in genau dieser Zeit Philosophen die einflussreichste Rolle in der Gesellschaft überhaupt seit den Tagen der Antike.

In der westlichen Welt war es praktisch zu allen Zeiten so, daß die Philosophie eine wichtige Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung spielte.
Man denke nur an berühmte mittelalterliche Gelehrte wie Augustinus oder Thomas von Aquin.
In der Renaissancezeit traten weitere hinzu, z.B. Galileio Galilei, Isaac Newton, Gottfried Wilhelm Leibniz, Rene Descartes, Immanuel Kant, etc.

Ganz anders als etwa im Islam gab es im Christlichen Abendland durch die Philosophie eine Entwicklung hin zur Aufklärung:
Dazu sagt Papst Benedikt XVI. in seinem ersten Jesus-Buch (*) u.a.:

Das politische, wirtschaftliche und soziale System ist aus der Sakralität entlassen,
der Christ ist also frei, in diesen Bereichen aus eigener Erkenntnis und Verantwortung zu entscheiden.


(*) Joseph Ratzinger, Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder Verlag, Freiburg, 2006.

Warum gab es im Islam trotz des allgemeinen Niederganges seit mehr als 800 Jahren niemals eine Epoche der Aufklärung?
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon BingoBurner » Sa 27. Apr 2019, 19:51

Antonius hat geschrieben:(27 Apr 2019, 18:30)



Warum gab es im Islam trotz des allgemeinen Niederganges seit mehr als 800 Jahren niemals eine Epoche der Aufklärung?


Gab es !
Im Grunde war der Islam schon liberal als Europäer noch rot-haarige Frauen auf den Scheiterhaufen verbrannt haben.
Die "Aufklärung" haben wir ebenfalls von Ihnen "gestohlen", in Form von Büchern. Wir haben die verbrannt, die sie gesammelt.

Ach ja Aufklärung X oder Y ?
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

Sleep On The Floor https://www.youtube.com/watch?v=v4pi1LxuDHc
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Antonius » So 28. Apr 2019, 15:44

BingoBurner hat geschrieben:(27 Apr 2019, 19:51)
Gab es !
Im Grunde war der Islam schon liberal als Europäer noch rot-haarige Frauen auf den Scheiterhaufen verbrannt haben.
Die "Aufklärung" haben wir ebenfalls von Ihnen "gestohlen", in Form von Büchern. Wir haben die verbrannt, die sie gesammelt.
Ach ja Aufklärung X oder Y ?

Die Wirklichkeit sah wohl etwas anders aus. Beispielsweise fiel der berühmte Averroës (Ibn Rush) in Cordoba bei seinem Sheich in Ungnade,
weil er den Islam mit aristotelischer Logik versöhnen wollte.
Seine Werke wurden verbrannt, und er selbst wurde in die marokkanische Wüste verbannt, wo dann auch bald starb.

Ausgerechnet im Vatikan gibt es ein berühmtes Fresko von Raffael, "La scuola di Atene", in dem u.a. Averroës und seine Verdienste gewürdigt werden.
https://www.youtube.com/watch?v=_jV7sW3y1kU

Das Hauptproblem der mohammedanisch-dominierten Länder ist nach wie vor, daß sie bis heute noch nicht in der Moderne angekommen sind.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon al-Faylasuf » So 28. Apr 2019, 16:10

Antonius hat geschrieben:(27 Apr 2019, 18:30)

In der westlichen Welt war es praktisch zu allen Zeiten so, daß die Philosophie eine wichtige Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung spielte.
Man denke nur an berühmte mittelalterliche Gelehrte wie Augustinus oder Thomas von Aquin.
In der Renaissancezeit traten weitere hinzu, z.B. Galileio Galilei, Isaac Newton, Gottfried Wilhelm Leibniz, Rene Descartes, Immanuel Kant, etc.

Ganz anders als etwa im Islam gab es im Christlichen Abendland durch die Philosophie eine Entwicklung hin zur Aufklärung:
Dazu sagt Papst Benedikt XVI. in seinem ersten Jesus-Buch (*) u.a.:

Das politische, wirtschaftliche und soziale System ist aus der Sakralität entlassen,
der Christ ist also frei, in diesen Bereichen aus eigener Erkenntnis und Verantwortung zu entscheiden.


(*) Joseph Ratzinger, Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder Verlag, Freiburg, 2006.

Warum gab es im Islam trotz des allgemeinen Niederganges seit mehr als 800 Jahren niemals eine Epoche der Aufklärung?


Deine Frage gehört eigentlich in den Bereich der "Philosophiegeschichte". Deshalb werde versuchen, mich (für meine Verhältnisse) kurz zu fassen und einen Bogen zum Threadthema zu schlagen:

1. Der Beginn der mittelalterlichen Philosophie im christlichen Abendland beginnt im Grunde mit der Scholastik, was übersetzt soviel wie "Schulung" heißt, und de facto nichts anderes war, als "bei den Arabern sich zu schulen". Die Einstellung der Kirche vor allem gegen die Vertreter des "Averroismus" im 13. Jahrhunderts ist ja hinlänglich bekannt. Augustinus (gest. 430) zählt zu den Denkern der Spätantike und er und andere Kirchenväter waren einige der wenige klugen und herausragenden Köpfe in der dunklen Phase, als das römische Reich unterging - allerdings befassten sich diese klugen Köpfe größtenteils mit komplizierten christlichen-theologischen Fragen (Erbsündenlehre, Fleischwerdung, Widerlegung häretischer Auffassungen wie die der Manichäer etc.). Schade, dass Augustinus nur allzu selten sich mit wirklich philosophischen Fragen beschäftigt hat, denn wo er dies tat, zeigte er sich als originell und klug (in gewissen Teilen nahm er Descartes methodischen Zweifel ja vorweg)

Das Christentum hatte lange Zeit im Römischen Reich das Problem, dass es intellektuell betrachtet dem antiken Denken in vielerlei Hinsicht wenig entgegenzusetzen hatte - Augustinus machte sich es sich ja auch als Programm, die Altvorderen von ihrem Sockel zu stoßen - so war Jesus laut Augustinus Sokrates in moralischer Hinsicht überlegen, weil er aus freiem Willen sich opferte und nicht zum Selbstmord gezwungen war, usw.

Zwischen Augustinus und der Scholastik haben wir eine Lücke von 800 Jahren, in welcher man nach originellen, einflussreichen oder namhaften Philosophen im christlichen Abendland mit der Lupe suchen muss.

2. Was ich mit "einflussreich" meinte, war, dass die angelsächsischen Vertreter des Liberalismus - allen voran John Locke und Adam Smith die politisch einflussreichsten und wirkungsmächtigsten waren, vor allem wenn man bedenkt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika de facto sowohl in wirtschaftlicher als auch in politischer Hinsicht den Staat darstellten, den sich diese Philosophen auch vorgestellt hatten.

3. Die von dir genannten Wissenschaftler und Philosophen der Renaissance (Kant wird philosophiegeschichtlich und auch historisch zu einer anderen Epoche gezählt, nämlich der Aufklärung) haben alle in unterschiedlichem Maße ihre Erkenntnisse arabischen/persischen Vorleistungen zu verdanken. Tatsächlich wurden in der Rennaissance weitaus mehr Werke vom arabischen ins lateinische übersetzt als in der Hochzeit des "Averroismus" im 13. Jahrhundert. Und nicht selten stießen die darauf aufgebauten Erkenntnisse auf heftige Reaktionen von Seiten des Klerus. Um ein Beispiel zu nennen - die Vorstellung eines heliozentrischen Sonnensystems, die es auch in der arabischen Welt vor Kopernikus schon als eine von vielen Theorien gab, war im Orient kein Anlass für einen - ohnehin nicht vorhandenen - Klerus, irgendwie inquisitorisch aktiv zu werden. Bemerkenswerterweise gab es in einer bestimmten Phase der "islamischen Geschichte" (Bagdad, Mitte des 9. Jahrhunderts) eine Zeit der "Halbinquisition", (der sogenannten "Mihna") d.h. dass einige Theologen ihre Ansichten in öffentlichen Anhörungen darlegen mussten, und - sofern es mit der öffentlichen Agenda nicht passte sie ins Gefängnis geworfen und gefoltert wurden - nur waren die Inquisitoren hier die "Mu'ateziliten", die Vertreter einer rein rationalen Theologie. Also quasi ein völlig umgekehrtes "Inquisitor/Befragter"-Bild als später im europäischen Mittelalter.

Das Problem ist also weniger, ob man selbst eine eher mystische/literalistische/rationale/allegorische oder wie auch immer Auslegung vertritt, sondern eher, wenn man seine Ansicht als die alleingültige auffasst. Dies ist auch der Hauptgrund, wieso sich die ausschließlich rationalistische Strömung der islamischen Theologie nicht durchsetzte, weil sie totalitär und von oben verordnet wurde.
Ein ähnliches Schicksal ereignete auch der Säkularisierungsprozess in der islamischen Welt. Reza Khan (Persien), Atatürk (Türkei) oder Boughida (Tunesien) konnten bei allem Willen zur Modernisierung ihren Despotismus nicht ablegen.

Dies führt uns auch zur Antwort auf Deine Frage: Zunächst gab es zur vergleichbaren Zeit in der islamischen Welt nicht diese gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Klassenunterschiede vergleichbar mit Frankreich kurz vor der Revolution, die Anlass für Revolutionen gegeben hätten. Für die Benachteiligten wurde in entsprechenden Institutionen gesorgt, die als Stiftungen öffentliches Gemeingut waren. Zweitens hatte der sunnitische Islam eine breitere innerreligiöse Toleranz in Form der unterschiedlichen Rechtsschulen eine weitgehende innere Stabilität ermöglicht - anders gesagt, es gab keine Religionskriege europäischen Ausmaßes wie im 16./17. Jahrhundert.

Aufklärung muss man sich leisten können. Europa konnte aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs aufgrund von technischen Neuerungen und Entdeckungen aus sich selbst heraus zur einer bestimmten Einsicht gelangen. (Und ich denke auch, dass die "Befreiung von Gott" eine ungeheure kreative Energie freigesetzt hat, die möglicherweise in ihrer Konsequenz den Planeten an den Rand einer Katastrophe gebracht hat, aber das ist meine rein persönliche Auffassung). Die islamische Welt hingegen geriet unter Fremdherrschaft und alles, was seitdem von dort kommt, ist ausschließlich reaktiv und aus der Position der Unterlegenheit.

Was den vermeintlichen 800 jährigen Niedergang der islamischen Welt angeht: Diese Ansicht wurde im Grunde in einer Zeit und in einer Region geboren (Europäische Orientalistik, 19. Jahrhunderts), als man auch eine recht willkürliche Einteilung der historischen Epochen (Antike-Mittelalter-Neuzeit) vornahm, "eurozentrische Sicht" ist das moderne Wort dafür. Dazu gehört z.B. auch die Auffassung, dass mit dem Tode Ibn Rushds, also vor 800 Jahren, die Philosophie im Islam endete. Diese Sicht ist heute inzwischen unhaltbar geworden, was schlicht damit zu tun hat, dass auch heute noch der weitaus größte Teil der Manuskripte aus der arabisch-persischen Welt gar nicht übersetzt hat. Gut Ding will halt Weile haben. Auch hat es damit zu tun, dass wir nach Ibn Rushd keine Anhänger der "falsafa" mehr finden - damit meinte man aber in der arabischen Welt nicht Philosophie als solche, sondern nur einer bestimmten philosophische Richtung, die irgendwann als überholt galt. Nur war diese historische Phase der islamischen Welt, also zwischen 1200 und sagen wir der Mitte des 18. Jahrhunderts einfach im Westen lange Zeit unerforscht, was sich jedoch in den vergangenen 30 Jahren geändert hat. Heute nennt man diese Zeit "nachklassische Phase" und die war - trotz politischer Krisen (Verlust von Bagdad, Cordoba, Mongelsturm) alles andere als eine Phase des Niedergangs. Thomas Bauer hat zu diesem Thema letztes Jahr ein empfehlenswertes Buch herausgebracht mit dem Titel "Warum es kein islamisches Mittelalter gab".


In Bezug auf Punkt 3 zitiere ich einmal einen gewissen Ibn Chaldun (gest. 1402), der heute gemeinhin als "Vater der modernen Soziologie und Wirtschaftswissenschaften" bezeichnet wird:

In dieser Welt der Schöpfungen und Entstehungen bedeutet dieses "Verbunden-Sein", dass die Dinge auf der letzten Stufe einer Gruppe das Potenzial haben sich in die Dinge auf der ersten Stufe der nächsten Gruppe hin zu entwickeln. So breitete sich die Tierwelt aus, die Zahl der Tierarten nahm zu, und der stufenweise Prozess der Schöpfung führte schließlich zum Menschen, der zu denken und zu reflektieren vermag. Diese höhere Stufe des Menschen wurde erreicht aus der Welt der Affen, die zwar Klugheit und Wahrnehmung haben, aber noch nicht das Vermögen des aktuellen Denkens und Reflektierens erreicht haben. An diesem Punkt ist die erste Stufe des Menschen erreicht. Dies ist der letzte Stand unserer Beobachtungen.


Nicht nur, dass sich derselbe Ibn Chaldun nicht für solch eine Aussage - mit der er lediglich frühere Ansichten, die in der islamischen Welt (aber auch im fernen Osten) kursierten, wiedergab - vor niemanden zur Rechenschaft gezogen wurde. Ibn Chaldun selbst war (ebenso wie Ibn Rushd) als Rechtsgelehrter und Kadi tätig.

Edit:
Was Ibn Rushd selbst angeht – Es ist nicht zutreffend, dass „alle seine Werke“ verbrannt wurden, weil er „versuchte, den Islam mit aristotelischer Logik zu versöhnen“ - diese Behauptung ist ebenfalls ein Relikt des inzwischen als überholt geltenden klassischen Orientalismus. Richtig ist, dass sein letztes Werk auf den Index kam, weil die von ihm formulierte politische Ethik vom damaligen andalusischen Herrscher als Kritik an seine Herrschaft aufgefasst wurde. Richtig ist zudem außerdem, dass Ibn Rushd vor seinem Tode aus seinem Exil zurückkehrte und vollständig rehabilitiert wurde. In Europa hingegen entdeckte man durch ihn Aristoteles – freilich einen Aristoteles, der um arabisches/persisches „Kommentare“ bereichert war – und es dauerte mehrere Jahrhunderte, bis auch in Europa die christliche Scholastik als überholt galt. Aus anderen Gründen und mit anderen Schlussfolgerungen und Ergebnissen als im Orient.
Zuletzt geändert von al-Faylasuf am So 28. Apr 2019, 16:16, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon al-Faylasuf » So 28. Apr 2019, 16:13

Doppelpost
„Wir sollten keine Scham empfinden, die Wahrheit anzuerkennen und sie zu verarbeiten, selbst wenn sie von früheren Geschlechtern und fremden Völkern kommt." (al-Kindi, gest. 873)
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Ein Terraner » So 28. Apr 2019, 16:18

Antonius hat geschrieben:(27 Apr 2019, 18:30)

In der westlichen Welt war es praktisch zu allen Zeiten so, daß die Philosophie eine wichtige Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung spielte.
Man denke nur an berühmte mittelalterliche Gelehrte wie Augustinus oder Thomas von Aquin.
In der Renaissancezeit traten weitere hinzu, z.B. Galileio Galilei, Isaac Newton, Gottfried Wilhelm Leibniz, Rene Descartes, Immanuel Kant, etc.

Ganz anders als etwa im Islam gab es im Christlichen Abendland durch die Philosophie eine Entwicklung hin zur Aufklärung:
Dazu sagt Papst Benedikt XVI. in seinem ersten Jesus-Buch (*) u.a.:

Das politische, wirtschaftliche und soziale System ist aus der Sakralität entlassen,
der Christ ist also frei, in diesen Bereichen aus eigener Erkenntnis und Verantwortung zu entscheiden.


(*) Joseph Ratzinger, Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Herder Verlag, Freiburg, 2006.

Warum gab es im Islam trotz des allgemeinen Niederganges seit mehr als 800 Jahren niemals eine Epoche der Aufklärung?

Die Aufklärung dem Christentum anzurechnen ist ganz schön dreist.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Alpha Centauri » So 28. Apr 2019, 16:52

Ein Terraner hat geschrieben:(28 Apr 2019, 16:18)

Die Aufklärung dem Christentum anzurechnen ist ganz schön dreist.



Sehe ich auch so, die französische Aufklärung etwa ist gegen nicht dank des Christentums ( und seines dogmatischen Klerus) entstanden ( Voltaire, Diderot,. D Alembert, Rousseau, Buffon, Montesquieu) alles keine Freunde der Kirche, Diderot gar wahr eindeutig Atheist und Religionskritiker.

Heute schmückt sich das Christentum unrechtmäßig mit fremden Federn und spielt den Verteidiger jener Menschenwürde die sie einst fanatisch bekämpfte.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon al-Faylasuf » So 28. Apr 2019, 17:24

Alpha Centauri hat geschrieben:(28 Apr 2019, 16:52)

Sehe ich auch so, die französische Aufklärung etwa ist gegen nicht dank des Christentums ( und seines dogmatischen Klerus) entstanden ( Voltaire, Diderot,. D Alembert, Rousseau, Buffon, Montesquieu) alles keine Freunde der Kirche, Diderot gar wahr eindeutig Atheist und Religionskritiker.

Heute schmückt sich das Christentum unrechtmäßig mit fremden Federn und spielt den Verteidiger jener Menschenwürde die sie einst fanatisch bekämpfte.


Ich finde bemerkenswert, dass in anderen Sprachen das Wort "Erleuchtung" (enlightment, lumières, ilustracion, prosvjetiteljstvo, etc.) für das benutzt wird, was wir als Prozess der "Aufklärung" bezeichnen. Vielleicht erklärt sich dadurch, dass wir hierzulande generell jenen Prozess einfach mit der Ausbreitung von Vernunft und Rationalismus gleichsetzen. Dabei war die Aufklärung eher eine Flutwelle aus unterschiedlichsten Sekten und Strömungen und ursprünglich nicht einfach nur rein säkular ausgerichtet. Stattdessen war sie eine Reaktion gegen bestimmte, spezifisch christliche Institutionen und Lehren, von denen viele auch der Islam ablehnt. Die scharfe anti-klerikale Haltung der Aufklärung klingt ohne Weiteres nachdem Koran, der – während er einige Priester und Mönche lobt, die „nicht zum Hochmut geneigt sind“ (5:82) – behauptet, dass „viele der Rabbiner und Mönche die Besitztümer der Menschen ohne jedes Recht verschlingen“ (9:34); Worte, die durchaus an Kirchenkritiker wie Voltaire oder Condorcet erinnern.

Anstelle von aufwendigen Liturgien und Zeremonien, die von einer Priesterschaft geleitet wird, welche den Zugang der Menschen zur Wahrheit lenkt und bestimmt, sah der Islam sich selbst als die Abschaffung aller Vermittler zwischen Wesen und Schöpfer – indem er a) bestritt, dass jegliches Ritual nur einer bestimmten Personengruppe vorbehalten sein könnte und b) ein radikal nicht-sakramentalisches Konzept des Gebets entwarf, welches die Schaffung religiöser Hierarchieren erschwerte.

Daher verwundert es nicht, dass vor allem im 18. Jahrhundert es für europäische Denker der Aufklärung, (Lessing, de Boulainvilliers, etc.) keine Seltenheit war, den Islam als Kontrast zum "dunklen Katholizismus" darzustellen. (das gilt übrigens auch für den oft und gerne zitierten Voltaire, der Jahre nach seiner heftigen Islamkritik in "Mahomet" (1740) seine Ansichten (mit Ausnahme seiner Ablehnung der Polygamie) später änderte und die Toleranz des Islams pries). Freilich wurde das Islambild in Europa im darauffolgenden 19. Jahrhundert im Zuge des imperialen Selbstbewusstseins wieder umgekehrt und man sprach beinahe ausschließlich von einer orientalischen/semitischen Unvernunft und Dekadenz, die man aufklären müsse.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Trifels » So 28. Apr 2019, 17:37

Scheingefecht.

Vorreiter - Denker für den Prozess Aufklärung ( Leibnitz Descartes und Co ) = politsch und wissenschaftlich ausrichtet. Religiöse Riten = ihnen völlig unwichtig. Islam nie als Gegensatz zum Katholizismus. Nur philosophisch eine Hinzufügung einer anderen Denke zu den anderen Denken.

Schlenker zum Imperialismus albern. Nix Behinderung Islam durch Imperialismus. Den Imperialisten war der Islam wumpe.
Denkanstoß. Gesicherte Quelle/Info -> take it or leave it.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon BlueMonday » So 28. Apr 2019, 17:57

Naja, es gab da etwas, das nennt sich "Reformation" und führte zur Kirchenspaltung quer durch die Christenheit und ganz Europa und zur Entstehung verschiedener christlicher Konfessionen. Gerade beim Protestantismus ging es darum irgendwelche selbsternannten Mittler zwischen Gott und Mensch zu überwinden. Die Reformation war so etwas wie der Grundstein der späteren Aufklärung. Wobei die nun bis heute bei vielen nicht grundsätzlich durchgedrungen ist. Im Zeitalter des Spätetatismus ist vieles immer noch Glaubensfrage, alles eine Frage der Unterordnung, die Autoritätsgläubigkeit wohnt an jeder Ecke, mehr denn je.
But who would build the roads?
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon BingoBurner » Mi 1. Mai 2019, 23:20

Antonius hat geschrieben:(28 Apr 2019, 15:44)

Die Wirklichkeit sah wohl etwas anders aus. Beispielsweise fiel der berühmte Averroës (Ibn Rush) in Cordoba bei seinem Sheich in Ungnade,
weil er den Islam mit aristotelischer Logik versöhnen wollte.
Seine Werke wurden verbrannt, und er selbst wurde in die marokkanische Wüste verbannt, wo dann auch bald starb.

Ausgerechnet im Vatikan gibt es ein berühmtes Fresko von Raffael, "La scuola di Atene", in dem u.a. Averroës und seine Verdienste gewürdigt werden.
https://www.youtube.com/watch?v=_jV7sW3y1kU

Das Hauptproblem der mohammedanisch-dominierten Länder ist nach wie vor, daß sie bis heute noch nicht in der Moderne angekommen sind.


Das ist einfach falsch.......

"Die Gesellschaft von al-Andalus setzte sich hauptsächlich aus drei Religionsgruppen zusammen: Christen, Muslime und Juden. Die Muslime teilten sich wiederum in mehrere ethnische Gruppen auf, deren größte die Araber und die Berber waren. Als Mozaraber wurden Christen bezeichnet, die sich kulturell teilweise der muslimischen Dominanz assimiliert hatten, etwa durch Übernahme von arabischen Gebräuchen, arabischer Kunst und arabischen Ausdrücken, dabei aber ihren christlichen Glauben mit seinen Ritualen und ihre romanischen Sprachen beibehalten hatten. Üblich waren eigene Viertel der verschiedenen Gruppen in den Städten von al-Andalus. "

Davon mal ab............

WEDER HAT DIE BIBEL, NOCH DIE TORA, NOCH DIE BIBEL, NOCH WAS ICH WEIß.........

wirkliche Hilfe für das Jahr 2019 zu bieten.

Ok, wir sind sterblich ? Ist es das ?
Wenn schon religös leben..........dann bitte mal ein, zwei, drei Sachen hin nehmen die wir wegen unseren Säugetier-Gehirn gelernt haben.

Frauen gebären ? Männer zeugen ?...........

WIE NAIV...........nichts ist zu "GEIL"......wie die Blumen............... https://de.wikipedia.org/wiki/Geil

Waren coole Gedanken, die sich finden lassen..........

Beispiel :

Vieles ist möglich wenn man der Schönheit seiner Träume folgt...

Ganz Original kommt das von Elenore.........aber was solls

https://en.wikipedia.org/wiki/Eleanor_Roosevelt
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

Sleep On The Floor https://www.youtube.com/watch?v=v4pi1LxuDHc

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