Wo sind all die Seelen hin?

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firlefanz11
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon firlefanz11 » Di 29. Jan 2019, 14:45

Senexx hat geschrieben:(29 Jan 2019, 12:50)

Christus ist für die gestorben und hat die errettet.

*schnarch*
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon firlefanz11 » Di 29. Jan 2019, 14:51

King Kong 2006 hat geschrieben:(30 Dec 2018, 12:52)
Was passierte mit den wohl Millionen Menschen davor? Was geschah mit ihren Seelen? Ungetauft. Ohne christliche Lehre? Oder Judentum oder Islam?
... Ich finde die Frage interessanter, aus theologischer Sicht, wohin die Seelen der prä-monotheistischen Religionen sind? Gibt es dazu Lehrmeinungen?
... PS: Natürlich würde sich dazu die Frage anbieten, wohin auch aktuell die Seelen wandern, wenn man nicht der richtigen Lehre angehört. Aus fachlicher Sicht, nicht radikaler Schreierei.

Und genau da versagt jegliche religiöse Doktrin.
Wenn man postuliert, dass die Gestorbenen einfach seit je her u. bis dato von der körperlichen in die nicht-körperliche Existenz übergehen, erübrigt sich die Frage...
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon van Kessel » Di 29. Jan 2019, 14:53

nach christlicher Grundüberzeugung gibt es für die 'Seele' keinen Zustand "Zeit". "Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein", versprach Jesus am Kreuz, dem Mitgekreuzigte Dieb. Der Islam hat in der Sure Al' Imran (das Haus Imran) die 'fehlende Zeit' thematisiert, dass zwischen dem Tod und der Auferstehung keine Zeit vergangen ist (subjektiv, wenn auch objektiv viele Milliarden Jahre vergangen sind) "Halte jene, die für Allahs Sache erschlagen wurden, ja nicht für tot, sondern lebendig bei ihrem Herrn; ihnen werden Gaben zuteil". Was sich bei Selbstmordattentätern auf schlimme Weise pervertierte.

Nach Platon ist die Seele, da ja immateriell, unsterblich. Griechen und später Christen teilten den Körper und die Seele auf, während die Chinesen z.B. die 'Zerteilung' nicht vornahmen, sondern Körper und Seele als Einheit betrachteten (Verewigung des Körpers in der einen oder anderen Form).

Im Judentum ist Seele und Körper ebenfalls geteilt und ebenfalls von Plato beeinflusst (Maimonides). Die Seele sollte nach dessen Idee, ein geistiges Leben führen, von welchem wir Jetztmenschen keine Vorstellung hätten. Dieser Idee wurde aber vielfach widersprochen.

Physikalisch mögen Seelen das sein was unter Entropie* verständlich wäre, eine Information ohne Selbstbewusstsein oder Seins Empfinden. Metaphysisch vielleicht auch dunkle Energie, die den 'Laden' zusammen halten'? Da jedes Lebewesen (so auch der Mensch) im Laufe seines Lebens Wärme abstrahlt, diese Wärme aber nichts anderes als Strahlung ist, diese wiederum sich mit Lichtgeschwindigkeit im Universum ausbreitet - eines Universums, welches sich ausdehnt - so könnte man annehmen, dass sich die 'Seelen' alle wiedertreffen am letzten Tag des Universum, am Jüngsten Tag eben.

*Thermodynamik, nach welche u.a. Energie nicht vernichtet werden kann
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Ein Terraner » Di 29. Jan 2019, 15:44

firlefanz11 hat geschrieben:(29 Jan 2019, 14:40)

Das gesamte Universum? Neue Bewusstseinsebenen?

Ernst Ellert ? Die Phantasie ist ja Grenzenlos, wenn da nicht immer diese blöde Physik wäre. :D
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Progressiver » Di 29. Jan 2019, 20:48

firlefanz11 hat geschrieben:(29 Jan 2019, 11:09)

Für mich als anderen Atheisten schon denn trotz des Umstandes, dass ich weder an einen "Gott" noch an ein Jenseits oder whatever glaube, befasse ich mich gern mal mit solchen Denkansätzen...


Tun sie aber nicht weil sie an diesem pathetischen Leben hängen weil sie eben nicht wirklich wissen was danach kommt...
Im übrigen glaubten die Katharer auch, dass man bzw. die Seele nach einem Selbstmord eben NICHT in "Gott" aufgehen würde, sondern zu einem weitern korporealen Leben gezwungen wäre...


Was hat dieses Leben denn zu bieten? Malochen um sich am Leben erhalten zu können und gelegentlich Urlaub machen um sich vom Malochen wieder zu erholen? Im Alter dahin siechen u. wie Du schon selbst schriebst am Ende des Lebens so überdrüssig sein, dass man nur noch aufs Ende hofft/wartet?
Sicher gibt es nette Stimuli zwischendrin wie Freundschaft, Liebe, intellektuelle Herausforderungen etc. aber was nutzt einem all das am Ende wenn man ins Gras gebissen hat, und einfach aufhört zu existieren? Viele sagen man müssen einfach versuchen einen bleibenden Einfluss auf die Welt zu haben. Sei es durch künstlerische, soziale oder arbeitstechnische Errungenschaften oder durch Nachkommen. Wozu? Und wozu für mehr Lebensqualität kämpfen? Und was IST das überhaupt?
Menschliche Leben u. selbst die Existenz der Weltbevölkerung als Ganzes sind nur ein Wimpernschlag in der Existenz des Universums, und beeinflusst Selbiges nullkommanichts... Das einzig sinnvolle, das der Mensch mit seiner Zeit anfangen sollte ist zu versuchen den Geheimnissen des Universums u. darüberhinaus auf die Spur zu kommen. Auch wenn selbst das im Endeffekt nicht viel bringt aber zu mindest ist es im Gegensatz zu arbeiten, in die Kneipe gehen oder sich mit Frauen u. Kindern rum zu plagen halbwegs sinnvoll...


Warum? Am Ende nutzt Dir das gute Leben auch nichts mehr...


Das ist ja der Punkt. Eine non-korporeale Existenz wäre eben NICHT das Gleiche! Und genau dann ginge theoretisch das entdecken von schönem u. neuem erst so richtig los, da man nicht mehr an diese eine Welt gebunden wäre...!


Du bist Atheist? Hast aber eskapistische Tendenzen?

Was mich betrifft: Ich hatte ab der 11. Klasse Ethikunterricht. Dort wurde unter anderem der Mythos von Sysiphos behandelt. Und zwar nicht in der ursprünglichen Form, sondern wie Camus ihn interpretierte. Wie hoffentlich jeder hier weiß, wurde Sysiphos in der griechischen Mythologie dazu verdammt, immer wieder einen Stein hochzurollen, um ihm beim hinunterrollen zusehen zu dürfen.. War er dabei aber unglücklich? Nein, sagt Camus. Einerseits hatte er eine Aufgabe, die ihn beschäftigte. Andererseits konnte er, während er den Stein beim Herunterrollen beobachten durfte, sich ausruhen und nachdenken. Würde Zeus ihn wirklich strafen wollen, dann müsste er entweder für immer einen Stein einen Berg hinaufrollen oder aber er hätte absolut keine Lebensaufgabe. Mir hat das jedenfalls geholfen. Laut Camus ist das Leben eine absurde Angelegenheit. Aber man kann es trotzdem als lebenswert erachten bzw. dafür kämpfen, dass es lebenswert ist. Was bleibt uns auch anderes übrig? Das Leben an sich halte ich ebenfalls für sinnlos. Es folgt keinem Ziel und keinem Zweck. Und irgendwann ist es eben vorbei. Na und? Aber man kann eben doch versuchen, der eigenen bescheidenen Existenz einen individuellen Lebenssinn abzugewinnen. Oder soll man sich angesichts der Sinnlosigkeit des Lebens von einem Hochhaus stürzen? Der Tod ist aber genau so sinnlos. Und wenn man tot ist, hat man zwar einerseits keine körperlichen wie seelischen Schmerzen mehr, weil man nichts mehr spürt, ja nicht mehr existiert. Aber andererseits kann man dann auch nie erfahren, was man auch für schöne Phasen und Augenblicke erleben kann, wenn man eben nicht den Weg des Selbstmordes gewählt hätte.

Und hier kommt dann meine weitere Biographie ins Spiel. In meinen Zwanziger Jahren bin ich auch psychisch erkrankt. Mir ging es seinerzeit auch so schlecht, dass ich froh war, dass es so eine Institution wie die Psychiatrie gibt. Gäbe es sie nicht -und all die stabilisiernden Medikamente-, so würde ich vielleicht auch nicht mehr leben. Es gab damals wirklich Leute, die sich das Leben genommen haben in einer ähnlichen Situation. Ich aber habe mich für das Leben entschieden. Die Toten von damals spüren jetzt zwar auch weder seelischen wie körperlichen Schmerzen mehr. Aber im Gegensatz zu den Selbstmördern konnte ich erfahren, dass es in gewissem Sinne auch wieder aufwärts gehen kann. Meine Erkrankung hat mich auch noch lange eingeschränkt. Ich hatte noch Jahre später fast täglich Panikattacken. Aber wenn man sich nicht aufgibt oder an seiner Erkrankung zerbricht, sondern kämpft für immer mehr Lebensqualität und Selbstständigkeit, so kann man mit einer gewissen Zähigkeit auch feststellen, dass man auch wieder Erfolge haben kann im Leben. Man kann es auch genießen lernen, dass es wieder aufwärts geht im Leben. Welche Erfolge haben diejenigen vorzuweisen, die sich leider frühzeitig das Leben nehmen? Doch wohl keine. Ihr Leben war schrecklich. Und danach kam nichts mehr. Mein Leben war auch schon der absolute Horror. Aber ich lebe. Und die Zeit der akuten Erkrankung war nur eine besonders schlimme Phase, nach der es aber wieder aufwärts ging. Und das meine ich mit dem Kampf für mehr Lebensqualität. Ich will ein Gleichgewicht finden zwischen einerseits intellektueller Betätigung und dem Üben an der Gitarre. Andererseits weiß ich eben, dass auch die soziale Isolation, die die Krankheit mit sich bringt, nicht schön ist. Also werde ich versuchen, meinen Freundeskreis zu erweitern bzw. überhaupt wieder welche zu finden. Aber auch eine Beziehung zu einer passenden Frau will ich finden können. So etwas hatte ich nämlich krankheitsbedingt noch nie. Natürlich könnte ich es mir in meiner Situation auch bequem machen. Dann würde ich für den Rest des Lebens rumjammern und, so wie leider viele andere mit dem gleichen Krankheitsbild, zum Kettenraucher werden. Anstatt für eben dieses mehr an Lebensqualität -also mehr möglichen Genuss, weniger Panikattacken, mehr Können beim Gitarrenspiel, wieder mehr Freunde und eine Partnerschaft- zu kämpfen, könnte ich es mir auch bequem machen. Dann würde ich mich möglichst gar nicht der Krankheit stellen, sie verdrängen und mich in eine schöne Traumwelt hineinträumen. Da würde dann auch dieser eskapistische Ansatz passen, dass man glaubt, dass das Leben bei all den Quälereien, die es zu bieten hat, in einem imaginierten Jenseits doch viel toller wäre. So bin ich aber nicht.

Ich kann aber nur sagen: Ja, das Leben kann verdammt schwer sein. Das sollte man aber nicht als absolutes Grauen verstehen, sondern das Ganze auch sportlich sehen. Ja, manche Probleme kann man als solche benennen und sind furchtbar. Andere hingegen kann man als Herausforderung sehen, die man am besten sportlich nimmt. Wenn man sie gemeistert hat, kann man wieder mal auf sich stolz sein. Natürlich darf man aber nicht hoffen, dass es irgendwann einmal ein absolutes problemfreies Leben gibt. Das braucht es aber auch nicht. Laut dem Philosophen und Wissenschaftstheoretiker Karl Popper besteht dass Leben eben daraus, dass man Probleme löst. Und sind sie dann gelöst, so tauchen vielleicht neue auf. Auch diese stellen einen dann vor neue Herausforderungen. So wird einem zumindest nie langweilig.

Und auf das Anfangsbeispiel des Mythos von Sysiphos nach Camus zu kommen: Indem dieser einen Stein einen Berg hinaufrollt, versucht er ebenfalls, ein Problem zu lösen. Wenn er den Stein wieder herunterrollen sieht, dann sollte das kein Grund zur Verzweiflung sein. Wenn ich Sysiphos wäre, dann würde ich mir, oben angekommen, zuerst einmal vor Stolz auf die Schulter klopfen. Dann würde ich den Anblick genießen, dem Stein beim Herunterrollen zuzugucken. Gleichzeitig würde ich mich ausruhen, um dann den Stein aufs neue hochzurollen. Zumindest ist es Sysiphos nicht langweilig. Was die Jenseitsdenker sich aber herbeifantasieren, das ist ein wunderbares Leben ohne die üblichen Probleme. Auf Sysiphos übertragen hieße das: Ohne Probleme hätte er, bildlich gesprochen, auch keinen Stein mehr, den er den Berg hinaufrollen müsste. Er hätte nicht die Mühen und die Schmerzen, die ihm das Hinaufrollen bereiten. Aber es fehlen dann auch das Erfolgserlebnis, wenn er oben angekommen ist.

Kurz gesagt: Ohne den Stein, der die Probleme symbolisiert, wäre Sysiphos ein wirklich armer Mann. Er hätte keine Aufgabe mehr. Ihm wäre bis in alle Ewigkeit langweilig. Und wenn er nicht sterben kann, sondern nur ohne Probleme weiter lebt, dann wäre dies die eigentliche Hölle. Eine ewige Hölle ohne Ende, aber mit viel Langeweile. Und ist es das wert, so etwas anzustreben? Ich für meinen Teil habe jedenfalls noch Ziele im Leben, die ich erreichen will. Wenn ich diese Herausforderungen gemanaged habe, dann macht es mir auch hoffentlich nichts aus, dass ich irgendwann doch sterben muss. Dies lieber später als früher. Aber ein ewiges Leben will ich gar nicht erlangen, denn wenn das jenseitige Leben so sein soll, dass es dort keine Probleme gibt, an denen man wachsen kann, dann stelle ich mir dies nur als Hölle vor, in der die Langeweile immerwährend ist. Wichtig ist es, den Augenblick auszukosten. Denn gerade, weil das Leben endlich ist, ist es so kostbar. Ein ewiges Leben dagegen ist ein Leben im Überfluss. Und somit überflüssig und wertlos.
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Ein Terraner » Di 29. Jan 2019, 20:58

Progressiver hat geschrieben:(29 Jan 2019, 20:48)

Das Leben an sich halte ich ebenfalls für sinnlos. Es folgt keinem Ziel und keinem Zweck.

Und was ist mit dem Stoffwechsel?
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Progressiver » Di 29. Jan 2019, 21:20

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Jan 2019, 20:58)

Und was ist mit dem Stoffwechsel?


Beim Stoffwechsel werden Nahrung und Getränke zu Kot und Urin umgewandelt. Das verstehe ich aber nicht als einen höheren Sinn des Lebens, Scheiße und Urin zu produzieren.

Was aber richtig ist: Seit es das erste Bakterium gab, versucht sich das Leben immer wieder nur selbst am Leben zu halten. Dies gilt sowohl für das Individuum als auch das Leben an sich auf dieser Erde. Der einzige Grund des Lebens wäre demnach die Selbsterhaltung. Wenn man aber das Ganze vom Ende her denkt, dann ist jedes Leben früher oder später zum Scheitern verurteilt, da es endlich ist. Dann folgt der unwiderrufliche Exitus. Auch hier sehe ich es nicht als höheren Sinn und Zweck an, auf den Tod hinzuarbeiten, sondern die Zeit zwischen der Geburt und dem Tod möglichst gewinnbringend und schön zu verbringen. So wie ich es in meinem letzten Posting über den Mythos des Sysiphos auch beschrieb.
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Ein Terraner » Di 29. Jan 2019, 21:29

Progressiver hat geschrieben:(29 Jan 2019, 21:20)

Beim Stoffwechsel werden Nahrung und Getränke zu Kot und Urin umgewandelt. Das verstehe ich aber nicht als einen höheren Sinn des Lebens, Scheiße und Urin zu produzieren.

Es ist der kleinste gemeinsame Nenner allen Lebens, die Unwandlung von Molekülen.
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Papaloooo » Di 29. Jan 2019, 21:52

Erste Frage:
Wenn es einen Himmel gäbe, den jedoch nicht alle Seelen erreichen würden,
könnte der Himmel denn dann der Himmel sein?

Ist denn nicht die "Seeleneigenschaft" Mitgefühl eine "Himmlische Qualität".

Wäre ein bloß-nicht-hinschauen-da-geht-es-welchen-schlecht-Himmel wirklich ein Himmel?

Gäbe es nicht ein Bestreben, Seelen, welche diesen Zustand nicht erreicht haben, ebenfalls zu diesem Zustand zu führen?

Zweite Frage:
Könnte ein "Gott" denn wirklich "Gott" sein,
wenn er in einem Jenseits, welcher Gestalt auch immer einer Seele den freien Willen abnähme?

Nach dem Motto: nein, zu diesen Seelen darfst Du Dich nicht begeben,
auch wenn Du ihnen aus einem "verkörperten Dasein" noch nahe stehst?

Meine (für mich selbst gegebene) Antwort auf beide Fragen kann nur lauten:
Überlasse es niemals anderen, Dir einen Glauben aufzuzwingen.
Bastle Dir lieber selbst einen Glauben, als das anderen zu überlassen
(egal ob diese noch leben, oder vor Jahrhunderten gelebt haben)!
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 30. Jan 2019, 10:11

Progressiver hat geschrieben:(29 Jan 2019, 20:48)

Du bist Atheist? Hast aber eskapistische Tendenzen?

Das Eine schliesst das Andere ja nicht aus. Du selbst sagst ja Du wärst Atheist erwähnst aber immer wieder "seelische" Schmerzen. Der strenge Atheist glaubt aber gar nicht an das Konzept Seele...
Ich für meinen Teil sage nicht, dass ich wirklich daran glaube, dass der Tod nur eine Form des Übergangs in eine neue Bewusstseinsebene ist, halte die Idee/theorie aber trotzdem für interessant... Genauso interessant wie die String-/Brantheorie oder Andere...
Ich kann jedenfalls sagen, dass ich vor dem Tod keine Angst habe sondern neugierig darauf bin ganz egal was dabei raus kommt. Deshalb muss ich ihn aber auch nicht forcieren...
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon keinproblem » Fr 1. Feb 2019, 14:36

Papaloooo hat geschrieben:(29 Jan 2019, 21:52)

Erste Frage:
Wenn es einen Himmel gäbe, den jedoch nicht alle Seelen erreichen würden,
könnte der Himmel denn dann der Himmel sein?

Ist denn nicht die "Seeleneigenschaft" Mitgefühl eine "Himmlische Qualität".

Wäre ein bloß-nicht-hinschauen-da-geht-es-welchen-schlecht-Himmel wirklich ein Himmel?

Gäbe es nicht ein Bestreben, Seelen, welche diesen Zustand nicht erreicht haben, ebenfalls zu diesem Zustand zu führen?
Zweite Frage:
Könnte ein "Gott" denn wirklich "Gott" sein,
wenn er in einem Jenseits, welcher Gestalt auch immer einer Seele den freien Willen abnähme?

Nach dem Motto: nein, zu diesen Seelen darfst Du Dich nicht begeben,
auch wenn Du ihnen aus einem "verkörperten Dasein" noch nahe stehst?

Es gibt verschiedene Ebenen auf denen man das beantworten kann. Mitgefühl ist in unserem Fall eine Quelle dafür zu trauern, aber das sagt uns noch nicht viel darüber aus, was Mitgefühl wirklich ausmacht. Als ich den neuen Appel des Dalai Lama an die Welt gestern gelesen habe, hat er im Kapitel "Werdet Athleten des Mitgefühls" vom Treffen mit einem Neuropsychiater erzählt, der sich speziell mit dem Thema Mitgefühl an ihn gewendet hat. Auf Seite 55 steht dazu sinngemäß, dass Mitgefühl auf fünf Ebenen abläuft: 1) kognitiv, man erkennt das Leid des anderen 2) affektiv, man sorgt sich um die leidende Person 3) Intention, man möchte das Leid des anderen lindern 4) konzentrierte Beobachtung des Leids, um dann auf der 5.) zu einer konkreten Handlung zu kommen.

Im Fall desjenigen, der das Paradies bewohnt ist wohl klar, dass es für ihn nicht möglich ist das Urteil Allahs rückgängig zu machen. 4) und 5) fallen also weg. In einer Situation in der wir von Leid anderer wissen und es nicht abwenden können würde es uns also eindeutig schaden. Das Paradies wäre nicht in Perfektion konstruiert wenn der Einwohner Kummer leiden könnte. Folglich lässt Allah den Schmerz dein Herz gar nicht erst befallen und du kannst dein wahres Leben auf ewig genießen. Mir ist auch nicht bekannt, dass man es einen Beweis dafür gibt, dass man nicht für andere Bittgebete sprechen kann, auf dass sie ebenfalls in den Genuss kommen.

Zur zweiten Frage: Kommt drauf an was du unter "Gott" verstehst und was deine konkrete Vorstellung von "freier Wille" ist. Ich zumindest halte die Antwort der Fragen nicht für widersprüchlich.

Meine (für mich selbst gegebene) Antwort auf beide Fragen kann nur lauten:
Überlasse es niemals anderen, Dir einen Glauben aufzuzwingen.
Bastle Dir lieber selbst einen Glauben, als das anderen zu überlassen
(egal ob diese noch leben, oder vor Jahrhunderten gelebt haben)!
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon unity in diversity » Fr 1. Feb 2019, 15:16

Wo sind die Seelen der Tiere hin?
Veterinärtheologen sprechen von Milliarden und Abermilliarden Seelen.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Progressiver » Fr 1. Feb 2019, 17:08

unity in diversity hat geschrieben:(01 Feb 2019, 15:16)

Wo sind die Seelen der Tiere hin?
Veterinärtheologen sprechen von Milliarden und Abermilliarden Seelen.


Und selbst das ist stark untertrieben. Es gibt Wissenschaftler, die schätzen, dass es alleine, was den modernen Menschen betrifft, bisher 100 Milliarden Exemplare unserer Gattung gab. Also alleine von daher müsste ein potentielles Jenseits schon wegen Überfüllung geschlossen sein, oder? Und woher sollen die ganzen Seelen denn kommen? WIe entstehen sie? Oder wo macht man die Grenze fest, welche Lebewesen beseelt seien und welche nicht? Warum sollten die Billionen von Ameisen, die derzeit unseren Planeten bevölkern, dann nicht ebenfalls eine Seele haben? Oder in der Vergangenheit alle Lebewesen von dem ersten Einzeller aus betrachtet und über die Dinosaurier ausnahmslos alle Pflanzen und Tiere? Wenn man es an der Fähigkeit festmacht, dass etwas seine DNA weitergeben kann, dann hätten wohl auch selbst Viren eine Seele.

Ich selbst halte vom Konzept der unsterblichen Seele jedenfalls nichts. Das einzige Ziel des Lebens besteht darin, sich immer wieder mit neuen Individuen durch Zellteilung oder geschlechtliche Fortpflanzung am Leben zu erhalten. Wenn das Individuum die Brutpflege erfolgreich durchgeführt hat, besteht kein weiterer Verwendungszweck mehr. Ansonsten würden die Lebewesen dieser Erde alle viel längere Lebenszeiten haben. Dem steht die Tatsache gegenüber, dass die Gene ein Lebewesen nicht unendlich lange jung und fit halten können. Im Übrigen fände ich es auch grauenhaft, wenn wir heute zusätzlich zu den heutigen Menschen beispielsweise alle Generationen der letzten 500 Jahre durchfüttern müssten. Da würde die Population der Menschen auf der Erde derart schnell ansteigen, dass das Ökosystem schon viel früher kollabiert wäre. Es ist also weder sinnvoll noch nützlich für das Leben an sich, dass die Individuen steinalt werden oder ewig leben. Da der Tod zum Leben gehört, sollten wir es lernen, ihn als Teil davon zu akzeptieren. Wunschträume helfen da nichts.

Im Übrigen kann man das Verhältnis von Körper und "Seele" am besten mit der Hard- und Software eines Computers vergleichen. Ein Computer ohne Software ist nutzlos wie ein Stein. Eine Software dagegen kann nie ohne Hardware existieren. Anstatt von einer "Seele" zu reden, benutze ich eher den Begriff Psyche. Körper und Psyche bzw. Geist können aber nur als Einheit gedacht werden. Kriegt ein Mensch Krebs oder eine andere schlimme körperliche Erkrankung, dann stirbt die "Seele" mit dem Körper. Wird ein Mensch dagegen psychisch krank und bekommt keine Hilfe in Form von Tabletten, aber auch von Psychotherapie, dann kann er ansonsten noch so jung und körperlich fit sein. Ein potentieller Selbstmord beendet trotzdem seine psychische wie körperliche individuelle Existenz.

Wenn man also vom Konzept der Seele ausgeht, dann ist entweder alles Leben dieser Erde seit seiner Entstehung beseelt oder es herrscht bei der Klassifizierung der Lebewesen grobe Willkür. Beide Versionen taugen aber bei der Betrachtung des Lebens nichts. Und einen höheren Lebenssinn, der für alle Lebewesen bzw. nur auch die Menschheit gelten solle, kann man ebenfalls nicht daraus ableiten.
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon unity in diversity » Fr 1. Feb 2019, 17:16

Wenn dereinst die große Lampe für uns aus ist, wissen wir nicht mehr, was uns angetrieben hat.
Warum wir geweint haben und worüber wir gelacht haben.
Nichts, unser statisches Laufwerk hat sein Betriebssystem und die aufgespielte Software vergessen.
Ursache:
Sauerstoffmangel im Gehirn, wegen Kreislaufstillstand.
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Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Papaloooo » Fr 1. Feb 2019, 17:58

unity in diversity hat geschrieben:(01 Feb 2019, 15:16)

Wo sind die Seelen der Tiere hin?
Veterinärtheologen sprechen von Milliarden und Abermilliarden Seelen.

Vor allem aber, die meisten Wesen sind ja wohl Bakterien.
Und Bakterien haben ja keinen Alterstod!
Sollten Sie nicht gefressen werden, oder auf eine andere Weise umkommen, sind sie unsterblich.
Was nun?
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon keinproblem » Fr 1. Feb 2019, 18:27

Progressiver hat geschrieben:(01 Feb 2019, 17:08)

Und selbst das ist stark untertrieben. Es gibt Wissenschaftler, die schätzen, dass es alleine, was den modernen Menschen betrifft, bisher 100 Milliarden Exemplare unserer Gattung gab. Also alleine von daher müsste ein potentielles Jenseits schon wegen Überfüllung geschlossen sein, oder? Und woher sollen die ganzen Seelen denn kommen? WIe entstehen sie? Oder wo macht man die Grenze fest, welche Lebewesen beseelt seien und welche nicht? Warum sollten die Billionen von Ameisen, die derzeit unseren Planeten bevölkern, dann nicht ebenfalls eine Seele haben? Oder in der Vergangenheit alle Lebewesen von dem ersten Einzeller aus betrachtet und über die Dinosaurier ausnahmslos alle Pflanzen und Tiere? Wenn man es an der Fähigkeit festmacht, dass etwas seine DNA weitergeben kann, dann hätten wohl auch selbst Viren eine Seele.

Wie kommst du darauf, es gäbe nicht genug Platz, selbst wenn wir den Begriff physisch verstehen? Dass es bei weitem genug Platz gibt sehen wir doch schon anhand der Sonne und wem das nicht reicht, der kann sich mit den Weiten unserer Galaxie mal näher beschäftigen.

Ich selbst halte vom Konzept der unsterblichen Seele jedenfalls nichts. Das einzige Ziel des Lebens besteht darin, sich immer wieder mit neuen Individuen durch Zellteilung oder geschlechtliche Fortpflanzung am Leben zu erhalten. Wenn das Individuum die Brutpflege erfolgreich durchgeführt hat, besteht kein weiterer Verwendungszweck mehr. Ansonsten würden die Lebewesen dieser Erde alle viel längere Lebenszeiten haben. Dem steht die Tatsache gegenüber, dass die Gene ein Lebewesen nicht unendlich lange jung und fit halten können. Im Übrigen fände ich es auch grauenhaft, wenn wir heute zusätzlich zu den heutigen Menschen beispielsweise alle Generationen der letzten 500 Jahre durchfüttern müssten. Da würde die Population der Menschen auf der Erde derart schnell ansteigen, dass das Ökosystem schon viel früher kollabiert wäre. Es ist also weder sinnvoll noch nützlich für das Leben an sich, dass die Individuen steinalt werden oder ewig leben. Da der Tod zum Leben gehört, sollten wir es lernen, ihn als Teil davon zu akzeptieren. Wunschträume helfen da nichts.

Also du meinst, dass klassische Konzept der Seele gibt es nicht, weil wir sonst viel länger leben müssten? Mit einem naturalistischen oder gar nihilistischen Weltbild würde ich mich furchtbar fühlen, wenn man schon depressiv wird wenn man im Alltag keinen Sinn sehen kann, was ist dann der emotionale Zustand desjenigen der meint, sein ganzes Existieren sei sinnlos. Wenn man während dem Griechenlandurlaub auf einer einsamen, wüsten Insel strandet und weder Telefon noch Nahrung dabei hat und dann, nach Stunden des energiesparenden Umherwanderns am Ufer ein angespültes Lunchpaket findet - dass man in diesem Moment, egal welcher Weltanschauung man folgt dankbar ist, ist für mich die stärkste Veranschaulichung der Seele.
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon unity in diversity » Fr 1. Feb 2019, 18:51

Wann geboren, warum und als was?
Nach deinem Tode, wirst du nicht mehr wissen, wofür du dich engagiert hast.
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon aleph » Fr 1. Feb 2019, 21:40

jeder mensch kann seinem leben eiinen subjektiven sinn geben, auch wenn es keine seele gibt. umgekehrt, wenn es eine unsterbliche seele gibt und das leben nach dem tode schöner ist, warum sich mit dem irdischen leben abgeben?

das irdische leben als vorbereitung für das ewige leben ist wenig sinnig, weil die meisten menschen in der geschichte erstens nicht sehr alt geworden sind und zweitens sie gar keine zeit hatten, weil sie zu sehr damit beschäftigt waren, zu überleben und sich fortzupflanzen, mit aktivitäten , die im jenseits nicht mehr vorhanden sind.
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon Misterfritz » Sa 2. Feb 2019, 19:03

keinproblem hat geschrieben:(01 Feb 2019, 18:27)Also du meinst, dass klassische Konzept der Seele gibt es nicht, weil wir sonst viel länger leben müssten? Mit einem naturalistischen oder gar nihilistischen Weltbild würde ich mich furchtbar fühlen, wenn man schon depressiv wird wenn man im Alltag keinen Sinn sehen kann, was ist dann der emotionale Zustand desjenigen der meint, sein ganzes Existieren sei sinnlos. Wenn man während dem Griechenlandurlaub auf einer einsamen, wüsten Insel strandet und weder Telefon noch Nahrung dabei hat und dann, nach Stunden des energiesparenden Umherwanderns am Ufer ein angespültes Lunchpaket findet - dass man in diesem Moment, egal welcher Weltanschauung man folgt dankbar ist, ist für mich die stärkste Veranschaulichung der Seele.
Das ist die Veranschaulichung von Seele? Aha, ich hätte es eher für eine Veranschaulichung von Zufall gehalten.
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keinproblem
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Re: Wo sind all die Seelen hin?

Beitragvon keinproblem » Sa 2. Feb 2019, 20:31

Misterfritz hat geschrieben:(02 Feb 2019, 19:03)

Das ist die Veranschaulichung von Seele? Aha, ich hätte es eher für eine Veranschaulichung von Zufall gehalten.

Dann hast du den Beitrag missverstanden. Wenn man sich in die Lage hineinversetzt. Der Moment, indem du energiearm und hungernd ohne ernste Aussichten auf das Erleben des nächsten Tages auf einmal ohne Ankündigung ein sorgfältig zusammengelegtes schmackhaftes Touristenfutter findest - nicht dass du es gefunden hast, sondern dass du entgegen jeder Rationalität Dankbarkeit verspürst ist imho ein treffendes Beispiel für Leute, die Schwierigkeiten haben ihre Seele zu lokalisieren.

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