Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Moderator: Moderatoren Forum 8

Der Denkerr
Beiträge: 46
Registriert: Mo 4. Mär 2019, 10:00

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Der Denkerr » Fr 8. Mär 2019, 13:59

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Mar 2019, 11:44)

Was sich alles ändern würde, der Einfluss der Kirchen und der dazugehörigen Mythologie hat über die Jahrtausende enormen Einfluss auf die Menschheit. z.b unsere Zeitrechnung 2019 n.Ch. oder auch unsere Sprache wurde sehr stark durch die Religion beeinflusst.
Die Frage ist hier auch nicht was sich für mich ändern würde, sondern was sich für die Institutionen ändern würde die ihr Geschäftsmodell auf diesen Mythos aufgebaut haben.


Das ist eine Wunschvorstellung von dir ! Es kann niemals einen Beweis geben, welcher das NT völlig entkräftigt. Heute gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass die Erde Mrd. von Jahren alt ist. Dennoch glauben einige die "Erdscheibe" sei erst 6000 Jahre alt. Und im Gegensatz zur Schöpfungsgeschichte kann die Wissenschaft bezüglich des Neuen Testaments und Jesu niemals zu solch gesichterten Aussagen kommen.

Wie schon angedeutet : Das Christentum ist nicht eine Randerscheinung im Konzert der menschlichen Spezies der letzten 2000 Jahren. Der Lauf der Geschehnisse in der Welt wurde maßgeblich durch die im NT beschriebenen Abläufe rund um Jesu beeinflusst. Und noch heute hat die Kirche eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Keine Wissenschaft kann das Geschäftsmodell religiöser Institutionen aufheben ! Aber wissenschaftliche Erkentnise verdrängen religiöse Denkmuster immer mehr in den Bereich subjektiver Weltanschauungen . Kollektiv wird in Deutschland kein Bürger mehr gezwungen an christlichen Dogmen festzuhalten.
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 10366
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Ein Terraner » Fr 8. Mär 2019, 16:09

Der Denkerr hat geschrieben:(08 Mar 2019, 13:59)

Das ist eine Wunschvorstellung von dir !.

Was ist eine Wunschvorstellung von mir?
Licht und Dunkel

Kritik an der CDU/CSU ist ab sofort per Gesetz verboten.
Der Denkerr
Beiträge: 46
Registriert: Mo 4. Mär 2019, 10:00

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Der Denkerr » Fr 8. Mär 2019, 17:19

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Mar 2019, 16:09)

Was ist eine Wunschvorstellung von mir?


Das weißt du ganz genau !
Der Denkerr
Beiträge: 46
Registriert: Mo 4. Mär 2019, 10:00

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Der Denkerr » Fr 8. Mär 2019, 17:41

irgendwer hat geschrieben:(07 Mar 2019, 16:04)

Ja, was bist du gleich? Gott oder Natur oder gar nichts?
Also wenn du Natur bist, darfst du dich auch deiner Gotteskinder annehmen.


Jemand wo so spricht wie du, in dessen Herz fehlt die Gottesfurcht völlig ! Wie kommst du nur auf die Idee wahllos einen User zu fragen, ob er Gott sei ? Ist dies etwa dein neuer einfältiger Humor den du auf Kosten des wahren Gottes veranstalten willst ?

Fragst du etwa deine Psyscho Tabletten die du vermutlich täglich einnimst auch ob sie Gott seien ? :D
Benutzeravatar
Alexyessin
Vorstand
Beiträge: 77162
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Alexyessin » Fr 8. Mär 2019, 17:49

Der Denkerr hat geschrieben:(08 Mar 2019, 13:59)

Das ist eine Wunschvorstellung von dir ! Es kann niemals einen Beweis geben, welcher das NT völlig entkräftigt. Heute gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass die Erde Mrd. von Jahren alt ist. Dennoch glauben einige die "Erdscheibe" sei erst 6000 Jahre alt. Und im Gegensatz zur Schöpfungsgeschichte kann die Wissenschaft bezüglich des Neuen Testaments und Jesu niemals zu solch gesichterten Aussagen kommen.

Wie schon angedeutet : Das Christentum ist nicht eine Randerscheinung im Konzert der menschlichen Spezies der letzten 2000 Jahren. Der Lauf der Geschehnisse in der Welt wurde maßgeblich durch die im NT beschriebenen Abläufe rund um Jesu beeinflusst. Und noch heute hat die Kirche eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Keine Wissenschaft kann das Geschäftsmodell religiöser Institutionen aufheben ! Aber wissenschaftliche Erkentnise verdrängen religiöse Denkmuster immer mehr in den Bereich subjektiver Weltanschauungen . Kollektiv wird in Deutschland kein Bürger mehr gezwungen an christlichen Dogmen festzuhalten.


Nur ist die menschliche Spezies älter als 2000 Jahre.
Selbst wenn wir "nur" die Phase der Sesshaftwerdung nehmen sind wir bei 12000 Jahre. Anscheinend kam die Menschheit auch gut ohne das Christientum oder den Monotheismus aus.
Bei den tatsächlichen 150000 Jahren ist es eine Randerscheinung und in tausend Jahren werden die Menschen entweder sich nicht mehr wundern können weil der Planet so im Eimer ist - oder sich genüsslich darüber amüsieren.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 10366
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Ein Terraner » Fr 8. Mär 2019, 18:01

Der Denkerr hat geschrieben:(08 Mar 2019, 17:19)

Das weißt du ganz genau !

Nein, ich kann auch keinen Wunsch in meinem Text erkennen.
Licht und Dunkel

Kritik an der CDU/CSU ist ab sofort per Gesetz verboten.
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1973
Registriert: So 1. Apr 2012, 00:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Progressiver » Fr 8. Mär 2019, 19:05

Der Denkerr hat geschrieben:(08 Mar 2019, 13:59)
Wie schon angedeutet : Das Christentum ist nicht eine Randerscheinung im Konzert der menschlichen Spezies der letzten 2000 Jahren. Der Lauf der Geschehnisse in der Welt wurde maßgeblich durch die im NT beschriebenen Abläufe rund um Jesu beeinflusst. Und noch heute hat die Kirche eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Keine Wissenschaft kann das Geschäftsmodell religiöser Institutionen aufheben ! Aber wissenschaftliche Erkentnise verdrängen religiöse Denkmuster immer mehr in den Bereich subjektiver Weltanschauungen . Kollektiv wird in Deutschland kein Bürger mehr gezwungen an christlichen Dogmen festzuhalten.


Eine der bedeutendsten Ereignisse der Weltgeschichte war sicher die Entdeckung Amerikas. Daneben gibt es noch einige bis unzählige Ereignisse bis zum Fall des Eisernen Vorhangs, die man nennen könnte. Es erschließt sich mir nicht, wieso die Geschichten bzw. Mythen über einen Jesus in irgendeiner Randprovinz des Römischen Reiches die Weltgeschichte auf den Kopf gestellt hätten. Dies hätte passieren können, wenn die Johannesapokalypse irgendwann eingetreten wäre. Ist sie aber nicht. Wird sie auch nie.

Die Kirchen wiederum haben keine positive gesellschaftliche Funktion mehr, wenn sie es je hatten. Früher halfen sie den Fürsten, das Volk auszunehmen und es -auch mit der Hilfe der Johannesapokalypse- einzuschüchtern. Aber alle Werte, auf die wir uns heute berufen -Demokratie, Menschenrechte, das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Folter und der Todesstrafe etc.- wurden gegen den Widerstand der Kirchen erreicht. Von den Kirchen selbst kriegt man immer nur noch mit, wie Pädophile Kinder vergewaltigen oder Priester Nonnen. All die soziale Arbeit, die von den Kirchen übernommen wird, kann auch durch einen modernen und progressiven Sozialstaat geleistet werden. Aber für die Regierungsparteien ist es so, wie es ist, natürlich billiger und bequemer. Kirchenmitarbeiter werden schlecht bezahlt und kosten somit weniger. Dafür haben sie aber auch kein Streikrecht. Aber was den Rest der Bevölkerung angeht, treten die Menschen zu hunderttausenden aus den Kirchen aus. Die Gruppe der Konfessionslosen ist jetzt schon größer als diejenige der Katholiken oder der Protestanten. Dies ist der gesellschaftliche Lauf der Dinge. Wenn jetzt manche über Vereinsamung oder was auch immer klagen, dann ist es Aufgabe des Staates oder der jeweiligen Stadtverwaltung, die Leute wieder zusammenzubringen, wo diese es nicht selbst schaffen. Die Kirchen dagegen haben die Sinnstifterrolle verloren und verwirkt. Die Menschen des 21. Jahrhunderts brauchen auch andere Treffpunkte und Möglichkeiten, um Gemeinschaft herzustellen. Alte Mythen und Märchen werden dagegen nicht mehr geglaubt.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Der Denkerr
Beiträge: 46
Registriert: Mo 4. Mär 2019, 10:00

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Der Denkerr » Fr 8. Mär 2019, 19:48

Progressiver hat geschrieben:(08 Mar 2019, 19:05)

Daneben gibt es noch einige bis unzählige Ereignisse bis zum Fall des Eisernen Vorhangs, die man nennen könnte. Es erschließt sich mir nicht, wieso die Geschichten bzw. Mythen über einen Jesus in irgendeiner Randprovinz des Römischen Reiches die Weltgeschichte auf den Kopf gestellt hätten.


Wäre ohne das Christentum der Islam entstanden ? Wäre es zu der Judenfeindlichkeit gekommen ? Natürlich beeinflusste die Bibel nicht direkt den Lauf der Weltgeschichte. Aber indirekt dafür umso erheblicher. Wäre es zu dem massenhaften Judenmord gekommen, wenn Judas nicht den Verrat begangen hätte ? Das ist zwar eine sehr provokante These und oft haben ähnliche Zufälle einen furchtbaren Lauf genommen. Aber auf diesen Punkt wollte ich hinaus !

Natürlich könnte man genauso gut sagen es wäre nicht zum Zweiten Weltkrieg gekommen, wenn Hitler sein Kunststudium bestanden hätte. Aber objektiv betrachtet hat das Geschehen um Jesu tatsächlich die Weltgeschichte auf den Kopf gestellt. Die kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung wäre ohne das CT wohl völlig anders verlaufen und hätte sich in einem anderen Zeitrahmen entwickelt . Ob besser oder schlechter aus einer humanistischen Perspektive lässt sich natürlich nicht beantworten. Wir wären jedenfalls wahrscheinlich nicht auf der Welt.
Benutzeravatar
streicher
Beiträge: 626
Registriert: Di 13. Feb 2018, 09:07

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon streicher » Fr 8. Mär 2019, 21:26

Progressiver hat geschrieben:(07 Mar 2019, 23:11)
Das besondere an der Geschichte des Christentums ist jedoch Paulus. Bevor er zum Zuge kam, bestanden die Jesusgläubigen nur aus einer Handvoll Mitgliedern einer jüdischen Sekte. Jesus wäre als aufrechter Jude niemals auf die Idee gekommen, die Religion seiner Vorväter zu verraten. Er starb auch als Jude am Kreuz. Aber Paulus hat später die ganze Lehre umgeformt, so dass sie auch für Nichtjuden attraktiv erscheinen konnte. Er ist der eigentliche Begründer des Christentums. Dies wird auch meines Wissens von der christlichen Religionswissenschaft so gesehen.
Der hat sich auch sehr effektiv verkauft. Als Verfolger zum Verfolgten. Der konnte die Bekehrungs-, die Wiedergeburts- und die Vergebungslehre nutzen, war er doch ein vielfacher Mörder der "Urchristen", doch gerade diesen Fakt nutzte er, um sich selbst und seine Lehre anzupreisen. Und dann hat er sich nach seiner Bekehrung zu deren ersten Alphatier aufgeschwungen. Vor seiner Bekehrung war er wohl ein Psychopath, und nach seiner Bekehrung immer noch.
Die Zukunft ist Geschichte.
Benutzeravatar
Benutzername
Beiträge: 461
Registriert: Fr 8. Feb 2019, 22:27

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Benutzername » Fr 8. Mär 2019, 21:29

Progressiver hat geschrieben:(07 Mar 2019, 23:11)

Zum historischen Ursprung des Christentums sollte man vielleicht noch erwähnen: Jesus von Nazareth war kein Religionsgründer. Er war nur einer von vielen, die von den Römern gekreuzigt wurden. Und Leute, die sich im religiösen Wahn -Stichwort "Jerusalem-Syndrom"- für einen Messias halten, gab und gibt es tausende. Die Israelis müssen auch heute noch immer wieder Leute abführen, die an dieser Krankheit leiden. Nur kommen sie heute, ganz human, in eine Psychiatrie. Bei den meisten legt sich das dann auch wieder. Aber das nur am Rande.

Das besondere an der Geschichte des Christentums ist jedoch Paulus. Bevor er zum Zuge kam, bestanden die Jesusgläubigen nur aus einer Handvoll Mitgliedern einer jüdischen Sekte. Jesus wäre als aufrechter Jude niemals auf die Idee gekommen, die Religion seiner Vorväter zu verraten. Er starb auch als Jude am Kreuz. Aber Paulus hat später die ganze Lehre umgeformt, so dass sie auch für Nichtjuden attraktiv erscheinen konnte. Er ist der eigentliche Begründer des Christentums. Dies wird auch meines Wissens von der christlichen Religionswissenschaft so gesehen. von Und auch spätere religiöse Einflüsse wurden im Christentum verwurstet. Gerade der Kirchenfürst Augustinus hat da eine maßgebliche Rolle gespielt.

Was Jesus selbst betraf: Wir wissen so gut wie nichts über ihn. War er verheiratet? Hatte er leibliche Kinder? Vielleicht. Das Christentum hat aber aus ihm eine völlig idealisierte Kunstfigur gemacht, die wohl mit dem historischen Jesus so gut wie nichts zu tun hat.

Von daher auch mein Einwand mit der Kreuzigung zu Beginn dieses Beitrages. Es gab ja sicher auch schon vor 2.000 Jahren genug Leute, die sich für den Messias der Juden gehalten haben. Die Juden selbst glauben aber an keinen von diesen ganzen Leuten, da sie allesamt nicht fähig waren, den Juden einen eigenen freien Staat zu schenken. Im Endeffekt existiert folglich das neuzeitliche Israel nur, weil die Juden selbst einen Staat gegründet haben. Aber auch dafür war kein Messias nötig. Aber auch das nur am Rande.


So ein Blödsinn kommt dabei raus, wenn Atheisten sich das Christentum zurechtschustern.
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1973
Registriert: So 1. Apr 2012, 00:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Progressiver » Sa 9. Mär 2019, 00:16

Benutzername hat geschrieben:(08 Mar 2019, 21:29)

So ein Blödsinn kommt dabei raus, wenn Atheisten sich das Christentum zurechtschustern.


So sind nun mal die nackten Fakten. Und das Christentum ist eine zusammengeschusterte Religion. Die Idee des Monotheismus ist eine altägyptische Erfindung. Das ist also keine Erfindung des CHristentums, sondern alles von vorherigen Religionen geklaut. Später hat sich dann das Christentum ja auch evolutionär weiterentwickelt. So kamen nach den Geschichten vom Jesus-Mythos auch noch andere Einflüsse hinzu. Jesus als Jude war vielleicht gar nicht so sexualfeindlich? Wir wissen es nicht. Aber spätere Kirchenlehrer haben dann noch den Platonismus mit seiner unsäglichen Unterscheidung zwischen Agape und Eros im Christentum verwurstet. Augustinus wiederum, ein bedeutender Kirchenlehrer, war vor seinen Bekenntnissen ein Anhänger des Manichäismus. DIesen hat er dann ins Christentum mit rein genommen. Usw. usw.

Selbst das, was in der Bibel beschrieben wurde, ist so furchtbar einzigartig nicht. Auch Zeus hatte sich in die Gestalt eines Stiers verwandelt, um Europa zu begatten. Wieso sollte nicht auch ein jüdischer Gott nicht auf die Idee kommen, es diesem nachzutun und eine Frau zu schwängern? Wenn Jesus aus dem Reich der Toten zurückkehren konnte, dann ist das auch nichts besonderes. Herakles hat das auch geschafft. Wobei die Jesusgeschichte wohl eher von der altägyptischen Religion beeinflusst war als von den hellenischen Mythen. War es nicht Amun-Ra, der getötet wurde, um wieder aus dem Reich des Todes wiederaufzuerstehen? Religionen unterliegen eben auch den jeweiligen Moden der Zeit.

Was ich damit sagen will, ist: Warum sehen die selbsternannten "wahren" Christen zwar, dass es sich bei den anderen Religionen um Mythen handelt, zweifeln aber die eigenen Mythen nicht an, obwohl diese genau so hanebüchen sind? Wie gesagt: Vieles im Christentum ist auch zusammengeklaut und schlecht kopiert. Aber das geschah ja umgekehrt ja auch, indem sich beispielsweise der Islam als wahren Erben von Christentum und Judentum sah. Aber auch dies nur am Rande.

Die Bibel ist also bestimmt kein aus einem Guss geformtes Werk. Ich habe sie gelesen. Sondern sie besteht aus Stückwerk, das sich selbst widerspricht. Von mir aus. Da sie anscheinend aus Kraut und Rüben besteht, was die Botschaften betrifft, konnten sowohl fanatische Mörder, Hexenverbrenner, Ketzervernichter und Foltermeister sich auf dieses Buch berufen wie andere, die eher wie Mutter Theresa tickten. Aber selbst da kann man dem Christentum kein Alleinstellungsmerkmal zugestehen. Im Islam, aber auch in anderen Schriftreligionen wurden die Texte so gestaltet, dass sich sowohl fanatische Gotteskrieger als auch Pazifisten darauf berufen konnten. Und jede Gruppe behauptet aber, dass die andere Seite eben keine wahren Gläubigen sind. Und der jeweilige Götterhimmel sendet auch keine Blitze oder ähnliches zur Hilfe, um die so bezichtigten Frevler zu bestrafen. Die einzige Möglichkeit wäre es also, diesen Zirkus zu beenden, wenn tatsächlich beispielsweise ein sogenannter Gott den Himmel auf die Köpfe der Menschen regnen ließe. Aber das hat bisher weder der Galliergott Teutates gemacht noch sonst einer. Und auch die Johannesapokalypse ist bisher nicht eingetreten.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 10366
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Ein Terraner » Sa 9. Mär 2019, 00:21

Progressiver hat geschrieben:(09 Mar 2019, 00:16)

Da sie anscheinend aus Kraut und Rüben besteht, was die Botschaften betrifft, konnten sowohl fanatische Mörder, Hexenverbrenner, Ketzervernichter und Foltermeister sich auf dieses Buch berufen wie andere, die eher wie Mutter Theresa tickten.

Mutter Teresa, das war eine furchtbare Person die Menschen quälte und Gelder veruntreute!
Licht und Dunkel

Kritik an der CDU/CSU ist ab sofort per Gesetz verboten.
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 8291
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Misterfritz » Sa 9. Mär 2019, 10:38

Benutzername hat geschrieben:(08 Mar 2019, 21:29)

So ein Blödsinn kommt dabei raus, wenn Atheisten sich das Christentum zurechtschustern.
Und so ein Post kommt dabei raus, wenn ungebildete Christen sich das Christentum zurechtschustern :D
Benutzeravatar
Benutzername
Beiträge: 461
Registriert: Fr 8. Feb 2019, 22:27

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Benutzername » Sa 9. Mär 2019, 12:45

Misterfritz hat geschrieben:(09 Mar 2019, 10:38)

Und so ein Post kommt dabei raus, wenn ungebildete Christen sich das Christentum zurechtschustern :D


Ungebildet? Hast du sie noch alle?
Benutzeravatar
streicher
Beiträge: 626
Registriert: Di 13. Feb 2018, 09:07

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon streicher » Sa 9. Mär 2019, 16:31

Progressiver hat geschrieben:(09 Mar 2019, 00:16)

So sind nun mal die nackten Fakten. Und das Christentum ist eine zusammengeschusterte Religion. Die Idee des Monotheismus ist eine altägyptische Erfindung. Das ist also keine Erfindung des CHristentums, sondern alles von vorherigen Religionen geklaut.
Einerseits wird Echnaton als Wegbereiter des Monotheismus gesehen, der den Atonkult eingeführt hat. Andere Götter mussten vor dem Gott verblassen, Echnaton verbot aber den Vielgötterglaube nicht.
Dann wäre da noch der altiranische Einzelgott Ahura Mazda mit seinem Propheten Zarathustra...

Zu den Monotheismen wurden interessante Gedanken geäußert:
Der Ägyptologe Jan Assmann eröffnete in seinem Moses-Buch von 1998 die Diskussion mit der These, dass der Monotheismus durch seine Unterscheidung zwischen wahren und falschen Göttern sowie der eifernden Verfolgung der Abtrünnigen tendenziell gewalttätig ist. Einen weiteren Beitrag lieferte Peter Sloterdijk, der die Gemeinschaftsbildung monotheistischer Religionen als Politik „totaler Mitgliedschaft“ beschrieb.
„Die Geburt des Monotheismus im alten Iran“
Die Zukunft ist Geschichte.
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1973
Registriert: So 1. Apr 2012, 00:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Progressiver » Sa 9. Mär 2019, 22:31

Progressiver hat geschrieben:(09 Mar 2019, 00:16)
War es nicht Amun-Ra, der getötet wurde, um wieder aus dem Reich des Todes wiederaufzuerstehen?


Ich glaube, ich muss diesen Teil meines letzten Postings korrigieren. Der altägyptischen Mythologie zufolge wurde wohl Osiris ermordet. Er feierte aber eine Wiederauferstehung von den Toten. Seine Göttergattin Isis hatte da wohl auch ihre Hände im Spiel. Es ist halt einfach schon zu lange her, dass ich mich mit der altägyptischen Mythologie beschäftigt hatte.

Die Kernaussage meines letzten Postings bleibt bestehen: Eine beschriebene Wiederauferstehung von den Toten war in den damaligen Mythologien des Altertums und der Antike nichts ungewöhnliches. Das Christentum hat mit seinem Jesus, der angeblich wieder auferstanden sein soll, kein Alleinstellungsmerkmal. Das Copyright hat es ebenfalls nicht darauf. Und mangels guter Medizin und höherer Bildung wurde dies von den alten Orientalen nur allzu gerne geglaubt. Und später auch von den Römern. Aber auch da war wohl das Christentum eine Modeerscheinung. Als die Römer merkten, dass ihr Reich immer schwächer wurde und dem Untergang entgegendämmerte, hatten sie sich eine Religion ausgesucht, die den Weltuntergang im Programm hatte. Diese eskapistische Einstellung hat aber erst Recht zum Untergang des Weströmischen Reiches geführt. Und während im Osten der spätantiken bis frühmittelalterlichen Welt sich Byzantiner und Araber bekämpften, erlebte das ehemalige weströmische Reich seine "Dark Ages". Soll heißen: Sowohl die Byzantiner als auch die Araber hatten noch sehr lange eine höhere zivilisatorische Stufe vorzuweisen als der Rest Europas mit seinen katholischen Christen.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1973
Registriert: So 1. Apr 2012, 00:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Progressiver » Sa 9. Mär 2019, 22:32

Benutzername hat geschrieben:(09 Mar 2019, 12:45)

Ungebildet? Hast du sie noch alle?


Dann belehre uns eines besseren. Solch ein dünnes "ad personam" beeindruckt hier niemanden.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1973
Registriert: So 1. Apr 2012, 00:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Progressiver » Sa 9. Mär 2019, 22:53

streicher hat geschrieben:(09 Mar 2019, 16:31)

Einerseits wird Echnaton als Wegbereiter des Monotheismus gesehen, der den Atonkult eingeführt hat. Andere Götter mussten vor dem Gott verblassen, Echnaton verbot aber den Vielgötterglaube nicht.
Dann wäre da noch der altiranische Einzelgott Ahura Mazda mit seinem Propheten Zarathustra...

Zu den Monotheismen wurden interessante Gedanken geäußert:


Ich bin kein Experte in der alten Götterwelt. Diese These hat etwas. Meines Wissens kommt auch der Manichäismus aus dem Orient. Er besagt, dass es einen guten und einen schlechten Gott geben solle. Beide würden sich bekämpfen. Als die Christen -zum Beispiel durch Augustinus- in den EInfluss des Manichäismus geraten waren, erlebte der Gedanke des Widerstreits zwischen dem biblischen Gott und seinem Widersacher Satan natürlich einen Schub. Jesus selbst war, wie gesagt, Jude. Mir ist nicht bekannt, dass das Judentum einen Endkampf zwischen seinem Gott und dem sogenannten Teufel kennt. Armageddon, die Johannesapokalypse und das sogenannte Endgericht sind also schon Dinge, mit denen sich die ersten jüdischen Anhänger von Jesus nicht herumplagen mussten.

MIch würde weiterhin interessieren, inwieweit der Manichäismus mit dem Kult um Ahura Mazda und Zarathustra in Verbindung steht. Hat hier jemand eine Ahnung?
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Benutzeravatar
Elser
Beiträge: 2203
Registriert: Fr 25. Jan 2013, 09:14

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon Elser » So 10. Mär 2019, 14:01

X3Q hat geschrieben:(26 Feb 2019, 17:12)

Ich füge beim nächsten Post mal ein Smily dazu ...

--X


Oh - ja, ist vielleicht nicht schlecht. Klang absolut ernst gemeint und wäre, nach meinen Erfahrungen, eine typische Ausweichtechnik für Pfaffen.

Elser
irgendwer
Beiträge: 240
Registriert: Mi 20. Feb 2019, 19:45

Re: Die Johannesapokalypse und die christlichen Kirchen

Beitragvon irgendwer » Mo 11. Mär 2019, 08:28

Der Denkerr hat geschrieben:(08 Mar 2019, 17:41)

Jemand wo so spricht wie du, in dessen Herz fehlt die Gottesfurcht völlig ! Wie kommst du nur auf die Idee wahllos einen User zu fragen, ob er Gott sei ? Ist dies etwa dein neuer einfältiger Humor den du auf Kosten des wahren Gottes veranstalten willst ?... ? :D


Ich fasse mich kurz, um dir genug Auskunft zu geben, womit ich mich beschäftige.
https://www.youtube.com/watch?v=XfDTtug5lxM

Diodorus Siculus (lat.) 12,36,1
Johannes 8,42.
Es handelte sich um EINEN bestimmten Tag in der Geschichte der Menschheit, an dem Seleukos sagen konnte: Jetzt regiere ich dieses Reich.

Zurück zu „81. Religion“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste