Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

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Ein Terraner
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 1. Mär 2019, 20:50

Little Joe hat geschrieben:(01 Mar 2019, 20:29)

Ich bin ein waschechter Autist.

Wie trollig.
Wer eine nukleare Explosion verursacht wird nach StGB §328 mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe bestraft.
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firlefanz11
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 4. Mär 2019, 13:18

BlueMonday hat geschrieben:(27 Feb 2019, 17:40)

Ich frage mich ja schon seit Langem, was dieser ganze Pomp der katholischen Kirche mit Jesus Christus überhaupt zu schaffen hat. Der war doch einfacher Zimmermann, hat das Heil in der Armut gesehen, und hat sich einfach auf einen Sandhaufen gehockt und zu den Menschen gesprochen. Wozu die Paläste, Mauern, diese absurden Verkleidungen, Kirchensteuer, dazu diese Hierarchien... Da stimmt ja schon etwas von Grund auf nicht.

Richtig denn es heisst ja nicht umsonst: "Das Reich Gottes ist inwendig in euch und überall um euch herum; nicht in Gebäuden aus Holz und Stein. Spalte ein Stück Holz und ich bin da, hebe einen Stein auf und du wirst mich finden."
Davon abgesehen gab es auch christliche Strömungen, die daran glaubten, dass alles materielle des Teufels wäre, und die wahre Erlösung sei in "Gott" aufzugehen nach dem Tode.
DAS schmeckte der RKK mit ihrem Materialismus natürlich so GAR nicht...!
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Ewu » Fr 12. Apr 2019, 08:02

Aus dem Schreiben Benedikts XVI:
"1. Die Sache beginnt mit der vom Staat verordneten und getragenen Einführung der Kinder und der Jugend in das Wesen der Sexualität. In Deutschland hat die Gesundheitsministerin Frau Strobel einen Film machen lassen, in dem zum Zweck der Aufklärung alles, was bisher nicht öffentlich gezeigt werden durfte, einschließlich des Geschlechtsverkehrs, nun vorgeführt wurde. Was zunächst nur für die Aufklärung junger Menschen gedacht war, ist danach wie selbstverständlich als allgemeine Möglichkeit angenommen worden. Ähnliche Wirkungen erzielte der von der österreichischen Regierung herausgegebene "Sexkoffer". Sex- und Pornofilme wurden nun zu einer Realität bis dahin, daß sie nun auch in den Bahnhofskinos vorgeführt wurden. Ich erinnere mich noch, wie ich eines Tages in die Stadt Regensburg gehend vor einem großen Kino Menschenmassen stehen und warten sah, wie wir sie vorher nur in Kriegszeiten erlebt hatten, wenn irgendeine Sonderzuteilung zu erhoffen war. Im Gedächtnis ist mir auch geblieben, wie ich am Karfreitag 1970 in die Stadt kam und dort alle Plakatsäulen mit einem Werbeplakat verklebt waren, das zwei völlig nackte Personen im Großformat in enger Umarmung vorstellte. Zu den Freiheiten, die die Revolution von 1968 erkämpfen wollte, gehörte auch diese völlige sexuelle Freiheit, die keine Normen mehr zuließ. Die Gewaltbereitschaft, die diese Jahre kennzeichnete, ist mit diesem seelischen Zusammenbruch eng verbunden. In der Tat wurde in Flugzeugen kein Sexfilm mehr zugelassen, weil in der kleinen Gemeinschaft der Passagiere Gewalttätigkeit ausbrach. Weil die Auswüchse im Bereich der Kleidung ebenfalls Aggression hervorriefen, haben auch Schulleiter versucht, eine Schulkleidung einzuführen, die ein Klima des Lernens ermöglichen sollte. Zu der Physiognomie der 68er Revolution gehörte, daß nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde. Wenigstens für die jungen Menschen in der Kirche, aber nicht nur für sie, war dies in vieler Hinsicht eine sehr schwierige Zeit. Ich habe mich immer gefragt, wie junge Menschen in dieser Situation auf das Priestertum zugehen und es mit all seinen Konsequenzen annehmen konnten. Der weitgehende Zusammenbruch des Priesternachwuchses in jenen Jahren und die übergroße Zahl von Laisierungen waren eine Konsequenz all dieser Vorgänge."
http://www.kath.net/news/67603
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Paulus » Fr 12. Apr 2019, 13:54

Cat with a whip hat geschrieben:(11 Apr 2019, 22:08)

Der ehem. Chef der Kinderficker meint 1968 wäre an den Mißbräuchen schuld.

http://www.taz.de/Joseph-Ratzinger-und- ... /!5584862/


Missbrauch kann in Subgruppen der 68er Bewegung schon begünstigt werden. Man muss nur mal zu den frühen Grünen schauen. Im Zusammenhang mit Missbrauch in der katholischen Kirche ist aber Ratzingers Aussage absurd. Schon in den 50 er Jahren und früher gab es dort die Problematik. Der Klerus blieb ja unberührt von der 68er Bewegung. Vielmehr wird Missbrauch in Reihen der Kirche durch das mittelalterliche Zöllibat Gesetz begünstigt.

Das Vernünftigste wäre wohl Sex Tätern einfach die Schwänze abzuschneiden oder wie Jesu empfiehlt im Meer zu ersäufen. Aber so was zu behaupten, dazu fehlt den Pfaffen der Mut. Genauso wie sie sich nicht wagen das Alte Testament zu kritisieren in dem steht " Die Hexen sollen getötet werden". Das befürworten die Pfaffen. Aber die Kinderficker in den Reihen, die sollen am Leben oder gar noch im Amte bleiben.

Stinken bis zum Himmel tut die Doppelmoral der Kirche, was diesen Punkt betrifft. Aber zumindest bessert sich einiges. Aber immer noch benehmen sich die Würdenträger der Kirche wie ein armer Sünder, der nur Andeutungen bezüglich seiner Verfehlungen in der Beichte macht. Zumindest tolerieren sie es heutzutage im allgemeinen nicht, wenn sich einer in der Beichte eins runterholt, wie es diejenigen tuen, welche versuchen Kindesmissbrauch zu vertuschen.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon sünnerklaas » Fr 12. Apr 2019, 14:45

Ein Terraner hat geschrieben:(11 Apr 2019, 22:16)

Was für ein Arschloch.


Seine Fans jubeln - man beachte die "Leser"-Kommentare:

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kath.net/news/67603


Übrigens: früher wurden bestimmte Dinge - wie z.B. der Besitz von kinderpornographischen Materials - in der RKK als "Bubstreiche" abgetan. Unvergessen ist da der glühende FPÖ- und Jörg Haider-Fan, der ehemalige Bischof von St. Pölten, Kurt Krenn oder der "Zipferl-Zupfer" Kardinal Groer...
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon streicher » Fr 12. Apr 2019, 19:46

Sehr verlogen ist Ratzinger. Das er die 68er als Feindbild hat, ist nichts Neues. Da will er den Sündenpfuhl festmachen, und interessanterweise ein Davor ausblenden. Und um in der staubigen Sprache zu bleiben: mit der Einführung des Zölibats, wie ihn die Kirche heute verteidigt, hat sie gezeigt, wie es zu anderen Zeiten in der Kirche gesehen wurde, zum Beispiel beim Ablasshandel - und auch heute - dass sie dem Mammon hinterherrennt. Dass das christliche Gottesbild so verbreitet wurde, hat sehr viel mit Geld zu tun. Der Gott der Kirche kommt sozusagen ohne Geld nicht aus.
Interessanterweise begann nach 68 wohl eine ziemlich große Demaskierung der Römisch Katholischen Kirche. Ab wann wurde im großen Stil Gewalt gegen Kinder aufgedeckt und wirklich öffentlich gemacht?
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon streicher » Sa 13. Apr 2019, 21:20

Schuld sind immer die anderen

Aus dem Artikel:
In einer von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Studie zum Missbrauch durch Geistliche wurden Zehntausende Akten für die Zeit zwischen 1946 und 2014 ausgewertet.
1946 liegt eindeutig vor 1968.

Ratzinger ging 1969 zur Universität in Regensburg, wohl auch wegen der Proteste. In Regensburg gab es die weltberühmten Domspatzen, die noch körperlich gezüchtigt wurden; manche wurden auch Opfer sexueller Gewalt. 30 Jahre lang war Benedikts Bruder Georg Ratzinger Chorleiter. Der übte laut einem Untersuchungsbericht "in vielen Fällen" auch körperliche Gewalt aus - aber nach 1980 nicht mehr, wie er selbst beteuerte. Vom sexuellen Missbrauch seiner kleinen Sänger habe er nie etwas mitbekommen.
Das sind mal interessante Gegebenheiten.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Misterfritz » Di 9. Jul 2019, 11:32

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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon streicher » Di 9. Jul 2019, 12:12

Das Vergebungssystem macht es möglich. Und es ist auf jeden Fall eine absolute Unart, denn es ist auch nur ein Versuch, das Thema schnell unter den Tisch zu kehren und vorschnell abzuschließen. In den Kirchen und Gemeinden hat man damit 2000 Jahre Erfahrung gesammelt. Und was wurde damit nicht alles unter den Tisch gekehrt...
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Elser » Do 11. Jul 2019, 19:08

Eines der größten Problem das heute zur sexuellen Verrohung beiträgt ist das Internet, dass voll mit Pornos aller Art ist. Auch mit harten, menschenverachtenen Paktiken. Allerdings wird das in der Gesellschaft tot geschwiegen, weil wohl die meisten Männer sich dieser Angebote bedienen. Da hier aber nichts abgesichert ist, ist der ganze Kram leider auch Kindern zugänglich. Einfälltige und/oder besonderes junge (unerfahrene) Menschen halten das dort gezeigte dann für normal. Mit fatalen Folgen.

Ganz anders die Sexuelle Befreiung in den 70-ern. Endlich konnten Frauen und Männer sich unbeschwert dem Sex hingeben. Ein junges Paar konnte damals, unverdreht von verkommenen Porno-Streifen und unbeeindruckt von der, bis dahin vorherrschenden, sexuellen Verklemmtheit, gemeinsam und offen den Sex erkunden. Das war wunderbar!!!

Derartige Dinge nun als Endschuldigung für die Kinderfickerei der Prister zu erwähnen halte ich für total verkommen. Viel interessanter finde ich da die Frage, warum Bene vorzeitig das Papst-Handtuch geworfen hat. War da was bekannt geworden? Er ist ja zumindest noch fit genug, derartige Schriften zu verfassen und damit seinem Nachfolger in den Rücken zu fallen.

Wisst Ihr übrigens, warum neuerdings so viele Männer Schmerzen in der Linken Schulter haben? :( Weil mit Rechts die Maus bedient werden muss. ;)

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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 12. Jul 2019, 09:08

Missbrauch, Missbrauchsbegünstigung usw. dürfte ein eher systemisches Problem a) unserer Gesellschaft und b) von irgendwie geschlossenen Gemeinschaften mit irgendwie autorisierten Personen sein.

In bundesdeutschen Sportvereinen gibt es geschätzt soviel sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen wie in katholischer und evangelischer Kirche zusammen. Morgen um 19:05 läuft dazu eine Reportage im Ersten, die sich auf entsprechende aktuelle Studien stützt. https://www.tvtv.de/sendung/7175767/das-grosse-tabu

Es dürfte wohl weniger mit dem Inhalt der Bibel oder den Gepflogenheiten irgendeiner konkreten Sportart zu tun haben.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon jellobiafra » Fr 12. Jul 2019, 19:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Jul 2019, 09:08)

Missbrauch, Missbrauchsbegünstigung usw. dürfte ein eher systemisches Problem a) unserer Gesellschaft und b) von irgendwie geschlossenen Gemeinschaften mit irgendwie autorisierten Personen sein.

In bundesdeutschen Sportvereinen gibt es geschätzt soviel sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen wie in katholischer und evangelischer Kirche zusammen. Morgen um 19:05 läuft dazu eine Reportage im Ersten, die sich auf entsprechende aktuelle Studien stützt. https://www.tvtv.de/sendung/7175767/das-grosse-tabu

Es dürfte wohl weniger mit dem Inhalt der Bibel oder den Gepflogenheiten irgendeiner konkreten Sportart zu tun haben.


Opferschutzverbände wie Wildwasser e. V, haben schon vor Jahren darauf hin gewiesen, dass eben in Sportverbänden sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen weit häufiger vorkommt als
innerhalb der katholischen Kirche. Wurde auch hier schon gepostet.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 19. Jul 2019, 09:22

jellobiafra hat geschrieben:(12 Jul 2019, 19:04)

Opferschutzverbände wie Wildwasser e. V, haben schon vor Jahren darauf hin gewiesen, dass eben in Sportverbänden sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen weit häufiger vorkommt als
innerhalb der katholischen Kirche. Wurde auch hier schon gepostet.


Ja. Danke für den Hinweis.

Anderer Aspekt: Ich hatte bislang das Phänomen "ritualisierter Missbrauch" in Gemeinschaften, die man in irgendeiner Weise mit "Satanismus" umschreiben kann, für etwas gehalten, das in Deutschland und Mitteleuropa zwar nicht auszuschließen ist aber gewissermaßen an den Fingern einer Hand abzuzählen ist. Mehrere (seriöse) Beiträge zum Thema in jüngerer Zeit lassen mich aber langsam daran zweifeln. Es wird sicher nicht hunderte solcher Fälle geben aber scheinbar doch deutlich mehr als fünf oder zehn.

Aktueller Anlass: Das dokumentarische Feature "Teufelsmütter" (https://www.deutschlandfunkkultur.de/wenn-toechterseelen-zerbrechen-teufelsmuetter.3720.de.html?dram:article_id=451281). Warnung: Ziemlich schwer erträglicher Stoff!
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 19. Jul 2019, 09:45

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2019, 09:22)

die man in irgendeiner Weise mit "Satanismus" umschreiben kann,


Satanismus ist doch auch nur eine Strömung im Christentum.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 19. Jul 2019, 09:58

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Jul 2019, 09:45)

Satanismus ist doch auch nur eine Strömung im Christentum.


Zumindest was die äußerliche Inszenierung anbetrifft. Aus den Erinnerungen einer Missbrauchs-Betroffenen (aus der oben verlinkten Reportage):
Was ich so in Erinnerung hab ist, dass es sowas wie einen Altar gab in der Mitte, dass eben die Männer drum rum eben solche braunen Kutten anhatten und dass es wenig Licht gab und ja dass mich das schon an Kirche erinnert hat ,dass ich auch glaube, das ebenso wie in der Kirche Weihrauch eingesetzt wurde,und dass das Ganze in eine Zeremonie verpackt wurde,wo es eben auch einen bestimmten Ablauf gab mit Gesang und aber auch Sprache, so ein Wechsel, der mir schon vertraut war über die normale Kirche... Es waren glleichaltrige Kinder, Jungen und Mädchen mit dabei, alle um die acht.


Dass Szenen wie diese in irgendwie nennenswerter Anzahl in Deutschland stattfinden, finde ich dennoch ziemlich schockierend ...
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 19. Jul 2019, 10:06

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2019, 09:58)

Dass Szenen wie diese in irgendwie nennenswerter Anzahl in Deutschland stattfinden, finde ich dennoch ziemlich schockierend ...


Man möchte gar nicht wissen was da noch so alles passiert, aber mehr wie ordentliche Polizeiarbeit wird man nicht machen können.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon streicher » Do 26. Sep 2019, 20:46

Es kam ein Film in die französischen Kinos, der vom Missbrauch in der katholischen Kirche handelt, mit dem Titel "Gelobt sei Gott".
François Ozon hat einen Film über Missbrauch in der katholischen Kirche gedreht. Ein Kardinal wurde deshalb verurteilt, ein Priester verlor sein Amt. Über die Macht des Kinos - und die unrühmliche Rolle des Papstes.

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