Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

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Fliege
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon Fliege » So 18. Nov 2018, 02:35

Vongole hat geschrieben:(18 Nov 2018, 01:31)
Ich finde das nicht komisch. Weder der Koran noch die Bibel sind verantwortlich dafür, was Menschen daraus gemacht haben.

Der Koran wurde von einem Menschen geschrieben, der mit seinem Machwerk beabsichtigte, Hasspropaganda zu verbreiten. Weiterer Menschen, die daraus etwas machten, bedurfte es da gar nicht mehr!
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon Ger9374 » So 18. Nov 2018, 02:48

Wie der einzelne die heiligen Texte verschiedenster Glaubensrichtungen für sich behandelt ist seine ureigenste Entscheidung .
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keinproblem
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon keinproblem » So 18. Nov 2018, 11:50

van Kessel hat geschrieben:(17 Nov 2018, 23:55)

Hey "keinproblem"](17 Nov 2018, 20:13)
Wenn man Unsinn tausendmal wiederholt, bleibt es Unsinn. Die wesentlich ältere Bibel, deren Texte man mit hoher Genauigkeit lesen und veröffentlichen kann, wird von Milliarden Menschen verstanden; da sollen Schriftstücke aus einem mittelalterlichen Arabisch nicht übersetzbar sein?

Die Bibel ist in erster Linie ein Buch des antikem Hebräisch/Aramäisch, das NT ist dabei von Anfang an in Koine, dem Griechisch der Region verfasst worden (wobei erwähnenswert ist, dass es sich da auch schon um eine Sprachkonvertierung handelt, gängige Lehrmeinung ist, dass der Messias aramäisch sprach). Wenn die zahlreichen Bibelübersetzungen tatsächlich in ihrem Wortlaut exakt dem Original entsprächen, würde es nicht alle paar Jahre Bibelrevisionen geben.

Hier findet eine Verarsche statt, damit eine Clique ein Monopol hat, mit welchem es die Gläubigen kujonieren kann; nichts anderes ist der Fall. Ähnliches hat das Christentum noch in späterer Zeit versucht, als es mit einer ausgestorbenen Sprache (Latein) die Schäfchen bei der Stange halten wollte. Luther & Co. hat dem ein Ende bereitet.

Das westliche Christentum hier als Bezugsobjekt zu nehmen ist bezeichnend, drückt es doch so gut den von so vielen gelebten eurozentristischen Standpunkt bzgl Religion aus. Die Gelehrten sind, im Gegensatz zum mittelalterlichen Katholizismus, unabhängig und dezentral organisiert.


da bin ich bei dir! Das Gedächtnis der Menschheit ist kein Klopapier. Es gibt inzwischen in fast allen Städten öffentliche Bücherkisten, wo man seine 'ausgelesenen' Bücher abgeben kann. Bücher halten wesentlich länger als die derzeitigen, elektronischen 'Aufbewahrungsorte'.

Ich bin auch entgegen gängigem Empfindens nicht der Meinung, iPads oder Smartphones hätten das Lesen irgendwie revolutioniert. Die leichte Vervielfachung von Informationen ist zweifelsohne ein enormer Durchbruch, aber beim richtigen Lesen hat man doch viel Lieber betintetes Papier, als einen leuchtenden Akku in der Hand.
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keinproblem
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon keinproblem » So 18. Nov 2018, 11:56

Fliege hat geschrieben:(18 Nov 2018, 02:35)

Der Koran wurde von einem Menschen geschrieben, der mit seinem Machwerk beabsichtigte, Hasspropaganda zu verbreiten. Weiterer Menschen, die daraus etwas machten, bedurfte es da gar nicht mehr!

Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Lebensverlauf. Die emotionale Situation aus der heraus man etwas der Gleichen vom Stapel lässt ist ein unschöner Zustand, und ich hoffe du bist kein Gefangener deiner Aversionen und noch in der Lage dazu, umfassend dich und deine Umwelt zu reflektieren.
van Kessel

Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon van Kessel » So 18. Nov 2018, 12:28

Hey "Fliege"](18 Nov 2018, 02:35)
Der Koran wurde von einem Menschen geschrieben, der mit seinem Machwerk beabsichtigte, Hasspropaganda zu verbreiten. Weiterer Menschen, die daraus etwas machten, bedurfte es da gar nicht mehr!
dass du die Intentionen eines Menschen kennst, welcher vor 1400 Jahren etwas zu Papier/Pergament brachte, erstaunt mich sehr.

Wusstest du, dass der Koran - wo er sich auf Gegebenheiten der Bibel beruft - exakter ausdrückt, als das was auf uns mit der Bibel 'überkommen' ist? Arabisch ist wahrscheinlich älter als Hebräisch (beides sogen. semitische Sprachen) und hat Wurzelworte, bei dessen Vergleich mit dem Hebräischen (oder Aramäischen) ein Begriff eine völlig andere Bedeutung gewinnt. Aber dies weißt du ja, weshalb du auch wohl die Ab- und Ansichten des Mohammed kennst, oder???

Bevor Mohammed seine Eingebungen zu Papier brachte, war er wahrscheinlich ein Christ, weshalb er ja auch viele Bezüge zur jüdisch/christlichen Dokumentation hatte und diese in seine Ansichten 'über Gott und die Welt', niederschrieb (schreiben ließ).
van Kessel

Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon van Kessel » So 18. Nov 2018, 12:38

Hey "keinproblem"](18 Nov 2018, 11:50)
Die Bibel ist in erster Linie ein Buch des antikem Hebräisch/Aramäisch, das NT ist dabei von Anfang an in Koine, dem Griechisch der Region verfasst worden (wobei erwähnenswert ist, dass es sich da auch schon um eine Sprachkonvertierung handelt, gängige Lehrmeinung ist, dass der Messias aramäisch sprach). Wenn die zahlreichen Bibelübersetzungen tatsächlich in ihrem Wortlaut exakt dem Original entsprächen, würde es nicht alle paar Jahre Bibelrevisionen geben.
mir ging es darum aufzuzeigen, dass es kein menschliches Kommunikationsprodukt* gibt, welches nicht von allen Menschen verstanden wird, sondern von 'Eingeweihten' übersetzt werden muss. Diese Interpretationspflicht nenne ich Machtanspruch.

*natürlich gibt es Kommunikationsprodukte dessen 'Sprache oder Sinn' (Linear A oder die Kipu der Inka) vorerst noch unerklärlich sind; aber diese 'Exoten' sind im Zusammenhang mit frühen 'Schriften' unerheblich.
Selbst die wirklich alten Schriften aus Sumer, Babylon oder Hattuscha sind übersetzt und verständlich, da soll ausgerechnet das Arabisch erklärt werden müssen?
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon keinproblem » So 18. Nov 2018, 13:14

van Kessel hat geschrieben:(18 Nov 2018, 12:38)

Hey "keinproblem"](18 Nov 2018, 11:50)
mir ging es darum aufzuzeigen, dass es kein menschliches Kommunikationsprodukt* gibt, welches nicht von allen Menschen verstanden wird, sondern von 'Eingeweihten' übersetzt werden muss. Diese Interpretationspflicht nenne ich Machtanspruch.

*natürlich gibt es Kommunikationsprodukte dessen 'Sprache oder Sinn' (Linear A oder die Kipu der Inka) vorerst noch unerklärlich sind; aber diese 'Exoten' sind im Zusammenhang mit frühen 'Schriften' unerheblich.
Selbst die wirklich alten Schriften aus Sumer, Babylon oder Hattuscha sind übersetzt und verständlich, da soll ausgerechnet das Arabisch erklärt werden müssen?

Wenn das so ist, stimme ich dir zu. Ich selbst kann nur bruchstückhaft Arabisch und muss konkrete Textstellen selbst nachrecherchieren, ist Gott sei Dank in Zeiten des Internets enorm einfach. Ich selbst habe bislang auch nur verschiedene Koranübersetzungen gelesen, die Grundmessage kriegt man in der Regel auch so mit, da hast du natürlich Recht. Habe aber zB auch schon eine Übersetzung gelesen, in der es heißt, Mann darf im Extremfall seine Frau schlagen wenn sie sich schlecht benimmt. Konnte ich natürlich nicht ungeprüft einfach so hinnehmen, mich dann selbst bemüht und dank der akribischen Literatur rund um die Wissenschaft der Koranexegese gelernt, dass man sich als letzten Ausweg scheiden lassen darf.

Ein Sheikh hat in einem isolierten, illiteraten Dorf natürlich einen Machtfaktor, wenn er diesen missbraucht können die Bewohner auch nicht anders als ihm glauben. Anders als bei der westlichen Kirche des Mittelalters, gibt es aber keine übergreifende Institution die ihre ganze Macht daraus bezieht, dem Pöbel den Zugang zu diesem Wissen zu verwehren.
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon Fliege » So 18. Nov 2018, 16:56

keinproblem hat geschrieben:(18 Nov 2018, 11:56)
Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Lebensverlauf. Die emotionale Situation aus der heraus man etwas der Gleichen vom Stapel lässt ist ein unschöner Zustand, und ich hoffe du bist kein Gefangener deiner Aversionen und noch in der Lage dazu, umfassend dich und deine Umwelt zu reflektieren.

Mir ist bekannt, dass Atheisten bei Theisten keinen Stein im Brett haben. :-)
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon van Kessel » So 18. Nov 2018, 17:56

Hey "keinproblem"](18 Nov 2018, 13:14)
Anders als bei der westlichen Kirche des Mittelalters, gibt es aber keine übergreifende Institution die ihre ganze Macht daraus bezieht, dem Pöbel den Zugang zu diesem Wissen zu verwehren.
das ist aber Geschichte und die Überwindung eines Systems durch Menschen für Menschen.

Der Islam hat noch immer seine geistigen Machtzentren in Kairo, Teheran und Riad mit der Macht von Muftis und ihrer Fatwa's. Europa hat diesen Unsinn überwunden und verbindliche Gesetze unabhängig einer Religionsauslegung erlassen; Inschallah!

Um die Gehirnwäsche zu stoppen, welche sich vor allen Dingen Religionen bedienen, benötigt es schon den Mut von wahren Märtyrern. Europa kam ohne diese Opfer auch nicht auf den 'grünen Zweig', nach welcher all die Völker hecheln.
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon Tom Bombadil » So 18. Nov 2018, 18:02

van Kessel hat geschrieben:(18 Nov 2018, 17:56)

Europa kam ohne diese Opfer auch nicht auf den 'grünen Zweig', nach welcher all die Völker hecheln.

Wird denn nach den Menschenrechten gehechelt oder nach dem Wohlstand?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon van Kessel » So 18. Nov 2018, 22:02

Hey "Tom Bombadil"](18 Nov 2018, 18:02)
Wird denn nach den Menschenrechten gehechelt oder nach dem Wohlstand?
das eine ist ohne das andere nicht zu haben! Denk es mal vom Ende her.
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Re: Ist 'Islamophob' der richtige Begriff für die Gegner des Islam im Westen ?

Beitragvon Antonius » Fr 21. Jun 2019, 10:40

Dinosaur hat geschrieben:(24 Mar 2016, 12:32)
Viele Menschen kritisieren den Islam - zeichnen Karrikaturen z.B. oder machen sich lustig über Mohamed - Ehrenmörder und Zwangsheirat werden natürlich kritisiert.
Das sollte nach - denke ich - breitem Verständnis in einer aufgeklärten Gesellschaft genauso möglich sein wie Kritik an Homöopathie oder Christentum und im Fall des Islam gibt's da einiges dringend zu kritiseren - ohne Frage(...).

    Das Gatestone Institute, New York berichtete am 6. Juni 2019 über den gescheiterten Versuch in Großbritannien, „Islamophobie“ als rassistischen Begriff zu definieren.
    Eine Gruppe von britischen Parlamentariern aus allen Parteien hätte vorgeschlagen, „Islamophobie“ als rassistisch und nicht als religiös konnotierten Begriff festzulegen.
    Islamophobie sei im Rassismus verwurzelt, so die Argumentation; sie sei eine Art von Rassismus, die den Ausdruck der muslimischen Identität
    oder der vermuteten muslimischen Identität angreife.

    Die brit. Regierung habe jedoch diese Definition abgelehnt, da Abgeordnete in Sorge gewesen seien, dass Anschuldigungen der Islamophobie missbraucht werden könnten,
    um islamische Glaubenssätze und sogar Extremismus vor Kritik zu schützen. Es sei praktisch ein Blasphemiegesetz durch die Hintertür.
    Einige Tage, nachdem die britische Regierung diese Definition von Islamophobie abgelehnt habe, hätte der Muslim-Rat Großbritanniens (Muslim Council of Britain),
    die größte islamische Organisation in Großbritannien, dazu aufgerufen, die Konservative Partei offiziell auf Islamophobie unter die Lupe zu nehmen.
https://www.islaminstitut.de/2019/gross ... efinieren/

Es zeigt sich erneut, daß Kritik am Islam auch in Großbritannien mit allen Mitteln verhindert werden soll.
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Immanuel Kant (1724-1804)

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