Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

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Kölner1302
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon Kölner1302 » Fr 15. Mär 2019, 08:32

Der Denkerr hat geschrieben:(14 Mar 2019, 20:25)

Die Ladies sind mir sonst zu heiß .Ich würde am liebsten ins Eiskalte Wasser springen wie der Kublböck, wenn ich auch nur an Sex denke. Das ist die Wahrheit die zu diesen Reden führt !


Da fällt mir aber noch eine andere Problemlösung ein ... z.B. Sauna mit Zusatzleistung ... :D
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King Kong 2006
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 16. Mär 2019, 11:07

Falls das Zölibat fällt, könnte das vielleicht das Ende des Katholizismuses sein? Neben der Frage der Rolle der Frau in der katholischen Kirche ist die Enthaltsamkeit ein tragendes Fundament. Nicht des Christentums. Eben der katholischen Kirche. Man könnte fast meinen, sie definiert sich seit dem Mittelalter dadurch.

Die katholische Kirche als Mittler zwischen Gott und seinen Schöpfungen wird dann massiv ausgehöhlt, bzw. obsolet. Die Macht des Vatikans (Befürworter dessen sagen, die Macht Gottes, die Kritiker eher eben der profanen Kirche und dem System oder Dogmatik)

Die katholische Kirche zieht ihre Bedeutung aus der Deutungshoheit und rituellen Ausübung der Kontaktvermittlung zwischen Mensch und Schöpfer. Das ist ihre Macht. Priester oder Priesterinnen, die plötzlich in heterosexuellen oder homosexuellen Beziehungen und Familien stehen, haben ganz andere Abhängigkeiten und Interessen als Zölibatsabhängige zum Heiligen Stuhl in Rom. Die haben nur Verpflichtungen ihren Vorgesetzten gegenüber. Wer hat denn da noch das Sagen?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon streicher » Mi 20. Mär 2019, 20:58

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Mar 2019, 11:07)

Falls das Zölibat fällt, könnte das vielleicht das Ende des Katholizismuses sein? Neben der Frage der Rolle der Frau in der katholischen Kirche ist die Enthaltsamkeit ein tragendes Fundament. Nicht des Christentums. Eben der katholischen Kirche. Man könnte fast meinen, sie definiert sich seit dem Mittelalter dadurch.
Ja, schwer zu sagen, wie sehr diese Karte dem Kartenhaus fehlen würde, wenn sie gezogen würde. Könnte also der Streit um das Zölibat die Kirche spalten? Ich würde vermuten, dass konservative Kräfte an dem Zölibat, das auch biblisch begründet wird, festhalten werden. Bis zum Ende.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon Ewu » Do 21. Mär 2019, 08:12

Allerdings, es wird eine Spaltung geben. Die Konservativen werden zu Benedikt XVI. halten und die Progressiven zu Franziskus I. Das wurde doch alles schon von Clemens v. Brentano aufgezeichnet:
https://katholisches.info/2013/06/24/pr ... er-kirche/
"Am 13. Mai 1820 (beachte die erste Erscheinung von Fátima vom 13. Mai 1917; 1820 deutet vielleicht darauf, dass es nächstes Jahr schon soweit sein wird, 2020) sah sie in einer Vision zwei Päpste und zwei Kirchen: „Ich habe diese Nacht“ das Bild „von zwei Kirchen und zwei Päpsten gehabt“. Sie sah den Papst „und sah, wie unter ihm eine andere dunkle Kirche in Rom entstand“. Sie sah ein Gebäude ohne Altar und ohne Allerheiligstes: „Ich sah nur Bänke und in der Mitte wie einen Rednerstuhl. Es wurde da gepredigt und gesungen; sonst war nichts.“ Über die Leute, die sich in dieser „falschen“ Kirche ohne Sakrament des Altares, Emmerick spricht oft auch von „Afterkirche“ versammeln, schaute sie:..."
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon streicher » Fr 22. Mär 2019, 19:51

Ewu hat geschrieben:(21 Mar 2019, 08:12)

Allerdings, es wird eine Spaltung geben. Die Konservativen werden zu Benedikt XVI. halten und die Progressiven zu Franziskus I. Das wurde doch alles schon von Clemens v. Brentano aufgezeichnet:
https://katholisches.info/2013/06/24/pr ... er-kirche/
"Am 13. Mai 1820 (beachte die erste Erscheinung von Fátima vom 13. Mai 1917; 1820 deutet vielleicht darauf, dass es nächstes Jahr schon soweit sein wird, 2020) sah sie in einer Vision zwei Päpste und zwei Kirchen: „Ich habe diese Nacht“ das Bild „von zwei Kirchen und zwei Päpsten gehabt“. Sie sah den Papst „und sah, wie unter ihm eine andere dunkle Kirche in Rom entstand“. Sie sah ein Gebäude ohne Altar und ohne Allerheiligstes: „Ich sah nur Bänke und in der Mitte wie einen Rednerstuhl. Es wurde da gepredigt und gesungen; sonst war nichts.“ Über die Leute, die sich in dieser „falschen“ Kirche ohne Sakrament des Altares, Emmerick spricht oft auch von „Afterkirche“ versammeln, schaute sie:..."
Prophezeiungen beeindrucken mich nicht. Die katholische Kirche kennt Spaltungen und kennt auch das Phänomen der Gegenpäpste. Solche Spannungen wären nichts Besonderes.
Du solltest allerdings aufpassen, dass du dich mit präziseren Angaben nicht aus dem Fenstern lehnst. Denn dann trittst du bei Nichteintreten in Fettnäpfchen, wie es zum Beispiel auch die Zeugen Jehovas mit ihren etwas zu präzisen "Prophezeiungen" der Endzeit gemacht haben.
Aber so ist es halt mit Prophezeiungen: sie werden gerne sehr spekulativ formuliert - und es gibt wohl über die Generationen hinweg immer noch genug, die das Warten und Spekulieren nicht aufhören.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon irgendwer » Sa 23. Mär 2019, 09:02

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Mar 2019, 11:07)

Falls das Zölibat fällt, könnte das vielleicht das Ende des Katholizismuses sein? Neben der Frage der Rolle der Frau in der katholischen Kirche ist die Enthaltsamkeit ein tragendes Fundament. Nicht des Christentums. Eben der katholischen Kirche. Man könnte fast meinen, sie definiert sich seit dem Mittelalter dadurch.

Die katholische Kirche als Mittler zwischen Gott und seinen Schöpfungen wird dann massiv ausgehöhlt, bzw. obsolet. Die Macht des Vatikans (Befürworter dessen sagen, die Macht Gottes, die Kritiker eher eben der profanen Kirche und dem System oder Dogmatik)

Die katholische Kirche zieht ihre Bedeutung aus der Deutungshoheit und rituellen Ausübung der Kontaktvermittlung zwischen Mensch und Schöpfer. Das ist ihre Macht. Priester oder Priesterinnen, die plötzlich in heterosexuellen oder homosexuellen Beziehungen und Familien stehen, haben ganz andere Abhängigkeiten und Interessen als Zölibatsabhängige zum Heiligen Stuhl in Rom. Die haben nur Verpflichtungen ihren Vorgesetzten gegenüber. Wer hat denn da noch das Sagen?


Manchmal wird unterschätzt, welche Macht Kirchen auch in der Politik haben können, allein durch ihre vielen Mitglieder. Ich würde nicht so herangehen, dass Bischöfe jetzt unbedingt heiraten müssen. Der Grund dafür ist zu irre. Dieser aktuelle Finanzkrisen-Aufgeilzustand, der sich überall zeigt, geht auch an Bischöfen nicht spurlos vorbei. Etwas in der Art hat auch einer von ihnen vor nicht langer Zeit gesagt.
Der ist also zu ändern, um bei den vielen Widersprüchen erst einmal wieder Vernunft herzustellen.
Angenommen, diese hochrangigen Katholiken oder sogar der Papst würden jetzt alle heiraten. Dann könnte das schon wieder zu Eifersüchteleien bis Machtkämpfen unter den ebenfalls einflussreichen Nachkommen führen. Mindestens bei Kaisersöhnen sind Reichsteilungen und entsprechende Wirren bekannt.
Ein Menschenleben ist ja eigentlich gar nicht so lang, in religiösen Maßen gerechnet. Soviel Treue zu Gott werden sie schon schaffen, zumal sie seit einiger Zeit auch von Menschen beobachtet werden.

https://www.youtube.com/watch?v=V6jRryDxJUc Alles ist häwäl.
https://www.bibel-in-gerechter-sprache. ... nline/?Joh https://www.youtube.com/watch?v=IV6L92DA8nU
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon streicher » Sa 23. Mär 2019, 20:15

irgendwer hat geschrieben:(23 Mar 2019, 09:02)

Manchmal wird unterschätzt, welche Macht Kirchen auch in der Politik haben können, allein durch ihre vielen Mitglieder. Ich würde nicht so herangehen, dass Bischöfe jetzt unbedingt heiraten müssen. Der Grund dafür ist zu irre.
Naja, man könnte ihnen die Entscheidung doch freistellen. Ich könnte mir vorstellen, dass viele dann immer noch nicht heiraten würden. Das kann an vielem hängen, nicht zuletzt bei einigen auch an dem Alter.
Das Verbot hat in der Vergangenheit auch dazu geführt, dass vieles verdeckt gelaufen ist, nicht selten mit grausamen Folgen.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon sünnerklaas » Sa 23. Mär 2019, 20:57

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Mar 2019, 11:07)

Falls das Zölibat fällt, könnte das vielleicht das Ende des Katholizismuses sein? Neben der Frage der Rolle der Frau in der katholischen Kirche ist die Enthaltsamkeit ein tragendes Fundament. Nicht des Christentums. Eben der katholischen Kirche. Man könnte fast meinen, sie definiert sich seit dem Mittelalter dadurch.

Die katholische Kirche als Mittler zwischen Gott und seinen Schöpfungen wird dann massiv ausgehöhlt, bzw. obsolet. Die Macht des Vatikans (Befürworter dessen sagen, die Macht Gottes, die Kritiker eher eben der profanen Kirche und dem System oder Dogmatik)

Die katholische Kirche zieht ihre Bedeutung aus der Deutungshoheit und rituellen Ausübung der Kontaktvermittlung zwischen Mensch und Schöpfer. Das ist ihre Macht. Priester oder Priesterinnen, die plötzlich in heterosexuellen oder homosexuellen Beziehungen und Familien stehen, haben ganz andere Abhängigkeiten und Interessen als Zölibatsabhängige zum Heiligen Stuhl in Rom. Die haben nur Verpflichtungen ihren Vorgesetzten gegenüber. Wer hat denn da noch das Sagen?


Der Zölibat hat keinerlei lehramtliche und dogmatische Bedeutung. Es kann jederzeit abgeschafft werden. Eingeführt wurde es im Rahmen des Investitutrstreits im 12. Jahrhundert - nicht aus theologischen Gründen, sondern einzig und allein aus dem Grund, dass die Familien der Priester zu einer großen finanziellen Belastung für die Kirche wurden.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon NMA » Sa 23. Mär 2019, 21:01

Sexuelle Enthaltsamkeit ist .... Utopie, Lüge, Krankheit .... suchts euch aus. Aber es hat gar nichts mit Rechtschaffenheit oder Vertrauenswürdigkeit zu tun. Kein gesunder Mensch ist sexuell enthaltsam.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon Misterfritz » Sa 23. Mär 2019, 21:26

NMA hat geschrieben:(23 Mar 2019, 21:01)

Sexuelle Enthaltsamkeit ist .... Utopie, Lüge, Krankheit .... suchts euch aus. Aber es hat gar nichts mit Rechtschaffenheit oder Vertrauenswürdigkeit zu tun. Kein gesunder Mensch ist sexuell enthaltsam.
Es ging der katholischen Kirche doch nie um sexuelle Enthaltsamkeit, sondern um Ehelosigkeit und möglischst keine Kinder - damit nix vererbt werden muss. Schliesslich kamen früher oft adelige Söhne zur Kirche und deren Erbe fiel der Kirche zu.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 29. Mär 2019, 16:16

Es mag durchaus sein, daß ökonomische Gründe zur Einführung des Zölibats führten. Aber im Wandel der Zeit ist dies sicher kein Argument mehr für heutige Verhältnisse.

Die Normalsterblichen sind ja keine Idioten. Bei Geld hört ja nicht nur der Spaß, sondern auch der Glauben (irgendwie) auf. Bis ins 18. Jahrhundert (also auch davor) war es z.B. in Frankreich üblich, das der Ärmste der Söhne von reichen Familien der priesterliche Karriere frönen durfte. Hatte eine reiche und/oder adelige Familie z.B. drei Söhne, dann erbte der Erstgeborene praktisch fast alles. Der Zweite durfte die Militärkarriere anstreben, konnte General werden oder ehrenhaft sterben. Der Jüngste ging - ohne einen Sou - ins Kloster. Darauf will ich hinaus. Die Gründe mögen im Mittelalter profaner Mamonkultur entsprechen. Das war später kein Argument mehr. Das Zölibat zu halten. Man wußte sich zu helfen. Sicher lebten viele Bischöfe in Saus und Braus. Und das blieb dann auch in der Kirche. Aber das war ja immer kirchliches Vermögen. Das haben sie ja nicht aus dem Nichts erwirtschaftet. Sondern mit kirchlichen Vermögen und Produktionsmitteln zusammenbekommen. Mir wäre kein katholischer Geistlicher bekannt, der später durch irgendeinen Job viel Geld verdient hätte, das er hätte vererben können. Soviel gab der Lohn eines Priesters nicht her. Und siehe oben, man hat schon zugesehen, daß die Spröslinge nicht mit dem Familienvermögen in die Kirche eintraten.

Es es mag ein wesentlicher Beweggrund im Mittelalter gewesen sein. Aber was würde passieren, wenn man das Zölibat beendet? Würde kirchliches Vermögen bis auf den letzten Taler abfliessen? Wohl kaum. Dafür sorgt schon die Vatikanbank, ungeheure Mengen an Land und Besitz. Das gehört der Kirche. Nicht den Angestellten.

Martin Luther kann man sicher vieles nachsagen. Antisemitismus, Hexenverflucher, Verräter (im Kontext der Bauern, die er für Kaiser und Hochadel den Rücken zukehrte), aber eines hatte er brilliant herausgearbeitet. Worin die Power des Papstes und der Kirche begründet war. Macht und Gehorsam. Ausschließlichkeitsanspruch. Nicht im religiösen Sinne, den haben Protestanten und andere Religionen auch, sondern im Weg ins Seelenheil. Das ginge ausschließlich über die (katholische) Kirche, siehe auch die Ablassbriefe. Die Päpste und Kardinäle waren in der Ahnenreiche der 12 Apostel. Der Heilige Geist wurde durch die Generationen weitergegeben (nicht an eine protestanische Bischöfin später). D.h. will man in den Himmel, geht das nur über geweihte Priester der katholischen Kirche. Sie waren bei den Sterbesakramenten und der Taufe unabdingbar! Falls diese heiligen Männern das nicht taten, zwischen dem Sterbenden und Gott, konnte der Zug ohne sie abfahren. Sie sind unentbehrlich für die Kommunikation mit Gott.

Luther sagte (und viele andere hatten natürlich auch diese Meinung), das es keinen Papst u.a. bräuchte. Jeder Gläubige könne unmittelbar mit Gott in Kontakt treten. Das ist Ketzerei! Hochverrat! Wozu braucht es dann noch Päpste und katholische Priester? Überflüssig. Oder eben "nur" wie eine evangelische Pfarrerin die am Herd herumschreit mit nervenden Kindern und Mann. Und Fremdgehen. ;) Extrem heilig, aber menschlich. Gut, das kann man auch heimlich machen siehe katholische Kirche.

Wenn man heute an dem Zölibat sägt, zersägt man die katholische Kirche ins Unkenntliche. Egal, was früher der Beweggrund war. Das ist ein Selbstläufer geworden, der diese Kirche nachhaltig geprägt hat. Das zu entfernen käme dem Entfernen des Nervensystems gleich. Nach dem Zölibat könnte die Rolle der Frau in der Kirche kippen und am Ende das MUSS eines katholischen Priesters, wenn man was von Gott will. Die heilige Priesterkaste wird so entheiligt. Als Mittler zwischen Erde und Himmel. Diese Gründe, Zölibat, Frauenrolle, Mittler stehen heute auf dem Spiel, nicht mehr das Geld.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon streicher » Sa 11. Mai 2019, 21:29

Habt ihr schon von dieser Bewegung innerhalb der katholischen Kirche gehört: Maria 2.0?

Forderungen sind:
"kein Amt mehr für diejenigen, die andere geschändet haben an Leib und Seele oder diese Taten geduldet oder vertuscht haben,
die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden,
Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche,
Aufhebung des Pflichtzölibats,
kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten"
Kirchenstreik-Bewegung "Maria 2.0"
"Abschaffung männerbündischer Machtstrukturen"

So viel zum schmelzenden Eisberg...
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon Misterfritz » Sa 11. Mai 2019, 21:31

streicher hat geschrieben:(11 May 2019, 21:29)

Habt ihr schon von dieser Bewegung innerhalb der katholischen Kirche gehört: Maria 2.0?

Forderungen sind:Kirchenstreik-Bewegung "Maria 2.0"
"Abschaffung männerbündischer Machtstrukturen"

So viel zum schmelzenden Eisberg...
Ja, schön,
wird aber nix bringen. Rom entscheidet und die werden sich bestimmt nicht nach ein paar europäischen Frauen richten :D
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon jellobiafra » So 12. Mai 2019, 23:42

Das Zölibat ist nicht in der Bibel begründet, es wurde später aus bekannten Gründen eingeführt.
Das Zölibat ist derzeit löchrig. Verheiratete Priester gibt es mehr als man denkt.

Katholische Priester mit Ehefrau und Kindern gibt es öfter, als man denkt. WELT ONLINE stellt einige von ihnen vor.

Es war eine Sensation: Vor genau 60 Jahren, 1950, erlaubte Papst Pius XII. dem Mainzer evangelische Pfarrer Rudolf Goethe, katholischer Priester zu werden. Er befreite den verheirateten Mann von der für Kleriker des römisch-katholischen Ritus geltenden Zölibatspflicht. Goethe konnte, was bis dahin nicht selbstverständlich war, Ehemann bleiben.


https://www.welt.de/politik/deutschland/article8368922/Verheiratete-katholische-Priester-nicht-so-selten.html
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 13. Mai 2019, 09:14

Der Denkerr hat geschrieben:(13 Mar 2019, 18:39)
Die Erbsünde hat mehr als deutlich gezeigt, dass Sexualität nichts gutes sein kann. Oder woher kommt die Lust beim Sex ?

Die Lust kommt durch die Ausschüttung von Dopamin:
https://m.focus.de/gesundheit/ratgeber/ ... 43966.html

Auch andere Tiere haben Lust am Sex.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 13. Mai 2019, 09:20

Der Denkerr hat geschrieben:(14 Mar 2019, 15:02)
Tagtäglich sieht man die Ausscheidungen des Körpers und trotzdem will man Sex. Das ist eigentlich unfassbar und ein Armutszeugnis der Vernunft.

Warum soll das unvernünftig sein?
Vernunft und Ekel (ich denke das meinen Sie) sind zwei unterschiedliche Dinge.

Fortpflanzung ist vernünftig und somit ist es Sex als das Mittel dazu auch.
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Re: Zölibat: Der Eisberg beginnt zu schmelzen

Beitragvon streicher » Mo 13. Mai 2019, 20:45

Misterfritz hat geschrieben:(11 May 2019, 21:31)

Ja, schön,
wird aber nix bringen. Rom entscheidet und die werden sich bestimmt nicht nach ein paar europäischen Frauen richten :D
Natürlich. Es wird einfach die nächsten Jahrhunderte so weitergehen. Vermutlich werden diejenigen, die ein Ende des Zölibats fordern, immer mehr werden. Und so, wie es ausschaut, auch in der Kirche.
Die Zukunft ist Geschichte.

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