Grundsatzdiskussion Islam

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Adam Smith
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Adam Smith » Sa 28. Sep 2019, 23:37

JFK hat geschrieben:(28 Sep 2019, 23:29)

Wenn man deine Beiträge in das arabische übersetzen, Islam mit Christentum austauschen würde, könnte es hinkommen.


Turkī al-Binʿalī äußerte sich ferner zu der Frage, welche Gruppen nach Ansicht des Islamischen Staats Muslime sind. So vertritt er als Takfirist etwa den extremen sunnitischen Standpunkt, dass Angehörige der schiitischen Glaubensrichtung der Alawiten als der Häresie (bidʿa) verfallene Ungläubige (kuffār) zu töten seien. Ihre Kinder allerdings, die noch keine Schamhaare haben, wären als Sklaven zu nehmen und zum Islam zu bekehren.[24] Turkī al-Binʿalī rechtfertigt auch die Versklavung jesidischer Frauen.[25]


https://de.wikipedia.org/wiki/Turki_al-Binali

Ach so. Wobei die jetzt Aleviten heißen.

Turkī al-Binʿalī vertritt auch gegenüber Schiiten einen extremen Standpunkt. Auf der Homepage seines ehemaligen Lehrers Abū Muhammad al-Maqdisī schrieb Turkī al-Binʿalī in einer undatierten Fatwa, der ersten Turkī al-Binʿalīs gegen die Schiiten, mit Verweis auf Abū Muhammad al-Maqdisī, dass die heutigen Zwölfer-Schiiten Ungläubige seien. Die wichtigsten Vorwürfe sind, dass die Schiiten den Koran für verfälscht halten, sie den Großteil der Prophetengenossen verfluchen und an die Verborgenheit und Rückkehr des zwölften Imams glauben.

2013 gab Turkī al-Binʿalī dann dem „Radio des Monotheismus“ (iḏāʿat at-tauḥīd), einem Radiosender im libyschen Sirte, ein Interview. Darin beschrieb er die schiitische Geschichte aus seinen Augen. Anfangs wären Schiiten lediglich Anhänger ʿAlīs gewesen. Nach und nach seien sie jedoch unter den Einfluss des Teufels geraten. Die erste bidʿa habe stattgefunden, als sie ʿAlī anstatt ʿUthmān als rechtmäßigen Kalifen ansahen. Diese Auffassung sei deshalb absurd, da Muhammad in einem Hadīth, welches bei at-Tirmidhī und al-Buchārī überliefert ist, gesagt haben soll, dass Abū Bakr, ʿUmar und ʿUthmān ihm folgen würden. Indem die Schiiten diese drei Kalifen abgelehnt haben, hätten sie demnach auch den Islam abgelehnt. Heute würden die Zwölfer-Schiiten zusammen mit den Alawiten und den Drusen einen Krieg gegen die Sunniten führen. Deshalb hätte Ibn Taimīya bereits richtig geurteilt, als er schrieb, dass diese drei Parteien schlimmer als Juden und Christen seien – jene glaubten nur an einen Gott und seien so zumindest noch dem Monotheismus zuzurechnen.[27]


Das war sehr unklug. Hätte der IS die Schiiten eingelullt, dann hätte das alles funktioniert. Greta sei Dank, dass es dann nicht so gekommen ist.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon JFK » So 29. Sep 2019, 00:35

Adam Smith hat geschrieben:



Das war sehr unklug. Hätte der IS die Schiiten eingelullt, dann hätte das alles funktioniert. Greta sei Dank, dass es dann nicht so gekommen ist.


Adam Smith hat geschrieben:(28 Sep 2019, 22:55)

Der Islam denkt hier anders. Das sieht man in Bezug auf die Schiiten.


Entscheide dich mal worüber du diskutieren willst, über die IS oder über "der Islam"
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Adam Smith
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Adam Smith » So 29. Sep 2019, 01:22

JFK hat geschrieben:(29 Sep 2019, 00:35)

Entscheide dich mal worüber du diskutieren willst, über die IS oder über "der Islam"


Dann halt über die Scharia.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Ammianus » So 29. Sep 2019, 19:30

Fliege hat geschrieben:(28 Sep 2019, 15:03)

So kann man einen Begriff, ein Konzept ad absurdum führen und verheizen.


So verhält es sich.


Wer sich mit dem Thema "Menschenrassen" sachlich befassen will, dem empfehle ich das Buch "Menschwerdung" von einem Autorenkollektiv unter Leitung von Joachim Herrmann und Herbert Ullrich, wohl 1989 oder 1990, Akademie Verlag. Hier wäre es dann der Abschnitt 9.3 Rassendiferenzierung beim Menschen, S. 402-416
Das abschließende Kapitel, S. 416 befasst sich dann mit "Rassenideologie", also der absolut abzulehnenden Einstufung menschlicher Rassen nach angeblicher Wertigkeit.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Brainiac » So 29. Sep 2019, 20:01

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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Mo 16. Dez 2019, 10:11

Diskussion um den Begriff "Islamophobie".

https://www.islaminstitut.de/2019/europ ... erbrechen/

In einem Artikel des Gatestone Institute (New York) schrieb der frühere Präsident der International Crisis Group, der Belgier Alain Destexhe,
daß sich der Begriff und die Verwendung des Begriffs „Islamophobie“ mehr und mehr zu einer politischen Waffe entwickele.

Er wies darauf hin, dass auch der Journalist Stéphane Charbonnier, der bei dem Angriff auf Charlie Hebdo im Januar 2015 ermordet wurde,
den Begriff als unpassend bezeichnet habe und ihn letztlich sogar als gefährlich eingestuft habe.
Aus Sicht Destexhe habe der Gebrauch des Begriffes „Islamophobie“ das Ziel, den Islam vor Kritik zu schützen,
indem man diese Kritik mit Rassismus oder Antisemitismus gleichsetze.

Gleichzeitig sei beabsichtigt, um Muslime auf diese Weise zum Schweigen zu bringen, die den Koran in Frage stellen, die Gleichheit der Geschlechter verlangen,
ihre Religion verlassen wollen oder sie frei und ohne das Diktat bärtiger und dogmatischer Imame leben wollen
– so der französische Philosoph Pascal Bruckner in seinem Buch "Un racisme ordinaire: Islamophobie et culpabilité" (Grasset, 2017, Englisch bei Polity 2018).
Leider würden viele Medien und Menschenrechtsgruppen das Wort zu schnell gebrauchen, obwohl es keine legale Basis oder genaue Definition gebe.
Letztlich sei dies ein Sieg der Islamisten(...)
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon naddy » Mo 16. Dez 2019, 13:19

Antonius hat geschrieben:(16 Dec 2019, 10:11)

Diskussion um den Begriff "Islamophobie".

https://www.islaminstitut.de/2019/europ ... erbrechen/

In einem Artikel des Gatestone Institute (New York) schrieb der frühere Präsident der International Crisis Group, der Belgier Alain Destexhe,
daß sich der Begriff und die Verwendung des Begriffs „Islamophobie“ mehr und mehr zu einer politischen Waffe entwickele....


Ja. Aber was daran soll jetzt so interessant oder neu sein, als dass man darauf nicht auch durch eigenes Nachdenken längst gekommen wäre? ;)
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Ammianus » Mo 16. Dez 2019, 14:08

Antonius hat geschrieben:(16 Dec 2019, 10:11)

Diskussion um den Begriff "Islamophobie".

https://www.islaminstitut.de/2019/europ ... erbrechen/

In einem Artikel des Gatestone Institute (New York) schrieb der frühere Präsident der International Crisis Group, der Belgier Alain Destexhe,
daß sich der Begriff und die Verwendung des Begriffs „Islamophobie“ mehr und mehr zu einer politischen Waffe entwickele.

Er wies darauf hin, dass auch der Journalist Stéphane Charbonnier, der bei dem Angriff auf Charlie Hebdo im Januar 2015 ermordet wurde,
den Begriff als unpassend bezeichnet habe und ihn letztlich sogar als gefährlich eingestuft habe.
Aus Sicht Destexhe habe der Gebrauch des Begriffes „Islamophobie“ das Ziel, den Islam vor Kritik zu schützen,
indem man diese Kritik mit Rassismus oder Antisemitismus gleichsetze.

Gleichzeitig sei beabsichtigt, um Muslime auf diese Weise zum Schweigen zu bringen, die den Koran in Frage stellen, die Gleichheit der Geschlechter verlangen,
ihre Religion verlassen wollen oder sie frei und ohne das Diktat bärtiger und dogmatischer Imame leben wollen
– so der französische Philosoph Pascal Bruckner in seinem Buch "Un racisme ordinaire: Islamophobie et culpabilité" (Grasset, 2017, Englisch bei Polity 2018).
Leider würden viele Medien und Menschenrechtsgruppen das Wort zu schnell gebrauchen, obwohl es keine legale Basis oder genaue Definition gebe.
Letztlich sei dies ein Sieg der Islamisten(...)


Für mich steht dieser Begriff so und so in einer Reihe mit Substantiven wie Biologismus und Kulturalismus. Zu anderen Zeiten war man "jüdisch versippt", ein "Kulakenknecht" oder ein "feindlich negatives Element" ...
Menschen brauch so was um sich erhoben und als große Kämpfer zu fühlen, als Superarier oder die mit dem klaren Klassenstandpunkt ...
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Sungawakan » Mi 25. Mär 2020, 18:24

Heute Anschlag auf Sikh-Tempel in Kabul, 25 Tote. Überfall von Boko-Haram in Nigeria / im Tschad. Dutzende Tote Soldaten.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Grau » Mi 25. Mär 2020, 18:34

Sungawakan hat geschrieben:(25 Mar 2020, 18:24)

Heute Anschlag auf Sikh-Tempel in Kabul, 25 Tote. Überfall von Boko-Haram in Nigeria / im Tschad. Dutzende Tote Soldaten.


Falsches Thema! Hier ist Grundsatzdiskussion Islam.

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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Sungawakan » Mi 25. Mär 2020, 18:39

Danke für den Hinweis. Ich habe leider keinen entsprechenden Strang gefunden. Andererseits könnte man das ja mal zur Diskussion stellen, ob der Islam grundsätzlich gewaltig ist.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Papaloooo » So 29. Mär 2020, 17:58

Sungawakan hat geschrieben:(25 Mar 2020, 18:39)

Danke für den Hinweis. Ich habe leider keinen entsprechenden Strang gefunden. Andererseits könnte man das ja mal zur Diskussion stellen, ob der Islam grundsätzlich gewaltig ist.

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