Kampf gegen Links

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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Teeernte » Di 16. Feb 2021, 12:31

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2021, 12:26)

Ja, in der DDR war die Arbeit auch so ein Fetisch, wie er es heute ist. Alles und alles am Menschen wird danach bewertet, wie viel er dazu beiträgt, das "Bruttosozialprodukt" zu steigern (Achtung, Ironie). Dass aber zum Menschsein noch viel mehr gehört als nur die Arbeit, wird außen vor gelassen. So entstehen dann auch die Märchen vom "Wollen" und "Nichtwollen".


Nun - jeder nach SEINEN LEISTUNGEN.

Und ich will AUSSUCHEN - wen ich ALIMENTIERE. :D :D :D

Wer nicht arbeiten will....ok.... - >ABER der muss nicht kommen - dass ich für IHN mitarbeiten soll - das ist SKLAVEREI (für den TEIL - den Faule der Gesellschaft abziehen)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Di 16. Feb 2021, 12:47

Teeernte hat geschrieben:(16 Feb 2021, 12:31)

Nun - jeder nach SEINEN LEISTUNGEN.

Und ich will AUSSUCHEN - wen ich ALIMENTIERE. :D :D :D

Wer nicht arbeiten will....ok.... - >ABER der muss nicht kommen - dass ich für IHN mitarbeiten soll - das ist SKLAVEREI (für den TEIL - den Faule der Gesellschaft abziehen)


Das sind alles so Dinge, die spielen sich in diversen Köpfen eben so ab. Das hat mit der Realität nichts zu tun. Das sind so Schubladen mit der Aufschrift "faul" oder "unwillig". In Wirklichkeit funktioniert es in den Jobcentern gar nicht, dass man da einfach mal eben so "faul" sein und "den Staat abzocken" kann. Warum nicht? Weil die Regularien, Kontrollen, Sanktionen und Sanktionsdrohungen in dieser Behörde so stark wirken und so minutiös entwickelt worden sind, dass keiner, der ernsthaft faul sein sollte, da durchkommt. Ist zumindest hier so.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Billie Holiday » Di 16. Feb 2021, 13:00

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2021, 12:17)

Ich sprach von meinen Assoziationen zum Wort "lebensuntüchtig". Von "unwertem Leben" sprach ich nicht. Daher ja meine Antwort auf DA. Bitte genau lesen.


Ja, weil DA dir nicht den Gefallen tut, von unwertem Leben zu sprechen. Die einzige, die -so ganz subtil- diesen Nazijargon aus der Mottenkiste holt, bist du. Um anderen diese Denke indirekt unterzujubeln. Du wirst hier keinen user finden, der andere als lebensunwert erachtet. Und da niemand dir diesen Gefallen tut, holst du es selber aufs Tablett.

Ich bin neugierig, wie lange die Moderation das noch hinnimmt.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Billie Holiday » Di 16. Feb 2021, 13:05

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2021, 12:14)

Du stellst die richtigen Fragen. Dieses Verächtlichmachen von allem, was nicht der so genannten Norm entspricht, von allen, die arm sind, hat Methode. Man beruhigt das eigene bürgerliche Gewissen, indem man sich und anderen einredet, "wenn die nur wollen, dann klappt das auch".


Du würdest die Leute lieber mit Geld zuscheißen, damit die noch mehr Kinder vernachlässigen können?

Ich nicht, ich würde Schulmaterial und Klassenfahrten den Schülern kostenfrei zukommen lassen.

Du hoffst, die wählen dann alle die Linken? Tun sie nicht. Sobald Ali nebenan 30,- mehr bekommt oder Arbeit hat, wählen die die AfD.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Billie Holiday » Di 16. Feb 2021, 13:10

Senexx hat geschrieben:(16 Feb 2021, 12:19)

"Lebensuntüchtig" finde ich zu stark.

Es gibt eher Menschen, die Schwierigkeiten haben oder vorschützen, eine einigermaßen geordnetes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Obwohl ja manche Obdachlose doch mehr oder minder selbstbestimmt leben.

Man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Aber wenn junge Menschen schon an Hartz hängen, stimmt doch wohl was nicht.

Und die vielen Alleinerziehenden? Sicher gibt es da auch Opfer, aber allzu oft ist das eine selbstgewählte, nicht allzu abschreckende Lebensform. Es gibt ja reichlich Stützen, so dass das attraktiv erscheint.


Fällt dir ein besseres Wort ein?
Ich sagte, einige kommen aus unterschiedlichen Gründen im Leben nicht klar. Dann sag das doch durch die Blume, wenn dich ein Wort stört. Ändert doch nichts am reinen Sachverhalt.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Alexyessin » Di 16. Feb 2021, 13:19

Senexx hat geschrieben:(16 Feb 2021, 10:25)

Bemerkenswerte Geschichtswissendefizite anscheinend.

Die kläre ich aber nicht auf. Wissen ist Holschuld.


Also wie immer nur das typische Senexxe rumprolete. Alles klar.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Alexyessin » Di 16. Feb 2021, 13:20

Dark Angel hat geschrieben:(16 Feb 2021, 11:33)

Oh, dazu gibt es noch einiges zu sagen und aufzuarbeiten und zwar im internationalen Kontext!
Und genau das wird zunehmend auch getan, allerdings nicht von deutschen Historikern - aber das ist hier off topic


Internationaler Kontext bin ich voll bei dir. :thumbup:
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Di 16. Feb 2021, 13:22

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Feb 2021, 13:00)

Ja, weil DA dir nicht den Gefallen tut, von unwertem Leben zu sprechen. Die einzige, die -so ganz subtil- diesen Nazijargon aus der Mottenkiste holt, bist du. Um anderen diese Denke indirekt unterzujubeln. Du wirst hier keinen user finden, der andere als lebensunwert erachtet. Und da niemand dir diesen Gefallen tut, holst du es selber aufs Tablett.

Ich bin neugierig, wie lange die Moderation das noch hinnimmt.


Nochmal: Ich sprach über meine Assoziationen zum Wort "lebensuntüchtig". Ich habe nichts von "lebensunwert" gesagt. Unterlasse bitte diese Unterstellungen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Dark Angel » Di 16. Feb 2021, 13:25

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2021, 12:01)

Nein. Selbstverständlich meinte ich "lebensuntüchtig". Was die Begriffe "unwertes Leben" oder "lebensunwert" bedeuten, ist mir natürlich bekannt. Hab schon x Mal darüber geschrieben in den entsprechenden Strängen. Nein, auch "lebensuntüchtig" hat ein Gschmäckle. Ich sagte ja auch, mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Mir. Ich denke da an schwarze Winkel und dergleichen. Aber du weißt doch, die Gedanken sind frei. Und eine Nummer kleiner: Dieses "lebensuntüchtig" ist einfach eine arrogante Wertung aus der eigenen sorgenfreien Kuschelecke heraus.

Nein, "lebensuntüchtig" hat kein Geschmäckle, wie aus dem verlinkten Beitrag eindeutig hervorgeht.
Menschen werden zur Lebensuntüchtigkeit erzogen, insbesondere dann, wenn sie keine eigenen Erfahrungen sammeln und aus diesen lernen können, wenn überbesorgte Eltern (Helicoptereltern) ihnen "alle Steine aus dem Weg räumen", ihnen jeden Wunsch von den Augen ablesen etc.
Dann lernen diese Menschen nämlich nicht Verantwortung für ihr eigenes Handeln (Eigenverantwortung) zu übernehmen, lernen nicht, dass man etwas leisten muss, wenn man (selbst) Erfolg haben will, sie warten darauf, dass andere alles für sie tun und ihnen "alles vor den Arxxx tragen".
Genau DAS versteht man unter lebensuntüchtig und das hat kein "Geschmäckle" - jedenfalls nicht in dem Sinn, den DU mit "Geschmäckle" meinst, was DU darunter zu verstehen beliebst!
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Billie Holiday » Di 16. Feb 2021, 13:26

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2021, 13:22)

Nochmal: Ich sprach über meine Assoziationen zum Wort "lebensuntüchtig". Ich habe nichts von "lebensunwert" gesagt. Unterlasse bitte diese Unterstellungen.


Doch, du bist die einzige, die das Wort hier überhaupt reinbringt. Und ganz vorsichtig und subtil den usern unterjubelt, die davon reden, dass einige Menschen im Leben nicht klarkommen, also lebensuntüchtig sind. Von unwert redet keiner.
Nun ist das Wort und die Assoziation zu Nazi-Deutschland da - prima, wieder geschafft. :thumbup:
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon denkmal » Di 16. Feb 2021, 13:27

Realist2014 hat geschrieben:(15 Feb 2021, 12:23)

Was ist denn die offizielle Definition von "sozialer Gerechtigkeit"?

Wo kann ich das nachlesen?

Ich habe bei Bundeszentrale für politische Bildung das hier gefunden, ist aber erstens alt (2012) und irgendwie politisch ;) , also unscharf.
Definition

Unter Gerechtigkeit werden moralisch begründete, akzeptierte und wirksame Verhaltens- und Verteilungsregeln verstanden, die Konflikte vermeiden, welche ohne die Anwendung von Gerechtigkeitsregeln bei der Verteilung begehrter Güter oder ungeliebter Lasten auftreten würden[1]. Wie alle moralischen Regeln, so setzen auch Normen sozialer Gerechtigkeit voraus, dass Menschen ihr Verhalten und Verteilungsprozesse gestalten können. Gerechtigkeitsforderungen angesichts von Sachzwängen sind sinnlos.

Unter sozialer Gerechtigkeit sind allgemein akzeptierte und wirksame Regeln zu verstehen, die der Verteilung von Gütern und Lasten durch gesellschaftliche Einrichtungen (Unternehmen, Fiskus, Sozialversicherungen, Behörden etc.) an eine Vielzahl von Gesellschaftsmitgliedern zugrunde liegen, nicht aber Verteilungsregeln, die beispielsweise ein Ehepaar unter sich ausmacht[2].
...
Wenn von "sozialer Gerechtigkeit" die Rede ist, dann bleibt also festzustellen, um welche Gerechtigkeit es sich im Einzelfall handelt.
...

Ich glaube, man kann das ("soziale Gerechtigkeit") eben gar nicht punktgenau allgemeingültig definieren (ich denke ja sowieso, dass "Gerechtigkeit" ein subjektives Kriterium ist und das Höchste der Gefühle ein Kompromiss mit ausreichender Abdeckumg der verschiedenen einzelnen "Gerechtigkeitsgefühle" sein kann... Da werden wir immer drüber diskutieren, schätze ich mal...

Nebenher gibt der Autor der Gleichstellung noch etwas mit auf den Weg :D
...Vorstellungen von (Start-)Chancengerechtigkeit zielen darauf ab, dass alle Menschen, die im Wettbewerb um die Erlangung von Gütern und die Vermeidung von Lasten stehen, die gleichen Chancen haben sollen, Leistungsfähigkeit zu entwickeln und Leistungen hervorzubringen. Das Konzept der Chancengerechtigkeit bezieht sich also nicht auf das Ergebnis, sondern auf die Ausgestaltung von Leistungswettbewerb. Unterstellt werden durchaus ungleiche Verteilungsergebnisse. ...
Im Laufe ihres steinernen Daseins nehmen sogar manche Denkmäler menschliche Züge an.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Di 16. Feb 2021, 13:29

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2021, 12:26)

Ja, in der DDR war die Arbeit auch so ein Fetisch, wie er es heute ist. Alles und alles am Menschen wird danach bewertet, wie viel er dazu beiträgt, das "Bruttosozialprodukt" zu steigern (Achtung, Ironie). Dass aber zum Menschsein noch viel mehr gehört als nur die Arbeit, wird außen vor gelassen. So entstehen dann auch die Märchen vom "Wollen" und "Nichtwollen".


wer "Bewertet" denn hier Menschen nach deren Einkommen?

Niemand.


Die "Bewertung" erfolgt bezüglich der Leistung bei der Tätigkeit und deren "Marktwert" bei der Bezahlung.

Dieses Grundprinzip bist du doch nicht Willens zu akzeptieren und scheißt daher eine Nebelkerze nach der anderen ab

Die armen "Alleinerziehenden" sind doch nur deswegen "armutsgefährdet" , weil sie nicht in der Lage sind, ein höheres Einkommen durch eigene Leistung zu erzielen
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Dark Angel » Di 16. Feb 2021, 13:39

Alexyessin hat geschrieben:(16 Feb 2021, 13:20)

Internationaler Kontext bin ich voll bei dir. :thumbup:

Ist zwar off toppic - aber trotzem, passt indirekt zum Thema:
habe neulich eine Doku auf Netflix gesehen (BBC-Produktion), darin ging es u.a. darum ob und wieviel die anderen demokratisches Staaten (GB, USA; Frankreich) von und über die Pläne der Nazis zur Judenverfolgung wussten und warum sie nicht eingeschritten sein.
Das Fazit dieser Sendung war - sie wussten im Großen und Ganzen Bescheid, unternahmen aber nichts, weil a) bei ihnen selbst starke rassistische und antisemtitische Tendenzen - bis in die Politik hinein - vorhanden waren, und b) insbesondere in den USA, teilweise auch in GB große Sympathien für die Nazis und ihre Politik vorhanden waren.
Das Ausmaß, welches die Shoa letztendlich annahm konnten oder wollten sie sich jedoch nicht vorstellen, was dann zu dem Schock führte, den die Vernichtungslager (allgemein) auslösten.
Selbst als die Rote Armee Auschwitz-Birkenau befreite und die Zustände dort dokumentierte und veröffentlichte, hielten es viele (Politiker) noch für kommunistische Propaganda.

Das war für micht eine recht unbekannte Sichtweise ...
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Teeernte » Di 16. Feb 2021, 13:49

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2021, 12:47)

Das sind alles so Dinge, die spielen sich in diversen Köpfen eben so ab. Das hat mit der Realität nichts zu tun. Das sind so Schubladen mit der Aufschrift "faul" oder "unwillig". In Wirklichkeit funktioniert es in den Jobcentern gar nicht, dass man da einfach mal eben so "faul" sein und "den Staat abzocken" kann. Warum nicht? Weil die Regularien, Kontrollen, Sanktionen und Sanktionsdrohungen in dieser Behörde so stark wirken und so minutiös entwickelt worden sind, dass keiner, der ernsthaft faul sein sollte, da durchkommt. Ist zumindest hier so.


Nun....hier (Anhalt) nicht. Wir haben sogar (für unsere Verhältnis )- "REICHE" , die ihre Blagen bis zur Ehe beim Amt zwischenparken.

NEUESTER 5 er BMW - teuerste Schuhe .....passend zum Täschchen....passend zum Kleidchen und zur Jacke, Einliegerwohnung ....>> essen - >> NIE selbst gemacht.

Maximal vom Amt - ein Leergang.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Teeernte » Di 16. Feb 2021, 13:52

Realist2014 hat geschrieben:(16 Feb 2021, 13:29)

...amen "Alleinerziehenden" sind doch nur deswegen "armutsgefährdet" , weil sie nicht in der Lage sind, ein höheres Einkommen durch eigene Leistung zu erzielen


1. Verursacherverschulden..... :D :D :D

2. der Staat holt das GELD vom zahlungspflichtigen Erzeuger nur schleppend.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Di 16. Feb 2021, 13:54

Dark Angel hat geschrieben:(16 Feb 2021, 13:25)

Nein, "lebensuntüchtig" hat kein Geschmäckle, wie aus dem verlinkten Beitrag eindeutig hervorgeht.
Menschen werden zur Lebensuntüchtigkeit erzogen, insbesondere dann, wenn sie keine eigenen Erfahrungen sammeln und aus diesen lernen können, wenn überbesorgte Eltern (Helicoptereltern) ihnen "alle Steine aus dem Weg räumen", ihnen jeden Wunsch von den Augen ablesen etc.
Dann lernen diese Menschen nämlich nicht Verantwortung für ihr eigenes Handeln (Eigenverantwortung) zu übernehmen, lernen nicht, dass man etwas leisten muss, wenn man (selbst) Erfolg haben will, sie warten darauf, dass andere alles für sie tun und ihnen "alles vor den Arxxx tragen".
Genau DAS versteht man unter lebensuntüchtig und das hat kein "Geschmäckle" - jedenfalls nicht in dem Sinn, den DU mit "Geschmäckle" meinst, was DU darunter zu verstehen beliebst!


Ja, aber woher weißt du es denn, dass einige "lebensuntüchtig" sind? Das sind alles Annahmen, Vorstellungen, Vorurteile. Oder hast du mit allen Betroffenen gesprochen? Ja, sicher hat jeder mal im Gespräch gehört, dass einer auch mal sowas sagte wie zum Beispiel "ja, da lass ich mir lieber Hartz vier geben, als für das bisschen Geld schuften zu gehen" oder dergleichen mehr. Ja, das gibt es, hab ich auch schon gehört. Aber deshalb zu sagen, es gebe eine Menge von diesen Leuten (damit meine ich jetzt nicht vordergründig einen konkreten Kommentar von dir), die so ticken, oder gar zu sagen, dass sie in der Mehrheit sind unter den Bedürftigen, das ist eben genau das, was ich meine. Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung. Ich würde sogar umgekehrt sagen, dass Leute, die sich wirklich bewusst abkehren von allem, was mit Arbeit zu tun hat, nur eine sehr kleine Gruppe sind. Ergo wirkt dieser ständige Faulheits-und-Unwilligkeits-Vorwurf ziemlich aufgeblasen und übertrieben. Stichwort: Mit Spatzen auf Kanonen...

Und noch mal zum Wort "lebensuntüchtig": Ich verwende den Begriff im Alltag deshalb nicht, weil er für mich in meiner Wahrnehmung eben ein Gschmäckle hat. Und selbst, wenn viele Leute den Begriff ohne diese Assoziation, die ich dabei habe, verwenden, so werten sie damit pauschal eine größere Menschengruppe ab. Dagegen bin ich entschieden.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Alexyessin » Di 16. Feb 2021, 14:01

Dark Angel hat geschrieben:(16 Feb 2021, 13:39)

Ist zwar off toppic - aber trotzem, passt indirekt zum Thema:
habe neulich eine Doku auf Netflix gesehen (BBC-Produktion), darin ging es u.a. darum ob und wieviel die anderen demokratisches Staaten (GB, USA; Frankreich) von und über die Pläne der Nazis zur Judenverfolgung wussten und warum sie nicht eingeschritten sein.
Das Fazit dieser Sendung war - sie wussten im Großen und Ganzen Bescheid, unternahmen aber nichts, weil a) bei ihnen selbst starke rassistische und antisemtitische Tendenzen - bis in die Politik hinein - vorhanden waren, und b) insbesondere in den USA, teilweise auch in GB große Sympathien für die Nazis und ihre Politik vorhanden waren.
Das Ausmaß, welches die Shoa letztendlich annahm konnten oder wollten sie sich jedoch nicht vorstellen, was dann zu dem Schock führte, den die Vernichtungslager (allgemein) auslösten.
Selbst als die Rote Armee Auschwitz-Birkenau befreite und die Zustände dort dokumentierte und veröffentlichte, hielten es viele (Politiker) noch für kommunistische Propaganda.

Das war für micht eine recht unbekannte Sichtweise ...


Ich war jetzt aber bei Stalins Verbrechen, da sind wir glaub ich grad aneinander vorbeigeschrammt :)
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Di 16. Feb 2021, 14:04

Realist2014 hat geschrieben:(16 Feb 2021, 13:29)

wer "Bewertet" denn hier Menschen nach deren Einkommen?

Niemand.


Die "Bewertung" erfolgt bezüglich der Leistung bei der Tätigkeit und deren "Marktwert" bei der Bezahlung.

Dieses Grundprinzip bist du doch nicht Willens zu akzeptieren und scheißt daher eine Nebelkerze nach der anderen ab

Die armen "Alleinerziehenden" sind doch nur deswegen "armutsgefährdet" , weil sie nicht in der Lage sind, ein höheres Einkommen durch eigene Leistung zu erzielen


Mit dem Fetisch Arbeit meine ich was anderes, nicht das Einkommen. Ich meine damit, dass es falsch ist, die Menschen nach "arbeitswillig" und "arbeitsunwillig" einzuteilen. Menschsein bedeutet mehr, als nur an einem Arbeitsplatz tätig zu sein. Oder an zwei Arbeitsplätzen. Die Arbeit, die insgesamt immer weniger wird, muss völlig neu gedacht werden. Sie ist nur ein Teil des Menschseins. Mal ganz abgesehen vom gegenwärtigen Charakter der Arbeit... ok, anderes Kapitel...
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Senexx » Di 16. Feb 2021, 14:09

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2021, 14:04)

Die Arbeit, die insgesamt immer weniger wird, muss völlig neu gedacht werden.


Die Arbeit wird keineswegs weniger. Wie haben steigende Erwerbsquoten und steigende Produktivität. Die Arbeit wird immer mehr.

Nicht immer nur im Feuilleton lesen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Di 16. Feb 2021, 14:10

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Feb 2021, 13:26)

Doch, du bist die einzige, die das Wort hier überhaupt reinbringt. Und ganz vorsichtig und subtil den usern unterjubelt, die davon reden, dass einige Menschen im Leben nicht klarkommen, also lebensuntüchtig sind. Von unwert redet keiner. Nun ist das Wort und die Assoziation zu Nazi-Deutschland da - prima, wieder geschafft. :thumbup:


Ich auch nicht. Ich weiß nicht, wieso du das immer wieder falsch wiedergibst. Das heißt, ich weiß es schon... Nochmal: Es geht um das Wort "lebensuntüchtig" und darum, was ich dabei für Assoziationen habe.
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