Mein-Grundeinkommen-Experiment

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Adam Smith
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 20:30

JosefG » Do 28. Aug 2014, 20:29 hat geschrieben:Falsch. Der Markt wird nicht ausgeschaltet, sondern die Spielregeln des Marktes ändern sich.


Das BGE wirkt wie ein Mindestlohn und beim Mindestlohn wird der Markt in einem bestimmten Bereich ausgeschaltet.
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3x schwarzer Kater
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 28. Aug 2014, 20:32

JosefG » Do 28. Aug 2014, 20:29 hat geschrieben:Falsch. Der Markt wird nicht ausgeschaltet, sondern die Randbedingungen des Marktes ändern sich.



stiimmt ... Subvention von Niedriglohn, nichts anderes ist das BGE.
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JosefG
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon JosefG » Do 28. Aug 2014, 20:36

Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 19:30 hat geschrieben:Das BGE wirkt wie ein Mindestlohn
Nein. Beim BGE kann es sehr niedrige Löhne geben, zB. für angenehme Tätigkeiten.
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Adam Smith
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 20:41

JosefG » Do 28. Aug 2014, 20:36 hat geschrieben:Nein. Beim BGE kann es sehr niedrige Löhne geben, zB. für angenehme Tätigkeiten.


Was wären denn angenehme Tätigkeiten?
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Adam Smith
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 20:44

3x schwarzer Kater » Do 28. Aug 2014, 20:32 hat geschrieben:

stiimmt ... Subvention von Niedriglohn, nichts anderes ist das BGE.


Das BGE ist noch mehr, je höher es ist. Es ist dann nämlich eine gigantische Umverteilungsmaschinerie mit dem Endziel dass am Ende alle gleich viel haben. Denn irgendwoher muss das Geld ja herkommen.
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 28. Aug 2014, 20:45

Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 20:44 hat geschrieben:
Das BGE ist noch mehr, je höher es ist. Es ist dann nämlich eine gigantische Umverteilungsmaschinerie mit dem Endziel dass am Ende alle gleich viel haben. Denn irgendwoher muss das Geld ja herkommen.



Das funktioniert ja nicht ....
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon jack000 » Do 28. Aug 2014, 20:50

Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 20:41 hat geschrieben:
Was wären denn angenehme Tätigkeiten?

z.B. Pförtner mit Internetanschluss oder Tätigkeiten die Samstags und Sonntags gemacht werden müssen.
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 20:58

jack000 » Do 28. Aug 2014, 20:50 hat geschrieben:z.B. Pförtner mit Internetanschluss oder Tätigkeiten die Samstags und Sonntags gemacht werden müssen.


Im Moment verdienen Pförtner nicht sehr wenig, weil das auch eine verantwortungsvolle Tätigkeit ist.

Das Pförtner-Gehalt liegt in Deutschland im Durchschnitt bei 2.332 Euro (Männer) bzw. 2.140 Euro (Frauen) brutto pro Monat (Quelle: stern 13/2013 bzw. Statistisches Bundesamt, Verdienststrukturerhebung 2010).


http://durchschnittseinkommen.net/pfoertner-gehalt/
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon JosefG » Do 28. Aug 2014, 21:06

Adam Smith » Di 26. Aug 2014, 19:00 hat geschrieben:Das maximal erreichbare BGE wäre, wenn alle Menschen das gleiche erhalten würden. Das wäre ein kommunistischer Traum, aufgrund dessen es schon sehr viele Tote gab.
Das BGE hat mit Sozialismus rein gar nichts zu tun. Es ist im Gegenteil Ausdruck des Individualismus und des freien Marktes. Der Einzelne wird am Arbeitsmarkt gestärkt, ohne dass er gezwungen ist, sich mit anderen Angehörigen der "Arbeiterklasse" zusammenzutun. Deshalb ist die sozialistische Linke vehement gegen das BGE.
http://www.sozialistische-linke.de/poli ... ge-rk-2014

Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 19:44 hat geschrieben:mit dem Endziel dass am Ende alle gleich viel haben.
Wieso denn das? Wer fordert das?
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 28. Aug 2014, 21:09

JosefG » Do 28. Aug 2014, 21:06 hat geschrieben:
Es ist im Gegenteil Ausdruck des Individualismus und des freien Marktes. Der Einzelne wird am Arbeitsmarkt gestärkt,



Das musst du mir mal genauer erklären.
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 21:10

JosefG » Do 28. Aug 2014, 21:06 hat geschrieben:Wieso denn das? Wer fordert das?


Je höher das BGE ist, desto mehr bewirkt es dieses. Das Geld muss irgendwoher kommen. Und es kann nur von denen kommen, die mehr haben als das BGE.
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon jack000 » Do 28. Aug 2014, 21:11

Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 20:58 hat geschrieben:
Im Moment verdienen Pförtner nicht sehr wenig, weil das auch eine verantwortungsvolle Tätigkeit ist.



http://durchschnittseinkommen.net/pfoertner-gehalt/

Hat der Pförtner 2 kleine Kinder ist Aufstockung angesagt ...
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon JosefG » Do 28. Aug 2014, 21:16

3x schwarzer Kater » Do 28. Aug 2014, 20:09 hat geschrieben:Das musst du mir mal genauer erklären.
Wurde doch schon oft hier gesagt. Jeder erhält die Möglichkeit, Nein zu sagen, wenn ihm der Lohn oder die Arbeitsbedingungen nicht passen.
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 28. Aug 2014, 21:18

JosefG » Do 28. Aug 2014, 21:16 hat geschrieben:Wurde doch schon oft hier gesagt. Jeder erhält die Möglichkeit, Nein zu sagen, wenn ihm der Lohn oder die Arbeitsbedingungen nicht passen.



Das hängt von der Höhe ab. Sieht man sich das Konzept des solidarischen Bürgergeldes an, wird es für einen alleinstehenden.
800 € pro Monat und davon Krankenversicherung und Wohnung zahlen. Viel Raum um Nein zu sagen bleibt da nicht.
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon hafenwirt » Do 28. Aug 2014, 21:19

Adam Smith » Donnerstag 28. August 2014, 19:44 hat geschrieben:
Das BGE ist noch mehr, je höher es ist. Es ist dann nämlich eine gigantische Umverteilungsmaschinerie mit dem Endziel dass am Ende alle gleich viel haben. Denn irgendwoher muss das Geld ja herkommen.


Komisch, die FDP hat in ihrem Wahlprogramm auch das Bürgergeld, was auch ein Grundeikomme wäre, nur mit Arbeitspflicht. Haben die auch das Endziel, dass am Ende alle gleich viel haben?

Es gibt ja einige Argumente gegen ein Grundeinkommen (wie von Blickwinkel) die ich nachvollziehen kann, aber das ist nun absoluter Blödsinn.
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 21:21

hafenwirt » Do 28. Aug 2014, 21:19 hat geschrieben:
Komisch, die FDP hat in ihrem Wahlprogramm auch das Bürgergeld, was auch ein Grundeikomme wäre, nur mit Arbeitspflicht. Haben die auch das Endziel, dass am Ende alle gleich viel haben?


Das gibt es aber nicht bedingungslos. Das ist ein anderes Konzept.

Die FDP übernahm diesen Ansatz 1994 in ihr Programm. Das Liberale Bürgergeld wurde auf dem Bundesparteitag 2005 beschlossen.[1] Das Liberale Bürgergeld soll bei Bedürftigkeit und Arbeitsbereitschaft oder Arbeitsunfähigkeit gezahlt werden und nach Vorstellungen der FDP einen erhöhten Arbeitsanreiz auslösen,


http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgergeld
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon JosefG » Do 28. Aug 2014, 21:22

Adam Smith » Do 28. Aug 2014, 20:10 hat geschrieben:Je höher das BGE ist, desto mehr bewirkt es dieses.
Wer sagt denn, dass das BGE möglichst hoch sein muss?
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon hafenwirt » Do 28. Aug 2014, 21:24

Adam Smith » Donnerstag 28. August 2014, 20:21 hat geschrieben:
Das gibt es aber nicht bedingungslos. Das ist ein anderes Konzept.



http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgergeld


Und was ändert es am umverteilungseffekt, wenn es einige nicht bekommen?
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon jack000 » Do 28. Aug 2014, 21:26

hafenwirt » Do 28. Aug 2014, 21:19 hat geschrieben:
Komisch, die FDP hat in ihrem Wahlprogramm auch das Bürgergeld, was auch ein Grundeikomme wäre, nur mit Arbeitspflicht. Haben die auch das Endziel, dass am Ende alle gleich viel haben?

Das von der FDP hat das Ziel, das ein jeder Arbeitgeber einen jeden Arbeitnehmer zu jedem auch nur erdenklichen Hungelohn bezahlen kann ohne jegliche Untergrenzen und den Rest sollen die Steuerzahler zahlen.
=> Das ist schon ein Unterschied!
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Re: Mein-Grundeinkommen-Experiment

Beitragvon hallelujah » Do 28. Aug 2014, 22:05

JosefG hat geschrieben:Wurde doch schon oft hier gesagt. Jeder erhält die Möglichkeit, Nein zu sagen, wenn ihm der Lohn oder die Arbeitsbedingungen nicht passen.




Soweit zur Theorie.
In der Praxis werden sich Arbeitgeber etwas einfallen lassen, solche Planungsunsicherheiten zu umgehen. Wenn zu viele nur noch just for fun arbeiten und morgen nicht mehr zur Arbeit erscheinen, weil gerade die Krankheit Unlust die Runde macht, dann wird das nicht ohne Konsequenzen bleiben. Da verlass dich drauf.
So rosig für Arbeitnehmer, wie BGE-Befürworter das verkaufen wollen, wird das nicht kommen. Sei dir sicher.
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.

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