Antisemitismus

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Ger9374
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Ger9374 » Mi 11. Sep 2019, 22:14

Der Staatsdienst bringt traditionell dem Staat sich verpflichtete Bürger hervor.
Die sehen es dementsprechend kritisch wenn eher Staatskritische Elemente Linke, früher die Grünen, gegen diesen Staat agieren. Aber zum Beispiel bei Lehrern ist es eher andersrum, da greifen die Revoluzzer Jahrgänge 68 usw .
Die AFD Affinität bei Staatsbediensteten dürfte etwas höher als allgemein liegen.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Antisemitismus

Beitragvon imp » Di 17. Sep 2019, 16:27

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Vongole
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Di 17. Sep 2019, 16:52

Aus dem Spiegel-Artikel:

Delberg: Antisemitismus ist ein Teil unserer Realität. Wenn wir in unsere Synagogen oder Schulen gehen, müssen wir durch Sicherheitsschleusen. Jedes jüdische Kind wächst damit auf. Wir kannten die Wachmänner vor unseren Schulen mit Namen. Die waren eben Teil unseres Lebens. Wir sind leider noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem eine jüdische Person hier ein komplett normales Leben führen kann. Ich lebe trotz allem gerne in Deutschland. Aber genau weil ich hier meine Heimat und meine Zukunft sehe, will ich etwas ändern.

Das wird ihm nicht gelingen, wenn wir alle nicht etwas ändern, wenn wir nicht begreifen, dass Judenhass auch uns und unsere Demokratie schwächt.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Di 17. Sep 2019, 23:15

Vongole hat geschrieben:(17 Sep 2019, 16:52)

Aus dem Spiegel-Artikel:

Delberg: Antisemitismus ist ein Teil unserer Realität. Wenn wir in unsere Synagogen oder Schulen gehen, müssen wir durch Sicherheitsschleusen. Jedes jüdische Kind wächst damit auf. Wir kannten die Wachmänner vor unseren Schulen mit Namen. Die waren eben Teil unseres Lebens. Wir sind leider noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem eine jüdische Person hier ein komplett normales Leben führen kann. Ich lebe trotz allem gerne in Deutschland. Aber genau weil ich hier meine Heimat und meine Zukunft sehe, will ich etwas ändern.

Das wird ihm nicht gelingen, wenn wir alle nicht etwas ändern, wenn wir nicht begreifen, dass Judenhass auch uns und unsere Demokratie schwächt.


Der Greta-Thunberg-Fanclub würde dir da bestimmt geharnischt wiedersprechen - Klima retten ist wichtiger als die Belange der Juden.

Ich meine das gar nicht spöttisch - es ist tatsächlich so! Vor gut 14 Tagen hat mich in der Stadt so eine Klima-Tusse angequatscht; ich habe sie dann gefragt, ob sie in ihren jungen Jahren eigentlich sonst keine Sorgen hat und ihr dann mal ein paar politische/wirtschaftliche/gesellschaftliche Probleme genannt, die auch mehr als wichtig sind und dringlichst bewältigt gehören (u. a. auch Antisemitismus!). Da meine sie - in einem reichlich besserwisserischen Ton - "Eins nach dem anderen! Um alle diese Sachen können wir uns immer noch kümmern, aber erstmal müssen wir das Weltklima stabilisieren, weil sonst..." und dann hat sie mir allerlei grauenhafte und lebensfeindliche Wahrscheinlichkeiten aufgezählt. Ich habe sie dann aufgefordert, mir mal einen ihrer Schuhe zu geben - sie hat verdutzt geschaut, aber hat's doch getan. Ich zeigte ihr dann, dass auf der Rückseite der Schuhzunge ihrer nagelneuen Nike-Sneaker zu erfahren ist, wo ihre Schuhe hergestellt wurden: MADE IN CHINA. "Und du willst mich allen Ernstes vom Klimaschutz überzeugen - trägst aber selbst so ein 100%ig klimafeindliches Schuhwerk?" Und damit habe ich sie stehen lassen. Den Schuh habe ich ihr freilich wieder zurückgegeben; aber ich bezweifle, dass sie verstanden hat, was ich ihr damit verdeutlichen wollte.

Aber zurück zum Thema: Kann der Kampf gegen den Antisemitismus eigentlich gegen den Kampf gegen den Klimawandel - politisch wie gesellschaftlich - "anstinken"? :?:
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » Di 17. Sep 2019, 23:26

Uffhausen hat geschrieben:(17 Sep 2019, 23:15)

Der Greta-Thunberg-Fanclub würde dir da bestimmt geharnischt wiedersprechen - Klima retten ist wichtiger als die Belange der Juden.


Stell dir mal vor, auch Juden wären von einer Klimakatastrophe betroffen :s
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Di 17. Sep 2019, 23:33

JFK hat geschrieben:(17 Sep 2019, 23:26)

Stell dir mal vor, auch Juden wären von einer Klimakatastrophe betroffen :s

Und weiter?

Soll man den Juden jetzt verklickern, dass sie gefälligst froh sein sollen, dass sie lediglich Wachschutz vor ihren Synagogen benötigen und dass die Zunahme der antisemitischen Übergriffe weltweit nichts gegen die weltweiten Folgen des Klimawandels sind? :?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » Di 17. Sep 2019, 23:34

https://mobil.stern.de/panorama/gesells ... 08382.html

Drei Religionen unter einem Dach: In Berlins Mitte entsteht ein bisher einzigartiges Gottes- und Begegnungshaus für Christen, Juden und Muslime. Im House of One sollen ab 2023 oder 2024 eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee Platz finden.


Gegenseitige Schuldzuweisungen vertiefen nur die Gräben. Menschlicher Kontakt hingegen bewirkt Wunder,
Der Grund, warum Spalter der Gesellschaft dieses Projekt hassen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » Di 17. Sep 2019, 23:35

Uffhausen hat geschrieben:(17 Sep 2019, 23:33)

Und weiter?

Soll man den Juden jetzt verklickern, dass sie gefälligst froh sein sollen, dass sie lediglich Wachschutz vor ihren Synagogen benötigen und dass die Zunahme der antisemitischen Übergriffe weltweit nichts gegen die weltweiten Folgen des Klimawandels sind? :?


Ich verstehe nur nicht, warum das eine das andere ausschließen muss.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Di 17. Sep 2019, 23:44

JFK hat geschrieben:(17 Sep 2019, 23:35)

Ich verstehe nur nicht, warum das eine das andere ausschließen muss.

Verstehe ich eben auch nicht. Darum habe ich ja drauf hingewiesen.

Viele begrüßen es ja, dass sich seit geraumer Zeit junge Menschen in Folge der "Fridays-For-Future"-Bewegung politisch/gesellschaftlich engagieren - aber eben, wenn man (wie ich, siehe oben) dann hören und erleben muss, dass dieses politische/gesellschaftliche Interesse der jungen Menschen richtiggehend begrenzt ist und sich dann auch noch mehr als unglaubwürdig entpuppt... gut, man könnte jetzt auch wieder mit 'ner "Einzelfall"-Theorie daherkommen. Am Antisemitismus wird das aber auch nichts ändern.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » Di 17. Sep 2019, 23:49

Uffhausen hat geschrieben:(17 Sep 2019, 23:44)

Verstehe ich eben auch nicht. Darum habe ich ja drauf hingewiesen.

Viele begrüßen es ja, dass sich seit geraumer Zeit eine junge Menschen in Folge der "Fridays-For-Future"-Bewegung politisch/gesellschaftlich engagieren - aber eben, wenn man (wie ich, siehe oben) dann hören und erleben muss, dass dieses politische/gesellschaftliche Interesse der jungen Menschen richtiggehend begrenzt ist und sich dann auch noch mehr als unglaubwürdig entpuppt... gut, man könnte jetzt auch wieder mit 'ner "Einzelfall"-Theorie daherkommen. Am Antisemitismus wird das aber auch nichts ändern.


Für junge Menschen ist Rassismus dann halt doch etwas weiter weg, wenn man nicht direkt davon betroffen ist.
Und beim Klimawandel sind die jungen Menschen eben direkt betroffen, schließlich geht es um deren Zukunft.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Mi 18. Sep 2019, 00:10

JFK hat geschrieben:(17 Sep 2019, 23:49)

Für junge Menschen ist Rassismus dann halt doch etwas weiter weg, wenn man nicht direkt davon betroffen ist.
Und beim Klimawandel sind die jungen Menschen eben direkt betroffen, schließlich geht es um deren Zukunft.


Es sollte aber immer auch GLAUBWÜRDIG sein - so sollte bspw. jemand, der sich gegen Antisemitismus ausspricht, auch selbstverständlich gegen jedwede Form von Rassismus sein. Aber diesbezüglich besteht ja schon ein gewaltiges Zusatz-Problem, welches hier auch schon zurecht angesprochen wurde = Antisemitismus durch muslimische Flüchtlinge. Wie bekommt man beides unter einen Hut? Aufklärung allein hilft da herzlich wenig, wenn es sich dabei um eine reine Entscheidungproblematik handelt.

Bzgl. Klimawandel noch kurz soviel: Man nehme den jungen Menschen einfach mal nur das Schuleschwänzen für FFF-Proteste weg und warte ab, was passiert. Die Zukuft ALLER wird denen schnell egal sein...
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » Mi 18. Sep 2019, 00:25

Uffhausen hat geschrieben:(18 Sep 2019, 00:10)

Es sollte aber immer auch GLAUBWÜRDIG sein - so sollte bspw. jemand, der sich gegen Antisemitismus ausspricht, auch selbstverständlich gegen jedwede Form von Rassismus sein. Aber diesbezüglich besteht ja schon ein gewaltiges Zusatz-Problem, welches hier auch schon zurecht angesprochen wurde = Antisemitismus durch muslimische Flüchtlinge. Wie bekommt man beides unter einen Hut? Aufklärung allein hilft da herzlich wenig, wenn es sich dabei um eine reine Entscheidungproblematik handelt.



Das widerspricht sich, Muslimischen Flüchtlingen den Stereotypen Antisemitismus anzuhängen ist ebenso Rassistisch, deswegen wehren sich die Jüdischen Verbände auch entschlossen dagegen sich in die Obhutnahme von heuchlerischen Rassisten zu begeben, keine Gruppe ist schützenswerter als die andere.




Bzgl. Klimawandel noch kurz soviel: Man nehme den jungen Menschen einfach mal nur das Schuleschwänzen für FFF-Proteste weg und warte ab, was passiert. Die Zukuft ALLER wird denen schnell egal sein...


Auch das widerspricht sich, du kannst den jungen Menschen nicht den Protest verbieten und dann behaupten sie würden nicht protestieren.
Die FFF hat die erhoffte Wirkung erreicht und meiner Meinung nach sogar übertroffen, und das ist entscheidend.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Mi 18. Sep 2019, 01:15

JFK hat geschrieben:(18 Sep 2019, 00:25)

Das widerspricht sich, Muslimischen Flüchtlingen den Stereotypen Antisemitismus anzuhängen ist ebenso Rassistisch, deswegen wegen sich die Jüdischen Verbände auch entschlossen dagegen sich in die Obhutnahme von heuchlerischen Rassisten zu begeben, keine Gruppe ist schützenswerter als die andere.

Ich meinte was anderes - wie vereint man den Kampf gegen Rassismus incl. dem Kampf gegen Antisemitismus, wenn sich in einer oder mehreren Gruppe/n, die man zu schützen versucht, antisemitische Tendenzen auftun?

Wenn man den Antisemitismus, den es unter muslimischen Mitbürgern/Flüchtlingen definitiv gibt, bekämpfen will, dann geht das doch schwer ohne Kritik an eben diesen muslimischen Mitbürgern/Flüchtlingen, bzw. dem muslimischen Glauben selbst - was im Grunde genommen doch schon wieder rassistisch wäre, bzw. von den Betroffenen problemlos als rassistisch dargestellt und verstanden werden kann.

Oder anders: Was macht ein Rassismus-Bekämpfer, der jedoch die Politik eines Erdogan ablehnt und dafür von einem Erdogan-Anhänger unterstellt bekommt, er sei rassistisch gegen Türken eingestellt?


Auch das widerspricht sich, du kannst den jungen Menschen nicht den Protest verbieten und dann behaupten sie würden nicht protestieren.
Die FFF hat die erhoffte Wirkung erreicht und meiner Meinung nach sogar übertroffen, und das ist entscheidend.

Ich will denen nicht das Protestieren allgemein verbieten oder den Kampf gegen den Klimawandel - nur das Schuleschwänzen, was in beiden Fällen überhaupt nichts mit dem jeweils ersteren zuschaffen hat. Weil, wenn das Schuleschwänzen allein gegen den Klimawandel was helfen würde, dann brauchten sich u. a. unsere Politiker ja jetzt nicht so die Köpfe zu zerbrechen...

Problem ist, ohne das Schuleschwänzen häten die jungen Menschen gar keinen Anreiz, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Wenn es ihnen tatsächlich und ernsthaft um den Klimschutz gehen würde, wären die FFF-Demos insbesondere in den Ferienzeiten auch nicht so schlecht besucht, bzw. sogar komplett abgesagt worden (so bspw. in meiner Stadt). Die persönliche Freizeit scheint die meisten dann doch wichtiger zusein, als der Klimawandel und unser aller Zukunft...
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Re: Antisemitismus

Beitragvon imp » Mi 18. Sep 2019, 06:33

Das ist doch ganz einfach. Ueber Antisemitismus redet man, wo und wenn er auftritt. Ueber Auslaenderhass redet man, wo und wenn er auftritt. Ueber Islamhads redet man, wo und wenn er auftritt.

Reden, hinweisen, moeglichst ueberzeugen, schlimmstenfalls abwehren - aber eben nicht gruppenbezogen sondern passend.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon imp » Mi 18. Sep 2019, 06:51

Uffhausen hat geschrieben:(17 Sep 2019, 23:15)

Der Greta-Thunberg-Fanclub würde dir da bestimmt geharnischt wiedersprechen - Klima retten ist wichtiger als die Belange der Juden.

Ich meine das gar nicht spöttisch - es ist tatsächlich so! Vor gut 14 Tagen hat mich in der Stadt so eine Klima-Tusse angequatscht; ich habe sie dann gefragt, ob sie in ihren jungen Jahren eigentlich sonst keine Sorgen hat und ihr dann mal ein paar politische/wirtschaftliche/gesellschaftliche Probleme genannt, die auch mehr als wichtig sind und dringlichst bewältigt gehören (u. a. auch Antisemitismus!). Da meine sie - in einem reichlich besserwisserischen Ton - "Eins nach dem anderen! Um alle diese Sachen können wir uns immer noch kümmern, aber erstmal müssen wir das Weltklima stabilisieren, weil sonst..." und dann hat sie mir allerlei grauenhafte und lebensfeindliche Wahrscheinlichkeiten aufgezählt. Ich habe sie dann aufgefordert, mir mal einen ihrer Schuhe zu geben - sie hat verdutzt geschaut, aber hat's doch getan. Ich zeigte ihr dann, dass auf der Rückseite der Schuhzunge ihrer nagelneuen Nike-Sneaker zu erfahren ist, wo ihre Schuhe hergestellt wurden: MADE IN CHINA. "Und du willst mich allen Ernstes vom Klimaschutz überzeugen - trägst aber selbst so ein 100%ig klimafeindliches Schuhwerk?" Und damit habe ich sie stehen lassen. Den Schuh habe ich ihr freilich wieder zurückgegeben; aber ich bezweifle, dass sie verstanden hat, was ich ihr damit verdeutlichen wollte.

Aber zurück zum Thema: Kann der Kampf gegen den Antisemitismus eigentlich gegen den Kampf gegen den Klimawandel - politisch wie gesellschaftlich - "anstinken"? :?:

Schuhe aus Kina sind doch kein Problem, wenn man sich in Deutschland ueber das Klima unterhaelt. Du hast dich da ziemlich zum Affen gemacht vor der Dirne. Wie soll die da reagieren, wenn da einer kommt, der sie mit lauter Themen behelligt, um die es bei der Veranstaltung nicht geht. Sie erzaehlt dir berechtigterweise, dass auf einem kapotten Planeten auch Juden und Antisemiten nicht viel Freude haben. Das hat was von dem ollen Abholen-Gedicht. Ich finde das geschilderte Verhalten deinerseits nicht sehr gut.

Hier, Aufklaerung, da hast du.

https://m.faz.net/aktuell/rhein-main/in ... 88128.html

Frech, originell, vielleicht etwas plump, aber nach dem Tueroeffner, der Einladung, steht ja das Gespraech. Miteinander statt uebereinander. Ein Baustein unter vielen zu einem besseren Miteinander. Koenntest du ja auch mal probieren.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Antonius » Do 19. Sep 2019, 18:54

JFK hat geschrieben:(18 Sep 2019, 00:25)
Das widerspricht sich, Muslimischen Flüchtlingen den Stereotypen Antisemitismus anzuhängen ist ebenso Rassistisch, deswegen wehren sich die Jüdischen Verbände auch entschlossen dagegen sich in die Obhutnahme von heuchlerischen Rassisten zu begeben, keine Gruppe ist schützenswerter als die andere.
(...)
Und die Äußerungen dieses Anführers Qais Khazali von der irakischen schiitischen Miliz Asa’ib Ahl Haq,
der in einer Fernsehansprache des irakischen Senders Al-Ahd TV die Juden für alle Probleme der Welt verantwortlich macht.
Sind diese nicht auch zutiefst rassistisch? :?:

https://www.islaminstitut.de/2019/irak- ... r-welt-zu/
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Re: Antisemitismus

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 19:02

Antonius hat geschrieben:(19 Sep 2019, 18:54)

Und die Äußerungen dieses Anführers Qais Khazali von der irakischen schiitischen Miliz Asa’ib Ahl Haq,
der in einer Fernsehansprache des irakischen Senders Al-Ahd TV die Juden für alle Probleme der Welt verantwortlich macht.
Sind diese nicht auch zutiefst rassistisch? :?:

https://www.islaminstitut.de/2019/irak- ... r-welt-zu/

Die Meinungen irgendwelcher Leute sind kein Anlass, in gruppenbezogene Muster zu gehen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Dark Angel » Mi 25. Sep 2019, 15:17

Vongole hat geschrieben:(17 Sep 2019, 16:52)

Aus dem Spiegel-Artikel:

Delberg: Antisemitismus ist ein Teil unserer Realität. Wenn wir in unsere Synagogen oder Schulen gehen, müssen wir durch Sicherheitsschleusen. Jedes jüdische Kind wächst damit auf. Wir kannten die Wachmänner vor unseren Schulen mit Namen. Die waren eben Teil unseres Lebens. Wir sind leider noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem eine jüdische Person hier ein komplett normales Leben führen kann. Ich lebe trotz allem gerne in Deutschland. Aber genau weil ich hier meine Heimat und meine Zukunft sehe, will ich etwas ändern.

Das wird ihm nicht gelingen, wenn wir alle nicht etwas ändern, wenn wir nicht begreifen, dass Judenhass auch uns und unsere Demokratie schwächt.

Und wieder (mal) eine "Glanzleistung" im "Namen der Staatsräson":

"Vor dem Brandenburger Tor wird es am Mittwoch eine Pro-Palästina-Demonstration geben, bei der israelfeindliche und antisemitische Rapper auftreten. Eine „Kundgebung zur Palästina-Frage“ sei für die Zeit von 17 bis 19 Uhr angemeldet, bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei am Dienstagabend. Die Veranstalter rechnen demnach mit 400 Teilnehmern. Besondere Auflagen für die Kundgebung gibt es laut Polizei nicht.

Dass bei der Pro-Palästina-Demonstration aber auch israelfeindliche und antisemitische Rapper auftreten, sorgt derzeit für heftige Kritik. Sie richtet sich gegen die angekündigten Sänger Shadi Al-Bourini und Shadi Al-Najjar. Von ihnen existiert unter anderem einen Song (“Strike a Blow at Tel Aviv“, 2014), in dem sie davon singen, Tel Aviv zu bombardieren und Juden „zu zertreten“. ...
Quelle


Keine besonderen Auflagen ...
Sieht so der Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland aus?

Der § 130 StGB zählt in solchem Zusammenhang offensichtlich nicht - gegen Juden und Israel darf gehetzt werden ...
Und nur ein einziger Politiker übt Kritik - der Grüne Volker Beck.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Mi 25. Sep 2019, 15:45

Dark Angel hat geschrieben:(25 Sep 2019, 15:17)

Und wieder (mal) eine "Glanzleistung" im "Namen der Staatsräson":

"Vor dem Brandenburger Tor wird es am Mittwoch eine Pro-Palästina-Demonstration geben, bei der israelfeindliche und antisemitische Rapper auftreten. Eine „Kundgebung zur Palästina-Frage“ sei für die Zeit von 17 bis 19 Uhr angemeldet, bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei am Dienstagabend. Die Veranstalter rechnen demnach mit 400 Teilnehmern. Besondere Auflagen für die Kundgebung gibt es laut Polizei nicht.

Dass bei der Pro-Palästina-Demonstration aber auch israelfeindliche und antisemitische Rapper auftreten, sorgt derzeit für heftige Kritik. Sie richtet sich gegen die angekündigten Sänger Shadi Al-Bourini und Shadi Al-Najjar. Von ihnen existiert unter anderem einen Song (“Strike a Blow at Tel Aviv“, 2014), in dem sie davon singen, Tel Aviv zu bombardieren und Juden „zu zertreten“. ...
Quelle


Keine besonderen Auflagen ...
Sieht so der Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland aus?

Der § 130 StGB zählt in solchem Zusammenhang offensichtlich nicht - gegen Juden und Israel darf gehetzt werden ...
Und nur ein einziger Politiker übt Kritik - der Grüne Volker Beck.

Vermutlich mal wieder völlig überrascht davon, wer da auftritt, will der Senat jetzt wenigstens den Auftritt der beiden "Sänger" verbieten lassen, die Kundgebung selbst aber nicht:

Der Berliner Senat will den für den Abend geplanten Auftritt zweier palästinensischer Sänger vor dem Brandenburger Tor verbieten. "Die angemeldete Kundgebung fällt unter das Versammlungsrecht und kann nicht untersagt werden. Sie wird aber mit harten polizeilichen Auflagen, ähnlich wie beim Al-Quds-Tag versehen", sagte Martin Pallgen, Sprecher von Innensenator Geisel (SPD) am Nachmittag der Berliner Zeitung. "Wir arbeiten aber an einem Auftrittsverbot für die beiden Rapper."
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ ... n-33218428

Übrigens war es das deutsche Konsulat in Ramallah, das den beiden die Visa ausstellte, die nächste Überraschung. :rolleyes:
Die "harten Auflagen" werden vermutlich darin bestehen, dass isr. Flaggen nicht verbrannt werden, aber juden- und israelfeindliche Plakate gezeigt werden dürfen, solange sie nicht in deutsch oder englisch beschriftet sind,
genauso wie beim Al-Quds-Tag.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Wolverine » Mi 25. Sep 2019, 15:48

Antonius hat geschrieben:(19 Sep 2019, 18:54)

Und die Äußerungen dieses Anführers Qais Khazali von der irakischen schiitischen Miliz Asa’ib Ahl Haq,
der in einer Fernsehansprache des irakischen Senders Al-Ahd TV die Juden für alle Probleme der Welt verantwortlich macht.
Sind diese nicht auch zutiefst rassistisch? :?:

https://www.islaminstitut.de/2019/irak- ... r-welt-zu/



Perlen vor die Säue...…… :)
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.

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