Antisemitismus

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Uffhausen
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Mo 22. Jul 2019, 11:13

Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 00:47)
Gerade bei solchen verbrechen ist es zwar wichtig streng verhältnismäßig vorzugehen um nicht ein Einfallstor für Konservative zu schaffen, das Problem liegt aber eben nicht darin dass die Typen die strafen nicht fürchten, sondern dass sie davon ausgehen können damit meistens durchzukommen ...

Das Problem ist, die Gerichte hinterfragen gerne die sozialen, familiären und finanziellen usw. Hintergründe eines Täters, um somit eine Erklärung für eine Tat zu erhalten. Z. B. der Bankräuber entstammt aus einem von staatlicher Zuwendung abhängigem Haushalt, deswegen ist er so auf Geld fixiert und deswegen ist es nachvollziehbar, dass er eine Bank überfallen hat - der Hintergrund wird gleichzeitig wie eine Entschuldigung gewertet, weswegen der Täter sich strafmildernde Umstände erhoffen kann. Weil, für seinen Hintergrund, der zur Tat führte, kann er ja nichts = seine vielleicht arbeitsscheuen Eltern tragen quasi Mitschuld und die Schuld anderer kann dem Täter nicht angelastet werden.

In meine Arbeitsstelle (Altenheim) kommen hin und wieder jugendliche Straftäter, welche zu Sozialstunden verdonnert wurden. Wenn man sie dazu befrägt, dann stellt sich schnell heraus, dass die jungen Leute zwar eine Dummheit begangen haben, aber deswegen keineswegs dumm sind - sie haben nämlich das System längst durchschaut. Sie wissen ganz genau, dass sie bestraft werden, bspw. für Körperverletzung; aber sie wissen auch ganz genau, was sie ihrem Anwalt erzählen und vor Gericht für eine Show abziehen müssen, um höchstens mit ein paar Sozialstunden davonzukommen. Tw. spielen sogar die Eltern oder das sonstige Umfeld mit. Tw. geschieht derlei sogar auf ausdrückliche Empfehlung von Anwälten.

Desweiteren muss man sich dann auch fragen, was bspw. an Sozialstunden ableisten im Altenheim "lehrreich" für die Straftäter sein soll - wir sind angewiesen, diese Menschen quasi wie Praktikanten zu behandeln. Also nix da mit, du machst hier zur Strafe die Drecksarbeit, sondern du läufst einfach mit, schaust dir alles an, wir zeigen und erklären dir alles und vielleicht lernst du ja was = oder noch besser: Du entwickelst Interesse für unseren Beruf. Zusätzlich müssen wir sie im wahrsten Sinne des Wortes durchfüttern, dürfen aber im Gegenzug nichts von ihnen erwarten. Sind ja nur "Praktikanten".

Die Richter sollten vielmehr die Logik der Tat bezogen auf den Täter hinterfragen - z. B.: "Sie wussten aber schon, dass Sie das Opfer in eine lebensgefährliche Situation gebracht haben, als sie es auf die Gleise stießen?" Und wenn der Täter sich diesbezüglich dumm stellt, weitere logische Fragen stellen, wie bspw.: "Wenn Sie das angeblich nicht wussten, warum haben Sie das Opfer dann nicht gegen den Fahrkartenautomat geschubst; warum stattdessen auf die Gleise?". Der Täter sollte nachweisen müssen, warum er etwas getan oder unterlassen hat - und eben nicht die Gerichte, bspw. via psychologischem Gutachten, die Antworten für ihn in seinen persönlichen Hintergründen suchen, die ja im Grunde gar nichts mit der gegenwärtigen Tat zu tun haben.

...was aber nichts daran ändert, dass das Hauptproblem in Machtunterschieden liegt - Jüdische gemeinten können in DE einfach nicht adequad viele Spinner aufbringen, die gegen die Vulgärfaschos Wind machen, wodurch für die der eindruck entsteht sie säßen am längeren hebel

Wie ist denn das zu verstehen - meinst du vielleicht, wenn die jüdischen Gemeinden Schlägertrupps engagieren würden, die das Problem mit den Antisemiten auf ihre Weise lösen, sei wieder ein machtbezogenes Gleichgewicht hergestellt? Willst du Gewalt mit Gewalt bekämpfen?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tetsu » Mo 22. Jul 2019, 14:21

Uffhausen hat geschrieben:(22 Jul 2019, 11:13)

Wie ist denn das zu verstehen - meinst du vielleicht, wenn die jüdischen Gemeinden Schlägertrupps engagieren würden, die das Problem mit den Antisemiten auf ihre Weise lösen, sei wieder ein machtbezogenes Gleichgewicht hergestellt? Willst du Gewalt mit Gewalt bekämpfen?


Nö, und der vergleich war ungeschickt, aber Feindbilder und Sündenböcke werden nicht nach dem Zufalls und auch nicht nach dem Verursacherprinzip ausgewählt. Wenn der marxistische Unsinn das sozialer druck zum Aufstand führen würde wahr wäre, ist kaum erklärbar wie Sklaverei und Monarchie so lange bestand haben könnten (wer sich für Prozesse der Machtbildung interessiert, kann gerne mal bei Heinrich Popitz rein lesen).

Ausgewählt wird hier eher danach, wo man glaubt damit erfolg haben zu können.


Das Problem ist, die Gerichte hinterfragen gerne die sozialen, familiären und finanziellen usw. Hintergründe eines Täters, um somit eine Erklärung für eine Tat zu erhalten. Z. B. der Bankräuber entstammt aus einem von staatlicher Zuwendung abhängigem Haushalt, deswegen ist er so auf Geld fixiert und deswegen ist es nachvollziehbar, dass er eine Bank überfallen hat - der Hintergrund wird gleichzeitig wie eine Entschuldigung gewertet, weswegen der Täter sich strafmildernde Umstände erhoffen kann. Weil, für seinen Hintergrund, der zur Tat führte, kann er ja nichts = seine vielleicht arbeitsscheuen Eltern tragen quasi Mitschuld und die Schuld anderer kann dem Täter nicht angelastet werden.

In meine Arbeitsstelle (Altenheim) kommen hin und wieder jugendliche Straftäter, welche zu Sozialstunden verdonnert wurden. Wenn man sie dazu befrägt, dann stellt sich schnell heraus, dass die jungen Leute zwar eine Dummheit begangen haben, aber deswegen keineswegs dumm sind - sie haben nämlich das System längst durchschaut. Sie wissen ganz genau, dass sie bestraft werden, bspw. für Körperverletzung; aber sie wissen auch ganz genau, was sie ihrem Anwalt erzählen und vor Gericht für eine Show abziehen müssen, um höchstens mit ein paar Sozialstunden davonzukommen. Tw. spielen sogar die Eltern oder das sonstige Umfeld mit. Tw. geschieht derlei sogar auf ausdrückliche Empfehlung von Anwälten.

Desweiteren muss man sich dann auch fragen, was bspw. an Sozialstunden ableisten im Altenheim "lehrreich" für die Straftäter sein soll - wir sind angewiesen, diese Menschen quasi wie Praktikanten zu behandeln. Also nix da mit, du machst hier zur Strafe die Drecksarbeit, sondern du läufst einfach mit, schaust dir alles an, wir zeigen und erklären dir alles und vielleicht lernst du ja was = oder noch besser: Du entwickelst Interesse für unseren Beruf. Zusätzlich müssen wir sie im wahrsten Sinne des Wortes durchfüttern, dürfen aber im Gegenzug nichts von ihnen erwarten. Sind ja nur "Praktikanten".

Die Richter sollten vielmehr die Logik der Tat bezogen auf den Täter hinterfragen - z. B.: "Sie wussten aber schon, dass Sie das Opfer in eine lebensgefährliche Situation gebracht haben, als sie es auf die Gleise stießen?" Und wenn der Täter sich diesbezüglich dumm stellt, weitere logische Fragen stellen, wie bspw.: "Wenn Sie das angeblich nicht wussten, warum haben Sie das Opfer dann nicht gegen den Fahrkartenautomat geschubst; warum stattdessen auf die Gleise?". Der Täter sollte nachweisen müssen, warum er etwas getan oder unterlassen hat - und eben nicht die Gerichte, bspw. via psychologischem Gutachten, die Antworten für ihn in seinen persönlichen Hintergründen suchen, die ja im Grunde gar nichts mit der gegenwärtigen Tat zu tun haben.




Die Probleme fangen imo da damit an, dass nicht sauber zwischen Strafe, Kompensation und Erzieherischen Anspruch getrennt wird.

Sozialstunden gehen eigentlich auf das Konzept der Kompensation zurück die hier symbolisch erbracht wird und in welche dann irgendwie ein Erzieherisches Konzept hineininterpretiert werden soll - dass ist vielleicht bei einem TOA (Täter Opfer Ausgleich) bisweilen gegeben - die Zwangspraktika haben damit aber imo recht wenig zu tun...

Strafe wiederum zielt auf eine abschreckende Wirkung ab (nicht auf Rache! Zumindest wenn man einem Modernen Straf-Verständnis folgt), dass ist bei den Sozialstunden natürlich kaum gegeben ist aber eigentlich auch nicht deren Zweck.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Mo 22. Jul 2019, 22:30

Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 14:21)
Ausgewählt wird hier eher danach, wo man glaubt damit erfolg haben zu können.

Diesen deinen Satz unterschreibe ich gerne.

Ich finde es sehr wichtig, dass du geschrieben hast "...(man) glaubt..." - im Grunde ist Antisemitismus nichts anderes als ein Glaube - kein religiöser, aber ein fanatischer bis extremistischer Glaube. Antisemitismus hat nichts mit Wissen zutun; im Gegenteil, er lehnt Wissen - auch oder besonders in Form von Wissenschaft - ab. So wie es vergleichsweise viele religiöse Glaubensrichtungen auch tun.

Wäre das vielleicht hilfreich, in puncto Bekämpfung des Antisemitismus = diesen als GLAUBEN zu manifestieren (anstatt abwertend als Vorschwörungstheorie oder Demokratiefeindlichkeit usw.)? Vielleicht ist auf diesem Wege auch politische Aufklärung besser möglich und auch erfolgreicher. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es viele Menschen abschrecken würde, wenn sie aufgrund ihres Antisemitismus fortan als entsprechend "Gläubige" angesehen würden.
Freilich, viele könnten es auch als Glorifizierung des Antisemitismus sehen, wenn dieser offiziell als Glaubensform festgestellt werden würde. Vergleiche könnte man hierzu beim Fußball ziehen - auch hier gibt es Anhänger, die den Fußball gemeinhin als Religion sehen, das Fußballstadion als ihre Kirche und den Spielplan als ihre Bibel. Aber es gilt hier zu unterscheiden, wer einfach nur ein nerviger, aber ungefährlicher Fußball-Freak ist und wer soweit gegangen ist, sich durch den Fußball zu radikalisieren = Fußball-Hooligans, die nur auf Krawall und Gewalt aus sind, wie eben auch die besonders engstirnigen und von Hass zersetzten Antisemiten.

Ich fände das ganz interessant, weil es vielleicht den Antisemitismus generell besser verstehen lassen könnte. Warum diese Menschen glauben, Juden anfeinden bis bekämpfen zu müssen. Und welchen konkreten persönlichen bis allgemeinen Nutzen sie sich von ihrem Glauben versprechen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tetsu » Di 23. Jul 2019, 02:31

Von dem Ansatz das als Religion anzuerkennen halte ich schon mal wegen der damit einhergehenden steuerlichen Begünstigung und der Möglichkeit Tendenzbetriebe zu gründen rein gar nichts...

Desweiteren habe ich schon bei den Bestehnden Religionen ein Problem, wenn sie nebenher mit Art 1 GG in Konflikt geraden - eine Religion deren zentrale Idee dagegen verstößt und nicht mal eine Umdeutung zulässt, wäre da ziemlich problematisch.

Richtig ist natürlich, dass es strukturelle Überschneidungen zwischen Religionen und Verschwörungstheorien gibt - siehe dazu hier: https://www.spektrum.de/kolumne/meinung ... em/1418857

Ich halte es da lieber mit den Füchsen (im Sinne von Archilochos: "Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel weiß ein großes Ding.")
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » Di 23. Jul 2019, 03:58

Tetsu und Uffhausen treiben hier ein feines Spiel. Geflickt eingeschädelt.

Das Thema bis zur Unkenntlichkeit zu zerreden.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Di 23. Jul 2019, 09:36

Tetsu hat geschrieben:(23 Jul 2019, 02:31)

Von dem Ansatz das als Religion anzuerkennen halte ich schon mal wegen der damit einhergehenden steuerlichen Begünstigung und der Möglichkeit Tendenzbetriebe zu gründen rein gar nichts...

Nicht als Religion anerkennen! - sondern als Glauben brandmarken. Antisemitismus quasi auf das gleiche Niveau senken, wie bspw. den Glauben an die kleinen grünen Marsmännchen. Damit den Leuten klar wird, Antisemitismus hat nichts mit Wisssenschaft zu tun, sondern ist lediglich Scheiße im Kopf.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Di 23. Jul 2019, 09:50

Senexx hat geschrieben:(23 Jul 2019, 03:58)

Tetsu und Uffhausen treiben hier ein feines Spiel. Geflickt eingeschädelt.

Das Thema bis zur Unkenntlichkeit zu zerreden.

Lieber offen darüber reden, als das Thema komplett ignorieren.

Ansonsten blieben nur ganz bestimmte und unberührbare Meinungsdiktate übrig - und GENAU SO hat man bislang versucht, dem Antisemitismus Herr zu werden = Ergebnis: Weltweites Erstarken des Antisemitismus.

Denk' mal drüber nach.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » Di 23. Jul 2019, 09:53

Der Stang dreht sich um Antisemitismus. Von Ignorieren keine Spur. Was Sie aber hier treiben, ist inakzeptabel.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Di 23. Jul 2019, 10:01

Senexx hat geschrieben:(23 Jul 2019, 09:53)

Der Stang dreht sich um Antisemitismus. Von Ignorieren keine Spur. Was Sie aber hier treiben, ist inakzeptabel.


Konkreter, bitte.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Moses » Di 23. Jul 2019, 10:58

Uffhausen hat geschrieben:(23 Jul 2019, 10:01)

Konkreter, bitte.

Diesen Diskurs bitte konkret per PN austragen und nicht in diesem Strang!

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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jul 2019, 11:08

Uffhausen hat geschrieben:(22 Jul 2019, 22:30)
Ich finde es sehr wichtig, dass du geschrieben hast "...(man) glaubt..." - im Grunde ist Antisemitismus nichts anderes als ein Glaube - kein religiöser, aber ein fanatischer bis extremistischer Glaube. Antisemitismus hat nichts mit Wissen zutun; im Gegenteil, er lehnt Wissen - auch oder besonders in Form von Wissenschaft - ab. So wie es vergleichsweise viele religiöse Glaubensrichtungen auch tun.

Das sehe ich aber ganz anders. Lies mal in der Schrift, die man als Manifest des modernen Antisemitismus bezeichnen könnte. Richard Wagners "Das Judenthum in der Musik". Er lehnt Wissenschaft keineswegs ab.
In der Religion sind uns die Juden längst keine hassenswürdigen Feinde mehr, – Dank allen Denen, welche innerhalb der christlichen Religion selbst den Volkshaß auf sich gezogen haben! In der reinen Politik sind wir mit den Juden nie in wirklichen Conflict gerathen; ... wir haben uns das unwillkürlich Abstoßende, welches die Persönlichkeit und das Wesen der Juden für uns hat, zu erklären, um diese instinctmäßige Abneigung zu rechtfertigen, von welcher wir doch deutlich erkennen, daß sie stärker und überwiegender ist, als unser bewußter Eifer, dieser Abneigung uns zu entledigen.

Wagner fordert hier nicht, zu glauben statt zu wissen, sondern er selbst weiß ganz genau, wie verbreitet Judenhass nicht nur in seiner eignen Seele ist sondern in der zahlloser anderer Landsleute. Und er fordert im Prinzip, diesem "instinctmäßigem" Hass freien Lauf zu lassen. Heute würden wir sagen: Political Correctness hinter sich zu lassen. Bei Nietzsche heißt das: Jenseits von Gut und Böse. Jenseits von moralischen Grundsätzen. Lasst es heraus! Er will gar nicht "wissenschaftlich die Juden" erklären sondern die reale Existenz eines realen Judenhasses anerkannt wissen. Und diesen nicht von moralischen Grundsätzen überlagern lassen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Di 23. Jul 2019, 12:28

schokoschendrezki hat geschrieben:(23 Jul 2019, 11:08)

Das sehe ich aber ganz anders. Lies mal in der Schrift, die man als Manifest des modernen Antisemitismus bezeichnen könnte. Richard Wagners "Das Judenthum in der Musik". Er lehnt Wissenschaft keineswegs ab.

Wagner fordert hier nicht, zu glauben statt zu wissen, sondern er selbst weiß ganz genau, wie verbreitet Judenhass nicht nur in seiner eignen Seele ist sondern in der zahlloser anderer Landsleute. Und er fordert im Prinzip, diesem "instinctmäßigem" Hass freien Lauf zu lassen. Heute würden wir sagen: Political Correctness hinter sich zu lassen. Bei Nietzsche heißt das: Jenseits von Gut und Böse. Jenseits von moralischen Grundsätzen. Lasst es heraus! Er will gar nicht "wissenschaftlich die Juden" erklären sondern die reale Existenz eines realen Judenhasses anerkannt wissen. Und diesen nicht von moralischen Grundsätzen überlagern lassen.

Der Hass gegen die Juden ist freilich realistischer Natur - einer Natur, die sich wissenschaftlich erklären lässt und in der die Wissenschaft anerkannt ist.

Die antisemitischen Vorwürfe, denen Juden ausgesetzt sind, sind ja keine bloßen Fanatsiekonstrukte (wie, dass Juden in Wahrheit bspw. vielköpfige, einäugige Außerirdische seien o. a. - solche Fantasien gibt es bestimmt auch, aber sie dürften selbst unter Verschwörungtheoretikern keine wirkliche Anerkennung finden, eben weil sie keine realistischen Grundlagen entsprechen), sondern beziehen sich auf für den Menschen real fassbare Gegenstände wie bspw. Geld, oder real nachvollziehbare Emotionen wie bspw. Macht.

Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es sich bei Antisemitismus nur um einen Glauben handelt - oder besser ausgedrückt: Um ein gewaltiges Hirngespinst. Das Hass ist zwar real und Antisemiten vielleicht der Wissenschaft hörig - aber dennoch hat Antisemitismus nichts mit Wissen/Wissenschaft am Hut. Ansonsten würden die Antisemiten doch mal anfangen ihre Vorwürfe gegen die Juden wissenschaftlich zu belegen (z. B. die These vom unreinen Blut), anstatt selbige nur via ständigem Wiederholen (künstlich) am Leben zu erhalten - oder sich neuen Quatsch auszudenken.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jul 2019, 15:48

Uffhausen hat geschrieben:(23 Jul 2019, 12:28)

Der Hass gegen die Juden ist freilich realistischer Natur - einer Natur, die sich wissenschaftlich erklären lässt und in der die Wissenschaft anerkannt ist.

Die antisemitischen Vorwürfe, denen Juden ausgesetzt sind, sind ja keine bloßen Fanatsiekonstrukte (wie, dass Juden in Wahrheit bspw. vielköpfige, einäugige Außerirdische seien o. a. - solche Fantasien gibt es bestimmt auch, aber sie dürften selbst unter Verschwörungtheoretikern keine wirkliche Anerkennung finden, eben weil sie keine realistischen Grundlagen entsprechen), sondern beziehen sich auf für den Menschen real fassbare Gegenstände wie bspw. Geld, oder real nachvollziehbare Emotionen wie bspw. Macht.

Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es sich bei Antisemitismus nur um einen Glauben handelt - oder besser ausgedrückt: Um ein gewaltiges Hirngespinst. Das Hass ist zwar real und Antisemiten vielleicht der Wissenschaft hörig - aber dennoch hat Antisemitismus nichts mit Wissen/Wissenschaft am Hut. Ansonsten würden die Antisemiten doch mal anfangen ihre Vorwürfe gegen die Juden wissenschaftlich zu belegen (z. B. die These vom unreinen Blut), anstatt selbige nur via ständigem Wiederholen (künstlich) am Leben zu erhalten - oder sich neuen Quatsch auszudenken.


Eine gruppenbezogene Feindseligkeit, einen gruppenbezogenen Hass als einen "Irrglauben" aufzufassen ... scheint mir eine Verharmlosung zu sein. Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Weltverschwörung für echt und real zu halten, ist ein Irrglaube. "Antisemitismus" und Judenhass ist aber nicht einfach die Summe einer Reihe solcher Irrgläubigkeiten.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Adam Smith » Di 23. Jul 2019, 15:56

schokoschendrezki hat geschrieben:(23 Jul 2019, 15:48)

Eine gruppenbezogene Feindseligkeit, einen gruppenbezogenen Hass als einen "Irrglauben" aufzufassen ... scheint mir eine Verharmlosung zu sein. Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Weltverschwörung für echt und real zu halten, ist ein Irrglaube. "Antisemitismus" und Judenhass ist aber nicht einfach die Summe einer Reihe solcher Irrgläubigkeiten.

So ein Irrglaube ist erstens schwerwiegend und hat zweitens einen konkreten Gegner. Die Mondlandung ist harmlos und die Regierung gibt es nicht mehr.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jul 2019, 16:23

Adam Smith hat geschrieben:(23 Jul 2019, 15:56)

So ein Irrglaube ist erstens schwerwiegend und hat zweitens einen konkreten Gegner. Die Mondlandung ist harmlos und die Regierung gibt es nicht mehr.

Wenn es sich um einen "Irrglauben" handeln würde, müsste es wenigstens ab und dann Antisemiten geben, die man durch Überzeugung und Argumentation von ihrem Irrglauben erlösen könnte. Das wird nicht der Fall sein. Bei den bekannten Erzählungen wie den "Protokollen" wird man Ausflüchte, andere Versionen, irgendwas finden. Der Judenhass selbst ist aber nicht der Glauben oder Irrglauben an irgendetwas nicht wahres sondern ebendies: Hass. Nochmal Richard Wagner:
Im Besonderen widert uns nun aber die rein sinnliche Kundgebung der jüdischen Sprache an. Es hat der Cultur nicht gelingen wollen, die sonderliche Hartnäckigkeit des jüdischen Naturells in Bezug auf Eigenthümlichkeiten der semitischen Aussprechweise durch zweitausendjährigen Verkehr mit europäischen Nationen zu brechen. Als durchaus fremdartig und unangenehm fällt unsrem Ohre zunächst ein zischender, schrillender, summsender und murksender Lautausdruck der jüdischen Sprechweise auf: eine unsrer nationalen Sprache gänzlich uneigenthümliche Verwendung und willkürliche Verdrehung der Worte und der Phrasenconstructionen giebt diesem Lautausdrucke vollends noch den Charakter eines unerträglich verwirrten Geplappers, bei dessen Anhörung unsre Aufmerksamkeit unwillkürlich mehr bei diesem widerlichen Wie, als bei dem darin enthaltenen Was der jüdischen Rede verweilt.

Verstehst du: Es ist irrelevant, ob Juden die Wahrheit sprechen oder Lügen verbreiten. Sie widern ihn an. ALs Juden. Unter anderem mit der Art zu sprechen. Du wirst einen Antisemiten wie Wagner nicht davon überzeugen können, dass er selbst inhaltlich irgendeinem Irrglauben aufsitzt. Und er will seinen Hass ausleben. Ungeachtet aller auch schon im 19. Jahrhundert in Europa entstandenen zivilisatorischen Errungenschaften. Es dürfte auch wenig nutzen, die psychologischen Gründe für diesen Hass ihm klarzumachen. Verborgeneer Sozialneid, Zurücksetzungen, Minderwertigkeitskomplexe.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jul 2019, 16:38

Martin Luthers Judenhass ... den könnte man womöglich als "Irrglauben" ansehen. Denn in all seinen Schriften versucht er, ihn mit entsprechenden religiösen Schriftauszügen zu belegen.

Der moderne Antisemitismus unternimmt solche Mühsal nicht. In "Das Judenthum in der Musik" heißt es einfach nur "ihr Gesang ist unausstehlich". Das muss reichen. Der Judenhass ist obsessiv. Es geht dort eher um die Frage des Auslebens dieser Obsession und ihrer Befreiung von zivilisatorischen Beschränkungen. Man muss diese Schrift wirklich mal gelesen haben.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Di 23. Jul 2019, 16:42

Uffhausen hat geschrieben:(22 Jul 2019, 22:30)

(..)

Ich fände das ganz interessant, weil es vielleicht den Antisemitismus generell besser verstehen lassen könnte. Warum diese Menschen glauben, Juden anfeinden bis bekämpfen zu müssen. Und welchen konkreten persönlichen bis allgemeinen Nutzen sie sich von ihrem Glauben versprechen.


Weil man ihnen 2000 Jahre lang eingeredet hat, der Jude sei schlecht.
Weil Luther das "Alte Testament" übersetzt, aber weder verstanden hat noch wollte, sondern ihm seinen christliche, sprich antijüdische Interpretation aufdrückte.
Weil das von den Nationalsozialisten transportierte Narrativ über das Judentum selbst bei jungen Menschen oft noch in den Köpfen spukt, sich hält wie Kleister.
Weil, weil, weil...

Ich lass da mal jemanden zu Wort kommen, der es weit besser erklären kann als ich, die Antisemitismus-Forscherin Dr. Schwarz-Friesel.
Im folgenden Interview geht es vor allem um Judenhass im Netz, wie er auftritt und sich verbreitet, aber das unterscheidet sich ja nur wenig vom realen Leben draußen.
Es geht aber auch darum, wie Judenhass bekämpft werden könnte:

Wer dem Antisemitismus wirklich entgegen treten wolle, müsse sich von einigen überholten Vorstellungen verabschieden, sagt Schwarz-Friesel. Antisemitismus sei weder gleichzusetzen mit Rassismus noch mit Fremdenfeindlichkeit. „Judenfeindschaft ist eine kulturelle Kategorie, die nach der Abspaltung von Juden- und Christentum“ entstanden sei; sie gehöre seit 2000 Jahren zur westlichen Kultur. Antisemitismus – das sei das Besondere – beruhe ganz allein auf Phantasmen.
Am häufigsten äußere sich Antisemitismus heute unter dem Deckmantel der Israel-Kritik. Antisemitismus gebe es bei Linken wie bei Rechten, bei Gebildeten wie bei Ungebildeten. Das Wichtigste, was gegen die Judenfeindschaft zu tun sei: „Null Toleranz gegenüber israelbezogenem Antisemitismus.“ Wenn man wirklich gegen Judenfeindschaft angehen wolle, dann werde es weh tun. Es sei höchste Zeit.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/an ... _id=454279

Es ist ein langes Interview, erhellend, bedrückend, aufklärend.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tannenberg » Di 23. Jul 2019, 17:42

Vongole hat geschrieben:(23 Jul 2019, 16:42)
„Judenfeindschaft ist eine kulturelle Kategorie, die nach der Abspaltung von Juden- und Christentum“ entstanden sei;


Judenfeindschaft gab es schon in der vorchristlichen Antike. Assyrer, Babylonier, Römer ... Das ganze Alte Testament zeugt auch davon, daß alle möglichen Völker und Kulturen im nahen Osten der Antike den Juden in Feindschaft verbunden waren und unzählige Kriege geführt wurden.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Wolverine » Di 23. Jul 2019, 17:48

Tannenberg hat geschrieben:(23 Jul 2019, 17:42)

Judenfeindschaft gab es schon in der vorchristlichen Antike. Assyrer, Babylonier, Römer ... Das ganze Alte Testament zeugt auch davon, daß alle möglichen Völker und Kulturen im nahen Osten der Antike den Juden in Feindschaft verbunden waren und unzählige Kriege geführt wurden.

Ändert das etwas am real existierenden Antisemitismus? Der Beitrag klingt wie "Is doch nich so schlimm...….
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Antonius » Di 23. Jul 2019, 18:42

Vongole hat geschrieben:(23 Jul 2019, 16:42)
(...)
Ich lass da mal jemanden zu Wort kommen, der es weit besser erklären kann als ich, die Antisemitismus-Forscherin Dr. Schwarz-Friesel.
Im folgenden Interview geht es vor allem um Judenhass im Netz, wie er auftritt und sich verbreitet, aber das unterscheidet sich ja nur wenig vom realen Leben draußen.
Es geht aber auch darum, wie Judenhass bekämpft werden könnte:

Wer dem Antisemitismus wirklich entgegen treten wolle, müsse sich von einigen überholten Vorstellungen verabschieden, sagt Schwarz-Friesel. Antisemitismus sei weder gleichzusetzen mit Rassismus noch mit Fremdenfeindlichkeit. „Judenfeindschaft ist eine kulturelle Kategorie, die nach der Abspaltung von Juden- und Christentum“ entstanden sei; sie gehöre seit 2000 Jahren zur westlichen Kultur. Antisemitismus – das sei das Besondere – beruhe ganz allein auf Phantasmen.
Am häufigsten äußere sich Antisemitismus heute unter dem Deckmantel der Israel-Kritik. Antisemitismus gebe es bei Linken wie bei Rechten, bei Gebildeten wie bei Ungebildeten. Das Wichtigste, was gegen die Judenfeindschaft zu tun sei: „Null Toleranz gegenüber israelbezogenem Antisemitismus.“ Wenn man wirklich gegen Judenfeindschaft angehen wolle, dann werde es weh tun. Es sei höchste Zeit.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/an ... _id=454279

Es ist ein langes Interview, erhellend, bedrückend, aufklärend.

Dem stimme ich vollständig zu.
Ich möchte hier noch auf die Aussagen der Antisemitismus-Forscherin Dr. Schwarz-Friesel zur anti-israelischen Boykott-Bewegung BDS hinweisen:

Die Menschen können gebildet sein, Sie können Akademiker sein, wenn sie sich aber nicht intensiv mit modernem aktuellem Antisemitismus auseinandergesetzt haben, dann kommen – und das sehen wir in allen Debatten – sehr schnell aus dem Bauch heraus bestimmte ideologiegeprägte Äußerungen, wo ich als Forscherin sofort sage: Aber schaut euch doch bitte die Empirie an. Schaut euch die Texte und die Aktionen der BDS an. Es besteht doch gar kein Zweifel, dass diese antisemitisch sind!

Also, ich finde das sehr seltsam, dass irgendjemand sich hinstellt und allen Ernstes sagt: „Ich sehe nichts Antisemitisches an dieser Bewegung.“ – Sie ist derealisierend, sie dämonisiert den Staat Israel und letztendlich will sie eigentlich die Zerstörung des jüdischen Nationalstaates.


Gerade an der Unterstützung von BDS kann der Antisemitismus mancher linker Ideologen erkannt werden.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)

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