Antisemitismus

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Bobo
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bobo » Fr 5. Jul 2019, 18:54

Vongole hat geschrieben:(05 Jul 2019, 15:57)

Laut einer Studie des "Institute for Jewish Policy Research" im Auftrag der EU-Grundrechteagentur werden junge Juden in Europa öfter antisemitisch angefeindet als ältere:

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass 45 Prozent der jungen jüdischen Europäer in der Öffentlichkeit keine erkennbaren jüdischen Zeichen wie Kippa oder Davidstern tragen oder bei sich haben aus Sorge um ihre Sicherheit. 41 Prozent zögen in Erwägung, auszuwandern, weil sie sich in ihrem Land nicht sicher fühlten. "Es macht mich traurig, zu hören, dass sie um ihre Sicherheit besorgt sind, sich nicht trauen, eine Kippa zu tragen und einige sogar eine Auswanderung in Erwägung ziehen", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova.
https://rp-online.de/politik/eu/eu-stud ... d-39874295

Auch in Deutschland reißt die Serie judenfeindlicher Angriffe und Vorfälle nicht ab.
In Hamburg wurde ein Rabbiner bespuckt und mit einem Feuerzeug bedroht, Brandenburg und NRW melden den Anstieg antisemitischer Straftaten.
Der Publizist Michael Wuliger äußert sich zur Situation jüdischer Deutscher in einem Interview:

"Sag niemandem, dass du Jude bist"


..Aber wie erklärt eine gute Freundin von mir ihrem neunjährigen Sohn: Und versteck deinen Davidsstern-Anhänger und sag niemandem, dass du Jude bist, weil, sonst wird’s gefährlich. Wie erklärt man das einem Kind? Was richtet das bei Kindern an? Da ist der Punkt, dass, wenn ich ein paar Jahre, ein paar Jahrzehnte in den Fall jünger wäre und Kinder hätte, ich sehr, sehr intensiv nachdenken würde, ob ich nicht vielleicht Deutschland besser verlasse.
(..)
"Unter Antisemitismus stellt man sich Gaskammern vor“:
Ja, ja. Unterhalb einer bestimmten Schwelle ist das dann alles nicht antisemitisch. Es gibt den Abgeordneten der Linken, Herrn Dehm, der hat mal den schönen Satz gesagt: „Antisemitismus muss dem Massenmord vorbehalten bleiben.“ Das ist das Problem in Deutschland. Unter Antisemitismus stellt man sich wirklich Gaskammern vor und Deportationszüge. Und alles darunter ist sozusagen – ja, fast tolerabel.

https://www.deutschlandfunk.de/antisemi ... _id=450610

Bittere resignierende Aussagen, und leider nur allzu wahr.
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Bobo
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bobo » Fr 5. Jul 2019, 18:55

Wenn man einen kleinen Jungen so was sagen muss, ist es wirklich übel. Ich neige zu dem Rat, sich nicht zu verstecken! Sollen Juden ihre Kippa, ihren Davidstern Anhänger oder was auch immer offen tragen! So zwingen sie die Antisemiten in die Öffentlichkeit, so werden sie dann auch von derselben endlich wahrgenommen!

Ich glaube, ich habe eine Erklärung für einen Teil der gefühlten Zunahme des Antisemitismus in Deutschland. Antisemitismus richtete sich gegen eine Religionsgemeinschaft. Christliche Staatsbürger ohne Migrationshintergrund erfahren naturgemäß eine säkulare Erziehung und Prägung. Da gibt es den Staat auf der einen Seite, auf der anderen die Familie und ihre religiösen Traditionen. Bei einer erschlagenen Mehrheit Christen deutscher Abstammung spielt die Religion nur noch bis zur Konfirmation bzw. dem katholischen Gegenstück eine Rolle. Und das gewöhnlich nur so lange, bis die Geschenke einkassiert wurden. Ein paar Feiertage, Weihnacht, damit hat es sich für die Mehrheit schon mit der Religion. Wie der Nachbar darüber denkt oder welcher Religion der angehört, spielt am ehesten dann eine Rollen, wenn das Zusammenleben mit den Nachbarn dadurch spürbar beeinträchtig wird.

Und weil sich darin das Interesse an Religion für die Mehrheit der Deutschen damit erschöpft, beschäftigen sie sich auch nicht mit ihr oder interreligiösen Problemen. Im Ergebnis steht die religiöse Gleichgültigkeit. Hören diese Bürger dann in den Nachrichten, dass der Zentralrat der Juden sich zu Wort gemeldet hat, und das hörte man früher öfter als heute, verdrehen eben diese Bürger die Augen und denken u. U. Mein Gott, sind die Juden empfindlich, oder wieso mischen die sich schon wieder in unsere Politik ein!

Der Durchschnittsbürger weiß weder um die alltäglichen Probleme von Juden in Deutschland noch von deren realen Gefährdungslage, es sei denn, die Nachrichten berichten darüber. Selbstredend werden diese Bericht als Einzelfälle abgetan! Tatsächlich bemerken die Deutschen eher nicht einmal, dass Synagogen und andere jüdische Einrichtungen rund um die Uhr bewacht werden.Und wenn doch, beziehen sie die Maßnahme auf einen temporären Ausnahmezustand oder speien ein selbstgefälliges „Selbstschuld“ aus und denken dabei an die angeblich teuflische Politik Israels. Tatsächlich wissen auch die wenigsten von den Al Quz Demos und den Parolen, die dort gebrüllt werden, und wenn sie davon wissen, scheiben sie die Schuld dafür auch einfach Israels als menschenverachtend behauptete Politik zu. So sagen es schließlich linke und SPD Politiker, so sagt man es vor dem EU- Parlament, und die UN erlässt auch eine Resolution nach der nächsten gegen Israel und Deutschland stimmt den meisten zu! Dann MUSS einfach was dran sein. Wer sagt, dass die UN, samt Untergremien islamistisch instrumentalisiert wird, bekommt lächelnd das Prädikat Verschwörungstheoretiker verliehen.


In dieses Wissensvakuum stießen und stoßen Propagandameldungen von Organisationen wie BDS und was da noch aktiv ist und schon sind Täter- und Opferrollen grotesk verdreht zugeordnet. Argumente und Fakten werden zu Fakemeldungen erklärt. Das ist so einfach und deutlich bequemer, sich selbst aus unterschiedlichen Quellen schlau zu machen und mit den Fakten abzugleichen.


Und als Sahnehäubchen kommt obenauf, dass die Deutschen weltweit als leichte Beute, gerade in Diskussionen zu Juden und Israel erkannt wurden! So scharf Argumente und Beweise dafür, dass die Juden im Nahostkonflikt vom Tage des ersten Krieges an in der Opferrolle sind, auch sein mögen, den Durchschnittsdeutschen bringt man sehr schnell zum Schweigen, wenn man ihn einen Nazi nennt oder einfach nur an die Nazis und dem Holocaust erinnert! Ihr Deutschen seid Schuld, dass es Israel heute überhaupt gibt! Eine Keule, die bekanntlich auch abseits des Nahostkonfliktes eingesetzt wird, funktioniert auf allen Ebenen! Siehe Schuldenkrise und Italiens und Griechenlands politisierten Pressemeldungen, auch Erdogan nutzte die Keule, und sogar Deutsche untereinander hauen sie sich gern um die Ohren. Begehrst du gegen katastrophale Migrationspolitik der Regierung in den letzten vier Jahren auf, bist du ein Nazi oder mindestens ein Menschenfeind. Dass nicht wenige dieser Migranten erklärte Todfeinde der Juden sein könnten, erwägst niemand. Als wäre das nicht genug, greifen sogar deutsche Politiker zu dieser Keule, vor allem zum Zwecke des Macht Erhalts

Die eigentliche Tragik jedoch,lieg darin, dass wieder einmal die Juden unter den deutschen Schwächen zu leiden haben, wenn sie in Israel oder Deutschland leben. Und ihre Feinde wissen das! Die Deutschen dürfen nichts gegen islamische Antisemiten sagen, die ihr Unwesen auf deutschem Boden treiben, sonst bekommen sie sehr schnell die Nazikeule übergebraten.

Deutschland hat definitiv ein Problem mit aufkommenden Antisemitismus. Das räumt sogar die Regierung ein und ernannte einen Antisemitismusbeauftragten. Nur was kann der bewirken, solange die Regierung sich nicht traut, die Ursache einzuräumen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen? Eine erste wäre: Die Al Quz Demos gegen alle Widerstände zu verbieten. Reicht die Rechtslage nicht, muss sie geschaffen werden. Es wird Zeit, dass die Politik aufhört, Geister zu jagen und sich auf die wirklichen Urheber konzentriert.

Antisemitismus ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern die Grundlage für das gruseligste Verbrechen der Menschheit! Es wäre aller höchste Zeit, dass vor allem unsere Politiker sich lückenlos in den Werdegang des Nahostkonfliktes und dem israelischen Alltag einarbeiten, bevor sie die Klappe aufreißen oder Entscheidungen treffen und sich nicht auf die Latrinenparolen zwielichtiger und gleichsam unwissender Berater verlassen. Sobald sie diese Bringschuld erfühlt haben, wird sich so machern an die Stirn fassen und sich fragen müssen, was habe ich getan, als ich hier oder da die Hand gehoben habe.

Die erwähnte Unwissenheit ist keine Unterstellung, sondern für jeden prüfbarer Fakt. Ich habe sie nicht recherchiert, ich habe sie bis etwa Anfang Zwanzig selbst gelebt.

Armes Deutschland. Du steckst echt in der Klemme.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Sa 6. Jul 2019, 04:33

Bobo hat geschrieben:(05 Jul 2019, 18:55)
Die eigentliche Tragik jedoch,lieg darin, dass wieder einmal die Juden unter den deutschen Schwächen zu leiden haben, wenn sie in Israel oder Deutschland leben. Und ihre Feinde wissen das! Die Deutschen dürfen nichts gegen islamische Antisemiten sagen, die ihr Unwesen auf deutschem Boden treiben, sonst bekommen sie sehr schnell die Nazikeule übergebraten.

Ich persönlich finde eher, dass die eigentliche Tragik in der Tatsache zu sehen ist, dass Juden und Muslime ihren Konflikt nicht selbst lösen können - und stattdessen offenbar u. a. auf deutsche Hilfe angewiesen sind. Und "zum Dank" bekommen wir Deutschen von den einen - wie auch von den anderen! - die Nazikeule übergebraten...

Eine Frage, die sich mir stellt, ist: Soll der Konflikt überhaupt gelöst werden - in Deutschland und überall? Und was tun Juden und Muslime selbst dafür - in Deutschland und überall? Oder erwarten Juden wie Muslime von uns Deutschen nicht vielmehr eine eindeutige Positionierung? Möchten sie, dass Deutschland die Rolle einer Konfliktpartei einnimmt?

Und was kann Deutschland generell für islamischen Antisemitismus? Deutschland kann den Muslimen nicht vorschreiben, wie sie ihre Religion zu verstehen haben. Das können nur islamische Religionsführer. Und denen dürfte die Meinung Deutschlands aber mal sowas von wurscht sein... Wir haben entsprechende Gesetze gegen Antisemitismus, die für ALLE gültig sind - das ist doch nicht als "Schwäche" zu deuten! Schwach sind diejenigen, die sich nicht an unsere Gesetze halten wollen, weil sie sich bspw. anderslautenden, religiösen Vorgaben völlig unterwerfen.

Und wieso leiden die Juden in Israel unter "den deutschen Schwächen"? Wenn schon, dann leiden sie doch eher unter "den israelischen Schwächen"? Politisch betrachtet hat Deutschland keinerlei Handhabe, um in Israel islamischen Antisemitismus zu bekämpfen. Und ich bezweifle stark, dass sich die israelische Politik von der deutschen Politik in puncto Bekämpfung islamischen Antisemitismus in Isreal reinquatschen ließe.

Deutschland hat definitiv ein Problem mit aufkommenden Antisemitismus. Das räumt sogar die Regierung ein und ernannte einen Antisemitismusbeauftragten. Nur was kann der bewirken, solange die Regierung sich nicht traut, die Ursache einzuräumen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen? Eine erste wäre: Die Al Quz Demos gegen alle Widerstände zu verbieten. Reicht die Rechtslage nicht, muss sie geschaffen werden. Es wird Zeit, dass die Politik aufhört, Geister zu jagen und sich auf die wirklichen Urheber konzentriert.

Ich bin nicht gegen ein derartiges gesetzliches Verbot - aber: Ist die eigentliche Ursache für Antisemitismus nicht eher in den Köpfen der Täter zu finden, als in evt. Lücken von bspw. deutschen Strafgesetzbüchern?

Es wäre aller höchste Zeit, dass vor allem unsere Politiker sich lückenlos in den Werdegang des Nahostkonfliktes und dem israelischen Alltag einarbeiten,...

Wozu? Dann verstehen sie vielleicht manches besser, können dies und das eindeutiger differenzieren oder zielgenauer verurteilen - aber das politische Denken, Sagen und Handeln hat bei uns in Deutschland nicht mal ansatzweise die erwartungsgemäße Auswirkung auf das gesellschaftliche Denken, Sagen und Handeln, wie in diversen anderen Ländern auf dieser Welt = ansonsten hätten wir bspw. in Deutschland doch u. a. keinen Antisemitismus mehr!

Sobald sie diese Bringschuld erfühlt haben,...

Mit der Fokusierung auf "politische Bringschuld" erlaubst du den antisemitischen Tätern in der Gesellschaft nur in die Opferrolle zu schlüpfen - was können denn die armen Antisemiten dafür, dass die Politik nicht ihre Hausaufgaben macht, hm? Willst du, dass der Antisemitismus lediglich als "Dummheit" bagatellisiert werden kann? Willst du, dass die Antisemiten in der Gesellschaft sich damit "entschuldigen" können? Wenn die politische Verantwortung über die Verantwortung der Gesellschaft gestellt wird, dann sind Grundlagen und Nährboden u. a. für Antisemitismus geschaffen und eben u. a. die heutige Konsequenz daraus, weltweit zunehmender Antisemitismus, im Grunde leider nur folgerichtig.

Das Problem ist, die Menschen verlernen immer mehr, sich auch mal selbst an die Nase zu fassen und sich zu hinterfragen: Was mache ich denn? Warum habe ich bspw. was gegen Juden? Woher kommt mein extremer Hass? Habe ich mir das vielleicht nur "aufschwatzen" lassen? Usw. Stattdessen begnügen sie sich, mit dem Finger gen Politik/Politiker zu zeigen: Sollen die sich doch die Gedanken machen, wofür werden sie schließlich von uns bezahlt. Und dann ziehen sie sich wieder in ihre Internet-Filterblasen oder sonstwohin zurück, damit sie weiterhin gesellschaftliche Bestätigung bspw. für ihren Antisemitismus erfahren und bewusst bspw. aktiver, politischer Bekämpfung von Antisemitismus aus dem Weg gehen können.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon HansKlein » Sa 6. Jul 2019, 08:32

Zu Antisemitismus habe ich die Meinung das es nur geringfügig unter der mehrheitlich christlich geprägten autochthonen europäischen Völkern ein Problem ist das war mal in der Vergangenheit. Es ist eher das Gegenteil das es die viele Israel mögen und Juden sind auch nicht benachteiligt sondern in der Mitte der Gesellschaft sie sind auch nicht ökonomisch oder vom Bildungsstand bedroht. Antisemitismus ist allerdings bei manchen Immigranten vorhanden aufgrund von Israel Palästinenser Konflikt und allgemein wegen Religion aber solche radikalen oder rechten Einwanderer mögen auch Christen oder polytheisten nicht.
Am deutschen Wesen mag die Welt genesen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bobo » So 7. Jul 2019, 12:29

Uffhausen hat geschrieben:(06 Jul 2019, 04:33)

Ich persönlich finde eher, dass die eigentliche Tragik in der Tatsache zu sehen ist, dass Juden und Muslime ihren Konflikt nicht selbst lösen können - und stattdessen offenbar u. a. auf deutsche Hilfe angewiesen sind. Und "zum Dank" bekommen wir Deutschen von den einen - wie auch von den anderen! - die Nazikeule übergebraten...

Eine Frage, die sich mir stellt, ist: Soll der Konflikt überhaupt gelöst werden - in Deutschland und überall? Und was tun Juden und Muslime selbst dafür - in Deutschland und überall? Oder erwarten Juden wie Muslime von uns Deutschen nicht vielmehr eine eindeutige Positionierung? Möchten sie, dass Deutschland die Rolle einer Konfliktpartei einnimmt?

Und was kann Deutschland generell für islamischen Antisemitismus? Deutschland kann den Muslimen nicht vorschreiben, wie sie ihre Religion zu verstehen haben. Das können nur islamische Religionsführer. Und denen dürfte die Meinung Deutschlands aber mal sowas von wurscht sein... Wir haben entsprechende Gesetze gegen Antisemitismus, die für ALLE gültig sind - das ist doch nicht als "Schwäche" zu deuten! Schwach sind diejenigen, die sich nicht an unsere Gesetze halten wollen, weil sie sich bspw. anderslautenden, religiösen Vorgaben völlig unterwerfen.

Und wieso leiden die Juden in Israel unter "den deutschen Schwächen"? Wenn schon, dann leiden sie doch eher unter "den israelischen Schwächen"? Politisch betrachtet hat Deutschland keinerlei Handhabe, um in Israel islamischen Antisemitismus zu bekämpfen. Und ich bezweifle stark, dass sich die israelische Politik von der deutschen Politik in puncto Bekämpfung islamischen Antisemitismus in Isreal reinquatschen ließe.


Ich bin nicht gegen ein derartiges gesetzliches Verbot - aber: Ist die eigentliche Ursache für Antisemitismus nicht eher in den Köpfen der Täter zu finden, als in evt. Lücken von bspw. deutschen Strafgesetzbüchern?


Wozu? Dann verstehen sie vielleicht manches besser, können dies und das eindeutiger differenzieren oder zielgenauer verurteilen - aber das politische Denken, Sagen und Handeln hat bei uns in Deutschland nicht mal ansatzweise die erwartungsgemäße Auswirkung auf das gesellschaftliche Denken, Sagen und Handeln, wie in diversen anderen Ländern auf dieser Welt = ansonsten hätten wir bspw. in Deutschland doch u. a. keinen Antisemitismus mehr!


Mit der Fokusierung auf "politische Bringschuld" erlaubst du den antisemitischen Tätern in der Gesellschaft nur in die Opferrolle zu schlüpfen - was können denn die armen Antisemiten dafür, dass die Politik nicht ihre Hausaufgaben macht, hm? Willst du, dass der Antisemitismus lediglich als "Dummheit" bagatellisiert werden kann? Willst du, dass die Antisemiten in der Gesellschaft sich damit "entschuldigen" können? Wenn die politische Verantwortung über die Verantwortung der Gesellschaft gestellt wird, dann sind Grundlagen und Nährboden u. a. für Antisemitismus geschaffen und eben u. a. die heutige Konsequenz daraus, weltweit zunehmender Antisemitismus, im Grunde leider nur folgerichtig.

Das Problem ist, die Menschen verlernen immer mehr, sich auch mal selbst an die Nase zu fassen und sich zu hinterfragen: Was mache ich denn? Warum habe ich bspw. was gegen Juden? Woher kommt mein extremer Hass? Habe ich mir das vielleicht nur "aufschwatzen" lassen? Usw. Stattdessen begnügen sie sich, mit dem Finger gen Politik/Politiker zu zeigen: Sollen die sich doch die Gedanken machen, wofür werden sie schließlich von uns bezahlt. Und dann ziehen sie sich wieder in ihre Internet-Filterblasen oder sonstwohin zurück, damit sie weiterhin gesellschaftliche Bestätigung bspw. für ihren Antisemitismus erfahren und bewusst bspw. aktiver, politischer Bekämpfung von Antisemitismus aus dem Weg gehen können.


Welche Lösung schlägst du vor? Für mich ist der Nahost Konflikt nur sekundär ein Kampf um Land, welches vor langer Zeit eh den Juden zugesprochen wurde. Für mich träg er alle Züge eines klassischen Religionskonflikt wie wir sie in Europa glücklicher Weise hinter uns gelassen haben. Der aktive Part ist für mich der Islam und dessen intoleranter Charakter gegenüber anderen Religionen. Zur Prüfung der These kann jeder nachvollziehen, wie viele Schwüre zur Vernichtung Israels bzw. des Judentums gib und wie viele derartige Schwüre es von Juden zum Islam oder den umliegenden Ländern gibt.

Was den islamischen Antisemitismus angeht, da kommt Deutschland natürlich zumindest was unser Hoheitsgebiet angeht, natürlich eine gehobene Verantwortung zu! Beginnend mit der Analyse des Charakters des Nahostkonflikte und wirklicher Aufklärung zum Antisemitismus in all seinen Schattierungen, um die Menschen in die Lage zu versetzen, ihn zu erkennen, wenn er ihnen begegnet. Und das vielleicht besser nicht allein im Kontext zum Holocaust, sondern im Kontext zum Nahostkonflikt und den Realitäten in Deutschland.


Eine gute Frage und ein guter Ansatz. Wer profitiert denn am ehesten von der Fortführung des Konfliktes? Israel? Die Juden? Doch wohl nicht. Anderlautende Aussagen wüsste ich gern begründet. Die Führungscliquen der Islamisten profitieren auf jedem Fall! Solange der Konflikt am Leben erhalten werden fließen Unsummen Hilfsgelder in die Kassen der Terrorfürsten. Auch diese Feststellung gehört für mein Dafürhalten zur Aufklärung zum Thema Antisemitismus. Das Kapitel könnte heißen: Die gewinnbringende Seite des Antisemitismus.. Und ja! Von Deutschland kann man erwarten, dass es sich eindeutig zu em Thema positioniert und den Nahostkonflikt endlich sauber aufgearbeitet in die angeblich begrüßte Aufklärung zum Antisemitismus mit einbezieht.


Und was kann Deutschland generell für islamischen Antisemitismus? Deutschland kann den Muslimen nicht vorschreiben, wie sie ihre Religion zu verstehen haben. Das können nur islamische Religionsführer. Und denen dürfte die Meinung Deutschlands aber mal sowas von wurscht sein... Wir haben entsprechende Gesetze gegen Antisemitismus, die für ALLE gültig sind - das ist doch nicht als "Schwäche" zu deuten! Schwach sind diejenigen, die sich nicht an unsere Gesetze halten wollen, weil sie sich bspw. anderslautenden, religiösen Vorgaben völlig unterwerfen.

Die Frage müsste lauten, was kann Deutschland für den Antisemitismus auf deutschem Boden. Einfach Alles, lautet meine Antwort. Wer sonst ist für die Zustände in Deutschland verantwortlich? Die deutsche Politik räumt zwar ein, dass es in Deutschland eine Zunahme des Antisemitismus gibt, und hat einen Antisemitismusbeauftragen ernannt, aber was kann der leisten, wenn er allein gelassen wird? Zur Lösung müssen Ursachen und Verbreiter des aufkommenden Antisemitismus beim Namen genannt werden! Wer sind die Menschen, die auf unseren Straßen Juden ins Gas rufen? Wer peitscht Juden auf offener Straße aus, wer spukt Rabbiner an? Vor wem genau müssen jüdische Einrichtungen geschützt werden? Wer proklamiert Israels Auslöschung, obwohl Deutschland Israels Sicherheit deutsche Staatsraison ist? Wer agiert auf deutschem Boden unter diversen Deckmänteln zum Zwecke israels Dämonisierung und Deligitimierung, und welche deutschen Politiker unterstützen derartige Bemühungen solcher Organisationen oder haben sich in Sachen Antisemitismus bereits selbst in Verdacht gebracht? Das seien z. B. Fanverhalten zu antisemitischen Reden, die BDS und Deutschlands Positionierung in der UN zum Thema Israel genannt. Mein Eindruck, dass die Juden unter Deutschlands Schwächen leiden, fußt auf die Verlogenheit, die ich im Verhalten deutscher Politiker zu Israel zu erkennen glaube. Da wird nach Kräften über den erstarkenden Antisemitismus gejammert, .ohne Ross, Reiter und Ursache zu nennen. Ist der der Deutschlandkomplex, der die nötige Offenheit vereitelt oder gar politisches Kalkül? Letzteres darf zumindest erwogen werden, weil es seit längerem als Schick galt, die AFD zu Dämonisieren. Da könnte es doch gewinnbringender sein, den neu erstarkenden Antisemitismus als anonymes Vehikel zu benutzen, weil Gründe und Urheber dafür am Ende noch vor allem auf politisches Versagen regierender Parteien zurückzuführen wäre. Da wäre auch der amtierende Außenminister zu nennen. Obwohl iim politischen Berlin Konsens über das Neuerstarken des Antisemitismus herrscht, rechtfertig er seine Hilfestellungen zur Delegitimierung Israels vor der UN einen Akt zur Verhinderung Schlimmes?! Ich bin mir nicht sicher, ob die Israelis dem selbst ernannten Freund wirklich dankbar dafür ist, dass er ihnen ein behauptetes kleineres Stück Scheiße ans Gewandt geschmiert hat. Für die Israelis dürfte Scheiße immer noch nach Scheiße stinken, egal wie groß das Stück ist, ein Freund tut so etwas auf keinem Fall! Wie auch immer. Einen nicht eindeutig wachsenden Antisemitismus kann man leichter den auf jedem Fall vorhandenen Scheißnazis der AFD anhängen und so politisches Kapital draus schlagen. Stellte sich aber heraus, dass man den neuen Antisemitismus importiert hat, in dem man diverse Islamisten ins Land ließ und denen auch noch auf Druck eines oder mehrere islamischer Verbände z. B. die Al Quz Demos nicht verboten hat, könnte das bei den Wählern einen Erdrutsch ausläsen, der tatsächlich ein Rechtsruck in Deutschland werden könnte. Dies nach Kräften zu verhindern liegt natürlich in der Verantwortung regierender Politiker, nur sehe ich da nicht die geringsten Bemühungen. Beginnend mit dem konsequenten Kampf gegen jeglichen Antisemitismus in Deutschland. Egal wie er verbrämt wird!



Ich denke, die Frage, warum die Juden unter deutsche Schwächen leiden, habe ich oben beantwortet, auch wenn die Zusammenhänge sehr viel komplexer sein dürften als ich befürchte. Deiner Aussage widerspreche ich ausdrücklich. Die deutsche Politik hat als einzige Macht die Handhabe, den islamischen Antisemitismus auf deutschem Boden zu bekämpfen! Von nichts anderem ist hier die Rede. Stellt Deutschland die Nulltoleranz zu jeglichen Antisemitismus klar und handelt konsequent danach, wird die Wirkung bis hinunter in den Nahenosten reichen. Daran gibt es keinen Zweifel. Es muss für alle weltweit klar werden, dass Deutschland nicht mehr der Nazistaat ist, der es mal war und folgerichtig auch keine der Naziattitüden mehr teilt oder auch nur toleriert! Nicht die israelische Politik muss sich ändern sondern die von Israels aus religiösen Gründen selbsterklärten Feinde
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bobo » So 7. Jul 2019, 12:58

HansKlein hat geschrieben:(06 Jul 2019, 08:32)

Zu Antisemitismus habe ich die Meinung das es nur geringfügig unter der mehrheitlich christlich geprägten autochthonen europäischen Völkern ein Problem ist das war mal in der Vergangenheit. Es ist eher das Gegenteil das es die viele Israel mögen und Juden sind auch nicht benachteiligt sondern in der Mitte der Gesellschaft sie sind auch nicht ökonomisch oder vom Bildungsstand bedroht. Antisemitismus ist allerdings bei manchen Immigranten vorhanden aufgrund von Israel Palästinenser Konflikt und allgemein wegen Religion aber solche radikalen oder rechten Einwanderer mögen auch Christen oder polytheisten nicht.


Das befürchte ich auch, dass ist die Schwäche, die ich den unseren Regierenden anlaste. Da ist nun eine Partei erstarkt (die AFD) in der sich wieder einmal eine Naziriege versucht. Wie hatten das schon. Da seien die NPD und die Republikaner genannt, die so schnell verschwunden sind wie sie erschienen waren. Ich fürchte, die Politiker glauben selbst so wenig an die deutsche Demokratie, dass sie sich nicht trauen, das Kind beim Namen zu nennen. Sie scheinen zu befürchten, die Deutschen würden nach solchen Feststellungen kollektiv wieder zu sabbernde Nazis. Tatsächlich glaube ich fest an die demokratische Gesinnung unseres Landes. Es kann die Wahrheit gut vertragen, wenn denn endlich auch Maßnahmen eingeleitet werden, die das Problem effektiv bekämpfen können. Hassprediger, die gegen unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung predigen, werden unlängst ausgewiesen, wenn die rechtliche Grundlage es zulässt oder regulär geschaffen werden kann. Für mich sind aber nicht nur Typen, die gegen unsere freiheitliche Grundordnung predigen Hassprediger, sondern auch jene, die den Antisemitismus in die Köpfe ihrer Glaubensbrüder hämmern. Hier in Deutschland oder anderswo! Es kann nicht sein, dass wir deren schändliches Treiben finanziell fördern, egal wie die Hilfe verbrämt ist. Die Realitäten gehören berücksichtigt. Allerdings darf das nicht nur behauptet, es muss praktiziert werden! Ich glaube nicht an deutsche Nazihorden als Hauptverantwortliche, aber schon an deren Mitttäterschaft. Auch ihnen gebührt die erforderliche Aufmerksamkeit unseres Rechtssystems. Irgendwann werden auch die begreifen, dass sie ihr Leben grundlos dem religiösen Hass geopfert haben. Die deutsche Demokratie ist m. E. stark genug, sich beiden massiv und spürbar deutschen und importierten Antisemitismus spürbar entgegen zu stemmen. Das wird sicher einiges Kosten, aber einen Teil der Gelder kann man auffangen, in dem man Terrororganisationen und Antisemiten jegliche Hilfsgelder streicht, egal wo in der Welt sie ihr Unwesen treiben. Nur muss das Thema nicht ewig nur bejammert werden! Es wird Zeit, endlich glaubwürdige und spürbare Maßnahmen zu ergreifen, die mit der deutschen Erklärung zu Israel und zum Thema Antisemitismus im Einklang stehen. Wer in Deutschland Juden auspeitscht, bespuckt oder deren Einrichtungen wie auch immer attackiert, gehört am nächsten Tag heimgeschickt. Ein solcher ist nicht gefährdet, er ist die Gefahr, von der wir alle wissen. Unsere Nazis bekamen und bekommen wir alle mal in den Griff. Im Zweifel beruhigt Knast ungemein. Zumindest die Straßen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » So 7. Jul 2019, 17:16

@Bobo
Tuvia Tenenbom würde Dir in vielem recht geben:

Interview aus der HAZ:
(..)
Ja. Vielen Deutschen ist die Existenz des Staates Israel ein Dorn im Auge. Das Land ist ein Mahnmal dessen, was Deutsche den Juden angetan haben. Denn ohne den Holocaust wäre es vermutlich nicht zur Gründung Israels gekommen. Die Vereinten Nationen hätten dieses Land dann kaum den Juden überlassen. Also wünschen sich viele Deutsche insgeheim, dass Israel verschwinden und damit alles wieder in Ordnung werden möge.
(..)
Es wird sich nicht ändern, so lange nicht mehr Deutsche laut sagen: Schluss damit! So lange deutsches Geld auf Betreiben der deutschen Regierung in den Nahen Osten fließt, um Organisationen zu finanzieren, die mit großer Leidenschaft Juden hassen, und so lange Deutsche auf Plakaten pauschal fordern „Free Palestine“, ohne zu wissen, was dort wirklich vor sich geht – so lange wird sich nichts ändern. Im Gegenteil: Es wird nur schlimmer werden. Hass geht nicht von selber weg. Die einzige Möglichkeit, Hass zu bekämpfen, ist ihn wirklich zu bekämpfen. Dafür müssen Deutsche aufstehen und sagen: Hört auf damit! Und Juden müssen aufstehen und sagen: Tötet uns nicht zum zweiten Mal.
(..)
Ein bisschen Demut – das würde ich mir wünschen. Die Deutschen müssen lernen, ihren dummen Stolz aufzugeben. Sie müssten doch die Ersten sein, die sich für Israel einsetzen – statt denjenigen, die überlebt haben, zu erklären, auf welche Weise sie ihr Leben leben sollten.

https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/ ... t-aufgeben

Es wird allerdings nicht reichen, gegen Israel-Hass vorzugehen, ohne auch den deutschen Judenhass zu bekämpfen, der gerade jetzt wieder in rechtsextremen Kreisen forciert wird, unter anderem von der AfD.
Nur eine Gesellschaft, die Judenhass in Gänze ächtet, ist in der Lage, auch islamistischem Judenhass die Grenzen aufzuzeigen, bzw. ihn zu bekämpfen.
Das muss auch über Aufklärung und Dialog angegangen werden, der Zentralrat der Juden versucht es zumindest:

Wie geht das in einer gesellschaftlich und politisch turbulenten Zeit, in der immer neue Trennungen sichtbar werden, der Antisemitismus wächst und der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet? Der Zentralrat der Juden möchte mit diesem Vorhaben, dass Juden und Muslime deutschlandweit in einen Dialog treten, sich kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und eine Vertrauensbasis schaffen, auf der man aufbauen kann. Mit unterschiedlichen Formaten, stark Social Media orientiert, sollen Begegnungen und Räume geschaffen werden, die Platz für Gespräche, zum Austausch, aber auch für kritische Themen und Fragestellungen geben.
https://www.zentralratderjuden.de/angeb ... m-alaikum/
Uffhausen
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » So 7. Jul 2019, 18:21

Bobo hat geschrieben:(07 Jul 2019, 12:29)
Welche Lösung schlägst du vor? Für mich ist der Nahost Konflikt nur sekundär ein Kampf um Land, welches vor langer Zeit eh den Juden zugesprochen wurde. Für mich träg er alle Züge eines klassischen Religionskonflikt wie wir sie in Europa glücklicher Weise hinter uns gelassen haben.

Es ist egal, ob es beim Nahost-Konflikt um Land, Religion oder sonstwas geht. Das muss keiner verstehen - alles, was verstanden werden muss ist, dass es ein KRIEG war, ist und bleiben wird = solange auch nur EINER versucht, den Nahost-Konflikt zu "verstehen".

Verstehen = Verständnis / Verständnis = Rechtfertigung / Rechtfertigung = Krieg

Keine Frage, der Nahost-Konflikt lässt sich erklären - aber an Kriegen gibt es dennoch generell nichts zu verstehen.

Der aktive Part ist für mich der Islam und dessen intoleranter Charakter gegenüber anderen Religionen. Zur Prüfung der These kann jeder nachvollziehen, wie viele Schwüre zur Vernichtung Israels bzw. des Judentums gib und wie viele derartige Schwüre es von Juden zum Islam oder den umliegenden Ländern gibt.

Das Problem des Islam ist, dass er eine Religion ist - generell ist religiöser Glaube manipulativ = und je nach Auslegung von Religionen kommt es zu Kriegen (das war schon immer so und so ist es auch immer noch).

Du hast oben selber festgestellt, dass für dich der Nahost-Konflikt mehr ein Religionskrieg ist - da hast du meine Lösung = Religionen sind des Pudels Kern. Weg damit!

Demnach kann Politik den Nahost-Konflikt auch niemals lösen. Die Religionen tragen die alleinige Verantwortung. Und wenn es so ist, dass vom Islam im Nahost-Konflikt mehr Aggressivität ausgeht, dann muss man halt mal mit den islamischen Religionsführern reden - und eben nicht ausschließlich mit den weltlichen, politischen Staatsmächten (die vielleicht anbei selbst Entscheidungen anhand persönlicher religiöser Überzeugungen fällen)!

Was den islamischen Antisemitismus angeht, da kommt Deutschland natürlich zumindest was unser Hoheitsgebiet angeht, natürlich eine gehobene Verantwortung zu! Beginnend mit der Analyse des Charakters des Nahostkonflikte und wirklicher Aufklärung zum Antisemitismus in all seinen Schattierungen, um die Menschen in die Lage zu versetzen, ihn zu erkennen, wenn er ihnen begegnet. Und das vielleicht besser nicht allein im Kontext zum Holocaust, sondern im Kontext zum Nahostkonflikt und den Realitäten in Deutschland.

Es kann doch egal sein, ob in Deutschland eine biodeutsche Springerstiefel-Glatze aus Gründen der nationalsozialistischen Vergangenheit, oder ein radikaler Friedensaktivist aus Gründen der Rolle Israels im Nahost-Konflikt, oder ein hinterwäldlerischer Muslim aus Gründen religiöser Überbewertung öffentlich verbal hetzt, einen oder mehrere Juden tätlich angreift oder Brandanschläge auf Synagogen verübt = alles ist Antisemitismus.

Und Antisemitismus ist eine Form von Kriminalität und bei Kriminalität gilt es nur zu verstehen, inwieweit sie gegen geltende Gesetze verstößt, damit sie entsprechend verurteilt werden kann.

Ich persönlich finde, unsere Justiz (und somit auch unser Strafgesetz) hat viel zu viel Verständnis für die Täter - es widert mich immer wieder auf's neue an, wenn ich lese oder höre, dass ein Krimineller strafmildernde Umtände erhält, weil er bspw. aus einem bildungsarmen Elternhaus stammt = und somit gar nicht wissen konnte, was er tut (im besten Fall noch bestätigt via psychologisches Gutachten). Was hat denn bitteschön das eine mit dem anderen zutun? Wenn bspw. ein Bankräuber seinen Überfall maskiert ausführt und hernach vor der Polizei flüchtet, dann weiß er ganz genau, was er tut und dass er gegen geltendes Recht verstößt. Aber nein, man muss verstehen, dass er es als Kind nicht leicht hatte. Man muss verstehen, dass seine Drogen- und Alkoholsucht einen weiteren Bildungweg beeinträchtigt hat. Man muss verstehen, dass die Trennung von seiner Freundin ihn aus dem Konzept gebracht hat. Blablabla! Und für das alles muss Verständnis aufgebracht und beim Urteil berücksichtigt werden. Natürlich im Namen des Volkes! Saftladen! :mad:

Und jetzt übertrag' das mal auf den Straftatbestand des Antisemitismus - was nützt diesbezüglich "Verstehen" bspw. des Nahost-Konfliktes u. a. via politische Aufklärung, wenn am Ende nicht die Tat an sich urteilsentscheidend ist, sondern welche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der oder die Täter hat/haben? Denk' dabei mal an die vielem muslimischen "Kriegsflüchtlinge", die wir aufgenommen haben. Was glaubst du, wird im Falle, dass sie sich des Antisemitismus in Deutschland schuldig machen, vor Gericht für ihre Verurteilung den entscheidenden Ausschlag geben? Richtig: Ihre Flüchtlingshistorie! Und sie muss dabei noch nicht mal der Wahrheit entsprechen! Du kannst dich vor Gericht dumm und dämlich stellen, wird alles berücksichtigt - und warum? Weil man meint, immer alles verstehen zu müssen, selbst wenn es nichts zu verstehen gibt!

Nochmal: Wozu Nationalsozialismus, den Nahost-Konflikt oder muslimische Religionsfanatiker "verstehen" lernen, wenn im Fall von Antisemitismus seitens der Justiz ein gänzlich anderes "Verständnis" obliegt?

Wer profitiert denn am ehesten von der Fortführung des Konfliktes?

In der Regel profitieren von Kriegs-Konflikten immer einige wenige Menschen aus Militär, Wirtschaft und Politik - mit ganz ureigenen Interessen: Macht, Einfluss und Geld.

Man sagt ja beschönigend, Kriege werden geführt, um Frieden zu schaffen. Genauso verlogen sind die internationalen Sportveranstaltungen - da geht es angeblich auch nur um "Dabei sein ist alles", Völkerverständigung und fairen Wettbewerb. Aber tatsächlich unterliegt der internationale Sport auch nur den Kriegs-Instikten: Macht, Einfluss, Geld und auch hier profitieren nur einige wenige Menschen.

Und ja! Von Deutschland kann man erwarten, dass es sich eindeutig zu em Thema positioniert und den Nahostkonflikt endlich sauber aufgearbeitet in die angeblich begrüßte Aufklärung zum Antisemitismus mit einbezieht.

Sofern Deutschland Teil des Konfliktes ist, dann ja und nur innerhalb diesen Rahmens. Z. B. eben, dass eindeutig festgestellt wird, was mit den deutschen Hilfsgeldern an die Palästinenser passiert. Wenn dafür Kriegsmittel angeschafft werden, muss Deutschland aktiv gegensteuern. Aber der Nahost-Konflikt in seiner Gänze ist kein deutsches Problem und liegt somit auch nicht in deutscher Verantwortung. Zumal vornehmlich die israelische Regierung es garantiert nicht gerne hätte, dass die deutsche Regierung zu anderen Ergebnissen käme, als sie selbst. Gerade Israel wird von Deutschland Positionierung erwarten und dabei immer wieder auf "unsere Schuld" verweisen. Genauso wie es in Deutschland Leute gibt, die sich, eben aufgrund unserer Vergangenheit und der damit verbundenen Schuld, automatisch gen Israel positionieren (und nichts anderes verstehen wollen!). Somit sehe ich persönlich "saubere" Aufarbeitung im Grunde unmöglich.

Die Frage müsste lauten, was kann Deutschland für den Antisemitismus auf deutschem Boden. Einfach Alles, lautet meine Antwort.

Wir haben Gesetze, die u. a. Antisemitismus verbieten und bei Zuwiderhandeln unter Strafe stellen.

MEHR GEHT NICHT.

Die Politik besitzt nicht die "göttliche Gabe", den Menschen ihren Antisemitismus aus den Köpfen zu saugen oder was auch immer. Menschen sind keine Maschinen und Antisemitismus lediglich eine falsche Programmierung. Alles, was sie tun kann ist, die Menschen zur Einhaltung ihrer Gesetze aufzufordern und Androhung von entsprechend vorgesehener Bestrafung. Aber vielen, bzw. immer mehr Menschen ist das EGAL. Aus diversen Gründen. Der moderne Mensch zeichnet sich immer mehr dadurch aus, dass er sich vorrangig von der Politik unabhängig macht.

Die deutsche Politik hat als einzige Macht die Handhabe, den islamischen Antisemitismus auf deutschem Boden zu bekämpfen!

So ein blühender Blödsinn - du verkennst die weitaus größere Macht des sogenannten "freien Internets"! Informier' dich mal über den "Arabischen Frühling"!

Ich habe dir schon geschrieben, dass sich der Mensch heute problemlos der politischen Macht entziehen kann - das Internet ist voll mit Filterblasen. Wenn die Politik Herr über den Antisemitismus werden will, muss sie zuerst Herr über das Internet werden - ABER: Chinesische Zustände will man auch nicht haben!

Stellt Deutschland die Nulltoleranz zu jeglichen Antisemitismus klar und handelt konsequent danach, wird die Wirkung bis hinunter in den Nahenosten reichen. Daran gibt es keinen Zweifel.

Du meinst allen Ernstes, wenn die Merkel in Berlin mal richtig feste auf den Tisch haut, dann gibt es im Nahen Osten ein Erdbeben?

Und warum soll die Merkel etwas schaffen, was der Trump nicht schafft - sein Land leidet schließlich AUCH unter zunehmendem Antisemitismus! Es hat bislang nur geschafft, dass eine Jerusalemer Stadtviertel nach ihm benannt wurde. Tolle Weltpolizei! :rolleyes:

Aber träumen darfst du - nur nicht Traum mit Realität verwechseln! ;)

Es muss für alle weltweit klar werden, dass Deutschland nicht mehr der Nazistaat ist, der es mal war und folgerichtig auch keine der Naziattitüden mehr teilt oder auch nur toleriert!

Dieser Fall ist schon lange, lange eingetreten... oder hast du nichts von den vielen Türken, Russen, Italienern, Griechen, Jugoslawen, Polen, Rumänen, Indern, Chinesen usw in Deutschland mitbekommen? Kannst ja mal gern zu mir kommen, dann gehen wir zusammen mal in den innerstädtischen Aldi - da spricht kaum einer (freiwillig!) Deutsch. Höchstens das Kassenpersonal, obgleich sie einen hin und wieder auch auf Englisch ansprechen, wenn sie jemand für einen Studenten unserer internationalen Hochschule halten... Deutscheland nix Nazi, Deutscheland viiiiel gutt! :|

Nicht die israelische Politik muss sich ändern sondern die von Israels aus religiösen Gründen selbsterklärten Feinde

Also bist du nicht an einer Konflikt-Lösung INSGESAMT interessiert, sondern lediglich an Konflikt-Positionierung EINSEITIG zu Gunsten Israels.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Mo 8. Jul 2019, 12:48

Vongole hat geschrieben:(07 Jul 2019, 17:16)
Nur eine Gesellschaft, die Judenhass in Gänze ächtet, ist in der Lage, auch islamistischem Judenhass die Grenzen aufzuzeigen, bzw. ihn zu bekämpfen.

Dein Ansinnen ist zwar vollkommen korrekt - aber, es ist realistisch und logisch betrachtet nicht umsetz- und somit auch nicht erwartbar = weil:

Es gibt - u. a. in Deutschland - nicht eine (einzige!) Gesellschaft, sondern die deutsche Gesellschaft ist - wie jede andere Gesellschaft auch! - unterteilt in die verschiedensten Gesellschaftsgruppen.

Somit bilden auch - und aufgrund der Flüchtlingskrise ab 2015 wohl erst recht - islamistische Antisemiten einen Teil unserer deutschen (Gesamt-)Gesellschaft.

Ich weiß nicht mehr, welcher Politiker es war - es waren in der Zwischenzeit bestimmt mehrere - aber betrachte mal den Satz oben in Verbindung mit eben der (politischen) Aussage: "Der Islam gehört zu Deutschland!" = im Grunde kann man aufgrund dieser Aussage fortführend und aus logischer Sicht folgerichtig behaupten: "Und somit gehört auch der islamistische Antisemitismus zu Deutschland!".

Wie ordnest du das ein - war die Aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört, richtig oder falsch = oder war sie quasi "unvollständig"; hätte man automatisch hinzufügen müssen, dass der islamistische Antisemitismus nicht zu Deutschland gehört? Was wäre damit gewonnen - hätten sich das dann sie damit Angesprochenen, die juden- und israelfeindlichen Muslime in Deutschland, zu Herzen genommen = und hätten somit eine "islamfeindlich" auslegbare Aussage "ausnahmsweise" angenommen? Nie im Leben!

Das Problem bei islamistischem Antisemitismus in Deutschland ist nicht die deutsche Politik, die nicht entschiedener und unerbittlicher dagegen vorgeht, sondern der Islam selbst - er ist eine Religion und Religionen sind nunmal auslegbar. Ist eigentlich noch niemanem aufgefallen, dass es Muslime gibt, für die Juden- und Isrealfeindlichkeit ein zwingend auszulebender Bestandteil ihres Glaubens ist, und es gleichzeitig Muslime gibt, die was ganz anderes über ihren Glauben erzählen - nämlich, dass er eine Religion des Friedens, der Liebe und des Miteinanders sei? Da stimmt doch einiges ganz und gar nicht mit dem Islam!

Was ist diesbezüglich von der Politik zu erwarten - dass sie die Auslegung des Islam bspw. für Deutschland den hiesigen Muslimen "diktiert"? Sich quasi als deren Religionsführer instrumentalisiert? Würden sich das alle Muslime in Deutschland gefallen lassen? Würde das vielleicht zu deutschlandfeindlichen Protesten in muslimisch geprägten Ländern führen? Würde dies vielleicht die Gefahr erhöhen, dass Deutschland Ziel von radikalislamischen Terroristen wird? Und würde, wenn ein deutsch-politisches Auslegungsdiktat des Islam aus vornehmlichen Gründen des juden- und israelfeindlichem Antisemismus erfolgen würde, nicht auch die Gefahr für Juden und jüdischen Leben In Deutschland und weltweit steigen? Soweit muss Politik auch denken und entsprechende Vorsorge gewährleisten! Der Islam ist nun mal ein ganz besonders heißes Eisen... aber das ist nicht Schuld und Verantwortung der u. a. deutschen Politik!

Ein weiteres Problem ist eines, was eigentlich alle unsere Probleme lösen sollte: Nämlich unsere freiheitliche Grundordnung.

Ja - sie verurteilt u. a. Antisemitismus (in Anbetracht von Volksverhetzung!) und trotzdem: Ja - sie gestattet u. a. Antisemitismus (in Anbetracht von Meinungsfreiheit!)

Das muss auch über Aufklärung und Dialog angegangen werden, der Zentralrat der Juden versucht es zumindest...

Aufklärung und Dialog, schön und gut - das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man Aufklärung und Dialog, ganz im Besondern im heutigen Internet-Zeitalter, bewusst und gezielt aus dem Weg gehen kann.

Es ist zwar so, dass bspw. der Zentralrat der Juden eine bedeutende, angesehene und respektierte Person des öffentlichen Lebens darstellt - aber das ist bspw. unser Bundespräsident auch und trotzdem interessieren sich wahrscheinlich die allerwenigsten Menschen in Deutschalnd dafür, wenn der eine, der andere oder beide aufklärende und dialogfordernde Reden an die Bevölkerung halten...
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bobo » Mi 10. Jul 2019, 11:48

"Uffhausen"](07 Jul 2019, 18:21)
Und jetzt übertrag' das mal auf den Straftatbestand des Antisemitismus - was nützt diesbezüglich "Verstehen" bspw. des Nahost-Konfliktes u. a. via politische Aufklärung, wenn am Ende nicht die Tat an sich urteilsentscheidend ist, sondern welche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der oder die Täter hat/haben? Denk' dabei mal an die vielem muslimischen "Kriegsflüchtlinge", die wir aufgenommen haben. Was glaubst du, wird im Falle, dass sie sich des Antisemitismus in Deutschland schuldig machen, vor Gericht für ihre Verurteilung den entscheidenden Ausschlag geben? Richtig: Ihre Flüchtlingshistorie! Und sie muss dabei noch nicht mal der Wahrheit entsprechen! Du kannst dich vor Gericht dumm und dämlich stellen, wird alles berücksichtigt - und warum? Weil man meint, immer alles verstehen zu müssen, selbst wenn es nichts zu verstehen gibt!

Nochmal: Wozu Nationalsozialismus, den Nahost-Konflikt oder muslimische Religionsfanatiker "verstehen" lernen, wenn im Fall von Antisemitismus seitens der Justiz ein gänzlich anderes "Verständnis" obliegt?


Bis zu diesem Absatz stimmte ich mit dir überein. Meine Forderung nach strukturierter Aufklärung im richtigen Kontext zielte nicht auf Verständnis für Straftäter, sondern auf die dringend nötige Wissensgrundlage zum Erkennen der wirklichen Zusammenhänge zum wieder Erstarken des Antisemitismus in Deutschland, und zur Offenlegung der Mechanismen dahinter. Ich habe aus diversen Gesprächen zum Thema erkennen müssen, dass dem arabisch islamischen Antisemitismus bedenklich oft auf Verständnis unter hier gebürtigen Landsleuten trifft. Gründe für das Verständnis waren praktisch immer: grotesk verdrehte Fakten, Desinformationen und leichtfertig übernommene antisemitische Propaganda; verbreitet während antisemitischer Demos und durch amtierenden deutschen Politikern in grobfahrlässige Weise mit Glaubwürdigkeit versehen, die in ihrer Infantilität keinen Deut über den Bildungsstand von Schulabbrechern erhoben werden kann. Fordern dann solche Politiker Aufklärung zum Antisemitismus und setzen einen Beauftragten ein, verdreht sich mir der Magen. Zu dieser verheerenden Tendenz summiert sich das Werken der BDS, die es trotz des SA – Slogans „Kauft nicht beim Juden“ geschafft hat, ihre pervertierten Wurzeln im islamistischen Terrororganisationen so zu verbrämen, dass sie in Deutschland als seriöse Widerstandsbewegung mit einwandfreien Zielen wahrgenommen wird.

Die BDS ist für diesen Fall ein geeignetes Paradebeispiel. Da stehen nicht etwa die einschlägigen Glatzen oder geifernde Araber mit Säbel zwischen den Zähnen an vorderster Front, sondern politisch unverdächtige junge Leute nicht selten aus dem linken Lager und erkennen womöglich selbst nicht, dass sie unmittelbar von islamistischen Terrorgruppen instrumentalisiert werden! Zumindest setze ich diese bildungsferne zum Thema zu deren Gunsten mal voraus.

Aus gleichem Grunde spreche auch auch Ex Außenminister Gabriel das für seinen Job zwingend nötige Hintergrundwissen zur BDS und den Mechanismen des Nahost Konfliktes ab. Nur deshalb kaufte ihm auch seine Betroffenheit ab, die er nach einer Tour mit Palästinensern durch Palästinensergebiete an den Tag legte. Wir erinnerung uns, dass er Israel im Anschluss Apartheid unterstellt hat und mit Fug und Recht von der israelischen Regierung ausgeladen wurde. Gabriels Führer durch die Palästinensergebiete haben es vollbracht, den Minister bei den Emotionen zu packen, und weil Gabriel erkennbar wenig über den Nahostkonflikt wusste, hatten die leichtes Spiel und maximalen Erfolg. Gabriel blendete die Umstände, die zum dem geführt haben, was er vorfand, in Gänze aus! Er verdrehte die Täter – Opferrollen um 180° und wurde wie eine Marionette emotional manipuliert. Vermutlich wurde er auch deshalb still und heimlich aus dem Amt entfernt. Zumindest wünschte ich mir das. Gabriel war für das Amt untragbar geworden, weitere folgten und werden folgen, sobald Politiker endlich damit beginnen, ihrem Amt aus eigenem Antrieb gerecht zu werden und sich nicht länger nur auf zwielichtige Berater verlassen und ihre Wiederwahl als höchstes Ziel vor sich hertragen. Gerechtigkeit definiert sich nicht vorrangig durch Mehrheiten. Das sollte Nazideutschland offengelegt haben. Gerechtigkeit findet sich am ehesten in Fakten.

Und da hab ich dann schon eine Überleitung zum Nationalsozialismus. Natürlich habe ich nicht gemeint, dass es sinnvoll wäre, den Deutschen weiter gebetsmühlenartig mit dem Holocaust in den Ohren zu liegen. Daraus leiten tumbe Kreise gern ab, dass die Juden heute die Täterrolle bevorzugen oder einfach nur aufhören sollen, den Arabern das Land zu klauen. Tatsächlich sind es die Araber, die seit dem Tage der Gründung Israels Kriege und Terror gegen die Juden vom Zaun brachen und brechen, obwohl es Mandate für das Land gibt, die klare Regeln aufstellten. Nur wer erinnert die noch? Zudem verweigern die Araber die Anerkennung der Mandate, erfanden das Volk der Palästinenser und besannen sich aufgrund auffällig regelmäßiger Niederlagen auf weltweite Propaganda gegen die Juden und ihrem Staat. Und die verfängt, weil kaum jemand sich die Mühe macht, den Nahostkonflikt und seine Schauplätze und Akteure zu hinterfragen. Die Verbindung zum Nationalsozialismus, die für mein Empfinden in die Aufklärung gehört, sind die Umtriebe eines Scheichs Mohammed al-Husseini und dessen Verbindungen mit der Naziregierung samt deren gemeinsamen Zielen.

Es gilt die Verbindung zwischen den Vernichtungskriegen gegen israel, die blutige Spur des arabisch palästinensischen Terrors bis nach Deutschland (Olympiade München, Entführung der Landshut und der heutigen BDS und Abbas in aller Klarheit offenzulegen. Das Ziel all dieser Verbrechen ist seit siebzig Jahren dasselbe. Auslöschung des Judenstaates, und weil die Araber dazu allein nicht in der Lage sind, vergiften sie u. a. bevorzugt auch Deutschland als einstiger Nazistaat und ultimativer Feind aller Juden. Dort vermutet man am ehesten Verbündete im Geiste des Judenhasses zu finden und die Saat scheint langsam aufzugehen, wenn die Regierung den stetig zunehmend wieder erstarkten Antisemitismus offen einräumt – sich aber weigert, die Aufklärung den heutigen Umständen anzupassen. Stattdessen zieht an den einfachen Weg vor und labert unentwegt über den Holocaust, obwohl so ziemlich jeder Schüler ab 14 Jahren darüber alles in der Schule lernt. Der Holocaust erscheint mir langsam als Instrument zur Kontrolle des deutschen Wählergewissens und Diffamierung des politischen Gegners.

Wie viele Bürger oder Politiker wissen wirklich, wogegen Israel sich seit mehr als siebzig Jahren stemmen muss? Wie viele Bürger erinnern die Morde an den israelischen Sportlern während der Olympiade in München oder die mörderische Entführung der Landshut, und wie viele erinnern, dass diese Verbrechen der Versuch der arabisch palästinensischen Terrororganisationen waren, Deutschland auf ihre Seite zu zwingen, um die Juden endlich mit erpresster deutscher Hilfe ins Meer treiben zu können? Das Kalkül, aus dem die arabisch palästinensischen Terrorgruppen ausgerechnet Deutschland als Tatort für ihre Morde ausgesucht haben, wurde nie öffentlich besprochen, aber mir muss niemand erklären, dass dahinter die Verbindung zu deutschen Terrorgruppen und die Hoffnung, dass in Deutschland noch genug nationalsozialistische Geister umher wuselten, die sich mit deren und dem Verbrechertum von RAF und Co. und damit auch mit den arabisch palästinensischen Antisemitismus identifizierten. Man kann unmöglich all die feingliedrigen Zusammenhänge in einem Beitrag hier um Forum aufzeigen. Vermutlich wäre dazu ein Buch von rund dreihundert Seiten nötig, dass erst noch geschrieben werden muss. Ob je ein Verlag solch ein womöglich politisch brisantes Buch veröffentlichen würde, sei mal dahingestellt. Mir ging es hier nur darum, zu verdeutlichen, dass die nötige Aufklärung sich nicht wie bisher immer allein auf den Holocaust beziehen sollte! Es reicht einfach nicht, weil die nötige Aufklärung nicht der Gefahr einer Wiederholung deutschen Ursprungs zum Mittelpunkt haben sollte. Der Holocaust sollte in diesem Fall eher dazu dienen, die Parallelen zwischen ihm und den Nahostkonflikt samt der Methoden und dem offen proklamierten Endziel der heutigen Drahtzieher in aller Klarheit offenlegen.

Und damit habe ich auch die Antwort auf eine von dir eingebrachte Frage gegeben. Ja! Ich erwarte von meiner Regierung die klare Positionierung im Nahostkonflikt wie man es von einen selbst ernannten Freund erwarten kann, und dass in Verantwortung stehende Politiker ihren Wissenstand zu Verlauf und Zielen des Konfliktes bis heute lückenlos bilden. Dem einen oder anderen dürfte das die Schamesröte ins Gesicht treiben. Nur eine aufgeklärte Regierung kann das Volk aufklären. Das setzt voraus, dass unsere Politiker über ausreichend Bildung verfügen, um eine Hass rede, wie sie vor dem EU Parlament von Abbas gehalten wurde, offen und schonungslos als solche bezeichnet wird, egal welche Fragen das bezüglich bisheriger politischer Entscheidung dadurch aufgeworfen würden. Fehler machen ist keine Schande. Sie begleiten Menschen nun mal durchs Leben, aber politische Reife erfordert, sie zu erkennen, einzugestehen und sie ggf. zu korrigieren. Wirksame Aufklärung, die den Namen verdient, sollte ganz oben beginnen. Bisher kamen von „Oben“ aber nur Plattitüden, oft mit dem Beweis erschreckender thematischer Unkenntnis unterfüttert.

Die zwingende Folge ist das Erstarken eines durch Propaganda geschürten neuen Antisemitismus, der bevorzugt von Rechtsaußen und Linksaußen stehenden Personen und vielleicht auch von deren Wählern nicht als solcher erkannt wird, weil zumindest die Linken in großen Teilen der Bevölkerung als unverdächtig zum Thema Antisemitismus geglaubt werden. Und wer weiß wie groß der Teil der Wähler der politischen Mitte solche selbst ernannten Menschenfreunden unkritisch folgen.

Das Thema ist so komplex, dass es mir schwer fällt, den roten Faden straff zu halten. Es erfordert vermutlich mehr als ein Jahr konzentriertes Aufarbeiten, um die Zusammenhänge verständlich darzustellen.

Vongole hat die entscheidende Motivation zur zeitgemäßen Aufklärung genannt. Ein schwerer Weg, ein langer, aber er wird sich lohnen. :thumbup:

Nachtrag. Man könnte den Nahostkonflikt als einen in extremen Zeitraffer nachgespielten Holocaust nennen. Extremer Zeitraffer, weil die Juden sich mit Erfolg wehren und dafür seitens der Initiatoren inflationär mit Resolutionen vor der UN belegt und von demokratischen Freunden verurteilt werden! Wären die Israelis nicht so kampfstark und ausgelöscht worden, täte Europa heute vermutlich Betroffenheit heucheln und unser Bundespräsident täte zum Jahrestag der jüdischen Vernichtung einen Kranz ins Mittelmeer werfen. :dead:
Zuletzt geändert von Bobo am Mi 10. Jul 2019, 12:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Ger9374 » Mi 10. Jul 2019, 12:07

Alle Antisemitismus oder Judenfeindlich gearteten Parolen und Anfeindungen haben auf Deutschem Boden in der Regel folgen durch den Rechtsstaat. Die Gedanken der Menschen sind ihnen überlassen, das ist wohl auch gut so.Kritik an der Politik Israels ist erlaubt.Genauso wie Sympathien und Wohlwollen für dieses Volk Israels.
Auch ich weise auf zunehmenden Antisemitismus in Zusammenhang mit verstärkter unkontrollierter Islamischer
Migration hin!!Afrika lässt grüßen;-))
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bobo » Mi 10. Jul 2019, 12:23

Ger9374 hat geschrieben:(10 Jul 2019, 12:07)

Alle Antisemitismus oder Judenfeindlich gearteten Parolen und Anfeindungen haben auf Deutschem Boden in der Regel folgen durch den Rechtsstaat. Die Gedanken der Menschen sind ihnen überlassen, das ist wohl auch gut so.Kritik an der Politik Israels ist erlaubt.Genauso wie Sympathien und Wohlwollen für dieses Volk Israels.
Auch ich weise auf zunehmenden Antisemitismus in Zusammenhang mit verstärkter unkontrollierter Islamischer
Migration hin!!Afrika lässt grüßen;-))



Ich halte es für existenziell wichtig, das Problem Antisemitismus von Fragen der Migration grundsätzlich entkoppelt anzugehen, auch wenn es nahe liegt! Die thematische Verbindung gäbe der einschlägigen Klientel eine Steilvorlage dafür, die Diskussion politisch zu färben und damit zu unterdrücken, wenn nicht gar zu ächten. Ein in Deutschland bekanntlich beliebtes Werkzeug. Wichtig wäre die natürliche Entstehung der Ächtung des Antisemitismus. Nur wer ihn erkennt, wenn er ihm begegnet, kann sich bewusst positionieren. Nicht alle Zuwanderer sind Muslime und von denen sind nicht alle Antisemiten, sonst hätten wir längst ein noch größeres Problem. Für jene, die es sind, wäre es sinnvoll, ihnen in aller Klarheit zu signalisieren, dass sie in Deutschland keine Brüder im Geiste finden.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Ger9374 » Mi 10. Jul 2019, 15:33

Klingt vernünftig, und sinnvoll:-))
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Mi 10. Jul 2019, 16:31

Ger9374 hat geschrieben:(10 Jul 2019, 15:33)

Klingt vernünftig, und sinnvoll:-))


Ist es auch, denn Antisemitismus ist leider kein importiertes Problem, der deutsche war und ist immer noch da.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Keoma » Mi 10. Jul 2019, 16:36

Vongole hat geschrieben:(10 Jul 2019, 16:31)

Ist es auch, denn Antisemitismus ist leider kein importiertes Problem, der deutsche war und ist immer noch da.


Irgendwie eigentlich gut, dass sich die autochthonen und zugewanderten Antisemiten gegenseitig nicht ausstehen können.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Mi 10. Jul 2019, 16:41

Keoma hat geschrieben:(10 Jul 2019, 16:36)

Irgendwie eigentlich gut, dass sich die autochthonen und zugewanderten Antisemiten gegenseitig nicht ausstehen können.


Stimmt, wenn's immer so wäre, aber leider bilden sich da nicht unfährliche Allianzen nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund".
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Keoma » Mi 10. Jul 2019, 16:46

Vongole hat geschrieben:(10 Jul 2019, 16:41)

Stimmt, wenn's immer so wäre, aber leider bilden sich da nicht unfährliche Allianzen nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund".

Nazis und Muslime?
Nie mehr wieder, würde ich behaupten.
Wäre allerdings wirklich eine brisante Kombination, hatten wir ja schon.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » Do 11. Jul 2019, 00:07

Bobo hat geschrieben:(10 Jul 2019, 11:48)
Ich habe aus diversen Gesprächen zum Thema erkennen müssen, dass dem arabisch islamischen Antisemitismus bedenklich oft auf Verständnis unter hier gebürtigen Landsleuten trifft. Gründe für das Verständnis waren praktisch immer: grotesk verdrehte Fakten, Desinformationen und leichtfertig übernommene antisemitische Propaganda; verbreitet während antisemitischer Demos und durch amtierenden deutschen Politikern in grobfahrlässige Weise mit Glaubwürdigkeit versehen, die in ihrer Infantilität keinen Deut über den Bildungsstand von Schulabbrechern erhoben werden kann. Fordern dann solche Politiker Aufklärung zum Antisemitismus und setzen einen Beauftragten ein, verdreht sich mir der Magen.


Glaube mir, ich verstehe, was du meinst - aber, beantworte mir bitte folgende Fragen:

Du siehst den generellen Antisemitismus als politisches Problem, weil die Politik sich nicht korrekt und allumfassend informiert und dementsprechend nicht die Gesellschaften wahrheitsgemäß aufklären kann und somit den generellen Antisemitismus entsprechend zielgerecht bekämpft. Nehmen wir nun an, dass dies nun alles eintritt, die Politik also alles richtig macht = bist du davon überzeugt, dass die Gesellschaften der Politik, auf deren Geheiß, blind Folge leisten wird?

Dem nationalsozialistischen Antisemitismus liegt eine bestimmte Weltanschauung zugrunde - wie soll sich demokratische Politik gegen demokratiefeindlicher Ideologie durchsetzen können?

Dem islamistischem Antisemitismus liegt eine bestimmte Auslegung des Islam zugrunde - wie soll sich politische Machtpolitik gegen religiöse Glaubensdiktatur und hörige bis fanatische Muslime durchsetzen können?

Und dann gibt es vielleicht nach die mediengemachte, sich antisemitisch äußernde, gesellschaftlich unabhängige Israelfeindlichkeit. Wie willst du erreichen, dass Menschen, die u. a. in den Nachrichten Bildern ausgesetzt werden, wie Israel bspw. den Gaza-Steifen bombardiert und die bspw. die Güterversorgung der palästinenschen Bevölkerung behindert, den Nahost-Konflikt aus einem anderem, im besten Fall dem einzig richtigen Blickwinkel, betrachten?

Nur eine aufgeklärte Regierung kann das Volk aufklären.

Das ist WUNSCHDENKEN.

Bitte erkläre mir, warum, wieso und weshalb - sollte die Politik die Macht besitzen, einem Menschen eine bestimmte Sichtweise aufzuzwingen? Die Politik kann z. B. noch so viel darüber aufklären, dass das Glas halbvoll ist - es braucht nur einen Menschen der meint, für ihn sei das Glas aber halbleer = und schon hat Aufklärung einen Schmutzfleck auf ihrer weißen Weste und ihre Glaubwürdigkeit kann in Frage gestellt werden.

Und ich habe dir auch schon versucht mitzuteilen, dass gerade in den heutigen Zeiten, in welchem das "freie Internet" für immer mehr Menschen schon Lebensgrundlage ist, politischer Aufklärung bewusst und absichtlich aus dem Weg gegangen werden kann. Du tust aber immernoch so, als hätte allein die Politik das alleinige Sagen und die Menschen würden ihr blinden Gehorsam leisten. Mehr Realismus - abseits dieses Themas hier - täte dir gut.

Um dein Ansinnen ERFOLGREICH werden zu lassen, benötigt es eine allumfassende, demokratiefeindliche, machtpolitische MEINUNGSDIKTATUR - willst du das? :?:
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Ger9374

Re: Antisemitismus

Beitragvon Ger9374 » Do 11. Jul 2019, 00:33

Antisemitismus hat sich als probates mittel bewährt Schuldige für allerlei Schickschalsschläge die einzelne oder Gruppen zustossen können zu finden.
Der Ultimative Sündenbock.
Darauf wollten und wollen die Christlich-Islamisch dominierten Gesellschaften scheinbar nicht heute auf Morgen ablassen.
Das wäre ein Fall für den Psychiater , oder
Gehirnwäsche für ein paar Milliarden ewig gestrigen!
Bobo
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bobo » So 14. Jul 2019, 12:37

Uffhausen hat geschrieben:(07 Jul 2019, 18:21)

Es ist egal, ob es beim Nahost-Konflikt um Land, Religion oder sonstwas geht. Das muss keiner verstehen - alles, was verstanden werden muss ist, dass es ein KRIEG war, ist und bleiben wird = solange auch nur EINER versucht, den Nahost-Konflikt zu "verstehen".

Verstehen = Verständnis / Verständnis = Rechtfertigung / Rechtfertigung = Krieg

Keine Frage, der Nahost-Konflikt lässt sich erklären - aber an Kriegen gibt es dennoch generell nichts zu verstehen.


Das Problem des Islam ist, dass er eine Religion ist - generell ist religiöser Glaube manipulativ = und je nach Auslegung von Religionen kommt es zu Kriegen (das war schon immer so und so ist es auch immer noch).

Du hast oben selber festgestellt, dass für dich der Nahost-Konflikt mehr ein Religionskrieg ist - da hast du meine Lösung = Religionen sind des Pudels Kern. Weg damit!

Demnach kann Politik den Nahost-Konflikt auch niemals lösen. Die Religionen tragen die alleinige Verantwortung. Und wenn es so ist, dass vom Islam im Nahost-Konflikt mehr Aggressivität ausgeht, dann muss man halt mal mit den islamischen Religionsführern reden - und eben nicht ausschließlich mit den weltlichen, politischen Staatsmächten (die vielleicht anbei selbst Entscheidungen anhand persönlicher religiöser Überzeugungen fällen)!


Es kann doch egal sein, ob in Deutschland eine biodeutsche Springerstiefel-Glatze aus Gründen der nationalsozialistischen Vergangenheit, oder ein radikaler Friedensaktivist aus Gründen der Rolle Israels im Nahost-Konflikt, oder ein hinterwäldlerischer Muslim aus Gründen religiöser Überbewertung öffentlich verbal hetzt, einen oder mehrere Juden tätlich angreift oder Brandanschläge auf Synagogen verübt = alles ist Antisemitismus.

Und Antisemitismus ist eine Form von Kriminalität und bei Kriminalität gilt es nur zu verstehen, inwieweit sie gegen geltende Gesetze verstößt, damit sie entsprechend verurteilt werden kann.

Ich persönlich finde, unsere Justiz (und somit auch unser Strafgesetz) hat viel zu viel Verständnis für die Täter - es widert mich immer wieder auf's neue an, wenn ich lese oder höre, dass ein Krimineller strafmildernde Umtände erhält, weil er bspw. aus einem bildungsarmen Elternhaus stammt = und somit gar nicht wissen konnte, was er tut (im besten Fall noch bestätigt via psychologisches Gutachten). Was hat denn bitteschön das eine mit dem anderen zutun? Wenn bspw. ein Bankräuber seinen Überfall maskiert ausführt und hernach vor der Polizei flüchtet, dann weiß er ganz genau, was er tut und dass er gegen geltendes Recht verstößt. Aber nein, man muss verstehen, dass er es als Kind nicht leicht hatte. Man muss verstehen, dass seine Drogen- und Alkoholsucht einen weiteren Bildungweg beeinträchtigt hat. Man muss verstehen, dass die Trennung von seiner Freundin ihn aus dem Konzept gebracht hat. Blablabla! Und für das alles muss Verständnis aufgebracht und beim Urteil berücksichtigt werden. Natürlich im Namen des Volkes! Saftladen! :mad:

Und jetzt übertrag' das mal auf den Straftatbestand des Antisemitismus - was nützt diesbezüglich "Verstehen" bspw. des Nahost-Konfliktes u. a. via politische Aufklärung, wenn am Ende nicht die Tat an sich urteilsentscheidend ist, sondern welche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der oder die Täter hat/haben? Denk' dabei mal an die vielem muslimischen "Kriegsflüchtlinge", die wir aufgenommen haben. Was glaubst du, wird im Falle, dass sie sich des Antisemitismus in Deutschland schuldig machen, vor Gericht für ihre Verurteilung den entscheidenden Ausschlag geben? Richtig: Ihre Flüchtlingshistorie! Und sie muss dabei noch nicht mal der Wahrheit entsprechen! Du kannst dich vor Gericht dumm und dämlich stellen, wird alles berücksichtigt - und warum? Weil man meint, immer alles verstehen zu müssen, selbst wenn es nichts zu verstehen gibt!

Nochmal: Wozu Nationalsozialismus, den Nahost-Konflikt oder muslimische Religionsfanatiker "verstehen" lernen, wenn im Fall von Antisemitismus seitens der Justiz ein gänzlich anderes "Verständnis" obliegt?


In der Regel profitieren von Kriegs-Konflikten immer einige wenige Menschen aus Militär, Wirtschaft und Politik - mit ganz ureigenen Interessen: Macht, Einfluss und Geld.

Man sagt ja beschönigend, Kriege werden geführt, um Frieden zu schaffen. Genauso verlogen sind die internationalen Sportveranstaltungen - da geht es angeblich auch nur um "Dabei sein ist alles", Völkerverständigung und fairen Wettbewerb. Aber tatsächlich unterliegt der internationale Sport auch nur den Kriegs-Instikten: Macht, Einfluss, Geld und auch hier profitieren nur einige wenige Menschen.


Sofern Deutschland Teil des Konfliktes ist, dann ja und nur innerhalb diesen Rahmens. Z. B. eben, dass eindeutig festgestellt wird, was mit den deutschen Hilfsgeldern an die Palästinenser passiert. Wenn dafür Kriegsmittel angeschafft werden, muss Deutschland aktiv gegensteuern. Aber der Nahost-Konflikt in seiner Gänze ist kein deutsches Problem und liegt somit auch nicht in deutscher Verantwortung. Zumal vornehmlich die israelische Regierung es garantiert nicht gerne hätte, dass die deutsche Regierung zu anderen Ergebnissen käme, als sie selbst. Gerade Israel wird von Deutschland Positionierung erwarten und dabei immer wieder auf "unsere Schuld" verweisen. Genauso wie es in Deutschland Leute gibt, die sich, eben aufgrund unserer Vergangenheit und der damit verbundenen Schuld, automatisch gen Israel positionieren (und nichts anderes verstehen wollen!). Somit sehe ich persönlich "saubere" Aufarbeitung im Grunde unmöglich.


Wir haben Gesetze, die u. a. Antisemitismus verbieten und bei Zuwiderhandeln unter Strafe stellen.

MEHR GEHT NICHT.

Die Politik besitzt nicht die "göttliche Gabe", den Menschen ihren Antisemitismus aus den Köpfen zu saugen oder was auch immer. Menschen sind keine Maschinen und Antisemitismus lediglich eine falsche Programmierung. Alles, was sie tun kann ist, die Menschen zur Einhaltung ihrer Gesetze aufzufordern und Androhung von entsprechend vorgesehener Bestrafung. Aber vielen, bzw. immer mehr Menschen ist das EGAL. Aus diversen Gründen. Der moderne Mensch zeichnet sich immer mehr dadurch aus, dass er sich vorrangig von der Politik unabhängig macht.


So ein blühender Blödsinn - du verkennst die weitaus größere Macht des sogenannten "freien Internets"! Informier' dich mal über den "Arabischen Frühling"!

Ich habe dir schon geschrieben, dass sich der Mensch heute problemlos der politischen Macht entziehen kann - das Internet ist voll mit Filterblasen. Wenn die Politik Herr über den Antisemitismus werden will, muss sie zuerst Herr über das Internet werden - ABER: Chinesische Zustände will man auch nicht haben!


Du meinst allen Ernstes, wenn die Merkel in Berlin mal richtig feste auf den Tisch haut, dann gibt es im Nahen Osten ein Erdbeben?

Und warum soll die Merkel etwas schaffen, was der Trump nicht schafft - sein Land leidet schließlich AUCH unter zunehmendem Antisemitismus! Es hat bislang nur geschafft, dass eine Jerusalemer Stadtviertel nach ihm benannt wurde. Tolle Weltpolizei! :rolleyes:

Aber träumen darfst du - nur nicht Traum mit Realität verwechseln! ;)


Dieser Fall ist schon lange, lange eingetreten... oder hast du nichts von den vielen Türken, Russen, Italienern, Griechen, Jugoslawen, Polen, Rumänen, Indern, Chinesen usw in Deutschland mitbekommen? Kannst ja mal gern zu mir kommen, dann gehen wir zusammen mal in den innerstädtischen Aldi - da spricht kaum einer (freiwillig!) Deutsch. Höchstens das Kassenpersonal, obgleich sie einen hin und wieder auch auf Englisch ansprechen, wenn sie jemand für einen Studenten unserer internationalen Hochschule halten... Deutscheland nix Nazi, Deutscheland viiiiel gutt! :|


Also bist du nicht an einer Konflikt-Lösung INSGESAMT interessiert, sondern lediglich an Konflikt-Positionierung EINSEITIG zu Gunsten Israels.



Beginnend mit dem Anfang.

Nein. Politiker sollten ihren unterirdischen Wissensstand zum Nahostkonflikt nicht zu korrigieren, um das Volk aufzuklären. Sie benötigen eine tragfähige Wissenstiefe als Basis ihrer Entscheidungen und Stellungnahmen. Immerhin bestimmen sie das Verhältnis zweier Länder. Von Geheiß zur blinden Gefolgschaft kann in unserem Land keine Rede sein. Die ist totalitären Staaten vorbehalten. Eine tragfähige Wissensgrundlage verhindert politische Entgleisungen wie Gabriel und Schulz sich geleistet haben und eklige Heuchelei wie H: Maas sie sich leistete. Mit solch einem Hintergrund täte er es sich dreimal überlegen, ob er die Hand für die islamistische Propaganda in der UN hebt und hinterher sagt, ein bisschen weniger Israel dämonisieren verhindere Schlimmeres! Auch ein echtes Schmankerl, die Abstimmung im Bundestag! Dummheit oder Antisemitismus an breiter Front oder gar Populismus auf dem Rücken Israels, im Glauben, damit bei den Wählern Punkten zu können? Letzteres täte unsere Abgeordneten im Bundestag als eigennützige Idioten outen.



Aufklärung ist Sache der Schulen und damit des Bildungsministeriums. Um das für Deutschland, aber auch für Europa, giftige Wissensdefizit endlich spürbar zu verringern gehört der Nahostkonflikt von der Mandatsfrage bis heute in den Unterricht deutscher Schulen. Sauber und fair aufgearbeitet. Die Schüler bekommen die Bostoner Teeparty, die Französische Revolution und auch den Dreißigjährigen Krieg vermittelt, der ebenfalls ein religiös motiviertes Gemetzel war. Warum also nicht auch den schon doppelt so lang andauernden Nahostkonflikt? Auch er ist ein religiöses Gemetzel, in dem allerdings nur eine Seite nach der Vernichtung der anderen geifert. Nachhaltige Aufklärung muss früh beginnen, und die zum Nahostkonflikt hätte schon vor Jahrzehnten beginnen sollen. Er ist leicht als ergiebige Quelle für antisemitsche Propaganda im vermeintlich seriösen Gewand zu entlarven. Propaganda, die bevorzugt Deutschland wieder einmal zu vergiften droht. Und da in Deutschland Schulpflicht für Alle besteht, kämen auch die gesamten kommenden Generation in den Genuss, der Aufklärung und hat zumindest die Gelegenheit, die vermittelten Dinge mit denen daheim oder sonst wo gehrten abzugleichen und selbst zu prüfen, was der Wahrheit näher kommt.

Ich mach mir keine Sorgen über die Handvoll unbelehrbarer eigenen Glatzen. Die hatten und haben wir sicher im Griff. Notfalls hilft eine Runde Knast für Volksverhetzung. Ich weiß nicht, ob es in Deutschland den Tatbestand des Hassverbrechens gibt. Wenn nicht, wäre ggf- auch darüber als Strafverschärfung nachzudenken. Wäre aber Aufgabe von Volljuristen.

Was die Meldungen der Medien angeht. Da kann man nur die öffentlich rechtlichen Sender erwähnen. Sie haben einen Bildungs- und Informationsauftrag. Verfehlen sie den, oder berichten unredlich, ist es Sache der Aufsichtsgremien, die Verantwortlichen ggf. abzumahnen. Zur schulischen Aufklärung wären sauber aufgearbeitete Dokus zur Aufklärung der breiten Volksmasse zum Nahostkonflikt angezeigt. Darin sollten auch die systematischen antiisraelischen Propagandaaktionen in der UN und den dazugehörigen Untergremien aufgezeigt werden. Es dürfte für eine breite Masse von Interesse sein, zu erfahren, wer da wie z. B. im Menschenrechtsrat agiert! Und natürlich gehört dazu die Offenlegung von Organisationen wie die BDS. Ihre Gründer, Hintermänner, Akteure samt deren Intentionen überfällig. Dazu können gern auch die Unterstützer im Land gehört werden. Ein paar gezielte Fragen wird ans Licht bringen, ob sie wirklich wissen, was sie tun oder ob sie gar Antisemiten im gutbürgerlichen Gewand sind.

Was den islamischen Antisemitismus angeht, so dürfte eine vernünftige Aufklärung deren Verbreitung zumindest erheblich erschweren. Personen, die sich propagandistisch hervortun, aktiv oder nur auf Demos z. B. „Juden ins Gas“ gehören konsequent in den Knast gesteckt und, wenn möglich, kurzfristig des Landes verwiesen! Deutschland darf sich nicht länger zum Nebenschauplatz des Nahostkonfliktes machen lassen!
Zu den öffentlich rechtlichen Meiden fiel mir auf, dass sie uns mit Talkshows buchstäblich erddrücken, sobald Möchtegernführer Höcke und ähnliche Gestalten mal wieder entgleisen. Jeder politische Backenbläser fühlt sich dann verpflichtet, dem dummen Volk seine Meinung zu verkünden. Als Schulz, Gabriel und Mass sich ihre antisemitisch stinkenden Entgleisungen leisteten, herrschte Stille im Wald. Kein noch so eifriger Talkmaster schien daran interessiert, diese wirklich bedenklichen Auftritte amtierender Minister und Kanzlerkandidaten Gelegenheit zu geben, ihre Entgleisungen zu erläutern. Wenn nötig, auch in deren Abwesenheit. Ich gehe mal davon aus, dass keiner Lust darauf hatte, mal im Zentrum ausgiebiger und längst überfälliger Diskussionen zu stehen und sich kritischen Fragen stellen zu müssen.

Wird die Aufklärung ernst genommen, liefen Meldungen, Israel bombardiere den Gazastreifen, ins Leere. Jeder wüssten, dass Israel das nicht aus Mangel an Ideen täte, sondern dass die Meldung mit völliger Sicherheit nur die halbe Geschichte wäre und Israels nicht den Gazastreifen pauschal bombardierte, sondern Terrorstellungen der Hamas, nachdem die mal wieder Raketen auf Israel geschossen haben. Die Prüfung solcher Meldungen, auch das Hinterfragen im TV wäre schon ein recht guter Anfang.

Nicht zuletzt frage ich mich auf, wieso wichtige Politiker schon so oft im TV um Toleranz gegenüber Muslimen usw. gebeten haben, für die Juden erinnere ich nicht eine solch öffentliche Fürbitte. Offenbar scheint es für die Politik akzeptabel, dass jüdische Einrichtungen in Deutschland rund um die Uhr bewacht werden müssen. Oder wissen die am Ende nicht einmal das? Ist dem so, wie zum Teufel können solche Politiker dem Volk wissen lassen, dass alles gut wird, wenn sie keinen Schimmer von der Schieflage haben?
Lebe, als würdest Du morgen sterben, lerne, als würdest zu ewig leben.
(Mahatma Gandhi)

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