Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

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BlueMonday
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon BlueMonday » Mo 25. Mai 2020, 14:18

Tja, der politisierte Mensch meint nie sich selbst, immer die anderen, die Reichen, den Staat, die Politik, die Gesellschaft usw. Aber "die Gesellschaft" besteht nun aus nichts anderem als lauter Einzelnen. Und wenn man der Gesellschaft Verzicht verordnet, dann eben den Einzelnen und so ein Einzelner ist man selbst.

"Die Ressoucen sind begrenzt." Das ist wohl der einzige allgemeine Konsens. Zwei wesentliche Wege gibt es, mit dieser Einsicht umzugehen, wenn man darauf abzielt, dass "die anderen" mehr haben sollen.
Der erste Weg besteht darin, mit den vorhandenen Mitteln effizienter umzugehen, also mehr aus einer Einheit eines Mittels herauszuholen, also in ergiebigere Produktionswege zu investieren und dabei kostenbewusst=gewinnorientiert zu sein. Die kapitalistische Methode letztlich. Damit hat ja insbesondere der Linke wiederum seine Probleme, kritisiert die "Ökonomisierung" der Welt, verabscheut förmlich "die Wirtschaft".

Oder man verzichtet schlicht auf einen Teil, damit andere mehr haben. Und dann liegt sicherlich die Frage nahe, auf wieviel man bereit ist zu verzichten als guter Mensch.

Wenn man es mal auf die ganz unterste, existentielle, physikalische Stufe herunterbricht: Der Mensch als Organismus besteht vor allem aus Kohlenstoffverbindungen. Wenn man die ganze Menschheit auf eine große Waage stellen würde, käme eine bestimmter Masseanteil an Kohlenstoff heraus. Der Kohlenstoff auf der Erde ist nicht endlos. Allein aus dieser verfügbaren Kohlenstoffmenge resultiert eine absolute Höchstanzahl an Menschen, die auf der Erde gleichzeitig existieren können.
Den Kohlenstoff holt sich der Mensch sich aus seiner Umwelt, aus der sonstigen Biomasse, ernährt sich auf Kosten dieser, wie jedes andere Tier auch.

Nun gibt es ja reihenweise Klimaretter und Umweltbewegte, die möglichst viel von diesem Kohlenstoff wieder aus "dem Kreislauf" bzw aus den Händen der Menschheit bekommen wollen. Allein durch die dann folgende Reduktion der als Nahrung zur Verfügung stehenden Biomasse reduziert sich auch die Zahl der möglichen Menschen. Und auf irgendeine Weise wird man auch auf diesem neuen grünen Kurs auswählen müssen, wer zuviel ist. Eine Unvermeidlichkeit. Wer nun gar nicht erst geboren wird, der muss auch nicht leidvoll verhungern. Das ist wohl die vernünftigste Weise. Der persönliche Beitrag wäre eben der Verzicht auf eigene Reproduktion, vielleicht allein schon durch die Einsicht, dass es bereits genug Menschen auf der Welt gibt. Der Hungertod wartet jedenfalls immer als letzte Korrektur für die weniger Einsichtigen oder Findigen.
Greif niemals in ein Wespennest, doch wenn du greifst, dann greife fest.
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Corella » Mo 25. Mai 2020, 14:49

BlueMonday hat geschrieben:(25 May 2020, 14:18)

Wenn man die ganze Menschheit auf eine große Waage stellen würde, käme eine bestimmter Masseanteil an Kohlenstoff heraus. Der Kohlenstoff auf der Erde ist nicht endlos. Allein aus dieser verfügbaren Kohlenstoffmenge resultiert eine absolute Höchstanzahl an Menschen, die auf der Erde gleichzeitig existieren können.


Was muss man zu sich nehmen, um eine solche Idee zu halluzinieren? Am helllichten Tag!

Du wiederholst den Mist beständig. Kaum 0,2 Gigatonnen Kohlenstoff bringen wir auf die Waage, während wir jedes Jahr(!) 9 Gigatonnen aus der Lithosphäre zusätzlich verfügbar machen. Abgesehen davon, dass wir stehende Biomasse auch reduzieren (Abholzung).
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 25. Mai 2020, 17:36

BlueMonday hat geschrieben:(25 May 2020, 14:18)

Tja, der politisierte Mensch meint nie sich selbst, immer die anderen, die Reichen, den Staat, die Politik, die Gesellschaft usw. Aber "die Gesellschaft" besteht nun aus nichts anderem als lauter Einzelnen. Und wenn man der Gesellschaft Verzicht verordnet, dann eben den Einzelnen und so ein Einzelner ist man selbst.

"Die Ressoucen sind begrenzt." Das ist wohl der einzige allgemeine Konsens. Zwei wesentliche Wege gibt es, mit dieser Einsicht umzugehen, wenn man darauf abzielt, dass "die anderen" mehr haben sollen.
Der erste Weg besteht darin, mit den vorhandenen Mitteln effizienter umzugehen, also mehr aus einer Einheit eines Mittels herauszuholen, also in ergiebigere Produktionswege zu investieren und dabei kostenbewusst=gewinnorientiert zu sein. Die kapitalistische Methode letztlich. Damit hat ja insbesondere der Linke wiederum seine Probleme, kritisiert die "Ökonomisierung" der Welt, verabscheut förmlich "die Wirtschaft".

Oder man verzichtet schlicht auf einen Teil, damit andere mehr haben. Und dann liegt sicherlich die Frage nahe, auf wieviel man bereit ist zu verzichten als guter Mensch.

Wenn man es mal auf die ganz unterste, existentielle, physikalische Stufe herunterbricht: Der Mensch als Organismus besteht vor allem aus Kohlenstoffverbindungen. Wenn man die ganze Menschheit auf eine große Waage stellen würde, käme eine bestimmter Masseanteil an Kohlenstoff heraus. Der Kohlenstoff auf der Erde ist nicht endlos. Allein aus dieser verfügbaren Kohlenstoffmenge resultiert eine absolute Höchstanzahl an Menschen, die auf der Erde gleichzeitig existieren können.


Die Erde als Planet verfügt über insgesamt etwa 1,85 Milliarden Gigatonnen Kohlenstoff in verschiedener Form. Die Menschen auf der Waage wiegen im weltweiten Durchschnitt 62 kg. Wollen wir davon ausgehend mal ausrechen, wieviel Menschen - in Bezug auf Kohlenstoff - die Erde verträgt? Mensch. Das ist doch nicht dein Niveau!

Du kannst dir - wie nicht wenige auch - einfach nicht vorstellen, dass das, was du dir nicht anders als "Verzicht" vorstellen kannst, für Menschen "Gewinn" bedeuten kann. Weniger nämlich. Die kapitalistischen Fließbänder produzieren unablässig Mobilfunkgeräte, Autos, Bekleidungsstücke. Und der gesunde Menschenverstand würde einem eigentlich sagen, dass es gut ist, wenn der Bedarf daran zurückgeht, zurückgehen würde. Nicht so die kapitalistische Logik. Wenn der Bedarf zurückgeht, muss er künstlich angefacht werden. Könnte es sein, dass wir inzwischen weitgehend gar nicht mehr in einem Zyklus von tatsächlichem Bedarf und Angebot sondern von Bedarfsanfachung und Wertschöpfung leben?

Ein vernünftiges Wirtschaftssystem muss - unabhängig von politischen Richtungen - und jedenfalls im 21. Jahrhundert - Verzicht, Wachstumsbeschränkung systemisch belohnen.
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Corella » Mo 25. Mai 2020, 20:18

schokoschendrezki hat geschrieben:(25 May 2020, 17:36)

Die Erde als Planet verfügt über insgesamt etwa 1,85 Milliarden Gigatonnen Kohlenstoff in verschiedener Form. Die Menschen auf der Waage wiegen im weltweiten Durchschnitt 62 kg. Wollen wir davon ausgehend mal ausrechen, wieviel Menschen - in Bezug auf Kohlenstoff - die Erde verträgt? Mensch. Das ist doch nicht dein Niveau!

Du kannst dir - wie nicht wenige auch - einfach nicht vorstellen, dass das, was du dir nicht anders als "Verzicht" vorstellen kannst, für Menschen "Gewinn" bedeuten kann. Weniger nämlich. Die kapitalistischen Fließbänder produzieren unablässig Mobilfunkgeräte, Autos, Bekleidungsstücke. Und der gesunde Menschenverstand würde einem eigentlich sagen, dass es gut ist, wenn der Bedarf daran zurückgeht, zurückgehen würde. Nicht so die kapitalistische Logik. Wenn der Bedarf zurückgeht, muss er künstlich angefacht werden. Könnte es sein, dass wir inzwischen weitgehend gar nicht mehr in einem Zyklus von tatsächlichem Bedarf und Angebot sondern von Bedarfsanfachung und Wertschöpfung leben?

Ein vernünftiges Wirtschaftssystem muss - unabhängig von politischen Richtungen - und jedenfalls im 21. Jahrhundert - Verzicht, Wachstumsbeschränkung systemisch belohnen.


Das bestehende System ist ja noch schlimmer. Wenn irgendwas ist, was gut funktioniert, von einer langlebigen Jeans oder Waschmaschine, bis natürliche Bestäuber oder Erholungslandschaft, dann kann man daraus kein "Wachstumsgeschäft" machen. Der Umsatz muss erhöht werden. 4 Mal im Jahr neuer Modetrend, kurzlebige Produkte, Substitute natürlicher Dienstleistung...

Komisch: in diesem Punkt versteht unsere Opposition den Zusammenhang von Umsatz und Verfügbarkeit, aber wenn es um naturgegebene Stoffkreisläufe geht...
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 25. Mai 2020, 20:48

Corella hat geschrieben:(25 May 2020, 20:18)

Das bestehende System ist ja noch schlimmer. Wenn irgendwas ist, was gut funktioniert, von einer langlebigen Jeans oder Waschmaschine, bis natürliche Bestäuber oder Erholungslandschaft, dann kann man daraus kein "Wachstumsgeschäft" machen. Der Umsatz muss erhöht werden. 4 Mal im Jahr neuer Modetrend, kurzlebige Produkte, Substitute natürlicher Dienstleistung...

Komisch: in diesem Punkt versteht unsere Opposition den Zusammenhang von Umsatz und Verfügbarkeit, aber wenn es um naturgegebene Stoffkreisläufe geht...

Die klassische Wohlfahrtsökonomie mit ihrem Allokationsparadigma ist etwas ähnliches wie die klassische Newtonsche Mechanik gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie ist in sich nicht komplett falsch und alle glauben, dass mit ihr eigentlich alles gesagt und geschrieben ist. Und es nur noch einiger Ergänzungen bedarf. Nur wenige ahnten, dass mit der modernen Physik alles anders wird. Alles. Und zwar radikal anders. Die grundlegenden und scheinbar nicht zu hinterfragenden Voraussetzungen müssen grundlegend hinterfragt werden.
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Corella » Mo 25. Mai 2020, 20:58

schokoschendrezki hat geschrieben:(25 May 2020, 20:48)

Die klassische Wohlfahrtsökonomie mit ihrem Allokationsparadigma ist etwas ähnliches wie die klassische Newtonsche Mechanik gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie ist in sich nicht komplett falsch und alle glauben, dass mit ihr eigentlich alles gesagt und geschrieben ist. Und es nur noch einiger Ergänzungen bedarf. Nur wenige ahnten, dass mit der modernen Physik alles anders wird. Alles. Und zwar radikal anders. Die grundlegenden und scheinbar nicht zu hinterfragenden Voraussetzungen müssen grundlegend hinterfragt werden.


Das lass ich mir sagen! Ich will nicht weiter gehen, als bis zur Diagnose.
Gerade bei denjenigen, die am meisten von Ökonomie verstehen, ist ja Diagnose oder Zuständigkeit für Therapievorschläge unzureichend anerkannt. Andernfalls zu vielstimmig, uneinheitlich. Es muss ja keiner mit Ökonomen streiten, das kann die Branche unter sich allein.
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Re: Die Neue Rechte und die "Überbevölkerung"

Beitragvon garfield336 » Do 6. Aug 2020, 10:16

Realist2014 hat geschrieben:(07 Apr 2020, 21:50)

Du erkennst den Widerspruch?


In Europa haben wir keinerlei Überbevölkerung

Dagegen in einigen afrikanischen Ländern ganz extrem

Fakt ist, die Anzahl der Kinder pro Frau nimmt ab, um so höher der Wohlstand in einem Land ist und die Kinder nicht mehr als "Altersversorgung" betrachtet werden


Weite Teile Afrikas sind deutlich dünner besiedelt als Europa.

Afrika ist auch der einzige Kontinent wo es noch ein nennenswertes Bevölkerungswachstum gibt. Andere Erdregionen stagniert die Bevölkerung oder geht bereits wieder zurück.
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Sungawakan » Do 6. Aug 2020, 18:42

Meines Wissens nahm der Fleischkonsum mit wachsendem Wohlstand überall auf der Welt zu. Es mag Abweichungen aus religiösen Gründen (Hinduismus) geben, aber letztendlich ist es allgemeingültig. Die Afrikaner wollen, können aber nicht, wenn man es zynisch betrachtet.

Der Fleischkonsum ist in den verschiedenen Staaten der Erde unterschiedlich ausgeprägt. Dies ist unter anderem kulturell und religiös bedingt. Der Fleischkonsum steigt mit dem Bruttonationaleinkommen. Nach einer Hochrechnung der Welternährungsorganisation FAO lag der Pro-Kopf-Verbrauch weltweit im Mittel bei 42,5 Kilogramm pro Jahr.
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon aleph » Do 6. Aug 2020, 18:46

Auch Afrikaner können sich zunehmend Fleisch leisten und tun es auch, in islamischen Ländern natürlich kein Schweinefleisch, es gibt ja genügend Alternativen.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Billie Holiday » Do 6. Aug 2020, 18:54

aleph hat geschrieben:(06 Aug 2020, 18:46)

Auch Afrikaner können sich zunehmend Fleisch leisten und tun es auch, in islamischen Ländern natürlich kein Schweinefleisch, es gibt ja genügend Alternativen.


Das ist auch gut so. Nur muß man nicht so tun, als würden die braven Afrikaner aus Natur- und Tierschutzgründen freiwillig und gern verzichten, um dem bösen Westen zu zeigen, was moralisch richtig ist. Sie würden mit europäischen Möglichkeiten auch zu bösen Vielfressern mutieren. Der Mensch nimmt seine Möglichkeiten wahr. Ein Trend zu mehr Fleischverzicht wäre aber bei uns wünschenswert aus den bekannten Gründen.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Meruem » Do 6. Aug 2020, 19:02

Billie Holiday hat geschrieben:(06 Aug 2020, 18:54)

Das ist auch gut so. Nur muß man nicht so tun, als würden die braven Afrikaner aus Natur- und Tierschutzgründen freiwillig und gern verzichten, um dem bösen Westen zu zeigen, was moralisch richtig ist. Sie würden mit europäischen Möglichkeiten auch zu bösen Vielfressern mutieren. Der Mensch nimmt seine Möglichkeiten wahr. Ein Trend zu mehr Fleischverzicht wäre aber bei uns wünschenswert aus den bekannten Gründen.


Ja,nur ist auch gerade auch hierzulande beim Trend das genaue Gegenteil der Fall , man schau mal den Pro Kopf Fleischkonsum an , frei nach dem Motto Skandal egal, viele verdrängen schlicht einfach die negativen Folgen ihres Verhaltens ( übermäßig Fleisch konsumierens zu Lasten und Schaden der Tiere, anderer Menschen Stichwort Futtermittelanbau oder Arbeitsbedinungen in Schlachtbetrieben und für die Natur generell Stichwort Klimaproblematik ) die Probleme sind ja allenthalben bekannt,,da muss man nicht erst mit den Finger auf Asiaten oder Afrikaner zeigen wenn man als Europäer keinen Deut besser ist.
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Billie Holiday » Do 6. Aug 2020, 19:12

Meruem hat geschrieben:(06 Aug 2020, 19:02)

Ja,nur ist auch gerade auch hierzulande beim Trend das genaue Gegenteil der Fall , man schau mal den Pro Kopf Fleischkonsum an , frei nach dem Motto Skandal egal, viele verdrängen schlicht einfach die negativen Folgen ihres Verhaltens ( übermäßig Fleisch konsumierens zu Lasten und,Schaden der Tiere, andere Menschen Stichwort Futtermittelanbau oder Arbeitsbrdinungen in Schlachtbezrieben und für die Natur Stichwort Klimaproblematik ) die Probleme sind,ja allenthalben bekannt,,da muss nicht erst mit den Ginger auf Asiaten oder Afrikaner zeigen wenn man als Europäer keinen Deut besser ist.


Ich zeige nicht mit Fingern auf andere. Ich esse selten Fleisch und dann qualitativ gutes. Abgepacktes Billig-Fleisch widert mich an, aber ich kann anderen Menschen schlecht Vorschriften machen. Was die Menschen in Asien oder Afrika essen, ist mir ehrlich gesagt wurscht. Ich wünschte, jedes Kind ginge satt zu Bett.
Was ich beim Einkaufen sehen kann, ist, dass viele zu Bioprodukten greifen. Vielleicht wird der Trend zu vernünftigem Umgang mit Natur und Ressourcen ein schleichender sein.
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Mahmoud » Mi 12. Aug 2020, 09:40

Ich denke, daß Weltbevölkerung das Thema der Zukunft ist bzw. wie deren Wachstum zu stoppen oder zu senken ist.

Umso erschreckender finde ich, daß ich immer wieder in den Medien lese, daß Wissenschaftler an Maßnahmen forschen, wie das menschliche Leben deutlich zu verlängern ist. Daran sieht man, daß Streben nach Ruhm und Geld jegliche Vernunft verdrängt.

Als Lösung sehe ich drei Ansätze:
1. Einen freiwilligen Ansatz, der auf Vernunft und Einsicht basiert, sprich: Eine weltweite Geburtenkontrolle.

2. Regulierung durch unfreiwillige Katastrophen, sprich: Ausbruch von Krankheiten und Epidemien.
Ausbruch von" Naturkatastrophen" wie Dürren oder Überschwemmungen, die letztlich in Hungersnöte münden. Oder die in weltweite Wanderungsbewegungen münden und damit in Bürgerkriege und Unruhen.

3. Regulierung durch "freiwillige" Katastrophen, sprich: Entwicklung , Züchtung und Freisetzung von Viren und Bakterien durch staatlich organisierte Geheimorganisationen in der Überzeugung, daß dies das kleinere Übel ist. Science Fiction lässt grüßen....
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Sören74 » Mi 12. Aug 2020, 10:24

Mahmoud hat geschrieben:(12 Aug 2020, 09:40)

Ich denke, daß Weltbevölkerung das Thema der Zukunft ist bzw. wie deren Wachstum zu stoppen oder zu senken ist.

Umso erschreckender finde ich, daß ich immer wieder in den Medien lese, daß Wissenschaftler an Maßnahmen forschen, wie das menschliche Leben deutlich zu verlängern ist. Daran sieht man, daß Streben nach Ruhm und Geld jegliche Vernunft verdrängt.


Die Bemühungen der Medizin in den letzten Jahrhunderten beruhten hauptsächlich darauf, das menschliche Leben zu verlängern. Was ist daran unvernünftig?
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Mahmoud » Mi 12. Aug 2020, 10:35

Sören74 hat geschrieben:(12 Aug 2020, 10:24)

Die Bemühungen der Medizin in den letzten Jahrhunderten beruhten hauptsächlich darauf, das menschliche Leben zu verlängern. Was ist daran unvernünftig?


Äh...? Wovon handelt noch gleich der Faden hier? ;)

Daß an der Verlängerung des menschlichen Lebens geforscht wurde, ist absolut nachvollziehbar. Mittlerweile aber müsste klar sein, daß die Erdüberbevölkerung und das Bevölkerungswachstum ein riesiges Problem darstellt, welches immer dringlicher wird. Und wenn dann die vielen Menschen auch noch älter werden, trägt das nicht unbedingt zur Entlastung bei.... ;)
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Re: Das Weltbevölkerungswachstum: demographische Ursachen, Probleme und Lösungen

Beitragvon Sören74 » Mi 12. Aug 2020, 10:45

Mahmoud hat geschrieben:(12 Aug 2020, 10:35)

Äh...? Wovon handelt noch gleich der Faden hier? ;)

Daß an der Verlängerung des menschlichen Lebens geforscht wurde, ist absolut nachvollziehbar. Mittlerweile aber müsste klar sein, daß die Erdüberbevölkerung und das Bevölkerungswachstum ein riesiges Problem darstellt, welches immer dringlicher wird. Und wenn dann die vielen Menschen auch noch älter werden, trägt das nicht unbedingt zur Entlastung bei.... ;)


Lieber Mahmoud, ich beziehe mich auf das was Du schreibst. Und Du schreibst: "Umso erschreckender finde ich, daß ich immer wieder in den Medien lese, daß Wissenschaftler an Maßnahmen forschen, wie das menschliche Leben deutlich zu verlängern ist." Das taten Wissenschaftler schon seit Jahrhunderten und das zum Nutzen der menschlichen Gesellschaft. Deshalb wollte ich von Dir wissen, was daran unvernünftig ist. Angenommen das Bevölkerungswachstum ist ein Problem, dann ist nicht jede Maßnahme, die sich gegen das Wachstum richtet sinnvoll. Um es mal metaphorisch auszudrücken, wenn Du Zahnschmerzen hast, ist nicht immer die Zahnextraktion eine richtige Methode.

Und mal ein Hinweis zum Nachdenken, die Länder mit den höchsten Lebenserwartungen erleben eine Stagnation oder gar Rückgang der Bevölkerungszahlen. Denn hohe Lebenserwartung und Wohlstand korrelieren genauso miteinander wie mit geringeren Geburtenzahlen. Und hier würde ich sogar beim Wohlstand von einer kausalen Ursache sprechen.

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