neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

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Corella
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Corella » Mi 27. Jan 2021, 07:21

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(27 Jan 2021, 00:45)

Das Problem heute ist die Bevoelkerungsdichte und die Mobilitaet, gekoppelt mit mangelnder Lebensmittel Hygiene und brutale Einpferchung der Enten, Huehner, Fledermauese und anderen Tieren (da gibt es keinen Tierschutzverein) auf vielen wet markets. Da verbreitet sich ein Virus sehr schnell.

Zunächst, an oben anknüpfend eher der Kontakt zu kaum kontaktetem, der qualitative Sprung, denn der quantitative ist nur eine Frage der Zeit. Also eher bush meat aus ex wilder Ecke. HIV dürfte ein brrühmtes Beispiel sein.
Aber richtig: die chinesische Tierhaltung ist durch den quantitativen Austausch mit Menschen dann ein Mikroben-Reaktor zur Erzeugung neuer Erreger. Viecher, die den Sprung sonst kaum geschafft hätten, können es dann doch.

Spontan aus dem Ärmel, könnt man nochmal lesen oder wer besser kann: Vogelgrippe müsste eher dem quantitativen Geschehen wie chinesische Tierhaltung entspringen, Covid 19 eher dem qualitativen: Erschließung von neuem.
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yogi61
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon yogi61 » Mi 27. Jan 2021, 08:18

Christian Drosten zu Reisebeschränkungen, "No Covid" und zu den Aussichten und möglichen Strategien.

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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Kölner1302 » Mi 27. Jan 2021, 08:20

Bielefeld09 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 01:03)

Tja, die haben aber auch keine EU Fördermittel bekommen.
So einfach ist Marktwirtschaft!


Zur Marktwirtschaft gehören auch Verträge und Verhandlung.
Und was ich bisher mitbekommen habe, lässt auf schlechte Qualität bei den Vertragsabschlüssen schließen:
- so wurde doch zB 1 Milliarde EU Geld in die Forschung bei Astra Zeneca gesteckt und jetzt ist die EU empört, dass sie keine Lieferung bekommt.
Ja wenn jmd einen solchen Betrag an einen anderen gibt, dann sichert doch jeder vernünftige Mensch ab, dass er dann auch bei den ersten Lieferungen dabei ist. Dafür stände zB das Rechtsmittel der Sicherungsübereignung der Vakzine an die EU zur Verfügung. Dann ist die Herausgabe an einen anderen Vertragspartner Diebstahl / Unterschlagung und eine Sache für den Staatsanwalt. Und es besteht wegen des Sicherungseigentums ein Herausgabeanspruch gegen jeden, an den die Ware vertragswidrig ausgeliefert wurde. Hat die EU sich nicht etwas Impfstoff zur Sicherung übereignen lassen? Warum ggfls. nicht?
Von der Möglichkeit sich Fristen und Vertragsstrafen einräumen zu lassen hatte ich schon gesprochen...
Ausfuhrverbote sind eben gerade keine Methode der Marktwirtschaft!
Zuletzt geändert von Kölner1302 am Mi 27. Jan 2021, 08:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Kölner1302 » Mi 27. Jan 2021, 08:24

Bielefeld09 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 00:56)

Tja, gerechte Verteilung ist eben ein weltweites Thema.
Aber Europa ist eben nicht der Arsch vom Rest der Welt.
Verträge sind einzuhalten!


Man wusste vorher dass es hemdsärmelig zugehen wird bei den Lieferungen.
Und es gibt sehr wirksames zivile vertragsrechtliche Methoden den Vertragspartner zur Vertragstreue zu zwingen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Mi 27. Jan 2021, 08:31

Kölner1302 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 00:22)

Im Jura Erstsemester habe ich mal gelernt, das man immer dann vorsichtig werden muss wenn Worte wie sicherlich und selbstverständlich auftauchen.
Dann geht es nämlich sicherlich nicht selbstverständliches. In der Regel verdecken diese Worte etwas.
Wir kennen den Wortlaut der Verträge von Astra Zeneca mit den Briten, Amerikanern und Europäern nicht. Und auf den Wortlaut kommt es an.
Wenn zB ein Kunde Fristen setzt und für die Nichteinhaltung hohe Vertragsstrafen vereinbart und der andere Kunden hat keine Vertragsstrafen vereinbart, dann zB ist klar welcher Kunde für den Unternehmer Priorität hat.
So gibt es eine ganze Menge von Finessen. Und wir kennen wie gesagt den Wortlaut nicht....
Wenn ein knappes Produkt verkauft wird so lange bis die Lager leer bzw. die Saale voll sind, und man kauft es in letzter Sekunde, dann weiß man doch dass man wenn man Glück hat als letzter dran kommt und wenn man Pech hat eben sein Geld zurück bekommt...


Mein Kenntnisstand ist der, daß zumindest die in Deutschland ansässigen Unternehmen aus Bundesmitteln Fördermittel und Vorfinanzierungen für die Fertigungsvorbereitung erhalten haben, so daß es erfreulich schnell zu einem wirksamen Impfstoff kam. In der EU hat die EU (Wortlaut von-der-Leyen) Milliarden in europäische Unternehmen gesteckt, um nun am Katzentisch sitzen zu müssen..."Ätsch, zu spät bestellt!" Das Zeug erhalten also Kunden, die zu dieser erfolgreichen Entwicklung nicht die Bohne beigetragen haben. Das hat mit Verträgen nichts mehr zu tun. Das ist schäbig... und auch noch "konzertiert"!

Wir mit den Spendierhosen zahlen dafür dann auch noch mit tausenden Todesopfern durch die Pandemie.. in sehr einfacher Rechnung ab Jahresmitte mit Größenordnung 500 täglich, und mit Kompensationsleistungen für gesperrte Wirtschaftsbetriebe. Denn die Rechnung des Gesundheitsministers war ja: "Wir werden bis zur Jahresmitte jedem impfwilligen Mitbürger ein Impfangebot machen!" Die Kanzlerin hat schon einmal bis Ende Sommer (Ende September also) gedehnt... und ich fürchte, daß auch diese Verschiebung nicht die letzte sein wird.

Und darüber soll man in einer Pandemielage dann geschäftsmäßig mit "späteres Bestelldatum" hinweg gehen?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Kölner1302 » Mi 27. Jan 2021, 08:41

H2O hat geschrieben:(27 Jan 2021, 08:31)

Mein Kenntnisstand ist der, daß zumindest die in Deutschland ansässigen Unternehmen aus Bundesmitteln Fördermittel und Vorfinanzierungen für die Fertigungsvorbereitung erhalten haben, so daß es erfreulich schnell zu einem wirksamen Impfstoff kam. In der EU hat die EU (Wortlaut von-der-Leyen) Milliarden in europäische Unternehmen gesteckt, um nun am Katzentisch sitzen zu müssen..."Ätsch, zu spät bestellt!" Das Zeug erhalten also Kunden, die zu dieser erfolgreichen Entwicklung nicht die Bohne beigetragen haben. Das hat mit Verträgen nichts mehr zu tun. Das ist schäbig... und auch noch "konzertiert"!

Wir mit den Spendierhosen zahlen dafür dann auch noch mit tausenden Todesopfern durch die Pandemie.. in sehr einfacher Rechnung ab Jahresmitte mit Größenordnung 500 täglich, und mit Kompensationsleistungen für gesperrte Wirtschaftsbetriebe. Denn die Rechnung des Gesundheitsministers war ja: "Wir werden bis zur Jahresmitte jedem impfwilligen Mitbürger ein Impfangebot machen!" Die Kanzlerin hat schon einmal bis Ende Sommer (Ende September also) gedehnt... und ich fürchte, daß auch diese Verschiebung nicht die letzte sein wird.

Und darüber soll man in einer Pandemielage dann geschäftsmäßig mit "späteres Bestelldatum" hinweg gehen?


Ursula Von der Leyen!
https://m.tagesspiegel.de/politik/milli ... 90824.html
https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Nord ... ertig-sein
und die peinliche Misere der Bundeswehr - Ausrüstung: Flugzeuge am Boden, Außenminister stranden in der Südsee etc. pp.
Noch nicht vergessen!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Kölner1302 » Mi 27. Jan 2021, 08:52

H2O hat geschrieben:(27 Jan 2021, 08:31)

Mein Kenntnisstand ist der, daß zumindest die in Deutschland ansässigen Unternehmen aus Bundesmitteln Fördermittel und Vorfinanzierungen für die Fertigungsvorbereitung erhalten haben, so daß es erfreulich schnell zu einem wirksamen Impfstoff kam. In der EU hat die EU (Wortlaut von-der-Leyen) Milliarden in europäische Unternehmen gesteckt, um nun am Katzentisch sitzen zu müssen..."Ätsch, zu spät bestellt!" Das Zeug erhalten also Kunden, die zu dieser erfolgreichen Entwicklung nicht die Bohne beigetragen haben. Das hat mit Verträgen nichts mehr zu tun. Das ist schäbig... und auch noch "konzertiert"!

Wir mit den Spendierhosen zahlen dafür dann auch noch mit tausenden Todesopfern durch die Pandemie.. in sehr einfacher Rechnung ab Jahresmitte mit Größenordnung 500 täglich, und mit Kompensationsleistungen für gesperrte Wirtschaftsbetriebe. Denn die Rechnung des Gesundheitsministers war ja: "Wir werden bis zur Jahresmitte jedem impfwilligen Mitbürger ein Impfangebot machen!" Die Kanzlerin hat schon einmal bis Ende Sommer (Ende September also) gedehnt... und ich fürchte, daß auch diese Verschiebung nicht die letzte sein wird.

Und darüber soll man in einer Pandemielage dann geschäftsmäßig mit "späteres Bestelldatum" hinweg gehen?


Sie könnten den Impfstoff zB beschlagnahmen lassen Vom Gerichtsvollzieher.
Oder Kraft Sicherungseigentums ihr Eigentum unter Polizeischutz selbst abholen!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Mi 27. Jan 2021, 09:09

Kölner1302 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 08:41)

Ursula Von der Leyen!
https://m.tagesspiegel.de/politik/milli ... 90824.html
https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Nord ... ertig-sein
und die peinliche Misere der Bundeswehr - Ausrüstung: Flugzeuge am Boden, Außenminister stranden in der Südsee etc. pp.
Noch nicht vergessen!


Und nun ihre Nachfolgerin im Ministerium macht die Sache besser oder gar nicht? Mein Verdacht ist da ein völlig anderer... der überkam mich auch schon bei der Riesenaffäre mit dem Schießprügel G36, oder mit dem Versagen von Behörden im Fall Amri, oder mit den Ereignissen in Chemnitz, oder mit dem NSU. Da paßt etwas hinten und vorne nicht. Da kann politische Verantwortung übernehmen wer will.

Allerdings hat das mit dem Zustand der EU wenig am Hut... da werfen Sie Blendgranaten und Nebelkerzen. Ich würde immer davon ausǵehen, daß ein ordentlicher Geschäftspartner sich dem Geist von Vereinbarungen entsprechend verhält, insbesondere in einer Krisenlage. Mich auch über sich anbahnende Lieferkonflikte unterrichtet. Dementsprechend wäre auch meine Reaktion, wenn solche Dinge nicht mehr zählen. Fehler werden gemacht, und die kann man verzeihen, aber ich vermute da schon Vorsatz... schäbig!

Ja klar, man greife in leere Regale und beschlagnahme nicht vorhandene Vorräte. Das ist doch wohl die Lage.

Dann veranlasse ich besser alle noch möglichen Maßnahmen, wie ich möglichst schnell an das noch zu fertigende Material komme, und wie ich den Rest der Impfkampagne so organisiere, daß das Material auch nach Qualitätsprüfung sofort verbraucht wird. Und wenn ich das hinbekommen habe, dann schreibe ich eine Beurteilung des Geschäftspartners, wie weit der dabei geholfen hat, aus der bösen Falle heraus zu finden.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Kölner1302 » Mi 27. Jan 2021, 09:30

H2O hat geschrieben:(27 Jan 2021, 09:09)

Und nun ihre Nachfolgerin im Ministerium macht die Sache besser oder gar nicht? Mein Verdacht ist da ein völlig anderer... der überkam mich auch schon bei der Riesenaffäre mit dem Schießprügel G36, oder mit dem Versagen von Behörden im Fall Amri, oder mit den Ereignissen in Chemnitz, oder mit dem NSU. Da paßt etwas hinten und vorne nicht. Da kann politische Verantwortung übernehmen wer will.

Allerdings hat das mit dem Zustand der EU wenig am Hut... da werfen Sie Blendgranaten und Nebelkerzen. Ich würde immer davon ausǵehen, daß ein ordentlicher Geschäftspartner sich dem Geist von Vereinbarungen entsprechend verhält, insbesondere in einer Krisenlage. Mich auch über sich anbahnende Lieferkonflikte unterrichtet. Dementsprechend wäre auch meine Reaktion, wenn solche Dinge nicht mehr zählen. Fehler werden gemacht, und die kann man verzeihen, aber ich vermute da schon Vorsatz... schäbig!

Ja klar, man greife in leere Regale und beschlagnahme nicht vorhandene Vorräte. Das ist doch wohl die Lage.

Dann veranlasse ich besser alle noch möglichen Maßnahmen, wie ich möglichst schnell an das noch zu fertigende Material komme, und wie ich den Rest der Impfkampagne so organisiere, daß das Material auch nach Qualitätsprüfung sofort verbraucht wird. Und wenn ich das hinbekommen habe, dann schreibe ich eine Beurteilung des Geschäftspartners, wie weit der dabei geholfen hat, aus der bösen Falle heraus zu finden.


Ich meine Frau von der Leyen ist nicht in der Lage, mit schwierigen Verhandlungspartnern zurechtzukommen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Mi 27. Jan 2021, 09:38

Kölner1302 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 09:30)

Frau von der Leyen ist nicht in der Lage, mit schwierigen Vertragspartnern zurechtzukommen.


Ist auch gar nicht ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist das Zusammenführen der Interessen von 27 Mitgliedsstaaten. Für rein Geschäftliches hat sie einen Stab und Kommissare mit Fachkenntnissen. Das ist in Ministerien genau so. Andernfalls würden Regierungswechsel (Politikwechsel) immer durch eine Zeit der Unsicherheit führen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 27. Jan 2021, 09:50

Corella hat geschrieben:(27 Jan 2021, 07:08)

Bevölkerungsdichte geht nach rückwärts beständig stark runter, der Reiseverkehr und Lebenserwartung war kleiner. Die erste große Welle der Zoonosen darf man mit der neolithischen Revolution vermuten, mit Haustierhaltung. In Mitteleuropa waren das die Bandkeramiker. Sie hatten für ihre Zeit sehr hohe, erst in neuerer Zeit wieder erreichte Bevölkerungsdichte, eine Blüte, wie man gern sagt. Das verzerrt aber den Blick auf das Leid des einzelnen, denn die Liste der Plagegeister, die man in Gräbern und Kotproben findet, ist lang.
Oder denke an die indigene Bevölkerung Südamerikas bei ihrer "Entdeckung", die von ihnen unbekannten Erkältungskrankheiten dahinrafften.
Die heutige Situation, nach der Du fragst, dürfte maßgeblich von Bevölkerungsdichte und Kosmopolitisierung bestimmt sein. Erhöhter Kontakt zu bisher kaum kontakteten Wildtieren kann dann durchaus Zoonosen befördern.


Danke für die Info.

Eines ist allerdings dennoch klar: Sowohl Insekten wie auch Fledertiere (als ihre Jäger) werden in hohem Maße in ihrem Verhalten durch künstliches Licht beeinflusst. Und hier spielt auch der Wandel hin zu LED-Lampen mit einem anderen Frequenzgemisch eine Rolle. Ich kann nur einfach sagen, auch wenn das vollkommen unwissenschaftlich ist, mein Gefühl sagt mir, dass diese Phänomene Insektenrückgang, Besiedlung städtischer Räume durch Tiere aller Art, Lichtverschmutzung, Irritation von Fledertieren irgendwie zusammenhängen. Entweder ist es so, dass Pandemien einfach aufgrund von Prozessen mit einer Art von Sättigungscharakter alle soundsoviel Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten und wir nun einfach nach der Pest im Mittelalter und er spanischen Grippe im 20. Jahrhundert die zu erwartende nächste Welle erleben ... oder irgendetwas in der Weltgesellschaft ist grundsätzlich anders. Ist man es gewohnt, Schnellanalysen durchführen zu müssen, aufgrund von Korrelationen, nicht Kausalitäten ... Insektenrückgang, Fledertiere als ursächlich für die aktuelle Zoonose, der aktuelle Wandel im Umgang mit Beleuchtungstechnik ... man kommt einfach nicht umhin, da einen möglichen versteckten Zusammenhang zu sehen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Kölner1302 » Mi 27. Jan 2021, 10:07

Ja, es ist seit einigen Jahrzehnten völlig anders.
Die menschliche Bevölkerung nimmt ähnlich exponentiell zu wie die Infektionszahlen des Cironavirus.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Weltbev%C3%B6lkerung
Als ich zur Schule ging, gab es 4 Milliarden Menschen. Schon damals wurden die Auswirkungen auf die Natur diskutiert und es wurde kaum für möglich gehalten, dass der Planet mehr als 6 Milliarden Menschen ernähren kann. Heute sind wir fast 8 Milliarden Menschen.
Wenn die Kaninchen im Stadtpark sich explosionsartig vermehren, werden sie kurz danach durch eine Seuche dezimiert. So stellt die Natur das natürliche Gleichgewicht wieder her.
Jetzt sind wir Menschen dran. Auch nur eine Tierart von vielen, die alle das gleiche Recht haben, auf diesem Planeten zu leben.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 27. Jan 2021, 10:08

Dass Waschbären, Füchse und Wildschweine durch eine große Stadt wie Berlin laufen ... das ist erstmal nur ein Phänomen als solches. Aber alle Instinkte sagen mir, dass es darunter irgendwie zu einer viel gravierenderen systemischen Verschiebung gekommen sein muss. Die dann auch Teile der Natur betrifft, die für mich als Mensch auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen sind.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Mi 27. Jan 2021, 10:14

Bisher wurden 36 Infektionen mit dem britischem Virus in Luxemburg nachgewiesen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Mi 27. Jan 2021, 10:17

Kölner1302 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 10:07)

Ja, es ist seit einigen Jahrzehnten völlig anders.
Die menschliche Bevölkerung nimmt ähnlich exponentiell zu wie die Infektionszahlen des Cironavirus.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Weltbev%C3%B6lkerung
Als ich zur Schule ging, gab es 4 Milliarden Menschen. Schon damals wurden die Auswirkungen auf die Natur diskutiert und es wurde kaum für möglich gehalten, dass der Planet mehr als 6 Milliarden Menschen ernähren kann. Heute sind wir fast 8 Milliarden Menschen.
Wenn die Kaninchen im Stadtpark sich explosionsartig vermehren, werden sie kurz danach durch eine Seuche dezimiert. So stellt die Natur das natürliche Gleichgewicht wieder her.
Jetzt sind wir Menschen dran. Auch nur eine Tierart von vielen, die alle das gleiche Recht haben, auf diesem Planeten zu leben.



laut Schätzung der Uno wird mitte des 21jh das Bevölkerungsmaximum ereicht sein und dann geht es wieder nach unten.

in vielen Staaten der Erde ist die Geburtenzahlen gering. Treibet der Weltbevölkerung ist nur noch Afrika
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon yogi61 » Mi 27. Jan 2021, 10:19

garfield336 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 10:14)

Bisher wurden 36 Infektionen mit dem britischem Virus in Luxemburg nachgewiesen.


Eure Maßnahmen sollten doch bis zum 21. Februar verlängert werden, wenn ich mich richtig erinnere. Ist das geschehen?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 27. Jan 2021, 10:19

Kölner1302 hat geschrieben:(27 Jan 2021, 10:07)

Ja, es ist seit einigen Jahrzehnten völlig anders.
Die menschliche Bevölkerung nimmt ähnlich exponentiell zu wie die Infektionszahlen des Cironavirus.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Weltbev%C3%B6lkerung
Als ich zur Schule ging, gab es 4 Milliarden Menschen. Schon damals wurden die Auswirkungen auf die Natur diskutiert und es wurde kaum für möglich gehalten, dass der Planet mehr als 6 Milliarden Menschen ernähren kann. Heute sind wir fast 8 Milliarden Menschen.
Wenn die Kaninchen im Stadtpark sich explosionsartig vermehren, werden sie kurz danach durch eine Seuche dezimiert. So stellt die Natur das natürliche Gleichgewicht wieder her.
Jetzt sind wir Menschen dran. Auch nur eine Tierart von vielen, die alle das gleiche Recht haben, auf diesem Planeten zu leben.

Da muss ich ganz entschieden widersprechen. Aussagen zur demoskopischen Entwicklung sind ziemlich zuverlässig machbar. Die Größe der Weltbevölkerung wird - auch ohne Pandemie - ab etwa Mitte des Jahrhunderts abnehmen. Zumindest nach seriösen Modellen. Es wird keine Bevölkerungsexplosion geben sondern - im Gegenteil - einen sich selbst verstärkenden Prozess des Bevölkerungsrückgangs. Setzt der in einer Region erstmal ein, ist er kaum zu bremsen. Ich bin mir sicher, dass dann gegen Ende des Jahrhunderts sogar ein rapider Rückgang der Weltbevölkerungszahl einsetzt. Deswegen sind auch all die Ängste um Ressourcen unbegründet. Für jede Ressource gibt es irgendeine Art von Energieäquivalent. Und wir haben schlicht und einfach mit der Sonne ein auf Millionen Jahre hin zuverlässiges gigantisches Fusionskraftwerk in der Nähe. Besiedelung kosmischer Himmelskörper, Rohstoffgewinnung im All ... das ist alles kompletter Unfug.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon relativ » Mi 27. Jan 2021, 10:34

schokoschendrezki hat geschrieben:(27 Jan 2021, 10:19)

Da muss ich ganz entschieden widersprechen. Aussagen zur demoskopischen Entwicklung sind ziemlich zuverlässig machbar. Die Größe der Weltbevölkerung wird - auch ohne Pandemie - ab etwa Mitte des Jahrhunderts abnehmen. Zumindest nach seriösen Modellen. Es wird keine Bevölkerungsexplosion geben sondern - im Gegenteil - einen sich selbst verstärkenden Prozess des Bevölkerungsrückgangs. Setzt der in einer Region erstmal ein, ist er kaum zu bremsen. Ich bin mir sicher, dass dann gegen Ende des Jahrhunderts sogar ein rapider Rückgang der Weltbevölkerungszahl einsetzt. Deswegen sind auch all die Ängste um Ressourcen unbegründet. Für jede Ressource gibt es irgendeine Art von Energieäquivalent. Und wir haben schlicht und einfach mit der Sonne ein auf Millionen Jahre hin zuverlässiges gigantisches Fusionskraftwerk in der Nähe. Besiedelung kosmischer Himmelskörper, Rohstoffgewinnung im All ... das ist alles kompletter Unfug.

Nunja dabei solltest du nicht den Anspruch des Menschen unterschätzen. Der ist an sich und seine Umwelt schon recht hoch und dürfte sich von selber eher nicht verringern. Also wenn deine Theorie sich nur ums menschliche Überleben dreht, kann das passen, aber wenn es um unsere mom. Anspruchshaltung geht, steht dieses "Überleben" eher noch auf sehr wackeligen Füssen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 27. Jan 2021, 10:41

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(27 Jan 2021, 00:45)

Wet Markets waren eine Notwendigkeit in einer Zeit als es keine ausreichende Kuehlung fuer frischgeschlachtete Tiere und Gefluegel gab. Heutzutage ist das nicht notwendig aber in Asien generell lieben die Leute frische Ware am Morgen noch lebendig am Mittag auf den Tisch) und auf Maerkten einzukaufen hat auch eine soziale Bedeutung.

Insbesondere die Chinesen verzehren Fledermauese, Schildkroeten, Haiflossen, Schuppentiere und anderes exotisches Getier nicht aus Hunger sodern weil sie ihnen gesundheitsfoerdernde Eigenschaften andichten oder als Delikatessen gelten. Die geben viel Geld dafuer aus.

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Ja. Das sind aber traditionell gewachsene Bräuche. Städte wie Mumbai, Kalkutta oder Delhi waren auch schon im vorigen Jahrhundert gigantische Megametropolen. Mit gleichzeitig katastrophalen hygienischen Verhältnissen. Und natürlich auch Infektionskrankheiten. Im Vergleich dazu gehts in einer Stadt wie Wuhan sehr sehr zivilisiert zu. Dieses Verständnisproblem hat man einfach als Normalmensch. Warum ist es in den 50er Jahren in einer dieser Städte, inmitten von Abfällen, Unrat, Ausscheidungen, einer extrem hohen Bevölkerungsdichte, Leuten, die in verschmutzten Flüssen rituelle Badungen verrichteten .... nicht zum Ausbruch einer Pandemie gekommen?

Tierische Produkte wie Nashornhorn usw. als Medizin oder Aphrodisiakum ... das ist natürlich ein Unding aber für die Virenübertragung spielt es glaub ich keine Rolle.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Mi 27. Jan 2021, 10:46

[MOD] Bitte jetzt wieder zurück kehren zum Thema Pandemie und Umgang mit dieser Katastrophe! H2O

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