Gesammelte Klimawissenschaften

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naddy
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon naddy » Fr 29. Nov 2019, 13:52

Dark Angel hat geschrieben:(29 Nov 2019, 13:10)

Man muss schon ziemlich abgestumpft und blind sein, wenn man das laute, dreckige und verwahrloste Berlin so über den "grünen Klee" lobt, weil Berlin eben NICHT nur aus Spreeufer und Treptow besteht ...


Zum Thema "Urbanisierung" hier mal eine etwas trockene Einschätzug des "Berlin-Instituts" und eine gehypte des "Zukunftsinstituts". Erstere bemüht sich um Unterscheidung von "Urbanisierung" und "Verstädterung", letztere um Optimismus und gute Laune. :)

Dass der insbesondere in den sogenannten "Entwicklungsländern" zu konstatierende Umzug vom Land in die Stadt das ungleich größere Problem darstellt als der umgekehrte Effekt, steht wohl außer Frage. Der ist hauptsächlich bei der großstadtmüden Bevölkerung in Industrienationen zu beobachten. Verständlich, denn das muß man sich leisten können.

P.S. Der Strang ist inzwischen auf leichte Abwege vom Kernthema geraten, wenngleich die möglichen Auswirkungen der aktuell diskutierten Phänomene durchaus Einiges damit zu tun haben. Ist also Entscheidung des Mods, ob das hier weiterverfolgt werden kann. ;)
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schokoschendrezki
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 29. Nov 2019, 14:15

Dark Angel hat geschrieben:(29 Nov 2019, 13:33)

Nicht dafür halten, sondern tatsächlich sein und bei Berlin ist das der Fall, war es schon immer, zumindest seit der Industrialisierung.
Heinrich Zille und "Mein Millieu" sagt Dir was oder Göthes "Osterspaziergang"?
Schon ziemlich schräg, sowas für faszinierend zu halten, dafür das freie, weite Land, mit seinen Wäldern, Wiesen, Auen, mit seinen kleinen Kneipen, Gartenlokalen als "dunkel, spießig und miefig" diffamieren.

Ich hab' nix dergleichen auch nur angedeutet!

Das "Zille-Millieu" und die Spuren der Industrialisierung der ersten Hälfte des 20. Jahrhhunderts sind - bis auf wenige Reste - verschwunden. Du kannst heute an Führungen durch die ehemaligen Industriereviere teilnehmen und mit Nostalgikern über die vermeintlich guten alten Zeiten diskutieren. In klassischen Industrie-Ortsteilen wie Schöneweide entstehen derzeit luxuriöse Wohnquartiere mit Wasserblick (teils bis zum Horizont). Die wichtigen und konfrontativen Fragen sind ganz, ganz, ganz andere.
Wer ist und fühlt sich wohl freier - derjenige, der in einer Betonwüste eingesperrt ist oder derjenige, der freien Blick bis zum Horizont hat?

Bis hierher gings erstmal um ein Mobilitätskonzept. Ich halts für psychologisch schlüssiger auf die Sachfragen zurückzukommen. Motorisiserter Individualverkehr bedeutet erstens im Schnitt eine Tonne Masse pro Person zur Fortbewegung und soundsoviel Quadratmeter Parkflächenvorhaltung im Durchschnitt. Und selbst einfache Überschlagsrechnungen führen im Nu zu der Erkenntnis, dass motorisierter Individualverkehr in Mitteleuropa 2019 völliger Schwachsinn ist, zur Verschandelung sowohl der "Betonwüsten" als auch des "freien, weiten Landes" führt und Schritt für Schritt durch einen gut funktionierenden öffentlichen Verkehr zu ersetzen ist. Und zweitens kann das ganze Mobilitätskonzept nicht unabhängig von den radikalen Veränderungen gedacht werden, die die Digitalisierung in allen Lebensbereichen, insbesondere in der Arbeitswelt bringen wird. Neue Antriebstechniken in den Vordergrund zu stellen ist - psycholigisch betrachtet - reiner Eskapismus.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 29. Nov 2019, 14:47

naddy hat geschrieben:(29 Nov 2019, 13:52)
P.S. Der Strang ist inzwischen auf leichte Abwege vom Kernthema geraten, wenngleich die möglichen Auswirkungen der aktuell diskutierten Phänomene durchaus Einiges damit zu tun haben. Ist also Entscheidung des Mods, ob das hier weiterverfolgt werden kann. ;)

Ich sag mal etwas zu meiner ganz persönlichen Psychologie der (partiellen) "Klimaleugnung": Auch wenn ich mir relativ einfach den persönlichen CO2-Ausstoß-Anteil bei einem Passagierflug ausrechnen kann ... ich habe bei einem solchen Flug dennoch nicht in dem Maße das Gefühl, etwas Unsinniges zu tun, wie ich es habe, wenn ich mit dem Auto allein die Straße langfahre. Einfach weil ich dichtgedrängt zusammen mit zig Dutzend anderen Menschen fliege und nicht allein mit einer Tonne Metall fahre. Ich denke zunächst immer eher systemisch und eher nicht ingenieurmäßig. Fliegen scheint mir auf den ersten Blick eine viel bessere Ressourcennutzung zu sein als Autofahren.
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Adam Smith
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Adam Smith » Fr 29. Nov 2019, 14:51

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Nov 2019, 14:47)

Ich sag mal etwas zu meiner ganz persönlichen Psychologie der (partiellen) "Klimaleugnung": Auch wenn ich mir relativ einfach den persönlichen CO2-Ausstoß-Anteil bei einem Passagierflug ausrechnen kann ... ich habe bei einem solchen Flug dennoch nicht in dem Maße das Gefühl, etwas Unsinniges zu tun, wie ich es habe, wenn ich mit dem Auto allein die Straße langfahre. Einfach weil ich dichtgedrängt zusammen mit zig Dutzend anderen Menschen fliege und nicht allein mit einer Tonne Metall fahre. Ich denke zunächst immer eher systemisch und eher nicht ingenieurmäßig.


Wenn du allein mit dem Auto fährst wird dieses bestimmt einen Grund haben. Sollte der Grund allein darin bestehen CO2 auszustoßen, dann wäre das in der Tat unsinnig.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Dark Angel » Fr 29. Nov 2019, 14:52

Adam Smith hat geschrieben:(29 Nov 2019, 13:43)

In Bezug auf einige Gebiete beinhaltet die Auflösung von Dörfern aber einen wirtschaftlichen Vorteil.

https://www.zeit.de/2013/15/ostdeutschl ... ie-doerfer

Hättest mal besser deinen verlinkten Text bis zu Ende lesen sollen.
Da werden zwar Anfangs Ursache und Wirkung verwechselt, aber die Lösungsansätze am Ende sind nicht schlecht.
Die Leute ziehen weg, WEIL die Infrastruktur vernachlässigt wird, zunehmend alles zusammenbricht, nicht investiert wird - auf dem Land noch weniger als in den Städten.
Die Leute werden heute schon zur Kasse gebeten, wenn es um Wasser-/Abwasserleitungen bzw -anlange, Wege- und Straßenbau geht und das nicht zu knapp.
Hinzu kommen Regulierungs-, Bevormundungswahn und Verbieteritis, so dass sich Eigeninitiative, die in vielen Gemeinden durchaus vorhanden ist, gar nicht lohnt, weil die Bürokratie zu große Hürden aufstellt.
Natürlich gibt es auch jede Menge "Dackel, die zur Jagd getragen werden müssen", die gibt es überall.
In den Städten sogar mehr als auf dem Land - eine "Vollversorgungsmentalität".
Ja - der Lösungsansatz "Raumpioniere" hat durchaus etwas für sich und dürfte (auch) für viele junge Menschen das Landleben attraktiver machen.
Es sollte allerdings keine Rede davon sein, dass der Staat/das Land Dörfer und Gemeinden subventioniert - völlig falscher Ansatz.
Es kann nicht sein, dass immer nur Gelder in die Städte - die nach immer mehr Geld plärren - gepumpt werden, sondern auch in Gemeinden/Gemeindeverbände, um damit Eigeninitiativen zu fördern z.B. Bau einer Schwimmhalle für den Gemeindeverband, ein Kulturhaus, in dem Theateraufführungn stattfinden (gerne auch durch Laiengruppen) oder Konzerte etc pp
Der Möglichkeiten gäbe es viele, wenn - ja wenn die überbordende Bürokratie nicht wäre.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Dark Angel » Fr 29. Nov 2019, 15:06

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Nov 2019, 14:15)

Ich hab' nix dergleichen auch nur angedeutet!

Das "Zille-Millieu" und die Spuren der Industrialisierung der ersten Hälfte des 20. Jahrhhunderts sind - bis auf wenige Reste - verschwunden. Du kannst heute an Führungen durch die ehemaligen Industriereviere teilnehmen und mit Nostalgikern über die vermeintlich guten alten Zeiten diskutieren. In klassischen Industrie-Ortsteilen wie Schöneweide entstehen derzeit luxuriöse Wohnquartiere mit Wasserblick (teils bis zum Horizont). Die wichtigen und konfrontativen Fragen sind ganz, ganz, ganz andere.

Bis hierher gings erstmal um ein Mobilitätskonzept. Ich halts für psychologisch schlüssiger auf die Sachfragen zurückzukommen. Motorisiserter Individualverkehr bedeutet erstens im Schnitt eine Tonne Masse pro Person zur Fortbewegung und soundsoviel Quadratmeter Parkflächenvorhaltung im Durchschnitt. Und selbst einfache Überschlagsrechnungen führen im Nu zu der Erkenntnis, dass motorisierter Individualverkehr in Mitteleuropa 2019 völliger Schwachsinn ist, zur Verschandelung sowohl der "Betonwüsten" als auch des "freien, weiten Landes" führt und Schritt für Schritt durch einen gut funktionierenden öffentlichen Verkehr zu ersetzen ist. Und zweitens kann das ganze Mobilitätskonzept nicht unabhängig von den radikalen Veränderungen gedacht werden, die die Digitalisierung in allen Lebensbereichen, insbesondere in der Arbeitswelt bringen wird. Neue Antriebstechniken in den Vordergrund zu stellen ist - psycholigisch betrachtet - reiner Eskapismus.

Ja - es geht um das Mobilitätskonzept, welches DU nur mit den Scheuklappen und dem Tunnelblick eines Großstädters betrachtest, der den nächsten Supermarkt, das nächste Einkaufzentrum gleich um die Ecke hat, mit Straßen- S- und U-Bahnanbindung.
Das gibt es auf dem Land nicht - da ist der nächste Supermarkt, das nächste Einkaufszentrum 8 bis 10km entfernt und bedient 3 bis 4 Gemeinden. Da ist nix, mit mal eben schnell mit dem ÖPNV hinfahren, da will ein Einkauf geplant werden und da kommt niemand um den Individualverkehr drumrum.
Da ist nix mit durch "öffentlichen Verkehr zu ersetzen"!
Andererseits verstopfen auch keine PKW die Straßen, da müssen auch keine Parkflächen vorgehalten werden - die haben die Leute nämlich auf dem eigenen Grundstück.
Auf dem Land kommt zwar die Müllabfuhr, aber keine Straßenreinigung und kein Winterdienst, weil dafür a) die Anwohner (Fußwege, Seitenstraßen) und/oder b) die Gemeinden selber verantwortlich sind.
Und soll ich Dir was verraten, das funktioniert besser als in der Stadt, da sind die Hauptstraßen früh um 7.00 Uhr geräumt und zwar alle. Da gibet nämlich keinen "völlig überraschenden Wintereinbruch" im Dezember oder Januar.

Und schon mal drüber nachgedacht, warum die Fahrzeuge größer und schwerer werden? Stichwort passive Sicherheit!
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon BingoBurner » Fr 29. Nov 2019, 22:52

Dark Angel hat geschrieben:(29 Nov 2019, 15:06)

Da ist nix, mit mal eben schnell mit dem ÖPNV hinfahren, da will ein Einkauf geplant werden und da kommt niemandnd schon mal drüber nachgedacht, warum die Fahrzeuge größer und schwerer werden? Stichwort passive Sicherheit!


Wer behauptet.....das der individual Verkehr aufgeben werden muss ?
Die Fahrzeuge größer und schwerer werden, das liegt an der Nachfrage. Das ist aber nicht der Punkt.

Mal ein anderes Beispiel, du gehst einkaufen, hast du Bock darauf dir tausend Inhaltsstoffe durchzulesen nur um zu wissen, ist das jetzt gesund oder nicht ?
Lass mich raten, nein. Du willst einfach gesunde Lebensmittel einkaufen.

Das was ich sagen will, eine Verkehrswende hat im Grunde nix mit einem Klimawandel zu tun. Diese Fragen hätten sich so oder so gestellt.
Wenn die Straßen voll sind, sind sie voll. Völlig egal mit welchen Motor du da im Stau stehst.

Und wenn da kein Auto, Bus oder sonst was fährt, hat das nix mit einen ökologischen Umdenken zu tun.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Teeernte » Sa 30. Nov 2019, 08:17

BingoBurner hat geschrieben:(29 Nov 2019, 22:52)

Wer behauptet.....das der individual Verkehr aufgeben werden muss ?
Die Fahrzeuge größer und schwerer werden, das liegt an der Nachfrage. Das ist aber nicht der Punkt.

Mal ein anderes Beispiel, du gehst einkaufen, hast du Bock darauf dir tausend Inhaltsstoffe durchzulesen nur um zu wissen, ist das jetzt gesund oder nicht ?
Lass mich raten, nein. Du willst einfach gesunde Lebensmittel einkaufen.

Das was ich sagen will, eine Verkehrswende hat im Grunde nix mit einem Klimawandel zu tun. Diese Fragen hätten sich so oder so gestellt.
Wenn die Straßen voll sind, sind sie voll. Völlig egal mit welchen Motor du da im Stau stehst.

Und wenn da kein Auto, Bus oder sonst was fährt, hat das nix mit einen ökologischen Umdenken zu tun.


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Studien haben gezeigt, dass sich beim Waschen synthetischer Kleidung Mikrofasern aus Kunststoff aus den Textilien lösen und anschließend in die Meere gespült werden – bis zu 700.000 bei einer einzigen Wäsche. Sage und schreibe 85% der von Menschen verursachten Verschmutzung an den Küsten dieser Welt besteht heutzutage aus Mikrofasern. In diesem Herbst/Winter 2019 engagiert sich ..... weiterhin dafür, das Bewusstsein für natürliche Bekleidungsalternativen zu stärken, und stellt Verbraucher vor die Überlegung: „Welchen Fußabdruck hat dein Pullover?“ Diese Kampagne knüpft an die auf T-Shirts fokussierte Diskussion vom Sommer an.

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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon H2O » Sa 30. Nov 2019, 08:24

@ naddy:

Ist also Entscheidung des Mods, ob das hier weiterverfolgt werden kann.


Als Moderator möchte ich hier kein streng geordnetes Seminar führen, sondern frei geäußerten Gedanken viel Raum lassen. So lernt man doch auch, was Menschen bewegt, sich genau so und nicht anders zu verhalten... was wieder Einblicke in das ermöglicht, was sie mit Blick auf den Klimawandel bewegt.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 30. Nov 2019, 08:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Nov 2019, 08:36)

Wenn in diesem Prozess die eine Gruppe von Menschen vor der Erkenntnis steht, dass ihre eigenen Forderungen eher unberücksichtigt bleiben, ist nicht selten und sogar schnell davon die Rede, dass da jemand "sein Gefühl als Maßstab" genommen hat, nach dem sich dann "alle" zu richten haben.

Ich wüsste nicht, dass ich Forderungen gestellt hätte, mir kam es mehr auf die Beschreibung der Realität an und da steigen eben immer mehr Menschen ab von Rad und Roller und ein ins Auto. Du magst dich mit deinen Wünschen ja auch gerne auf Seiten der demokratischen Mehrheit wähnen, vllt. ist das ja auch in Berlin der Fall, ich kenne die dortige Lokalpolitik zu wenig, um das einschätzen zu können, aber weltweit sehe ich deine Gefühle nicht als mehrheitsfähig an. Selbst in vom Megastau geplagten Großstädten werden weiter Autos gekauft und zugelassen.

Jetzt überlege dir bitte, ob du diese Entwicklungen im Rahmen einer demokratischen Ordnung siehst oder ob Du wirklich behaupten willst, dass da eine Art von ursurpatorischer Ignorierung irgendeines "Volkswillens" stattgefunden hat.

"Die Menschen sollen ihr Auto abschaffen" halte ich nicht für konsensfähig. Wenn es in Berlin dafür Mehrheiten gibt, bitte, das ist dann Sache der Berliner Wähler, bundesweit dürfte das aber eher abschreckend wirken, so eine Partei zu wählen. Mir persönlich ist das auch zu viel Bevormundung, ich brauche keine Grünen, die mir vorschreiben, wie ich zu leben habe.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 30. Nov 2019, 09:07

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Nov 2019, 08:52)

Konsequente Verdichtung auf der einen und Landschaft ohne Bebauung auf der anderen Seite. [..] Es erwartet uns damit nicht etwa Verzicht und Armut sondern eine viel schönere, lebenswertere Lebenswelt.

Tut mir leid, ich halte es nicht für schön und lebenswert in einer maximal verdichteten Metropole auf allerengstem Raum mit x Millionen anderen Menschen zusammengepfercht zu werden, ganz im Gegenteil, das ist für mich eine Horrorvorstellung und ja, ich habe auch schon in sehr großen, verdichteten Städten gewohnt. Welche Bevölkerungszahl schwebt dir denn für Berlin so vor, 20 Mio? Und wie verdichtet man diese Stadt, wenn man noch nichtmal die Brache "Tempelhofer Feld" bebauen darf? Da scheinen die Berliner deine Vision nicht zu teilen.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 30. Nov 2019, 09:12

Adam Smith hat geschrieben:(29 Nov 2019, 13:43)

In Bezug auf einige Gebiete beinhaltet die Auflösung von Dörfern aber einen wirtschaftlichen Vorteil.

Warum wird dann rumgeheult, wenn dem Braunkohlebergbau Dörfer zum Opfer fallen? Warte, ich weiß schon: es ist nur Heuchelei :cool:
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon BingoBurner » Sa 30. Nov 2019, 19:16

Teeernte hat geschrieben:(30 Nov 2019, 08:17)

Strasse ist zu billig - jeder stellt sein Auto drauf und fährt...

Plebs soll laufen - und für weite Fahrten einen Zettel vom Amt in der Bahn nutzen.

Man sollte Kunstoff-fasern verbieten..


Nein, Kunststoff ist die Lösung :D

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Oh Gott ist das schlecht aber seis drum :)
Zuletzt geändert von BingoBurner am Sa 30. Nov 2019, 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Teeernte » Sa 30. Nov 2019, 19:34

BingoBurner hat geschrieben:(30 Nov 2019, 19:16)

Nein, Kunststoff ist die Lösung :D

youtube]https://www.youtube.com/watch?v=ihqIRmfngjI[/youtube]



Nachwachsender Rohstoff....

Na vielleicht klärst Du das mit den anderen Grünfaschisten.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon BingoBurner » Sa 30. Nov 2019, 19:38

Teeernte hat geschrieben:(30 Nov 2019, 19:34)

Nachwachsender Rohstoff....

Na vielleicht klärst Du das mit den anderen Grünfaschisten.


Grün.....Faschisten...alles klar.
Faschisten bringen Menschen u,m.

Nur mal so nebenbei.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Teeernte » Sa 30. Nov 2019, 19:50

BingoBurner hat geschrieben:(30 Nov 2019, 19:38)

Grün.....Faschisten...alles klar.
Faschisten bringen Menschen u,m.

Nur mal so nebenbei.


Die Systempresse nennt es "kleyne Rangeleyen" :D :D :D
bei den Grünfaschisten.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon BingoBurner » So 1. Dez 2019, 01:56

Teeernte hat geschrieben:(30 Nov 2019, 19:50)

Die Systempresse nennt es "kleyne Rangeleyen" :D :D :D
bei den Grünfaschisten.



Systempresse ? Bitte sage mir das du spammst...

JÄVLAR !

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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon MoOderSo » So 1. Dez 2019, 02:26

BingoBurner hat geschrieben:(30 Nov 2019, 19:38)

Grün.....Faschisten...alles klar.
Faschisten bringen Menschen u,m.

Nur mal so nebenbei.

Höcke darf man Faschist nennen.
Höcke hat niemanden umgebracht.
Mach doch mal #EndeGelände sofort.
Dann gehen im Krankenhaus die Lichter aus.
Solange man die Idioten von ihrem Werk noch abhalten kann, mögen sie putzig erscheinen.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Teeernte » So 1. Dez 2019, 09:33

BingoBurner hat geschrieben:(01 Dec 2019, 01:56)

Systempresse ? Bitte sage mir das du spammst...

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Bandenmässige Organisation von

§ 316b
Störung öffentlicher Betriebe

(1) Wer den Betrieb


2. einer der öffentlichen Versorgung mit Wasser, Licht, Wärme oder Kraft dienenden Anlage oder eines für die Versorgung der Bevölkerung lebenswichtigen Unternehmens

dadurch verhindert oder stört, daß er eine dem Betrieb dienende Sache zerstört, beschädigt, beseitigt, verändert oder unbrauchbar macht oder die für den Betrieb bestimmte elektrische Kraft entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter durch die Tat die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern, insbesondere mit Wasser, Licht, Wärme oder Kraft, beeinträchtigt.


§ 315
Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, ...verkehr

(1) Wer die Sicherheit des Schienenbahn-, ...verkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er

1. Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet,

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter

1. in der Absicht handelt,
a) einen Unglücksfall herbeizuführen oder
b) eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, oder
2. durch die Tat eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen verursacht.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon H2O » So 1. Dez 2019, 09:47

MoOderSo hat geschrieben:(01 Dec 2019, 02:26)

Höcke darf man Faschist nennen.
Höcke hat niemanden umgebracht.
Mach doch mal #EndeGelände sofort.
Dann gehen im Krankenhaus die Lichter aus.
Solange man die Idioten von ihrem Werk noch abhalten kann, mögen sie putzig erscheinen.


Ja, dann frage ich mich, wie eine Minderheit denn eine Mehrheit auf ein ungelöstes oder gefährliches Problem aufmerksam machen soll. Das geht doch nur durch Störung der öffentlichen Abläufe. "Die Lichter gehen aus"... aber doch nur bei anhaltender Unterbrechung des Betriebs. Wenn lebenswichtige Einrichtungen vom ungestörten Funktionieren einer einzigen Braunkohlegrube abhängen, dann ist da aber etwas nicht besonders gut geplant worden.

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