Gesammelte Klimawissenschaften

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Corella
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Re: Arktiseis 2020

Beitragvon Corella » Sa 10. Okt 2020, 18:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Oct 2020, 17:46)

RCP2.6 wird man wohl nicht mehr erreichen, also kommen wir wahrscheinlich im "warmhouse" raus. Darauf sollte man sich vorbereiten.

Die 30jährige Kurve, die wir nun ja schon real haben, liegt leider zwischen den beiden oberen. Und sie ist allen damit befassten Fachleuten, die nicht direkt Lobbyisten bedienen, plausibel. Tatsächlich droht Eozän, wenn Mensch so gar nichts zustande bringt und nicht zu Potte kommt.
Wissenschaftlich bleibt Vermeidung stark prioritär, weil Anpassung ohne - für riesige Flächen halt kaum möglich! Schon in unserer Nähe wird die iberische Halbinsel unbewohnbar, weil Wüste. In niedrigen Breiten werden Leute tödlicher Hitze ausweichen müssen (-> Kühlgrenztemperatur). Land- und Forstwirtschaft? Auweia...
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Re: Arktiseis 2020

Beitragvon Corella » Sa 10. Okt 2020, 18:23

Ebiker hat geschrieben:(10 Oct 2020, 17:43)

Sollte das Sommereis nicht schon 2018 weg sein. Und 2016, 2015, 2013, 2009 ..... :x :x :x

Hä? Cäsur war 2012. Nun sind wir wohl, kombiniert man Fläche und Volumen drunter. Wann es wirklich zum ersten Mal passiert, ist Wetter. Kann wenn es extrem läuft schon nächstes Jahr sein, wahrscheinlich eher in 10 bis 20. Auf der Basis wurden wir aber bisher eher negativ überrascht. Habe ich hier je was anderes erzählt?
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Corella » Sa 10. Okt 2020, 18:26

Ebiker hat geschrieben:(10 Oct 2020, 17:45)

Und grade geistern ja Exoplaneten durch die Medien die zur Besiedlung durch die Menschen geeignet sind. Obwohl sie 5° wärmer sind als die Erde ....


Wohl Medien, die bei aufgeklärten Menschen nicht statt finden.
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Re: Arktiseis 2020

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 10. Okt 2020, 18:43

Corella hat geschrieben:(10 Oct 2020, 18:18)

Die 30jährige Kurve, die wir nun ja schon real haben, liegt leider zwischen den beiden oberen.

Wenn ich das hier richtig verstehe, liegt RCP4.5 ca. 0,6° über dem 2°-Ziel:
Im mittleren Szenario RCP4.5 erreicht die Erwärmung 2,6°C gegenüber dem vorindustriellen Wert.
https://wiki.bildungsserver.de/klimawan ... -Szenarien
Ich bin allerdings Laie und kein Klimaforscher.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Ebiker » Sa 10. Okt 2020, 18:51

Corella hat geschrieben:
Wohl Medien, die bei aufgeklärten Menschen nicht statt finden.


https://www.scinexx.de/news/kosmos/es-gibt-noch-bessere-welten-als-die-erde/

Größer und wärmer als die Erde wäre besser
Auch bei den planetaren Faktoren ist die Erde nicht das Nonplusultra: Ein superhabitabler Planet hätte rund 1,5 Erdmassen – wäre demnach eher eine Supererde. Denn er kann eine Atmosphäre besser halten, erzeugt in seinem Innern mehr Wärme durch radioaktiven Zerfall und bietet dank einer größeren Oberfläche mehr Auswahl für Lebensräume, wie die Forscher berichten. Ebenfalls günstig wären ein großer Mond, eine gleichmäßigere Verteilung von Land und Wasser und eine aktive Plattentektonik.

Optimal wäre auch eine leicht höhere Temperatur: „Basierend auf unserer Erfahrung von der Erde findet sich die meiste Biomasse und Artenvielfalt in den Tropen“, erklären Schulze-Makuch und sein Team. Daher wäre ein Planet ohne kalte Polargebiete und mit warm-feuchtem Klima wahrscheinlich noch optimaler – solche Bedingungen herrschten beispielsweise im Karbon-Zeitalter. Den Berechnungen der Forscher zufolge wäre ein Planet, der rund fünf Grad wärmer wäre als die heutige Erde daher für Leben optimal.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon X3Q » Sa 10. Okt 2020, 20:39


Ob dies allerdings auch optimal für "Gesellschaften" wie unsere ist, steht auf einem anderen Blatt.

--X
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Re: Arktiseis 2020

Beitragvon Corella » So 11. Okt 2020, 00:25

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Oct 2020, 18:43)

Wenn ich das hier richtig verstehe, liegt RCP4.5 ca. 0,6° über dem 2°-Ziel:
Im mittleren Szenario RCP4.5 erreicht die Erwärmung 2,6°C gegenüber dem vorindustriellen Wert.
https://wiki.bildungsserver.de/klimawan ... -Szenarien
Ich bin allerdings Laie und kein Klimaforscher.


Wir sind hier alle Laien.
Die Werte des Bildungsservers gehen bis 2100, in der vorherigen Referenzkurve gehen die RCPs darüber hinaus.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Corella » So 11. Okt 2020, 00:42



Achso, du meinst, weil die Autoren ihre Beschreibung "besser für Leben" finden, ist es vielleicht nicht schlecht, wenn Erde sich dem nähert.
Meinst du, dass die Autoren solch Zusammenhang im Blick hatten, als sie das formulierten? Ich glaube kaum. Z.B. mehr Biomasse in den Tropen ist ungleich mehr nutzbare Biomasse! Die Kornkammern sind auf hohen Breiten uvm
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Re: Arktiseis 2020

Beitragvon Corella » Mo 12. Okt 2020, 15:19

ThorsHamar hat geschrieben:(10 Oct 2020, 17:41)

....auch ohne Menschen


Den Einwurf übersehen, daher nun:
Nein! Das Arktiseis würde ohne Menschen erst wieder schmelzen, wenn per Kontinentaldrift der Antarktische Kontinentalschelf wieder mit einer anderen Platte Kontakt kriegte, so dass die zirkumpolare Meeresströmung wieder auf niedrigere Breiten abgelenkt würde oder sich die antarktische selbst vom Pol wegbewegt haben würde.
Standardrift ist so 2 km pro 100Tsd Jahre, kannste vergessen!

Guckst du: Ursachen und Definition "Eiszeitalter"
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Corella » Mo 12. Okt 2020, 15:30

Solches sei auch mal deutlich betonte Entgegnung zu Desinformation, die mit "menschengemachter Einfluss könne so groß nicht sein" auf Seelenfang geht.
Sommereis weg ist Ende Eiszeitalter, bestehende Ursachen dafür überkompensierend.
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Re: Arktiseis 2020

Beitragvon ThorsHamar » Mo 12. Okt 2020, 16:18

Corella hat geschrieben:(12 Oct 2020, 15:19)

Den Einwurf übersehen, daher nun:
Nein! Das Arktiseis würde ohne Menschen erst wieder schmelzen, wenn per Kontinentaldrift der Antarktische Kontinentalschelf wieder mit einer anderen Platte Kontakt kriegte, so dass die zirkumpolare Meeresströmung wieder auf niedrigere Breiten abgelenkt würde oder sich die antarktische selbst vom Pol wegbewegt haben würde.
Standardrift ist so 2 km pro 100Tsd Jahre, kannste vergessen!

Guckst du: Ursachen und Definition "Eiszeitalter"


Zeit hat nur eine Bedeutung, weil Menschen sterblich sind. :cool:
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Re: Arktiseis 2020

Beitragvon Corella » Mo 12. Okt 2020, 19:14

ThorsHamar hat geschrieben:(12 Oct 2020, 16:18)

Zeit hat nur eine Bedeutung, weil Menschen sterblich sind. :cool:


Du hattest Einwand und Frage, was ich am Zustand Arktiseis "mies" betitelt hab. Ich hab s zumindest zu beantworten versucht.
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Re: Arktiseis 2020

Beitragvon ThorsHamar » Mo 12. Okt 2020, 20:06

Corella hat geschrieben:(12 Oct 2020, 19:14)

Du hattest Einwand und Frage, was ich am Zustand Arktiseis "mies" betitelt hab. Ich hab s zumindest zu beantworten versucht.


Ja, danke. Ich auch ....
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Frank_Stein » Sa 2. Jan 2021, 12:28

Ich weiß nicht, ob das schon irgendwo mal thematisiert worden ist ... aber was würde passieren, wenn sich der CO2-Anteil verdoppeln würde?

Immerhin sind die Saurier nicht wegen des damals wärmeren Klimas ausgestorben, sondern sie lebten viele Millionen Jahre ganz gut.
Keine Frage: Ein Klimawandel würde die Welt verändern, die Pole möglicherweise komplett abschmelzen, der Meerenspiegel dann um
ca. 60-70 Meter steigen, was eine Änderung der Küstenlinie nach sich ziehen würde, viele Tier und Pflanzenarten müssten umziehen bzw. würden aussterben, andere würden sich in andere Gebiete ausbreiten.

Aber: die Welt wird dadurch nicht untergehen und es gibt keine Garantie dafür, dass sich das Leben in Nordeuropa dadurch überwiegend verschlechtern würde.

Immerhin würden Pflanzen schneller wachsen, was bedeutet, dass man weniger Fläche für die Landwirtschaft benötigt.
Nicht jede Änderung ist eine Verschlechterung.
https://www.scinexx.de/news/biowissen/d ... abs-genug/
>>Seltsam nur: Ausgerechnet während der Blütezeit der großen Pflanzenfresser-Dinos enthielt die Erdatmosphäre relativ viel Kohlendioxid – bis zu 50 Mal mehr als heute.
...

Ob das stimmt, haben Gill und ihre Kollegen jetzt überprüft. Für ihr Experiment ließen sie sechs Nachfahren damaliger Dino-Futterpflanzen unter CO2-Konzentrationen von 400 bis 2.000 parts per million (ppm) wachsen. Unter den Pflanzen waren Unterholzarten wie Schachtelhalm und ein Polypodium-Farn, sowie der Scharfe Hahnenfuß als früher Vertreter der bedecktsamigen Blütenpflanzen. Außerdem wurden Jungpflanzen der Baumarten Ginkgo, Mammutbaum (Metasequoia) und Araukarie angepflanzt.

Bei allen Arten beobachteten die Forscher das Wachstumstempo und entnahmen nach drei und sechs Monaten Blattproben, die sie auf ihren Stickstoff- und Energiegehalt hin analysierten.
...

Das Ergebnis: Entgegen den Erwartungen nahm der Nährstoff- und Energiegehalte von mehreren der getesteten Pflanzenarten auch bei hohen CO2-Werten nicht ab. Der Schachtelhalm blieb sogar unabhängig von den CO2-Werten gleich gehaltvoll, beim Farn, dem Ginkgo, der Araukarie und dem Hahnenfuß war der Nährstoffgehalt bei 1.200 ppm CO am höchsten. Nur der Mammutbaum verlor oberhalb von 800 ppm deutlich an Energiegehalt.
<<

Mit anderen Worten: Veränderungen kann man auch als Chance betrachten.

Ansonsten: Aktuell befinden sich in der Luftsäule über jedem Quadratmeter verteilt über Kontinente und Ozeane jeweils
ca. 1,8 kg Kohlenstoff.
Dabei gibt es Pflanzen, die das ca. 10-Fache pro Quadratmeter an Kohlenstoff in einem Jahr aus dem CO2 der Luft binden.
Zuletzt geändert von Frank_Stein am Sa 2. Jan 2021, 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Corella » Sa 2. Jan 2021, 13:24

Frank_Stein hat geschrieben:(02 Jan 2021, 12:28)

Ich weiß nicht, ob das schon irgendwo mal thematisiert worden ist ... aber was würde passieren, wenn sich der CO2-Anteil verdoppeln würde?

Immerhin sind die Saurier nicht wegen des damals wärmeren Klimas ausgestorben, sondern sie lebten viele Millionen Jahre ganz gut.
Keine Frage: Ein Klimawandel würde die Welt verändern, die Pole möglicherweise komplett abschmelzen, der Meerenspiegel dann um
ca. 60-70 Meter steigen, was eine Änderung der Küstenlinie nach sich ziehen würde, viele Tier und Pflanzenarten müssten umziehen bzw. würden aussterben, andere würden sich in andere Gebiete ausbreiten.

Aber: die Welt wird dadurch nicht untergehen und es gibt keine Garantie dafür, dass sich das Leben in Nordeuropa dadurch überwiegend verschlechtern würde.

Immerhin würden Pflanzen schneller wachsen, was bedeutet, dass man weniger Fläche für die Landwirtschaft benötigt.
Nicht jede Änderung ist eine Verschlechterung.
https://www.scinexx.de/news/biowissen/d ... abs-genug/
>>Seltsam nur: Ausgerechnet während der Blütezeit der großen Pflanzenfresser-Dinos enthielt die Erdatmosphäre relativ viel Kohlendioxid – bis zu 50 Mal mehr als heute.
...

Ob das stimmt, haben Gill und ihre Kollegen jetzt überprüft. Für ihr Experiment ließen sie sechs Nachfahren damaliger Dino-Futterpflanzen unter CO2-Konzentrationen von 400 bis 2.000 parts per million (ppm) wachsen. Unter den Pflanzen waren Unterholzarten wie Schachtelhalm und ein Polypodium-Farn, sowie der Scharfe Hahnenfuß als früher Vertreter der bedecktsamigen Blütenpflanzen. Außerdem wurden Jungpflanzen der Baumarten Ginkgo, Mammutbaum (Metasequoia) und Araukarie angepflanzt.

Bei allen Arten beobachteten die Forscher das Wachstumstempo und entnahmen nach drei und sechs Monaten Blattproben, die sie auf ihren Stickstoff- und Energiegehalt hin analysierten.
...

Das Ergebnis: Entgegen den Erwartungen nahm der Nährstoff- und Energiegehalte von mehreren der getesteten Pflanzenarten auch bei hohen CO2-Werten nicht ab. Der Schachtelhalm blieb sogar unabhängig von den CO2-Werten gleich gehaltvoll, beim Farn, dem Ginkgo, der Araukarie und dem Hahnenfuß war der Nährstoffgehalt bei 1.200 ppm CO am höchsten. Nur der Mammutbaum verlor oberhalb von 800 ppm deutlich an Energiegehalt.
<<

Mit anderen Worten: Veränderungen kann man auch als Chance betrachten.

Ansonsten: Aktuell befinden sich in der Luftsäule über jedem Quadratmeter verteilt über Kontinente und Ozeane jeweils
ca. 1,8 kg Kohlenstoff.
Dabei gibt es Pflanzen, die das ca. 10-Fache pro Quadratmeter an Kohlenstoff in einem Jahr produzieren.


Für mich überfrachtet, vieles Wiederholung, viele Halbwahrheiten.
Gute Bedingung für Leben oder Dinos ungleich gute Bedingung für menschliche Zivilisation!
Du vergisst bei der Kurve zur CO2-Konz über 100 Mio a den Strahlungshaushalt, die Sonne schien schwächer damals.
CO2 Düngeeffekt scheitert gleich mal am Liebigschen Minimumprinzip. Zwar techn Kompensation dessen partiell machbar, aber diverse Verwerfungen und Nebenwirkungen machen das mehr als kaputt. Komplexe Thematik, musst du seriös zu recherchieren...
Uvm...
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Corella » Sa 2. Jan 2021, 14:12

Nachtrag: ich hatte Skrupel bisher, scinexx die cookies zu erlauben, aber mich hatte die Quelle doch mal interessiert. Für Ökologen sicher interessanter Befund. Aber bei deinem Versuch der Übertragung des Befundes auf menschliche Nutzbarkeit:
Menschen entnehmen Biomasse und müssen sie wieder zuführen. Das ist was anderes als Kreisläufe in natürlichen Biomen. Tropische Böden sind im der Regel sehr nährstoffarm. Die Nährstoffe sind in der stehenden Biomasse und per Kreislauf verfügbar. Entnahme, und es passiert, was beim Abholzen von Regenwald heute passiert: das Biom degradiert.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 2. Jan 2021, 14:32

Kleiner Tipp: du kannst Cookies auch ganz gezielt wieder löschen.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Frank_Stein » Sa 2. Jan 2021, 14:42

Corella hat geschrieben:(02 Jan 2021, 13:24)

Für mich überfrachtet, vieles Wiederholung, viele Halbwahrheiten.
Gute Bedingung für Leben oder Dinos ungleich gute Bedingung für menschliche Zivilisation!
Du vergisst bei der Kurve zur CO2-Konz über 100 Mio a den Strahlungshaushalt, die Sonne schien schwächer damals.
CO2 Düngeeffekt scheitert gleich mal am Liebigschen Minimumprinzip. Zwar techn Kompensation dessen partiell machbar, aber diverse Verwerfungen und Nebenwirkungen machen das mehr als kaputt. Komplexe Thematik, musst du seriös zu recherchieren...
Uvm...



Änderungen sind natürlich ein sehr komplexes Thema und ein Blick in die Vergangenheit lässt erahnen,
wie das Leben aussehen könnte. Um den Menschen mache ich mir da weniger Sorgen, denn er gehört
zu den Lebewesen, die sich auf den meisten Kontinenten mit unterschiedlichen Klimazonen in dieser Welt ausbreiten konnten.
Wir sind also relativ flexibel gegenüber Klimaschwankungen.

und ja, die Vielfalt der Arten müsste archiviert werden, was bei vielen Pflanzen relativ gut funktionieren kann

Nach heutigem Stand wissen wir, dass sich das Klima im Durchschnitt erwärmen wird. Nun müsste man schauen,
welche Anpassungen wir vornehmen sollten, um uns auf diese Veränderung anzupassen ... also die Landwirtschaft
von Morgen entwickeln.

Aufhalten kann man diese Veränderungen wahrscheinlich nicht, wobei 1,8 kg/m² nicht wirklich viel sind, wenn man
bedenkt, wo überall Pflanzen wachsen können. Z.B. Algen oder die kalkbildenen Lebewesen, die in der Vergangenheit
ganze Gebirge gebildet haben, wo ja der größte Teil des Kohlenstoffs gebunden ist.
Tatsachen, mein Lieber, sind die Feinde der Wahrheit.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Corella » Sa 2. Jan 2021, 14:49

Frank_Stein hat geschrieben:(02 Jan 2021, 14:42)

Änderungen sind natürlich ein sehr komplexes Thema und ein Blick in die Vergangenheit lässt erahnen,
wie das Leben aussehen könnte. Um den Menschen mache ich mir da weniger Sorgen, denn er gehört
zu den Lebewesen, die sich auf den meisten Kontinenten mit unterschiedlichen Klimazonen in dieser Welt ausbreiten konnten.
Wir sind also relativ flexibel gegenüber Klimaschwankungen.

und ja, die Vielfalt der Arten müsste archiviert werden, was bei vielen Pflanzen relativ gut funktionieren kann

Nach heutigem Stand wissen wir, dass sich das Klima im Durchschnitt erwärmen wird. Nun müsste man schauen,
welche Anpassungen wir vornehmen sollten, um uns auf diese Veränderung anzupassen ... also die Landwirtschaft
von Morgen entwickeln.

Aufhalten kann man diese Veränderungen wahrscheinlich nicht, wobei 1,8 kg/m² nicht wirklich viel sind, wenn man
bedenkt, wo überall Pflanzen wachsen können. Z.B. Algen oder die kalkbildenen Lebewesen, die in der Vergangenheit
ganze Gebirge gebildet haben, wo ja der größte Teil des Kohlenstoffs gebunden ist.

Man kann unterscheiden zwischen Menschheit und Zivilisation. Und technische Lösungen wie du sie erahnen möchtest, sind halt steigend von Technik abhängig, die Fallhöhe steigt und steigt.
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Re: Gesammelte Klimawissenschaften

Beitragvon Corella » Sa 2. Jan 2021, 14:54

Du kennst schon den Ansatz, dass jedes vermiedene 10tel Grad besser ist, als dessen Beherrschung?

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