"Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Moderator: Moderatoren Forum 7

Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 24235
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon ThorsHamar » Do 15. Aug 2019, 12:55

watisdatdenn? hat geschrieben:(14 Aug 2019, 09:10)

Warum benennt man es dann nicht mehr so?
Das wäre viel exakter!

Warum tauscht man einen exakten aussagekräftigen Begriff durch einen sehr schwammigen?

Das erschließt sich mir nicht.
Ich finde es nicht logisch.
Ich finde es sogar dumm.


Ich habe schon vor geraumer Zeit mehrfach die Frage gestellt, warum "Klimaschutz" und "Klimarettung", zwei definitiv faktisch unsinnige und dazu noch völlig unkonkrete Wortschöpfungen, an die Stelle von, völlig konkret und exakt zu definierenden, "Umweltschutz" und "Umweltrettung" getreten wurden.

Die Antwort liegt in Marketing für globale Politik. "Klima" ist schwammig genug, um Angst zu erzeugen, "Umwelt" viel zu konkret für Flucht vor eigener Verantwortung und "globale Erwärmung" interessiert keinen Konsumenten ....
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
Eric Arthur Blair
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 13:14

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 12:27)

Teilaspekte - sogar wichtige Teilaspekte - die in den Klimamodellen bisher unberücksichtigt geblieben sind bzw nur geschätzt wurden. Jetzt liegen jedoch genauere Daten vor, die in die Modelle eingearbeitet werden müssen und u.U. zu ganz anderen Ergebnissen führen. DAS ist der Punkt!


EBEN - es gibt Thesen und Thesen sind unbewiesene Behauptungen.
Thesen selbst haben wenig Aussagekraft, sie können nur Grundlage für weitere Untersuchungen und Forschungen dienen.
Um genau solche Untersuchungen handelt es sich beim "nature"-Artikel. Bei diesen Untersuchungen wird heraus gearbeitet, dass es mehrere Aktivitätszyklen in verschiedenen Schichten der Sonne gibt, die sich gegenseitig beeinflussen UND die das Magnetfeld der Sonne beeinflussen, was wiederum Einfluss auf das Klima der Erde hat.
In welchem Umfang - dazu sind weitere Untersuchungen/Forschungen notwendig.


Genau das ist aber NICHT der Fall. 80% des Gletscherrückganges/der Gletscherschmelze erfolgt VOR Beginn der Industrialisierung und nur 20% sind auf die Industrialisierung zurückzuführen.
Zu behaupten, die Industrialisierung sei hauptverantwortlich für den Klimawandel ist kein logischer Einstieg, sondern schlicht "Verarsche" des (interessierten) Laien.

Was du hier treibst, ist das was Wiki in diesem Beitrag ganz gut beschreibt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kontrover ... C3%A4rmung
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 24235
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon ThorsHamar » Do 15. Aug 2019, 13:32

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 13:14)

Was du hier treibst, ist das was Wiki in diesem Beitrag ganz gut beschreibt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kontrover ... C3%A4rmung


Ein WIKI Artikel, der die unsinnigen Kampfbegriffe "Klimaschutz" und "Klimaleugner", ja sogar "organisierte Klimaleugner" benutzen muss, kann wohl kaum etwas Vernünftiges zu einer Diskussion beitragen.
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
Eric Arthur Blair
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 13:36

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 12:38)

Den Einfluss von Treibhausgasen auf das globale Klima negiert niemand, aber Treibhausgase sind nur ein Einflussfaktor. Der Klimawandel ist aber KEIN monokausales Ereignis, wie suggeriert wird.

Nur zu dumm, wenn wohl einer dieser Einflüsse ausreicht, um die Erderwärumng in ein für uns kritisches Ungleichgewicht zu bringen. Auf die Sonnenaktivität haben wir kein Einfluss, auch Vulkanausbrüche ligen jenseits unserer Einflussnahem, was bleibt ist eben der menschliche Faktor und es ist nunmal unbestritten das dieser existiert.

Diese Aussage ist genauso "dumm" wie die des Adenauer-Enkels!
Das Klimasystem der Erde ist ein komplexes, nichtlineares, chaotisches System, auf das viele Faktoren einwirken - Faktoren deren Wirkung (noch) nicht abschließend bekannt sind - und Faktoren die (noch) gar nicht bekannt sind.
Ich glaube nicht das Naturgesetze und schon gar nicht das irdische Klima chaotische Gesetzen folgt.

Es ist mehr als vermessen, zu behaupten, man könne etwas über die Klimaentwicklung der nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte aussagen, wenn Meteorologen nicht einmal in der Lage sind, das Wetter für die nächsten zwei Tage mit 100%iger Sicherheit/Genauigkeit vorher zu sagen.
Was man kann ist aber vorrauszusehen, was passiert wenn die Temperatur sich auf der Erde noch weiter erhöht. dafür gibt es ja auch genügend Beispiele in der kosmischen Nachbarschaft und es braucht wesentlich weniger um menschliches Leben hier strak zu beeinträchtigen, oder sogar gänzlich unmöglich zu machen.
Was einem dann richtig sorgen machen sollte ist, daß man gar nicht genau weiss wieviel Temperaturerhöhung es braucht, um den negativen Effekt für uns unumkehrbar zu machen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 13:41

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Aug 2019, 13:32)

Ein WIKI Artikel, der die unsinnigen Kampfbegriffe "Klimaschutz" und "Klimaleugner", ja sogar "organisierte Klimaleugner" benutzen muss, kann wohl kaum etwas Vernünftiges zu einer Diskussion beitragen.

Nunja diese organisierten Klimaleugner sind Lobbyisten, wie die Greta nur auf der anderen Seite. Es ist doch offensichtlich, daß es diese gibt, oder willst du dies etwa auch leugnen? Da ihr hier Greta als eurer Lieblingsfeind bei Umweltlobbyisten ausgemacht habt, sollte es doch für dich kein Problem sein, wenn man die durchaus mächtige und finanzkräftige Gegenseite nicht vergisst, oder?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 13:42

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Aug 2019, 12:55)

Ich habe schon vor geraumer Zeit mehrfach die Frage gestellt, warum "Klimaschutz" und "Klimarettung", zwei definitiv faktisch unsinnige und dazu noch völlig unkonkrete Wortschöpfungen, an die Stelle von, völlig konkret und exakt zu definierenden, "Umweltschutz" und "Umweltrettung" getreten wurden.

Die Antwort liegt in Marketing für globale Politik. "Klima" ist schwammig genug, um Angst zu erzeugen, "Umwelt" viel zu konkret für Flucht vor eigener Verantwortung und "globale Erwärmung" interessiert keinen Konsumenten ....

Langsam langweilst du ganz schön mit deiner sturen Haltung zu Begrifflichkeiten für ein und den selben sachlichen Hintergrund.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
BlueMonday
Beiträge: 2194
Registriert: Mo 14. Jan 2013, 17:13
Benutzertitel: Waldgänger&Klimaoptimist

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon BlueMonday » Do 15. Aug 2019, 13:55

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Aug 2019, 09:22)

Ich muss nocheinmal auf die unsäglich dummen Aussagen des Adenauer-Enkels zurückkommen, wonach rund 0,04 Prozent in der Luft nicht so eine Wirkung entfalten können. Es ist ganz einfach so: Wir leben auf der Erde in einem infolge überall vorhandenen Wasserdampfs ohnehin wärrmemäßig ziemlich abgedichteten Lebensraum. Wasserdampf hat nur im Emissionsspektrum einige Lücken. Und CO2 und andere Klimagase schließen eben genau diese Lücken. Jeder hat schon mal irgendwann die Erfahrung gemacht, dass ein auch gut beheizter Raum kühl bleibt, wenn es irgendwo RIsse und Lücken im Gemäuer gibt. Und dass man einfach nur mit einer Portion Spachtelmasse diese Lücken füllen muss ... und schon steigen die Temperaturen rapide an.


Bei deiner Analogie geht es dann aber um Konvektion. Bei der sog. Treibhausgastheorie hingegen geht es um Strahlung(sbilanzen) ("radiation"). Da ist das CO2 also kein Rissverkitter oder Stöpsel oder so etwas, sondernd "trapped" nur in seiner Bandbreite im Rahmen seiner physikalischen Absorptionsmöglichkeit (=> die beiden äußeren Sauerstoffatome kommen ins Schwingen durch langwellige Bestrahlung)

Wenn man den Wärmetransport via Konvektion einbeziehen würde, hätte man es schon wieder mit einem weitaus komplexeren Gebilde zu zun. Warme Luftmassen die aufsteigen, wieder abkühlen, wieder absinken ... Durch Konvektion können die sog. Treibhausgase sogar einen kühlenden Beitrag leisten.
Zuletzt geändert von BlueMonday am Do 15. Aug 2019, 14:15, insgesamt 1-mal geändert.
But who would build the roads?
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 13830
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Aug 2019, 14:05

BlueMonday hat geschrieben:(15 Aug 2019, 13:55)

Bei deiner Analogie geht es dann aber Konvektion. Bei der sog. Treibhausgastheorie hingegen geht es um Strahlung(sbilanzen) ("radiation"). Da ist das CO2 also kein Rissverkitter oder Stöpsel oder so etwas, sondernd "trapped" nur in seiner Bandbreite im Rahmen seiner physikalischen Absorptionsmöglichkeit (=> die beiden äußeren Sauerstoffatome kommen ins Schwingen durch langwellige Bestrahlung)


Es handelt sich ja auch nur um eine Metapher, um anschaulich zu zeigen, dass kleine Ursachen auch große Wirkungen haben können.

Der Treibhauseffekt beruht in der Tat nicht einfach auf Stoffaustausch sondern auf Emission/ABsorbtion durch Anregung und Abstrahlung. Die "Lücke" ist nicht irgendwo im Raum sondern auf der Skala der diskontinuierlichen Emissionsspektren.

Wichtig für den Treibhauseffekt ist aber nicht nur die Fähigkeit zur Schwingungsenergieaufnahme sondern auch die Verweilzeit in der Atmosphäre. Methan wird als sehr klimaschädlich wahrgenommen, hat aber eine verhältnismäßig geringe Verweilzeit. Kühlmittel dagegen haben wegen ihrer Reaktionsträgheit eine lange Verweilzeit und da reichen selbst allerwinzigste Mengen für einen messbaren Treibhauseffekt.

Und bei CO2 ist es so, dass es ohnehin einen lange eingespielten ständigen Umsatz an natürlichen Eintragungen und Austragungen gibt. So dass auch hier geringe Mengen ausreichen, dieses eingespielte Gleichgewicht zu stören.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16437
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Aug 2019, 16:24

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 13:14)

Was du hier treibst, ist das was Wiki in diesem Beitrag ganz gut beschreibt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kontrover ... C3%A4rmung

Wie ich bereits schrieb: in den Wissenschaften geht es nicht um Konsens und nicht darum wie viele Wissenschaftler eine These/Hypothese/Theorie "mittragen", sondern um Falsifizierbarkeit.
Unabhängig davon, wie viele Wissenschaftler irgendwas "mit tragen", eine einzige Falsifikation durch einen einzigen Wissenschaftler ist ausreichend, dass die These/Hypothese/Theorie fallen zu lassen und/oder zu modifizieren ist. Punkt!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16437
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Aug 2019, 16:36

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 13:36)

Nur zu dumm, wenn wohl einer dieser Einflüsse ausreicht, um die Erderwärumng in ein für uns kritisches Ungleichgewicht zu bringen. Auf die Sonnenaktivität haben wir kein Einfluss, auch Vulkanausbrüche ligen jenseits unserer Einflussnahem, was bleibt ist eben der menschliche Faktor und es ist nunmal unbestritten das dieser existiert.

Ändert nichts an der Tatsache, dass a)Klimaänderung(en) kein monokausales Ereignis sind und b) 96% aller Treibhausgasemmissionen natürlichen Ursprungs sind und nur 4% auf anthropognen Einfluss zurückzuführen.
Aber ausgerechnet der 4% anthropogene Einfluss wird zur Hysterie aufgebauscht, verbunden mit der Überheblichkeit, Mensch könne das Klima nach menschlichem Gusto regeln, statt Maßnahmen zu ergreifen, sich an den Klimawandel anzupassen

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 13:36)] Ich glaube nicht das Naturgesetze und schon gar nicht das irdische Klima chaotische Gesetzen folgt.

Was DU glaubst, ist irrelevant!
Schon mal was von Chaostheorie gehört? Genau den, in dieser Theorie beschriebenen "Regeln" folgt das Klima.
Naturgesetze sind beobachtbare Regelmäßigkeiten in der Natur, die vom Menschen NICHT beeinflussbar sind. Nicht mehr und nicht weniger!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Sören74 » Do 15. Aug 2019, 16:37

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 12:38)

Es ist mehr als vermessen, zu behaupten, man könne etwas über die Klimaentwicklung der nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte aussagen, wenn Meteorologen nicht einmal in der Lage sind, das Wetter für die nächsten zwei Tage mit 100%iger Sicherheit/Genauigkeit vorher zu sagen.


Ohje. Das jetzt von Dir dieses Argument kommt, verwundert mich wirklich. Die Vorhersage einer Temperatur zu einem bestimmten Zeitpunkt ist was völlig anderes als die Vorhersage eines 30-Jahres-Durchschnitts. Der 30-Jahres-Durchschnitt ändert sich weit weniger als eine Tagestemperatur.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16437
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Aug 2019, 16:39

Sören74 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 16:37)

Ohje. Das jetzt von Dir dieses Argument kommt, verwundert mich wirklich. Die Vorhersage einer Temperatur zu einem bestimmten Zeitpunkt ist was völlig anderes als die Vorhersage eines 30-Jahres-Durchschnitts. Der 30-Jahres-Durchschnitt ändert sich weit weniger als eine Tagestemperatur.

Ach wirklich?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Sören74 » Do 15. Aug 2019, 16:41

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 16:36)

Ändert nichts an der Tatsache, dass a)Klimaänderung(en) kein monokausales Ereignis sind und b) 96% aller Treibhausgasemmissionen natürlichen Ursprungs sind und nur 4% auf anthropognen Einfluss zurückzuführen.
Aber ausgerechnet der 4% anthropogene Einfluss wird zur Hysterie aufgebauscht, verbunden mit der Überheblichkeit, Mensch könne das Klima nach menschlichem Gusto regeln, statt Maßnahmen zu ergreifen, sich an den Klimawandel anzupassen


Hmm, wenn Deine Ausgaben um 4% Deinen Einnahmen übersteigen, wirst Du den Nettoeffekt auch irgendwann merken. ;)

Dark Angel hat geschrieben:Was DU glaubst, ist irrelevant!
Schon mal was von Chaostheorie gehört? Genau den, in dieser Theorie beschriebenen "Regeln" folgt das Klima.


Das Wetter!
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Sören74 » Do 15. Aug 2019, 16:42

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 16:39)

Ach wirklich?


Kommt noch was?
Corella
Beiträge: 1071
Registriert: Sa 11. Jan 2014, 12:08

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Corella » Do 15. Aug 2019, 16:52

watisdatdenn? hat geschrieben:(14 Aug 2019, 07:53)

Mir ist aufgefallen dass vor wenigen Jahren nur von "globaler Erwärmung" gesprochen wurde.

Die Sprechweise hat sich geändert.
Jetzt spricht man nur noch von "Klimawandel".

Warum ist das so?

Globale Erwärmung ist eine konkrete Aussage, dass das Klima wärmer wird.
Klimawandel kann aber auch ein Abkühlen des Klimas sein! Oder eben eine Erwärmung.

Es ist eine unglaublich schwammige Aussage mit der selben Aussagekraft wie "das Wetter wird sich ändern".


Wurde der Duktus geändert?
Wer hat diesen Duktus geändert?
Warum hat sich der Duktus geändert?
Warum machen alle bei dieser absurden Änderung des Duktusses mit?


Hi, war die Frage jetzt beantwortet? Nach Überfliegen zumindest von Schoko schon oder?
Sonst noch mal ein Versuch:

Natürlicher Klimawandel, menschengemachter Klimawandel ungleich Globale Erwärmung. Alle Teilfaktoren aller drei Komplexe beeinflussen einander.
Beispiele: Neuartige Trägheit von Großwetterlagen ist die Folge globaler Erwärmung (Hohe Breiten erwärmen überproportional -> Gadient, der den Jet stream treibt wird kleiner, Jet stream mäandriert stärker und verlagert die Wellen langsamer, Großwetterlagen bleiben länger). Der resultierende Anteil menschengemachten Klimawandels verstärkt Extreme in Richtung kalt und warm. Und so hatten wir nicht nur Hitzesommer (2003, 2018, auf Grund lang währender Omega-Lagen) mit vorindustrieller Wahrscheinlichkeit mehrerer Hundert Jahre, sondern auch winterliche Kaltphasen an der physikalisch möglichen Grenze (2005/6? weiß nicht mehr genau, auf Grund lang ausgestrahlter Luftmassen über Sibieren, die dann zu uns rüber schwappten).
Oder Abholzung: erhöht Albedo, verringert kleinen Wasserkreislauf, macht kalt. Erhöht CO2, macht warm.

Besonders brisant: der natürliche Klimawandel der die Folge menschgemachten sein wird. Zur Zeit ist der Eis-Albedo-Effekt in der Arktis, in Bälde auch der Antarktis so dramatisch, dass m.Mn.n. Greta Recht hat ("ich will, dass ihr in Panik geratet"). Danach das Auftauen des Permafrostes, dann die Verwandlung der Meere von CO2-Senke zur -Quelle. Dem Planeten und einer abstrakten Biosphäre ist das egal, aber wir Menschen sind daran nicht angepasst. Wir sind Kinder des Eiszeitalters.

Such Dir selbst aus, welche der Begriffe Du am passensten für jeweilige Aspekte findest :-)

Fazit: Anthropogener Klimawandel resultiert insgesamt zu globaler Erwärmung, jedoch in Zeit und Raum sehr wohl auch zu regionaler oder lokaler Kühlung. Mit dem was passiert, ändert sich auch und dramatisch der natürliche Klimawandel. Anmerkung: Ohne unseren Einfluss standen wir mit der Kleinen Eiszeit kurz vor Eintreten in ein neues Glazial. Das Spektrum zwischen jetzt schon fast nicht mehr verhinderbarer, klimatischen Rückkehr ins Tertiär und vor kurzem noch fast Rückkehr ins nächste Glazial zeigt, dass wir an sehr empfindlichen Verstärkungsmechanismen fummeln, was wir so nicht tun sollten.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 17:04

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 16:24)

Wie ich bereits schrieb: in den Wissenschaften geht es nicht um Konsens und nicht darum wie viele Wissenschaftler eine These/Hypothese/Theorie "mittragen", sondern um Falsifizierbarkeit.
Unabhängig davon, wie viele Wissenschaftler irgendwas "mit tragen", eine einzige Falsifikation durch einen einzigen Wissenschaftler ist ausreichend, dass die These/Hypothese/Theorie fallen zu lassen und/oder zu modifizieren ist. Punkt!

Ja, ja wir wissen.... :rolleyes:
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 17:06

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 16:36)

Ändert nichts an der Tatsache, dass a)Klimaänderung(en) kein monokausales Ereignis sind und b) 96% aller Treibhausgasemmissionen natürlichen Ursprungs sind und nur 4% auf anthropognen Einfluss zurückzuführen.
Aber ausgerechnet der 4% anthropogene Einfluss wird zur Hysterie aufgebauscht, verbunden mit der Überheblichkeit, Mensch könne das Klima nach menschlichem Gusto regeln, statt Maßnahmen zu ergreifen, sich an den Klimawandel anzupassen
Wie du schon sagst, was du glaubst ist irrelevant.

Was DU glaubst, ist irrelevant!
Schon mal was von Chaostheorie gehört? Genau den, in dieser Theorie beschriebenen "Regeln" folgt das Klima.
Naturgesetze sind beobachtbare Regelmäßigkeiten in der Natur, die vom Menschen NICHT beeinflussbar sind. Nicht mehr und nicht weniger!

Wie du schon sagst, was du glaubst ist irrelevant.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 24235
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon ThorsHamar » Do 15. Aug 2019, 17:40

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 13:41)

Nunja diese organisierten Klimaleugner sind Lobbyisten, wie die Greta nur auf der anderen Seite. Es ist doch offensichtlich, daß es diese gibt, oder willst du dies etwa auch leugnen? Da ihr hier Greta als eurer Lieblingsfeind bei Umweltlobbyisten ausgemacht habt, sollte es doch für dich kein Problem sein, wenn man die durchaus mächtige und finanzkräftige Gegenseite nicht vergisst, oder?


Tut mit leid, aber Leute, die idiotische Begriffe wie "Klimaleugner" erfinden, um infantile Geister auf ihre Seite zu ziehen, kann ich nicht ernst nehmen. Ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der "Klima geleugnet" hätte .... :cool:
"Klimaleugnung" ist absurd, sinnlos, völlig hirnrissig! Offensichtlich ist dem Benutzer nicht einmal die Bedeutung des Wortes "Leugnen" bekannt.
Aber mir ist schon klar, warum genau dieser Terminus verwendet wurde ....
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
Eric Arthur Blair
Benutzeravatar
BlueMonday
Beiträge: 2194
Registriert: Mo 14. Jan 2013, 17:13
Benutzertitel: Waldgänger&Klimaoptimist

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon BlueMonday » Do 15. Aug 2019, 17:43

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Aug 2019, 14:05)

Es handelt sich ja auch nur um eine Metapher, um anschaulich zu zeigen, dass kleine Ursachen auch große Wirkungen haben können.

Der Treibhauseffekt beruht in der Tat nicht einfach auf Stoffaustausch sondern auf Emission/ABsorbtion durch Anregung und Abstrahlung. Die "Lücke" ist nicht irgendwo im Raum sondern auf der Skala der diskontinuierlichen Emissionsspektren.

Wichtig für den Treibhauseffekt ist aber nicht nur die Fähigkeit zur Schwingungsenergieaufnahme sondern auch die Verweilzeit in der Atmosphäre. Methan wird als sehr klimaschädlich wahrgenommen, hat aber eine verhältnismäßig geringe Verweilzeit. Kühlmittel dagegen haben wegen ihrer Reaktionsträgheit eine lange Verweilzeit und da reichen selbst allerwinzigste Mengen für einen messbaren Treibhauseffekt.

Und bei CO2 ist es so, dass es ohnehin einen lange eingespielten ständigen Umsatz an natürlichen Eintragungen und Austragungen gibt. So dass auch hier geringe Mengen ausreichen, dieses eingespielte Gleichgewicht zu stören.


Aber diese Metapher führt eben in die Irre, wie das ganze Bild des "Treibhauses". Es ist schlicht ein falsch gewähltes Bild. Beim wirklichen Treibhaus sorgt die durch die festen Glaswände unterbundene Konvektion zum bekannten Aufwärmeffekt. Öffnet man die Luken und Türen, verpufft der Effekt schnell, obwohl das ganze restliche Glas ja noch da ist, wo es war. In der Erdatmosphäre hat man hingegen allzeit fließende, sich bewegende Gase und Flüssigkeiten. Es geht auch nie um Gleichgewichte, sondern ganz im Gegenteil um städnig sich neu bildende Ungleichgewichte. Erst dadurch gibt es überhaupt Bewegung, Wetter ... Leben.
Ês gibt höchstens unterschiedliche und unterschiedlich lange, sich überlagernde Zyklen/Kreisläufe, gerade beim Klima. Das vom Menschen freigesetzte CO2 hat er ja auch nicht aus dem Nichts künstlich hervorgezaubert und dazugetan, sondern der nötige Kohlenstoff wie Sauerstoff befand und befindet sich im ganz großen Kreislauf.
Letztlich wird völlig anthropozentrisch irgendein CO2-Gehalt der Atmosphäre als ideal angenommen und der soll nun mit absurden Mitteln und Aufwänden fixiert werden. Das ist ein sehr eigenartiger Konservatismus, der sich gegen den ewigen Wandel, die ewigen Kreisläufen, die ewigen Änderungen, die ewigen Bewegungen stemmen will. Als Teilbewegung könnte ich das respektieren, in der Totalität wird es absurd und gefährlich.

Die erfolgreiche Strategie der Menschen war bisher die Adaption, "living with the change", gerade auch beim Wandel des Klimas. Die eigentlichen "Klimaleugner" sind dabei jene, die diesen ewigen Wandel nicht wahrnehmen oder nicht hinnehmen wollen, die glauben, den "Steuerknopf" zum Fixieren des Klimas gefunden zu haben. Dieser Knopf ist der eigentliche Streitpunkt, nicht "climate change" oder "global warming".
Zuletzt geändert von BlueMonday am Do 15. Aug 2019, 17:48, insgesamt 3-mal geändert.
But who would build the roads?
Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 24235
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon ThorsHamar » Do 15. Aug 2019, 17:44

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 13:42)

Langsam langweilst du ganz schön mit deiner sturen Haltung zu Begrifflichkeiten für ein und den selben sachlichen Hintergrund.


Da Du Dich offensichtlich nicht für Sprache und deren Funktion interessierst, ist klar, dass es Dich langweilt ...
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
Eric Arthur Blair

Zurück zu „7. Wissenschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast