"Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Moderator: Moderatoren Forum 7

Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Mi 14. Aug 2019, 14:37

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Aug 2019, 14:25)

Ich bin immer noch für "Klimakatastrophe", das trift es am besten.

Mir ist es eigentlich relativ wurscht wie man das nennen möchte, denn wenn es wirklich hart auf hart kommt und in der Regel haben Wissenschaftler bisher häufiger diesbezüglich zu positiv angenommen, dann trifft es unsere Gesellschaften ziemlich hart. Wenn diese dann nicht auch noch zusammenrücken, gibt es zusätzlich noch Krieg ect.pp.
Ich male dieses Bild ziemlich düster, daher können die Mahnungen m.M. jetzt eigentlich nicht eindringlich genug sein.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 10562
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Ein Terraner » Mi 14. Aug 2019, 14:37

Dark Angel hat geschrieben:(14 Aug 2019, 13:00)

Das Wissenschaftsmaganzin "nature" ist nicht irgend ein Wurschtblatt!


Die Auswahl und Richtlinien zur Veröffentlichung im "nature" hat Lesch auch erklärt, hör dir das doch mal an.
Benutzeravatar
Eulenwoelfchen
Beiträge: 1161
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 14. Aug 2019, 17:11

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2019, 13:56)

Deine Fragen wurden hier um Forum schon zig mal gestellt und auch schon zig mal beantwortet und nein ich suche sie dir jetzt nicht raus.
Deine Spielchen kannst du also selbst vollenden wenn du möchtest.


Seit wann heissen Sie "Ein Terraner"?

Auf der zwölfstufigen Klimaskala verorte ich Sie - freundlich-aufgeschlossen und themensensibel wie ich bin - auf Stufe 10: Polkappen-Gefrierschrank.
Vielleicht sind Sie ja besonders klimakompetent, dann wäre auch Stufe 11 Klimapetrus (Jesus Habecks 13. Apostel) möglich.

Nur zur Info: Stufe 1 ist Trumppussy, Stufe 3 Russenhengst, Stufe 7 SPD-Klimakterium, Stufe 9 Söderliebchen,

und Stufe 12? - Na was wohl? :p
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16169
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Aug 2019, 18:37

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2019, 13:59)

...und die beiden Widerlegungen sind dann Fakten, oder gilt für die dieselbe Nachprüfbarkeit, bzw. Widerspruchsfreiheit...?
Wer hat dann recht, oder besser an welche Theorie soll man sich dann halten/anwenden, wenn beide nicht als Fakten gelten, hm?

Industrieruß IST erst ab 1875 nachweisbar, das IST ein Fakt/eine Tatsache KEINE Theorie. Ebenso IST es eine Tatsache, dass sich 80% der Gletscherschmelze/des Gletscherrückganges zwischen 1850 und 1875 vollzogen, also VOR dem Nachweis von Industrieruß im Gletschereis. Das IST nachgeprüft - in der Realität!
DIESE Tatsachen widerlegen die These vom menschenverursachten Klimawandel und damit (auch) die Theorie, dass der Mensch maßgeblich für den gegenwärtigen Klimawandel verantwortlich ist.
Die Theorie bzw These, dass der Mensch den gegenwärtigen Klimawandel/die (gegenwärtige) globale Erwärmung verursacht hat, ignoriert BEIDE Fakten! Auf Ignoranz lässt sich nunmal keine wissenschaftliche Theorie aufbauen. Das sollte eigenlich einleuchten.
Gleiches gilt für die, in "nature" veröffentlichten Untersuchungsergebnisse/Erkenntnisse. Wer den Einfluss unseres Zentralgestirns auf das Klima der Erde negiert und/oder marginalisiert (klein redet) betreibt keine Wissenschaft, sondern verbreitet eine Ideologie.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16169
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Aug 2019, 18:40

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Aug 2019, 14:22)

Was ich bisher von dir so lese täte dir das bestimmt mal ganz gut. Es ist übrigens auch nicht gerade der beste Stil Aussagen und Argumente von anderen zu ignorieren und sich stur stellen. "da kann Lesch labern was er will!"


Der verlinkte Artikel in "nature" IST wissenschaftliche Arbeit, die Erkenntnisse der Wissenschaftler der PSI sind wissenschaftliche Arbeit - nämlich Fakten und Fakten sind nunmal die besten Argumente!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16169
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Aug 2019, 18:44

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2019, 14:23)

Muss du ja auch nicht. Aber du hast ihn ja gleich mal ob seiner Äußerung ins Abseits stellen wollen.

Ich stelle Lesch nicht ins Abseits, allerdings ist er Professor für Astrophysik und nicht für Klimatologie.
Was Klimatologie angeht, ist er genauso Laie, wie ich.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16169
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Mi 14. Aug 2019, 18:52

relativ hat geschrieben:(14 Aug 2019, 14:32)

Die Studie negiert doch nicht den Teil des menschengemachten Klimawandels, der eben nicht durch andere Phänomäne erklärbar ist.

Von welcher Studie redest Du?
Ich habe KEINE Studien verlinkt, sondern die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen - in beiden Fällen.
Die in "nature" veröffentlichten Untersuchungsergebnisse klammern menschlichen Einfluss eplizit aus, beschränken sich auf zyklische Veränderungen im Magnetfeld der Sonne.
Wissenschaftler des PSI sagen eindeutig, dass NICHT geklärt ist WANN der menschliche Einfluss auf das Klima beginnt.
Das ist das Gegenteil dessen, was Du behauptest.
Wenn NICHT geklärt ist, WANN der menschliche Einfluss auf das Klima begann, dann gibt es KEINEN "menschengemachten Klimawandel", dann gibt es nur einen menschlichen Einfluss auf das Klima!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 10562
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Ein Terraner » Mi 14. Aug 2019, 18:53

Dark Angel hat geschrieben:(14 Aug 2019, 18:40)

Der verlinkte Artikel in "nature" IST wissenschaftliche Arbeit, die Erkenntnisse der Wissenschaftler der PSI sind wissenschaftliche Arbeit - nämlich Fakten und Fakten sind nunmal die besten Argumente!


Ja sicher, es bleibt nur abzuwarten was von dem Artikel in den nächsten Jahren übrig bleibt. Und wiederlegt ist damit einfach mal gar nichts.
Benutzeravatar
Eulenwoelfchen
Beiträge: 1161
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 14. Aug 2019, 20:39

Dark Angel hat geschrieben:(14 Aug 2019, 18:52)

...dann gibt es nur einen menschlichen Einfluss auf das Klima!


Und wie hoch in % ist Ihrer Meinung nach dieser Einfluß anzusetzen? Kann man das überhaupt seriös beziffern? - (Sofern man sich an wissenschaftliche Fakten hält, statt zu ideologisieren).
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 5735
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 15:00

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Zunder » Do 15. Aug 2019, 01:14

Dark Angel hat geschrieben:(14 Aug 2019, 18:37)

Industrieruß IST erst ab 1875 nachweisbar, das IST ein Fakt/eine Tatsache KEINE Theorie. Ebenso IST es eine Tatsache, dass sich 80% der Gletscherschmelze/des Gletscherrückganges zwischen 1850 und 1875 vollzogen, also VOR dem Nachweis von Industrieruß im Gletschereis. Das IST nachgeprüft - in der Realität!
DIESE Tatsachen widerlegen die These vom menschenverursachten Klimawandel und damit (auch) die Theorie, dass der Mensch maßgeblich für den gegenwärtigen Klimawandel verantwortlich ist.
Die Theorie bzw These, dass der Mensch den gegenwärtigen Klimawandel/die (gegenwärtige) globale Erwärmung verursacht hat, ignoriert BEIDE Fakten! Auf Ignoranz lässt sich nunmal keine wissenschaftliche Theorie aufbauen. Das sollte eigenlich einleuchten.
Gleiches gilt für die, in "nature" veröffentlichten Untersuchungsergebnisse/Erkenntnisse. Wer den Einfluss unseres Zentralgestirns auf das Klima der Erde negiert und/oder marginalisiert (klein redet) betreibt keine Wissenschaft, sondern verbreitet eine Ideologie.

Industrieruß ist kein Treibhausgas.

Es geht um das Phänomen, daß Gase wie CO2, Methan und andere einen signifikanten Teil der IR-Abstrahlung absorbieren und somit die durchschnittliche Temperatur auf der Erde erhöhen. Mit den Artikeln, die du verlinkt hast, hat das überhaupt nichts zu tun.

Als Physiker hat Harald Lesch übrigens definitiv mehr Ahnung von der Materie als Archäologen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 07:10

Dark Angel hat geschrieben:(14 Aug 2019, 18:37)

Industrieruß IST erst ab 1875 nachweisbar, das IST ein Fakt/eine Tatsache KEINE Theorie. Ebenso IST es eine Tatsache, dass sich 80% der Gletscherschmelze/des Gletscherrückganges zwischen 1850 und 1875 vollzogen, also VOR dem Nachweis von Industrieruß im Gletschereis. Das IST nachgeprüft - in der Realität!
DIESE Tatsachen widerlegen die These vom menschenverursachten Klimawandel und damit (auch) die Theorie, dass der Mensch maßgeblich für den gegenwärtigen Klimawandel verantwortlich ist.
Die Theorie bzw These, dass der Mensch den gegenwärtigen Klimawandel/die (gegenwärtige) globale Erwärmung verursacht hat, ignoriert BEIDE Fakten! Auf Ignoranz lässt sich nunmal keine wissenschaftliche Theorie aufbauen. Das sollte eigenlich einleuchten.
Gleiches gilt für die, in "nature" veröffentlichten Untersuchungsergebnisse/Erkenntnisse. Wer den Einfluss unseres Zentralgestirns auf das Klima der Erde negiert und/oder marginalisiert (klein redet) betreibt keine Wissenschaft, sondern verbreitet eine Ideologie.

Wenn du Menschenverursachten schreibst, meinst du dann damit, daß er allein dafür verantwortlich gemacht wird, oder wie darf ich diese Hervorhebung dieses Begriffs verstehen?
Durch dein winden um den heissen Brei, hast du natürlich meine eigentliche Frage nicht beantwortet.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 07:11

Dark Angel hat geschrieben:(14 Aug 2019, 18:44)

Ich stelle Lesch nicht ins Abseits, allerdings ist er Professor für Astrophysik und nicht für Klimatologie.
Was Klimatologie angeht, ist er genauso Laie, wie ich.

Aber evtl. kann er aber genausogut wissenschaftliche Thesen lesen wie du es von dir behauptest? :D
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon relativ » Do 15. Aug 2019, 07:25

Dark Angel hat geschrieben:(14 Aug 2019, 18:52)

Von welcher Studie redest Du?
Dann eben These.
Ich habe KEINE Studien verlinkt, sondern die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen - in beiden Fällen.
Ja die aber mit dem gesamten Kontext des Klimawandels nur Teilaspekte seien können
Der Mensch, so die gängige wissenschaftliche Meinung hat/hatte diesen großen Einfluss. Von alleinigen habe ich noch nie gelesen.

Die in "nature" veröffentlichten Untersuchungsergebnisse klammern menschlichen Einfluss eplizit aus, beschränken sich auf zyklische Veränderungen im Magnetfeld der Sonne.

Nunja es gibt auch wissenschaftliche Thesen die besagen, daß die Sonnenaktivität in den besagten Zeitabschnitten eben nicht so stark varriiert hat, als das diese so einen starken Einfluss auf die Erhöhung der bisher gemessenen durchschnittlen Erderwärumg gehabt haben könnte.
Wissenschaftler des PSI sagen eindeutig, dass NICHT geklärt ist WANN der menschliche Einfluss auf das Klima beginnt.
Das mag ja sein, aber der Beginn der Industriealisierung ist auch für ein Laien der nur interessiert ist, schon der logischste Einstieg für einen starken Einfluss des Menschen auf unser Erdklima.
Das ist das Gegenteil dessen, was Du behauptest.
ja und....
Wenn NICHT geklärt ist, WANN der menschliche Einfluss auf das Klima begann, dann gibt es KEINEN "menschengemachten Klimawandel", dann gibt es nur einen menschlichen Einfluss auf das Klima!
Das halte ich für ausgemachten Quatsch.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 26113
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Adam Smith » Do 15. Aug 2019, 07:32

watisdatdenn? hat geschrieben:(14 Aug 2019, 09:50)

Dann erkläre mir doch bitte anhand welcher messbarer Kenngrößen sich das globale Klima sonst zusammensetzt.

Wie rechnest du das Klima konkret aus?
Am besten anhand eines Beispiels.


Hier.


Klima ist der mittlere Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum. Als Zeitspanne empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO – World Meteorological Organization) mindestens 30 Jahre, aber auch Betrachtungen über längere Zeiträume wie Jahrhunderte und Jahrtausende sind bei der Erforschung des Klimas gebräuchli



https://www.umweltbundesamt.de/service/ ... lich-klima

Es ist schon wärmer als vor 30 Jahren.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 13680
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Aug 2019, 09:22

Dark Angel hat geschrieben:(14 Aug 2019, 13:00)

Das Problem ist allerdings, dass a) ob anthropogene Einflüsse das Ende der Kleinen Eiszeit/den Klimawandel eingeleitet haben ==> siehe [url=https://www.umweltperspektiven.ch/warum-die-kleine-eiszeit-mitte-des-19-jahrhunderts-endete/]"Bislang dachte man, dass ihr Rückgang ab den 1860er Jahren auch auf den Beginn der Industrialisierung zurückzuführen sei. Doch die PSI-Ergebnisse wiederlegen diese Theorie nun eindeutig:

Wenn ich dich richtig verstehe, willst du damit sagen, dass die Vermutung der Anthropogenität des Endes der Kleinen Eiszeit analog ist mit der Vermutung der Anthropogenität des Treibhauseffekts infolge von Klimagasemissionen? Aber wird das denn überhaupt behauptet? Dass das Ende der Kleinen Eiszeit eher mit Änderungen der natürlichen Vulkanaktivität zusammenhängt als mit menschengemachten Faktoren kann ja durchaus sein. Aber die Auswirkung von Treibhausgasen auf das gegenwärtige und zukünftige Klima ist damit doch nicht falsifiziert.

Ich muss nocheinmal auf die unsäglich dummen Aussagen des Adenauer-Enkels zurückkommen, wonach rund 0,04 Prozent in der Luft nicht so eine Wirkung entfalten können. Es ist ganz einfach so: Wir leben auf der Erde in einem infolge überall vorhandenen Wasserdampfs ohnehin wärrmemäßig ziemlich abgedichteten Lebensraum. Wasserdampf hat nur im Emissionsspektrum einige Lücken. Und CO2 und andere Klimagase schließen eben genau diese Lücken. Jeder hat schon mal irgendwann die Erfahrung gemacht, dass ein auch gut beheizter Raum kühl bleibt, wenn es irgendwo RIsse und Lücken im Gemäuer gibt. Und dass man einfach nur mit einer Portion Spachtelmasse diese Lücken füllen muss ... und schon steigen die Temperaturen rapide an.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16169
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Aug 2019, 12:11

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(14 Aug 2019, 20:39)

Und wie hoch in % ist Ihrer Meinung nach dieser Einfluß anzusetzen? Kann man das überhaupt seriös beziffern? - (Sofern man sich an wissenschaftliche Fakten hält, statt zu ideologisieren).

Ich glaube nicht, dass man menschlichen Einfluss seriös beziffern kann, da das Klima ein komplexes, nichtlineares System ist, dessen Einflussfaktoren (noch) nicht hinreichend untersucht sind und man keine Monokausalität bei/für Veränderungen "konstruieren" kann.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16169
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Aug 2019, 12:14

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 07:10)

Wenn du Menschenverursachten schreibst, meinst du dann damit, daß er allein dafür verantwortlich gemacht wird, oder wie darf ich diese Hervorhebung dieses Begriffs verstehen?
Durch dein winden um den heissen Brei, hast du natürlich meine eigentliche Frage nicht beantwortet.

Wenn Mensch etwas verursacht, dann ist er allein verantwortlich. Sollte eigentlich verständlich sein.
Und NEIN, ich negiere NICHT, dass Mensch Einfluss auf das Klima nimmt, nur seit wann und in welchem Umfang, ist eben NICHT klar.
Es gibt keine Monokausalität für (einen) Klimawandel!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16169
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Aug 2019, 12:27

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 07:25)

Dann eben These.
Ja die aber mit dem gesamten Kontext des Klimawandels nur Teilaspekte seien können
Der Mensch, so die gängige wissenschaftliche Meinung hat/hatte diesen großen Einfluss. Von alleinigen habe ich noch nie gelesen.

Teilaspekte - sogar wichtige Teilaspekte - die in den Klimamodellen bisher unberücksichtigt geblieben sind bzw nur geschätzt wurden. Jetzt liegen jedoch genauere Daten vor, die in die Modelle eingearbeitet werden müssen und u.U. zu ganz anderen Ergebnissen führen. DAS ist der Punkt!

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 07:25)Nunja es gibt auch wissenschaftliche Thesen die besagen, daß die Sonnenaktivität in den besagten Zeitabschnitten eben nicht so stark varriiert hat, als das diese so einen starken Einfluss auf die Erhöhung der bisher gemessenen durchschnittlen Erderwärumg gehabt haben könnte.

EBEN - es gibt Thesen und Thesen sind unbewiesene Behauptungen.
Thesen selbst haben wenig Aussagekraft, sie können nur Grundlage für weitere Untersuchungen und Forschungen dienen.
Um genau solche Untersuchungen handelt es sich beim "nature"-Artikel. Bei diesen Untersuchungen wird heraus gearbeitet, dass es mehrere Aktivitätszyklen in verschiedenen Schichten der Sonne gibt, die sich gegenseitig beeinflussen UND die das Magnetfeld der Sonne beeinflussen, was wiederum Einfluss auf das Klima der Erde hat.
In welchem Umfang - dazu sind weitere Untersuchungen/Forschungen notwendig.

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2019, 07:25)Das mag ja sein, aber der Beginn der Industriealisierung ist auch für ein Laien der nur interessiert ist, schon der logischste Einstieg für einen starken Einfluss des Menschen auf unser Erdklima.
ja und....
Das halte ich für ausgemachten Quatsch.

Genau das ist aber NICHT der Fall. 80% des Gletscherrückganges/der Gletscherschmelze erfolgt VOR Beginn der Industrialisierung und nur 20% sind auf die Industrialisierung zurückzuführen.
Zu behaupten, die Industrialisierung sei hauptverantwortlich für den Klimawandel ist kein logischer Einstieg, sondern schlicht "Verarsche" des (interessierten) Laien.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16169
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Aug 2019, 12:38

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Aug 2019, 09:22)

Wenn ich dich richtig verstehe, willst du damit sagen, dass die Vermutung der Anthropogenität des Endes der Kleinen Eiszeit analog ist mit der Vermutung der Anthropogenität des Treibhauseffekts infolge von Klimagasemissionen? Aber wird das denn überhaupt behauptet? Dass das Ende der Kleinen Eiszeit eher mit Änderungen der natürlichen Vulkanaktivität zusammenhängt als mit menschengemachten Faktoren kann ja durchaus sein. Aber die Auswirkung von Treibhausgasen auf das gegenwärtige und zukünftige Klima ist damit doch nicht falsifiziert.

Den Einfluss von Treibhausgasen auf das globale Klima negiert niemand, aber Treibhausgase sind nur ein Einflussfaktor. Der Klimawandel ist aber KEIN monokausales Ereignis, wie suggeriert wird.

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Aug 2019, 09:22)Ich muss nocheinmal auf die unsäglich dummen Aussagen des Adenauer-Enkels zurückkommen, wonach rund 0,04 Prozent in der Luft nicht so eine Wirkung entfalten können. Es ist ganz einfach so: Wir leben auf der Erde in einem infolge überall vorhandenen Wasserdampfs ohnehin wärrmemäßig ziemlich abgedichteten Lebensraum. Wasserdampf hat nur im Emissionsspektrum einige Lücken. Und CO2 und andere Klimagase schließen eben genau diese Lücken. Jeder hat schon mal irgendwann die Erfahrung gemacht, dass ein auch gut beheizter Raum kühl bleibt, wenn es irgendwo RIsse und Lücken im Gemäuer gibt. Und dass man einfach nur mit einer Portion Spachtelmasse diese Lücken füllen muss ... und schon steigen die Temperaturen rapide an.

Diese Aussage ist genauso "dumm" wie die des Adenauer-Enkels!
Das Klimasystem der Erde ist ein komplexes, nichtlineares, chaotisches System, auf das viele Faktoren einwirken - Faktoren deren Wirkung (noch) nicht abschließend bekannt sind - und Faktoren die (noch) gar nicht bekannt sind.
Es ist mehr als vermessen, zu behaupten, man könne etwas über die Klimaentwicklung der nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte aussagen, wenn Meteorologen nicht einmal in der Lage sind, das Wetter für die nächsten zwei Tage mit 100%iger Sicherheit/Genauigkeit vorher zu sagen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 13680
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Aug 2019, 12:51

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 12:38)

Den Einfluss von Treibhausgasen auf das globale Klima negiert niemand, aber Treibhausgase sind nur ein Einflussfaktor. Der Klimawandel ist aber KEIN monokausales Ereignis, wie suggeriert wird.


Diese Aussage ist genauso "dumm" wie die des Adenauer-Enkels!
Das Klimasystem der Erde ist ein komplexes, nichtlineares, chaotisches System, auf das viele Faktoren einwirken - Faktoren deren Wirkung (noch) nicht abschließend bekannt sind - und Faktoren die (noch) gar nicht bekannt sind.
Es ist mehr als vermessen, zu behaupten, man könne etwas über die Klimaentwicklung der nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte aussagen, wenn Meteorologen nicht einmal in der Lage sind, das Wetter für die nächsten zwei Tage mit 100%iger Sicherheit/Genauigkeit vorher zu sagen.

Wenn du es wirklich wissenschaftlich angehen würdest, müsstest du schreiben "das Wetter für die nächsten zwei Tage" mit welcher Raum- und Zeitgittergröße. Erstens. Und zweitens ist, war und wird sowieso niemals von "100%iger Sicherheit" die Rede sein. Was die übergroße Mehrheit der Klimaexperten sagen ist vergleichsweise nicht mehr, als dass das Wasser in einem Kochtopf irgendwann anfangen wird zu blubbern, wenn man die Kochplatte einschaltet. Aus der Tatsache, dass es nahezu unmöglich ist, vorherzusagen, zu welcher Sekunde sich die erste Blubberblase bildet und wo genau sie im Kochtopf aufsteigt, folgerst Du, dass auch die Aussage, es werde überhaupt zu blubbern anfangen, keinerlei Evidenz besitzt.

Chaotisches Verhalten bedeutet, dass eine kleine Variierung von Anfangsparametern nicht zwangsläufig zu einer vergleichsweise ebenso kleinen Variierung von Endparametern führt. Das heißt noch lange nicht, dass gar nix mehr vorhersehbar ist. Einfaches Beispiel: Welche Zahl von eins bis sechs ein zufällig geworfener Würfel am Ende zeigt, ist so gut wie unvorhersagbar. Aber dass er nach unten fällt und auf dem Tisch oder dem Fußboden und nicht auf der Zimmerdecke landet, ist sicher.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Do 15. Aug 2019, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

Zurück zu „7. Wissenschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast