Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Fr 26. Apr 2019, 05:21

Corella hat geschrieben:(25 Apr 2019, 23:24)

Bei uns: Konvektion verstärkt sich, verdrängt tendenziell Landregen durch aufgleitende Luftmassen, oder macht "schauerartig durchsetzte" Landregen. Global: Konvektion verstärkt sich, Monsun verstärkt sich.
Ein Blick in klimatisch wärmere Zeiten (Tertiär): mehr warm bedeutet grundsätzlich mehr feucht. Allerdings sind das natürliche Verhältnisse. Der anthropogene Klimawandel ist viel schneller, die Atmossphäre erwärmt sich schnell, die Ozeane langsam. Diese Situation lässt sich nicht mit natürlichen Verhältnissen abgleichen, sie muss mit allen Unwägbarkeiten modelliert oder erlebt werden. Wie trocken oder feucht es in den nächsten Jahrzehnten wird, ist unsicher vorherzusagen. Mit Extremen in alle Richtungen ist zu rechnen.


Die Argumentationskette halte ich für logisch und abschließend: "Nischt Jenaues weeß man nich!" Verlassen wir uns also auf's Erleben, denn das muß ich niemals beweisen, denn das ist gelebte Gegenwart zur Zeit des Geschehens.

Wenn man dann bedenkt, welche wirtschaftliche und politische Schlüsse in Beschlüsse aus solchen Ungewißheiten folgen, dann fühle ich mich nicht wohl dabei. Aber auf's Wohlfühlen kommt es nicht an: Der kluge Mann baut vor! An unseren Küsten steigt der mittlere Meeresspiegel, und wer sein Möglichstes tut, um einer erneuten "Manndränke" entgegen zu wirken, der handelt vernünftig. Wenn die befürchtete Manndränke ausbleiben sollte, dann haben wir eben Glück gehabt.

Unsere Niederländer spülen inzwischen von den Wellen fortgetragene Strände neu auf in dem Bewußtsein, daß solche Maßnahmen nur wenige Jahre vorhalten. Unterließe man das, dann kann man sich an den fünf Fingern einer Hand klar machen, daß alsbald der Angriff auf die schützenden Dünen folgt und das Hinterland überspült wird.

Die wissenschaftlich begründete Ursachenforschung hilft nicht. Denn dann müßte ein großes Umsiedlungsprogramm folgen. Wer wird die Verantwortung dafür übernehmen, daß diese Entscheidung gar nicht notwendig gewesen wäre...

Also tun wir so, als ob wir das doch wüßten: Dann liegen wir auf der sicheren Seite mit unseren Entscheidungen. Aus meiner Sicht ein ziemlich nervige Grundlage!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Apr 2019, 07:03

Corella hat geschrieben:(25 Apr 2019, 23:13)

Meinst Du, weil die Käferart im Deutschen Namen "Nordisch" trägt, sei es eine Art, die an nordische Klimate gebunden ist? Aber selbst wenn: mit deiner Kraft zu schlussfolgern kann Rauchen nicht ungesund sein, denn Helmut Schmidt wurde rauchend alt... Du hattest neulich mal einen authentischen Moment, er hielt nicht lang. Grund genug, desinformative Absicht zu vermuten - du gehst bei mir wieder auf Status "ignore".


Ja - Du musst FAKTEN ignorieren - reingebissen wie ein Pawlowscher Hund ....ohne sich um FAKTEN zu kümmern.

Der Borkenkäfer hat auch noch einen Beinamen .....Nordischer "Fichten" Borken Käfer.... dem ists egal wo der wohnt - der frisst Fichten.
Wenns warm ist - sterben nicht so viel Larven.

Da einige Waldbauern auf schnell und viel gesetzt haben .....Fichten >> kommen die Schädlinge nun nach.

Der nordische Fichtenborkenkäfer hat mit Klimawandel, Schmidt, Rauchen und Hundekacke genau NICHTS zu tun...
(Hinter die Fichte gefolgt ?)

Aber schön dass es wieder Erderwärmer - Aktivisten vom (Fichten-) Baum geholt hat. :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Apr 2019, 07:26

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 05:21)

Die Argumentationskette halte ich für logisch und abschließend: "Nischt Jenaues weeß man nich!" Verlassen wir uns also auf's Erleben, denn das muß ich niemals beweisen, denn das ist gelebte Gegenwart zur Zeit des Geschehens.

Wenn man dann bedenkt, welche wirtschaftliche und politische Schlüsse in Beschlüsse aus solchen Ungewißheiten folgen, dann fühle ich mich nicht wohl dabei. Aber auf's Wohlfühlen kommt es nicht an: Der kluge Mann baut vor! An unseren Küsten steigt der mittlere Meeresspiegel, und wer sein Möglichstes tut, um einer erneuten "Manndränke" entgegen zu wirken, der handelt vernünftig. Wenn die befürchtete Manndränke ausbleiben sollte, dann haben wir eben Glück gehabt.

Unsere Niederländer spülen inzwischen von den Wellen fortgetragene Strände neu auf in dem Bewußtsein, daß solche Maßnahmen nur wenige Jahre vorhalten. Unterließe man das, dann kann man sich an den fünf Fingern einer Hand klar machen, daß alsbald der Angriff auf die schützenden Dünen folgt und das Hinterland überspült wird.

Die wissenschaftlich begründete Ursachenforschung hilft nicht. Denn dann müßte ein großes Umsiedlungsprogramm folgen. Wer wird die Verantwortung dafür übernehmen, daß diese Entscheidung gar nicht notwendig gewesen wäre...

Also tun wir so, als ob wir das doch wüßten: Dann liegen wir auf der sicheren Seite mit unseren Entscheidungen. Aus meiner Sicht ein ziemlich nervige Grundlage!


Nun die Niederländer werden es ertragen....da ist ja ein Drittel des Landes "Mann-Made" vom Wasser abgerungen, trockengelegt.

Worauf ich nur mal kurz hinweisen möchte - die Erderwärmung mittels Sonne>>CO2 findet vorrangig bei Sonne statt. (Halbtags, vorrangig im Sommer)
Also nach den vorhandenen Messwerten .

Die Temperaturveränderungen erhöhen die Unterschiede Tag/Nacht (Länger "warmer" Tag...weniger kalte Nacht)

Wer an Gewässern wohnt//Segler ist, kennt den Wind morgens und abends... das wird zunehmen.

Feststellungen vom Klimawandel wie >> die Atmo(s)sphäre erwärmt sich schnell, die Ozeane langsam. ....ja das geht auch ohne Klimawandel.

Mit und ohne Klimawandel >> Mit Extremen in alle Richtungen ist zu rechnen. ...auch WETTER genannt.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Fr 26. Apr 2019, 09:57

Sehr viel spricht eben doch dafür, daß die Forscher mit ihren Vorhersagen ziemlich dicht an der Wahrheit liegen! Lieber doch Deiche bauen, fossile Brennstoffe möglichst meiden, die Natur schonen. Schaden kann das ganz sicher nicht, vielleicht aber auch nicht schützen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Apr 2019, 10:05

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 09:57)

Sehr viel spricht eben doch dafür, daß die Forscher mit ihren Vorhersagen ziemlich dicht an der Wahrheit liegen! Lieber doch Deiche bauen, fossile Brennstoffe möglichst meiden, die Natur schonen. Schaden kann das ganz sicher nicht, vielleicht aber auch nicht schützen.


Deichbau ist immer gut..... An der Elbe hat man die Zahlen von 1860 (Inundationsgrenze) nun endlich realisiert ..... ob die früher schon was vom Klimawandel wussten ??

Schon auf dem 5. Parteitag der SED der DDR sollte Erdöl eingespart werden....
Der V. Parteitag der SED Mitte Juli 1958 steht unter der Losung "Der Sozialismus siegt!". Walter Ulbricht verkündet in einem Grundsatzreferat die Vollendung....


Ich kenn das, mit dem Einsparen schon. :D :D :D
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Corella » Fr 26. Apr 2019, 10:25

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 05:21)

Die Argumentationskette halte ich für logisch und abschließend: "Nischt Jenaues weeß man nich!" Verlassen wir uns also auf's Erleben, denn das muß ich niemals beweisen, denn das ist gelebte Gegenwart zur Zeit des Geschehens.

Wenn man dann bedenkt, welche wirtschaftliche und politische Schlüsse in Beschlüsse aus solchen Ungewißheiten folgen, dann fühle ich mich nicht wohl dabei. Aber auf's Wohlfühlen kommt es nicht an: Der kluge Mann baut vor! An unseren Küsten steigt der mittlere Meeresspiegel, und wer sein Möglichstes tut, um einer erneuten "Manndränke" entgegen zu wirken, der handelt vernünftig. Wenn die befürchtete Manndränke ausbleiben sollte, dann haben wir eben Glück gehabt.

Unsere Niederländer spülen inzwischen von den Wellen fortgetragene Strände neu auf in dem Bewußtsein, daß solche Maßnahmen nur wenige Jahre vorhalten. Unterließe man das, dann kann man sich an den fünf Fingern einer Hand klar machen, daß alsbald der Angriff auf die schützenden Dünen folgt und das Hinterland überspült wird.

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So ungewiss nun auch wieder nicht! Du fragtest im Zusammenhang ergünender Wüsten. Soviel ich aufgeschnappt habe, wird das durchaus erwartet, aber wann ist schwer zu sagen (kleiner Wasserkreislauf muss entscheidend in Gang kommen und den haben Menschen ja nicht allein auf Grund der Atmosphärenverschmutzung zerstört). Die nächsten Jahrzehnte bei uns dürfen wir von zunehmender Trockenheit ausgehen, gewiss genug, mit Maßnahmen loszulegen. Dabei sind weniger Niederschlagsmengen, sondern mehr Niederschlagsart (Konvektion), längere Vegetationsperide, erhöhte Verdunstung Ursache.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Fr 26. Apr 2019, 21:35

Corella hat geschrieben:(26 Apr 2019, 10:25)

So ungewiss nun auch wieder nicht! Du fragtest im Zusammenhang ergünender Wüsten. Soviel ich aufgeschnappt habe, wird das durchaus erwartet, aber wann ist schwer zu sagen (kleiner Wasserkreislauf muss entscheidend in Gang kommen und den haben Menschen ja nicht allein auf Grund der Atmosphärenverschmutzung zerstört). Die nächsten Jahrzehnte bei uns dürfen wir von zunehmender Trockenheit ausgehen, gewiss genug, mit Maßnahmen loszulegen. Dabei sind weniger Niederschlagsmengen, sondern mehr Niederschlagsart (Konvektion), längere Vegetationsperide, erhöhte Verdunstung Ursache.


So sieht es derzeit wirklich aus; und wir tun das Vernünftige: Wir stellen uns darauf ein. Schlimmstenfalls überrascht uns dann eben das Gegenteil des Erwarteten. Trotzdem kann es ja nicht schaden, überall dort, wo sich das gut machen läßt, Regenrückhaltebecken und Gräben an zu legen. Meist liegen diese Auffangbecken ausgetrocknet herum, und irgendwann werden sie als teurer Baugrund vermarktet. :(
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » So 28. Apr 2019, 09:50

Corella hat geschrieben:(26 Apr 2019, 10:25)

So ungewiss nun auch wieder nicht! Du fragtest im Zusammenhang ergünender Wüsten. Soviel ich aufgeschnappt habe, wird das durchaus erwartet, aber wann ist schwer zu sagen (kleiner Wasserkreislauf muss entscheidend in Gang kommen und den haben Menschen ja nicht allein auf Grund der Atmosphärenverschmutzung zerstört). Die nächsten Jahrzehnte bei uns dürfen wir von zunehmender Trockenheit ausgehen, gewiss genug, mit Maßnahmen loszulegen. Dabei sind weniger Niederschlagsmengen, sondern mehr Niederschlagsart (Konvektion), längere Vegetationsperide, erhöhte Verdunstung Ursache.


Wenn es hierzulande TROCKEN wird liegts am fehlenden NIEDERSCHLAG (Menge/Zeiteinheit) ; den Partialdruck des Wasserdampfes (Naturgesetze) ändert auch der HÄRTESTE Klimawandel nicht....und .....der "Trockenheit"//Einwohnern/Bauern ist es SCHITEGAAAL ob Mannmade oder nicht.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Corella » So 28. Apr 2019, 22:35

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 21:35)

So sieht es derzeit wirklich aus; und wir tun das Vernünftige: Wir stellen uns darauf ein. Schlimmstenfalls überrascht uns dann eben das Gegenteil des Erwarteten. Trotzdem kann es ja nicht schaden, überall dort, wo sich das gut machen läßt, Regenrückhaltebecken und Gräben an zu legen. Meist liegen diese Auffangbecken ausgetrocknet herum, und irgendwann werden sie als teurer Baugrund vermarktet. :(


Gräben leiten Wasser in die Vorfluter, bevor es Grundwasser neu bilden kann!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » So 28. Apr 2019, 23:26

Corella hat geschrieben:(28 Apr 2019, 22:35)

Gräben leiten Wasser in die Vorfluter, bevor es Grundwasser neu bilden kann!


Im Bremer Raum ist das so, daß neben den Rückhaltebecken auch Gräben angelegt werden mit Sperrwänden, die dort den Wasserspiegel vorgeben. Ich glaube, daß das nicht so ganz dumm angelegt ist. Man kann die Sperrwände auch mit Einsteckbrettern erhöhen und die Wassermassen länger halten. Aber irgendwann landet das Wasser natürlich in den Flüssen, wenn es zwischendurch nicht versickert ist.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon imp » Mo 29. Apr 2019, 06:51

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 09:57)

Sehr viel spricht eben doch dafür, daß die Forscher mit ihren Vorhersagen ziemlich dicht an der Wahrheit liegen! Lieber doch Deiche bauen, fossile Brennstoffe möglichst meiden, die Natur schonen. Schaden kann das ganz sicher nicht, vielleicht aber auch nicht schützen.

Es ist aus ganz verschiedenen Gründen ratsam, mit Erdöl und Kohle sparsam umzugehen und Deiche immer wieder an den Stand der Technik anzupassen.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
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Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon John Galt » Di 18. Jun 2019, 07:55

Dieses Ziel bedeutet nicht, dass es 2050 keine CO2-Emissionen mehr geben darf. Sie müssten allerdings durch andere Maßnahmen vollständig ausgeglichen werden, zum Beispiel durch Aufforstung oder CO2-Abscheidung.


https://www.welt.de/politik/deutschland ... -2050.html

Gerade im Bereich Biomasse und Aufforstung um fiktive CO2-Ziele zu erreichen wird viel schöngerechnet.


Der Primärenergieverbrauch lag 2011 in Deutschland bei rund 13.500 Petajoule (PJ), entsprechend 3.753 Mrd. kWh.


https://de.wikipedia.org/wiki/Prim%C3%A ... C3%A4ndern

Hier mal die knallharten Fakten in Dimensionen umgerechnet die jeder Normalbürger verstehen kann, wie die tatsächliche Klimaneuträlität mit unterschiedlichen Kraftwerken aussehen würde.

Atomkraft:
310 Atomkraftwerke baugleich zu Isar 2 (12 Mrd kWh pro Jahr)
Kosten: 5-10 Mrd. pro Stück. 1550 bis 3100 Milliarden Euro.

Windkraft:
Siemens SWT-3.6-120 3,6 MW (Siehe EnBW Baltic 2 Windpark)
https://www.enbw.com/erneuerbare-energi ... /baltic-2/

250.200 Stück für jeweils ca. 3 Millionen. = 750 Milliarden.
Klingt gut, allerdings ohne Kabel, Installation, Wartung und Speicherung, abgesehen davon gibt es in Deutschland zu wenig profitable Windflächen. Mit Speicherung und allem pi pa po, locker das 10fache. Also 7500 Milliarden.

80 Stück - betriebsbereit haben im EnBW Baltic 2 Windpark 1,25 Milliarden gekostet. Man bräuchte 3127,5 solcher Windparks, wäre also bei 3909 Milliarden ohne jegliche Speicherung und Netze zum Endverbraucher.

Verfügbarkeit von Wind ca. 20-25%. Ohne Speicherung also 75% der Zeit keine Energie.

Solar:
https://de.wikipedia.org/wiki/Solarpark_Neuhardenberg

37503/0.14=26807. Man bräuchte 26807 solcher Solarparks.

Macht 6433680 Hektar Flächenverbrauch und 5.361 Milliarden Euro Kosten - ohne Speicherung.

Die notwendige Speicherung von Wind und Solar macht das Vorhaben quasi unmöglich. Die Kosten werden dadurch mehr als verdoppelt oder sogar verdreifacht. Wasserkraft funktioniert in Deutschland geographisch nicht, Atom ist unerwünscht, Biomasse ist eine Lüge, viel Spaß mit den Grünen.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
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Re: Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon Papaloooo » Di 18. Jun 2019, 08:19

Ich glaube, die Welt als Ganzes könnte bereits Klima-neutral sein,
wenn dem nicht ständig nationale Egoismen und kurzfristige, wählerorientierte Lösungen im Wege stünden.
Kriegerische Konflikte und immense Militärausgaben tun ein übriges.
Ideen gibt es genug.
Ein Beispiel (<== hierauf liegt die Betonung) ist, man könnte mit den Braunkohlebaggern riesige Seenlandschaften in Marokko und Spanien schaffen und im Laufe von Jahrzehnten die Straße von Gibraltar schließen, dann mit Schleusen und einem gigantischen Wasserkraftwerk versehen.
Die Berechnungen ergeben,dass der gewonnene Strom für das ganze Schienennetz Europas reichen würde.

Dann gäbe es noch Solarkraftwerke in der Wüste oder gar im All mit Übertragung durch einen Infrarotlaser.

Oder Wellenkraftwerke im Pazifik.

Und irgendwann dann vielleicht noch die Kernfusion.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon relativ » Di 18. Jun 2019, 08:43

John Galt hat geschrieben:(18 Jun 2019, 07:55)

https://www.welt.de/politik/deutschland ... -2050.html

Gerade im Bereich Biomasse und Aufforstung um fiktive CO2-Ziele zu erreichen wird viel schöngerechnet.




https://de.wikipedia.org/wiki/Prim%C3%A ... C3%A4ndern

Hier mal die knallharten Fakten in Dimensionen umgerechnet die jeder Normalbürger verstehen kann, wie die tatsächliche Klimaneuträlität mit unterschiedlichen Kraftwerken aussehen würde.

Atomkraft:
310 Atomkraftwerke baugleich zu Isar 2 (12 Mrd kWh pro Jahr)
Kosten: 5-10 Mrd. pro Stück. 1550 bis 3100 Milliarden Euro.

Windkraft:
Siemens SWT-3.6-120 3,6 MW (Siehe EnBW Baltic 2 Windpark)
https://www.enbw.com/erneuerbare-energi ... /baltic-2/

250.200 Stück für jeweils ca. 3 Millionen. = 750 Milliarden.
Klingt gut, allerdings ohne Kabel, Installation, Wartung und Speicherung, abgesehen davon gibt es in Deutschland zu wenig profitable Windflächen. Mit Speicherung und allem pi pa po, locker das 10fache. Also 7500 Milliarden.

80 Stück - betriebsbereit haben im EnBW Baltic 2 Windpark 1,25 Milliarden gekostet. Man bräuchte 3127,5 solcher Windparks, wäre also bei 3909 Milliarden ohne jegliche Speicherung und Netze zum Endverbraucher.

Verfügbarkeit von Wind ca. 20-25%. Ohne Speicherung also 75% der Zeit keine Energie.

Solar:
https://de.wikipedia.org/wiki/Solarpark_Neuhardenberg

37503/0.14=26807. Man bräuchte 26807 solcher Solarparks.

Macht 6433680 Hektar Flächenverbrauch und 5.361 Milliarden Euro Kosten - ohne Speicherung.

Die notwendige Speicherung von Wind und Solar macht das Vorhaben quasi unmöglich. Die Kosten werden dadurch mehr als verdoppelt oder sogar verdreifacht. Wasserkraft funktioniert in Deutschland geographisch nicht, Atom ist unerwünscht, Biomasse ist eine Lüge, viel Spaß mit den Grünen.

Deine Rechenkünste sind beeindruckend. :D :D

[MOD] Ja, dieser Gedanke durchzuckte mich zunächst auch; damit aber darf man es nicht gut sein lassen, weil die Antwort nur als Spam gewertet werden kann. Ich versenke Ihren Beitrag aber nicht in der Ablage, weil er auffordert, dieses von Laien schwer nachprüfbare Zahlenwerk zu belegen. Das wäre aber das Gebot der Stunde!
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Re: Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon Sören74 » Di 18. Jun 2019, 09:19

John Galt hat geschrieben:(18 Jun 2019, 07:55)
250.200 Stück für jeweils ca. 3 Millionen. = 750 Milliarden.
Klingt gut, allerdings ohne Kabel, Installation, Wartung und Speicherung, abgesehen davon gibt es in Deutschland zu wenig profitable Windflächen. Mit Speicherung und allem pi pa po, locker das 10fache. Also 7500 Milliarden.


Klar, wenn man diesen Faktor beliebig hochsetzt, macht man auch das gesamte System beliebig teuer. Mal davon abgesehen, dass jede Energieversorgung, die zu 100% sich auf einen Energieträger stützt, ein sehr anfälliges und ineffizientes System ist. Aus guten Grund wird bei der Energieversorgung auf Diversität gesetzt.
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Re: Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon BlueMonday » Di 18. Jun 2019, 13:52

Mal abgesehen davon, dass diese ganze negative CO2-Denke mehr und mehr ins Wanken kommt*, ist so ein Windpark sicher auch nicht "klimaneutral", sondern greift prinzipbedingt in die natürlichen Luftströmungen und damit ins Klima ein und heizt auch seine Umgebung auf. Erst gar nicht davon zu reden, wenn Wälder als CO2-Sinks für Windräder abgeholzt würden.

*
https://www.researchgate.net/publicatio ... r_a_change
https://fcpp.org/2016/06/07/the-positiv ... -on-earth/
But who would build the roads?

I don't need a virus to keep me from interacting with most people.
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Re: Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon Sören74 » Di 18. Jun 2019, 14:48

BlueMonday hat geschrieben:(18 Jun 2019, 13:52)

Mal abgesehen davon, dass diese ganze negative CO2-Denke mehr und mehr ins Wanken kommt*, ist so ein Windpark sicher auch nicht "klimaneutral", sondern greift prinzipbedingt in die natürlichen Luftströmungen und damit ins Klima ein und heizt auch seine Umgebung auf. Erst gar nicht davon zu reden, wenn Wälder als CO2-Sinks für Windräder abgeholzt würden.

*
https://www.researchgate.net/publicatio ... r_a_change
https://fcpp.org/2016/06/07/the-positiv ... -on-earth/


Schon beeindruckend, dass Du als Beleg für die These, dass die CO2-Theorie immer mehr ins Wanken gerät, zwei Artikel anführst, die keinem wissenschaftlichen Peer-Review ausgesetzt waren. Und lustig zu behaupten, Windräder tragen zur thermischen Erwärmung seiner Umgebung bei. Wie hoch ist denn der Anteil bzgl. der Klimaerwärmung?
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Re: Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon H2O » Di 18. Jun 2019, 18:51

@ Sören74

Bedeutet "keinem wissenschaftlichen Peer-Review ausgesetzt", daß hier eine Meldung aus dem Blauen eingestellt und diskutiert wird, als sei sie allgemein anerkannter Stand der Forschung?

Wer soll dem hier standhalten, ohne persönlich nun in die Tiefen der Einzelfragen dringen zu können?

Wissenschaftspolitisch stellt der Eingangsbeitrag die Bestrebungen der gesamten Energiewende in den Verdacht einer sinnlosen Tätigkeit. Wenn dem so wäre, dann trieben unsere Politik und die professionellen wissenschaftlichen Institute anstelle eines Klimarettungsversuchs nur Allotria und Wichtigtuerei.

Wer will sich diese Sicht der Dinge zu eigen machen? Ich erst einmal nicht, wenn die Grundlagen für den Beitrag und den Strang insgesamt noch nicht von Fachleuten bewertet worden sind. An diese Bewertungen heran zu kommen, das dürfte die Fortsetzung des Strangs begründen.

Erst einmal danke ich Sören74 für seine kritische Nachfrage!
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Re: Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon Sören74 » Di 18. Jun 2019, 18:56

H2O hat geschrieben:(18 Jun 2019, 18:51)

@ Sören74

Bedeutet "keinem wissenschaftlichen Peer-Review ausgesetzt", daß hier eine Meldung aus dem Blauen eingestellt und diskutiert wird, als sei sie allgemein anerkannter Stand der Forschung?


Was BlueMonday genau mit der Verlinkung der beiden Artikel bezwecken wollte, muss er selber sagen.
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Re: Klimaneutralität bis 2050

Beitragvon Quatschki » Di 18. Jun 2019, 19:34

Man kann übrigens über die Zuwanderung steuern, ob die Einwohnerzahl Deutschlands in 2050 eher bei 70 oder eher bei 100 Millionen liegt.
Das macht im Energiebedarf oder beim CO2 einen ganz gewaltigen Unterschied!

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