Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Moderator: Moderatoren Forum 7

Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 23919
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Fr 26. Apr 2019, 05:21

Corella hat geschrieben:(25 Apr 2019, 23:24)

Bei uns: Konvektion verstärkt sich, verdrängt tendenziell Landregen durch aufgleitende Luftmassen, oder macht "schauerartig durchsetzte" Landregen. Global: Konvektion verstärkt sich, Monsun verstärkt sich.
Ein Blick in klimatisch wärmere Zeiten (Tertiär): mehr warm bedeutet grundsätzlich mehr feucht. Allerdings sind das natürliche Verhältnisse. Der anthropogene Klimawandel ist viel schneller, die Atmossphäre erwärmt sich schnell, die Ozeane langsam. Diese Situation lässt sich nicht mit natürlichen Verhältnissen abgleichen, sie muss mit allen Unwägbarkeiten modelliert oder erlebt werden. Wie trocken oder feucht es in den nächsten Jahrzehnten wird, ist unsicher vorherzusagen. Mit Extremen in alle Richtungen ist zu rechnen.


Die Argumentationskette halte ich für logisch und abschließend: "Nischt Jenaues weeß man nich!" Verlassen wir uns also auf's Erleben, denn das muß ich niemals beweisen, denn das ist gelebte Gegenwart zur Zeit des Geschehens.

Wenn man dann bedenkt, welche wirtschaftliche und politische Schlüsse in Beschlüsse aus solchen Ungewißheiten folgen, dann fühle ich mich nicht wohl dabei. Aber auf's Wohlfühlen kommt es nicht an: Der kluge Mann baut vor! An unseren Küsten steigt der mittlere Meeresspiegel, und wer sein Möglichstes tut, um einer erneuten "Manndränke" entgegen zu wirken, der handelt vernünftig. Wenn die befürchtete Manndränke ausbleiben sollte, dann haben wir eben Glück gehabt.

Unsere Niederländer spülen inzwischen von den Wellen fortgetragene Strände neu auf in dem Bewußtsein, daß solche Maßnahmen nur wenige Jahre vorhalten. Unterließe man das, dann kann man sich an den fünf Fingern einer Hand klar machen, daß alsbald der Angriff auf die schützenden Dünen folgt und das Hinterland überspült wird.

Die wissenschaftlich begründete Ursachenforschung hilft nicht. Denn dann müßte ein großes Umsiedlungsprogramm folgen. Wer wird die Verantwortung dafür übernehmen, daß diese Entscheidung gar nicht notwendig gewesen wäre...

Also tun wir so, als ob wir das doch wüßten: Dann liegen wir auf der sicheren Seite mit unseren Entscheidungen. Aus meiner Sicht ein ziemlich nervige Grundlage!
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 17053
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Apr 2019, 07:03

Corella hat geschrieben:(25 Apr 2019, 23:13)

Meinst Du, weil die Käferart im Deutschen Namen "Nordisch" trägt, sei es eine Art, die an nordische Klimate gebunden ist? Aber selbst wenn: mit deiner Kraft zu schlussfolgern kann Rauchen nicht ungesund sein, denn Helmut Schmidt wurde rauchend alt... Du hattest neulich mal einen authentischen Moment, er hielt nicht lang. Grund genug, desinformative Absicht zu vermuten - du gehst bei mir wieder auf Status "ignore".


Ja - Du musst FAKTEN ignorieren - reingebissen wie ein Pawlowscher Hund ....ohne sich um FAKTEN zu kümmern.

Der Borkenkäfer hat auch noch einen Beinamen .....Nordischer "Fichten" Borken Käfer.... dem ists egal wo der wohnt - der frisst Fichten.
Wenns warm ist - sterben nicht so viel Larven.

Da einige Waldbauern auf schnell und viel gesetzt haben .....Fichten >> kommen die Schädlinge nun nach.

Der nordische Fichtenborkenkäfer hat mit Klimawandel, Schmidt, Rauchen und Hundekacke genau NICHTS zu tun...
(Hinter die Fichte gefolgt ?)

Aber schön dass es wieder Erderwärmer - Aktivisten vom (Fichten-) Baum geholt hat. :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 17053
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Apr 2019, 07:26

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 05:21)

Die Argumentationskette halte ich für logisch und abschließend: "Nischt Jenaues weeß man nich!" Verlassen wir uns also auf's Erleben, denn das muß ich niemals beweisen, denn das ist gelebte Gegenwart zur Zeit des Geschehens.

Wenn man dann bedenkt, welche wirtschaftliche und politische Schlüsse in Beschlüsse aus solchen Ungewißheiten folgen, dann fühle ich mich nicht wohl dabei. Aber auf's Wohlfühlen kommt es nicht an: Der kluge Mann baut vor! An unseren Küsten steigt der mittlere Meeresspiegel, und wer sein Möglichstes tut, um einer erneuten "Manndränke" entgegen zu wirken, der handelt vernünftig. Wenn die befürchtete Manndränke ausbleiben sollte, dann haben wir eben Glück gehabt.

Unsere Niederländer spülen inzwischen von den Wellen fortgetragene Strände neu auf in dem Bewußtsein, daß solche Maßnahmen nur wenige Jahre vorhalten. Unterließe man das, dann kann man sich an den fünf Fingern einer Hand klar machen, daß alsbald der Angriff auf die schützenden Dünen folgt und das Hinterland überspült wird.

Die wissenschaftlich begründete Ursachenforschung hilft nicht. Denn dann müßte ein großes Umsiedlungsprogramm folgen. Wer wird die Verantwortung dafür übernehmen, daß diese Entscheidung gar nicht notwendig gewesen wäre...

Also tun wir so, als ob wir das doch wüßten: Dann liegen wir auf der sicheren Seite mit unseren Entscheidungen. Aus meiner Sicht ein ziemlich nervige Grundlage!


Nun die Niederländer werden es ertragen....da ist ja ein Drittel des Landes "Mann-Made" vom Wasser abgerungen, trockengelegt.

Worauf ich nur mal kurz hinweisen möchte - die Erderwärmung mittels Sonne>>CO2 findet vorrangig bei Sonne statt. (Halbtags, vorrangig im Sommer)
Also nach den vorhandenen Messwerten .

Die Temperaturveränderungen erhöhen die Unterschiede Tag/Nacht (Länger "warmer" Tag...weniger kalte Nacht)

Wer an Gewässern wohnt//Segler ist, kennt den Wind morgens und abends... das wird zunehmen.

Feststellungen vom Klimawandel wie >> die Atmo(s)sphäre erwärmt sich schnell, die Ozeane langsam. ....ja das geht auch ohne Klimawandel.

Mit und ohne Klimawandel >> Mit Extremen in alle Richtungen ist zu rechnen. ...auch WETTER genannt.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 23919
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Fr 26. Apr 2019, 09:57

Sehr viel spricht eben doch dafür, daß die Forscher mit ihren Vorhersagen ziemlich dicht an der Wahrheit liegen! Lieber doch Deiche bauen, fossile Brennstoffe möglichst meiden, die Natur schonen. Schaden kann das ganz sicher nicht, vielleicht aber auch nicht schützen.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 17053
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Apr 2019, 10:05

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 09:57)

Sehr viel spricht eben doch dafür, daß die Forscher mit ihren Vorhersagen ziemlich dicht an der Wahrheit liegen! Lieber doch Deiche bauen, fossile Brennstoffe möglichst meiden, die Natur schonen. Schaden kann das ganz sicher nicht, vielleicht aber auch nicht schützen.


Deichbau ist immer gut..... An der Elbe hat man die Zahlen von 1860 (Inundationsgrenze) nun endlich realisiert ..... ob die früher schon was vom Klimawandel wussten ??

Schon auf dem 5. Parteitag der SED der DDR sollte Erdöl eingespart werden....
Der V. Parteitag der SED Mitte Juli 1958 steht unter der Losung "Der Sozialismus siegt!". Walter Ulbricht verkündet in einem Grundsatzreferat die Vollendung....


Ich kenn das, mit dem Einsparen schon. :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Corella
Beiträge: 941
Registriert: Sa 11. Jan 2014, 12:08

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Corella » Fr 26. Apr 2019, 10:25

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 05:21)

Die Argumentationskette halte ich für logisch und abschließend: "Nischt Jenaues weeß man nich!" Verlassen wir uns also auf's Erleben, denn das muß ich niemals beweisen, denn das ist gelebte Gegenwart zur Zeit des Geschehens.

Wenn man dann bedenkt, welche wirtschaftliche und politische Schlüsse in Beschlüsse aus solchen Ungewißheiten folgen, dann fühle ich mich nicht wohl dabei. Aber auf's Wohlfühlen kommt es nicht an: Der kluge Mann baut vor! An unseren Küsten steigt der mittlere Meeresspiegel, und wer sein Möglichstes tut, um einer erneuten "Manndränke" entgegen zu wirken, der handelt vernünftig. Wenn die befürchtete Manndränke ausbleiben sollte, dann haben wir eben Glück gehabt.

Unsere Niederländer spülen inzwischen von den Wellen fortgetragene Strände neu auf in dem Bewußtsein, daß solche Maßnahmen nur wenige Jahre vorhalten. Unterließe man das, dann kann man sich an den fünf Fingern einer Hand klar machen, daß alsbald der Angriff auf die schützenden Dünen folgt und das Hinterland überspült wird.

Die wissenschaftlich begründete Ursachenforschung hilft nicht. Denn dann müßte ein großes Umsiedlungsprogramm folgen. Wer wird die Verantwortung dafür übernehmen, daß diese Entscheidung gar nicht notwendig gewesen wäre...

Also tun wir so, als ob wir das doch wüßten: Dann liegen wir auf der sicheren Seite mit unseren Entscheidungen. Aus meiner Sicht ein ziemlich nervige Grundlage!


So ungewiss nun auch wieder nicht! Du fragtest im Zusammenhang ergünender Wüsten. Soviel ich aufgeschnappt habe, wird das durchaus erwartet, aber wann ist schwer zu sagen (kleiner Wasserkreislauf muss entscheidend in Gang kommen und den haben Menschen ja nicht allein auf Grund der Atmosphärenverschmutzung zerstört). Die nächsten Jahrzehnte bei uns dürfen wir von zunehmender Trockenheit ausgehen, gewiss genug, mit Maßnahmen loszulegen. Dabei sind weniger Niederschlagsmengen, sondern mehr Niederschlagsart (Konvektion), längere Vegetationsperide, erhöhte Verdunstung Ursache.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 23919
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Fr 26. Apr 2019, 21:35

Corella hat geschrieben:(26 Apr 2019, 10:25)

So ungewiss nun auch wieder nicht! Du fragtest im Zusammenhang ergünender Wüsten. Soviel ich aufgeschnappt habe, wird das durchaus erwartet, aber wann ist schwer zu sagen (kleiner Wasserkreislauf muss entscheidend in Gang kommen und den haben Menschen ja nicht allein auf Grund der Atmosphärenverschmutzung zerstört). Die nächsten Jahrzehnte bei uns dürfen wir von zunehmender Trockenheit ausgehen, gewiss genug, mit Maßnahmen loszulegen. Dabei sind weniger Niederschlagsmengen, sondern mehr Niederschlagsart (Konvektion), längere Vegetationsperide, erhöhte Verdunstung Ursache.


So sieht es derzeit wirklich aus; und wir tun das Vernünftige: Wir stellen uns darauf ein. Schlimmstenfalls überrascht uns dann eben das Gegenteil des Erwarteten. Trotzdem kann es ja nicht schaden, überall dort, wo sich das gut machen läßt, Regenrückhaltebecken und Gräben an zu legen. Meist liegen diese Auffangbecken ausgetrocknet herum, und irgendwann werden sie als teurer Baugrund vermarktet. :(
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 17053
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » So 28. Apr 2019, 09:50

Corella hat geschrieben:(26 Apr 2019, 10:25)

So ungewiss nun auch wieder nicht! Du fragtest im Zusammenhang ergünender Wüsten. Soviel ich aufgeschnappt habe, wird das durchaus erwartet, aber wann ist schwer zu sagen (kleiner Wasserkreislauf muss entscheidend in Gang kommen und den haben Menschen ja nicht allein auf Grund der Atmosphärenverschmutzung zerstört). Die nächsten Jahrzehnte bei uns dürfen wir von zunehmender Trockenheit ausgehen, gewiss genug, mit Maßnahmen loszulegen. Dabei sind weniger Niederschlagsmengen, sondern mehr Niederschlagsart (Konvektion), längere Vegetationsperide, erhöhte Verdunstung Ursache.


Wenn es hierzulande TROCKEN wird liegts am fehlenden NIEDERSCHLAG (Menge/Zeiteinheit) ; den Partialdruck des Wasserdampfes (Naturgesetze) ändert auch der HÄRTESTE Klimawandel nicht....und .....der "Trockenheit"//Einwohnern/Bauern ist es SCHITEGAAAL ob Mannmade oder nicht.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Corella
Beiträge: 941
Registriert: Sa 11. Jan 2014, 12:08

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Corella » So 28. Apr 2019, 22:35

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 21:35)

So sieht es derzeit wirklich aus; und wir tun das Vernünftige: Wir stellen uns darauf ein. Schlimmstenfalls überrascht uns dann eben das Gegenteil des Erwarteten. Trotzdem kann es ja nicht schaden, überall dort, wo sich das gut machen läßt, Regenrückhaltebecken und Gräben an zu legen. Meist liegen diese Auffangbecken ausgetrocknet herum, und irgendwann werden sie als teurer Baugrund vermarktet. :(


Gräben leiten Wasser in die Vorfluter, bevor es Grundwasser neu bilden kann!
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 23919
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » So 28. Apr 2019, 23:26

Corella hat geschrieben:(28 Apr 2019, 22:35)

Gräben leiten Wasser in die Vorfluter, bevor es Grundwasser neu bilden kann!


Im Bremer Raum ist das so, daß neben den Rückhaltebecken auch Gräben angelegt werden mit Sperrwänden, die dort den Wasserspiegel vorgeben. Ich glaube, daß das nicht so ganz dumm angelegt ist. Man kann die Sperrwände auch mit Einsteckbrettern erhöhen und die Wassermassen länger halten. Aber irgendwann landet das Wasser natürlich in den Flüssen, wenn es zwischendurch nicht versickert ist.
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 11154
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Man On The Silver Mountain

Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon imp » Mo 29. Apr 2019, 06:51

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2019, 09:57)

Sehr viel spricht eben doch dafür, daß die Forscher mit ihren Vorhersagen ziemlich dicht an der Wahrheit liegen! Lieber doch Deiche bauen, fossile Brennstoffe möglichst meiden, die Natur schonen. Schaden kann das ganz sicher nicht, vielleicht aber auch nicht schützen.

Es ist aus ganz verschiedenen Gründen ratsam, mit Erdöl und Kohle sparsam umzugehen und Deiche immer wieder an den Stand der Technik anzupassen.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson

Zurück zu „7. Wissenschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Troh.Klaus und 3 Gäste