Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

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Gruwe
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Gruwe » Fr 20. Sep 2019, 12:37

MoOderSo hat geschrieben:(20 Sep 2019, 11:33)

Diese niedrigen Gestehungskosten sind doch nur möglich, solange noch fossile Kraftwerke als Backup da sind und die Abnahme garantiert ist.
Sobald man die Pufferkosten mit einberechnet, die für eine Grundlastfähigkeit von Nöten wären, sieht es doch komplett finster aus.


Das ist durchaus nicht verkehrt!
Selbstverständlich sind in einer Totalanalyse die Pufferkosten zu berücksichtigen. Diese Fragen halte ich allerdings für einen entsprechenden Ausbau der Erneuerbaren für relevant. Aktuell führen wir eine Systemumstellung durch. Solch eine Umstellung verursacht immer auch Kosten, die rein über die Gestehungskosten der Kraftwerke hinausgehen.

Die Frage wird künftig demnach sein, wie hoch die Grenzkosten für entsprechende Puffer sein werden und zu welchem Zeitpunkt die Technologien zur Verfügung stehen. Nun ist es trivial, dass durch Energiespeicher zumindest Erträge durch eine bessere Auslastung des Energieversorgungssystems realisiert werden können (aktuell haben wir Kapazitäten, die die Maximallast wiederspiegeln...in der restlichen Zeit vom Tag - insb. nachts - liegen diese Kapazitäten brach, verursachen aber Kapitalkosten, usw.). Wie sich das dann genau mit den Kosten der Speicher bilanziert, kommt auf die genauen Beträge an, kann ich aber jetzt kaum eine Antwort zu geben, da die Daten noch nicht vorliegen bzw. verifiziert sind.

Dass der Sinn einer Energiewende im Strombereich von der Verfügbarkeit von Speichermöglichkeiten abhängt, ist unbestritten. Ebenso, in welchem Umfang die Sektorkopplung zu welchen Zeitpunkten gelingt!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Fr 20. Sep 2019, 13:26

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 12:37)

Das ist durchaus nicht verkehrt!
Selbstverständlich sind in einer Totalanalyse die Pufferkosten zu berücksichtigen. Diese Fragen halte ich allerdings für einen entsprechenden Ausbau der Erneuerbaren für relevant. Aktuell führen wir eine Systemumstellung durch. Solch eine Umstellung verursacht immer auch Kosten, die rein über die Gestehungskosten der Kraftwerke hinausgehen.

Die Frage wird künftig demnach sein, wie hoch die Grenzkosten für entsprechende Puffer sein werden und zu welchem Zeitpunkt die Technologien zur Verfügung stehen. Nun ist es trivial, dass durch Energiespeicher zumindest Erträge durch eine bessere Auslastung des Energieversorgungssystems realisiert werden können (aktuell haben wir Kapazitäten, die die Maximallast wiederspiegeln...in der restlichen Zeit vom Tag - insb. nachts - liegen diese Kapazitäten brach, verursachen aber Kapitalkosten, usw.). Wie sich das dann genau mit den Kosten der Speicher bilanziert, kommt auf die genauen Beträge an, kann ich aber jetzt kaum eine Antwort zu geben, da die Daten noch nicht vorliegen bzw. verifiziert sind.

Dass der Sinn einer Energiewende im Strombereich von der Verfügbarkeit von Speichermöglichkeiten abhängt, ist unbestritten. Ebenso, in welchem Umfang die Sektorkopplung zu welchen Zeitpunkten gelingt!

Welcher Sachverhalt ist mit "Sektorkopplung" gemeint?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Gruwe » Fr 20. Sep 2019, 13:32

H2O hat geschrieben:(20 Sep 2019, 13:26)

Welcher Sachverhalt ist mit "Sektorkopplung" gemeint?


Naja, beim "klassischen System" sind die Energiesektoren (Elektrizität, Wärme, Transport, usw.) größtenteils entkoppelt. Durch die Kopplung dieser Sektoren verspricht man sich Effizienzsteigerungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sektorkopplung
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Fr 20. Sep 2019, 13:35

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 13:32)

Naja, beim "klassischen System" sind die Energiesektoren (Elektrizität, Wärme, Transport, usw.) größtenteils entkoppelt. Durch die Kopplung dieser Sektoren verspricht man sich Effizienzsteigerungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sektorkopplung


Danke; gut daß ich gefragt habe; ich hatte dahinter geographische Versorgungsgebiete vermutet. Hier lernt man immer dazu!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Sep 2019, 15:54

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 08:57)

Ob sich am Weltklima nix/was ändert, sei mal dahingestellt.

Da brauchst du dir nur mal Deutschlands Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß anzusehen. Selbst wenn du den auf NULL reduzierst ändert sich am Weltklima erst was nach dem Komma. Völlig irrelevant. Aber ich bin froh, dass es Leute wie dich gibt, die gerne für die "Klimarettung" bezahlen. Nur weiter so :thumbup:

"relativ gut geglückt" :D :D :D "Das Zitat der Bundesnetzagentur ist jedenfalls richtig." :D :D :D

Die Umlage fließt in die Taschen der EE-Betreiber, damit wird rein gar nichts mehr finanziert, außer den fetten SUVs der EE-Betreiber.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon X3Q » Fr 20. Sep 2019, 15:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Sep 2019, 15:54)

Da brauchst du dir nur mal Deutschlands Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß anzusehen.

"relativ gut geglückt" :D :D :D "Das Zitat der Bundesnetzagentur ist jedenfalls richtig." :D :D :D

Die Umlage fließt in die Taschen der EE-Betreiber, damit wird rein gar nichts mehr finanziert, außer den fetten SUVs der EE-Betreiber.

Natürlich wird da was gefördert. Soviel 1x1 in Wirtschaftsfragen sollte man schon noch auf die Kette bekommen.

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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Sep 2019, 15:59

X3Q hat geschrieben:(20 Sep 2019, 15:57)

Natürlich wird da was gefördert.

Klar, der Wohlstand der EE-Betreiber wird gefördert.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Dark Angel » Fr 20. Sep 2019, 16:36

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 12:29)

Ich glaube, dass ich hierzu alles gesagt habe!
Du vermischst relative und absolute Rentabilität, usw.

Als Investor interessiert mich, wann sich meine Investition amortisiert hat und Gewinn abwirft.

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 12:29)
Der Ertrag einer PV-Anlage sind einmal die Einspeisevergütung für den eingespeisten Strom sowie die vermiedenen Opportunitätskosten, wenn man für die selbsterzeugte kWh auf den Zukauf einer kWh vom Energieversorger verzichten kann. Letzteres ist unmittelbar proportional zum Preis des Stroms vom Energieversorger, womit die PV-Anlage mit steigendem Marktstrompreis ceteris paribus rentabler wird. Wenn du das nicht verstehen willst, ist das dein Problem!

Ändert leider nichts an der Tatsache, dass ich trotz geringerem Zukauf gegenüber dem Vorjahr, höhere Kosten habe als im Vorjahr!
Und ich kann nur dann auf Zukauf verzichten, wenn die Sonne scheint.

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 12:29)
Die absolute Vorteilhaftigkeit kann ich bei einem Privatverbraucher garnicht betriebswirtschaftlich ermitteln, da mir keine monetär bewerteten Erträge vorliegen, da der Privatverbraucher die Energie im Allgemeinen für seine Bedürfnisbefriedigung benötigt und nicht um ein marktfähiges Gut herzustellen, von dem dann wiederrum der Preis bekannt wäre. Allerdings kann man hier sehr gut davon ausgehen, dass dem Verbraucher durchaus selbst bekannt ist, welche Menge Strom er bei welchem Preis hierfür beziehen möchte. Insofern kann er entscheiden, welche Menge Strom er beziehen müsste. Bei der Frage, ob er diesen Strom nun vom Energieversorger oder von der eigenen PV-Anlage beziehen möchte, spielt ganz allein die relative Vorteilhaftigkeit der beiden Alternativen eine Rolle. Sind die Kosten von Gestehungskosten + sonstige Abgaben (Kosten der kWh bei der PV-Anlage) kleiner als der Preis für eine vom Markt bezogene kWh kleiner, ist die PV-Anlage vorteilhaft. Dies ist natürlich abhängig von der Höhe des Marktpreises. Bei gegebenen Größen von Gestehungskosten + sonstige Abgaben von z.B. 20 Cent, ist bei Strompreisen über 20cent die PV-Anlage vorteilhaft, bei Marktpreisen unter 20cent der Bezug vom Energieversorger. Je höher der Marktpreis steigt, desto "vorteilhafter" ist die PV-Anlage.

Oh, ich kann bzw könnte sehr wohl einen Vorteil für den Privatverbraucher erkennen, nämlich wenn am Ende des Geldes, weniger Monat übrig ist.
Das Problem für den Privatverbraucher ist, dass er aufgrund permanent steigender Kosten, zunehmend weniger Bedürfnisse befriedigen kann.
Genau DAS ist nämlich der Knackpunkt bei der ganzen Geschichte, dass die Kosten für Energie einen immer größeren Anteil des Budgets ausmachen, welches er zur Verfügung hat. Im schlimmsten Fall (Extrembeispiel) muss er überlegen, ob er seine Nahrung roh zu sich nimmt, dafür die Wohnung heizt oder eine Nahrung kocht, dafür aber friert.
Auf jeden Fall kann der Privatverbraucher immer weniger Bedürfnisse erfüllen, muss immer mehr Einschränkungen auf sich nehmen.
Auch das hat was mit betriebswirtschaftlichen Aspekten zu tun.
Egal ob nun Staat, Unternehmen oder Privatperson - vorhandene finanzielle Mittel können nur einmal ausgegeben werden.
Steigende Marktpreise haben nur für Einen einen Vorteil, für den Erzeuger, der Subventionen kassiert.

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 12:29)
Was ich ja nicht bestritten habe. Allerdings habe ich hinreichend Gründe genannt (Umlage des Kapitaldienstes über die Steuer, geringere Internalisierung der externen Kosten, vergleichsweise hoher Anteil an fossilen Energien,usw.).
Kann ich ebenso nichts dafür, wenn du nicht bereit bist, dieses zu lesen

Ich sehe immer noch keinen (wirtschaftlichen) Grund WKA und PV-Anlagen über Steuern gegenzufinanzieren und zu subventionieren.
Es handelt sich immer noch um eine politisch-ideologische Entscheidung und nicht um eine wirtschaftliche und von der Umweltverträglichkeit, Umwelt- und Artenschutz will ich gar nicht erst reden.

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 12:29)
Tja, sowas nennt man Demokratie! Rot-Grün hatte damals eine Mehrheit und hat dies umgesetzt. Nachfolgend gewählte, und damit demokratisch legitimierte Regierungen, haben dies an angepasst aber nicht abgeschafft. Was willst du eigentlich? Dass nur noch Dinge umgesetzt werden, die 100% Zustimmung erhalten? Vielleicht mal mit dem Wesen der Demokratie auseinandersetzen...da muss man eben auch mal Dinge mittragen, die man selbst nicht umgesetzt hätte.

Soweit ich mich erinnere hat die damalige Schwarz-Gelbe Regierung den Ausstieg aus dem Ausstieg beschlossen.
Hätte sich die Regierung an diese Beschlüsse gehalten und nicht wegen eines Tausende Kilometer entfernten Tsunamis, ausgelöst durch ein Seebeben, völlig panisch, kopflos und irrational, eine 180°-Kehrtwende hingelegt, hätte Deutschland keine Probleme, seine CO2-Ziele zu erreichen und müsste sich keine hirnrissige "Energiewende" schön reden.

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 12:29)
Richtig! Hab ich nie abgestritten. Die Kosten sind nun also geringer, also ohne PV-Anlage. Du müsstest all diesen Strom sonst zum höheren Marktpreis zukaufen. Die Gestehungskosten deiner PV-Anlage ändern sich nicht, die Differenz ist dein Vorteil und trägt zu der Amortisation bei. Die Differenz ist umso größer, je höher der Strompreis liegt (da Gestehungskosten gleich bleiben). Der Barwert dieser Differenz ist die maximale, für dich relativ rentable Investitionshöhe für die PV-Anlage. Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen sein soll.

Das alles nützt mir herzlich wenig, wenn/weil ich keine Ersatzinvestition tätigen kann, wenn die Restnutzungsdauer erreicht und die Anlage verschlissen ist.
Im Gegenteil auf mich kommen nochmal immense Entsorgungskosten zu, weil hochtoxischer Sondermüll UND ich bin dann wieder voll auf das Netz angewiesen - also gar kein Vorteil!

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 12:29)
Die Frage der Finanzierung hat sich nie gestellt! Jemand, der nicht in der Lage ist solch eine Anlage zu finanzieren, braucht sich die Frage der Rentabilität garnicht zu stellen. Im Übrigen ist es Sache der Rentabilität, dass die künftigen Periodenerträge den Kapitaldienst bewältigen können. Können diese das nicht, ist die Investition unrentabel. Das liegt hier allerdings nicht vor bzw. tragen höhere vermiedene Opportunitätskosten zur Rentabilität bei. Die andere Alternative wäre, seinen Stromverbrauch zu reduzieren. Aber auch mit diesem "neuen" Stromverbrauch ist die Rentabilität der PV-Anlage (die dann entsprechend kleiner dimensioniert wäre) höher, je höher der Marktstrompreis ist.

Aber selbstverständlich stellt sich die Frage der Finanzierbarkeit einer Ersatzinvestition, wenn sich die Erstanlage nicht amortisiert.
Die Frage stellt sich nur für den nicht, dessen Anlagen steuerfinanziert werden und der sich damit eine goldene Nase verdient! :mad:
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Sep 2019, 16:43

Mit dem beschlossenen Klimapaket der GroKo wird es schwer den Klimawandel zu verlangsamen. Kein Ausbau der Erneuerbaren Energien (Oberbayern sieht ohne Windräder einfach schöner aus) und damit die höheren Spritpreise nicht weh tun gibt es eine höhere Pendlerpauschale. Der Rest ist kaum der Rede wert bzw zeitlich noch sehr weit weg. Mal sehen was die Nachfolgeregierung der GroKo bei dem Thema unternimmt.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Gruwe » Fr 20. Sep 2019, 18:13

Dark Angel hat geschrieben:(20 Sep 2019, 16:36)
Als Investor interessiert mich, wann sich meine Investition amortisiert hat und Gewinn abwirft.


Richtig!
Nun rechne mir doch mal vor, welchen Gewinn deine Solaranlage so ganz generell macht und wie die Abhängigkeit von den Marktstrompreisen ist. Vielleicht fangen wir mal so an!


Ändert leider nichts an der Tatsache, dass ich trotz geringerem Zukauf gegenüber dem Vorjahr, höhere Kosten habe als im Vorjahr!
Und ich kann nur dann auf Zukauf verzichten, wenn die Sonne scheint.


Du könntest auf den Zukauf garnicht verzichten, wenn du keine Solaranlage hättest sondern müsstest jede kWh zum Marktpreis beziehen! Inwiefern ist die Solaranlage nach deiner Ansicht dann unrentabler, wenn der Marktpreis steigt?

Anders: Eine kWh für Dich kostet aus der PV-Anlage 15cent, der Marktpreis ist 25cent. Für jede selbst erzeugte und genutzte kWh ersparst du dir einen Zukauf von 10cent (du sparst durch die Solaranlage also je kWh 10cent). Nun steigt der Marktpreis auf 30cent. Nun sparst du auf jede durch die PV-Anlage produzierte und genutzte kWh 15cent gegenüber dem Zukauf. Inwiefern soll also du Solaranlage in diesem Fall unrentabler für dich sein?


Oh, ich kann bzw könnte sehr wohl einen Vorteil für den Privatverbraucher erkennen, nämlich wenn am Ende des Geldes, weniger Monat übrig ist.
Das Problem für den Privatverbraucher ist, dass er aufgrund permanent steigender Kosten, zunehmend weniger Bedürfnisse befriedigen kann.


Das spielt für diesen Fall keinerlei Rolle, weil er eben auch durch Zukauf weniger Geld zur Verfügung hat (und eben noch weniger, wenn der Marktpreis steigt...während bei der PV-Anlage die Kosten weiterhin bei 15cent/kWh bleiben). Jemand, der jeden Monat zu einem Preis von 25cent 200kWh einkauft, hat durch die Energienutzung 50€ weniger in der Tasche. Ersetzt er diese Energie durch eine PV-Anlage mit 15cent/kWh Gestehungskosten, hat er nur 30€ Kosten für die gleiche Menge Strom. Er spart demnach durch die PV-Anlage 20€. Liegt der Marktpreis bei 30cent/kWh, müsste er bei Vollbezug 60€ sparen. Hat er die PV-Anlage hat er dafür weiterhin Kosten von 30€. Er spart somit durch die Solaranlage 30€. Letzten Endes wird er irgendwo dazwischen sparen, da er kaum seine ganze Erzeugung selbst nutzen wird.

Genau DAS ist nämlich der Knackpunkt bei der ganzen Geschichte, dass die Kosten für Energie einen immer größeren Anteil des Budgets ausmachen, welches er zur Verfügung hat. Im schlimmsten Fall (Extrembeispiel) muss er überlegen, ob er seine Nahrung roh zu sich nimmt, dafür die Wohnung heizt oder eine Nahrung kocht, dafür aber friert.
Auf jeden Fall kann der Privatverbraucher immer weniger Bedürfnisse erfüllen, muss immer mehr Einschränkungen auf sich nehmen.
Auch das hat was mit betriebswirtschaftlichen Aspekten zu tun.
Egal ob nun Staat, Unternehmen oder Privatperson - vorhandene finanzielle Mittel können nur einmal ausgegeben werden.
Steigende Marktpreise haben nur für Einen einen Vorteil, für den Erzeuger, der Subventionen kassiert.


Das ist logisch, wurden doch die externen Kosten bisher von der Gesellschaft getragen. Diese wurden nun - korrekterweise - internalisiert und derjenige, der den Strom bezieht, bezahlt jetzt alle Kosten und erhält keine Subvention mehr über die Gesellschaft.


Ich sehe immer noch keinen (wirtschaftlichen) Grund WKA und PV-Anlagen über Steuern gegenzufinanzieren und zu subventionieren.
Es handelt sich immer noch um eine politisch-ideologische Entscheidung und nicht um eine wirtschaftliche und von der Umweltverträglichkeit, Umwelt- und Artenschutz will ich gar nicht erst reden.


In betriebswirtschaftlichen Größen gibt es keinen wirtschaftlichen Grund, nur in volkswirtschaftlichen Größen. Und nein: Es handelt sich nicht um eine ideologische, sondern um eine wirtschaftliche Entscheidung da - Merkel hat es die Woche noch gesagt - die volkswirtschaftlichen Kosten durch den Klimawandel höher sind, als die Kosten der Vermeidung dessen.


Soweit ich mich erinnere hat die damalige Schwarz-Gelbe Regierung den Ausstieg aus dem Ausstieg beschlossen.
Hätte sich die Regierung an diese Beschlüsse gehalten und nicht wegen eines Tausende Kilometer entfernten Tsunamis, ausgelöst durch ein Seebeben, völlig panisch, kopflos und irrational, eine 180°-Kehrtwende hingelegt, hätte Deutschland keine Probleme, seine CO2-Ziele zu erreichen und müsste sich keine hirnrissige "Energiewende" schön reden.


Die Energiewende stand nie zur Debatte. Durch Fukushima ist nur der Atomausstieg hinzugekommen!

Das alles nützt mir herzlich wenig, wenn/weil ich keine Ersatzinvestition tätigen kann, wenn die Restnutzungsdauer erreicht und die Anlage verschlissen ist.
Im Gegenteil auf mich kommen nochmal immense Entsorgungskosten zu, weil hochtoxischer Sondermüll UND ich bin dann wieder voll auf das Netz angewiesen - also gar kein Vorteil!


Aber selbstverständlich stellt sich die Frage der Finanzierbarkeit einer Ersatzinvestition, wenn sich die Erstanlage nicht amortisiert.
Die Frage stellt sich nur für den nicht, dessen Anlagen steuerfinanziert werden und der sich damit eine goldene Nase verdient! :mad:


Solange die Gestehungskosten der PV-Anlage (ggf. mit Fremdkapitalverzinsung) unterhalb den Marktpreisen des Bezugs liegen, amortisiert sich die Anlage ja. Um das zu erkennen reicht ja, aufgrund des gleichen Nutzens durch den Strom, eine einfache Kostenvergleichsrechnung.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Gruwe » Fr 20. Sep 2019, 18:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Sep 2019, 15:54)

Da brauchst du dir nur mal Deutschlands Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß anzusehen. Selbst wenn du den auf NULL reduzierst ändert sich am Weltklima erst was nach dem Komma. Völlig irrelevant. Aber ich bin froh, dass es Leute wie dich gibt, die gerne für die "Klimarettung" bezahlen. Nur weiter so :thumbup:


Ok! Was schlägst du vor? Dass wir alle nix tun und dann dennoch die Kosten tragen werden?
Im Gegensatz zu uns hält z.B. das böse China seine Klimaziele ein.

Die Verhaltensweise, die du vorschlägst, kennt man gemeinhin unter dem Begriff Gefangenendilemma. Allerdings ist bekannt, dass die von dir gewünschte Verhaltensweise nicht ideal ist. Zum Glück kann man sich aus diesem Dilemma befreien. Hierzu entstehen etwa Abkommen wie das von Paris. Nur können wir schlecht von anderen erwarten, dass sie ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen einhalten (was wie gesagt selbst das böse China tut) wenn wir nicht im Traum dran denken.

Ich finds nur immer lustig, dass Leute wie du immer gerne alles scheisse finden, selbst aber keine Lösungsvorschläge bereit haben und zudem in der Regel häufig noch unzureichend informiert sind.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Schnitter » Fr 20. Sep 2019, 18:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Sep 2019, 15:54)

Da brauchst du dir nur mal Deutschlands Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß anzusehen. Selbst wenn du den auf NULL reduzierst ändert sich am Weltklima erst was nach dem Komma.


Die Energiewende findet weltweit statt.

Deutschland ist da sicher kein Vorzeigestaat.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Sep 2019, 20:50

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 18:18)

Ok! Was schlägst du vor? Dass wir alle nix tun und dann dennoch die Kosten tragen werden?

Was ich hier schon xmal vorgeschlagen habe: entweder ziehen die 20 größten CO2-Verursacher weltweit gemeinsam an einem Strang und reduzieren ihren CO2-Ausstoß drastisch - mit allen negativen Folgen - oder man fängt mit Nachdruck an, sich auf die Folgen der Erwärmung vorzubereiten.

Im Gegensatz zu uns hält z.B. das böse China seine Klimaziele ein.

China alleine hat 2016 über 28% des weltweit emittierten CO2 ausgestoßen und darf seinen CO2-Ausstoß bis 2030 sogar noch erhöhen. Solche "Klimaziele" sind kompletter Humbug, wenn man denn wirklich das "Klima retten" will.

Ich finds nur immer lustig, dass Leute wie du immer gerne alles scheisse finden, selbst aber keine Lösungsvorschläge bereit haben und zudem in der Regel häufig noch unzureichend informiert sind.

Si tacuisses, philosophus mansisses Oder mit anderen Worten: du hättest hier besser regelmäßig mitgelesen oder zumindest mal nachgefragt, jetzt hast du dich mit deinem hirnlosen ad hominem Spam zum Vollhorst machst.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Sep 2019, 20:53

Schnitter hat geschrieben:(20 Sep 2019, 18:21)

Deutschland ist da sicher kein Vorzeigestaat.

Da hast du völlig Recht, die deutsche "Energiewende" hat keinerlei positiven Effekt für das Weltklima, es ist ein riesiger Geldumverteilungsmechanismus, der noch zusätzlich an Fahrt aufnehmen wird, wenn erstmal die Kernkraft- und die ersten Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Gruwe » Fr 20. Sep 2019, 21:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Sep 2019, 20:50)
Was ich hier schon xmal vorgeschlagen habe: entweder ziehen die 20 größten CO2-Verursacher weltweit gemeinsam an einem Strang und reduzieren ihren CO2-Ausstoß drastisch - mit allen negativen Folgen - oder man fängt mit Nachdruck an, sich auf die Folgen der Erwärmung vorzubereiten.


Richtig!
Dazu gehört, oh Wunder, auch Deutschland! Also?

China alleine hat 2016 über 28% des weltweit emittierten CO2 ausgestoßen und darf seinen CO2-Ausstoß bis 2030 sogar noch erhöhen. Solche "Klimaziele" sind kompletter Humbug, wenn man denn wirklich das "Klima retten" will.


Das kann durchaus sinnvoll sein, wenn die Alternative wäre, dass China garnicht mitmacht!
Dazu gibts einige sehr interessante Papers...solltest du mal durchlesen.

Letzten Endes ist es aber vollkommen irrelevant, gerade wenn man mal deine Forderung, dass die 20 größten CO2-Verursacher an einem Strang ziehen soll, ernst nimmt, denn: Wir haben diese Klimaziele nun einmal ausgehandelt, also haben wir uns daran zu halten. Wir können nicht irgendein Abkommen schließen und uns dann irgendwann, wenns uns gerade passt, dass uns die Abmachungen darin nicht mehr in den Kram passen, uns nicht mehr daran halten. Natürlich wäre dies völkerrechtlich möglich, nur wäre es denn sinnvoll, seine Glaubwürdigkeit zu opfern? Wieso sollten diese Länder dann nochmal mit uns ein Abkommen, wie du es ja forderst, abschließen?

Ansonsten ist die Forderung, dass immer die anderen machen sollen, wie bereits erwähnt, für die Füße! Ich mein, wenn man dem entgegnet, dass die anderen (z.B. die Chinesen) einen deutlich geringeren Pro-Kopf-Ausstoß haben als wir, wird ja immer darauf hingewiesen, dass das egal sei, weil ja die Menge des gesamten Landes relevant sei (warum auch immer ein Chinese weniger Recht auf Emissionsverursachung haben solle als ein Deutscher). Entgegnet man dann, dass selbst dann, wenn man eine egalitäre Verteilung des Emissionsbudgets nach Ländern vornehmen würde, würde unserem Deutschland - bei gerundeten 200 Ländern auf der Erde - auch nur 0,5% der Emissionsbeteiligung zustehen. Da wir aktuell 2% haben, müssten wir dennoch unseren Ausstoß um 75% senken. Das sind doch so die klassischen Argumente...

Und dein ad personam-Spam darfst du auch gerne lassen. Danke!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Sep 2019, 21:11

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 21:00)

Also?

Was genau hast du nicht verstanden? Meinst du etwa, Deutschland müsste nicht mitmachen, wenn ich die 20 größten CO2-Verursacher nenne?

Das kann durchaus sinnvoll sein, wenn die Alternative wäre, dass China garnicht mitmacht!

Och, wenn ich so eine Industrienation und führend beim CO2-Ausstoß wäre und ich meinen CO2-Ausstoß bis 2030 sogar noch weiter erhöhen dürfte, während sich die anderen Industrienationen einschränken müssen, dann ist das doch eine kommode Situation, in der sich durch Ausnutzen des 10jährigen Wettbewerbsvorteils, weiter Marktanteile erringen lassen können.

Wieso sollten diese Länder dann nochmal mit uns ein Abkommen, wie du es ja forderst, abschließen?

Auch hier gilt: würdest du meine postings zu dem Thema kennen, müsstest du gar nicht erst fragen. Nur weil ich die Geldumverteilungsmaschinere "deutsche Energiewende" kritisiere bedeutet das noch lange nicht, dass ich der Meinung wäre, Deutschland müsste keinen Beitrag leisten.

Ansonsten ist die Forderung, dass immer die anderen machen sollen, wie bereits erwähnt, für die Füße!

Da das - wie bereits mehrfach erwähnt - nicht meine Forderung ist, ist der Rest deines Sermons komplett irrelevant.

Und dein ad personam-Spam darfst du auch gerne lassen. Danke!

Lass deinen ad hominem Spam einfach weg, wenn du das Echo nicht ertragen kannst.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Gruwe » Fr 20. Sep 2019, 21:27

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Sep 2019, 21:11)
Lass deinen ad hominem Spam einfach weg, wenn du das Echo nicht ertragen kannst.


Wenn du meine Postings nicht verstehen willst, ist das nicht mein Problem!

Nochmal ganz kurz prägnant für dich: Alle arbeiten an einem Strang, haben in den letzten Jahrzehnten u.a. das Kyoto-Protokoll oder das Pariser Abkommen vereinbart. Das nenne ich "an einem Strang ziehen".

Das du die deutsche Energiewende für nicht zielführend erachtest, sei dir unbenommen. Ich sehe das in keinster Weise so! Sollte jetzt angekommen sein!

Du musst auch nicht immer alle meine Aussagen rein auf dich beziehen, nur weil ich an deinen Aussagen anknüpfe!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Sep 2019, 22:00

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 21:27)

Wenn du meine Postings nicht verstehen willst, ist das nicht mein Problem!

Du hast mir irgendeinen Schwachsinn unterstellt, lass das weg und es gibt auch keine entsprechenden Antworten.

Das nenne ich "an einem Strang ziehen".

Ich nicht, weil diese Abkommen nicht verbindlich sind, jeder kann jederzeit aussteigen, siehe USA. Außerdem gehen diese Abkommen bei weitem nicht weit genug, um schnell genug einen dämpfenden Effekt auf die Erwärmung zu haben.

Ich sehe das in keinster Weise so!

Du kannst die "deutsche Energiewende" ohne positiven Einfluß auf das Weltklima ja gerne ganz toll finden, auch wenn die vereinbarten Klimaziele von Deutschland nicht eingehalten werden.

Du musst auch nicht immer alle meine Aussagen rein auf dich beziehen, nur weil ich an deinen Aussagen anknüpfe!

Dann solltest du mich nicht zitieren, wenn du mich nicht meinst.
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Gruwe
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Gruwe » Fr 20. Sep 2019, 22:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Sep 2019, 22:00)
Ich nicht, weil diese Abkommen nicht verbindlich sind, jeder kann jederzeit aussteigen, siehe USA. Außerdem gehen diese Abkommen bei weitem nicht weit genug, um schnell genug einen dämpfenden Effekt auf die Erwärmung zu haben.


Natürlich kann jeder jederzeit aussteigen, entsprechend Völkerrecht. Völkerrechtlich bedürfte es auch nicht mal einer Kündigung oder dergleichen. Selbst die USA wird sich an die Regeln zu einem Austritt halten, aus gutem Grunde.

Dann musst du eben erklären, wie du die anderen dazu bringen möchtest, schärfere Abkommen zu akzeptieren! Willst du den Chinesen mit einer militärischen Invasion drohen? :D Manchmal läuft eben nur die Second-best-Lösung.

Du kannst die "deutsche Energiewende" ohne positiven Einfluß auf das Weltklima ja gerne ganz toll finden, auch wenn die vereinbarten Klimaziele von Deutschland nicht eingehalten werden.


Kein positiver Einfluß auf das Weltklima ist ja lediglich eine These von Dir! Ich sehe das anders, wie ich ja bereits ausgeführt habe.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Sep 2019, 22:36

Gruwe hat geschrieben:(20 Sep 2019, 22:16)

Willst du den Chinesen mit einer militärischen Invasion drohen?

Komisch, ich dachte immer, die Sache mit der Erwärmung wäre bedrohlich genug, für China offensichtlich nicht.

Manchmal läuft eben nur die Second-best-Lösung.

Für China ist das die beste Lösung, nur nicht für das Klima.

Kein positiver Einfluß auf das Weltklima ist ja lediglich eine These von Dir! Ich sehe das anders, wie ich ja bereits ausgeführt habe.

Du kannst mir ja sicherlich vorrechnen, wie viel Grad weniger Erwärmung es wegen der "deutschen Energiewende" gibt! Ich bin gespannt.
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