Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

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Re: Lässt sich der Klimawandel durch Anpassung in den Griff kriegen

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 09:13

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:04)

Dann müsste er Dir doch eigentlich gefallen. ;)

Sehr gut. :) Dann erzähl mal was darüber.


Dein Teil ist ja nah an KI - nur der Teil Intelligenz fehlt....und der Teil der sich aufs Thema bezieht. Ad Personam geht schon.

32 Grad natürliche Temperatur"anhebung" durch die Atmosphäre (incl. CO2) ....wie hoch noch mal soll der anthropogene Anteil in 50 Jahren sein ?
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Re: Lässt sich der Klimawandel durch Anpassung in den Griff kriegen

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 09:23

Teeernte hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:13)

Dein Teil ist ja nah an KI - nur der Teil Intelligenz fehlt....und der Teil der sich aufs Thema bezieht. Ad Personam geht schon.

Ja klar. Dein Post an BingoBurner war natürlich nicht Ad Personam. ;) Wenn wir schon bei faktenfreien Posts sind, hätte ich das hier anzubieten:

viewtopic.php?f=19&t=68595&start=40#p4501141

Teeernte hat geschrieben:32 Grad natürliche Temperatur"anhebung" durch die Atmosphäre (incl. CO2) ....wie hoch noch mal soll der anthropogene Anteil in 50 Jahren sein ?


Wie war das nochmal mit Jahreszeiten, Wetter und Klima? :)
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 09:26

Tolinski hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:12)

Es gibt keinen Klimawandel.

Die Top Ten der wärmsten Juni-Monate sind: 2003, 2017, 1811, 2002, 1822,

Quelle: https://www.sn.at/panorama/klimawandel/ ... e-72298993 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019


Für eine Top Ten fehlt da noch was. :) Ich glaub, die hattest Du noch vergessen: "2007, 2012, 2018, 2008, 2000."
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 26. Jun 2019, 09:38

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:06)

Guter Einwand. :) Allerdings beruft sich Greta auf den aktuellen Wissensstand der Klimawissenschaften. Ederer beruft sich auf einen alternativen Wissensstand.


Ich glaube, ich muss Dir nicht sagen, dass "alternativ" hier lediglich "gegenteilig" heisst und nicht etwa falsch oder richtig. Stimmt's?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Ammianus » Mi 26. Jun 2019, 09:48

Tolinski hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:12)

Es gibt keinen Klimawandel.

Die Top Ten der wärmsten Juni-Monate sind: 2003, 2017, 1811, 2002, 1822,

Quelle: https://www.sn.at/panorama/klimawandel/ ... e-72298993 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019


Selbst das von dir falsch, da nicht komplett, zitierte, deutet unübersehbar auf eine Tendenz hin, da drei von den 5 Jahren im 21. Jh. liegen. Weiss man dann noch, wie lange dort unten die Temperaturen schon gemessen werden, wird es es richtig interessant. Der Artikel ist lesenswert und nur zum empfehlen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 09:50

ThorsHamar hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:38)

Ich glaube, ich muss Dir nicht sagen, dass "alternativ" hier lediglich "gegenteilig" heisst und nicht etwa falsch oder richtig. Stimmt's?


Naja, ich meinte in dem Fall von Herrn Ederer alternativ mehr euphemistisch. ;) Ich hätte auch schreiben können, dass sich Herr Ederer (und andere Klima"skeptiker") auf Aussagen beziehen, die zwar (teilweise) von Wissenschaftlern kommen, aber innerhalb der Klimawissenschaften widerlegt wurden.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 26. Jun 2019, 10:11

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:50)

Naja, ich meinte in dem Fall von Herrn Ederer alternativ mehr euphemistisch. ;) Ich hätte auch schreiben können, dass sich Herr Ederer (und andere Klima"skeptiker") auf Aussagen beziehen, die zwar (teilweise) von Wissenschaftlern kommen, aber innerhalb der Klimawissenschaften widerlegt wurden.


Aber "Klimawissenschaften" sind doch kein Verein mit 100% Loyalität bei Mitgliedschaft. Es gibt doch bis eben Wissenschaftler, die zu anderen Ansichten kommen, nach kompetenter und ehrlicher Arbeit, so wie die Experten auf der "Gegenseite".
Und ich darf mir doch wohl aussuchen, welche Erklärungen ich für plausibler halte, ohne dass ich hier als Verletzer quasireligiöser Dogmen zum Ketzer erklärt werde, oder?
Ich habe in meinem Leben schon mehrmals grundlegend diametrale Lehrmeinungen ins Gegenteil verkehrend erleben dürfen, alle natürlich wissenschaftlich fundiert begleitet.
Insofern bin ich da entspannt, bis mir eine mögliche Alternative politisch verboten oder vorgeschrieben wird, obwohl eben nicht 100%ig klar ist, ob die damit zu Dogmen erhobenen Lehrmeinungen tatsächlich richtig sind.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 10:20

ThorsHamar hat geschrieben:(26 Jun 2019, 10:11)

Aber "Klimawissenschaften" sind doch kein Verein mit 100% Loyalität bei Mitgliedschaft.


Richtig. :)

ThorsHamar hat geschrieben:Es gibt doch bis eben Wissenschaftler, die zu anderen Ansichten kommen, nach kompetenter und ehrlicher Arbeit, so wie die Experten auf der "Gegenseite".


Auch die müssen sich dem wissenschaftlichen Diskurs stellen und man überprüft die aufgestellten Thesen. Und dann stellt sich oft heraus, dass diese Thesen widerlegt wurden.

ThorsHamar hat geschrieben:Und ich darf mir doch wohl aussuchen, welche Erklärungen ich für plausibler halte, ohne dass ich hier als Verletzer quasireligiöser Dogmen zum Ketzer erklärt werde, oder?


Naja, das ist doch genau die Strategie vieler Klima"skeptiker", sie suchen sich diejenigen Wissenschaftler und Thesen heraus, die am besten zu ihren Weltbild passen. Aber so funktioniert Wissenschaft nicht. Man kann nicht wie in einem Supermarkt gehen, und bastelt sich dann seine Wissenschaft zusammen, wie es einem gefällt. Zur Wissenschaft gehört der Diskurs. Und dann stellen sich Thesen als brauchbar oder wenig brauchbar dar.

ThorsHamar hat geschrieben:Ich habe in meinem Leben schon mehrmals grundlegend diametrale Lehrmeinungen ins Gegenteil verkehrend erleben dürfen, alle natürlich wissenschaftlich fundiert begleitet.


Das ist ja auch das gute an der Wissenschaft, dass es sich nicht um Dogmen handelt, sondern man widerlegte Lehrmeinungen wieder vom Sockel stoßen kann.

ThorsHamar hat geschrieben:Insofern bin ich da entspannt, bis mir eine mögliche Alternative politisch verboten oder vorgeschrieben wird, obwohl eben nicht 100%ig klar ist, ob die damit zu Dogmen erhobenen Lehrmeinungen tatsächlich richtig sind.


Wie gesagt, in der Wissenschaft gibt es keine Dogmen. Es gibt aber Leute, die wissenschaftliche Aussagen als Dogmen verkaufen wollen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 26. Jun 2019, 10:38

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 10:20)

....Auch die müssen sich dem wissenschaftlichen Diskurs stellen und man überprüft die aufgestellten Thesen. Und dann stellt sich oft heraus, dass diese Thesen widerlegt wurden..


Ja, eben .... :p Und das wird verdammt schwer, wenn hinter der einen Meinung ein politisch-ökonomisches Konzept steht. Da widerlegt es sich ziemlich schlecht. :cool:


Naja, das ist doch genau die Strategie vieler Klima"skeptiker", ...


Ich weiss nicht, was ein "Klimaskeptiker" sein soll. Das ist wieder so ein Begriff aus der Kiste mit Manipulationen.
Persönlich kenne ich keinen Menschen, der meint, es gäbe keinen Klimawandel. Und die meisten Menschen, mit denen ich über solche Themen rede, sind eloquente Typen aus verschiedenen Bereichen von Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst und keiner von Denen hat eben jetzt mal den Klimawandel entdeckt.
Wie die meisten meiner Bekannten bin ich der Meinung, dass Klimawandel das Leben auf der Erde IMMER gravierend bestimmt hat, logisch.
Der mögliche menschliche Anteil ist dabei FÜR DIE ZUKUNFT AN SICH kaum relevant, denn die Sonne und ihre Aktivitäten bestimmen den dramatischen Anteil in jedem Fall, bis zur Umwandlung des Sonnensystems.
WIr müssen aufhören, unsere Umwelt zu verdrecken. So formuliert, inkludiert das auch den möglichen Anteil des Menschen am kosmischen Prozess des Klimawandels.
Das passiert aber nicht, weil es ein WIR definitiv nicht gibt!

Das ist ja auch das gute an der Wissenschaft, dass es sich nicht um Dogmen handelt, sondern man widerlegte Lehrmeinungen wieder vom Sockel stoßen kann.


Nochmal: Ja, eben. Wird aber schwer, wenn diese Lehrmeinung zur Politik wird.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Ammianus » Mi 26. Jun 2019, 11:13

Wie sich Lehrmeinungen entwickeln konnte man in Ansätzen in der 1. Hälfte der Nuller-Jahre beobachten. Seit ihren Anfängen ging die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie von Ab- und Zuwanderungen, Verdrängungen und damit verbundenen Konflikten aus und interpretierte so das angetroffene Material. Dann begann sich allmählich ein neuer Trend abzuzeichnen. Nach diesem sollte alles aus sich heraus entstanden sein. Wanderungen hätten keine wesentliche Rolle gespielt. Selbst die Völkerwanderung sollte höchstens eine Elitenwanderung gewesen sein. Ackerbau, Viehzucht und Keramikherstellung wären nicht mit den Trägern der Bandkeramik aus dem Südosten zu uns gekommen, welche die nacheiszeitlichen Jäger und Sammler verdrängten, sondern durch Missionare unter diesen verbreitet worden. Auch die verschiedenen indoeuropäischen Sprachen wären vor Ort entstanden und hätten dann ihre Gemeinsamkeiten durch gegenseitigen Austausch gewonnen. Es durfte einfach keine Einwanderung aus dem Osten gegeben haben.
Und mit der Zeit wurden die Vertreter dieser Auffassungen langsam aggressiver gegen jene, welche das nicht teilten. Alle früheren Erkenntnisse wären ein Produkt rückständigen Denkens usw.
Doch dann kam die Genetik. Nun konnte man auch aus tausende von Jahren alten Knochen Teile des in diesen enthaltenen Codes gewinnen und analysieren. Und es stellte sich heraus, dass der Stammbaum z.B. der ersten Bauern bis in den Nahen Osten, wo überhaupt erst Ackerbau und Viehzucht entwickelt wurden, reichte. Und genau so traf das auf ihre Tiere zu. Die Vertreter der völlig autochthonen Kulturentwicklungen hatten das große Glück, dass sie sich noch nicht durchgesetzt hatten.
Dies wiederspricht natürlich nicht der Aussage, dass es sehr wohl auch jede Menge eigenständige Entwicklungen gibt, bei der kulturelle Phänomene auch ohne Wanderungen über tausende von Kilometern verbreitet werden. Die Megalithik ist da ein passendes Beispiel. Es zeigt aber, dass die Realität immer viel differenzierter ist. Dass es immer ein sowohl als auch und das Zusammenwirken unterschiedlicher Komponenten gibt. Monokausale und dazu noch durch Ideologien angetriebene Erklärungsmuster führen da nicht weit.
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Re: Lässt sich der Klimawandel durch Anpassung in den Griff kriegen

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 11:44

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:23)

Ja klar. Dein Post an BingoBurner war natürlich nicht Ad Personam. ;) Wenn wir schon bei faktenfreien Posts sind, hätte ich das hier anzubieten:

viewtopic.php?f=19&t=68595&start=40#p4501141



Wie war das nochmal mit Jahreszeiten, Wetter und Klima? :)


Ich hatte WETTER extra weggelassen es ging um DURCHSCHNITTsTemperaturen der Erde .....und Klimawandel.


32 Grad natürliche Temperatur"anhebung" durch die Atmosphäre (incl. CO2) ....wie hoch noch mal soll der anthropogene Anteil in 50 Jahren sein ?


Durchschnittstemperaturen (langfristig .....300 Jahre Durchschnitt - vorindustrieller Zeit) ....und der antropogene Anteil in 50 JAhren...

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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 12:03

ThorsHamar hat geschrieben:(26 Jun 2019, 10:38)

Ja, eben .... :p Und das wird verdammt schwer, wenn hinter der einen Meinung ein politisch-ökonomisches Konzept steht. Da widerlegt es sich ziemlich schlecht. :cool:

Ich weiss nicht, was ein "Klimaskeptiker" sein soll. Das ist wieder so ein Begriff aus der Kiste mit Manipulationen.
Persönlich kenne ich keinen Menschen, der meint, es gäbe keinen Klimawandel. Und die meisten Menschen, mit denen ich über solche Themen rede, sind eloquente Typen aus verschiedenen Bereichen von Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst und keiner von Denen hat eben jetzt mal den Klimawandel entdeckt.
Wie die meisten meiner Bekannten bin ich der Meinung, dass Klimawandel das Leben auf der Erde IMMER gravierend bestimmt hat, logisch.
Der mögliche menschliche Anteil ist dabei FÜR DIE ZUKUNFT AN SICH kaum relevant, denn die Sonne und ihre Aktivitäten bestimmen den dramatischen Anteil in jedem Fall, bis zur Umwandlung des Sonnensystems.
WIr müssen aufhören, unsere Umwelt zu verdrecken. So formuliert, inkludiert das auch den möglichen Anteil des Menschen am kosmischen Prozess des Klimawandels.
Das passiert aber nicht, weil es ein WIR definitiv nicht gibt!

Nochmal: Ja, eben. Wird aber schwer, wenn diese Lehrmeinung zur Politik wird.


Ich äußere mich erstmal zur Klimawissenschaft. Was auf der politischen Bühne stattfindet, ist noch mal was anderes. In der Wissenschaft zählt der Diskurs. Da setzt sich nicht derjenige durch, der das bessere politisch-ökonomisches Konzept hat, sondern wer mit seinen Experimenten, Ergebnissen, Argumenten und Publikationen seine Kollegen überzeugen kann.

Ich bezeichne "Klimaskeptiker" als solche, die das Ausmaß an menschlichen Einfluss auf das Klima abstreiten. Zudem gibt es auch solche, die die Klimaerwärmung als solches abstreiten. Wer behauptet, der menschliche Einfluss sei für das Klima nicht relevant, der ignoriert einfach die schon bekannten Erkenntnisse auf dem Gebiet. Die Aktivitäten von Sonne und anderen Faktoren, oder besser gesagt deren Änderungen, werden in der Wissenschaft schon lange beobachtet und quantitativ abgeschätzt. Man weiß, in welchen Zeitraumen sie wie stark schwanken. Die jetzige Klimaerwärmung wird so sehr von dem Mehr an CO2 in der Atmosphäre geprägt, dass diese anderen Faktoren wie die Sonne quantitativ nur eine untergeordnete Rolle spielen kann.

Was nun die politische Konsequenz dieser Erkenntnisse betrifft, so müssen wir das auf der Bühne der Politik entscheiden. Und das wird auch getan, auch zum Ärger Einzelner. ;)
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 12:07

Ammianus hat geschrieben:(26 Jun 2019, 11:13)

Es zeigt aber, dass die Realität immer viel differenzierter ist. Dass es immer ein sowohl als auch und das Zusammenwirken unterschiedlicher Komponenten gibt. Monokausale und dazu noch durch Ideologien angetriebene Erklärungsmuster führen da nicht weit.


Das ist sie in der Tat, die Realität. Letztlich ist die Behauptung, dass der Mensch wenig mit der derzeitigen Klimaerwärmung zu tun hat, auch nichts anderes, als eine undifferenzierte Sichtweise, die auf ein einfaches Erklärungsmuster setzt ("Klimawandel gab es schon immer.").
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Re: Lässt sich der Klimawandel durch Anpassung in den Griff kriegen

Beitragvon BingoBurner » Mi 26. Jun 2019, 12:18

Teeernte hat geschrieben:(26 Jun 2019, 07:09)

Der Text ist so Faktenfrei, dass du den in jede Diskussion einfügen kannst, da es sich um 100% Spam - ohne Bezug auf das Diskussionsthema handelt. :D :D :D

Es geht hier um ANPASSUNG an durchschnittlich 4 Grad "mehr".



nfjdbaibfbibadbviauivuiabnsdbvnfjbuibnfasjbnfbxos :)

Sören, reg dich nicht auf...das ist alles nur heiße Luft......wobei heiß..... :)

Jennifer Marohasy.......ist auch so eine Leuchte...

"Jennifer Marohasy (born 1963) is an Australian biologist, columnist and blogger. She was a senior fellow at the free-market think tank the Institute of Public Affairs between 2004 and 2009 and director of the Australian Environment Foundation until 2008.[1] She holds a PhD in biology from the University of Queensland. She is sceptical of anthropogenic global warming and co-authored a peer-reviewed paper in GeoResJ suggesting that most of the recent warming is attributable to natural variations, a view disputed by most climate scientists.[2][3]"

"Figure 4 of the Abbot and Marohasy publication,[2] that has been used by Breitbart, was also reproduced by Marohasy in discussing her work on the Institute of Public Affairs website,[32] and it has been attracting criticism. Zeke Hausfather of Berkeley Earth[33] posted a copy to which he had added the actual temperature record since 2000, showing further warming of more than 1 °C,[34] leading climatologist Michael Mann to comment that Marohasy has been caught "#HidingTheIncline."[35] Hausfather further tweeted once he identified the source data[36] as Moberg et al. (2005),[31] noting a more appropriate comparison was to a land/ocean temperature record.[37] Gavin Schmidt replied, noting that the data from Abbot and Marohasy for the twentieth century actually ends three decades too early,[30] and asking Marohasy how fitting to a data set ending in 1972 can be useful in understanding current warming.[38] He provided a graph corrected for this time offset and including actual temperature data to the current date.[30] Marohasy described grafting instrumental temperature data onto a proxy data set of temperatures as "inappropriate,"[28] though Moberg grafted data together in a similar way (in Figure 2 of their paper).[31][39]"


GEFETTET VON MIR



"that her "conclusions are based on inaccurately cited data that's incorrectly scaled and incorrectly aligned in time."[27] Marohasy rejected Schmidt's claims as "false"[28] and declared that Schmidt was wrong[27][29] when he suggested[30"
.............................................................


""unphysical" approach taken in using extrapolation where measured data are available. For example, patterns of volcanic activity prior to 1880 have been extrapolated forward despite the actual pattern of volcanism in the previous 150 years being both well-known and significantly different from the period pre 1880.[3]
Author John Abbot was also criticised for claiming an affiliation to James Cook University, despite the manuscript being submitted well after his adjunct position ended.[3]"

.............................................................................


LOL :)

https://en.wikipedia.org/wiki/Jennifer_Marohasy
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

Sleep On The Floor https://www.youtube.com/watch?v=v4pi1LxuDHc
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Re: Lässt sich der Klimawandel durch Anpassung in den Griff kriegen

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 12:56

BingoBurner hat geschrieben:(26 Jun 2019, 12:18)

nfjdbaibfbibadbviauivuiabnsdbvnfjbuibnfasjbnfbxos :)



Ich wünsch keine Antwort auf meine Beiträge von Dir - und da bist Du der erste !

Keine Lust auf Kindergarten und Sandkasten. :D :D :D
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Re: Lässt sich der Klimawandel durch Anpassung in den Griff kriegen

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 13:07

Teeernte hat geschrieben:(26 Jun 2019, 11:44)

Ich hatte WETTER extra weggelassen es ging um DURCHSCHNITTsTemperaturen der Erde .....und Klimawandel.




Durchschnittstemperaturen (langfristig .....300 Jahre Durchschnitt - vorindustrieller Zeit) ....und der antropogene Anteil in 50 JAhren...

NIX Wetter, Jahreszeit, ... ganz echtes Klima.


Keine Ahnung, was Du mit 32 Grad natürlicher Temperaturanhebung meinst. Das musst Du mal für mich Dumme erklären.
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Re: Lässt sich der Klimawandel durch Anpassung in den Griff kriegen

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 13:10

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 13:07)

Keine Ahnung, was Du mit 32 Grad natürlicher Temperaturanhebung meinst. Das musst Du mal für mich Dumme erklären.


Ohne Atmosphäre hätte die Erde eine Durchschnittstemperatur von - 18 Grad.... die Durchschnittstemperatur MIT Atmosphäre 14 Grad PLUS.

Macht >> 32 Grad "natürliche" Temperaturanhebung. (Natürliches Klima)
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 26. Jun 2019, 13:20

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 12:03)

Ich äußere mich erstmal zur Klimawissenschaft. Was auf der politischen Bühne stattfindet, ist noch mal was anderes. In der Wissenschaft zählt der Diskurs. Da setzt sich nicht derjenige durch, der das bessere politisch-ökonomisches Konzept hat, sondern wer mit seinen Experimenten, Ergebnissen, Argumenten und Publikationen seine Kollegen überzeugen kann.


Schon ab hier haben wir einen Dissens.
Ich kenne keine Wissenschaft, die in der realen Welt ohne politische Relation existiert und der reine Diskurs zählen würde.
Beispiel:
Als Tschernobyl in die Luft flog, haben in Ostberlin die Kinder weiterhin sorglos im Sand der Spielplätze gespielt, 20 m weiter hinter bzw. vor der Mauer hatten die Mütter Panik.
Beide Seiten hatten fundierte wissenschaftliche Begründungen erhalten, dass die Strahlung sowohl lebensgefährlich als auch völlig gefahrlos seien.
Die politische Führung entschied, welche Wissenschaftler richtig lagen, nicht ein Diskurs!

Ich bezeichne "Klimaskeptiker" als solche, die das Ausmaß an menschlichen Einfluss auf das Klima abstreiten. ....


Dieses Wort ist somit Unsinn und sowieso eine politische Bewertung.
KEIN MENSCH kann den tatsächlichen Einfluss haltbar belegen. Man kann schlussfolgern, also Indizien vorlegen, aber es gibt keine Beweise für das tatsächliche Ausmass!
Ich persönlich halte einen Einfluss des Menschen seit Jahren für ziemlich sicher, bin aber sehr skeptisch, wenn ich die Verbindungen von Ökonomie und Politik in punkto Abkehr von Öl sehe und die alternativen Wege betrachte.
Diese Abkehr korreliert imho mit dem Austausch der Termini "Umweltschutz" zu "Klimaschutz".

Was nun die politische Konsequenz dieser Erkenntnisse betrifft, so müssen wir das auf der Bühne der Politik entscheiden. Und das wird auch getan, auch zum Ärger Einzelner. ;)


Das ist richtig und ich ertrage es als Demokrat. Ansonsten habe ich auch die Möglichkeit, nach Polen auszuwandern. :cool:
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Re: Lässt sich der Klimawandel durch Anpassung in den Griff kriegen

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 13:24

Teeernte hat geschrieben:(26 Jun 2019, 13:10)

Ohne Atmosphäre hätte die Erde eine Durchschnittstemperatur von - 18 Grad.... die Durchschnittstemperatur MIT Atmosphäre 14 Grad PLUS.

Macht >> 32 Grad "natürliche" Temperaturanhebung. (Natürliches Klima)


Aaaaaahhhhhhh. Jetzt ist der Groschen bei mir gefallen. Sorry, ich brauch manchmal etwas länger. Ich hab das unter 33 Grad abgespeichert (von -18°C auf +15°C). Der menschliche Anteil ergibt sich weitgehend aus dem Temperaturanstieg seit der Industrialisierung.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 13:27

ThorsHamar hat geschrieben:(26 Jun 2019, 13:20)

Schon ab hier haben wir einen Dissens.
Ich kenne keine Wissenschaft, die in der realen Welt ohne politische Relation existiert und der reine Diskurs zählen würde.


Das Wissenschaft stets auch eine politische Relation hat, streitet auch niemand ab. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass die Politik die Wissenschaft oder gar deren Wissen festlegt.

Zu den anderen Punkten werde ich mich vielleicht noch später äußern.

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