38 Grad und seit Monaten kein Regen

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Tom Bombadil
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 21. Sep 2019, 15:00

X3Q hat geschrieben:(21 Sep 2019, 14:49)

Ich bin nur realistisch. Eine seltene Eigenschaft dieser Tage.

Also keine eigenen Vorschläge. Was bleibt dann noch? Fatalismus?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Sa 21. Sep 2019, 15:30

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 22:42)

Ich hätte jetzt auch nicht gedacht, dass du daran irgendetwas kritisch sehen würdest. Solche braven Staatsbürger, die jeden Scheiß schlucken, bereitwillig das Portemonnaie öffnen und die Dreckspolitik auch noch verteidigen, wünscht sich jeder Herrscher.
Heizung braucht doch auch kein Mensch, erstens wird es ja immer wärmer und zweitens kann man sich ja eine Decke umhängen. Außerdem soll der Michel ja sowieso früh ins Bett, damit auch morgen wieder kräftig Steuergeld rangeschafft werden kann.

Das mit dem kräftig Steuergeld ranschaffen wird mit der aktuellen Politik allerdings nicht bzw nicht mehr lange funktionieren.

"Immer mehr Unternehmen entlassen ihre Angestellten: Viele von ihnen werden nie wieder einen Job finden. E-Autos kommen nicht auf die Straße – weil uns die Infrastruktur fehlt. Doch statt über Strukturprobleme reden wir nur über das Klima: Diese Debatte ist eine gefährliche Blase der Großstädte. ...
Die fetten Jahre des Exportweltmeisters Deutschland sind endgültig vorbei. Deutschland steht vor einer gewaltigeren Krise, welche viele Menschen in Kürze am eigenen Leib spüren werden: Rezession. Deutschland befindet sich im Abschwung, die Wertschöpfung erodiert. Der saisonbereinigte und reale Auftragseingang der deutschen Industrie sinkt kontinuierlich! Es geht im Vergleich zum Vorjahresmonat den elften Monat in Folge abwärts! ...
Nun sprechen alle von Elektromobilität – doch keiner hat einen Plan, wie diese in großem Stil umgesetzt werden soll. Zweifellos kann man sich in den Großstädten unseres Landes dank öffentlichen Nahverkehrs zumeist adäquat auch ohne Auto fortbewegen. Jedoch leben nicht alle Bürger in Berlin Prenzlauer Berg, sondern auch auf dem Land und dort sind die Distanzen etwas größer und es gibt zumeist keine Alternative zum Auto.

Diese Erkenntnis scheint sich jedoch in der politischen Filterblase der städtischen Ballungsräume nicht durchzusetzen. Sollte das Thema Elektromobilität genauso dilettantisch wie die so genannte Energiewende – Deutschland hat nach Dänemark die zweithöchsten Strompreise in Europa – umgesetzt werden, dann gute Nacht Deutschland. ...
Fakt ist: Der Klimawandel kommt – und zwar zuallererst in der Wirtschaft. Deutschland hat in puncto Digitalisierung den Anschluss an das 21. Jahrhundert bereits verpasst, und dies wird sich in Kürze bitter rächen. Dennoch ruht man sich auf den Lorbeeren und dem Geld aus Wirtschaftsbereichen aus, die momentan in die Knie gehen. Gleichzeitig werden weiterhin großzügig Steuergelder an die EU und den Rest der Welt verteilt. ...
Diese hitzigen Diskussionen, diese Hysterie erinnern an die berühmte spätrömische Dekadenz. Und sie sind ein warnendes Vorzeichen für den Absturz: Für viele, die heute demonstrieren, wird es morgen in Deutschland keine Arbeitsplätze geben."
Quelle


Statt nach praktikablen Lösungen zu suchen und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern, statt auf zukunftsweisende Technoligien zu setzen bzw diese zu erforschen, wird unsere Wirtschaft mit Vollgas gegen die Wand gefahren.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 21. Sep 2019, 15:44

Dark Angel hat geschrieben:(21 Sep 2019, 15:30)

Statt nach praktikablen Lösungen zu suchen und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern, statt auf zukunftsweisende Technoligien zu setzen bzw diese zu erforschen, wird unsere Wirtschaft mit Vollgas gegen die Wand gefahren.

Ich bin mir unschlüssig, ob das Unfähigkeit ist oder ob das nicht sogar gewollt ist.

Wo der viele saubere Strom für die vielen eAutos herkommen soll, konnte bisher auch niemand erklären. Deutschland hat 2018 648,7 TWh Strom produziert, davon wurden nur 209,2 TWh aus EE erzeugt. Es müsste also zuerst mal die Lücke von 439,5 TWh mit EE-Strom geschlossen werden und dann käme ja noch der Strom für die vielen eAutos on top. Wie stellt man sich das vor?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Sa 21. Sep 2019, 15:59

Tom Bombadil hat geschrieben:(21 Sep 2019, 15:44)

Ich bin mir unschlüssig, ob das Unfähigkeit ist oder ob das nicht sogar gewollt ist.

Wo der viele saubere Strom für die vielen eAutos herkommen soll, konnte bisher auch niemand erklären. Deutschland hat 2018 648,7 TWh Strom produziert, davon wurden nur 209,2 TWh aus EE erzeugt. Es müsste also zuerst mal die Lücke von 439,5 TWh mit EE-Strom geschlossen werden und dann käme ja noch der Strom für die vielen eAutos on top. Wie stellt man sich das vor?

Ich würde sagen Beides.
Das Schlimme ist, mit dem Denken bzw Nachdenken stehen unsere Politiker - insbesondere Grüne - auf Kriegsfuß.
Es ist ja nicht nur der Strom, der zusätzlich für die vielen eAutos erzeugt werden müsste, es ist vor allem das Stromnetz, das für derartige Mengen an Strom, zum Aufladen der Fahrzeuge gar nicht ausgelegt ist.
Naja dann kann die Straßenbeleuchtung gespart werden, weil die Leitungen glühen oder aber das Gegenteil tritt ein und das Netz bricht zusammen.
Beim ersten großflächigen Blackout werden unsere politischen Traumtänzer dann vielleicht munter. Allerdings dürfte das ein sehr böses Erwachen sein.

Klimawandel hin oder her, wenn das Hauptproblem tabuisiert wird und nicht angesprochen werden darf, laufen alle Bemühungen ins Leere.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Fliege » Sa 21. Sep 2019, 16:08

Dark Angel hat geschrieben:(21 Sep 2019, 15:30)
Das mit dem kräftig Steuergeld ranschaffen wird mit der aktuellen Politik allerdings nicht bzw nicht mehr lange funktionieren.
[...]
Statt nach praktikablen Lösungen zu suchen und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern, statt auf zukunftsweisende Technologien zu setzen bzw diese zu erforschen, wird unsere Wirtschaft mit Vollgas gegen die Wand gefahren.

Die Aussichten, dass es Regierung und Regierungsunterstützern gelingt, die deutsche Wirtschaft unter dem Vorwand der Weltklimarettung an die Wand zu fahren, stehen, so fürchte ich, leider gut. Daher erwäge ich, mich künftig mit Gelbweste im öffentlichen Raum zu bewegen, um so meinen Prostest gegen Klimawandlerei kenntlich zu machen. Auf mitgeführten Flugblättern könnte stehen: "Gegen Deindustrialisierung, für Zukunft in Wohlstand!"
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » Sa 21. Sep 2019, 23:38

MoOderSo hat geschrieben:(21 Sep 2019, 14:53)

Dort steht nichts von gemessenen -35 Grad Höchsttemperatur in Chicago.
Außerdem wird der nationale Wetterdienst der USA sein Wetter wohl besser kennen als irgendeine deutsche Dorfpostille.


Haben Sie wirklich irgendwelche Zweifel an der menschengemachten Klimakrise?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon MoOderSo » So 22. Sep 2019, 00:08

Kölner1302 hat geschrieben:(21 Sep 2019, 23:38)

Haben Sie wirklich irgendwelche Zweifel an der menschengemachten Klimakrise?

Es gibt keine Klimakrise.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Vongole » So 22. Sep 2019, 00:13

MoOderSo hat geschrieben:(22 Sep 2019, 00:08)

Es gibt keine Klimakrise.

Du pfeifst bestimmt auch im dunklen Wald.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » So 22. Sep 2019, 08:46

MoOderSo hat geschrieben:(22 Sep 2019, 00:08)

Es gibt keine Klimakrise.


Wie ein Frosch in heißem Wasser:
https://www.youtube.com/watch?v=P9qFG8NBWC8
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Teeernte » So 22. Sep 2019, 14:40

Kölner1302 hat geschrieben:(21 Sep 2019, 09:04)

Ich meine in Deutschland, nicht in Jakutien oder in der Antarktis.
Wie Anfang dieses Jahres an den großen Seen:
https://www.watson.ch/international/usa ... ern-8-tote
Verantwortlich für diese «arktische Kälte» ist der sogenannte Polarwirbel – ein Band kalter Westwinde, das normalerweise über dem Nordpol kreist. Wird der Wirbel geschwächt, kann die Luft in niedrigere Breiten entweichen.
https://www.sonneninitiative.org/aktuel ... c7a6e2486b
https://www.focus.de/wissen/natur/warum ... 69647.html


Sag doch Deinen "Korridor" für den Winter ...und den Durchschnitt... Wärmer oder Kälter ? ...durchschnittlich GLEICHbeleibend. :D :D

Einfach ein paar Zahlen zum FESTNAGELN. Klimawandeleffekt. - oder auch nich.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » So 22. Sep 2019, 16:00

Teeernte hat geschrieben:(22 Sep 2019, 14:40)

Sag doch Deinen "Korridor" für den Winter ...und den Durchschnitt... Wärmer oder Kälter ? ...durchschnittlich GLEICHbeleibend. :D :D

Einfach ein paar Zahlen zum FESTNAGELN. Klimawandeleffekt. - oder auch nich.


Der Korridor ist breiter geworden und steigt nun insgesamt stetig in höhere Temperaturbereiche als bisher an. Wird eine bestimmte Temperatur überschritten, wird sich der Temperaturanstieg voraussichtlich deutlich steigern. Nach bisheriger Erkenntnis lässt sich der Temperaturanstieg danach nicht mehr bremsen und steigt in Bereiche an, die mit menschlichen Gesellschaften nicht mehr vereinbar sind.

https://www.focus.de/wissen/klima/wenn- ... 58126.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 86767.html
https://www.galileo.tv/earth-nature/tau ... plodieren/
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mo 23. Sep 2019, 09:30

MoOderSo hat geschrieben:(22 Sep 2019, 00:08)

Es gibt keine Klimakrise.


Dem pflichte ich bei; dem Klima sind Temperaturen gleichgültig; es ist ganz einfach da und läßt es sich wohl sein, bei minus 281 °C oder bei plus 100 000 °C. Wir Menschen sind das Problem, aber wir lösen das Problem, bzw sind auf dem besten Wege dahin.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 23. Sep 2019, 12:12

H2O hat geschrieben:(23 Sep 2019, 09:30)

Dem pflichte ich bei; dem Klima sind Temperaturen gleichgültig; es ist ganz einfach da und läßt es sich wohl sein, bei minus 281 °C oder bei plus 100 000 °C. Wir Menschen sind das Problem, aber wir lösen das Problem, bzw sind auf dem besten Wege dahin.

Sorry, aber das ist Unsinn! Der absolute Nullpunkt liegt bei -273,15°C - tiefer geht nicht und Temperaturen von 100.000°C herrschen im Inneren von Sternen. Die Oberflächentemperatur der Sonne beträgt gerade mal 5778K oder 5500°C.
Ein klein wenig Realitätsbezug sollten Aussagen (zum Klima) schon haben!
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mo 23. Sep 2019, 12:29

Dark Angel hat geschrieben:(23 Sep 2019, 12:12)

Sorry, aber das ist Unsinn! Der absolute Nullpunkt liegt bei -273,15°C - tiefer geht nicht und Temperaturen von 100.000°C herrschen im Inneren von Sternen. Die Oberflächentemperatur der Sonne beträgt gerade mal 5778K oder 5500°C.
Ein klein wenig Realitätsbezug sollten Aussagen (zum Klima) schon haben!


Danke für die Korrektur; bis zum nächsten Male, Entschuldigung. :)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Teeernte » Mo 23. Sep 2019, 13:03

Kölner1302 hat geschrieben:(22 Sep 2019, 16:00)

Der Korridor ist breiter geworden und steigt nun insgesamt stetig in höhere Temperaturbereiche als bisher an. Wird eine bestimmte Temperatur überschritten, wird sich der Temperaturanstieg voraussichtlich deutlich steigern. Nach bisheriger Erkenntnis lässt sich der Temperaturanstieg danach nicht mehr bremsen und steigt in Bereiche an, die mit menschlichen Gesellschaften nicht mehr vereinbar sind.

https://www.focus.de/wissen/klima/wenn- ... 58126.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 86767.html
https://www.galileo.tv/earth-nature/tau ... plodieren/


KALT oder WARM im Winter ? So wie Du schreibst ists doch einfach sich Festzulegen.

Hier in D ...nicht irgendwo im KALTEN. Ob in Murmansk nun minus 45 Grad oder minus 40 Grad sind - ähmmmm das wird die LEute da nicht sooo interessieren . ...und auch kein Heizöl sparen.

Auch die ARKTIS ist nicht in BERLIN.

Wie nun ist Deine VORHERSAGE - wird es WÄRMER in BERLIN oder Kälter im Winter ? Meintetwegen auch in Potsdam.... PIK Potsdam. Badehose oder Eispickel ?

Schreib Deinen Korridor....die Veränderung.... Ist doch Erderwärmung hier - oder nicht ? Dass muss sich doch in ZAHLEN giessen!

Oder - ist es ERDERWÄRMERN egal was für Temperaturen sind - es ist ja IMMER KLIMAWANDEL... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Gruwe » Mo 23. Sep 2019, 13:17

Tom Bombadil hat geschrieben:(21 Sep 2019, 15:44)
Wo der viele saubere Strom für die vielen eAutos herkommen soll, konnte bisher auch niemand erklären.


Von wie vielen eAutos sprechen wir denn? Es ist ja nun bekannt, dass eine Verkehrswende unabdingbar ist. Ziel ist also nicht, dass die Autos wie bisher nur eben statt mit Benzin mit Strom fahren, sondern eben auch, dass dies effizienter geschieht. Höhere Nutzung beim ÖPNV oder Fahrrad, mehr Anteil Home-Office (wenn ich nur 3 mal die Woche ins Büro muss anstatt 5 mal, spare ich 40% Treibstoff für die Arbeitsfahrten - was bei dem durchschnittlichen Deutschen der größte Anteil am Treibstoffverbrauch sein dürfte), usw.

Deutschland hat 2018 648,7 TWh Strom produziert, davon wurden nur 209,2 TWh aus EE erzeugt. Es müsste also zuerst mal die Lücke von 439,5 TWh mit EE-Strom geschlossen werden und dann käme ja noch der Strom für die vielen eAutos on top. Wie stellt man sich das vor?


Naja, das Problem dürfte weniger die Menge sein, als das zeitliche Problem (zeitlicher Zusammenfall von Strombedarf und - produktion). Mir konnte bisher noch Niemand erklären, warum PV-Anlagen bei Neubauten (Gerüst steht eh, es werden also Kosten gespart) nicht verpflichtend sind! Das bekommt man ja, durch Abtreten der Einspeisevergütung, von der KfW quasi bezahlt.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Mo 23. Sep 2019, 15:29

Gruwe hat geschrieben:(23 Sep 2019, 13:17)

Von wie vielen eAutos sprechen wir denn? Es ist ja nun bekannt, dass eine Verkehrswende unabdingbar ist. Ziel ist also nicht, dass die Autos wie bisher nur eben statt mit Benzin mit Strom fahren, sondern eben auch, dass dies effizienter geschieht. Höhere Nutzung beim ÖPNV oder Fahrrad, mehr Anteil Home-Office (wenn ich nur 3 mal die Woche ins Büro muss anstatt 5 mal, spare ich 40% Treibstoff für die Arbeitsfahrten - was bei dem durchschnittlichen Deutschen der größte Anteil am Treibstoffverbrauch sein dürfte), usw.



Naja, das Problem dürfte weniger die Menge sein, als das zeitliche Problem (zeitlicher Zusammenfall von Strombedarf und - produktion). Mir konnte bisher noch Niemand erklären, warum PV-Anlagen bei Neubauten (Gerüst steht eh, es werden also Kosten gespart) nicht verpflichtend sind! Das bekommt man ja, durch Abtreten der Einspeisevergütung, von der KfW quasi bezahlt.

Solches Geschwätz kann wirklich nur aus einer (groß)städtischen Filterblase kommen.
ÖPNV kann man nur dann nutzen, wenn man a) kurze Strecken zurück legen muss (innerstädtisch) und b) wenn der zur Verfügung steht, effektiv und kostendeckend ist. Beides ist für Menschen, die auf dem Land wohnen, NICHT der Fall.
Die allermeisten Menschen hocken NICHT im Büro und arbeiten auch NICHT mit Homeoffice, sondern im Dienstleistungsbereich und/oder in der Produktion, haben im Durchschnitt 50km Arbeitsweg.
Da ist nix mit Fahhrad oder nur 3mal pro Woche am Arbeitsplatz erscheinen.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon MoOderSo » Mo 23. Sep 2019, 15:36

Fahrräder brauchen seit neuestem auch Strom. Vielleicht sollte man das gleich wieder verbieten. Ging ja auch die letzten 100 Jahre ohne. Ist nur Luxus für Faule. :)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Gruwe » Mo 23. Sep 2019, 15:37

Dark Angel hat geschrieben:(23 Sep 2019, 15:29)

Solches Geschwätz kann wirklich nur aus einer (groß)städtischen Filterblase kommen.
ÖPNV kann man nur dann nutzen, wenn man a) kurze Strecken zurück legen muss (innerstädtisch) und b) wenn der zur Verfügung steht, effektiv und kostendeckend ist. Beides ist für Menschen, die auf dem Land wohnen, NICHT der Fall.


Wo habe ich bitte behauptet, dass das alle Menschen machen sollen? Es wäre mal ein Anfang, wenn man denjenigen, bei denen dies (kostengünstig) möglich ist, ein entsprechendes Angebot bietet.

Ansonsten besteht natürlich zudem die Möglichkeit, regionale Strukturpolitik derart zu betreiben, dass wieder mehr Arbeitsplätze in der Fläche verteilt entstehen. Das wird natürlich nix, wenn in Hintertupfingen nur 1000 Mbit aus der Leitung kommen, etc.

Die allermeisten Menschen hocken NICHT im Büro und arbeiten auch NICHT mit Homeoffice, sondern im Dienstleistungsbereich und/oder in der Produktion, haben im Durchschnitt 50km Arbeitsweg.
Da ist nix mit Fahhrad oder nur 3mal pro Woche am Arbeitsplatz erscheinen.


Ich habe ja auch von Home-Office gesprochen, nicht von Home-Factory, Home-Grocery oder Home-Restaurant.
Über 50% der Beschäftigten in Deutschland haben einen Büro-Arbeitsplatz. Da lässt sich schon ne ganze Menge einsparen!

So, und nun bitte zukünftig: Lesen -> Verstehen (wollen!) -> Antworten. Danke!


Ich verstehe nicht, warum manche immer direkt gegenargumentieren müssen, dass Vorschläge ja nicht auf Alle passen würden, dies aber Niemand gefordert hat. Es ist doch nur logisch, dass erstmal die größten Potentiale geprüft werden. Das sind nunmal bei der Bevölkerungsverteilung die Menschen in Ballungsgebieten bzw. das Umland und eben auch die Büro-Arbeitsplätze.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 23. Sep 2019, 15:53

Gruwe hat geschrieben:(23 Sep 2019, 13:17)

Von wie vielen eAutos sprechen wir denn?

Es war hier ja mal die Rede von 1 Milliarde eAutos bis 2030, du hattest glaube ich von 220 Mio eAutos geschrieben.

Ziel ist also nicht, dass die Autos wie bisher nur eben statt mit Benzin mit Strom fahren...

Es wird imho ein sehr schwieriges Unterfangen sein, den Menschen den motorisierten Individualverkehr auszutreiben. Warum streben viele Chinesen, für die ein Auto plötzlich erschwinglich wird, denn weg vom Fahrrad hin zum eigenen Auto? Weil ein eigenes Auto viele Vorteile bietet.

Naja, das Problem dürfte weniger die Menge sein, als das zeitliche Problem (zeitlicher Zusammenfall von Strombedarf und - produktion).

Die höchste Nachfrage dürfte wohl in den Nachmittags- und Abendstunden einsetzen, wenn die Menschen von der Arbeit kommen und das eAuto aufladen wollen. Dann scheint keine Sonne.

Mir konnte bisher noch Niemand erklären, warum PV-Anlagen bei Neubauten (Gerüst steht eh, es werden also Kosten gespart) nicht verpflichtend sind! Das bekommt man ja, durch Abtreten der Einspeisevergütung, von der KfW quasi bezahlt.

Kann ich dir auch nicht erklären, es gibt wahrscheinlich zig Vorschriften im Baurecht, die das unmöglich machen. Ich persönlich halte PV in unseren Breiten aber auch für ineffizient, für südliche Länder mit viel Sonne sind die deutlich besser geeignet.
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