Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

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Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 10. Aug 2013, 11:11

Es ist bereits heute abzusehen, dass die Menschheit
  • 1) irgendwann die Ursachen für jede Krankheit erkennen und beseitigen wird
  • 2) die Ursachen des Altern verstehen wird und
  • 3) das Altern irgendwann auch aufhalten kann.

Wenn dies allerdings nur für Neugeborene Menschen gilt, dann entwickelt sich eine Situation, in der theoretisch unsterbliche Menschen zusammen mit den letzten Sterblichen leben.

Ich bin überzeugt davon, dass eine solche Situation sehr viel sozialen Sprengstoff enthält.

Was glaubt ihr
  • 1) Werden Menschen irgendwann nicht mehr sterben?
  • 2) Wie fühlt es sich an zu den neuen Unsterblichen zu gehören und mit den letzten Sterblichen zusammenzuleben?
  • 3) Wie fühlt es sich an zu den letzten Sterblichen zu gehören und mit den neuen Unsterblichen zusammenzuleben?
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Umetarek » Sa 10. Aug 2013, 11:22

Matthias Pochmann » Sa 10. Aug 2013, 11:11 hat geschrieben:Es ist bereits heute abzusehen, dass
  • 1) die Menschheit irgendwann die Ursachen für jede Krankheit erkennen und beseitigen wird
  • 2) die Ursachen des Altern verstehen wird und
  • 3) das Altern irgendwann auch aufhalten kann.

Wenn dies allerdings nur für Neugeborene Menschen gilt, dann entwickelt sich eine Situation, in der theoretisch unsterbliche Menschen zusammen mit den letzten Sterblichen leben.

Ich bin überzeugt davon, dass eine solche Situation sehr viel sozialen Sprengstoff enthält.

Was glaubt ihr
  • 1) Werden Menschen irgendwann nicht mehr sterben?
  • 2) Wie fühlt es sich an zu den neuen Unsterblichen zu gehören und mit den letzten Sterblichen zusammenzuleben?
  • 3) Wie fühlt es sich an zu den letzten Sterblichen zu gehören und mit den neuen Unsterblichen zusammenzuleben?

Ist es wirklich und tatsächlich erstrebenswert unsterblich zu sein?
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 10. Aug 2013, 11:32

Umetarek » Sa 10. Aug 2013, 11:22 hat geschrieben:Ist es wirklich und tatsächlich erstrebenswert unsterblich zu sein?

ich nenne es (theoretische) Unsterblichkeit.

Man könnte ja auch ohne Krankheit und Alter noch immer von einer Klippe abrutschen - also wenn man irgendwann das Leben satt haben sollte, dann wäre es wohl kein Problem dieses zu beenden.
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Umetarek » Sa 10. Aug 2013, 11:35

Matthias Pochmann » Sa 10. Aug 2013, 11:32 hat geschrieben:ich nenne es (theoretische) Unsterblichkeit.

Man könnte ja auch ohne Krankheit und Alter noch immer von einer Klippe abrutschen - also wenn man irgendwann das Leben satt haben sollte, dann wäre es wohl kein Problem dieses zu beenden.

Die Bevölkerung würde vergreisen, vielleicht nicht äußerlich aber es gäbe immer weniger junge flexible und immer weniger Kinder, mir würde das nicht gefallen.
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 10. Aug 2013, 12:13

Umetarek » Sa 10. Aug 2013, 11:35 hat geschrieben:Die Bevölkerung würde vergreisen, vielleicht nicht äußerlich aber es gäbe immer weniger junge flexible und immer weniger Kinder, mir würde das nicht gefallen.

Ich denke schon, dass man auch hier alle paar hundert Jahre ein Kind bekommt.

Was uns gefällt ist aber gar nicht wichtig - ganz sicher würde den Menschen im Mittelalter unsere Art zu leben auch missfallen.
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 12:25

Unsterblichkeit ist nicht machbar. Unter optimalsten Bedingungen können wir die Lebenserwartung sicher noch auf 120 Jahre im Schnitt hochfahren. Aber selbst wenn alle Körperteile austauschbar sind, reicht das Hirn für maximal 450 - 475 Jahre. Das Hirn austauschen dürfte schwierig werden, denn die darinne enthaltenen Erinnerungen die ganz wesentlich das Ich ausmachen sind kaum transferierbar.
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 12:26

Matthias Pochmann » Sa 10. Aug 2013, 11:13 hat geschrieben:[...]
Was uns gefällt ist aber gar nicht wichtig - ganz sicher würde den Menschen im Mittelalter unsere Art zu leben auch missfallen.


Ganz sicher? Da wäre ich mir aber ganz und garnicht sicher!
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 12:26

Umetarek » Sa 10. Aug 2013, 10:22 hat geschrieben:Ist es wirklich und tatsächlich erstrebenswert unsterblich zu sein?


Definitiv JA!
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon prime-pippo » Sa 10. Aug 2013, 12:33

Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 11:25 hat geschrieben:Unsterblichkeit ist nicht machbar .


Wie kommst du darauf?
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 12:48

prime-pippo » Sa 10. Aug 2013, 11:33 hat geschrieben:
Wie kommst du darauf?


Schrieb ich eigentlich, mein Beitrag umfasste ja ein wenig mehr als der von dir zitierte Satz oder?
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon prime-pippo » Sa 10. Aug 2013, 13:03

Ich sehe keine Begründung. Man müsste den Organismus natürlich stark manipulieren, aber wenn er zur unbegrenzten Regeneration fähig wäre, würde er eben nicht sterben....
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Belsazar » Sa 10. Aug 2013, 13:17

Matthias Pochmann » Sa 10. Aug 2013, 10:11 hat geschrieben:Es ist bereits heute abzusehen, dass
  • 1) die Menschheit irgendwann die Ursachen für jede Krankheit erkennen und beseitigen wird
  • 2) die Ursachen des Altern verstehen wird und
  • 3) das Altern irgendwann auch aufhalten kann.

Wenn dies allerdings nur für Neugeborene Menschen gilt, dann entwickelt sich eine Situation, in der theoretisch unsterbliche Menschen zusammen mit den letzten Sterblichen leben.

Ich bin überzeugt davon, dass eine solche Situation sehr viel sozialen Sprengstoff enthält.

Was glaubt ihr
  • 1) Werden Menschen irgendwann nicht mehr sterben?
  • 2) Wie fühlt es sich an zu den neuen Unsterblichen zu gehören und mit den letzten Sterblichen zusammenzuleben?
  • 3) Wie fühlt es sich an zu den letzten Sterblichen zu gehören und mit den neuen Unsterblichen zusammenzuleben?

Warum soll das sozialen Sprengstoff enthalten? Als "Sterblicher" müsste ich doch eigentlich dann wissen, dass ich irgendwann in den Unsterblichen weiterexistieren kann, warum also müsste ich es unbedingt persönlich erreichen? Da brauch ich doch nicht neidisch sein auf die, die das jetzt schon haben. Ich hab zwar im Moment noch einen sterblichen Leib, komm aber "irgendwann später" halt dran. Das wäre dann auch eine Auferstehung.
Also: dann nicht neidisch sein sondern sich gefälligst mit den anderen freuen, dass es überhaupt Unsterblichkeit gibt.
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Belsazar » Sa 10. Aug 2013, 13:29

Umetarek » Sa 10. Aug 2013, 10:22 hat geschrieben:Ist es wirklich und tatsächlich erstrebenswert unsterblich zu sein?

Ich empfehle hierzu unbedingt Stephen Baxters weltklasse SciFi-Romane "Sternenkinder" und "Transzendenz" zu lesen.
Beim Lesen wirst du vielleicht nen Eindruck davon bekommen, wie es mit unserer Spezies unter Umständen weitergehen könnte (ist nicht ganz unrealistisch). Hier kann man sich dann auch selbst ein Urteil bilden welchen Sinn "Unsterblichkeit" vielleicht hätte, und am Ende des letzten Buchs "Transzendenz" wird dann auch die Frage nach der Erlösung der Menschheit als ganzes gestellt. Das alles aber zig hunderte von tausend Jahren in der Zukunft. Also das würde ich unbedingt empfehlen zu lesen.
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 10. Aug 2013, 14:45

Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 12:25 hat geschrieben:Unsterblichkeit ist nicht machbar. Unter optimalsten Bedingungen können wir die Lebenserwartung sicher noch auf 120 Jahre im Schnitt hochfahren. Aber selbst wenn alle Körperteile austauschbar sind, reicht das Hirn für maximal 450 - 475 Jahre. Das Hirn austauschen dürfte schwierig werden, denn die darinne enthaltenen Erinnerungen die ganz wesentlich das Ich ausmachen sind kaum transferierbar.

Deshalb spreche ich von Neugeborenen.

Bis Anfang 20 entwickelt sich der Körper doch auch - erst danach beginnt der Körper zu altern. Wenn man versteht, warum das so ist und warum sich die Zellen später nicht einfach, wie Zeit zuvor auch vollständig regenerieren, dann lässt sich dieser Prozess gewiss auch steuern. Eine Veränderung des Erbguts könnte so zu Neugeborenen führen, deren Körper nicht mehr altern.

Und dann wäre die Situation tatsächlich so - es gäbe nicht alternde Menschen mit potentiell nahezu unendlicher Lebenszeit und zugleich die alte Generation alternder Menschen.

Für beide Lebensformen wäre diese Situation wohl äußerst schwierig.
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 14:55

prime-pippo » Sa 10. Aug 2013, 12:03 hat geschrieben:Ich sehe keine Begründung. Man müsste den Organismus natürlich stark manipulieren, aber wenn er zur unbegrenzten Regeneration fähig wäre, würde er eben nicht sterben....


Der Organismus wäre es vielleicht sogar, die Begründung ist, dass ein sich regenerierendes Hirn peu a peu dein Wissen und deine Erfahrungen auslöschen würde.
Und dass die eigene Identität, das Ich, überlebt gehört m.E. schon zur Unsterblichkeit dazu.
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon prime-pippo » Sa 10. Aug 2013, 15:00

Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 13:55 hat geschrieben:
Der Organismus wäre es vielleicht sogar, die Begründung ist, dass ein sich regenerierendes Hirn peu a peu dein Wissen und deine Erfahrungen auslöschen würde.
Und dass die eigene Identität, das Ich, überlebt gehört m.E. schon zur Unsterblichkeit dazu.


Wieso würde peu a peu mein Wissen ausgelöscht werden? Man verändert sich natürlich im Laufe seines Lebens, aber wo wäre ein Unterschied zu einem Leben von 80 Jahren?
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 10. Aug 2013, 15:09

Thomas I » Sa 10. Aug 2013, 14:55 hat geschrieben:
Der Organismus wäre es vielleicht sogar, die Begründung ist, dass ein sich regenerierendes Hirn peu a peu dein Wissen und deine Erfahrungen auslöschen würde.
Und dass die eigene Identität, das Ich, überlebt gehört m.E. schon zur Unsterblichkeit dazu.

Ist es wirklich so, dass ein sich regenerierendes Gehirn Stück für Stück die eigene Identität verliert?
(Ich verstehe Deinen Einwand)

Ich denke schon, dass man Methoden entwickeln könnte, wie auch die Regeneration des Gehirns ohne Informationsverlust gelingt. Ein Stück weit lässt sich Hirntätigkeit auch auslagern. (digitales Gedächtnis)

Sechster Teil
Potentiale der Menschheit

Kapitel III – Die Vernetzung des Menschen
Die Verkopplung der Nervenenden mit dem Computer http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... t-dem.html
Die Computer-Hirn-Vernetzung - Teil 1 http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... eil-1.html
Die Computer-Hirn-Vernetzung - Teil 2 http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... eil-2.html
Argumente für ein symbiotisches Verschmelzen von Mensch und KI http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... sches.html
Synergien einer Symbiose von Mensch und KI http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... h-und.html
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon Belsazar » Sa 10. Aug 2013, 15:09

Matthias Pochmann » Sa 10. Aug 2013, 13:45 hat geschrieben:Deshalb spreche ich von Neugeborenen.

Bis Anfang 20 entwickelt sich der Körper doch auch - erst danach beginnt der Körper zu altern. Wenn man versteht, warum das so ist und warum sich die Zellen später nicht einfach, wie Zeit zuvor auch vollständig regenerieren, dann lässt sich dieser Prozess gewiss auch steuern. Eine Veränderung des Erbguts könnte so zu Neugeborenen führen, deren Körper nicht mehr altern.

Und dann wäre die Situation tatsächlich so - es gäbe nicht alternde Menschen mit potentiell nahezu unendlicher Lebenszeit und zugleich die alte Generation alternder Menschen.

Für beide Lebensformen wäre diese Situation wohl äußerst schwierig.

Das wäre es aber schon bei der Einführung des Brainchips, dessen Marktreife um 2030 erwartet wird.
Dann hätte es für alle, die sich das nicht leisten könnten oder aus anderen Gründen ablehnen, größte Nachteile in der Arbeitswelt. Hab da mal so ne Zukunftsreportage gesehen, die behaupteten, der Chip kommt 2025 erst für Reiche und ein paar Jahre später für die Masse, aber es werden sich nie alle den leisten können.
Und schon davor kann ja dieser andere Chip kommen, der das Bargeld ersetzt. Auch da hätten wir so ein Problem. Vor allem Christen würden diesen Chip ablehnen, und was machen sie dann? Lässt man die dann einfach verhungern?
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Re: Leben am Rand zur (theoretischen) Unsterblichkeit

Beitragvon prime-pippo » Sa 10. Aug 2013, 15:35

Matthias Pochmann » Sa 10. Aug 2013, 14:09 hat geschrieben:Ist es wirklich so, dass ein sich regenerierendes Gehirn Stück für Stück die eigene Identität verliert?
(Ich verstehe Deinen Einwand)

Ich denke schon, dass man Methoden entwickeln könnte, wie auch die Regeneration des Gehirns ohne Informationsverlust gelingt. Ein Stück weit lässt sich Hirntätigkeit auch auslagern. (digitales Gedächtnis)

Sechster Teil
Potentiale der Menschheit

Kapitel III – Die Vernetzung des Menschen
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Die Computer-Hirn-Vernetzung - Teil 1 http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... eil-1.html
Die Computer-Hirn-Vernetzung - Teil 2 http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... eil-2.html
Argumente für ein symbiotisches Verschmelzen von Mensch und KI http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... sches.html
Synergien einer Symbiose von Mensch und KI http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... h-und.html


Mir leuchtet gar nicht ein, warum sowas nötig sein sollte...
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Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 10. Aug 2013, 15:38

prime-pippo » Sa 10. Aug 2013, 15:35 hat geschrieben:
Mir leuchtet gar nicht ein, warum sowas nötig sein sollte...

Was Thomas anspricht ist wohl dies:

http://flexikon.doccheck.com/de/Neuroregeneration
4 Neuroregeneration im ZNS

Im Gegensatz zum PNS ist die Neuroregeneration im zentralen Nervensystem (ZNS) nur rudimentär ausgeprägt. Die Neuroregeneration wird hier durch die Gliazellen (Astrozyten Oligodendrozyten und Mikroglia) und das extrazelluläre Milieu gehemmt. Das untergegangene Nervengewebe wird rasch durch Gliazellen ersetzt. Es werden auch keine Wachstumsfaktoren exprimiert, die die neuronale Regeneration fördern könnten. Im Gegenteil - die Gliazellen produzieren sogar Hemmstoffe (z.B. NOGO A-C), welche die Remyelinisierung unterdrücken.

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