Impfverweigerer

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Billie Holiday
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon Billie Holiday » Di 22. Jan 2019, 21:36

Misterfritz hat geschrieben:(22 Jan 2019, 21:32)

Und da ist nur eines sinnvoll:
Zu Hause bleiben und keine weiteren Kollegen anstecken ;)


Ist bekannt.
Er wird sich was dabei gedacht haben, ein grippaler Infekt verursacht keine Langzeitkranken. Offenbar sind viele für mehr als eine Woche ausgefallen. Uns kann es wurscht sein, vor allem jenen, die sich eh impfen lassen.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon Billie Holiday » Di 22. Jan 2019, 21:39

Skeptiker hat geschrieben:(22 Jan 2019, 21:35)

Überzeuge Deinen Chef mal, dass Du für die Firma nach Indien fahren musst. Ich jedenfalls bin nun quasi gegen ALLES geimpft was es so gibt. ;)


Das kann ich nur sehr schwer begründen. Glauben wird er mir das nicht und auf meinen Jahresurlaub verweisen. :?

Aber..... so ein Forum hat auch was Gutes: ich werde mal meinen Impfpass suchen und durchchecken lassen. Vermutlich bin ich mittlerweile gegen nichts mehr geimpft. :eek:
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon BingoBurner » Di 22. Jan 2019, 22:50

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Jan 2019, 21:39)

Das kann ich nur sehr schwer begründen. Glauben wird er mir das nicht und auf meinen Jahresurlaub verweisen. :?



Deine Strategie ist falsch.. [MOD] ... richtig ist vielmehr folgende Strategie... H2O
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 8. Feb 2019, 08:32

Nochmal ein etwas anderer Aspekt zur Problematik: Im Weltmaßstab maßgeblich für die Ausrichtung von Impfkampagnen, Festlegungen zum präventiven Anlegen von Impstoffen usw. usf. ist bekanntlich die Weltgesundheitsorganisation WHO. Nach verschiedenen Umstrukturierungen, Rückzügen bei den staatlichen Pflichtbeiträgen, einer veränderten UN-Politik vor allem der USA in jüngerer zeit, kann man ohne viel Übertreibung sagen, dass der Herr im Hause der WHO inzwischen vor allem die Bill und Melinda Gates Stiftung ist. Von ihr kommen die entscheidenden Gelder und sie bestimmt ganz wesentlich wo's langgeht bei der Welt-Gesundheitspolitik.

Es gibt einige verschwörungstheoretische Meldungen von seiten dubioser Nachrichtenkanäle (Pravda TV), dass Bill Gates in wahrheit mit Hilfe von Impfkampagnen, die Weltbevölkerung reduzieren wolle. Tatsächlich wurde etwa Kinderlähmung nicht zuletzt auch durch von der Gates-Stiftung mitfinanzierte Kampagnen so gut wie beseitigt. Jeder vernünftige mensch versteht das.

Das Problem ist ein anderes: Die (enormen) Geldsummen der Gates-Stiftung stammen (inzwischen) beieibe nicht mehr nur aus den Umsätzen der Firma Microsoft sondern aus Firmen-Beteiligungen und entsprechenden Rendite-Gewinnen. Der Punkt ist, dass die gates-Stiftung ganz entscheidend und vor allem einerseits bei Big-Food-Unternehmen und zum anderen bei Big-Pharma-Unternehmen beteiigt ist. Ein finanzielles Perpetuum Mobile. Erst macht man Millionen von Kindern in Indien, Pakistan, China und zahlreichen anderen Ländern mit Süßgetränken und Junk Food zu Frühdiabetikern und Fettleibigen und dann schickt man die Pharma-Industrie ins Rennen, um die Schäden zu reparieren. Und verdient immer mit. Und mit Impfkampagnen über die WHO steht man auch noch als scheinphilantropische Organisation da. In Wahrheit handelt es sich um eine Verbrecherorganisation.

Die Frage ist, wie die Menschen vor der völligen Kontrollübernahme solcher durch keine demokratischen Entscheidungen legitimierten Organisationen geschützt werden können.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 8. Feb 2019, 08:51

Weltweit an erster Stelle bei den tödlichen Infektionskrankheiten steht Tuberkulose. Bekanntermaßen trägt etwa ein Drittel der Weltbevölkerung den entsprechenden Erreger in sich. Zum Ausbruch kommt die Krankheit aber normalerweise nur bei geschwächtem Immunsystem infolge von HIV und vor allem Armut. Anders gesagt: Einen noch größeren tatsächlichen Effekt als Impfkampagnen hat (oder hätte) Armutsbekämpfung. Das macht Impfungen jetzt nicht gleichzeitig sinnlos. Aber die Gesundheitspolitik der Gates-Stiftung zielt eben genau auf solche schnell erzielbaren Erfolge durch Impfkampagnen. Mit dem "Neben"effekt der eignen Renditesteigerung als Folge der Beteiligungen an Pharma-Unternehmen.

Man erinnere sich an die Schweinegrippe-Panik 2009. Entscheidend in der entsprechenden WHO-Gruppe war Marie Kieny, Leiterin der WHO-Impfstoffabteilung und vorher Mitarbeiterin bei eine Pharma-Firma. Die von den Staaten angelegten Reserven mussten vollständig vernichtet werden und Big-Pharma war mal wieder allein durch die Bundesrepulbik um 450 Millionen DOllar reicher.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon Sören74 » Fr 8. Feb 2019, 10:00

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Feb 2019, 08:51)

Man erinnere sich an die Schweinegrippe-Panik 2009. Entscheidend in der entsprechenden WHO-Gruppe war Marie Kieny, Leiterin der WHO-Impfstoffabteilung und vorher Mitarbeiterin bei eine Pharma-Firma. Die von den Staaten angelegten Reserven mussten vollständig vernichtet werden und Big-Pharma war mal wieder allein durch die Bundesrepulbik um 450 Millionen DOllar reicher.


Ich möchte nicht wissen, was losgewesen wäre, wenn die Schweinegrippe voll ausgebrochen wäre und man nicht für zahlreiche Impfstoffe gesorgt hätte.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon X3Q » Fr 8. Feb 2019, 13:13

Sören74 hat geschrieben:(08 Feb 2019, 10:00)

Ich möchte nicht wissen, was losgewesen wäre, wenn die Schweinegrippe voll ausgebrochen wäre und man nicht für zahlreiche Impfstoffe gesorgt hätte.

Dann hätte es einen Shitstorm der anderen Art gegeben. Die Sache mit der Marie Kieny war aber sehr merkwürdig. Nicht nur ihre Verbindung in die Pharmaindustrie (was nicht immer negativ zu bewerten ist), sondern auch die Tatsache, dass die WHO erst kurz vorher die Definition für eine Pandemie geändert hatte; die Kriterien dafür wurden nach Unten gesetzt. Dadurch waren die Staaten gezwungen zu handeln. Ob das alles nur unglückliche Zufälle waren oder ob da ein perfider Plan zur Bereicherung dahinter stand, läßt sich schlußendlich nicht belegen. Aber merkwürdig war die ganze Aktion damals schon.

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Re: Impfverweigerer

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 8. Feb 2019, 15:47

X3Q hat geschrieben:(08 Feb 2019, 13:13)

Dann hätte es einen Shitstorm der anderen Art gegeben. Die Sache mit der Marie Kieny war aber sehr merkwürdig. Nicht nur ihre Verbindung in die Pharmaindustrie (was nicht immer negativ zu bewerten ist), sondern auch die Tatsache, dass die WHO erst kurz vorher die Definition für eine Pandemie geändert hatte; die Kriterien dafür wurden nach Unten gesetzt. Dadurch waren die Staaten gezwungen zu handeln. Ob das alles nur unglückliche Zufälle waren oder ob da ein perfider Plan zur Bereicherung dahinter stand, läßt sich schlußendlich nicht belegen. Aber merkwürdig war die ganze Aktion damals schon.

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Man sollte versuchen, die DInge möglichst rational und sachlich zu sehen. Wie mit der Gates-Stiftung. Tatsache ist, dass diese ihren positiven Anteil etwa bei der Malaria-Bekämpfung hat. Es gibt aber eben auch andere Tatsachen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein Mandat zur Herausgabe weltweit akzeptierter Normen, Richtlinien, gesundheitspolitischer Grundsätze und eben auch Impfkampagnen. Und befindet sich mittlerweile mehr oder weniger in Privathand. Die Gatesstiftung ist inzwischen nicht nur der größte Geldgeber der Organisation sondern bestimmt wesentlich, wo's bei der Gesundheitspolitik langgeht. Will man das denn wirklich? Eine Stiftung, die eben nicht nur eine Stiftung sondern eben auch ein Finanzunternehmen ist. Mit Milliardenbeteiligungen an CocaCola, Unilever, Pepsico, McDonald und eben auch Big Pharma wie Novartis, GlaxoSmithKline oder Big Alcohol wie Anheuser-Busch.

Wir hatten hier mal einen Thread zum Themen-Bereich "Gefahr für die Demokratie." Man sollte sich klarmachen, in welchem unglaublichen Ausmaß in bestimmten wichtigen Lebensbereichen diese Demokratie längst ausgehölt ist. An die Stelle von demokratisch erlangten Mandaten ist die simple Macht des großen Geldes getreten. Staaten/Regierungen rangieren da zum Teil nur noch als Handlanger.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon Gilmoregirl » Sa 9. Feb 2019, 12:14

Alexyessin hat geschrieben:(22 Jan 2019, 15:47)

Passiver Druck, gibt es ja jetzt schon. Manche Kindergärten nehmen keine ungeimpften Kinder mehr auf. Finde ich auch richtig so.
Ich bin auch immer so ein Gegner von irgendwas gesetzlich bestimmen. Aber gut, meine Kinder sind geimpft.


Hatte unser Träger auch vorgehabt. Aber als öffentlicher Träger durfte er nicht. Den freien Trägern steht es offen.
Ich hätte es sehr begrüßt, wobei unsere Eltern noch impfen lassen.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon Nightrain » Sa 9. Feb 2019, 12:29

Gilmoregirl hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:14)

Hatte unser Träger auch vorgehabt. Aber als öffentlicher Träger durfte er nicht. Den freien Trägern steht es offen.
Ich hätte es sehr begrüßt, wobei unsere Eltern noch impfen lassen.


Gut finde ich, dass Kindergärten und Schulen ungeimpften Kindern aus Schutzgründen den Besuch für Tage/Wochen verweigern, wenn dort die Krankheit auftritt gegen die die Kidner nicht geimpft sind.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon yogi61 » Sa 9. Feb 2019, 12:44

Nightrain hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:29)

Gut finde ich, dass Kindergärten und Schulen ungeimpften Kindern aus Schutzgründen den Besuch für Tage/Wochen verweigern, wenn dort die Krankheit auftritt gegen die die Kidner nicht geimpft sind.


Mag gut gemeint sein, bringt jetzt aber nicht so viel. Bei den Masern zum Beispiel stecken die Kinder andere Kinder schon nach drei Tagen an, da gibt es oft noch nicht einmal ein klares Krankheitsbild.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon X3Q » Sa 9. Feb 2019, 12:49

yogi61 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:44)

Mag gut gemeint sein, bringt jetzt aber nicht so viel. Bei den Masern zum Beispiel stecken die Kinder andere Kinder schon nach drei Tagen an, da gibt es oft noch nicht einmal ein klares Krankheitsbild.

Es ist aber trotzdem ein vernünftiger Beitrag zur Eindämmung der Erkrankung.

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Re: Impfverweigerer

Beitragvon yogi61 » Sa 9. Feb 2019, 12:53

X3Q hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:49)

Es ist aber trotzdem ein vernünftiger Beitrag zur Eindämmung der Erkrankung.

--X


Das will ich auch nicht generell bestreiten, nur können solche Maßnahmen nur begleitend sein. Eine Impfpflicht wäre wesentlich effizienter.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 13:02

yogi61 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:53)

Eine Impfpflicht wäre wesentlich effizienter.


Natürlich. Wäre sie aber auch angemessen?
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon yogi61 » Sa 9. Feb 2019, 13:21

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:02)

Natürlich. Wäre sie aber auch angemessen?


Natürlich wäre das angemessen. Ich gehöre noch einer Generation an, bei der die WHO bestimmt hat, dass ich gegen Pocken geimpft werde. Es ist unbestritten, dass es ohne diese Impfpflicht auch keine Ausrottung der Krankheit gegeben hätte.
Bei den Masern sind die Argumente der Impfgegner für mich nicht schlüssig, weil die eventuell zu erwartenden Nebenwirkungen in der Regel nicht dramatisch verlaufen. Wenn man Allergische Reaktionen befürchtet, dann muss man konsequenter Weise einen grossen Teil der medikamentösen Versorgung ablehnen, also auch dem Kind kein Ambroxol geben um den Hustenschleim zu lösen,oder das Kind den Schmerzen einer Mittelohrentzündung überlassen bis hin zur chronischen Hörminderung oder Taubheit. usw, usw, das kann doch kein Mensch wirklich so sehen, oder?
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 14:12

yogi61 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:21)

Natürlich wäre das angemessen.


Das sehe ich nicht so.

yogi61 hat geschrieben:Ich gehöre noch einer Generation an, bei der die WHO bestimmt hat, dass ich gegen Pocken geimpft werde. Es ist unbestritten, dass es ohne diese Impfpflicht auch keine Ausrottung der Krankheit gegeben hätte.
Bei den Masern sind die Argumente der Impfgegner für mich nicht schlüssig, weil die eventuell zu erwartenden Nebenwirkungen in der Regel nicht dramatisch verlaufen. Wenn man Allergische Reaktionen befürchtet, dann muss man konsequenter Weise einen grossen Teil der medikamentösen Versorgung ablehnen, also auch dem Kind kein Ambroxol geben um den Hustenschleim zu lösen,oder das Kind den Schmerzen einer Mittelohrentzündung überlassen bis hin zur chronischen Hörminderung oder Taubheit. usw, usw, das kann doch kein Mensch wirklich so sehen, oder?


Grundsätzlich finde, muss man Nutzen und Aufwand in Relation setzen. Unter Aufwand zähle ich nur die finanziellen Kosten, die eine komplette Impfung hätte, sondern auch die Einschränkung der Persönlichkeitsrechte. Damit wir uns da nicht missverstehen, es gibt Fälle, wo der Nutzen es rechtfertigen, eine Impfpflicht einzuführen. Die Pockenimpfung ist ein gutes Beispiel, wo es meines Wissen auch eine Impfpflicht in der alten Bundesrepublik gab. Nicht die WHO hat bestimmt, dass Du geimpft wird, sondern der Staat hat diese WHO-Empfehlung übernommen. Diese Abwägung sollte es auch bei anderen Impfungen wie bei Masern geben und man sollte schauen, ob es Wege gibt, auch ohne Impfpflicht die Leute zur Impfung zu bringen. Es gibt viele Länder ohne Impfpflicht, die über 95% Impfquote erreicht haben. Das wäre übrigens auch ein Punkt, ich glaube nicht, dass die Mehrzahl derjenigen, die keine zweite Masernimpfung haben, im Inneren Impfverweigerer sind. Aber ich kann auch verstehen, wenn jemand nicht über Stunden in einem vollen Wartezimmer sitzen möchte, und es dann irgendwann verdrängt.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon yogi61 » Sa 9. Feb 2019, 14:22

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 14:12)

Das sehe ich nicht so.



Grundsätzlich finde, muss man Nutzen und Aufwand in Relation setzen. Unter Aufwand zähle ich nur die finanziellen Kosten, die eine komplette Impfung hätte, sondern auch die Einschränkung der Persönlichkeitsrechte. Damit wir uns da nicht missverstehen, es gibt Fälle, wo der Nutzen es rechtfertigen, eine Impfpflicht einzuführen. Die Pockenimpfung ist ein gutes Beispiel, wo es meines Wissen auch eine Impfpflicht in der alten Bundesrepublik gab. Nicht die WHO hat bestimmt, dass Du geimpft wird, sondern der Staat hat diese WHO-Empfehlung übernommen. Diese Abwägung sollte es auch bei anderen Impfungen wie bei Masern geben und man sollte schauen, ob es Wege gibt, auch ohne Impfpflicht die Leute zur Impfung zu bringen. Es gibt viele Länder ohne Impfpflicht, die über 95% Impfquote erreicht haben. Das wäre übrigens auch ein Punkt, ich glaube nicht, dass die Mehrzahl derjenigen, die keine zweite Masernimpfung haben, im Inneren Impfverweigerer sind. Aber ich kann auch verstehen, wenn jemand nicht über Stunden in einem vollen Wartezimmer sitzen möchte, und es dann irgendwann verdrängt.


Ohne WHO wäre ich nicht geimpft worden, so viel noch mal zur Pockenimpfung und zur damaligen Politik. Leider bringt man einige Menschen eben nicht zur Impfung, da kann man noch so viel reden und die Persönlichkeitsrechte hören bekanntlich dort auf, wo man andere Menschen schädigt. Zu dem Argument der Kosten will ich mich gar nicht erst äussern,kann mir nur vorstellen, dass Du da etwas zu schnell getippt hast. :)
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 14:30

yogi61 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 14:22)

Ohne WHO wäre ich nicht geimpft worden, so viel noch mal zur Pockenimpfung und zur damaligen Politik.


Verstehe ich jetzt nicht ganz. Ohne Impfpflicht hättest Du die Pockenimpfung nicht bekommen?

yogi61 hat geschrieben:Leider bringt man einige Menschen eben nicht zur Impfung, da kann man noch so viel reden und die Persönlichkeitsrechte hören bekanntlich dort auf, wo man andere Menschen schädigt. Zu dem Argument der Kosten will ich mich gar nicht erst äussern,kann mir nur vorstellen, dass Du da etwas zu schnell getippt hast. :)


Das Problem wäre aber mit einer Impfpflicht auch nicht gelöst. Das heißt ja nicht, dass die Leute dann mit Polizeigewalt zum Arzt gefahren werden, sondern das es ggf. eine Geldstrafe gibt, wenn man sie überhaupt erfasst hätte. Und wenn man jahrelang nicht zum Arzt geht oder der Hausarzt nicht dran denkt, dann bleibt jemand, egal ob mit Impfpflicht oder nicht, ungeimpft.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon yogi61 » So 10. Feb 2019, 10:34

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 14:30)

Verstehe ich jetzt nicht ganz. Ohne Impfpflicht hättest Du die Pockenimpfung nicht bekommen?



Das Problem wäre aber mit einer Impfpflicht auch nicht gelöst. Das heißt ja nicht, dass die Leute dann mit Polizeigewalt zum Arzt gefahren werden, sondern das es ggf. eine Geldstrafe gibt, wenn man sie überhaupt erfasst hätte. Und wenn man jahrelang nicht zum Arzt geht oder der Hausarzt nicht dran denkt, dann bleibt jemand, egal ob mit Impfpflicht oder nicht, ungeimpft.


Du hast mich wirklich nicht verstanden. Nur noch einmal so viel zur Vergangenheit. Ohne Impfpflicht hätte man gar kein Bewustsein zur Notwendigkeit der Pockenimpfung gehabt.
Es war eben eine Zeit, als das Gesundheitsministerium praktisch keine Rolle spielte. Die Leute "fraßen" wöchentlich Eisbein, Leber, irgendwelche Innereien und was weiß ich noch alles.
Metamizol,Phenazon und Propyphenazon gab es rezeptfrei in der Apotheke und die Ärzte verschrieben Gaga-Kombipräparate wie Thomapyrin die dadurch zum Klassiker mit extremen Verkaufszahlen avancierten und Menschen wurden, wenn sie dann wollten, jährlich zu oft völlig sinnlosen Kuren geschickt. Das änderte sich erst später, nicht etwa, weil da Sachverständ ins Ministerium eigezogen war, sondern eher weil es den späteren Finanzministerien zu bunt wurde. So weit noch einmal der Ausflug in die Geschichte.

Und zum zweiten Punkt. Natürlich würde man das Problem mit einer Impfpflicht lösen, Du unterschätzt die Wirkung von Bußgeldern ganz erheblich. Gäbe es kein Bußgelder wäre auf unseren Straßen noch mehr Sodom und Gomorrha als ohnehin schon.
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Re: Impfverweigerer

Beitragvon H2O » So 10. Feb 2019, 10:41

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 14:30)

Verstehe ich jetzt nicht ganz. Ohne Impfpflicht hättest Du die Pockenimpfung nicht bekommen?



Das Problem wäre aber mit einer Impfpflicht auch nicht gelöst. Das heißt ja nicht, dass die Leute dann mit Polizeigewalt zum Arzt gefahren werden, sondern das es ggf. eine Geldstrafe gibt, wenn man sie überhaupt erfasst hätte. Und wenn man jahrelang nicht zum Arzt geht oder der Hausarzt nicht dran denkt, dann bleibt jemand, egal ob mit Impfpflicht oder nicht, ungeimpft.


Oh, jetzt verstehe ich erst, weshalb mein Hausarzt meine Frau und mich gebeten hat, unsere Impfausweise zur nächsten Sprechstunde mit zu bringen! Er will damit offenbar seine Patientendatei auf Stand bringen... denn meine Eltern hatten immer darauf geachtet, daß wir zu den Impfterminen gingen. Früher war das auch im Rahmen des Schulbesuchs üblich... ratz-fatz. Und Grippeimpfung auch in jedem Herbst. Ja, manchmal überrascht eine neue Grippe, aber meist wirkt die vorbeugende Impfung doch.

In meinem Fall muß der Hausarzt nur alles ankreuzen!

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