Homöopathie

Moderator: Moderatoren Forum 7

Was ist von Homöopathie zu halten?

Nix. Homöopathie ist esotherischer Unsinn.
61
34%
Jeder wie er will.
31
17%
Homöopathie ist eine wichtige Komplementärmedizin.
16
9%
Homöopathie ist wissenschaftlich belegt.
2
1%
Homöopathie ist wie die FDP - viel heiße Luft.
17
9%
Homöopathie zieht die Schwachsinnigen an wie Scheiße Fliegen.
34
19%
Homöopathie hat seine Chance gehabt und versagt.
10
5%
Gehört unbedingt in den Leistungskatalog von KVs.
11
6%
 
Abstimmungen insgesamt: 182
Benutzeravatar
John Galt
Beiträge: 15116
Registriert: So 1. Jun 2008, 23:44
Benutzertitel: No Gods or Kings. Only Man.

Re: Homöopathie

Beitragvon John Galt » Do 22. Jul 2010, 17:11

In Österreich ist die Ausübung der Heilkunst ausschließlich den Ärzten vorbehalten, die Ausübung des Berufes des Heilpraktikers sowie die Ausbildung dazu ist in Österreich durch das Ärztegesetz[2] bzw. das Ausbildungsvorbehaltsgesetz[3] verboten und strafbar. Diese Regelung wurde bereits vom Europäischen Gerichtshof geprüft und als EU-rechtskonform bestätigt.


Ist die Medizin nicht viel zu komplex, als dass sie von Hausfrauen durchgeführt werden darf? Und Heilpraktikerkurse sind wirklich was für Hausfrauen. Selbst ein behinderter Affe könnte die Multiple-Choice Fragen richtig beantworten.
Zuletzt geändert von John Galt am Do 22. Jul 2010, 17:14, insgesamt 2-mal geändert.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
Benutzeravatar
Pandora
Beiträge: 7319
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:33
Benutzertitel: living with a box
Wohnort: Schweiz

Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Do 22. Jul 2010, 18:16

Cattrell hat geschrieben:Sie hat nicht geschrieben, dass es einfach ist, außerdem weißt Du nicht, wie lange sie dafür gebraucht hat.



Ich diskutiere darüber garnicht mehr - wer den Unterschied zwischen einem Heilpraktiker und einem Arzt nicht kennt - da kann ich auch nicht helfen - und bitte ich rede hier immer von Heilpraktikern, die wirklich gut ausgebildet sind und ihre Grenzen sehr gut kennen und entsprechend handeln!

Vom Entschluss an Heilpraktikerin zu werden bis zur Anmeldung zur Prüfung vergingen ca 10 Jahre, wobei ich die letzten 2 Jahre vor der Prüfung sehr intensiv gelernt habe und in der Zeit auch Klinikpraktika hatte usw...
Niveau ist keine Hautcreme
Benutzeravatar
USA TOMORROW
Beiträge: 41859
Registriert: So 1. Jun 2008, 21:40
Benutzertitel: PRO LIFE
Wohnort: Lower Saxony

Re: Homöopathie

Beitragvon USA TOMORROW » Do 22. Jul 2010, 18:19

Pandora hat geschrieben:

Ich diskutiere darüber garnicht mehr - wer den Unterschied zwischen einem Heilpraktiker und einem Arzt nicht kennt - da kann ich auch nicht helfen - und bitte ich rede hier immer von Heilpraktikern, die wirklich gut ausgebildet sind und ihre Grenzen sehr gut kennen und entsprechend handeln!

Vom Entschluss an Heilpraktikerin zu werden bis zur Anmeldung zur Prüfung vergingen ca 10 Jahre, wobei ich die letzten 2 Jahre vor der Prüfung sehr intensiv gelernt habe und in der Zeit auch Klinikpraktika hatte usw...

Und was lernt man da zur Wirkung von wirkstofffreien Medikamenten?

Die Frage ist übrigens ernst gemeint.
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

Professor Micheline Matthews-Roth
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16051
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Homöopathie

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Jul 2010, 20:29

Die wirklich sooo gute Ausbildung von Heilpraktikern (in Deutschland) sieht folgendermaßen aus:
    - kein Ausbildungsberuf, weil keine vorgeschriebene Regelausbildung
    - keine bundeseinheitlich geregelte Prüfung
    - Ausbildung nicht gesetzlich geregelt
Voraussetzungen sind Mindesalter 25 Jahre, Hauptschulabschluss und polizeiliches Führungszeugnis.
Damit kann sich jeder Heilpraktiker nennen, der sich einer irgendwie gearteten Prüfung unterzieht.
Einer Prüfung allerdings für die es keine gesetzlichen Regelungen gibt.
Amtsärtzlich überprüft wird nur ob von dem jeweiligen Probanden keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgeht.
Alles ziemlich wischiwaschi, nix konkret und nix geregelt.
Man darf sich also durchaus seinen Teil denken bezüglich der "wirklich guten" Ausbildung und inwieweit die jeweiligen (bestallten) Heilpraktiker ihre Grenzen kennen und einhalten.
Insgesamt heißt das, ebenso wie bei Homöopathie, Wirksamkeit der Therapie ist nicht nachgewiesen und es werden völlig untaugliche (Therapie)Methoden angewendet.
Ebenso erfolgt oft keine oder nur unzureichende Aufklärung über Rikiken, sowie im Falle eines Misserfolges keine Überweisung zum Facharzt.

Mag sich jeder seinen Teil über Heilpraktiker denken.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Pandora
Beiträge: 7319
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:33
Benutzertitel: living with a box
Wohnort: Schweiz

Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Do 22. Jul 2010, 21:36

Dark Angel hat geschrieben:Die wirklich sooo gute Ausbildung von Heilpraktikern (in Deutschland) sieht folgendermaßen aus:
    - kein Ausbildungsberuf, weil keine vorgeschriebene Regelausbildung
    - keine bundeseinheitlich geregelte Prüfung
    - Ausbildung nicht gesetzlich geregelt
Voraussetzungen sind Mindesalter 25 Jahre, Hauptschulabschluss und polizeiliches Führungszeugnis.
Damit kann sich jeder Heilpraktiker nennen, der sich einer irgendwie gearteten Prüfung unterzieht.
Einer Prüfung allerdings für die es keine gesetzlichen Regelungen gibt.
Amtsärtzlich überprüft wird nur ob von dem jeweiligen Probanden keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgeht.
Alles ziemlich wischiwaschi, nix konkret und nix geregelt.
Man darf sich also durchaus seinen Teil denken bezüglich der "wirklich guten" Ausbildung und inwieweit die jeweiligen (bestallten) Heilpraktiker ihre Grenzen kennen und einhalten.
Insgesamt heißt das, ebenso wie bei Homöopathie, Wirksamkeit der Therapie ist nicht nachgewiesen und es werden völlig untaugliche (Therapie)Methoden angewendet.
Ebenso erfolgt oft keine oder nur unzureichende Aufklärung über Rikiken, sowie im Falle eines Misserfolges keine Überweisung zum Facharzt.

Mag sich jeder seinen Teil über Heilpraktiker denken.


Die Prüfung ist nicht irgendwie geartet - es wird schriftlich geprüft, wer die besteht darf zur mündlichen Prüfung, dort sitzt ein Amtsarzt (aber vll sind das ja auch alles Idioten, studiert oder nicht), ein Heilpraktiker, der eigentlich nix sagt und ein Schriftfüher - geprüft wird Anatomie, Notfallmedizin, Physiologie...

... und natürlich darf man sich seinen Teil denken über jeden und alles - diferenzieren wäre halt nett und nicht nur - alle Studierten sind über jeden Zweifel erhaben und alle anderen dumm wie Brot, aber das ist natürlich die einfacherer Methode - da muss man sich mit nix auseinandersetzen ;)
Niveau ist keine Hautcreme
Benutzeravatar
John Galt
Beiträge: 15116
Registriert: So 1. Jun 2008, 23:44
Benutzertitel: No Gods or Kings. Only Man.

Re: Homöopathie

Beitragvon John Galt » Do 22. Jul 2010, 21:46

Wie hoch ist die Durchfallquote?

Übrigens besteht die einzige Leistung die man bei dieser Prüfung zeigen muss darin, zu beweisen, dass man keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstelltn, wow.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16051
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Homöopathie

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Jul 2010, 22:15

Pandora hat geschrieben:Die Prüfung ist nicht irgendwie geartet - es wird schriftlich geprüft, wer die besteht darf zur mündlichen Prüfung, dort sitzt ein Amtsarzt (aber vll sind das ja auch alles Idioten, studiert oder nicht), ein Heilpraktiker, der eigentlich nix sagt und ein Schriftfüher - geprüft wird Anatomie, Notfallmedizin, Physiologie...

... und natürlich darf man sich seinen Teil denken über jeden und alles - diferenzieren wäre halt nett und nicht nur - alle Studierten sind über jeden Zweifel erhaben und alle anderen dumm wie Brot, aber das ist natürlich die einfacherer Methode - da muss man sich mit nix auseinandersetzen ;)

Nochmal: Es gibt keine Regelausbildung, damit keine verbindlichen Lehrpläne. Jede Heilpraktikerschule kann also in ihre Ausbildung aufnehmen was sie will.
Gilt ebenso für die Prüfungen - die sind nicht gesetzlich geregelt, es gibt keine bundesweit verbindlichen Prüfungsinhalte, die Prüfung ist nicht staatlich geregelt und damit IST die Prüfung irgendwie geartet.
Die Methoden der Heilpraktiker sind umstritten und die Wirksamkeit derselben nicht nachgewiesen.
Heilpraktiker sind keine Ärzte, haben nicht deren Ausbildung und damit nicht das Wissen von Ärzten und nicht das Equipment, entsprechend beschränkt sind auch die Möglichkeiten von Heilpraktikern. Da gibts nix zu differenzieren.
Das alles hat nix mit dumm wie Brot sein zu tun. Leg mir nichts in den Mund (die Hand) was ich nicht gesagt/geschrieben habe.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Pandora
Beiträge: 7319
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:33
Benutzertitel: living with a box
Wohnort: Schweiz

Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Fr 23. Jul 2010, 01:48

Dark Angel hat geschrieben:Die Methoden der Heilpraktiker sind umstritten und die Wirksamkeit derselben nicht nachgewiesen.
Heilpraktiker sind keine Ärzte, haben nicht deren Ausbildung und damit nicht das Wissen von Ärzten und nicht das Equipment, entsprechend beschränkt sind auch die Möglichkeiten von Heilpraktikern. Da gibts nix zu differenzieren.
Das alles hat nix mit dumm wie Brot sein zu tun. Leg mir nichts in den Mund (die Hand) was ich nicht gesagt/geschrieben habe.


Darf ich also nun davon ausgehen, dass Naturheilverfahren, die ein Studierter in seiner Praxis anwendet sehrwohl wirksam und hilfreich und gut sind - während die gleichen Verfahren von einem Heilpraktiker angewendet unwirksam sind?

Dir ist schon bewusst, dass Heilpraktiker viele verschiedene Verfahren anwenden - u. a. auch die, die du anfangs erwähntest.

Du hinterlässt den Eindruck als wolltest du einfach nur auf Heilpraktikern rumhaken, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, dass du dir selbst darin widersprichst.

Entweder sind Teilbereiche der Alternativmedizin gut und wirksam, dann ist es völlig egal, ob diese von einem Arzt oder Heilpraktiker angewendet werden (immer vorausgesetzt, dass beide die jeweiligen Verfahren beherrschen) oder alles ist unwirksam, dann kannst du auch gerne weiter schreiben, dass die Methoden der Heilpraktiker unwirksam seien.

Irgendwie verbindest du mit Heilpraktikern ausschliesslich die so verhasste weil altertümliche Homöopathie - das dies aber nur ein Bruchteil der angewanten Verfahren ist, scheint dir nicht bewusst.
Niveau ist keine Hautcreme
Benutzeravatar
USA TOMORROW
Beiträge: 41859
Registriert: So 1. Jun 2008, 21:40
Benutzertitel: PRO LIFE
Wohnort: Lower Saxony

Re: Homöopathie

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 23. Jul 2010, 01:49

Pandora hat geschrieben:Irgendwie verbindest du mit Heilpraktikern ausschliesslich die so verhasste weil altertümliche Homöopathie - das dies aber nur ein Bruchteil der angewanten Verfahren ist, scheint dir nicht bewusst.

Homöopathie ist aber nunmal das Strangthema hier.
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

Professor Micheline Matthews-Roth
Cattrell

Re: Homöopathie

Beitragvon Cattrell » Fr 23. Jul 2010, 08:15

atompussy hat geschrieben:Wie hoch ist die Durchfallquote?

Übrigens besteht die einzige Leistung die man bei dieser Prüfung zeigen muss darin, zu beweisen, dass man keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstelltn, wow.


Heilpraktiker:
Gesamteindruck positiv

Im Reich der Mitte lässt sich etwa jeder zehnte Patient nach Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin behandeln. Auch hierzulande fragen viele Patienten nach alternativen Heilmethoden. Doch da es keine einheitliche Ausbildung und nur wenige festgelegte Zertifikate für Heilpraktiker gibt, wissen viele Interessenten nicht, woran sie sich orientieren können. Die Unterschiede in Lehre und Ausführung sind jedenfalls groß. Die Stiftung Warentest hat Testpatienten zu 40 Heilpraktikern geschickt.
http://www.test.de/themen/gesundheit-ko ... 0-1649684/
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16051
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Homöopathie

Beitragvon Dark Angel » Fr 23. Jul 2010, 09:38

Pandora hat geschrieben:Darf ich also nun davon ausgehen, dass Naturheilverfahren, die ein Studierter in seiner Praxis anwendet sehrwohl wirksam und hilfreich und gut sind - während die gleichen Verfahren von einem Heilpraktiker angewendet unwirksam sind?

"... ein Studierter ..." klingt sehr abwertend.
Ja, Du darfst davon ausgehen, aus dem Grund weil die Ausbildung zum Arzt (Medizinstudium) sehr viel umfangreicher und komplexer ist (12 Semester + 8-12 Semester zum Facharzt) als die Ausbildung eines Heilpraktikers (i.d.R 2 Jahre an Heilpraktikerschulen) ist und damit u.a. auch andere Voraussetzungen in der Diagnostik bestehen.
Ein Arzt, selbst wenn er Naturheilmittel und -verfahren bevorzugt, wird sie nur dann und dort anwenden, wo eine Wirksamkeit zu erwarten ist und deren Wirksamkeit nachgewiesen ist.
Ja, es gibt Naturheilverfahren deren Wirksamkeit nachgewiesen ist.
Eine Methode, die an sich unwirksam oder deren Wirksamkeit nicht nachgewiesen ist, wird weder bei einem Arzt noch bei einem Heilpraktiker funktionieren.

Pandora hat geschrieben:Dir ist schon bewusst, dass Heilpraktiker viele verschiedene Verfahren anwenden - u. a. auch die, die du anfangs erwähntest.

Ja, ist mir bewusst und mir ist auch bewusst, dass einige dieser angewendeten Methoden nur Hokuspokus sind, während andere durchaus Heilung/Linderung versprechen/garantieren.

Pandora hat geschrieben:Du hinterlässt den Eindruck als wolltest du einfach nur auf Heilpraktikern rumhaken, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, dass du dir selbst darin widersprichst.

Nein, ich will nicht auf Heilpraktikern herumhacken, weil wie ich eingangs schrieb, sehr wohl ein Unterschied zwischen einem Heilpraktiker, der bei bestimmten leichten Erkrankungen auf Naturmedizin setzt und einem Homoöpathen besteht, der Mittelchen verabreicht, bei denen das ganze Universum nicht ausreicht um auch nur ein Molekül des Wirkstoffes nachzuweisen.

Pandora hat geschrieben:Entweder sind Teilbereiche der Alternativmedizin gut und wirksam, dann ist es völlig egal, ob diese von einem Arzt oder Heilpraktiker angewendet werden (immer vorausgesetzt, dass beide die jeweiligen Verfahren beherrschen) oder alles ist unwirksam, dann kannst du auch gerne weiter schreiben, dass die Methoden der Heilpraktiker unwirksam seien.

So lange es sich um Teilbereiche handelt DIE wirksam sind, ist es in der Tat egal. Das wird aber nur bei leichten Erkrankungen bzw psychischen Erkrankungen der Fall sein. Wobei ich bei letzteren dem Heilpraktiker größere Erfolgschancen zugestehe als dem Arzt der auf "harte" Psychopharmaka setzt.
Was organische Erkrankungen anbelangt, setze ich auf den Arzt mit seinem umfangreicheren Wissen.
Das Problem bei/mit Heilpraktikern ist, dass sie sich an Krankheiten heranwagen, für die sie nicht ausgebildet sind und dass sie nicht mit Ärzten zusammenarbeiten.
Und es besteht ein Unterschied zwischen Naturheilmittel und Naturheilverfahren.

Pandora hat geschrieben:Irgendwie verbindest du mit Heilpraktikern ausschliesslich die so verhasste weil altertümliche Homöopathie - das dies aber nur ein Bruchteil der angewanten Verfahren ist, scheint dir nicht bewusst.

Ist mir bewusst. Was ich kritisiere, ist dass diverse Methoden angewendet werden, deren Wirksamkeit nicht nachgewiesen ist bzw deren Schädlichkeit nachgewiesen ist oder bei denen nur ein Placeboeffekt auftritt.
Und es gibt unter Heilpraktikern zu viele Scharlatane, trotz Ausbildung und Prüfung, die die ganze "Zunft" derart in Verruf bringen, dass man die wenigen seriösen Leute unter ihnen nur schwer erkennen kann.
Wäre Heilpraktiker ein Ausbildungsberuf mit gesetzlich geregelten Lehrinhalten, gäbe es staatliche Prüfungsordnungen und Prüfungsinhalte, sähe sie Sache vielleicht anders aus.
Ich bin weder gegen Naturheilmittel (Medikamente auf Basis von Heilkräutern) noch gegen Naturheilverfahren, sofern deren Wirksamkeit (wissenschaftlich) nachgewiesen bzw nachweisbar ist.
Und zu guter Letzt basiert meine Aversion gegen Heilpraktiker auf persönlichen schlechten Erfahrungen.
Nachdem starke Schmerzmittel wegen akuter Rückenschmerzen zum Grundnahrungsmittel geworden waren, habe ich mich beschwatzen lassen und habe einen Vertreter dieser Zunft aufgesucht, weil mir versichert wurde, der kenne Methoden, die mir Linderung verschaffen würden - ganz ohne Chemie. Nun - der hat zwar alles mögliche mit mir angestellt, aber Linderung war nicht in Sicht. Das Eingeständnis, nicht weiter zu wissen und mich zum Facharzt zu überweisen - Fehlanzeige.
Habe mich also selber gekümmert und mit Termin beim Neurologen besorgt. Einige Röntgenaufnahmen und MRT-Sitzungen später, sagte mir dann der gute Mann ich hätte zwei Möglichkeiten: entweder OP mit Versteifung der ramponierten Lendenwirbel und entsprechende Einschränkung in der Beweglichkeit, einhergehend mit Verlust von Lebensqualität, dafür schmerzfrei oder ich verschaffe mir Linderung indem ich mir "ein Korsett aus Muskeln" anschaffe, bleibe dafür aber beweglich und habe keinen Verlust an Lebensqualität, werde dafür aber nicht ganz schmerzfrei. Ich habe mich für das "Korsett aus Muskeln" entschieden, renne dafür 3-4mal die Woche ins Fittnesstudio, trainiere unter Aufsicht eines Sportmediziners und die Krankenkasse zahlt sogar einen Teil der Kosten. Schmerzen sind ohne Medikamente erträglich, sogar fast weg.
Zuletzt geändert von Dark Angel am Fr 23. Jul 2010, 10:44, insgesamt 1-mal geändert.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Pandora
Beiträge: 7319
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:33
Benutzertitel: living with a box
Wohnort: Schweiz

Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Fr 23. Jul 2010, 10:44

Dark Angel hat geschrieben:"... ein Studierter ..." klingt sehr abwertend.


Das war nicht abwertend gemeint, mich nervt nur, wenn man meint nur weil jemand studiert hat sei er eben über jeden Zweifel erhaben und so ist es nunmal LEIDER nicht - auch nicht in der Medizin.

Das Problem bei/mit Heilpraktikern ist, dass sie sich an Krankheiten heranwagen, für die sie nicht ausgebildet sind und dass sie nicht mit Ärzten zusammenarbeiten.


Das kenne ich leider häufig auch anders herum, nämlich, dass viele Ärzte nicht mit Heilpraktikern zusammen arbeiten, keine oder nur mangelhaft Auskünfte geben, selbst wenn der Patient dies ausdrücklich wünscht usw. und dabei scheint es keine Rolle zu spielen, welche Methoden der Heilpraktiker anwendet.

Das es Heilpraktiker gibt, die sich ihrer Kompetenz und Grenzen nicht bewusst sind weiss ich auch, dass ist bedauerlicher Weise nichts Neues. Leider gibt es auch genug Mediziner, die sich immer mal wieder gerne selbst überschätzen und das hat meist gravierendere negative Auswirkungen für den Patienten. Es besteht nämlich doch noch ein Unterschied darin, ob man z. B. als Heilpraktiker jemandem ein paar "unwirksame" Globuli gibt oder ein Arzt statt Anästhetika ein Lösungsmittel einspritzt. Ganz Krass wird es aber dann, wenn man einen solchen Fehler, würde er einem Heilpraktiker passieren, als viel gravierender einstuft (nicht, dass ein Heilpraktiker sowas tut bzw tun dürfte - nur als Beispiel), weil der ja nicht studiert hat und genau da liegt eben mein Problem.

Und es gibt unter Heilpraktikern zu viele Scharlatane, trotz Ausbildung und Prüfung, die die ganze "Zunft" derart in Verruf bringen, dass man die wenigen seriösen Leute unter ihnen nur schwer erkennen kann.


Da sind wir uns absolut einig.

Wäre Heilpraktiker ein Ausbildungsberuf mit gesetzlich geregelten Lehrinhalten, gäbe es staatliche Prüfungsordnungen und Prüfungsinhalte, sähe sie Sache vielleicht anders aus.


... und hier auch - wäre mir auch wesentlich lieber gewesen, dann hätte ich nicht mühsam rumsuchen und Verbindungen nutzen müssen um die Ausbildung so zu erhalten, wie ich sie für richtig und wichtig hielt.
Niveau ist keine Hautcreme
Benutzeravatar
Dampflok94
Moderator
Beiträge: 12834
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 17:59
Benutzertitel: Betriebsrat
Wohnort: Berlin

Re: Homöopathie

Beitragvon Dampflok94 » Fr 23. Jul 2010, 10:55

Dark Angel hat geschrieben:Mag sich jeder seinen Teil über Heilpraktiker denken.

Dem kann ich nur zustimmen. Wer sein Heil beim Heilpraktiker sucht, der soll es tun. Und wenn er es dort findet ist es umso besser.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
Benutzeravatar
Pandora
Beiträge: 7319
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:33
Benutzertitel: living with a box
Wohnort: Schweiz

Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Fr 23. Jul 2010, 11:01

Dark Angel hat geschrieben:Und zu guter Letzt basiert meine Aversion gegen Heilpraktiker auf persönlichen schlechten Erfahrungen.
Nachdem starke Schmerzmittel wegen akuter Rückenschmerzen zum Grundnahrungsmittel geworden waren, habe ich mich beschwatzen lassen und habe einen Vertreter dieser Zunft aufgesucht, weil mir versichert wurde, der kenne Methoden, die mir Linderung verschaffen würden - ganz ohne Chemie. Nun - der hat zwar alles mögliche mit mir angestellt, aber Linderung war nicht in Sicht. Das Eingeständnis, nicht weiter zu wissen und mich zum Facharzt zu überweisen - Fehlanzeige.
Habe mich also selber gekümmert und mit Termin beim Neurologen besorgt. Einige Röntgenaufnahmen und MRT-Sitzungen später, sagte mir dann der gute Mann ich hätte zwei Möglichkeiten: entweder OP mit Versteifung der ramponierten Lendenwirbel und entsprechende Einschränkung in der Beweglichkeit, einhergehend mit Verlust von Lebensqualität, dafür schmerzfrei oder ich verschaffe mir Linderung indem ich mir "ein Korsett aus Muskeln" anschaffe, bleibe dafür aber beweglich und habe keinen Verlust an Lebensqualität, werde dafür aber nicht ganz schmerzfrei. Ich habe mich für das "Korsett aus Muskeln" entschieden, renne dafür 3-4mal die Woche ins Fittnesstudio, trainiere unter Aufsicht eines Sportmediziners und die Krankenkasse zahlt sogar einen Teil der Kosten. Schmerzen sind ohne Medikamente erträglich, sogar fast weg.


Siehst du - du hast EINE schlechte Erfahrung gemacht und wetterst direkt erstmal (nun hat du ja durchaus etwas eingelenkt) gegen alle dieser Zunft - verstehe ich sogar - bei meiner ersten schlechten Erfahrung mit einem Arzt hab ich auch so reagiert - irgendwann aber eben festgestellt, dass man das eben nicht so pauschla machen kann, weil es eben sehrwohl Unterschiede gibt.

Ich kenne die Verbindung Rücken - Schmerzmittel auch sehr gut, nach 3 Bandscheibenvorfällen hat man ne leise Ahnung, was Schmerz tatsächlich bedeutet. Ich mag allerdings Tabletten so garnicht, nur wenn wirklich nichts mehr geht - 1. reagiere ich teilweise sehr extrem auf bestimmte Mittel und 2. habe ich eine Aversion entwickelt, weil ich zwischen dem 4. bis 12. Lebensjahr täglich Cortison und Co "fressen" musste (chronische Nieren- und Blasenentzündung) - da hat man irgendwann einfach keine Lust mehr auf Tabletten schlucken.

Ich kenne es eben umgekehrt bzw kombiniere - meine Hausärztin in D ist auch Homöopathin (jajaja ich weiss, darf nicht helfen - mir hilft es aber, egal wie viel andere rum wettern - wenn ich dafür keinen Schmerz habe, ist mir das Gerede anderer komplett wurscht) und je nachdem wie stark die Schmerzen waren gab es entweder den Chemiecocktail (und glaube mir, ich hab den lieben gelernt - solange ich ihn nicht schlucken muss) aus Cortison, Schmerzmittel und noch was (ka es sind 3 Substanzen) oder sie hat gequaddelt ( da wird rings um die Schmerzpunkte unter die Haut gespritzt) mit Homöopathie und Beides hat bisher immer seinen Dienst getan.

Ich muss dazu sagen, dass ich schon immer Probleme mit dem Rücken hatte, auch vor den Bandscheibenvorfällen und früher war ich bei einem Orthopäden, der hat mir dann wöchentlich ne wirklich fiese Spritze verpasst, geholfen hat es einfach nicht. Als ich dann schwanger wurde habe ich die Spritzen verweigert und es war wirklich die Hölle mit jedem Schritt den der Bauch mehr wurde, aber ertragen habe ich es da auch und es war da eben meine Hausärztin, die mit dem Quaddeln begann und so die Schmerzen jeweils 3 - 4 Wochen "weggespritzt" hat - ganz ohne Chemie.
Niveau ist keine Hautcreme
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16051
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Homöopathie

Beitragvon Dark Angel » Fr 23. Jul 2010, 12:05

Pandora hat geschrieben:
Siehst du - du hast EINE schlechte Erfahrung gemacht und wetterst direkt erstmal (nun hat du ja durchaus etwas eingelenkt) gegen alle dieser Zunft - verstehe ich sogar - bei meiner ersten schlechten Erfahrung mit einem Arzt hab ich auch so reagiert - irgendwann aber eben festgestellt, dass man das eben nicht so pauschla machen kann, weil es eben sehrwohl Unterschiede gibt.

Ich kenne die Verbindung Rücken - Schmerzmittel auch sehr gut, nach 3 Bandscheibenvorfällen hat man ne leise Ahnung, was Schmerz tatsächlich bedeutet. Ich mag allerdings Tabletten so garnicht, nur wenn wirklich nichts mehr geht - 1. reagiere ich teilweise sehr extrem auf bestimmte Mittel und 2. habe ich eine Aversion entwickelt, weil ich zwischen dem 4. bis 12. Lebensjahr täglich Cortison und Co "fressen" musste (chronische Nieren- und Blasenentzündung) - da hat man irgendwann einfach keine Lust mehr auf Tabletten schlucken.

Ich kenne es eben umgekehrt bzw kombiniere - meine Hausärztin in D ist auch Homöopathin (jajaja ich weiss, darf nicht helfen - mir hilft es aber, egal wie viel andere rum wettern - wenn ich dafür keinen Schmerz habe, ist mir das Gerede anderer komplett wurscht) und je nachdem wie stark die Schmerzen waren gab es entweder den Chemiecocktail (und glaube mir, ich hab den lieben gelernt - solange ich ihn nicht schlucken muss) aus Cortison, Schmerzmittel und noch was (ka es sind 3 Substanzen) oder sie hat gequaddelt ( da wird rings um die Schmerzpunkte unter die Haut gespritzt) mit Homöopathie und Beides hat bisher immer seinen Dienst getan.

Ich muss dazu sagen, dass ich schon immer Probleme mit dem Rücken hatte, auch vor den Bandscheibenvorfällen und früher war ich bei einem Orthopäden, der hat mir dann wöchentlich ne wirklich fiese Spritze verpasst, geholfen hat es einfach nicht. Als ich dann schwanger wurde habe ich die Spritzen verweigert und es war wirklich die Hölle mit jedem Schritt den der Bauch mehr wurde, aber ertragen habe ich es da auch und es war da eben meine Hausärztin, die mit dem Quaddeln begann und so die Schmerzen jeweils 3 - 4 Wochen "weggespritzt" hat - ganz ohne Chemie.

Um bei meinen schlechten Erfahrungen zu bleiben, denn die betreffen sowohl als auch: Ich denke, ich hätte mehrere Heilpraktiker aufsuchen können, mit immer dem gleichen Erfolg, weil die ohne entsprechendes Equipment gar nicht in der Lage sind, die wirkliche Ursache zu erkennen und so wurden halt Nervenentszündungen, rheumatische Beschwerden etc "festgestellt" und entsprechend alternativ behandelt. Die gleiche schlechte Erfahrung hatte ich mit dem Orthopäden, der eine nicht ausgeheilte Wirbelsäulenverletzung als ausgeheilt betrachtete und nur noch Symptome zu lindern versuchte - mit Packungen, Massagen, Schmerzmitteln. Auch er hat versäumt Neurologen bzw Neurochirurgen zu Rate zu ziehen.
Frühzeitig entsprechend gehandelt, wäre mir wahrscheinlich vieles erspart geblieben. Die "frische" Verletzung hätte operiert werden können OHNE, dass ich hätte Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Heute muss ich eben manchmal genau überlegen, WIE ich eine bestimmte Bewegung mache, ohne dass sich die Wirbel gegeneinander verschieben und nerven einklemmen/reizen. Und ganz nebenbei, auch ich bin kein Freund von Tabletten und verzichte darauf, wenn irgend möglich.
Zuletzt geändert von Dark Angel am Fr 23. Jul 2010, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Pandora
Beiträge: 7319
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:33
Benutzertitel: living with a box
Wohnort: Schweiz

Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Fr 23. Jul 2010, 12:40

Dark Angel hat geschrieben:Um bei meinen schlechten Erfahrungen zu bleiben, denn die betreffen sowohl als auch: Ich denke, ich hätte mehrere Heilpraktiker aufsuchen können, mit immer dem gleichen Erfolg, weil die ohne entsprechendes Equipment gar nicht in der Lage sind, die wirkliche Ursache zu erkennen und so wurden halt Nervenentszündungen, rheumatische Beschwerden etc "festgestellt" und entsprechend alternativ behandelt. Die gleiche schlechte Erfahrung hatte ich mit dem Orthopäden, der eine nicht ausgeheilte Wirbelsäulenverletzung als ausgeheilt betrachtete und nur noch Symptome zu lindern versuchte - mit Packungen, Massagen, Schmerzmitteln. Auch er hat versäumt Neurologen bzw Neurochirurgen zu Rate zu ziehen.
Frühzeitig entsprechend gehandelt, wäre mir wahrscheinlich vieles erspart geblieben. Die "frische" Verletzung hätte operiert werden können OHNE, dass ich hätte Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Heute muss ich eben manchmal genau überlegen, WIE ich eine bestimmte Bewegung mache, ohne dass sich die Wirbel gegeneinander verschieben und nerven einklemmen/reizen. Und ganz nebenbei, auch ich bin kein Freund von Tabletten und verzichte darauf, wenn irgend möglich.


Ja das ist natürlich eine extrem beschissene Situation.

Da hatte ich nun wieder Glück im Unglück, ich war auf der Arbeit als mein Bein taub wurde und mein Ausbilder (eben ein Rettungsassistent) kam gerade von seiner Schicht - ein Kollege, der mir gegenüber sass, sprach ihn an (ich nahm es nicht so ernst, dachte ich hätte mich halt "verhoben") und so verlängerte er seine Schicht, packte mich auf eine Vakuummatte und chauffierte mich per Rettungswagen in die Klinik - Wiederrede war zwecklos - was eben mein Glück war, denn sowohl er als auch die in der Klinik haben das problem direkt erkannt.
Niveau ist keine Hautcreme
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16051
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Homöopathie

Beitragvon Dark Angel » Fr 23. Jul 2010, 13:49

Pandora hat geschrieben:
Ja das ist natürlich eine extrem beschissene Situation.

Da hatte ich nun wieder Glück im Unglück, ich war auf der Arbeit als mein Bein taub wurde und mein Ausbilder (eben ein Rettungsassistent) kam gerade von seiner Schicht - ein Kollege, der mir gegenüber sass, sprach ihn an (ich nahm es nicht so ernst, dachte ich hätte mich halt "verhoben") und so verlängerte er seine Schicht, packte mich auf eine Vakuummatte und chauffierte mich per Rettungswagen in die Klinik - Wiederrede war zwecklos - was eben mein Glück war, denn sowohl er als auch die in der Klinik haben das problem direkt erkannt.

Jjepp, das isses, aber ich seh das so:
So lange ich bei dem Orthpäden in Behandlung war, hat der gutes Geld verdient, er hat Symptome behandelt (für die er teilweise selbst verantwortlich war). Mein "Leiden" wäre mit der zeit immer schlimmer geworden, also hätte er weiter verdient.
Gleichermaßen der Heilpraktiker, andernfalls hätte er sagen können, er sei am Ende mit seinem Latein, ich solle einen Facharzt aufsuchen. Hatter aber nicht, denn er hat ja an mir verdient.
Und so geht es vielen - sie verdienen gut. Da es nun aber Heilpraktiker betreffend keine einheitliche (gesetzliche) Regelung für Ausbildung und Prüfung gibt, ist da Scharlatanen Tür und Tor geöffnet. Viele mögen anfangs noch die besten Absichten haben, kriegen dann aber Eurozeichen in die Augen, wenn Leute kommen, die von den Methoden/den Erfolgen der "Schulmedizin" entäuscht sind und dann geht das Rumgepfusche los, gute Vorsätze werden über Bord geworfen und damit sehr viel Schaden angerichtet, bei denen die ihren Beruf ernst nehmen und wirklich helfen wollen.
Ich habe den Rat des Neurologen befolgt (einen Rat den auch teilweise Orthopäden geben) und lindere meine Rückenprobleme durch entsprechendes Training und fühle mich dadurch besser, sogar jünger, weil das Training auch Cardio umfasst. Die Krankenkassen zahlt einen Teil der Kosten und spart dabei eine ganze Menge - nämlich für teure Medikamente, Behandlungsmethoden und Hilfsmittel.
Würden alle Ärzte so handeln, würden auch da eine ganze Menge "arbeitslos" und die Krankenkassen würden dramatisch entlastet, weil mehr Wert auf Prophylaxe als auf Therapie gelegt wird. (was jetzt nicht der Fall ist)
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Pandora
Beiträge: 7319
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:33
Benutzertitel: living with a box
Wohnort: Schweiz

Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Fr 23. Jul 2010, 14:50

Dark Angel hat geschrieben:Jjepp, das isses, aber ich seh das so:
So lange ich bei dem Orthpäden in Behandlung war, hat der gutes Geld verdient, er hat Symptome behandelt (für die er teilweise selbst verantwortlich war). Mein "Leiden" wäre mit der zeit immer schlimmer geworden, also hätte er weiter verdient.
Gleichermaßen der Heilpraktiker, andernfalls hätte er sagen können, er sei am Ende mit seinem Latein, ich solle einen Facharzt aufsuchen. Hatter aber nicht, denn er hat ja an mir verdient.
Und so geht es vielen - sie verdienen gut. Da es nun aber Heilpraktiker betreffend keine einheitliche (gesetzliche) Regelung für Ausbildung und Prüfung gibt, ist da Scharlatanen Tür und Tor geöffnet. Viele mögen anfangs noch die besten Absichten haben, kriegen dann aber Eurozeichen in die Augen, wenn Leute kommen, die von den Methoden/den Erfolgen der "Schulmedizin" entäuscht sind und dann geht das Rumgepfusche los, gute Vorsätze werden über Bord geworfen und damit sehr viel Schaden angerichtet, bei denen die ihren Beruf ernst nehmen und wirklich helfen wollen.
Ich habe den Rat des Neurologen befolgt (einen Rat den auch teilweise Orthopäden geben) und lindere meine Rückenprobleme durch entsprechendes Training und fühle mich dadurch besser, sogar jünger, weil das Training auch Cardio umfasst. Die Krankenkassen zahlt einen Teil der Kosten und spart dabei eine ganze Menge - nämlich für teure Medikamente, Behandlungsmethoden und Hilfsmittel.
Würden alle Ärzte so handeln, würden auch da eine ganze Menge "arbeitslos" und die Krankenkassen würden dramatisch entlastet, weil mehr Wert auf Prophylaxe als auf Therapie gelegt wird. (was jetzt nicht der Fall ist)


Wenn ich ehrlich bin - ich kann über Heilpraktiker nur das sagen, was ich höre, da ich noch nie einen in Anspruch nahm - ich hatte dafür ja meine Hausärztin zur Hand... ich weiss nun aber - auch aus eigener Erfahrung, dass man schon massig Glück haben muss um sich ne goldene Nase zu verdienen. Ich kenne zumindest keinen Heilpraktiker, der reich geworden ist, teilweise wird in Teilzeit gearbeitet. Ich habe den Schritt hier in der Schweiz auch noch nicht gewagt - würde lieber gerne mit in eine bestehende Praxis gehen, eben weil es NICHT so einfach ist Fuss zu fassen und genug zu verdienen, damit man davon leben kann. Allerdings bin ich auch davon überzeugt, dass es genug HPler gibt, denen genau das vorschwebt, die fallen aber meist schnell hinten runter oder haben am Ende eher eine Esotherikoase (nicht, dass ich was dagegen hätte) und keine Praxis.

Da haben es die Mediziner wirklich einfacher - aber natürlich gibt es auf beiden Seiten genug "schwarze" Schafe, die ihren Patienten garnicht wirklich helfen wollen, damit sie gesund werden, eben damit weiter die Kohle fliesst und ja - das ist traurig und ein echtes Problem... und ja - der Heilpraktiker, der seinen Job ernst nimmt (dazu zähle ich mich nunmal, denn um dies nicht ernst zu nehmen, hab ich zu viel Zeit in meine persönlich zusammen gestellte Ausbildung gesteckt - vom Geld mal ganz abgesehen) hat es schwer - das merke ich jedesmal, wenn das Thema aufkommt - entweder wird man eben auf die Homöopathie beschränkt, mit behinderten Affen gleich gesetzt oder als Scharlatan abgetan... ich hab mich dran gewöhnt und lächle mittlerweile drüber.

Anders herum geht das aber auch - ich erinnere mich an die Nachbarn aus D, die morgens plötzlich vor meiner Tür standen, ihr Kind dabei mit einem komplett zugeschwollenen Auge und fragten, ob ich nicht ne Salbe hätte :eek: ohne auch nur den Schimmer einer Ahnung zu haben, woher das kommen könnte (und natürlich ist ein solches Vertrauen verlockend, ohne Frage und wer die € Zeichen da in den Augen hat wird sich eben auch an sowas dran machen) - und natürlich hab ich sie in die Augenklinik (war Wochenende) geschickt. Mal abgesehen davon, dass das eine normale Reaktion sein sollte, darf man nicht vergessen, auch der Heilpraktiker haftet für seine Verfehlungen, nicht umsonst muss ein Heilpraktiker diesbezügliche eine Haftpflichtversicherung abschliessen, bzw tut gut daran.
Niveau ist keine Hautcreme
Benutzeravatar
El Gitarro
Beiträge: 2150
Registriert: Do 5. Jun 2008, 21:42

Re: Homöopathie

Beitragvon El Gitarro » Mi 28. Jul 2010, 15:55

There are 1000000000000000000000000000 particles in the universe that we can observe
Your mama took the ugly ones and put them into one nerd
Chlorobium
Beiträge: 3541
Registriert: So 1. Jun 2008, 19:07

Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Mi 28. Jul 2010, 16:16

Eine Anwärterin für den Darwin-Award :thumbup:

mfg
Chlorobium (der Farbe wegen)

Zurück zu „7. Wissenschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste