Homöopathie

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Was ist von Homöopathie zu halten?

Nix. Homöopathie ist esotherischer Unsinn.
61
34%
Jeder wie er will.
31
17%
Homöopathie ist eine wichtige Komplementärmedizin.
16
9%
Homöopathie ist wissenschaftlich belegt.
2
1%
Homöopathie ist wie die FDP - viel heiße Luft.
17
9%
Homöopathie zieht die Schwachsinnigen an wie Scheiße Fliegen.
34
19%
Homöopathie hat seine Chance gehabt und versagt.
10
5%
Gehört unbedingt in den Leistungskatalog von KVs.
11
6%
 
Abstimmungen insgesamt: 182
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John Galt
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Re: Homöopathie

Beitragvon John Galt » Do 22. Jul 2010, 00:00

Pandora hat geschrieben:
Die meisten Heilpraktiker die ich kenne bilden sich stetig weiter, immer orientiert an den neuesten medizinischen Erkenntnissen und verbinden dies dann mit den vielfältigen alternativen Heilmethoden - sei es Phytotherapie, Osteopathie, TCM, Schüssler, Blutegeltherapie usw usf und eben auch Homöopathie.


Ja bilden sich weiter.... bei Hausfrauenkursen und bei anderen Spinnern. Man man der ganze Rotz gehört endlich verboten - wie in Österreich.

* Allgemeiner Deutscher Heilpraktikerverband e.V. (ADHV)
* Berufsverband Deutsche Naturheilkunde e.V. (BDN)
* Bund Deutscher Heilpraktiker e.V. (BDH)
* Fachverband Deutscher Heilpraktiker e.V. (FDH)
* Freie Heilpraktiker e.V. (FH)
* Freier Verband Deutscher Heilpraktiker e.V. (FVDH)
* Union Deutscher Heilpraktiker e.V. (UDH)
* Verband Deutscher Heilpraktiker e.V. (VDH)
* Verband Heilpraktiker Deutschland e.V. (VHD)
* Verband Unabhängiger Heilpraktiker e.V. (VUH)
* Vereinigung Christlicher Heilpraktiker (VCHP)

Dieser Hokus Pokus hat ziemlich viele Verbände und lass mich raten, alle bieten "hochwertige" Weiterbildungen an :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Zuletzt geändert von John Galt am Do 22. Jul 2010, 00:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Dark Angel
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Re: Homöopathie

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Jul 2010, 08:35

Pandora hat geschrieben:Interessant - ich kenne kaum Ärzte, die mit Naturheilverfahren allgemein arbeiten - dafür einige, die neben der Schulmedizin mit Homöopathie arbeiten - andersrum kenne ich keinen Heilpraktiker, der ausschliesslich mit Homöoapthie arbeitet - sehrwohl aber ne Menge, die ne ganze Latte an Naturheilverfahren anwenden - keine Ahnung, wo du deine Meinung her hast, dass Heilpraktiker nur altes Wisssen konservieren - diese Annahme ist jedoch komplett falsch!

Kennst Du nicht? Ne Wissenslücke. Da wären z.B. die Charité Berlin, die Waseda Universität Tokio und einige andere die in Richtung Einsatz von Blutegeln und natürlicher Antibiotika forschen. Bei Blutegeln ist u.a. bekannt, DASS eine gute Wirkung u.a. bei Thrombosepatienten und bei Herzinfarkten zu verzeichnen ist, aber nicht WARUM. Der Hintergrund bei natürlichen Antibiotika ist die Resistenz von Bakterienstämmen gegenüber synthetischen Antibiotika.
Nur haben diese Forschungen nun rein gar nix mit Homöopathie zu tun. Untersucht wird auch die Verträglichkeit/die Nebenwirkungen natürlicher Substanzen gegenüber synthetischen.
Ein weiterer Hintergrund für solche Forschungen sind auch aufgefundene antike Schriften bzw Fragmente von solchen, welche Terapien beschreiben bzw Operationsverfahren, welche bis heute unverändert angewendet werden und die eigentlich gar nicht hätten "funktionieren" dürfen, wenn man es mit dem vergleicht, was im/seit dem Mittelalter als bekannt voraus gesetzt wird. So wurde u.a. bereits im 3.Jh. BC(!) der Blutkreislauf entdeckt von Herophilos in Alexandria - es dauererte dann bis zum 16.Jh. (also fast 2000 Jahre) bis er wiederentdeckt wurde.

Pandora hat geschrieben:Viele Heilpraktiker, die ich kenne haben sehrwohl auch Universitäten besucht und wenn nur als Gasthörer oder kommen aus anderen medizinischen Bereichen (z. B. Krankenpflege, Rettungsdienst) - ich selbst habe mir zwar alles zur Naturheilkunde über Bücher und Heilpraktiker (und meine Hausärztin) beigebracht/beibringen lassen, die medizinischen Grundkenntnisse (Physiologie, Anatomie usw) habe ich im Rettungsdienst und an einer Klinik gelernt.

Ach, da habe ich wohl jemanden auf die Füße getreten?
Tolles Grundwissen, was Du da anführst. Sorry, aber Du willst doch wohl nicht solcherart erworbene "Kenntnisse" mit denen vergleichen, die in einem 10 Semester dauernden Grundstudium der Medizin vergleichen?
Gasthörer an Unis - Dir ist schon bewusst, dass ein Gasthörer auf 20 Wochenstunden beschränkt ist und NICHT zu allen Vorlesungen Zugang hat.
Es ist also ausreichend, über das Wissen einer Krankenschwester oder eines Rettungssanitäters zu verfügen, um erfolgreich Menschen heilen zu können.
q.e.d.

Pandora hat geschrieben:Die meisten Heilpraktiker die ich kenne bilden sich stetig weiter, immer orientiert an den neuesten medizinischen Erkenntnissen und verbinden dies dann mit den vielfältigen alternativen Heilmethoden - sei es Phytotherapie, Osteopathie, TCM, Schüssler, Blutegeltherapie usw usf und eben auch Homöopathie.


Soso sie bilden sich ständig weiter, orientieren sich an neuesten medizinischen Erkenntnissen - soll was heißen?
Beziehen ständig neueste Fachliteratur, besuchen Seminare, Tagungen u.ä?
Und die vielfältigen alternativen Heilmethoden sind wie zu verstehen - althergebrachte, selbsterfundene?
Zuletzt geändert von Dark Angel am Do 22. Jul 2010, 09:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Dampflok94
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Re: Homöopathie

Beitragvon Dampflok94 » Do 22. Jul 2010, 10:25

Eine müßige Diskussion.

Richtig ist was hilft. Und wenn manchen Leuten homöopathische Medikamente helfen, und sei es nur wegen des Placebo-Effektes, dann sollen sie diese doch nehmen. Wenn der Arzt im Krankenhaus aus gleichem Grund einfach nur weiße Salbe nimmt, ist das ja auch in Ordnung.
Die Forderung nach mehr als einem Placebo-Effekt ist wohlfeil aber abzulehnen. Offensichtlich gibt es Menschen, bei denen klassische Medikamente nicht mal diesen hervorrufen können. Wenn dann homöopathische Mittel das schaffen, so waren sie anderen Medikamenten überlegen. Auch wenn niemand weiß warum.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Do 22. Jul 2010, 10:37

Dampflok94 hat geschrieben:Eine müßige Diskussion.

Richtig ist was hilft. Und wenn manchen Leuten homöopathische Medikamente helfen, und sei es nur wegen des Placebo-Effektes, dann sollen sie diese doch nehmen. Wenn der Arzt im Krankenhaus aus gleichem Grund einfach nur weiße Salbe nimmt, ist das ja auch in Ordnung.
Die Forderung nach mehr als einem Placebo-Effekt ist wohlfeil aber abzulehnen. Offensichtlich gibt es Menschen, bei denen klassische Medikamente nicht mal diesen hervorrufen können. Wenn dann homöopathische Mittel das schaffen, so waren sie anderen Medikamenten überlegen. Auch wenn niemand weiß warum.

Wenn der Arzt in der Klinik aber nur eine weiße Salbe nimmt, so ist er sich immerhin darüber im klaren, daß es dem Patienten, sollte der Placeboeffekt nicht eintreten, zumindest nicht schlechter geht. Bei einer homöophatieschen Behandlung muß hingegen darauf vertraut werden, daß der Placeboeffekt eintritt, da sonst eine Verschlechterung eintritt.

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Zuletzt geändert von Chlorobium am Do 22. Jul 2010, 10:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Pandora
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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Do 22. Jul 2010, 12:13

Dark Angel hat geschrieben:Kennst Du nicht? Ne Wissenslücke. Da wären z.B. die Charité Berlin, die Waseda Universität Tokio und einige andere die in Richtung Einsatz von Blutegeln und natürlicher Antibiotika forschen. Bei Blutegeln ist u.a. bekannt, DASS eine gute Wirkung u.a. bei Thrombosepatienten und bei Herzinfarkten zu verzeichnen ist, aber nicht WARUM. Der Hintergrund bei natürlichen Antibiotika ist die Resistenz von Bakterienstämmen gegenüber synthetischen Antibiotika.
Nur haben diese Forschungen nun rein gar nix mit Homöopathie zu tun. Untersucht wird auch die Verträglichkeit/die Nebenwirkungen natürlicher Substanzen gegenüber synthetischen.
Ein weiterer Hintergrund für solche Forschungen sind auch aufgefundene antike Schriften bzw Fragmente von solchen, welche Terapien beschreiben bzw Operationsverfahren, welche bis heute unverändert angewendet werden und die eigentlich gar nicht hätten "funktionieren" dürfen, wenn man es mit dem vergleicht, was im/seit dem Mittelalter als bekannt voraus gesetzt wird. So wurde u.a. bereits im 3.Jh. BC(!) der Blutkreislauf entdeckt von Herophilos in Alexandria - es dauererte dann bis zum 16.Jh. (also fast 2000 Jahre) bis er wiederentdeckt wurde.


Ach, da habe ich wohl jemanden auf die Füße getreten?
Tolles Grundwissen, was Du da anführst. Sorry, aber Du willst doch wohl nicht solcherart erworbene "Kenntnisse" mit denen vergleichen, die in einem 10 Semester dauernden Grundstudium der Medizin vergleichen?
Gasthörer an Unis - Dir ist schon bewusst, dass ein Gasthörer auf 20 Wochenstunden beschränkt ist und NICHT zu allen Vorlesungen Zugang hat.
Es ist also ausreichend, über das Wissen einer Krankenschwester oder eines Rettungssanitäters zu verfügen, um erfolgreich Menschen heilen zu können.
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Soso sie bilden sich ständig weiter, orientieren sich an neuesten medizinischen Erkenntnissen - soll was heißen?
Beziehen ständig neueste Fachliteratur, besuchen Seminare, Tagungen u.ä?
Und die vielfältigen alternativen Heilmethoden sind wie zu verstehen - althergebrachte, selbsterfundene?


Ok - das du gerne quer treibst kenne ich ja schon aus anderen Bereichen - aber ehrlich gesagt ist es mir zu mühsam mit einer angeblich erwachsenen Frau zu diskutieren, die nichtmal einen Text richtig lesen kann. Ich bin raus - schöne Diskussion noch.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Do 22. Jul 2010, 12:17

Chlorobium hat geschrieben:Wenn der Arzt in der Klinik aber nur eine weiße Salbe nimmt, so ist er sich immerhin darüber im klaren, daß es dem Patienten, sollte der Placeboeffekt nicht eintreten, zumindest nicht schlechter geht. Bei einer homöophatieschen Behandlung muß hingegen darauf vertraut werden, daß der Placeboeffekt eintritt, da sonst eine Verschlechterung eintritt.

mfg
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Der wirkliche Unterschied ist, dass der Arzt die Möglichkeit hat Chemie nachzuwerfen, wenn der Placeboeffekt nicht eintritt und der Zustand des Patienten sich verschlechtert (man stelle sich vor, das gibt es auch bei echten Ärzten) - aber dafür ist er eben auch ein Arzt und hat studiert und die Erlaubnis dazu - sonst gibt es keinen Unterschied - auch Placebos vom Arzt bewirken nicht immer den vom Arzt erwünschten oder erhofften Effekt!
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Re: Homöopathie

Beitragvon Cattrell » Do 22. Jul 2010, 12:23

Chlorobium hat geschrieben:Wenn der Arzt in der Klinik aber nur eine weiße Salbe nimmt, so ist er sich immerhin darüber im klaren, daß es dem Patienten, sollte der Placeboeffekt nicht eintreten, zumindest nicht schlechter geht. Bei einer homöophatieschen Behandlung muß hingegen darauf vertraut werden, daß der Placeboeffekt eintritt, da sonst eine Verschlechterung eintritt.

Warum sollte eine Verschlechterung eintreten müssen?
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Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Do 22. Jul 2010, 12:32

Cattrell hat geschrieben:Warum sollte eine Verschlechterung eintreten müssen?

Wenn z.B. eine Pollenallergie nicht behandelt oder falsch behandelt wird, kann dies nach einiger Zeit zu Asthma oder noch schwereren Lungenschäden führen. Weil dies bekannt ist, wird kein verantwortungsvoller Arzt bei einem Allergieker in der Behandlung auf ein Placebomittelchen zurück greifen. Er macht sich sonst bei einer eintretenden Verschlechterung schuldig. Wenn hingegen eine an Einsamkeit leidende Oma den Arzt mit eingebildeten Wehwehchen nervt, ist die Verschreibung von Placebopillen durchaus eine Wahl.
Behandelt ein Quacksalber hingegen eine Allergie ausschließlich mit Gobuli, ist dies nichts weiter als russisches Roulett.

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Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Do 22. Jul 2010, 12:35

Pandora hat geschrieben:
Der wirkliche Unterschied ist, dass der Arzt die Möglichkeit hat Chemie nachzuwerfen, wenn der Placeboeffekt nicht eintritt und der Zustand des Patienten sich verschlechtert (man stelle sich vor, das gibt es auch bei echten Ärzten) - aber dafür ist er eben auch ein Arzt und hat studiert und die Erlaubnis dazu - sonst gibt es keinen Unterschied - auch Placebos vom Arzt bewirken nicht immer den vom Arzt erwünschten oder erhofften Effekt!

Darf ich diesen Beitrag jetzt so verstehen, daß auch Sie der Meinung sind, Homöophatie wirkt einzig über den Placeboeffekt und ist der Schulmedizin mitnichten überlegen?

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Re: Homöopathie

Beitragvon Cattrell » Do 22. Jul 2010, 12:43

Chlorobium hat geschrieben:Wenn z.B. eine Pollenallergie nicht behandelt oder falsch behandelt wird, kann dies nach einiger Zeit zu Asthma oder noch schwereren Lungenschäden führen. Weil dies bekannt ist, wird kein verantwortungsvoller Arzt bei einem Allergieker in der Behandlung auf ein Placebomittelchen zurück greifen. Er macht sich sonst bei einer eintretenden Verschlechterung schuldig. Wenn hingegen eine an Einsamkeit leidende Oma den Arzt mit eingebildeten Wehwehchen nervt, ist die Verschreibung von Placebopillen durchaus eine Wahl.
Behandelt ein Quacksalber hingegen eine Allergie ausschließlich mit Gobuli, ist dies nichts weiter als russisches Roulett.

Auch bei der Schuldmedizin kann eine Verschlechterung eintreten, da nicht jedes Medikament bei jedem Patienten wirkt. Wie hoch muss denn die Wirksamkeit sein, dass ein Medikament überhaupt zugelassen wird?
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Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Do 22. Jul 2010, 12:48

Cattrell hat geschrieben:Auch bei der Schuldmedizin kann eine Verschlechterung eintreten, da nicht jedes Medikament bei jedem Patienten wirkt.

Ja und? Wenn ein Medikament nicht wirkt, ist dies aber nicht ein Verschulden des behandelnden Arztes. Scheinbar haben Sie meinen Punkt nicht verstanden.

Wie hoch muss denn die Wirksamkeit sein, dass ein Medikament überhaupt zugelassen wird?

Dies wird von Fall zu Fall entschieden. Deswegen werden ja auch klinische Studien durchgeführt.

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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Do 22. Jul 2010, 12:50

Chlorobium hat geschrieben:Darf ich diesen Beitrag jetzt so verstehen, daß auch Sie der Meinung sind, Homöophatie wirkt einzig über den Placeboeffekt und ist der Schulmedizin mitnichten überlegen?

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:eek: ich habe niemals behauptet, dass die Homöopathie der Schulmedizin überlegen sei - wie käme ich auch dazu solchen Schwachsinn zu verbreiten. Ich habe auch nie behauptet zu wissen, wie und warum Homöopathie wirkt, ich weiss nur, dass sie es tut - durch mich, meine Kinder, meine Familie, den Freundeskreis, Extremskeptiker, Verneiner, Tiere. Falls man allerdings meint ich würde die Schulmedizin der Homöopathie hinten anstellen, weil ich schrieb, dass es eben schon vorkam, dass die Schulmedizin versagte, die Homöopathie aber half - na dem kann ich auch nicht helfen, denn ich hab ja nie behauptet, dass es nicht auch schon umgekehrt war ;)
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Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Do 22. Jul 2010, 12:52

Gut. Ich wollte diesen Punkt nur mal klarstellen.

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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Do 22. Jul 2010, 13:02

Chlorobium hat geschrieben:Wenn z.B. eine Pollenallergie nicht behandelt oder falsch behandelt wird, kann dies nach einiger Zeit zu Asthma oder noch schwereren Lungenschäden führen.


Stimmt - war bei mir der Fall - und es wird gleich wieder boshafte Unkenschreie geben, aber es war die Behandlung mit reiner Schulmedizin, die dazu führte, dass sich innerhlab kurzer Zeit meine Tasche nicht nur mit diversen Tropfen und Tabletten füllte, sondern auch mit Asthmaspray.

Chlorobium hat geschrieben:Behandelt ein Quacksalber hingegen eine Allergie ausschließlich mit Gobuli, ist dies nichts weiter als russisches Roulett.


Es war meine studierte Hausärztin, nachdem ich nach 3 Jahren echter Qualen alle schulmedizinischen Medikamente abgesetzt hatte und auch keinen Arzt mehr konsultieren wollte und auch nichts mehr ausprobieren wollte... egal was, weil ich einfach nicht mehr konnte! ... und sie hat mir einfach geholfen... ob das nun sein darf oder nicht, weil in dem Wasser, welches sie mir unter die Haut spritzte ja kein Wirkstoff mehr nachweisbar war, ist mir dabei komplett scheissegal. Als sie damit anfing war ich so 20 ca - heute bin ich 39 - meinen letzten Asthmaanfall hatte ich in dem Jahr als Ambrosia ganz gross rauskam, davor hatte ich jahrelang Ruhe! Warum sollte ich etwas verteufeln was mir hilft??? Vielleicht erklärt mir das mal jemand? Warum soll ich mich mit Medikamenten vollstopfen, die zu keinem befriedigenden Ergebnis führen und mich zusätzlich belasten? Das würde mich wirklich interessieren!
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Re: Homöopathie

Beitragvon Cattrell » Do 22. Jul 2010, 13:22

Chlorobium hat geschrieben:Scheinbar haben Sie meinen Punkt nicht verstanden.

Jetzt (besser spät als nie) habe ich es verstanden.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Do 22. Jul 2010, 14:12

Pandora hat geschrieben:... weil in dem Wasser ...

Wie hieß das Präparat und welche Verdünnungsstufe war es? D3 oder D4?

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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Do 22. Jul 2010, 14:43

Chlorobium hat geschrieben:Wie hieß das Präparat und welche Verdünnungsstufe war es? D3 oder D4?

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Wenn ich schreibe, dass kein Wirkstoff mehr nachweisbar ist - dann wird es wohl mehr sein ;)

... aber zur allgemeinen Belustigung gebe ich es gerne zum Besten:

Acidum formicicum (Ameisensäure) D200
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Re: Homöopathie

Beitragvon USA TOMORROW » Do 22. Jul 2010, 15:34

Pandora hat geschrieben:Acidum formicicum (Ameisensäure) D200

:|

Und du glaubst wirklich, dass soetwas irgendeine medizinische Wirkung haben kann?
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

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Re: Homöopathie

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Jul 2010, 15:40

Pandora hat geschrieben:Ok - das du gerne quer treibst kenne ich ja schon aus anderen Bereichen - aber ehrlich gesagt ist es mir zu mühsam mit einer angeblich erwachsenen Frau zu diskutieren, die nichtmal einen Text richtig lesen kann. Ich bin raus - schöne Diskussion noch.

Ahja, ich treibe quer - na gut. Beabtworte mir aber bitte noch eine Frage, wenn ...:
(ich zitiere Dich)
Pandora hat geschrieben:ich selbst habe mir zwar alles zur Naturheilkunde über Bücher und Heilpraktiker (und meine Hausärztin) beigebracht/beibringen lassen, die medizinischen Grundkenntnisse (Physiologie, Anatomie usw) habe ich im Rettungsdienst und an einer Klinik gelernt.

Wenn das alles so einfach ist und man sich das (Grundwissen) selber beibringen, sich von einer Hausärztin erklären lassen, Rettungsdienst etc ausreicht und man dann locker Krankheiten diagnostizieren und behandeln kann, WARUM dauert dann ein Medizinstudium (bis zum Assistenzarzt) 12 Semester und die Facharztausbildung nochmal 8-12 Semester?
Erklär mir das bitte, erst dann bist Du raus!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Homöopathie

Beitragvon Cattrell » Do 22. Jul 2010, 16:31

Dark Angel hat geschrieben:Wenn das alles so einfach ist und man sich das (Grundwissen) selber beibringen, sich von einer Hausärztin erklären lassen, Rettungsdienst etc ausreicht und man dann locker Krankheiten diagnostizieren und behandeln kann, WARUM dauert dann ein Medizinstudium (bis zum Assistenzarzt) 12 Semester und die Facharztausbildung nochmal 8-12 Semester?
Erklär mir das bitte, erst dann bist Du raus!

Sie hat nicht geschrieben, dass es einfach ist, außerdem weißt Du nicht, wie lange sie dafür gebraucht hat.

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