Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

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Teeernte
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Teeernte » So 3. Jan 2021, 00:48

Progressiver hat geschrieben:(03 Jan 2021, 00:10)

Aber auch zu Beginn dieses Jahres forderte Philipp Amthor, dass Deutschland eine Leitkultur brauche.

Ich selbst halte von dem deutschen Begriff der "Leitkultur" nicht viel. Aber jetzt in der Krise ist meiner Meinung nach die beste Gelegenheit, den Apologeten dieses Begriffs den Spiegel vorzuhalten. Und wenn sie in eine hässliche, weil unsolidarische, Fratze blicken, dann wird es ihnen sauer aufstossen. Dann habe ich meinen Teil dazu beigetragen, dass die Verfechter einer deutschen "Leitkultur" -bzw. dessen, was davon noch übrig ist-, im Spiegel erkennen dürfen, was sie für Heuchler sind. Dies wird zwar für heftige Abwehrreflexe sorgen. Aber die ganz Rechten werden ja in unserer Gesellschaft immer mehr. Bei diesem Rechtsruck, den die Gesellschaft derzeit erfasst, halte ich es für sinnvoll, dass die ganze Diskussion nicht nach rechts abdriftet und die sogenannte gesellschaftliche "Mitte" nach rechts hinunter rutschen lässt. Denn sonst gilt dann endgültig nur: "Jeder ist sich selbst der Nächste."


Nein....

Berlin. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor hat sich gegen das „Multikulti“-Konzept und für eine neue Leitkultur-Debatte ausgesprochen.



keine neue Leid Kultur .....nur eine Debatte.

Jou....Rechts phöse - hilft nicht beim vertiefen des Arguments... Welches eigentlich ?

Die (Staats) Kulturbetriebe - ARD....ZDF.... bekommen "FEST" Geld. Milliardenbeträge.

Friseur ist offen. Hier.

Nebenbei... https://www.ueberbrueckungshilfe-untern ... /home.html
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Stoner
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Stoner » So 3. Jan 2021, 04:33

Progressiver hat geschrieben:(03 Jan 2021, 00:10)

Ich bastele keine Strohmänner, sondern ich spiele mit der deutschen Sprache. Die Kulturschaffenden sind halt diejenigen, die am meisten Kultur "produzieren".


Als Kalauer geht das vielleicht durch. Realiter eher nicht. :|

Progressiver hat geschrieben:(03 Jan 2021, 00:10)
Ich selbst halte von dem deutschen Begriff der "Leitkultur" nicht viel. Aber jetzt in der Krise ist meiner Meinung nach die beste Gelegenheit, den Apologeten dieses Begriffs den Spiegel vorzuhalten. Und wenn sie in eine hässliche, weil unsolidarische, Fratze blicken, dann wird es ihnen sauer aufstossen. Dann habe ich meinen Teil dazu beigetragen, dass die Verfechter einer deutschen "Leitkultur" -bzw. dessen, was davon noch übrig ist-, im Spiegel erkennen dürfen, was sie für Heuchler sind.


Es geht also um den üblichen Moralismus des Entlarvens. :x

Progressiver hat geschrieben:(03 Jan 2021, 00:10)
Dies wird zwar für heftige Abwehrreflexe sorgen. Aber die ganz Rechten werden ja in unserer Gesellschaft immer mehr. Bei diesem Rechtsruck, den die Gesellschaft derzeit erfasst, halte ich es für sinnvoll, dass die ganze Diskussion nicht nach rechts abdriftet und die sogenannte gesellschaftliche "Mitte" nach rechts hinunter rutschen lässt. Denn sonst gilt dann endgültig nur: "Jeder ist sich selbst der Nächste."


Die Gesellschaft wird schon seit meiner Jugend immer "rechter", es ruckt permanent nach rechts. Dieser Rechtsruck funktioniert nach dem Prinzip "Same procedure as last year, Miss Sophie?" "The same procedure as every year, James!" :cool:
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon streicher » So 3. Jan 2021, 14:51

Hier ist vorerst geschlossen. Es werden ein paar Beiträge aussortiert.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon streicher » So 3. Jan 2021, 15:02

So - ich öffne gleich den Strang wieder. Die Nebendiskussion ist zu sehr ausgeartet. Die habe ich in die Ablage verschoben.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon streicher » So 3. Jan 2021, 22:22

Der Thread versandelt gerade themenfremd. Wir Moderatoren beraten uns und schauen mal wie es mit dem Thread und gewissen Beiträgen weitergeht. Erstmal ist er geschlossen.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon streicher » Mo 4. Jan 2021, 13:07

Thema ist wieder entsperrt. Diskutiert bitte weiter mit dem Strangthema.
Wirtschaftliche Beiträge habe ich hierhin verschoben:

Kurzarbeitergeld und Co. - Staatliche volkswirtschaftliche Maßnahmen
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Frank_ » Mi 6. Jan 2021, 21:35

Eine gute Leitkultur sollte sich m. E. zusammensetzen aus Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und vor allem Gemeinsinn.

Bei den Rechten nehme ich wenig von all dem wahr, obwohl ja einige oft den Begriff "Demokratie" vereinnehmen wollen, indem sie merkwürdigerweise faktisch egoistisch handeln.
Und Rassismus kann wohl gar nicht zusammen mit Gerechtigkeit bestehen. Auch nur eine Form von Egoismus auf Gruppenebene.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Realist2014 » Do 7. Jan 2021, 10:46

Frank_ hat geschrieben:(06 Jan 2021, 21:35)

Eine gute Leitkultur sollte sich m. E. zusammensetzen aus Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und vor allem Gemeinsinn.

Bei den Rechten nehme ich wenig von all dem wahr, obwohl ja einige oft den Begriff "Demokratie" vereinnehmen wollen, indem sie merkwürdigerweise faktisch egoistisch handeln.
Und Rassismus kann wohl gar nicht zusammen mit Gerechtigkeit bestehen. Auch nur eine Form von Egoismus auf Gruppenebene.



Jeder Mensch ist egoistisch

Auch die selbsternannten "Gerechten" auf der linken politischen Seite.
Bei denen kommt dann noch der Neid der Besitzlosen dazu.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 7. Jan 2021, 11:15

Frank_ hat geschrieben:(06 Jan 2021, 21:35)

Eine gute Leitkultur sollte sich m. E. zusammensetzen aus Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und vor allem Gemeinsinn.



5 Euro ins Phrasenschwein.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Agesilaos Megas » Mi 3. Feb 2021, 04:07

Progressiver hat geschrieben:(26 Dec 2020, 18:04)
Trotzdem frage ich mich und alle anderen hier: Was macht denn für die Rechten die Leitkultur hierzulande aus? Wie viel ist sie ihnen weiterhin wert, wenn man völlig hemmungslos die vielen Kulturschaffenden finanziell im Regen stehen lässt, während die Autoindustrie und die Lufthansa Milliarden von Euros nachgeschmissen bekommen? Oder war das etwa alles nicht so gemeint? Handelt es sich da nur um dumpfen Populismus?


Populismus und auch einfach Ignoranz. Wer halt in der rechten Bubble lebt und den weiten Begriff "Kultur" mit schlechtem provinziellen Dialektdeutsch, fettigen Ferkelwürsten, religiösen Fetischen oder der eingebildeten Überlegenheit eines genetisch eingeschränkten Pools samt phänotypischer Uniform füllt, der akzeptiert halt nicht, dass es andere Vorstellung vom Leben und Menschsein gibt. Es gibt halt noch Leute, die "Kultur" als uniformitären Block betrachten, ganz im Sinne ideologisch aufgeblasener Scharlatanerie aus dem 19. Jhdt. Oder denkst Du wirklich, dass Menschen, die hier groß über den Verfall des völkischen Elements in Deutschland jammern und sich von der Gesellschaft angewidert abwenden, auch nur eine Sekunde ihres Lebens damit verbringen wollen, das Leben in der Gemeinschaft kulturell zu bereichern? Diese Leute verwenden schon allein die Phrase "kulturelle Bereicherung" als Code für "Migrantengewalt". Eine Analogie (kein direkter Vergleich mit Menschen intendiert): Ein Schwein wälzt sich doch im Schlamm, egal, ob es "Kultur" quieken kann oder nicht.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 3. Feb 2021, 09:54

Agesilaos Megas hat geschrieben:(03 Feb 2021, 04:07)

... der akzeptiert halt nicht, dass es andere Vorstellung vom Leben und Menschsein gibt.

Selbiges Verhalten hast du gerade mit deiner Tirade eindrucksvoll demonstriert. Danke :thumbup:
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Senexx » Mi 3. Feb 2021, 10:33

Skeptiker hat geschrieben:(27 Dec 2020, 18:43)

Okay, also ich bin dann hier mal raus. Offensichtlich ist es Zeitverschwendung auch nur eine Minute weiter zu versuchen manchen hier im Strang befindlichen Usern klarzumachen, was eine Leitkultur ist.

Viele "Kulturschaffende" stehen doch der Leitkultur feindlich gegenüber und fordern Mulitikulti.

Kultur war schon immer auf Mäzenatentum angewiesen. Historisch waren es bei uns lange die Fürstenhäuser. Diese Rolle hat nun der Staat übernommen, dessen Gelder die Kulturschaffenden gerne nehmen, dem sie aber meist ablehnend gegenüber stehen.

In dieser Situation wäre es an der Zeit, die überreichliche Subvention von "Kultur" auszudünnen. Es steht jedem "Künstler" frei, sich Mäzene zu suchen. Oder sein Geld auf dem Markt zu verdienen.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Agesilaos Megas » Mi 3. Feb 2021, 15:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Feb 2021, 09:54)

Selbiges Verhalten hast du gerade mit deiner Tirade eindrucksvoll demonstriert. Danke :thumbup:


Sei mal nicht so empfindlich. Ich kann doch verspotten, was ich will. Du kannst Dich auch darüber empören, wie Du magst. Das gehört halt zur Weite des (auch durch das GG abgesteckten) Kulturbegriffes dazu. Wenn Du Dich halt so grämst, dass Du es für den Beweis der Enge hältst, dass ich mich so äußern kann, bist Du wohl noch nicht für das Konzept bereit. :thumbup:
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 3. Feb 2021, 16:10

Agesilaos Megas hat geschrieben:(03 Feb 2021, 15:35)

Ich kann doch verspotten, was ich will.

Sicherlich kannst du das, ich habe ja auch nur angemerkt, dass du wegen deiner Tirade kein Deut besser bist als die, die du verspotten willst.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Stoner » Mi 3. Feb 2021, 17:27

Agesilaos Megas hat geschrieben:(03 Feb 2021, 04:07)

[...] im Sinne ideologisch aufgeblasener Scharlatanerie aus dem 19. Jhdt. [...]


Auf welche Köpfe oder Bewegung(en) bezieht sich das nun? Das 19. JH bietet da ja von den Romantikern über den Vormärz, bis Marx, Engels und Bismarck sowie den Liberalismus jede Menge ideologisch aufgeblasener Scharlatanerien - jedenfalls aus dekonstruktivistischer Sicht. :p
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Senexx » Mi 3. Feb 2021, 17:54

Agesilaos Megas hat geschrieben:(03 Feb 2021, 15:35)

Sei mal nicht so empfindlich. Ich kann doch verspotten, was ich will. Du kannst Dich auch darüber empören, wie Du magst. Das gehört halt zur Weite des (auch durch das GG abgesteckten) Kulturbegriffes dazu. Wenn Du Dich halt so grämst, dass Du es für den Beweis der Enge hältst, dass ich mich so äußern kann, bist Du wohl noch nicht für das Konzept bereit. :thumbup:


Verspotten geht anders. Was Sie das gepostet haben, ist einfach gehässig.

Und ja, dürfen Sie. Wir sind ein freies Land. Gegenüber den Deutschen darf jeder Hass ausgeschüttet werden. Das haben wir uns in den 12, auf 1000 geplanten, Jahren bekanntlich redlich verdient.
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Re: Die Leitkulturdebatte in der Corona-Krise

Beitragvon Agesilaos Megas » Mi 3. Feb 2021, 23:15

Senexx hat geschrieben:(03 Feb 2021, 17:54)

Verspotten geht anders. Was Sie das gepostet haben, ist einfach gehässig.

Und ja, dürfen Sie. Wir sind ein freies Land. Gegenüber den Deutschen darf jeder Hass ausgeschüttet werden. Das haben wir uns in den 12, auf 1000 geplanten, Jahren bekanntlich redlich verdient.


Und ja, auch du darfst jammern und phantasieren, wie du lustig bist. Das macht halt diese Leitkultur aus. Neben rationalen Leuten, die das akzeptieren, dürfen sich freimütig Volkstodfürchtler, Querdenker und Aluminaten gesellen. you are welcome.
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