Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

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tarkomed
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon tarkomed » So 28. Feb 2021, 11:28

PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)

Ich habe nichts entfernt.

Das kannst du auch nicht. Das tut der Moderator und er hat es auch hier begründet.
PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)
Du hast mich rechtsextrem genannt, weil ich nicht den Enthusiasmus bei Zuwanderung teile und Frauenquoten nicht gut finde - zwei im Übrigen typische linke Positionen. Schema: Erfolg auf Antrag und Anspruch. Funktioniert nicht. Aber anderes Thema.

Das ist Unsinn. Ich habe noch keinen User hier als rechtsextrem bezeichnet, das hätte die Moderation ohnehin sofort geahndet. Zeig mir mal die Stelle.
PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)
Das ist ja schon ein grober Kardinalfehler! Dein Umfeld ist nicht die "deutsche Zivilgesellschaft in der Mehrheit", sondern Dein von Dir größtenteils selektiv gewähltes Umfeld. Natürlich kommt einem Stundenten an der PhilFak seine Umgebung wie die Mehrheit vor. Sie ist aber nur ein winzigkleiner Ausschnitt der Gesellschaft.

Du kennst doch gar nicht mein Umfeld, also unterlass es, mein Umfeld nach deinen Vorstellungen zu beurteilen. Du kannst es dabei nur massiv unterschätzen.
PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)
Und hier ist wieder Dein Fehlschluss: Deine Moral ist nicht die allgemeine Moral ist nicht die mehrheitliche Moral ist schon gar nicht die "menschliche Moral". Die Philosophie beschäftigt sich seit ihren Anfängen damit, ob es allgemein verbindliche Werte gibt, die a priori "gut" oder "schlecht" sind.

Mir genügt doch, was ich unter menschlicher Moral verstehe, sie beinhaltet schließlich meinen Wertekanon. Nenne sie einfach pluralistisch humanitäre Einstellung, dann kannst du dir vielleicht mehr darunter vorstellen.
PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)
Dann müsstest Du jedes Mal "allergisch reagieren", wenn ein Mann nur weil seine Gegenkandidatin keinen Schniepel hat (oder empfindet) einen Job nicht bekommt, da es hierfür ein Gesetz gibt. Besonders da die Generation des Patriarchats schon lange dabei ist abzutreten.
Ich habe in meinem Leben noch keine Frau diskriminiert, schon gar nicht beruflich. Wer meinen Bereich kennt, wird das kaum bezweifeln und das in einer totalen Männerdomäne (IT). Wieso sollte man die Chancengleichheit zu meinen Lasten, der ich noch nie diskriminiert habe, zu Gunsten einer Frau, die noch nie diskriminiert wurde, aufheben?

Dein berufliches Problem mit deiner weiblichen Konkurrenz gehört dir ganz allein, da will ich mich gar nicht einmischen. Dass der IT-Bereich eine Männerdomäne wäre, ist mir auch ganz neu. Mehrheiten machen noch lange keine Domänen aus. Ich bin auch ein Mann und muss mich auch beruflich behaupten, aber ich erlebe es eher so, dass berufliche Kompetenz und Eignung für das jeweilige Aufgabengebiet ausschlaggebend sind.
Das Patriarchat ist ohnehin nach Jahrtausenden in die Jahre gekommen und es ist längst an der Zeit, dass wir neue Modelle wagen. Wir Männer haben schließlich genug Unheil in der Menschheitsgeschichte angerichtet. Wir haben Friedhöfe mit Grabsteinen von sogenannte Helden zugepflastert, und die Massengräber unserer Opfer planiert, damit man sie nicht mehr finden kann.
PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)
Das hast Du als "im 21. Jahrhundert angekommen" bezeichnet. Ich halte es schlicht für eine typisch linke Art der Verwechslung von Chancengleichheit mit Ergebnisgleichheit ("Gleichstellung").

Schieb doch endlich deine Schablone zur Seite, nicht jede Einstellung kann man nach rechts oder links schieben, denn das geschieht nur perspektivisch. Ich bin die Tage auf eine Studie der Bertelsmann Stiftung gestoßen, die eine andere Einteilung der Gesellschaft vornimmt und zwar in sieben Wertemilieus. Die Studie bezieht sich zwar auf den Aktuellen Lockdown und die Impfsituation, aber die Einteilung kann man auf viele andere Aspekte übertragen. (Achtung! Gendersprache…)
bertelsmann-stiftung.de hat geschrieben: Sieben Wertemilieus und ihre Sicht auf Corona
Die aktuelle Studie untersucht sieben unterschiedliche Wertemilieus, die in Deutschland etwa gleich stark vertreten sind und sich in der Bewertung der aktuellen Pandemiemaßnahmen deutlich unterscheiden: kreative Idealist:innen, bescheidene Humanist:innen, individualistische Materialist:innen, unbeschwerte Beziehungsmenschen, sicherheitsorientierte Konservative, leistungsorientierte Macher:innen und unkonventionelle Selbstverwirklicher:innen.

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/ ... -auch-eint
Diese Gruppierungen sollen in Deutschland etwa gleich stark und quer durch die Gesellschaft in allen Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten vertreten sein. Ich habe mich in einem oder zwei dieser Wertemilieus wiedergefunden, du findest dich sicherlich auch mindestens in einem wieder und wie du siehst, rechts oder links können in allen dieser Wertemilieus vertreten sein, natürlich in unterschiedlichem Ausmaß.
PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)
Hier haben wir wohl ein Thema, das uns beide sehr stark eint. Europa ist auch meine Herzensangelegenheit und (leider sehr im Widerspruch zum Absatz darüber) tat es mir sehr weh wie Demagogen erfolgreich die Menschen mit Desinformation und Vereinfachung die Briten zum Austritt bewegt haben.
Tatsächlich halte ich ein "Engineering of the mob" wie Farage/Johnson, aber auch Trump, Bolsonaro oder hier in Teilen die AfD das betreiben für brandgefährlich.

Hier wären wir wieder bei objektiven Werten. Da kam - ausgerechnet vom ehemaligen Papst - ein wie ich finde sehr weiser Satz: "Eine Toleranz, in der das Falsche gleichberechtigt neben dem Richtigen stehen darf, kann nie Gerechtigkeit sein."

Dann umso besser, dass wir uns wenigstens in diesen Punkten einig sind, so erübrigt sich immerhin eine Diskussion darüber. Wir haben schließlich genug andere Punkte, worüber wir miteinander diskutieren können.
Der ehemalige Papst muss im Übrigen froh darüber sein, dass Richtig und Falsch nebeneinander stehen dürfen, denn ohne Gott und Teufel bzw. Himmel und Hölle, wäre er arbeitslos gewesen. ;)
PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)
Bezogen auf unser Bücherthema ist das eine sehr wichtige Frage: wenn wir alle Bücher verändern, zensieren oder auch nur medial wirksam niederbrüllen, die eine andere Meinung vertreten, wo werden wir da landen?
Disney+ versieht seine Klassiker mit PC-Warnungen. Netflix und Amazon Prime basteln auf unerträglich plumpe Art und Weise diesen Facebook-Feminismus in ihre Serien, dass die Qualität darunter leidet.

Ich bin doch auch nicht mit allem einverstanden, was von übereifrigen CC-Aktivisten gefordert wird, aber die Bewegung hat ihren Ursprung in den USA, wohl aus gutem Grund, denn wie groß das Rassismusproblem dort immer noch ist, das hat Trump in den letzten Jahren an die Oberfläche getragen.
Dass Bücher und sonstige Schriften aus früheren Zeiten einige Passagen enthalten, die nicht mit dem heutigen Rassismusverständnis konform sind, das ist selbstverständlich, denn unsere westliche Kultur war seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar seit Jahrtausenden, von Rassismus geprägt. Die letzten Kolonien wurden vor einigen Jahrzehnten aufgegeben und die Apartheid hätte es fast bis ins heutige Jahrtausend geschafft, wenn der Druck von außen nicht zu groß geworden wäre. Was der Rassismus in unserem Land angerichtet hat, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
Wogegen ich mich wehre, ist der Versuch mancher, diese übertriebenen Forderungen übereifriger CC-Aktivisten in den Vordergrund zu stellen, Schreckensszenarien von Bücherverbrennungen und ähnlichem zu konstruieren, um vom latenten, aber auch oft offen getragenen Rassismus auch in unserer Gesellschaft abzulenken und das Problem dadurch zu überdecken.
PersonalFreedom hat geschrieben:(26 Feb 2021, 15:03)
Ich bin in der festen Überzeugung aufgewachsen, dass es nicht schlimm ist, wenn eine Frau eine Frau heiratet oder ein Mann einen Mann. Bei den Serien ist das Virtue Signalling aber so penetrant, dass in der Darstellung 2/3 aller Menschen irgendwie queer sind, was schlicht nicht stimmt. Unterlässt man das, kommen die Brüllaffen wieder auf den Plan.

Das entspricht deiner Wahrnehmung, die ich nicht teilen kann, vermutlich weil ich mir andere oder viel eher gar keine Serien anschaue.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon busse » Fr 5. Mär 2021, 08:54

odiug hat geschrieben:(26 Feb 2021, 12:32)

Na ja ... Wenn Monika Maron einen Verleger sucht, dann gibt es neben dem Fischer Verlag ja auch noch den Kopp Verlag.
Muss man sich halt die Nase zuhalten ... aber das geht schon, wenn man wirklich will :p


Sie hat schoin einen neuen Verlag der sie mit Kußhand sofort nahm, Hoffmann und Campe heißt der so glaube ich.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 5. Mär 2021, 09:15

Wenn die Fakten nicht ins Weltbild passen, schlägt Cancel Culture zu: https://www.faz.net/aktuell/karriere-ho ... 18699.html

GB scheint aber etwas dagegen tun zu wollen: https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 01188.html Leide ist der Artikel nicht frei verfügbar.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 5. Mär 2021, 09:31

Im März 2019 verbrannten Priester "Harry Potter"-Bände sowie einen "Hello Kitty"-Regenschirm.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Keoma » Fr 5. Mär 2021, 09:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Mar 2021, 09:15)

Wenn die Fakten nicht ins Weltbild passen, schlägt Cancel Culture zu: https://www.faz.net/aktuell/karriere-ho ... 18699.html

GB scheint aber etwas dagegen tun zu wollen: https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 01188.html Leide ist der Artikel nicht frei verfügbar.


So weit ist es dort schon, dass die freie Rede und Meinung an Universitäten gesetzlich geschützt werden muss?
Und so mancher hier ist der Meinung, ist eh alles kein Problem.
Super.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
(Martin Gerhard Reisenberg)
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 5. Mär 2021, 09:42

Keoma hat geschrieben:(05 Mar 2021, 09:36)

So weit ist es dort schon, dass die freie Rede und Meinung an Universitäten gesetzlich geschützt werden muss?
Und so mancher hier ist der Meinung, ist eh alles kein Problem.

Deutschland wird wahrscheinlich einen anderen Weg gehen und Cancel Culture bis zum Exzess durchziehen. Weil das ja gut und moralisch ist.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Ebiker » Fr 5. Mär 2021, 10:06

Bald sind wohl auch Kinderbücher dran. Immerhin zeigen schon dreimonatige Kinder Anzeichen von Rassismus weil sie anfangen Menschen zu unterscheiden. Sagt zumindest das Bildungsministerium von Arizona.
Folgen sie den Anweisungen
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 5. Mär 2021, 10:25

2019 wollte eine Hamburger Kita-Leitung, dass sich die Kinder nicht mehr als Indianer verkleiden.
Außerdem sollten Geschlechter-Stereotypen vermieden werden - Jungs könnten oder sollten sich als Meerjungmänner verkleiden, Mädchen als Piratinnen.
Als korrekt wurden auch Motive aus der Tier- und Fabelwelt angesehen. Einhörner?

https://www.lvz.de/Nachrichten/Panorama ... den-sollen
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Ammianus » Fr 5. Mär 2021, 10:47

DarkLightbringer hat geschrieben:(05 Mar 2021, 10:25)

2019 wollte eine Hamburger Kita-Leitung, dass sich die Kinder nicht mehr als Indianer verkleiden.
Außerdem sollten Geschlechter-Stereotypen vermieden werden - Jungs könnten oder sollten sich als Meerjungmänner verkleiden, Mädchen als Piratinnen.
Als korrekt wurden auch Motive aus der Tier- und Fabelwelt angesehen. Einhörner?

https://www.lvz.de/Nachrichten/Panorama ... den-sollen


Bezugnehmend auf den Artikel der Leipziger Volkszeitung:

Wenn sich zum Fasching jemand mit Dirndel, Holzschuhen und Baskenütze als Europäer verkleidet, dann fände ich das saukomisch ...
"Ich möchte an einem Ort sein, an dem es keine Politik gibt, keine Waffen, keine Religion."
Libanesin Anfang August 2020
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 5. Mär 2021, 11:25

Ammianus hat geschrieben:(05 Mar 2021, 10:47)

Bezugnehmend auf den Artikel der Leipziger Volkszeitung:

Wenn sich zum Fasching jemand mit Dirndel, Holzschuhen und Baskenütze als Europäer verkleidet, dann fände ich das saukomisch ...

Das wäre vielleicht eher etwas für japanische Kinder.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Zunder » Fr 5. Mär 2021, 11:48

Keoma hat geschrieben:(05 Mar 2021, 09:36)

So weit ist es dort schon, dass die freie Rede und Meinung an Universitäten gesetzlich geschützt werden muss?
Und so mancher hier ist der Meinung, ist eh alles kein Problem.
Super.

Die Vorlesung von Bernd Lucke wurde übrigens nicht abgesagt, sondern unter Polizeischutz gehalten. Das ist das glatte Gegenteil von Cancel-Culture.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Alster » Fr 5. Mär 2021, 11:48

DarkLightbringer hat geschrieben:(05 Mar 2021, 11:25)

Das wäre vielleicht eher etwas für japanische Kinder.

Die haben allerdings keinen Fasching in unserem Sinne. Das Asakusa Samba Carnival ist lokale Tokioter Spezialität und hat den Carneval in Rio als Thema. Das MAtsuri entspricht wiederum mehr einer Dorfkirchweih.

Allerdings kommt der Münchner Wiesnbesuch in Tracht seit einigen Jahren wieder in Mode. Dabei gehen neben Bayern immer gern auch Afrikaner, Preißn und Japaner in Tracht.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Skeptiker » Fr 5. Mär 2021, 12:23

Ammianus hat geschrieben:(05 Mar 2021, 10:47)
Bezugnehmend auf den Artikel der Leipziger Volkszeitung:

Wenn sich zum Fasching jemand mit Dirndel, Holzschuhen und Baskenütze als Europäer verkleidet, dann fände ich das saukomisch ...

Ich fände es saukomisch als "Blackfacer mit Messer im Rücken" zu gehen.

War es nicht mal so, dass man im Karneval gesellschaftliche Entwicklungen ironisch durch den Kakao ziehen durfte? Wie passt das mit dem Anspruch darauf zusammen, dass Verkleidungen politisch korrekt sein sollen? Das wäre in etwa so, wie als wenn das internationale Treffen der Atheisten von der Kirche geleitet würde, damit dort keine unsittlichen Dinge diskutiert würden.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon tarkomed » Fr 5. Mär 2021, 12:33

Keoma hat geschrieben:(05 Mar 2021, 09:36)

So weit ist es dort schon, dass die freie Rede und Meinung an Universitäten gesetzlich geschützt werden muss?
Und so mancher hier ist der Meinung, ist eh alles kein Problem.
Super.

Und das in einem von Johnson regierten Land. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...
Die Populisten haben es einfach nicht drauf, das sieht man immer wieder… :D
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Skeptiker » Fr 5. Mär 2021, 12:41

tarkomed hat geschrieben:(05 Mar 2021, 12:33)
Und das in einem von Johnson regierten Land. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...
Die Populisten haben es einfach nicht drauf, das sieht man immer wieder… :D

Aber du hast schon verstanden, dass diejenigen, gegen die sich das Gesetz aktuell richtet, GANZ SICHER NICHT aus dem Johnson Lager kommen, oder?

Aber deine Argumentation ist ja nicht neu oder untypisch für Links. Da wird ja auch als Grund gegen Atomkraft, die Kosten und Risiken der Castortransporte genannt, und um das Argument nicht verpuffen zu lassen, werden entsprechend die Transporte von ihnen angegriffen, um genau das eintreten zu lassen.

Halt link - was soll man sagen ... :x
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Fliege » Fr 5. Mär 2021, 12:58

Boris Johnson versucht die Meinungs- und Lehrfreiheit zu schützen gegen die totalitäre Linke.
"Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll" (Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher).
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon firlefanz11 » Fr 5. Mär 2021, 12:59

tarkomed hat geschrieben:(24 Feb 2021, 16:13)
Was ich immer wieder interessant finde ist, dass ihr zwar den Islam bekämpft, aber sobald es um Frauenquote und ähnliches geht, seid ihr von religiös verblendeten Muslimen kaum zu unterscheiden. Die Frauenquote ist euch genauso wie ihnen ein Dorn im Auge.

Äpfel u. Bowlingkugeln... :rolleyes:
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon firlefanz11 » Fr 5. Mär 2021, 13:08

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Mar 2021, 09:15)

Wenn die Fakten nicht ins Weltbild passen, schlägt Cancel Culture zu: https://www.faz.net/aktuell/karriere-ho ... 18699.html

Die Übliche Leier der Wahrheithoheitsinhaber... Blooooß nicht mit Meinungen auseinandersetzen, die einem nicht in den Kram passsen... :rolleyes:
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon firlefanz11 » Fr 5. Mär 2021, 13:10

Fliege hat geschrieben:(05 Mar 2021, 12:58)

Boris Johnson versucht die Meinungs- und Lehrfreiheit zu schützen gegen die totalitäre Linke.

HIer isses dafür leider schon zu spät... :rolleyes:
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon PersonalFreedom » Fr 5. Mär 2021, 13:25

Hallo,

Das ist Unsinn. Ich habe noch keinen User hier als rechtsextrem bezeichnet, das hätte die Moderation ohnehin sofort geahndet. Zeig mir mal die Stelle.


Deine allererste Antwort auf meinen Beitrag. Ich hatte meine eigene Einordnung im links-rechts Spektrum als "neutral" bezeichnet. Das hast Du mir abgesprochen. Da es hier ja um die Zensurmaßnahmen geht, die von links gefordert und durchgeführt werden, und ich mich sehr vehement gegen so etwas stelle, kann das nur implizieren ich sei rechts.

Du kennst doch gar nicht mein Umfeld, also unterlass es, mein Umfeld nach deinen Vorstellungen zu beurteilen. Du kannst es dabei nur massiv unterschätzen.


Ich würde eher vermuten, dass Du es überschätzt, wenn Du einfach mal allgemeingültig von Deiner Meinung behauptest, sie wäre "die Mehrheit", nur weil Du mit Deiner Meinung dort nirgendwo aneckst.

Mir genügt doch, was ich unter menschlicher Moral verstehe, sie beinhaltet schließlich meinen Wertekanon. Nenne sie einfach pluralistisch humanitäre Einstellung, dann kannst du dir vielleicht mehr darunter vorstellen.


Etwas mehr, wobei das sehr dehnbar ist. Es kann von der Bejahung unkontrollierter Migration (typische linke Position) bis hin zur reinen gegenseitigen Fürsorge in der eigenen Gruppe (typische rechte Position) gehen. Mit Pluralismus ist es, das wissen wir aus der Geschichte, in beiden Extremsituationen auch nicht mehr weit her. Das gilt auch für religiös ideologisierte Staatsformen.

Dein berufliches Problem mit deiner weiblichen Konkurrenz gehört dir ganz allein, da will ich mich gar nicht einmischen.


Doch willst Du, weil Du Frauenquoten befürwortest! Das ist ein geradezu lehrbuchartiges Beispiel für eine Einmischung zulasten der Freiheit.
Gegen diese einzutreten ist Teil meiner Strategie, dieses "Problem" zu lösen. Da ich in diesem Land aber nicht allein entscheide und die Hürden für einen Weggang größer sind als ein reiner Umzug, mache ich das auch öffentlich.
Gleiches gilt für Sprachvorschriften. Die Genderei hilft niemandem und verhunzt die Sprache. Tatsächliche strukturelle Diskriminierung gibt es nicht. Vielleicht müssen sich die Bessermenschen auch mal der Realität stellen, dass Männer und Frauen in der Normalverteilung doch andere berufliche Vorlieben haben und das nichts Schlechtes sein muss.
Es stört die Dam*innen ja auch nicht, wenn es sich um Müllmänner und Kanalarbeiter handelt.

Dass der IT-Bereich eine Männerdomäne wäre, ist mir auch ganz neu. Mehrheiten machen noch lange keine Domänen aus.


Erdrückende Mehrheiten schon. Ziehe jetzt noch die "IT-Projektmanager"-Stellen ab, die "strategisch aufgestellt" sind, also wenig Technikbezug haben und Du wirst schnell feststellen: die meisten Frauen in der IT findest Du dort. Nicht weil man sie zwingen würde, sondern sie suchen sich diese Positionen aus.

Ich bin auch ein Mann und muss mich auch beruflich behaupten, aber ich erlebe es eher so, dass berufliche Kompetenz und Eignung für das jeweilige Aufgabengebiet ausschlaggebend sind.


Das erlebe ich auch und das schon ohne Quote. Frauen sollen jetzt durch eine solche Installation unfair bevorzugt werden.

Das Patriarchat ist ohnehin nach Jahrtausenden in die Jahre gekommen und es ist längst an der Zeit, dass wir neue Modelle wagen.


Hochtrabende Worte. Das einzige demokratisch-freiheitliche Modell ist eine Gleichbehandlung mit Chancengleichheit. Keine Formalen Hindernisse mehr aufgrund des Geschlechts. Wirkliche geschlechtsspezifische Nachteile wie etwa, dass Frauen nun einmal Kinder gebären und zunächst stillen / intensivbetreuen müssen, müssen ausgeglichen werden. Das klappt gar nicht schlecht, ich konnte mir auch ohne Schwierigkeiten Elternzeit nehmen und für meine Familie da sein.

Beförderung / Einstellung, nur weil Gleichheit im Sinne von Ergebnisgleichheit / Proporz nicht gegeben ist, sind hingegen das genaue Gegenteil.

Wir Männer haben schließlich genug Unheil in der Menschheitsgeschichte angerichtet. Wir haben Friedhöfe mit Grabsteinen von sogenannte Helden zugepflastert, und die Massengräber unserer Opfer planiert, damit man sie nicht mehr finden kann.


Jetzt wird es aber wirklich pubertär-tränendrüsig.

Schieb doch endlich deine Schablone zur Seite, nicht jede Einstellung kann man nach rechts oder links schieben, denn das geschieht nur perspektivisch.


Nicht jede, aber den Gegenstand unserer Diskussion schon! Die "Schablone" hat zudem ihre Berechtigung, es gibt ein paar Merkmale, die linken wie rechten Ideologien zueigen sind. Mal mehr, mal weniger.

Ich bin die Tage auf eine Studie der Bertelsmann Stiftung gestoßen, die eine andere Einteilung der Gesellschaft vornimmt und zwar in sieben Wertemilieus. Die Studie bezieht sich zwar auf den Aktuellen Lockdown und die Impfsituation, aber die Einteilung kann man auf viele andere Aspekte übertragen. (Achtung! Gendersprache…)


Sind es nicht gute Menschen. Ach wie gute Menschen es doch sind. Sie gendern. Haben es alle gemerkt? Ach wie gut sie doch sind.

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2021/februar/die-freiheit-und-das-gemeinwohl-wie-corona-deutschland-spaltet-und-auch-eint
Diese Gruppierungen sollen in Deutschland etwa gleich stark und quer durch die Gesellschaft in allen Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten vertreten sein. Ich habe mich in einem oder zwei dieser Wertemilieus wiedergefunden, du findest dich sicherlich auch mindestens in einem wieder und wie du siehst, rechts oder links können in allen dieser Wertemilieus vertreten sein, natürlich in unterschiedlichem Ausmaß.


Absoluter Widerspruch. Diese Studie kenne ich sehr gut, auch wenn ich gegenderte Texte ungern lese. Was in dieser Hinsicht gerne unterschlagen wird, ist die Normalverteilung. Wenn Du unsere politischen Parteien und deren Ziele / Lösungsansätze nach den (klassischen) links nach rechts-Einordnungen sortierst, wirst Du bei allen sieben Gruppen bezogen auf die Politik feststellen, dass sie jeweils innerhalb des Spektrums klare "Bäuche" in der Normalverteilung haben.

Der ehemalige Papst muss im Übrigen froh darüber sein, dass Richtig und Falsch nebeneinander stehen dürfen, denn ohne Gott und Teufel bzw. Himmel und Hölle, wäre er arbeitslos gewesen. ;)


Da könnte man jetzt auch wieder ein Fass aufmachen, weil es sehr viel komplexer ist. Wenn man aus "Gott und Teufel" aber "richtig und falsch" macht, und soweit würde ich heute auf jeden Fall mitgehen, dann ist schon anzumerken, dass moralisch oder inhaltlich kein Wertesystem Sinn ergibt, in dem das Richtige und das Falsche gleich viel wert sind.

Ich bin doch auch nicht mit allem einverstanden, was von übereifrigen CC-Aktivisten gefordert wird, aber die Bewegung hat ihren Ursprung in den USA, wohl aus gutem Grund, denn wie groß das Rassismusproblem dort immer noch ist, das hat Trump in den letzten Jahren an die Oberfläche getragen.


Die Polarisation erkenne ich aber heute auch hier noch. Es gibt ja auch noch Raum zwischen Bernie Sanders und Donald Trump. Kern meiner Aussage ist es ja gerade, dass man genötigt wird, sich zwischen beiden zu entscheiden.
Das merkt man auch an der Folgerung von Dir in Bezug auf Frauenquoten: ich bin dagegen, könne nicht mehr "neutral" sein, weil das ja "alle Demokraten gut finden", die "im 21. Jahrhundert angekommen sind". Maßstab hier Dein Bekanntenkreis, der für Dich die Mehrheit aller Menschen in Deutschland darstellt.

Eine entsprechende Umfrage unter allen Deutschen / Wahlberechtigten, ob sie Frauenquoten wollen, würde mich mal interessieren. Den repräsentativen zufolge fänden die nämlich keine Mehrheit. Im linken Lager dagegen eine überwältigende!

Dass Bücher und sonstige Schriften aus früheren Zeiten einige Passagen enthalten, die nicht mit dem heutigen Rassismusverständnis konform sind, das ist selbstverständlich, denn unsere westliche Kultur war seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar seit Jahrtausenden, von Rassismus geprägt. Die letzten Kolonien wurden vor einigen Jahrzehnten aufgegeben und die Apartheid hätte es fast bis ins heutige Jahrtausend geschafft, wenn der Druck von außen nicht zu groß geworden wäre. Was der Rassismus in unserem Land angerichtet hat, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
Wogegen ich mich wehre, ist der Versuch mancher, diese übertriebenen Forderungen übereifriger CC-Aktivisten in den Vordergrund zu stellen, Schreckensszenarien von Bücherverbrennungen und ähnlichem zu konstruieren, um vom latenten, aber auch oft offen getragenen Rassismus auch in unserer Gesellschaft abzulenken und das Problem dadurch zu überdecken.


Bei manchen Leuten mag das so sein. Die vereinnahmen(, durch lautes Brüllen,) dann leider die Themen. Genauso sind es die "CC-Aktivisten", die vornehmlich durch selbstschmeichelndes lautstarkes Virtue Signaling ihren Mist durchsetzen - leider erfolgreich, weil Firmen das VS gerne als PR mit für sich vereinnahmen, wieso gendert bspw. die Bertelsmannstiftung?

Aktuelles Beispiel Wolfgang Thierse, dem man nun wirklich keinen Rechtsradikalismus vorwerfen kann, der sich nun genötigt sieht, der SPD-Führung offen seinen Austritt anzubieten. Seine durchaus durchdachte Kritik an der identitären Politik ist von der Führungsspitze der Partei in keinem einzigen Punkt inhaltlich angegangen worden! Zu hören war nur Gebrüll: "Alter Mann! Weg weg weg! Wir sind die Guten!"

Ein Aspekt noch: ich habe leider vergessen, wo ich es gelesen habe, aber konservative Menschen sind per se in sehr breiter Mehrheit politisch passiver! Sie wollen "in Ruhe leben" und schlicht nicht, dass die Politik ihren mühsam eingerichteten Lebensentwurf tangiert. Diese Leute reagieren ablehnend auf Vorschriften und fühlen sich aktuell nur noch von einer Partei verstanden, die zum Glück ab jetzt vom Verfassungsschutz beobachtet werden dürfte.
Ohne ebendiese "politisch Passiven", die für gewöhnlich die CDU mittragen, gäbe es keine AfD. Der "Flügel" sind die alten Radikalinskis aus NPD, Rep und DVU. Der ursprüngliche konservativ-eurokritische Gedanke, der ja noch völlig demokratisch legitim war, ist spätestens mit dem Ausscheiden der alten Gründer passé.

(Netflix-Genderismus) Das entspricht deiner Wahrnehmung, die ich nicht teilen kann, vermutlich weil ich mir andere oder viel eher gar keine Serien anschaue.


Diese Wahrnehmung teilen viele und sie entspricht einfach den Tatsachen. Das kann ich denke ich sagen, weil ich viele Serien (und Filme) schaue und schon immer gern geschaut habe. Es ist einfach plump-gewollt.

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