Deutsche Schulbildung: Sinn vs. Unsinn

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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon imp » So 24. Mai 2020, 08:08

Alpha Centauri hat geschrieben:(23 May 2020, 18:09)

Vielleicht weil sie sich dafür schlicht nicht interessieren zumindest viele, ohnehin ist die Pubertät eigentlich so ziemlich ungeeignet um Jugendliche und Heranwachsende mit Mathematik, Physik oder Geschichte zu quälen, da haben die meisten "Pubertiere" ganze andere Dinge im Kopf und haben eigentlich mit sich selbst in dem Entwicklungsstadium genug zu tun.

Man könnte sie in diesen Jahren arbeiten schicken und hinterher die Schule fortsetzen, wenn sie es leid sind.
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JJazzGold
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon JJazzGold » So 24. Mai 2020, 08:16

H2O hat geschrieben:(24 May 2020, 08:06)

Ja, das ist wohl so; allerdings müssen Eltern zeitweise tüchtig Dampf aufmachen! :thumbup:


Wir haben/hatten zu diesem Zeitpunkt die Erfahrung, wie sich die Pubertät auf uns ausgewirkt hat, das macht nachsichtig und großmütig. ;) Kurzfristigen Ausbruchsversuchen bin ich mit der Bereitschaft zu langen Diskussionen begegnet und ab und zu dem zartfühlend eingeflochten Hinweis, dass die erwünschte Selbstständigkeit in der Regel bedeutet, den eigenen Unterhalt zu sichern. Dafür ist eine solide Schulbildung unerlässlich.
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Re: Deutsche Schulbildung: Sinn vs. Unsinn

Beitragvon Sungawakan » So 24. Mai 2020, 08:17

Fuerst_48 hat geschrieben:(14 Apr 2020, 12:59)

Soweit ich weiß, hat BAYERN noch das höchste Niveau, was das Abitur betrifft.
(Hoffentlich bleibt`s so...)!


Nö, Sachsen hat es mittlerweile abgehängt. Oder abgehangen? ;-)

Bildungsranking der INSM

Bundesland 2019
1. Sachsen 68,0
2. Bayern 61,2
3. Thüringen 56,9
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon unity in diversity » So 24. Mai 2020, 08:28

imp hat geschrieben:(24 May 2020, 08:08)

Man könnte sie in diesen Jahren arbeiten schicken und hinterher die Schule fortsetzen, wenn sie es leid sind.

Gibt es eine bestimmte Firma, die du mit deinem Vorschlag ruinieren willst?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon H2O » So 24. Mai 2020, 08:34

JJazzGold hat geschrieben:(24 May 2020, 08:16)

Wir haben/hatten zu diesem Zeitpunkt die Erfahrung, wie sich die Pubertät auf uns ausgewirkt hat, das macht nachsichtig und großmütig. ;) Kurzfristigen Ausbruchsversuchen bin ich mit der Bereitschaft zu langen Diskussionen begegnet und ab und zu dem zartfühlend eingeflochten Hinweis, dass die erwünschte Selbstständigkeit in der Regel bedeutet, den eigenen Unterhalt zu sichern. Dafür ist eine solide Schulbildung unerlässlich.


Ja, ich glaube, das hat meine Frau so abgewettert. Ich war in dieser Zeit heftig mit Existenzkampf ausgefüllt. Ich habe mich dann nur gelegentlich an Wochenenden unbeliebt gemacht... :D
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon imp » So 24. Mai 2020, 08:34

unity in diversity hat geschrieben:(24 May 2020, 08:28)

Gibt es eine bestimmte Firma, die du mit deinem Vorschlag ruinieren willst?

Die Entlohnung orientiert sich wie immer am Marktgeschehen. Was kostet so ein Spargelrumäne die Woche?
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon unity in diversity » So 24. Mai 2020, 08:40

imp hat geschrieben:(24 May 2020, 08:34)

Die Entlohnung orientiert sich wie immer am Marktgeschehen. Was kostet so ein Spargelrumäne die Woche?

Bis du Pubertiere zur Spargelernte angelernt hast, blüht der Spargel.
Das ist nur noch überteuertes Brennholz.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon imp » So 24. Mai 2020, 08:45

unity in diversity hat geschrieben:(24 May 2020, 08:40)

Bis du Pubertiere zur Spargelernte angelernt hast, blüht der Spargel.
Das ist nur noch überteuertes Brennholz.

Das ist deren Problem. Wenn der Bauer sie nicht will, müssen sie eben einen anderen Ansteller finden. Wer keinen Arbeitsplatz vorweist, muss zur Schule.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon unity in diversity » So 24. Mai 2020, 08:47

imp hat geschrieben:(24 May 2020, 08:45)

Das ist deren Problem. Wenn der Bauer sie nicht will, müssen sie eben einen anderen Ansteller finden. Wer keinen Arbeitsplatz vorweist, muss zur Schule.

Gute Idee, nennt man Arbeitsmarktchancenverbesserung.
Auch privater, kontinuierlicher Verbesserungsprozess genannt.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon Alana4 » So 24. Mai 2020, 10:14

H2O hat geschrieben:(24 May 2020, 07:46)

Tja, so kann man auch eine vom Wohlstand der Eltern verwöhnte Generation Heranwachsender beschreiben. Der Wohlstand sei ihnen aber auch gegönnt.... wenn die jungen Leute mehrheitlich doch nur etwas Sinnvolles damit gestalten würden!


Das ist doch Unsinn. Was hat der "Wohlstand der Eltern" (den es ohnehin für eine Mehrheit gar nicht gibt) damit zu tun, dass die Schul- und Bildungswege heute weit ins Erwachsenalter hineinragenen? Allein die (Pflicht-) Schulausbildung dauert bis zum Alter von 16/17. eine stinknormale Berufsausbildung dauert in D. 3 Jahre- im günstigsten Fall ist der jungen Mensch 20, ehe das erste Mal auch nur halbwegs so etwas wie "Lebensunterhalt" verdienen kann. Und das ist einige Jahre weit weg von der biologischen Reife. Dieser Widerspruch zwischen biologischer und sozialer Reife ist vom betroffenen jungen Menschen nicht zu lösen. Also muss dieser Konflikt, diese Pubertätsphase von allen ertragen werden. Gesellschaften, in denen Kinder mit Beginn der Pubertät (also mit dem Eintritt in die biologische Reife) die Schule verlassen und auf eigenen Beinen stehen (müssen), kennen keine langdauernden Pubertätsphasen.
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon Alpha Centauri » So 24. Mai 2020, 10:30

Alana4 hat geschrieben:(24 May 2020, 10:14)

Das ist doch Unsinn. Was hat der "Wohlstand der Eltern" (den es ohnehin für eine Mehrheit gar nicht gibt) damit zu tun, dass die Schul- und Bildungswege heute weit ins Erwachsenalter hineinragenen? Allein die (Pflicht-) Schulausbildung dauert bis zum Alter von 16/17. eine stinknormale Berufsausbildung dauert in D. 3 Jahre- im günstigsten Fall ist der jungen Mensch 20, ehe das erste Mal auch nur halbwegs so etwas wie "Lebensunterhalt" verdienen kann. Und das ist einige Jahre weit weg von der biologischen Reife. Dieser Widerspruch zwischen biologischer und sozialer Reife ist vom betroffenen jungen Menschen nicht zu lösen. Also muss dieser Konflikt, diese Pubertätsphase von allen ertragen werden. Gesellschaften, in denen Kinder mit Beginn der Pubertät (also mit dem Eintritt in die biologische Reife) die Schule verlassen und auf eigenen Beinen stehen (müssen), kennen keine langdauernden Pubertätsphasen.


Da ist auch nicht verwunderlich dass viele Jugendliche und Heranwachsende und junge Erwachsene mit 17 oder 18 Jahren oder Anfang 20 noch überhaupt keine sogenannte "Audbildungsreife" haben , dass ist allein aus biologischer Sicht völliger Quatsch davon auszugehen, man erwartet da etwas dass viele verständlicherweise da überhaupt noch nicht bieten können.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon unity in diversity » So 24. Mai 2020, 10:53

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 May 2020, 10:30)

Da ist auch nicht verwunderlich dass viele Jugendliche und Heranwachsende und junge Erwachsene mit 17 oder 18 Jahren oder Anfang 20 noch überhaupt keine sogenannte "Audbildungsreife" haben , dass ist allein aus biologischer Sicht völliger Quatsch davon auszugehen, man erwartet da etwas dass viele verständlicherweise da überhaupt noch nicht bieten können.

Well, wir parken die alle im BGE, bis sie ihren Selbstfindungskurs abgeschlossen haben.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon Occham » So 24. Mai 2020, 12:11

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 May 2020, 10:30)

Da ist auch nicht verwunderlich dass viele Jugendliche und Heranwachsende und junge Erwachsene mit 17 oder 18 Jahren oder Anfang 20 noch überhaupt keine sogenannte "Audbildungsreife" haben , dass ist allein aus biologischer Sicht völliger Quatsch davon auszugehen, man erwartet da etwas dass viele verständlicherweise da überhaupt noch nicht bieten können.

Der einzige Weg ist nunmal ausprobieren, ich wäre aber auch dafür, wenn man erst mal "kleine Brötchen" backt... bevor es an die Großen geht.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon imp » So 24. Mai 2020, 15:43

Alana4 hat geschrieben:(24 May 2020, 10:14)

Das ist doch Unsinn. Was hat der "Wohlstand der Eltern" (den es ohnehin für eine Mehrheit gar nicht gibt) damit zu tun, dass die Schul- und Bildungswege heute weit ins Erwachsenalter hineinragenen? Allein die (Pflicht-) Schulausbildung dauert bis zum Alter von 16/17. eine stinknormale Berufsausbildung dauert in D. 3 Jahre- im günstigsten Fall ist der jungen Mensch 20, ehe das erste Mal auch nur halbwegs so etwas wie "Lebensunterhalt" verdienen kann.

Für Supermarktkasse, Fritten servieren oder Tanke brauchst du kein Studium. Erdbeeren ernten ist keine Wissenschaft. Viele, viele Hilfstätigkeiten sind ungelernt möglich.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon H2O » So 24. Mai 2020, 15:54

Alana4 hat geschrieben:(24 May 2020, 10:14)

Das ist doch Unsinn. Was hat der "Wohlstand der Eltern" (den es ohnehin für eine Mehrheit gar nicht gibt) damit zu tun, dass die Schul- und Bildungswege heute weit ins Erwachsenalter hineinragenen? Allein die (Pflicht-) Schulausbildung dauert bis zum Alter von 16/17. eine stinknormale Berufsausbildung dauert in D. 3 Jahre- im günstigsten Fall ist der jungen Mensch 20, ehe das erste Mal auch nur halbwegs so etwas wie "Lebensunterhalt" verdienen kann. Und das ist einige Jahre weit weg von der biologischen Reife. Dieser Widerspruch zwischen biologischer und sozialer Reife ist vom betroffenen jungen Menschen nicht zu lösen. Also muss dieser Konflikt, diese Pubertätsphase von allen ertragen werden. Gesellschaften, in denen Kinder mit Beginn der Pubertät (also mit dem Eintritt in die biologische Reife) die Schule verlassen und auf eigenen Beinen stehen (müssen), kennen keine langdauernden Pubertätsphasen.


Irgendwie kann ich es gar nicht verwinden, hier schon wieder einmal mit Unsinn aufgefallen zu sein. :p Klar, verpacken wir unsere lieben Kleinen von 14 bis 25 Jahre in Watte... das wird schon noch. Wenn auch sehr viel später als zwangsläufige Folge eines behüteten Daseins zu Lasten der liebenden Eltern.

In Verbindung mit dem vorgezogenen Ruhestand nach 35 Jahren angerechneter Arbeitszeit werden wir so eine zutiefst humane Gesellschaft gründen, die auf Kräften des südlichen Balkans aufbaut. Dort war man mit der Pubertät eben etwas rascher fertig.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon Liberty » So 24. Mai 2020, 19:18

JosefG hat geschrieben:(24 May 2020, 03:19)
War das als Antwort auf meine Frage "Wie ist da eigentlich heute die Situation an den Schulen?" gedacht? Meine Frage bezog sich auf die Vermittlung der Grundlagen der Digitaltechnik. Würde mich nach wie vor interessieren, falls da jemand mehr weiss.


Wie sinnvoll ist es, "Grundlagen der Digitaltechnik" zu vermitteln, wenn die Kinder nicht mal richtig Lesen, Schreiben und Grundrechnen können, was laut Ausbildungsbetrieben und Hochschulen flächendeckend die traurige Realität ist?

Und wie sieht es eigentlich mit der Vermittlung von Grundlagen des wirklich realen, analogen Lebens aus? Wie baue ich selbst im Garten oder auf dem Balkon Tomaten an? Wie baue ich ein Regal oder einen Tisch? Wie backe ich ein Brot? Viele junge Leute wissen zwar wo man bei Apple und Microsoft welchen Button klickt, aber können solche ganz normalen Dinge des realen Lebens nicht.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon Vongole » So 24. Mai 2020, 19:32

Liberty hat geschrieben:(24 May 2020, 19:18)

Wie sinnvoll ist es, "Grundlagen der Digitaltechnik" zu vermitteln, wenn die Kinder nicht mal richtig Lesen, Schreiben und Grundrechnen können, was laut Ausbildungsbetrieben und Hochschulen flächendeckend die traurige Realität ist?

Und wie sieht es eigentlich mit der Vermittlung von Grundlagen des wirklich realen, analogen Lebens aus? Wie baue ich selbst im Garten oder auf dem Balkon Tomaten an? Wie baue ich ein Regal oder einen Tisch? Wie backe ich ein Brot? Viele junge Leute wissen zwar wo man bei Apple und Microsoft welchen Button klickt, aber können solche ganz normalen Dinge des realen Lebens nicht.

Die Übermittlung dieser Fähigkeiten sollte doch wohl das Elternhaus übernehmen, darüber hinaus gibt's in vielen Schulen freiwillige Arbeitsgruppen für Handwerk oder Kochkurse.
Grundlagen der Digitaltechnik dagegen dienen der Berufsvorbereitung und sind auch im schulischen Leben unverzichtbar, wie schon die gegenwärtige Situation zeigt.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon imp » So 24. Mai 2020, 20:08

Liberty hat geschrieben:(24 May 2020, 19:18)

Wie sinnvoll ist es, "Grundlagen der Digitaltechnik" zu vermitteln, wenn die Kinder nicht mal richtig Lesen, Schreiben und Grundrechnen können, was laut Ausbildungsbetrieben und Hochschulen flächendeckend die traurige Realität ist?

Und wie sieht es eigentlich mit der Vermittlung von Grundlagen des wirklich realen, analogen Lebens aus? Wie baue ich selbst im Garten oder auf dem Balkon Tomaten an? Wie baue ich ein Regal oder einen Tisch? Wie backe ich ein Brot? Viele junge Leute wissen zwar wo man bei Apple und Microsoft welchen Button klickt, aber können solche ganz normalen Dinge des realen Lebens nicht.

"Hauswirtschaft" oder "Ernährung und Soziales" ist in den meisten Bundesländern ein Fach an der Mittelschule. Im Gymnasium fehlt es leider meist.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon Liberty » Mo 25. Mai 2020, 07:55

Vongole hat geschrieben:(24 May 2020, 19:32)
Die Übermittlung dieser Fähigkeiten sollte doch wohl das Elternhaus übernehmen, darüber hinaus gibt's in vielen Schulen freiwillige Arbeitsgruppen für Handwerk oder Kochkurse.


Natürlich sollte das vom Elternhaus übernommen werden, wie meiner Meinung nach auch die gesamte Bildung eines Kindes eigentlich Aufgabe des Elternhauses ist. In Deutschland herrscht aber noch Schulzwang wie zu Kaisers Zeiten.

Vongole hat geschrieben:(24 May 2020, 19:32)
Grundlagen der Digitaltechnik dagegen dienen der Berufsvorbereitung und sind auch im schulischen Leben unverzichtbar, wie schon die gegenwärtige Situation zeigt.


Was ist denn mit "Grundlagen der Digitaltechnik" gemeint?

Nach meiner Wahrnehmung verbringen junge Leute heute einen sehr grossen Teil ihrer Zeit in der digitalen Welt und haben immer weniger Bezugspunkte zur echten, realen, analogen Welt.
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Re: Deutsche Schulbildung: Das große Vergessen

Beitragvon JJazzGold » Mo 25. Mai 2020, 08:01

Liberty hat geschrieben:(25 May 2020, 07:55)

Natürlich sollte das vom Elternhaus übernommen werden, wie meiner Meinung nach auch die gesamte Bildung eines Kindes eigentlich Aufgabe des Elternhauses ist. In Deutschland herrscht aber noch Schulzwang wie zu Kaisers Zeiten.




Eine höchst unfaire Lösung für Kinder, da diese dann darauf begrenzt wären, auf dem Wissenstand der Eltern zu bleiben. Noch dazu wenig praktikabel, wenn beide Eltern arbeiten und der Unterricht nach Feierabend stattfinden müsste.
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