Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

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Dampflok94
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Dampflok94 » So 5. Mai 2019, 18:25

Trifels hat geschrieben:(05 May 2019, 18:21)

überwiegend unfähige, überlastete Stadtverwaltung, hoher Anteil von SGB-Gestützten, maskulinisierter öffentlicher Raum. hoch subventionierter Kulturbetrieb für eine absolute Minderheit, Einsamkeitssyndrome, Singularisierung des menschlichen Zusammenlebens ....so nur mal als Einstieg.

Das ist eine normale Großstadt? Na dann bin ich ja froh, wenn man Berlin nicht dazu zählt. :D

Übrigens ein keiner Hinweis: Großstädte sind solche mit mehr als 100.000 Einwohnern. Dazu zählen dann u .a. Trier Bergisch Gladbach und Bottrop. :cool:
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Trifels » So 5. Mai 2019, 18:34

na gut , da gibt es ...Leerstand, Kick-Klamottenträger Wanderung, verrottete Bushaltestellen, aufgelöste Polizeistationen, steigende Städtische Abgaben / Parkgebühren, Verfall der Vereinslandschaft........

weiteres ?
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Vongole
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Vongole » So 5. Mai 2019, 18:53

Trifels hat geschrieben:(05 May 2019, 18:34)

na gut , da gibt es ...Leerstand, Kick-Klamottenträger Wanderung, verrottete Bushaltestellen, aufgelöste Polizeistationen, steigende Städtische Abgaben / Parkgebühren, Verfall der Vereinslandschaft........

weiteres ?


Na da bin ich aber froh, dass sehr wenige Menschen Berlin oder andere deutsche Großstädte so eingeschränkt wahrnehmen.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Trifels » So 5. Mai 2019, 18:58

Vongole hat geschrieben:(05 May 2019, 18:53)

Na da bin ich aber froh, dass sehr wenige Menschen Berlin oder andere deutsche Großstädte so eingeschränkt wahrnehmen.



Ja, das ist das Tolle. Wahrnehmung ist nicht Realität , geschweige denn Wahrhheit.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Domingo » So 5. Mai 2019, 19:19

Trifels hat geschrieben:(05 May 2019, 18:34)

na gut , da gibt es ...Leerstand, Kick-Klamottenträger Wanderung, verrottete Bushaltestellen, aufgelöste Polizeistationen, steigende Städtische Abgaben / Parkgebühren, Verfall der Vereinslandschaft........

weiteres ?

In Berlin gibt es Kunst, Kultur, Geschichte, Künstler, Schauspieler, Politiker, die alle dort gern leben! Der Provinzler darf gern in seinem dorfkrug bleiben! :D
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Trifels » So 5. Mai 2019, 19:26

Domingo hat geschrieben:(05 May 2019, 19:19)

In Berlin gibt es Kunst, Kultur, Geschichte, Künstler, Schauspieler, Politiker, die alle dort gern leben! Der Provinzler darf gern in seinem dorfkrug bleiben! :D


Sammelst du Autogramme oder Bravo-Starschnitte ? Albern dein Post. Was bringen die, die da so in deinem Genre leben, für das Gemeinwohl ?
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon watisdatdenn? » So 5. Mai 2019, 20:00

Dampflok94 hat geschrieben:(05 May 2019, 18:10)
Du lebst offensichtlich nicht hier in Berlin. Denn Berlin ist ziemlich individuell und alles andere als austauschbar. Richtig ist, einer der saubersten ist sie nicht. Mit Rothenburg ob der Tauber wird sie da nicht konkurrieren könne.

Was gibt es denn an typisch deutscher Kultur in Berlin?
In Bayern muss man nicht lange überlegen da sprudelt es nur so an bayrisch/deutscher Kultur.

Aber inBerlin? Das ist was deutsche Kultur angeht doch eher eine Wüste..
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Domingo » So 5. Mai 2019, 20:16

watisdatdenn? hat geschrieben:(05 May 2019, 20:00)

Was gibt es denn an typisch deutscher Kultur in Berlin?
In Bayern muss man nicht lange überlegen da sprudelt es nur so an bayrisch/deutscher Kultur.

Aber inBerlin? Das ist was deutsche Kultur angeht doch eher eine Wüste..

In Berlin findest du die gesamte deutsche Geschichte, insgesamt der Teilung, Superdeutscher! Da kannst du mit Protzschlössern und Burgen nicht gegen an stinken!
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Domingo » So 5. Mai 2019, 20:18

Trifels hat geschrieben:(05 May 2019, 19:26)

Sammelst du Autogramme oder Bravo-Starschnitte ? Albern dein Post. Was bringen die, die da so in deinem Genre leben, für das Gemeinwohl ?

Jeder gut verdienende Politiker, Schauspieler zahlt mehr Steuern im Monat als du in einem Jahr! :D
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Adam Smith » So 5. Mai 2019, 20:47

Gibt es denn eine türkische Kultur?
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Quatschki » So 5. Mai 2019, 21:09

Domingo hat geschrieben:(05 May 2019, 20:16)

In Berlin findest du die gesamte deutsche Geschichte

Die ersten 500 Jahre kannst du diesbezüglich in den Skat drücken. Da kommt Berlin nicht vor.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Skeptiker » So 5. Mai 2019, 22:09

Wenn es um die Frage geht, was deutsche Kultur ist, dann mag es besonders sinnvoll sein sich das von Fremden erklären zu lassen. Denen scheinen Unterschiede eher klar zu werden - Deutsche nehmen vieles vielleicht als selbstverständlich wahr, sie sehen darin vielleicht keine kulturelle Eigenart. Es ist vielleicht wie mit der Gesundheit, man nimmt sie als selbstverständlich hin, bis man sie nicht mehr hat. Daher sollte man vielleicht auch mal das würdigen was man hat.

In der Welt stand vor einiger Zeit ein lesenwerter Artikel (leider Bezahlbereich) von einem Engländer, der aus dem Schwärmen garnicht mehr rauskam. Hier ein paar Auszüge um darzustellen, was an Deutschland das Einzigartige ist, wodurch es also auch Teil deutscher Kultur ist:
https://www.welt.de/reise/deutschland/p ... d-ist.html
Warum Deutschland das coolste Reiseland Europas ist
Unser Autor ist Brite. Nach zwei Jahren in Deutschland sagt er: Nirgendwo sonst in Europa macht das Reisen so viel Spaß wie hier. Dabei sind es nicht in erster Linie Sehenswürdigkeiten, die ihn schwärmen lassen.
In einem früheren Leben arbeitete ich als Reiseführer für Bildungsreisen und begleitete amerikanische Highschool-Gruppen auf ihrem großen Kulturtrip durch Europa. Es waren lange Reisen: zwanzig Tage oder länger, die in London begannen und nach Paris, Barcelona oder Nizza führten, durch Norditalien nach Deutschland und weiter nach Prag, Budapest, Wien.
Als am Ende die müden Schüler aus Kalifornien oder Ohio ein letztes Mal aus dem Bus stiegen, fragte ich sie nach dem Highlight ihres Trips: War es der königliche Glanz von Windsor Castle? Der Glamour der französischen Riviera? Der Zauber des Markusplatzes? Häufig erhielt ich als Antwort: Nein, Deutschland. Und warum? „Es fühlte sich einfach gut an, dort zu sein.“

Es folgt eine Aufzählung touristischer Highlights mit dem jeweiligen Hinweis, dass es tolle Sehenswürdigkeiten wären, aber eben grundsätzlich weniger spektakulär als entsprechende bekannte Top-Spots im Rest von Europa. Deutschland ist da auch in den tollsten Stätten eher durch Mittelmäßigkeit gekennzeichnet.
Kommen wir zu dem was Deutschland prägt:
Was das Reisen in Deutschland dagegen so angenehm macht, ist der deutsche Alltag: das Zufällige, das Lokale, das Besondere. Die Berliner Schnauze, die mit einer schnellen Retourkutsche beantwortet wird. Unerwartet auf eine hervorragende örtliche Spezialität oder ein Kunstfestival in irgendeiner kleinen Stadt stoßen. Sich an einem baumgesäumten See oder Fluss erholen. Der erste wärmende Schluck Glühwein auf einem Weihnachtsmarkt, wo die Luft von Holzrauch und Zimt geschwängert ist.
Das erste „Grüß Gott“, wenn man in Bayern aus dem Zug steigt. Zu lernen, wie man beim Zuprosten die Böden der schlanken Biergläser mit Kölsch aneinanderstößt (und nicht vergessen, dem Gegenüber dabei in die Augen zu sehen!). Das Stimmengemurmel und Klappern von Porzellan bei einem Stück Streuselkuchen mit einheimischem Obst in einem Dorfcafé. Die Frage in der Bäckerei einer Stadt, in der man gerade angekommen ist: „Eine Schrippe? Sie meinen doch sicher eine Semmel!“

Umgang mit der Vergangenheit
Deutsche nehmen ihre Geschichte ernst
Was nun verleiht dem Leben in Deutschland diesen besonderen Reiz? Vier Faktoren scheinen mir eine wichtige Rolle zu spielen. Zunächst einmal hat das Land eine besondere Beziehung zu seiner Vergangenheit; die Deutschen nehmen ihre Geschichte ernst und unterschätzen ihre Wichtigkeit nicht.
Orte von besonderer Bedeutung – von der Lutherstadt Wittenberg über Nazi-Konzentrationslager bis zu Stasi-Gefängnissen – werden mit großer Sorgfalt erhalten und in ihrer Bedeutung erläutert. Aber nicht nur das: Die Deutschen gehen respektvoll mit den Spuren der Vergangenheit um. Landesregierungen und Gemeinden investieren in Museen, Opernhäuser und historische Stätten.
Einheimische Traditionen werden nicht so schnell abgelegt wie in anderen Ländern: Ich bin beeindruckt davon, wie jüngere Deutsche kulinarische, linguistische und andere kulturelle Ikonen ihrer Heimat ernst nehmen, was ihren Altersgenossen in England oder Frankreich möglicherweise peinlich wäre. Dieses Land zu bereisen heißt, seiner Vergangenheit in jedem Winkel zu begegnen, sei sie nun glorreich oder schrecklich, sorgfältig wieder aufgebaut oder erhalten.

Weiterhin gibt es das neue Deutschland
Und doch mischt sich dieser Respekt vor der Vergangenheit zunehmend mit einer dynamischen Modernität, womit wir bei Punkt zwei wären. Beim „Economist“ nennen wir das „Cool Germany“: die Evolution eines konservativen, vorsichtigen Landes hin zu einem offeneren, irgendwie entspannteren Ort. Der ethnisch vielfältiger wird, die Städte lebendiger; die Gesellschaft öffnet sich den Unterschieden (sei es die sexuelle Orientierung, die Hautfarbe oder etwas Kurzlebiges wie kulinarische Vorlieben).
Traut euch, in einem Park in Berlin oder Köln oder Frankfurt zu sitzen und die von Bier und Joints, Grillwürstchen und gegrillten Schawarma, Lachen und Musik gesättigte Luft zu atmen, ohne dass sich der Gedanke aufdrängt, dass sich in Deutschland gerade etwas Besonderes anbahnt.

Der Autor geht dann auf die deutsche Lebensart ein um danach die wahrnehmung von außen darzustellen
Viertens gibt es da noch „die Exotik der kleinen Unterschiede“. Für Besucher aus meinem eigenen Heimatland, Großbritannien, aber auch für Amerikaner ist Deutschland irgendwie klar zu identifizieren. Für sie wirkt dieses Land nicht so fremd wie südländische oder osteuropäische Kulturen.
Trotzdem fallen einem überall die kleinen, aber faszinierenden Unterschiede auf, die einen daran erinnern, wie unterschiedlich menschliche Gesellschaften sein können, sogar solche, die ähnlich erscheinen.


Es ist also offensichtlich so, dass Deutschland sich durch regionale Unterschiede und eine Vielzahl spezieller Eigenarten unterscheidet. Das alles, zusammen mit der immer wieder erwähnten liberalen und säkularen Grundeinstellung, würde ich als deutsche Kultur empfinden. Dass eine von der Bundesregierung eingesetzte Beuaftragte für Integration neben der Sprache keine deutsche Kultur erkennen kann, habe ich damals fassungslos zur Kenntnis genommen. Es hat ganz klar nicht mein Vertrauen in die Bundesregierung und die hohe Politik bestärkt, wenn das "Management" offenbar den eigenen Laden nicht mehr kennt. Das ist auch keine gute Voraussetzung für die Weiterentwicklung des "Ladens" - hoffen wir also mal, dass Frau Özoguz da in ihrer Ahnungslosigkeit alleine dastand.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Alpha Centauri » So 5. Mai 2019, 22:56

Skeptiker hat geschrieben:(05 May 2019, 22:09)

Wenn es um die Frage geht, was deutsche Kultur ist, dann mag es besonders sinnvoll sein sich das von Fremden erklären zu lassen. Denen scheinen Unterschiede eher klar zu werden - Deutsche nehmen vieles vielleicht als selbstverständlich wahr, sie sehen darin vielleicht keine kulturelle Eigenart. Es ist vielleicht wie mit der Gesundheit, man nimmt sie als selbstverständlich hin, bis man sie nicht mehr hat. Daher sollte man vielleicht auch mal das würdigen was man hat.

In der Welt stand vor einiger Zeit ein lesenwerter Artikel (leider Bezahlbereich) von einem Engländer, der aus dem Schwärmen garnicht mehr rauskam. Hier ein paar Auszüge um darzustellen, was an Deutschland das Einzigartige ist, wodurch es also auch Teil deutscher Kultur ist:
https://www.welt.de/reise/deutschland/p ... d-ist.html

Es folgt eine Aufzählung touristischer Highlights mit dem jeweiligen Hinweis, dass es tolle Sehenswürdigkeiten wären, aber eben grundsätzlich weniger spektakulär als entsprechende bekannte Top-Spots im Rest von Europa. Deutschland ist da auch in den tollsten Stätten eher durch Mittelmäßigkeit gekennzeichnet.
Kommen wir zu dem was Deutschland prägt:

Umgang mit der Vergangenheit

Weiterhin gibt es das neue Deutschland

Der Autor geht dann auf die deutsche Lebensart ein um danach die wahrnehmung von außen darzustellen


Es ist also offensichtlich so, dass Deutschland sich durch regionale Unterschiede und eine Vielzahl spezieller Eigenarten unterscheidet. Das alles, zusammen mit der immer wieder erwähnten liberalen und säkularen Grundeinstellung, würde ich als deutsche Kultur empfinden. Dass eine von der Bundesregierung eingesetzte Beuaftragte für Integration neben der Sprache keine deutsche Kultur erkennen kann, habe ich damals fassungslos zur Kenntnis genommen. Es hat ganz klar nicht mein Vertrauen in die Bundesregierung und die hohe Politik bestärkt, wenn das "Management" offenbar den eigenen Laden nicht mehr kennt. Das ist auch keine gute Voraussetzung für die Weiterentwicklung des "Ladens" - hoffen wir also mal, dass Frau Özoguz da in ihrer Ahnungslosigkeit alleine dastand.



Das geilste Reiseland?? Naja Geschmackssache ich finde da haben was Kunst und Kultur betrifft Frankreich oder Italien schon noch mehr zu bieten
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 6. Mai 2019, 11:03

watisdatdenn? hat geschrieben:(05 May 2019, 20:00)

Was gibt es denn an typisch deutscher Kultur in Berlin?
In Bayern muss man nicht lange überlegen da sprudelt es nur so an bayrisch/deutscher Kultur.

Aber inBerlin? Das ist was deutsche Kultur angeht doch eher eine Wüste..

Da könnten wir schon erstmal die Frage diskutieren, ob denn nun bayrische Kultur gleichzeitig deutsche Kultur ist. Da kann man ein Fragezeichen setzen. Denn die Forderung deutsche Kultur muß Deutschland betreffen und nicht kleine Teile davon wäre soweit hergeholt nicht.

Ansonsten komm nach Berlin und schau dich um. Sieh dir die Bauwerke an, die Museen geh in die Oper und beschäftige sich mit der Geschichte der Stadt. Und wenn Du dann noch immer von Wüste redest, dann wäre ein Besuch beim Augenarzt anzuraten.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 6. Mai 2019, 13:58

Dampflok94 hat geschrieben:(06 May 2019, 11:03)
Ansonsten komm nach Berlin und schau dich um. Sieh dir die Bauwerke an, die Museen geh in die Oper und beschäftige sich mit der Geschichte der Stadt. Und wenn Du dann noch immer von Wüste redest, dann wäre ein Besuch beim Augenarzt anzuraten.

Ich war im Pergamonmuseum. Da gibt es durchaus tolle Kultur, aber keine deutsche.

Das ist ja nicht nur meine Einschätzung.

Auch Politiker in Berlin wie Frau Özuguz bestätigen, dass in Berlin eben keine deutsche Kultur (außer der Sprache) zu erkennen ist.

Rätst du dieser Frau auch einen Gang zum Augenarzt?
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Unité 1 » Mo 6. Mai 2019, 15:42

Vongole hat geschrieben:(05 May 2019, 16:10)

Kultur bezeichnet dem Begriff nach alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, also Kunst (Musik, Literatur, Malerei), Forschung, Architektur, technische Erfindungen,
aber auch Bräuche, Sitten und sicherlich bestimmte Mentalitäten, mögen sie als gut oder schlecht betrachtet werden.
Wenn Frau Özoguz also die deutsche Kultur allein auf die Sprache herunter bricht, negiert sie schlichtweg alles, was Deutsche auf diesen Gebieten erreicht und geschaffen haben.
Bemerkenswert, dass dieser Satz von einer Integrationsbeauftragten kommt, die damit signalisiert, dass mit dem Erlernen der Sprache das Integrationsziel erreicht ist.

Wenigstens einen Teil der deutschen Kultur sollten wird denn auch in einem vereinigten Europa erhalten, soweit das möglich ist.

Nein, sie singt im Gegenteil ein Loblieb. einfach mal den Artikel von ihr lesen
Allerdings deutet sie die Kulturleistungen als Ausdruck pluraler, regonaler Kulturen. Ohne das inhaltlich zu bewerten - die kulturellen Leistungen der Deutschen negiert sie jedenfalls nicht.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon space » Mo 6. Mai 2019, 15:56

Unité 1 hat geschrieben:(06 May 2019, 15:42)

Nein, sie singt im Gegenteil ein Loblieb. einfach mal den Artikel von ihr lesen
Allerdings deutet sie die Kulturleistungen als Ausdruck pluraler, regonaler Kulturen. Ohne das inhaltlich zu bewerten - die kulturellen Leistungen der Deutschen negiert sie jedenfalls nicht.


Genau. Das wichtige Wort, in dem inzwischen ja schon berüchtigtem Satz von Özoğuz, ist 'spezifisch'. Das wird gerne überlesen bzw. ignoriert, macht aber einen gigantischen Unterschied und macht die Aussage so mindestens mal diskutabel.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Unité 1 » Mo 6. Mai 2019, 16:06

space hat geschrieben:(06 May 2019, 15:56)

Genau. Das wichtige Wort, in dem inzwischen ja schon berüchtigtem Satz von Özoğuz, ist 'spezifisch'. Das wird gerne überlesen bzw. ignoriert, macht aber einen gigantischen Unterschied und macht die Aussage so mindestens mal diskutabel.

Ich finde es erschreckend, wie viele auf den Spin der rechten Spinner reinfallen und sich nicht mal die Mühe geben, den Artikel selbst zu lesen und ein eigenes Bild vom Gesagten zu machen.
Unten stand ein Gummibaum.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Vongole » Mo 6. Mai 2019, 16:12

Unité 1 hat geschrieben:(06 May 2019, 15:42)

Nein, sie singt im Gegenteil ein Loblieb. einfach mal den Artikel von ihr lesen
Allerdings deutet sie die Kulturleistungen als Ausdruck pluraler, regonaler Kulturen. Ohne das inhaltlich zu bewerten - die kulturellen Leistungen der Deutschen negiert sie jedenfalls nicht.


Na ja, ein Loblied kann ich da nicht erkennen, aber eine falsche Prämisse:
Niemand, oder doch nur ein sehr geringer Teil der Deutschen beruft sich auf eine "Leitkultur" im Sinne des Muffs der 1950er Jahre, ganz im Gegenteil.
Denn genau diese erkämpften Errungenschaften - Gleichberechtigung für Frauen, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung, freie Entfaltung der Persönlichkeit - möchten wir bewahren, und zwar
für alle hier lebenden Menschen. Das wird Frau Özoguz mit einem rein politischen Leitbild nicht erreichen, solange ein beachtlicher Teil unserer Bevölkerung sich diesen Werten entzieht,
und diesen Entzug mit der eigenen, religiösen und politischen Kultur begründet.
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Re: Was ist deutsche Kultur und geht diese verloren?

Beitragvon Quatschki » Mo 6. Mai 2019, 16:17


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