Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

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Sören74
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Sören74 » Sa 15. Jun 2019, 11:32

Skeptiker hat geschrieben:(15 Jun 2019, 01:40)
Es ist aber eben nicht von der Hand zu weisen, dass sehr viele unserer Lebensweisen direkt mit einem exzessiven Energie- und Ressourcenverbrauch gekoppelt sind.
Keine Klassenfahrten nach Paris.


Ja, das kann auch das bedeuten. Mit Sicherheit werden da auch Leute jammern. Man sieht es ja schon am Aufschrei (erstaunlicherweise bei Leuten mit mittleren und hohen Einkommen) zur Kerosinsteuer. Obwohl es moderate Pläne gibt, die die Flugpreise um 10% erhöhen lässt, wird schon gejammert. Vielleicht muss man das auch mal aushalten können. Apropos Klassenfahren nach Paris. Wir waren damals in Barcelona. Aber wir fuhren mit dem Bus hin, 23 Stunden für eine Strecke. Heute gibt es die Möglichkeit mit dem TGV von Stuttgart nach Paris in 4 Stunden zu fahren. Allemal besser, als das Flugzeug zu nehmen. Ist das jetzt ein "Verzicht", mit dem man nicht leben kann?

Skeptiker hat geschrieben:Nachteile auf dem Arbeitsmarkt, weil die Luft dünner wird (Nachteile im Vergleich zum Ausland), und weil Pendeln sich verteuert.


Verstehe ich nicht. Klimaschutz ist ein globales Projekt.

Skeptiker hat geschrieben:Wer die Auswirkung von schlecht laufender Wirtschaft auf die Jugendarbeitslosigkeit mal sehen möchte, der muss nur nach Südeuropa schauen. Ohne Automobilindustrie - und die wäre massiv im Fokus - wäre das auch das Szenario für Deutschland - es kommt halt viel weniger Wirtschaftsleistung im Land an.


Du machst eigentlich das, was Du den Schülern auf der Demo vorwirfst. Du zeichnest eine schwarze Zukunft. Der Unterschied ist nur, die Schüler sehen keine Zukunft, weil die klimatischen Bedingungen sich krass verändern werden. Und Du siehst den Zusammensturz der Wirtschaft.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 15. Jun 2019, 11:34

relativ hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:31)

Allein wie du schon unsachlich Greta als hässlich titulierst und sie somit versucht persönlich lächerlich zu machen ohne auf Inhalte einzugehen, zeigt mir doch schon mit wem ich es hier zu tun habe. Dies erbärmlich zu nennen ist noch eine Untertreibung


Dieser Absatz zeigt deine ganze diesbezügliche Bildungslücke im besonderen Maße. Denn Merkwürdigerweise ist der Kliamwandel normalerweise ein längerer Prozess, der natürlich durch äußere Einflüsse, wie z.B. Aktivität der Sonne, Vulkanaktivität und natürlich eben seit der Industrialisierung, im besonderen Maße, vom Menschen beeinflusst wird. Alles dies ist Stand der Dinge in der Wissenschaft.



:thumbup: tja manch einer prallt hier ja gerne mit seinen Bildungslücken beim Thema Klimapolitik
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Alster » Sa 15. Jun 2019, 11:35

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Feb 2019, 20:06)

Also ist es für dich eine Spinnerei das die Kinder für ihre Zukunft demonstrieren?

Wieso denn Spinnerei? Heiligenfiguren bedienen grundlegende menschliche Bedürfnisse, die überdies bei verschiedenen sehr unterschiedlich gelagert sein können.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Sören74 » Sa 15. Jun 2019, 11:35

unity in diversity hat geschrieben:(15 Jun 2019, 05:45)

Maximalforderungen sind selten erfolgreich, das merkt man bei Koalitionsverhandlungen und wenn Tarifparteien zusammenkommen.
Maximalforderungen sofort, klappt nur in einer Diktatur.


Genau das machen Tarifparteien, sie gehen mit Maximalforderungen in die Verhandlung.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 15. Jun 2019, 11:37

Alster hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:35)

Wieso denn Spinnerei? Heiligenfiguren bedienen grundlegende menschliche Bedürfnisse, die überdies bei verschiedenen sehr unterschiedlich gelagert sein können.

Was bitte für Heiligenfiguren ?
Wer eine nukleare Explosion verursacht wird nach StGB §328 mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe bestraft.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Sören74 » Sa 15. Jun 2019, 11:47

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:16)

Richtig. Und deswegen sollte man sich tunlichst auf die möglichen Folgen des Klimawandels vorbereiten, anstatt das dafür benötigte Geld der EE-Lobby in den Rachen zu stopfen.


Ich glaube nicht, dass das Lesch gemeint hatte, zumal Anpassungsmaßnahmen am Ende teurer sind, als die CO2-Emissionen zu reduzieren. Jedes Zehntel Grad, was das Klima nicht höher geht, spart uns hinterher Kosten. Von daher ist es sinnvoll, jetzt die Emissionen zu reduzieren und damit die Schäden der restlichen Erwärmung möglichst gering zu halten.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon unity in diversity » Sa 15. Jun 2019, 11:48

Sören74 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:35)

Genau das machen Tarifparteien, sie gehen mit Maximalforderungen in die Verhandlung.

Und landen auf dem Teppich der Realität.
Wenn man den Flieger überzieht, droht der Strömungsabriss.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 15. Jun 2019, 12:01

Sören74 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:47)

Ich glaube nicht, dass das Lesch gemeint hatte, zumal Anpassungsmaßnahmen am Ende teurer sind, als die CO2-Emissionen zu reduzieren. Jedes Zehntel Grad, was das Klima nicht höher geht, spart uns hinterher Kosten. Von daher ist es sinnvoll, jetzt die Emissionen zu reduzieren und damit die Schäden der restlichen Erwärmung möglichst gering zu halten.


Richtig Lesch: Unsere Art des Wirtschaftens permanentes Wachstum auf Kosten der Umwelt und des Klimas sind ja ein Teil des Problems nicht umsonst ist die CO2 Bilanz der wohlhabenden Länder eine Katastrophe hinzu kommt ein verschwenderischer Lebensstil (billige Flugreisen, Autoverkehr,Fleischkonsum) der die eigentlichen Kosten an Umweltschäden durch diese Verhalten völlig außer Acht lässt
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relativ
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon relativ » Sa 15. Jun 2019, 12:05

Der Erwin hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:31)

Behauptet hast du das sehr wohl ich schrieb von ca. 18% EE am Gesamtenergiebedarf und deine Antwort waren die 38% Bruttostromerzeugung, du hast ja sogar behauptet ich hätte den kleinsten Betrag an EE genommen und auch diese Antwort zeigt wieder das du überhaupt keine Ahnung hast wie unser Stromnetz bzw. die Erzeugung und Einspeisung funktioniert.
Ich hoffe für dich du findest den argumentativen Fehler jetzt selber. :D

Du scheinst ein kleines schweinchen schlau zu sein das sich nichts sagen lässt.
Doch ich lass mir schon was sagen, nur nicht von Leuten die zu viel Unsinn schreiben.

Ich bin gelernter Elektoinstallateur, habe viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet in so ziemlich allen Sparten, dann hab ich den Techniker gemacht (4 Jahre Abendschule) und über 10 Jahre in der Luftfahrt gearbeitet. Jetzt kommt jemand wie du aus dessen Texten man herauslesen kann, dass er überhaupt keine Ahnung hat wie das funktioniert und auch die Zusammenhänge nicht versteht und will mich belehren.
Na das ist ja ganz toll für dich. Dann solltest du evtl. nochmal 4 Jahre für Textverständnis investieren, dann wirds Rund. ;)

Die Zwangsabnahme für EE Strom, dafür aber dem EE Strom bei der Einspeisung Vorrang gegeben werden, dass ist ein Wiederspruch in sich, was läuft bei dir?! Nur zu deiner Info, man kann Solaranlagen die nicht Autark sind nicht vom Netz trennen, dann brennt dir die Hütte ab, man muss sie einspeisen!
Es geht hierbei eher darum, daß EE Strom der nicht eingespeist wird , d.h. nicht beim Endverbraucher ankommt, trotzdem letztendlich vom Verbraucher mit bezahlt wird.

Einmal zur Erklärung und ich hoffe du akzeptierst das dann, Bruttostromerzeugung bei EE heißt:

Im Jahresdurchschnitt ergo von Jan. bis Dez., also aufs Jahr gesehen und 24 Std. pro Tag hätten wir theoretisch die von dir genannten 38%. Nun gibt es aber Jahreszeiten und auch Tageszeiten (Nacht inbegriffen), bei denen wir entweder kaum Strom oder Heizung usw. brauchen bzw. die EE kaum produziert weil Nacht oder Winter oder Windstille. Es gibt sogenannte spitzen im Stromverbrauch, leider ist es so das gerade dann wenn diese spitzen eintreten .zB: am Morgen wenn alle aufstehen, oder im Winter wenn es lange dunkel ist und alle heizen kaum etwas von den EE kommt. Soweit verstanden?! Nun zum Brutto, dieser Durchschnittswert ist deshalb so hoch weil gerade die EE in Zeiten (Sommer) einen Energieüberschuss liefert den wir zu diesen Zeiten aber nicht abrufen weil nicht gebraucht, am Morgen ist es hell, wir müssen nicht heizen usw. deshalb exportiern wir EE zu diesen Zeiten. Umgekehrt läuft es genauso, haben wir in Deutschland schlecht Wetter, importieren wir EE aus anderen Ländern die gerade einen Überschuss haben, dass hat es mit Brutto auf sich (Eigener Bedarf daraus resultierender Export oder Import) und so kommt man dann auch von den von mir genannten ca. 18% die tatsächlich zur Verfügung stehen.
Diese Art der Energieversorgung ist bis dato nicht dazu geeignet unsere Grundversorgung sicher zu stellen, nimmt man nun noch die Tatsache das wir als Exportnation gerade mal 2% am Weltweiten CO² Ausstoß ausmachen und die Tatsache das der CO² Ausstoß bei uns koninuierlich abnimmt wohingegen er in den USA, China ... steigt, muss man über die Kinder und Medien in diesem Zusammenhang sagen, sie haben nicht verstanden um was es geht! Schlimmer noch die meisten Medien sogenannten Experten usw. füllen sich damit die Taschen und niemandem ist geholfen.


Wir können es viel kürzer machen:
"Als Brutto-Stromerzeugung wird jene Menge an erzeugter elektrischer Arbeit bezeichnet, die in einem Kraftwerk direkt an den Generatorklemmen erzeugt wird."
Die Brutto-Stromerzeugung einer Region entspricht der elektrischen Arbeit, die sämtliche Kraftwerke dort erzeugen. Stromimporte und -exporte über die Grenzen dieser Region sowie der Eigenverbrauch der Erzeuger werden nicht berücksichtigt (vgl. ).

Der Netto-Stromverbrauch bezeichnet die elektrische Energie, die Verbraucher nutzen, ohne den Eigenbedarf der Kraftwerke und die Übertragungs- bzw. Netzverluste zu addieren.

So und jetzt kommt die Prozentzahl am Gesamt Nettoverbrauch. Die ist so wie Beschrieben und dies liegt eben daran, welcher Stron bevorzugt in die Netze gepumpt wird bzw. werden kann.
Das hat erstmal nix mit der Netzstabilität zu tun, die kommt erst dann zum Tragen, wenn mal wirklich zu wenig EE Brutto fürs Netz erzeugt wird.
Die Kosten sind wie ich es beschrieben habe, denn EE Strom muss noch von den Netzbetreibern abgenommen werden und bei zuviel EE Strom muessen natürlich Kraftwerke auch von Netz genommen werden war auch Kosten verursacht.
Also wir haben für EE Individualverkehr (worum es ja ging) schon noch ein paar Prozent Luft nach oben wie du unschwer an der Differenz zwischen Brutto undf Netto erkennen kannst. Neben der Weiterentwicklung in allen Bereichen natürlich.G
Hier nochmal das zugrundelegende Gesetz welches natürlich auch gleich das Problem der erneuerbaren Energien aufzeigt, nämlich die Verfügbarkeit der Transportwege.

§ 3

Abnahme- und Vergütungspflicht

(1) Netzbetreiber sind verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom nach § 2 an ihr Netz anzuschließen, den gesamten angebotenen Strom aus diesen Anlagen vorrangig abzunehmen und den eingespeisten Strom nach §§ 4 bis 8 zu vergüten. Die Verpflichtung trifft den Netzbetreiber, zu dessen technisch für die Aufnahme geeignetem Netz die kürzeste Entfernung zum Standort der Anlage besteht. Ein Netz gilt auch dann als technisch geeignet, wenn die Abnahme des Stroms unbeschadet des Vorrangs nach Satz 1 erst durch einen wirtschaftlich zumutbaren Ausbau des Netzes möglich wird; in diesem Fall ist der Netzbetreiber auf Verlangen des Einspeisewilligen zu dem unverzüglichen Ausbau verpflichtet. Soweit es für die Planung des Netzbetreibers und des Einspeisewilligen sowie für die Feststellung der Eignung erforderlich ist, sind Netzdaten und Anlagedaten offen zu legen.
(2) Der vorgelagerte Übertragungsnetzbetreiber ist zur Abnahme und Vergütung der von dem Netzbetreiber nach Absatz 1 aufgenommenen Energiemenge entsprechend §§ 4 bis 8 verpflichtet. Wird im Netzbereich des abgabeberechtigten Netzbetreibers kein inländisches Übertragungsnetz betrieben, so trifft die Pflicht zur Abnahme und Vergütung nach Satz 1 den nächstgelegenen inländischen Übertragungsnetzbetreiber.
Zuletzt geändert von relativ am Sa 15. Jun 2019, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 15. Jun 2019, 12:12

Sören74 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:32)

Ja, das kann auch das bedeuten. Mit Sicherheit werden da auch Leute jammern. Man sieht es ja schon am Aufschrei (erstaunlicherweise bei Leuten mit mittleren und hohen Einkommen) zur Kerosinsteuer. Obwohl es moderate Pläne gibt, die die Flugpreise um 10% erhöhen lässt, wird schon gejammert. Vielleicht muss man das auch mal aushalten können. Apropos Klassenfahren nach Paris. Wir waren damals in Barcelona. Aber wir fuhren mit dem Bus hin, 23 Stunden für eine Strecke. Heute gibt es die Möglichkeit mit dem TGV von Stuttgart nach Paris in 4 Stunden zu fahren. Allemal besser, als das Flugzeug zu nehmen. Ist das jetzt ein "Verzicht", mit dem man nicht leben kann?



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Du machst eigentlich das, was Du den Schülern auf der Demo vorwirfst. Du zeichnest eine schwarze Zukunft. Der Unterschied ist nur, die Schüler sehen keine Zukunft, weil die klimatischen Bedingungen sich krass verändern werden. Und Du siehst den Zusammensturz der Wirtschaft.



Absolut es dieses Wort Verzicht was vielen.sauer aufstößt aber ganz ohne diesen geht es eben nicht de Erde setzt hier klar Grenzen was Ressourcenverbrauch, Rohstoffverschwendung und Klima angeht, der Irrglaube man könne ewig so weiter machen was Wirtschaften und Lebensstil betrifft ( eben immer weiter wachsen) ist eine naive Vorstellung wo man heute bereits sieht dass diese Ideologie an ihre Grenzen kommt.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon unity in diversity » Sa 15. Jun 2019, 12:12

Bei Cities Skylines habe ich alle Dreckschleudern mittels Standortpolitik und Steuernachhilfe rausgeschmissen.
Die Stadt wurde immer schöner, wurde aber immer unfinanzierbarer.
Krankenhäuser, Schulen, Kirchen und Parkanlagen habe ich gesprengt.
Damit wurde die Stadt zwar billiger, aber trotzdem ergriffen die
Citysens die Flucht.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 15. Jun 2019, 12:14

Sören74 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:47)

Jedes Zehntel Grad, was das Klima nicht höher geht, spart uns hinterher Kosten.

Wie hoch sind die Kosten, um ein Zehntel Grad zu vermeiden und wie hoch wären die Kosten ohne diese Vermeidung?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon relativ » Sa 15. Jun 2019, 12:14

unity in diversity hat geschrieben:(15 Jun 2019, 12:12)

Bei Cities Skylines habe ich alle Dreckschleudern mittels Standortpolitik und Steuernachhilfe rausgeschmissen.
Die Stadt wurde immer schöner, wurde aber immer unfinanzierbarer.
Krankenhäuser, Schulen, Kirchen und Parkanlagen habe ich gesprengt.
Damit wurde die Stadt zwar billiger, aber trotzdem ergriffen die
Citysens die Flucht.

Du siehst, man sollte die Realität nie mit seinem Liebings PC Spiel gleich setzen. :)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon relativ » Sa 15. Jun 2019, 12:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Jun 2019, 12:14)

Wie hoch sind die Kosten, um ein Zehntel Grad zu vermeiden und wie hoch wären die Kosten ohne diese Vermeidung?

Nochmal Tom dies kann dir immer noch niemand genau sagen. Es wird mich Hochrechnungen gearbeitet und die besagen, es wird teurer wenn man nix unternimmt und nur versucht Maßnahmen zu treffen, um die Folgen besser aussitzen zu können.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 15. Jun 2019, 12:17

relativ hat geschrieben:(15 Jun 2019, 12:16)

Es wird mich Hochrechnungen gearbeitet und die besagen, es wird teurer wenn man nix unternimmt und nur versucht Maßnahmen zu treffen, um die Folgen besser aussitzen zu können.

Welche Hochrechnungen sind das?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Sören74 » Sa 15. Jun 2019, 12:19

Der Erwin hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:31)
Nun zum Brutto, dieser Durchschnittswert ist deshalb so hoch weil gerade die EE in Zeiten (Sommer) einen Energieüberschuss liefert den wir zu diesen Zeiten aber nicht abrufen weil nicht gebraucht, am Morgen ist es hell, wir müssen nicht heizen usw. deshalb exportiern wir EE zu diesen Zeiten.


Die Aussage ist falsch. Es wird kein Strom aus EE exportiert, sondern der Strom aus konventionellen Kraftwerken, der über den eigenen Strombedarf existiert. Damit die Kraftwerke nicht ständig runtergeregelt werden, versucht man ihn über den europäischen Strommarkt an andere Länder zu verkaufen.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Sören74 » Sa 15. Jun 2019, 12:22

unity in diversity hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:48)

Und landen auf dem Teppich der Realität.


Eben. Nur sollte die Realität nicht heißen, business as usual, sonst wird es für uns richtig ungemütlich.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 15. Jun 2019, 12:23

Sören74 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 12:22)

...sonst wird es für uns richtig ungemütlich.

Was bedeutet das ganz konkret für "uns"?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon relativ » Sa 15. Jun 2019, 12:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Jun 2019, 12:17)

Welche Hochrechnungen sind das?

Ich weiss zwar, daß du diese in ein paar Seiten davon wieder nix wissen willst, aber gut hier.
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2302636
https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/han ... sequence=1
https://www.jstor.org/stable/pdf/j.ctv1fxfr4.10.pdf

Evtl. ist ja für dich etwas dabei, wenn nicht es gibt noch viel mehr im Netz.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 15. Jun 2019, 12:25

Skeptiker hat geschrieben:(15 Jun 2019, 01:40)

Sei mir nicht böse, aber was Du schreibst bestätigt eher meinen Eindruck, dass da nicht so recht verstanden wird was man fordert.

Ich zitiere mal aus Deiner Quelle:

Quelle

Das sind zuallererst einmal Forderungen an andere. Da wird noch nichts von dem beschrieben was die Umsetzung dieser Forderungen für einen selber bedeutet. Später kommen noch ein paar Vorschläge, dass sich das in Bauvorschriften niederschlagen soll, nicht ohne zu erwähnen, dass alles das natürlich sozial verträglich ablaufen soll (da wird schon die erste Schmerzgrenze sichtbar).

Wenn Du dann im letzten Satz etwas schreibst von "kein nunnützes Licht anlassen", dann ist das eben nicht die Ebene auf der wir uns da bewegen. Es sollte schon jedem klar sein, dass es erheblich mehr als das bedeuten würde. Z.B. das oft schon angesprochene Reisen über große Distanzen (WIE ist dann eigentlich egal).
Energie würde enorm verteuert werden müssen - das ist wohl auch sinnvoll um die Lenkungswirkung dadurch zu erzielen. Es ist aber eben nicht von der Hand zu weisen, dass sehr viele unserer Lebensweisen direkt mit einem exzessiven Energie- und Ressourcenverbrauch gekoppelt sind.
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Nahverkehr mit dem Rad, auch bei schlechtem Wetter.
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Das könnte man noch lange fortsetzen, weil unser ganzes Leben auf dem Verbrauch von CO2 und anderen Ressourcen aufbaut, nicht nur ein paar Komforteigenschaften.

Ist das den Menschen klar, die Werbespots von Energiedienstleistern sehen, wo ein Hänfling locker auf einem Heimtrainer sitzt und dabei Licht im Gegenwert von 2kW aufleuchtet?


Du sprichst einen wichtigen Punkt an und die gleiche Kerbe schlägt auch Harald Lesch nämlich dass unsere ganze entwickelte Gesellschaft ( von der Wirtschaft bis zum Lebensstil) im Grunde völlig auf diesen hemmungslosen Verbrauch von Ressourcen Rohstoffen und CO2 aufbaut ,was klimatechnisch freilich höchst bedenklich ist ,man sieht dass auch an vielen politischen Debatten wo es dann heißt Natur -.und Klimaschutz versus Arbeitsplätze , diese Grundproblematik bzw. Widerspruch sollte man mal grundsätzlicher ins Blickfeld nehmen.

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