Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Kritikaster » Mo 18. Feb 2019, 17:39

Ein Terraner hat geschrieben:(18 Feb 2019, 11:27)

Ich habe dir dazu auch schon einen rechtlichen Beitrag geschickt. viewtopic.php?p=4403334#p4403334

Ja und?

Die Meinung eines Juristen einer Kanzlei, die offenbar unter YT-Profilierungssucht leidet. Natürlich findest Du für jede Position, die Du vertreten möchtest, auch jemanden, der bereit ist, Dir, wenn auch nur so dünn argumentierend wie dieser Geselle, mit seiner Rechtsauffassung zur Seite zu stehen. Ist für ihn ja auch nicht weiter schlimm, ausbaden müssen es im Zweifel ja diejenigen, die seinem Rat folgen.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 18. Feb 2019, 17:57

Kritikaster hat geschrieben:(18 Feb 2019, 17:39)

Ja und?

Die Meinung eines Juristen einer Kanzlei, die offenbar unter YT-Profilierungssucht leidet. Natürlich findest Du für jede Position, die Du vertreten möchtest, auch jemanden, der bereit ist, Dir, wenn auch nur so dünn argumentierend wie dieser Geselle, mit seiner Rechtsauffassung zur Seite zu stehen. Ist für ihn ja auch nicht weiter schlimm, ausbaden müssen es im Zweifel ja diejenigen, die seinem Rat folgen.

Das ist armselig von dir.
Wer eine nukleare Explosion verursacht wird nach StGB §328 mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe bestraft.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Kritikaster » Mo 18. Feb 2019, 18:02

Ein Terraner hat geschrieben:(18 Feb 2019, 17:57)

Das ist armselig von dir.

Was jetzt genau? Die Binsenweisheit, dass Du für jede Rechtsauffassung Juristen findest, die sie vertreten?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Marmelada » Mo 18. Feb 2019, 18:08

Kritikaster hat geschrieben:(18 Feb 2019, 17:39)

Ja und?

Die Meinung eines Juristen einer Kanzlei, die offenbar unter YT-Profilierungssucht leidet. Natürlich findest Du für jede Position, die Du vertreten möchtest, auch jemanden, der bereit ist, Dir, wenn auch nur so dünn argumentierend wie dieser Geselle, mit seiner Rechtsauffassung zur Seite zu stehen. Ist für ihn ja auch nicht weiter schlimm, ausbaden müssen es im Zweifel ja diejenigen, die seinem Rat folgen.
Vielleicht könnten Sie ja präzisieren, an welcher Stelle der yt-profilierungssüchtige Geselle dünn argumentiert.

Außerdem haben die Schüler selbst eine Abteilung FAQ zum Thema Rechtliches, wo auf Möglichkeiten und Risiken hingewiesen wird.
Zuletzt geändert von Marmelada am Mo 18. Feb 2019, 18:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 18. Feb 2019, 18:09

Kritikaster hat geschrieben:(18 Feb 2019, 18:02)

Was jetzt genau? Die Binsenweisheit, dass Du für jede Rechtsauffassung Juristen findest, die sie vertreten?

Das ad hominen gegen den Anwalt.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Marmelada » Mo 18. Feb 2019, 18:41

Liegestuhl hat geschrieben:(18 Feb 2019, 10:34)

Takatuka-Greta hat wohl kaum selbst die Presse gerufen.
An dieser Stelle ging es um die Demonstrationen der deutschen Schüler:

Kritikaster hat geschrieben:(18 Feb 2019, 10:23)

Dass die Störchin nicht ganz dicht ist, dürfte weitgehend Konsens sein. Die wird sich ärgern, dass man seitens ihrer Partei nicht die gleiche Instrumentalisierung der Kids hin bekommt.

Das heißt aber nicht, dass alles, was sie sagt, schon allein deswegen falsch sein muss, weil es von ihr kommt. Und schon gar nicht bedeutet eine partielle Übereinstimmung, dass irgendwer "voll auf AfD-Kurs" ist. Längst nicht alles und jedes, was Deinen Auffassungen widerspricht, ist deswegen gleich rechtsaußen zu verorten.
(Hervorhebung von mir.)

Hier würde mich nun interessieren, welche verschwörerischen Kräfte einflussmächtig genug sind, um deutsche Teenager in beträchtlicher Anzahl zur Organisation und Durchführung von Demonstrationen zu bewegen. Im Winter. Unter Inkaufnahme von Konflikten mit Schule und Eltern.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon think twice » Mo 18. Feb 2019, 20:03

Kritikaster hat geschrieben:(18 Feb 2019, 13:58)

Genau das zu verhindern und dabei demokratische Grundregeln nicht zu beschädigen/missachten, ist mein Anliegen hier.

Manche begreifen das bloß nicht.

Ich halte es für abwegig, zu befürchten, dass Kinder und Jugendliche demnächst eine Afd-Demo initieren werden. Was ist denn das für ein Vergleich? :rolleyes:
Duldsamkeit heißt nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon think twice » Mo 18. Feb 2019, 20:12

Kritikaster hat geschrieben:(18 Feb 2019, 10:23)

[...] Die wird sich ärgern, dass man seitens ihrer Partei nicht die gleiche Instrumentalisierung der Kids hin bekommt.

Das heißt aber nicht, dass alles, was sie sagt, schon allein deswegen falsch sein muss, weil es von ihr kommt. Und schon gar nicht bedeutet eine partielle Übereinstimmung, dass irgendwer "voll auf AfD-Kurs" ist. Längst nicht alles und jedes, was Deinen Auffassungen widerspricht, ist deswegen gleich rechtsaußen zu verorten.

Wenn jemand genau der gleichen Auffassung ist wie ein krasser Rechtsaussen, verorte ich ihn genau dort. Wo denn sonst? Ist ja wohl auch kein Zufall, dass sich auch hier bei diesem Thema die Rechten mal wieder einig sind.
Worum gehts denn? Doch nicht wirklich darum, ob ein paar hundert Schüler die Schüler schwänzen? Nein, es geht um die verhasste Klimadebatte und die Ahnung, dass Kindern, die für den Klimaschutz demonstrieren, mehr zugestanden wird, als wenn die eventuellen Afd-Sproesslinge auf die Strasse gehen würden. Voll ungerecht und so.

Zuletzt geändert von Kritikaster am Mo 18. Feb 2019, 23:09, insgesamt 1-mal geändert.
Aus Originaltext zitierte Beleidigung entfernt
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Der Denker » Mo 18. Feb 2019, 20:34

Sofern es sich um einen guten Zweck handelt , wie z.b für den Klimaschutz können Kinder und Jugendliche gar nicht negativ instrumentalisiert werden. Natürlich gibt es auch hier Grenzen. Würde eine Aktion gestartet werden in der sich Menschen auf die Straße stellen und PKW blockieren sollen , wäre dies durchaus eine Instrumentalisation von Leuten die in ihrem Eifer um Umweltschutz eine Grenze zu überschreiten bereit sind.

Solange die Demos aber friedlich ablaufen und CO2 Sündern nicht Gewalt angedroht wird ist es meines Erachtens in Ordnung auch die Jugend darauf aufmerksam zu machen, dass der Klimawandel ein so relevantes Problem für die Welt ist, dass es sich hierfür lohnt die Schule zu schwänzen. Vermutlich gehen sogar gerade diejenigen auf die Straße die üblicherweise nicht die Schule schwänzen, denn man sieht, dass ihnen die Zukunft nicht egal ist !
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Skeptiker » Mo 18. Feb 2019, 21:21

think twice hat geschrieben:(18 Feb 2019, 20:12)
Wenn jemand genau der gleichen Auffassung ist wie ein krasser Rechtsaussen, verorte ich ihn genau dort. Wo denn sonst? Ist ja wohl auch kein Zufall, dass sich auch hier bei diesem Thema die Rechten mal wieder einig sind.
Worum gehts denn? Doch nicht wirklich darum, ob ein paar hundert Schüler die Schüler schwänzen? Nein, es geht um die verhasste Klimadebatte und die Ahnung, dass Kindern, die für den Klimaschutz demonstrieren, mehr zugestanden wird, als wenn die eventuellen Afd-Sproesslinge auf die Strasse gehen würden. Voll ungerecht und so.

Nö, darum geht es nicht. Aber es scheint ja wohl so zu sein, dass auch nach ausgiebiger Beschreibung der Hintergründe Deine Vorurteile Dir immernoch im Wege stehen zu erkennen worum es geht.

Sei's drum. Man muss ja nicht jeden überzeugen. Mir scheint Dein Bild von demokratischer Kultur ist eher von linkem Kampf als sachlichem Diskurs geprägt. Ansonsten würdest du nicht wieder einen Strohmann abfeuern (die phösen Klimagegner … ) sondern ansatzweise auf die von Kritikaster genannten Argumente eingehen. Du verstehst aber nur "Kinder bestrafen für Gutes tun" und jede Diskussion ist zum Teufel.

Der Staat hat Neutralität zu wahren. Das ist ein eisernes Prinzip das darauf begründet ist, dass Zuwiderhandlung typischerweise am Ende den falschen helfen könnte. Schulpflicht ist Schulpflicht. Niemand wird dafür gesteinigt einmal zu schwänzen, aber es ist eben das vollkommen falsche Signal wenn der Staat in Form der Schulleitungen einen Gesinnungsrabatt bei fälligen Sanktionen vergibt.

Hat denn eine linksmotivierte Presse der AfD geschadet, oder vielleicht eher geholfen? Du kannst Dir sicher sein, dass die Gegner einer offenen Gesellschaft jede Möglichkeit nutzen werden Bevorzugungen des politischen Gegners maximal effektiv auszuschlachten. Der Umgang mit Schulschwänzern mit der "richtigen Gesinnung" ist von denen ganz sicher notiert und wird zum politisch maximal effektiven Zeitpunkt hervorgeholt.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon think twice » Mo 18. Feb 2019, 21:26

Skeptiker hat geschrieben:(18 Feb 2019, 21:21)


Sei's drum. Man muss ja nicht jeden überzeugen. Mir scheint Dein Bild von demokratischer Kultur ist eher von linkem Kampf als sachlichem Diskurs geprägt. Ansonsten würdest du nicht wieder einen Strohmann abfeuern (die phösen Klimagegner … ) sondern ansatzweise auf die von Kritikaster genannten Argumente eingehen. Du verstehst aber nur "Kinder bestrafen für Gutes tun" und jede Diskussion ist zum Teufel.


Die Kampflinken in den Heute-Nachrichten haben das gestern treffend kommentiert: Frueher haben sich die Alten über die unpolitischen Jungen aufgeregt, Heute wettern sie darueber, dass sie die Schule schwänzen.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Brainiac » Mo 18. Feb 2019, 21:26

[MOD] Erneut Spam weggeräumt. Auch AfD-Politiker sind hier - ebenso wie sich engagierende Schüler - kein Freiwild für Beleidigungen, und der User Teeernte beendet augenblicklich seine Spamorgie und muss nicht auf alles und jedes seinen Senf dazugeben.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Skeptiker » Mo 18. Feb 2019, 21:40

Der Denker hat geschrieben:(18 Feb 2019, 20:34)
Sofern es sich um einen guten Zweck handelt , wie z.b für den Klimaschutz können Kinder und Jugendliche gar nicht negativ instrumentalisiert werden. Natürlich gibt es auch hier Grenzen. Würde eine Aktion gestartet werden in der sich Menschen auf die Straße stellen und PKW blockieren sollen , wäre dies durchaus eine Instrumentalisation von Leuten die in ihrem Eifer um Umweltschutz eine Grenze zu überschreiten bereit sind.

Solange die Demos aber friedlich ablaufen und CO2 Sündern nicht Gewalt angedroht wird ist es meines Erachtens in Ordnung auch die Jugend darauf aufmerksam zu machen, dass der Klimawandel ein so relevantes Problem für die Welt ist, dass es sich hierfür lohnt die Schule zu schwänzen. Vermutlich gehen sogar gerade diejenigen auf die Straße die üblicherweise nicht die Schule schwänzen, denn man sieht, dass ihnen die Zukunft nicht egal ist !

Nun, es ist eine Binsenweisheit, dass man für eine gute Sache nicht negativ instrumentalisiert werden kann. Ein wenig selbstreflektierendes Denken wird aber dazu führen zu verstehen, dass "gut" und "schlecht" Wertungen sind, die stark vom Betrachter abhängen. Was ist denn gut und was schlecht? In Saudi-Arabien würden Leute vielleicht ihre Kinder auf die Straße schicken um für die Köpfung von Drogenhändlern zu demonstrieren. In Saudi-Arabien sicher eine uneingeschränkt "gute" Sache. Vielleicht denken Leute hier anders darüber.

Es geht also weniger darum was gut und was schlecht ist, sondern eher darum ob die Instrumentalisierung von Kindern für politische Zwecke ein legitimes Mittel ist.

Bei den Demos hier muss man allerdings sagen, dass diese offenbar durchaus aus dem Dunstkreis der Kinder selber stammen. Auch mir erscheint der Zweck durchaus gut. Es wurden aber auch schon Fälle von Trittbrettfahrern geschildert, die übel aufstoßen lassen. Es ist halt eine Gratwanderung, denn insbesondere vorpupertäre Kinder haben eben tyischerweise keine eigene politische Meinung. Die Ursache für deren Handeln ist also meist bei Menschen zu suchen, die ein Interesse verfolgen diese Kinder dort laufen zu sehen.

Bei "rettet das Klima" wird kaum jemand ein Problem haben. Warten wir aber mal ab wer als nächstes Kinder mit politischen Anliegen in die Öffentlichkeit zieht. Dann mag hier kontroverser diskutiert werden.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Skeptiker » Mo 18. Feb 2019, 21:52

think twice hat geschrieben:(18 Feb 2019, 21:26)
Die Kampflinken in den Heute-Nachrichten haben das gestern treffend kommentiert: Frueher haben sich die Alten über die unpolitischen Jungen aufgeregt, Heute wettern sie darueber, dass sie die Schule schwänzen.

TT, Deine Kampflinken würden doch vor Scham im Boden versinken bei dem Gedanken FÜR die Anliegen ihrer Eltern zu demonstrieren, anstatt DAGEGEN. :D

Das hat doch nichts mit Revoluzzertum und Kampf gegen das Establishment zu tun, das hat allenfalls etwas damit zu tun mit Papas Erlaubnis und signalisiertem Entgegenkommen der Schulleitung endlich mal mit allen Freunden zusammen was verbotenes aber trotzdem gutes tun zu dürfen. Die wahren Revoluzzer sitzen wahrscheinlich in der Schule und lernen, weil sie sich von Eventgängern nicht vereinnahmen lassen wollen. ;)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Kritikaster » Mo 18. Feb 2019, 22:48

think twice hat geschrieben:(18 Feb 2019, 20:03)

Ich halte es für abwegig, zu befürchten, dass Kinder und Jugendliche demnächst eine Afd-Demo initieren werden. Was ist denn das für ein Vergleich? :rolleyes:

Ein nahe liegender, wenn es um die Frage geht, wo das Recht auf Gleichbehandlung bei manchen enden würde.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Benutzername » Mo 18. Feb 2019, 22:56

Gibt es jemanden, der sich dafür interessiert was Kinder zu politischen Themen zu sagen haben? Es interessiert doch sowieso niemanden von Belang, ob diese Kinder demonstrieren oder nicht.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon BingoBurner » Mo 18. Feb 2019, 23:02

Benutzername hat geschrieben:(18 Feb 2019, 22:56)

Gibt es jemanden, der sich dafür interessiert was Kinder zu politischen Themen zu sagen haben? Es interessiert doch sowieso niemanden von Belang, ob diese Kinder demonstrieren oder nicht.


Mich schon. :)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon think twice » Di 19. Feb 2019, 06:11

Kritikaster hat geschrieben:(18 Feb 2019, 22:48)

Ein nahe liegender, wenn es um die Frage geht, wo das Recht auf Gleichbehandlung bei manchen enden würde.

Zur Zeit geht es um das Recht auf Demonstrationsfreiheit, welches selbstverständlich auch Kinder und Jugendliche zusteht. Wenn Erziehungsberechtigte und Schulleitungen ihr OK geben, duerfen sie selbstverständlich an der Demo teilnehmen.
Wenn sich manche im Voraus darum sorgen, dass dieses Recht evt. Afd-Sproesslingen nicht zuerkannt wuerde, dann frage ich mich ernsthaft, wem die Symphatien der Gleichbehandlungsfans eigentlich gelten.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Kritikaster » Di 19. Feb 2019, 07:12

think twice hat geschrieben:(19 Feb 2019, 06:11)

Zur Zeit geht es um das Recht auf Demonstrationsfreiheit, welches selbstverständlich auch Kinder und Jugendliche zusteht. Wenn Erziehungsberechtigte und Schulleitungen ihr OK geben, duerfen sie selbstverständlich an der Demo teilnehmen.
Wenn sich manche im Voraus darum sorgen, dass dieses Recht evt. Afd-Sproesslingen nicht zuerkannt wuerde, dann frage ich mich ernsthaft, wem die Symphatien der Gleichbehandlungsfans eigentlich gelten.

Du erkennst ganz offensichtlich nicht, dass Du auf dem vollkommen falschen Dampfer bist.

Es geht genau NICHT darum, dass sich die Kritiker dieser Schulschwänzerei "darum sorgen, dass dieses Recht evt. Afd-Sproesslingen nicht zuerkannt wuerde", sondern es geht im Gegenteil gerade darum, zu verhindern, dass man mit der jetzt gezeigten Nachsicht einen Präzedenzfall schafft, auf den sich Rechtsknaller berufen können, weil ihnen (selbst als rechte Weltverschlechterer) in einer demokratischen Gesellschaft prinzipiell dieselben Rechte zu gewähren sind wie linken Weltverbesserern.

Sobald bei Dir ein Bemühen zu erkennen ist, diesen Unterschied begreifen zu wollen, können wir gerne weiter diskutieren.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Marmelada » Di 19. Feb 2019, 07:28

Kritikaster hat geschrieben:(18 Feb 2019, 22:48)

Ein nahe liegender, wenn es um die Frage geht, wo das Recht auf Gleichbehandlung bei manchen enden würde.
Würde, hätte, Fahrradkette. Sollte dieses Phantasie-Szenario eintreten, werde ich mich damit beschäftigen. Bis dahin beobachte ich die Entwicklungen in der Realität.

Benutzername hat geschrieben:Gibt es jemanden, der sich dafür interessiert was Kinder zu politischen Themen zu sagen haben? Es interessiert doch sowieso niemanden von Belang, ob diese Kinder demonstrieren oder nicht.
Das wäre der Fall, wenn sie in der Freizeit demonstrierten. Kein Mensch interessiert sich für Demos von Gruppen, die kein Wahlrecht haben. Der Schulstreik als Grundlage für die Forderungen zieht wie gewünscht das Interesse auf sich. Frau Merkel wittert sogar schon finstere Mächte, die da am Werk sein könnten.

https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten ... index.html
Diese hybride Kriegsführung im Internet ist sehr schwer zu erkennen, weil sie plötzlich Bewegungen haben, von denen sie gedacht haben, dass die nie auftreten – die immer ansetzen an einem Manko. In Deutschland protestieren jetzt die Kinder für Klimaschutz. Das ist ein wirklich wichtiges Anliegen. Aber dass plötzlich alle deutschen Kinder – nach Jahren ohne jeden äußeren Einfluss – auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss, das kann man sich auch nicht vorstellen. Also Kampagnen können heute übers Internet viel einfacher gemacht werden.
:eek:

FfF reagiert:
Merkel nennt uns in einem Atemzug mit hybrider Kriegsführung. :mad: Das nehmen wir nicht hin. Wir sind eine selbst organisierte Bewegung von Schülerinnen und Schülern. #FridaysForFuture
Richtig so! :thumbup:

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