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Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 14:06
von Fliege
Ammianus hat geschrieben:(21 Dec 2018, 13:06)
Das mit dem "Relotius-Vorwort" scheint eine Fälschung zu sein.

Das ist m. E. eine durchaus treffende Bildsatire (vgl. Amazon-Link), zumal bei NDR-Reschke seit 2015/16 ein Haltungsschaden diagnostiziert ist ("O ja, die Silvesternacht von Köln muss Anja Reschke, 43, die personifizierte Political Correctness im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, auch als ihr Waterloo erlebt haben"; Zeit online, 3. Juli 2016).

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 14:11
von Schnitter
jack000 hat geschrieben:(20 Dec 2018, 22:11)

Auch Anja Reschke zeigte Haltung:
https://scontent-frt3-1.xx.fbcdn.net/v/ ... e=5C94D1E1


Ich muss leider feststellen dass du auf jeden braunen Müll reinfällst den irgendwelche Neonazis ins Netz stellen.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 16:13
von Tom Bombadil
Selina hat geschrieben:(21 Dec 2018, 08:51)

Mehrfach mit Preisen bedachte Panorama-Moderatorin.

Ah ok, dann kann ich sie mangels Glotze nicht kennen.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 16:36
von Schnitter
Selina hat geschrieben:(21 Dec 2018, 08:51)

Mehrfach mit Preisen bedachte Panorama-Moderatorin.


Und Feindbild aller Neonazis, Reichsbürger und sonstigen Gehirnentkernten.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 17:07
von Skeptiker
Fliege hat geschrieben:(21 Dec 2018, 11:50)
Daraus eine Frage: "Kann man an dieser einen Reportage [Jaegers Grenze] erklären, warum Relotius' Masche so lange funktionierte, die Kontrollen versagten?"
Und die Antwort von Spiegel-Coautor Juan Moreno:
"Das fällt alles wunderbar zusammen in seinen Geschichten, die haben etwas Tröstendes. Es ist totaler Zeitgeist. Die Reportage hat sich in den letzten Jahren massiv Richtung Kurzgeschichte, Richtung Literatur entwickelt" (meine Unterstreichung).

Und das ist ja genau das problematische daran. Der Artikel zur politischen Linkslastigkeit von Journalisten vervollständigt dann das Bild:
Skeptiker hat geschrieben:(29 Jan 2018, 23:26)
... Die Studie von Fleischhauer ist mir auch in Erinnerung geblieben (http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 95095.html) - denke, die meintest Du. Die erklärt für mich auch vieles und schärft die Wahrnehmung.


Ich halte das für bedenklich. Wenn der Journalismus einerseits politisch nicht neutral besetzt ist und darüber hinaus in Teilen ein System sich selbst bestätigender Literaten mit Sendungsbewusstsein etabliert, dann ist es bis zur manipulativen Berichterstattung nicht mehr weit.

Ich hoffe das war nun ein heilsamer Schock für die Redaktionen. Man bietet hier denjenigen die von "Lügenpresse" reden erheblich Angriffsfläche, denn von einer grob fahrlässigen Verbreitung zeitgeistlicher Lügengeschichten zur vorsätzlichen Verbreitung ebensolcher Inhalte ist es nur noch ein schmaler Grat. Ob es denn wirklich grob fahrlässig oder einfach nur fahrlässig war, das bleibt zu ermitteln.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 17:24
von Ammianus
Fliege hat geschrieben:(21 Dec 2018, 14:06)

Das ist m. E. eine durchaus treffende Bildsatire (vgl. Amazon-Link), zumal bei NDR-Reschke seit 2015/16 ein Haltungsschaden diagnostiziert ist ("O ja, die Silvesternacht von Köln muss Anja Reschke, 43, die personifizierte Political Correctness im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, auch als ihr Waterloo erlebt haben"; Zeit online, 3. Juli 2016).


Zu Reschke selbst kann ich nichts sagen. Aber Satire sollte auch als so etwas erkennbar sein. Und da ist diese Journalistin vielleicht wieder zu unbekannt und der Relotius (war das so, da sieht man, dass den bis jetzt eigentlich auch kaum einer als Person wahrgenommen hat.) wohl auch. So scheint diese Bildfälschung scheinbar wirklich eine völlig blödsinnige Angelegenheit und noch dümmer als Relotius zu sein. Denn eins ist klar, die meisten krummen Dinger kommen irgendwann raus. Da kann man noch so intelligent sein. Bei dem Journalisten war es die Masse. Irgendwann muss das schief gehen. Ist wie bei gewöhnlichen Kriminellen. Du kannst eine Bank überfallen. Gibst du danach Ruhe, dann wird man kaum auf die stoßen. Aber die tun es immer wieder und so wird die Spur auch immer tiefer.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 17:30
von Vongole
Skeptiker hat geschrieben:(21 Dec 2018, 17:07)
(..)


Ich halte das für bedenklich. Wenn der Journalismus einerseits politisch nicht neutral besetzt ist und darüber hinaus in Teilen ein System sich selbst bestätigender Literaten mit Sendungsbewusstsein etabliert, dann ist es bis zur manipulativen Berichterstattung nicht mehr weit.

Ich hoffe das war nun ein heilsamer Schock für die Redaktionen. Man bietet hier denjenigen die von "Lügenpresse" reden erheblich Angriffsfläche, denn von einer grob fahrlässigen Verbreitung zeitgeistlicher Lügengeschichten zur vorsätzlichen Verbreitung ebensolcher Inhalte ist es nur noch ein schmaler Grat. Ob es denn wirklich grob fahrlässig oder einfach nur fahrlässig war, das bleibt zu ermitteln.


Diesen Post solltest du vor allem der Redaktion Bildzeitung zur Verfügung stellen, obwohl da weniger von "grob fahrlässiger" Verbreitung als von bewusst falschen bzw. geschickt aufbereiteten zeitgeistlichen Lügengeschichten
die Rede sein sollte.
Eigenartigerweise wird aber von der diesem Format geneigten Leserschaft alles geglaubt.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 17:47
von Skeptiker
Vongole hat geschrieben:(21 Dec 2018, 17:30)
Diesen Post solltest du vor allem der Redaktion Bildzeitung zur Verfügung stellen, obwohl da weniger von "grob fahrlässiger" Verbreitung als von bewusst falschen bzw. geschickt aufbereiteten zeitgeistlichen Lügengeschichten die Rede sein sollte.
Eigenartigerweise wird aber von der diesem Format geneigten Leserschaft alles geglaubt.

Jeder Mensch neigt dazu die Inhalte für vertrauenswürdig zu halten, die er von Quellen erhält die seine Meinung unterstreichen. Das trifft auf die Bild genauso zu wie auf die TAZ. Man kann daher auf Bild-Leser herabschauen, man kann es auch lassen.

Bei der Bild sehe ich tatsächlich eine reißerische Art der Berichterstattung. Daher wirst Du mich selten die Bild zitieren sehen.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 17:50
von PeterK
Tom Bombadil hat geschrieben:(21 Dec 2018, 16:13)
Ah ok, dann kann ich sie mangels Glotze nicht kennen.

Du könntest sie aus der/den Mediathek/en kennen (auch ohne Glotze).

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 18:04
von Vongole
Skeptiker hat geschrieben:(21 Dec 2018, 17:47)

Jeder Mensch neigt dazu die Inhalte für vertrauenswürdig zu halten, die er von Quellen erhält die seine Meinung unterstreichen. Das trifft auf die Bild genauso zu wie auf die TAZ. Man kann daher auf Bild-Leser herabschauen, man kann es auch lassen.

Bei der Bild sehe ich tatsächlich eine reißerische Art der Berichterstattung. Daher wirst Du mich selten die Bild zitieren sehen.


Jeder Mensch sicherlich nicht, und ein politisch wirklich interessierter sogar ganz sicher nicht, für den ergeben sich Wahrheiten gerade aus der Differenzierung.

Ich schaue nicht auf Bild-Leser herab, ich konstatiere nur. Die gleiche Gutgläubigkeit findet sich übrigens auch bei Lesern von RT, Neues Deutschland, PI-News, Epoch Times, Junge Freiheit, um nur einige zu nennen.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 18:21
von Skeptiker
Vongole hat geschrieben:(21 Dec 2018, 18:04)
Jeder Mensch sicherlich nicht, und ein politisch wirklich interessierter sogar ganz sicher nicht, für den ergeben sich Wahrheiten gerade aus der Differenzierung.

Ich schaue nicht auf Bild-Leser herab, ich konstatiere nur. Die gleiche Gutgläubigkeit findet sich übrigens auch bei Lesern von RT, Neues Deutschland, PI-News, Epoch Times, Junge Freiheit, um nur einige zu nennen.

... und es ist sicher Zufall, dass alle diese Zeitungen ein bestimmtes Klientel bedienen. Meinst Du ein TAZ Leser ist da anders?

Ist Dir aufgefallen, dass es gerade die Gutgläubigkeit der Spiegel-Redaktion war, die dem Journalisten das Tor zum Betrug weit geöffnet hat? Interessant, dass nun gerade wieder auf die rechten Medien abgehoben wird. Für KEINE der genannten Zeitungen hat der Betrüger übrigens gearbeitet. Wieso stellst Du nun ausgerechnet DIE an den Pranger? Haben DIE ihre Sorgfalt verletzt, oder die anderen?

Es ist schon bemerkenswert diesen Skandal eines linksliberalen Blattes dafür zu nutzen, gegen rechte Medien und deren Leser zu wettern. Dieser Fall bestätigt ja alle diejenigen, die auf Seiten der rechten Medien immer wieder gegen manipulative Berichterstattung protestiert haben - und dafür immer wieder übelst beschimpft worden sind.

Nun fliegt das auf, und auf wen geht man los? Die bösen rechten Medien … :rolleyes:

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 18:33
von Vongole
Erstens ist z.B. Neues Deutschland ein linkes Medium, zweitens vergleiche ich nur, und drittens sind es leider immer wieder rechte Medien, (Qualitätsjournalimus ausgenommen), die ihre Sorgfaltspflicht nicht nur verletzen,
sondern völlig außer Acht lassen. Meist genügen wenige Klicks im Netz, um dort Fake News auf die Spur zu kommen.
Und im Gegensatz zum Spiegel, der die Fälschungen veröffentlicht und schonungslos Stellung genommen hat, konnte ich bei den genannten Medien so etwas nie feststellen.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 18:49
von PeterK
Skeptiker hat geschrieben:(21 Dec 2018, 18:21)
Interessant, dass nun gerade wieder auf die rechten Medien abgehoben wird.

Wärest Du bereit, willens und in der Lage "rechte Medien" zu definieren?

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 18:52
von Skeptiker
Vongole hat geschrieben:(21 Dec 2018, 18:33)
Erstens ist z.B. Neues Deutschland ein linkes Medium, zweitens vergleiche ich nur, und drittens sind es leider immer wieder rechte Medien, (Qualitätsjournalimus ausgenommen), die ihre Sorgfaltspflicht nicht nur verletzen,
sondern völlig außer Acht lassen. Meist genügen wenige Klicks im Netz, um dort Fake News auf die Spur zu kommen.
Und im Gegensatz zum Spiegel, der die Fälschungen veröffentlicht und schonungslos Stellung genommen hat, konnte ich bei den genannten Medien so etwas nie feststellen.

Dann nennen wir es populistische Presse meinetwegen. Klar, die haben weniger Skrupel als die seriös wahrgenommenen Medien. Das ist aber ein bekanntes Problem. Niemand sollte der Bild in ähnlicher Weise vertrauen wie z.B. der Welt, um einfach mal bei der vergleichbaren politischen Einordnung zu bleiben.

Blöd an der Situation ist lediglich, dass Menschen durch diesen Skandal den Eindruck gewinnen könnten, dass die seriösen auch nicht viel besser sind. Ja, der Spiegel deckt das selber auf. Aber er deckt eben ein Problem auf, dass von Zweiflern immer schon so vermutet oder unterstellt wurde. Für mich persönlich steigert das die Seriosität der Artikel für die Zukunft, andere werden sich vielleicht abwenden.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Fr 21. Dez 2018, 20:39
von Tom Bombadil
Die Bild braucht sich gar nicht so aufzuplustern, dieses Ding ist das mieseste Druckerzeugnis seit Erfindung der Druckerpresse und hat unzählige Menschen auf dem Gewissen, einfach mal den Bildblog aufschlagen.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 14:24
von H2O
yogi61 hat geschrieben:(20 Dec 2018, 18:46)

Naja, Journalisten und Presseleute sind ja nun einmal nicht per se besser Menschen. Die wollen auch Wertschätzung und sie wollen ihre Storys verkaufen. Egal ob Kevin Carter zwanzig Minuten zusieht, wie ein Geier sich auf ein halbverhungertes Kind im Sudan zubewegt und knipst um dann den Pulitzer abzuräumen, oder wenn etwas kleiner die hochgelobte FAZ zusieht wie in ihrer Zeitung auf der Höhe der Griechenlandkrise Unwahrheiten über die angeblich hohe Rente der Einwohner verbreitet wird. Viele Journalisten lassen ganz unverholen ihre politische Meinung einfliessen, auch wenn damit die Wahrheit gebeugt wird. Ist alles menschlich.


Daß so etwas geschieht, sehe ich natürlich auch ein. Aber dann, wenn dahinter keine harmlosen Flunkergeschichten stehen, sondern politisch umstrittene Themen mit solchen Lügengeschichten verbogen werden, dann hört wohl doch der Spaß auf. Dann wird der Lügner fast mühelos zum einflußreichen Meinungsgestalter, weil er ein angesehenes Medium als "Zeugen" seiner Lügengeschichte mißbraucht.

Wenn ich hier in einer Diskussion eine Meinung mit Hinweis auf eine Pressemeldung oder Rundfunkmeldung hinterlege, dann kommt oft ganz zu Recht die Frage nach der Informationsquelle. Tja, kein Zweifel erlaubt, ist dort und dort nach zu lesen. Was bleibt dem Leser anderes übrig, als die Lüge als bestätigte Tatsache zu glauben und seine Meinung zu überdenken? Ein Preisträger gar, vielfach ausgezeichnet, da will doch niemand noch länger als unkundiger Esel dastehen.

Aus meiner Sicht liegt ein solcher Fehltritt auf der Höhe eines Krankenhausarztes, der noch nie eine ärztliche Grundausbildung durchlaufen hat, aber mit gefälschtem doppelten Doktortitel als Stationsleiter Menschen führt und fachliche Anweisungen erteilt.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 14:39
von Quatschki
Lesenswerter Kommentar in der "Welt"

https://www.welt.de/kultur/medien/artic ... reise.html

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 16:19
von Skeptiker
Quatschki hat geschrieben:(22 Dec 2018, 14:39)
Lesenswerter Kommentar in der "Welt"

https://www.welt.de/kultur/medien/artic ... reise.html

Ja, sehr schöner Artikel
Aus dem Video-Beitrag am Ende:
Ich fürchte das auch diejenigen, die in der Bundesrepublik, diejenigen, die Qualitätsmedien verantwortlichen Journalismus als Lügenpresse diskreditieren, genau diesen Vorfall nutzen werden, um weiter gegen die Medien zu polemisieren


Ja, das ist wohl zu erwarten. Vor allem auch deshalb, weil sich hier in einem Fall die schlimmsten Vorwürfe als wahr erwiesen haben. Man kann es nicht anders sagen: In dem Fall hatten die Polemisierer Recht und diejenigen, die so gerne über Verschwörungstheoretiker und Aluhutträger ablästern stehen da wie begossene Pudel.

Nö, es war keine Verschwörung. Es reicht schon aus haarsträubend schlecht, einseitig und manipulativ zu arbeiten - auch der Vorwurf war ja pauschal VT, wenn man nicht gerade SELBER den Gegenbeweis antreten konnte (wer kann das schon vom Schreibtisch zuhause).

Man sieht, Skepsis ist ÜBERALL angebracht und Vertrauen muss verdient werden. Ich habe gehört, dass der Spiegel auch die Kontrollstrukturen auf den Prüfstand stellen will. Das ist sicher der richtige Amsatz.

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 17:14
von Vongole
jack000 hat geschrieben:(20 Dec 2018, 22:09)

So war das u.a. bei den "Flüchtling findet Geldbörse mit xxxx€ und gibt diese zurück" von dem Herrn vom Spiegel. Wenn man das von der Gegenseite anzweifelte, wurde das als Hetze gebrandmarkt.


Nun, diese Geschichte ist jedenfalls wahr, u.U. geglättet, aber auf Fakten basierend.
Das soll keine Relativierung der Fantasiereportagen Rolitius' sein, ist mir aber aus anderen Gründen wichtig. ;)
http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 45196.html

Re: Fälschungsskandal beim „Spiegel“

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 17:32
von Fliege
Skeptiker hat geschrieben:(22 Dec 2018, 16:19)
Aus dem Video-Beitrag am Ende:
"Ich fürchte das auch diejenigen, die in der Bundesrepublik, diejenigen, die Qualitätsmedien verantwortlichen Journalismus als Lügenpresse diskreditieren, genau diesen Vorfall nutzen werden, um weiter gegen die Medien zu polemisieren"

Ja, das ist wohl zu erwarten. Vor allem auch deshalb, weil sich hier in einem Fall die schlimmsten Vorwürfe als wahr erwiesen haben. Man kann es nicht anders sagen: In dem Fall hatten die Polemisierer Recht und diejenigen, die so gerne über Verschwörungstheoretiker und Aluhutträger ablästern stehen da wie begossene Pudel.

Nö, es war keine Verschwörung. Es reicht schon aus haarsträubend schlecht, einseitig und manipulativ zu arbeiten - auch der Vorwurf war ja pauschal VT, wenn man nicht gerade SELBER den Gegenbeweis antreten konnte (wer kann das schon vom Schreibtisch zuhause).

Man sieht, Skepsis ist ÜBERALL angebracht und Vertrauen muss verdient werden. Ich habe gehört, dass der Spiegel auch die Kontrollstrukturen auf den Prüfstand stellen will. Das ist sicher der richtige Amsatz.

Am Spiegel hat sich das Prädikat "Lügenpresse" als zutreffend erwiesen, so dass von einer Diskreditierung nicht die Rede sein kann. Die Entblößung des Spiegels macht Hoffnung auf mehr Enthüllung und auf wieder faktenorientierten Journalismus.