Seite 99 von 116

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 16:04
von Selina
Teeernte hat geschrieben:(25 Jun 2019, 15:54)

DAS war auch nicht der ZUSAMMENHANG...

Erinnerung ?


Gern >>



Da hat die AfD nun nichts mit zu schaffen.....die "Mutti" Presse ist älter.....

>> mach Dir einen SCHAL um !!


Natürlich hat die Neue Rechte (dazu gehört auch die AfD) damit etwas zu tun. Sie ist es doch, die ständig meint, die "Staatsmedien" wollten nur "erziehen" und übe ein "Meinungsdiktat" aus.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 16:14
von schokoschendrezki
Keoma hat geschrieben:(25 Jun 2019, 15:12)

Leider fehlt heute sehr vielen dazu die Medienkompetenz.

DIe Medien. Ja. Die sind einfach da und frei. Es braucht dazu weder Sturzhelme noch Lehrgänge noch gelbe Westen noch "Kompetenz".

Die dauernde Belegung von Presse und Medien mit Attributen wie "Erziehungsmedien", "Denkverbote", "Haltungsjournalismus", "Deutungshoheit" suggeriert ... ja irgendwas Geheimnisvolles. Dabei herrscht einfach nur Pressefreiheit und man schreibt und publiziert einfach, was man denkt. Und man liest und kauft, was man will. Fertig.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 16:16
von Teeernte
Selina hat geschrieben:(25 Jun 2019, 16:04)

Natürlich hat die Neue Rechte (dazu gehört auch die AfD) damit etwas zu tun. Sie ist es doch, die ständig meint, die "Staatsmedien" wollten nur "erziehen" und übe ein "Meinungsdiktat" aus.


Ich hab VERSTÄNDNIS - dass man die Presse des politischen Mitbewerbers als NORMALER Wähler nicht abonniert hat !

Natürlich ist es schwer an Linke//Grüne überhaupt bedrucktes Papier im Abo zu verkaufen- aber einige Schreiberlinge können eben nicht anders. :D :D :D

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 16:25
von Teeernte
schokoschendrezki hat geschrieben:(25 Jun 2019, 16:14)

DIe Medien. Ja. Die sind einfach da und frei. Es braucht dazu weder Sturzhelme noch Lehrgänge noch gelbe Westen noch "Kompetenz".

Die dauernde Belegung von Presse und Medien mit Attributen wie "Erziehungsmedien", "Denkverbote", "Haltungsjournalismus", "Deutungshoheit" suggeriert ... ja irgendwas Geheimnisvolles. Dabei herrscht einfach nur Pressefreiheit und man schreibt und publiziert einfach, was man denkt. Und man liest und kauft, was man will. Fertig.


Gib bitte einen Tip, für eine Presse.....die die Straftäter beim "Bahnblockieren"/gegen Polizei kämpfen nicht heroisiert ->> UND man hier noch verlinken DARF. :D :D :D

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 16:34
von Neandertaler
schokoschendrezki hat geschrieben:(25 Jun 2019, 15:10)

Was heißt denn in diesem Falle "Manipulation"? Auch das musst Du aus dem Blickwinkel durchdenken, welche Gesetze wie geändert werden sollen. Irgendeines aus diesen Dutzenden Yellow-Press-Blättern erhält möglicherweise Geld von einer Musikproduktionsfirma, um einen bestimmten Popsong zu pushen. Wobei das jetzt nur ein willkürlich konstruiertes Beispiel ist, das ich nicht belegen kann. Natürlich wäre das "Manipulation". Ja und? Überleg mal, wie kompliziert und bürokratisch Gesetze wären, die das unterbinden wollten

Ich befürchte auch das neue Gesetzte das ganze eher verschlimmbessern würden, das wäre deshalb nicht mein Ansinnen.


. Wenn im Bereich des Politischen von "Manipulation" die Rede ist, dann wird nach meinem Eindruck immer die Existenz irgendeiner geheimen Institution unterstellt, die eine Art Auftragsmanipulation durchführt. Ja, in wessen Auftrag eigentlich? Der Bundesregierung? Der Russen? Der Amis? Des Weltjudentums?

Nö, das ist eher ein Fall von Schwarmverhalten.
Nebenbei gibt's es auch viele User die eher Probagandistisch, ich denke die haben auch keinen geheimen Auftraggeber, oder?

Sowohl die Süddeutsche als auch die Blaue Narzisse schreibt einfach, was immer ihre Autoren meinen, schreiben zu sollen. Es ist meine Sache, als Leser, die Spreu vom Weizen und das Authentische vom Manipulierten zu trennen.

Schuldig, ich konsumiere in dieser Hinsicht zuviel und zuviel(Propaganda) Schrott, treibe die Medien also nicht Grade zu einer Verhaltensänderung an.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 16:40
von Wolverine
Keoma hat geschrieben:(25 Jun 2019, 15:12)

Leider fehlt heute sehr vielen dazu die Medienkompetenz.


Also mich kann niemand beeinflussen. Ich glaube auch nicht an irgendeine Verschwörung. Mir stößt halt nur auf, dass bestimmte Dinge "schön" geschrieben werden und dazu zähle ich auch die Presseleute, welche die Probleme die solche Flüchtlingsmassen wie 2015 mit sich bringen und die absolute Handlungsunfähigkeit der Regierung mit einer Willkommensjubelei übertüncht haben, die ihresgleichen sucht. Das war mit ein Grund für das Erstarken der AfD.

Ich habe noch nie und werde auch nie meine persönliche Meinung zu einem Sachverhalt von Parteien oder anderen Gruppen abhängig machen. Meine Meinung bilde ich mir selbst, dazu brauche ich keinerlei Anleitung. Ich lasse mir nicht einreden, dass Flüchtlinge wie "Goldstücke" für Deutschland oder aber das die Flüchtlinge die Wurzel aller Übel wären.
Dafür bedarf es lediglich eines gesunden Menschenverstandes.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 18:10
von Sören74
Teeernte hat geschrieben:(25 Jun 2019, 16:25)

Gib bitte einen Tip, für eine Presse.....die die Straftäter beim "Bahnblockieren"/gegen Polizei kämpfen nicht heroisiert ->> UND man hier noch verlinken DARF. :D :D :D


Ich würde sagen, dass dieser Artikel die Straftäter nicht heroisiert hat:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... utzes.html

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 18:12
von Sören74
Wolverine hat geschrieben:(25 Jun 2019, 16:40)

Also mich kann niemand beeinflussen. Ich glaube auch nicht an irgendeine Verschwörung. Mir stößt halt nur auf, dass bestimmte Dinge "schön" geschrieben werden und dazu zähle ich auch die Presseleute, welche die Probleme die solche Flüchtlingsmassen wie 2015 mit sich bringen und die absolute Handlungsunfähigkeit der Regierung mit einer Willkommensjubelei übertüncht haben, die ihresgleichen sucht. Das war mit ein Grund für das Erstarken der AfD.


Zum Meinungsspektrum gehört es dazu, dass Presseleute eine Sache auch schön reden (oder schreiben) dürfen.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 18:38
von Teeernte
Sören74 hat geschrieben:(25 Jun 2019, 18:10)

Ich würde sagen, dass dieser Artikel die Straftäter nicht heroisiert hat:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... utzes.html


Verharmlosung>>

fast zwei Tage lang die Schienenzufahrt zum bundesweit größten Braunkohlekraftwerk Neurath mit einer Sitzblockade verhindert.


im Original >> Gefährliche//Schwere Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr

>> „Klima-Geschichte geschrieben“.

Man sehe „Ende Gelände“ als „großen Partner in einem Kampf gegen die Klimakrise und Regierungen, die nicht handeln wollen“,


>> PROPAGANDA .

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 18:42
von Teeernte
Sören74 hat geschrieben:(25 Jun 2019, 18:12)

Zum Meinungsspektrum gehört es dazu, dass Presseleute eine Sache auch schön reden (oder schreiben) dürfen.


Die Zwangsbezahlten Medien haben einen AUFTRAG und einen STAATSvertrag - der zu einer "NORMALEN" unvoreingenommenen Berichterstattung führen soll.

Die "anderen" Medien darf man bei LÜGEN auch LÜGENPRESSE nennen...

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 18:50
von Skeptiker
Sören74 hat geschrieben:(25 Jun 2019, 18:12)
Zum Meinungsspektrum gehört es dazu, dass Presseleute eine Sache auch schön reden (oder schreiben) dürfen.

Klar, dürfen sie. Haben sie gem. unabhängiger Studien auch im großen Stil gemacht. Nur muss man sich dann nicht wundern, wenn die Menschen feststellen, dass es von der Meinungsfreiheit gedeckt ist solchen Journalismus dann Lügenpresse zu nennen. Wer läßt sich schon gerne manipulieren, insbesondere dann, wenn diese Journalisten sich zu einer ausgewogenen Berichterstattung verpflichtet haben (ÖR).

Ich finde man sieht im ganzen Strang sehr schön wie die Grenzlinie verläuft. Die Linksfraktion verteidigt mehr oder weniger offen einseitige oder unausgewogene Berichterstattung, wenn sie denn dem eigenen Ziel dient. Die liberalere oder konservative Schiene hätte gerne eine sachliche Berichterstattung und einen hohen Journalistischen Ethos. Interessant, dass sich die Ziele so unterscheiden.

Was nur läßt mich denken, dass dann wenn es um Einflussnahme autokratischer Staaten auf deren Presse geht, die gleichen Leute die hier konkrete Beweise für Unausgewogenheit fordern, obwohl die mehr als deutlich vorhanden sind, dann hysterisch zu kreischen beginnen, wenn eben diese Autokraten die Presselandschaft mit gefälligen Journalisten manipulieren. Wann habe ich das letzte mal von einem linken Foristen gehört, dass es unerheblich ist, dass Putin die Presse beherrscht? Richtig - noch NIE.

Also dann weist doch mal nach, dass diese Journalisten manipulieren und gesteuert sind! Weist doch mal nach, dass deren Meinung einen Einfluss auf die Berichterstattung hat! Und regt euch doch nicht auf - wie ihr hier immer wieder betont muss das Individuum einfach nur mehr Medienkompetenz haben. Hat es die nicht - tja, selber schuld, dann wird man halt manipuliert. So das Mantra hier.

Sorry, aber ich halte das für Zynismus pur. Keiner derjenigen die hier offen und verschmitzt die Linksausrichtung des Journalismus in Deutschland verteidigen hat in meinen Augen noch die moralische Höhe Manipulation im Ausland anzuprangern, wenn sie in Deutschland geradezu vergnügt von der Unausgewogenheit profitieren.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 18:58
von Kohlhaas
Was will man schon erwarten von Leuten, die ihre Weltsicht auf gefilterte Informationen aus sozialen Netzwerken stützen? Wenn jemand in einem sozialen Netzwerk hockt, und nur genau die Informationen bekommt, von denen das soziale Netzwerk aufgrund geschickter Datenauswertung weiß, dass er für genau diese "Information" empfänglich ist, dann kann das ja nur so ausgehen. Jede von der erwünschten Meinung abweichende Information kann man dann ja als "Fake News" oder Ausfluss der "Lügenpresse" bezeichnen. Ist jemand, der immer nur liest, was er lesen will, ein gebildeter Mensch?

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 19:07
von Kohlhaas
Jede der heute existierenden Parteien/Meinungsrichtungen hat ihre eigenen oder ihr nahe stehende Publikationsorgane. Die Behauptung, dass "die Presse" gleichgeschaltet sei, ist völliger Blödsinn. In den Informationsblasen in den sozialen Netzwerken ist das natürlich ganz anders.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 19:25
von Senexx
Selina hat geschrieben:(25 Jun 2019, 14:02)

Genau. Und dazu gehört die Wahlmöglichkeit in der Medienlandschaft. Niemand muss sich "erziehen" lassen, wenn das zuweilen sein Eindruck ist, dass das geschehe.


Selbstverständlich muss man das. Man muss es sogar noch finanzieren. Zum Beispiel das ÖR-Zwangsfernsehen.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 19:27
von Kohlhaas
Senexx hat geschrieben:(25 Jun 2019, 19:25)

Selbstverständlich muss man das. Man muss es sogar noch finanzieren. Zum Beispiel das ÖR-Zwangsfernsehen.

Andere Informationsquellen kennst Du nicht? Woher weißt Du dann, dass die ÖR-Medien Dich falsch informieren?

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 19:42
von Kohlhaas
schokoschendrezki hat geschrieben:(25 Jun 2019, 13:46)Nach dem Gesellschaftsmodell des Grundgesetzes der Bundesrepublik sind aber Presse und Medien eben gerade nicht Teil politischer Durchsetzung sondern haben eine unabhängige Funktion im System der Gewaltenteilung zu erfüllen. Ich kenne bislang keine andere effektive Methode, sich für diese Idee einzusetzen, als sich hinzustellen und demonstrativ seine eigene Unabhängigkeit unter Beweis zu stellen. Das ist weder Ignoranz "journalistischer Parteinahme" noch selbst-eitle Überschätzung der eigenen Möglichkeiten. Es geht durchaus um den Einzelnen. Weil man, wenn man für den Einzelnen steht, für ein liberales Gesellschaftsmodell eintritt.

Da hast Du etwas grundlegend falsch verstanden. Nirgendwo in unserem Grundgesetz steht, dass "die Presse" meinungsfrei zu sein habe. Das Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich basiert die Berichterstattung der Presse auf dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung. Das geht so weit, dass Zeitungs- und sonstige Medienbetriebe als "Tendenzbetriebe" eingestuft sind und ansonsten übliche Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten dort nicht gelten. Die Presse erfüllt die ihr zugewiesenen Rechte und Pflichten auch. Man kann in unserer Medienlandschaft Publikationen aus allen möglichen politischen Richtungen finden.

Was Du über das Gesellschaftsmodell des Grundgesetzes geschrieben hat, bedeutet nur, dass der STAAT sich da rauszuhalten hat. Dass es keine ZENSUR gibt. Und jetzt beleg uns doch mal, dass die Bundesrepublik Deutschland Zensur ausübt. Oder, hilfsweise, erklär uns doch mal WIE diese Zensur angeblich ausgeübt wird? Wenn Du schonmal dabei bist, kannst Du uns auch gleich noch erläutern, warum in der Medienlandschaft so viele Organe tätig sind, die ganz unterschiedliche Positionen bedienen....

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 19:53
von ThorsHamar
Kohlhaas hat geschrieben:(25 Jun 2019, 19:07)

Jede der heute existierenden Parteien/Meinungsrichtungen hat ihre eigenen oder ihr nahe stehende Publikationsorgane. Die Behauptung, dass "die Presse" gleichgeschaltet sei, ist völliger Blödsinn. In den Informationsblasen in den sozialen Netzwerken ist das natürlich ganz anders.


Die Presse ist definitiv nicht gleichgeschaltet! Wer soetwas behauptet, weiss nicht, was der Terminus "Gleichschaltung" in diesem Kontext bedeutet.
Es gibt aber systemisch bedingte Synchronisation von Sprache in grossen Teilen von Medien, bes. in den öffentlich-rechtlichen, welche auf den Konsumenten den Eindruck von Gleichschaltung machen können.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 20:00
von Bremer
Kohlhaas hat geschrieben:(25 Jun 2019, 19:07)

Jede der heute existierenden Parteien/Meinungsrichtungen hat ihre eigenen oder ihr nahe stehende Publikationsorgane. Die Behauptung, dass "die Presse" gleichgeschaltet sei, ist völliger Blödsinn. In den Informationsblasen in den sozialen Netzwerken ist das natürlich ganz anders.

Die Informationsdienste und Zeitungsagenturen sind letztendlich Wirtschaftsunternehmen und an Profit interessiert. Sie bedienen unterschiedliche Zielgruppen, um möglichst viele Klicks, Verkaufszahlen und Einschaltquoten zu erzielen. So unterschiedlich die Interessen der Kundschaft sind, so unterschiedlich sind auch die Medien.

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 20:34
von Skeptiker
Kohlhaas hat geschrieben:(25 Jun 2019, 19:07)
Jede der heute existierenden Parteien/Meinungsrichtungen hat ihre eigenen oder ihr nahe stehende Publikationsorgane. Die Behauptung, dass "die Presse" gleichgeschaltet sei, ist völliger Blödsinn. In den Informationsblasen in den sozialen Netzwerken ist das natürlich ganz anders.

Gleichschaltung wäre eine Einflussnahme von außen. Das ist ganz sicher nicht der Fall. Wer behauptet denn soetwas?

Hier wird auch kaum einer selber den Begriff "Lügenpresse" verwenden, weil es schlicht unsinnig ist zu behaupten, die Presse würde systematisch Lügen verbreiten.

Das Problem sehe ich eben in einer strukturellen Unausgewogenheit des Berufsstandes. Hier wurde schon desöfteren nachgewiesen, dass Journalisten - zumindest in Deutschland - klar nach links und nach grün tendieren. Das sollte hoffentlich hier niemand mehr ernsthaft bestreiten. Strittig ist aber welchen Einfluss das auf die Berichterstattung hat - einmal in der freien Presse, einmal aber auch im den der Ausgewogenheit verpflichteten ÖR Medien. Gerade letztere sehe ich da kritisch. Ich würde aber auch da nicht behaupten, dass irgendwer politisch Einfluss nimmt - auch wenn der Vorwurf in meinen Augen realistischer geworden ist, als er es früher vielleicht einmal war.

Man kann Haltungsjournalismus und politischen Aktivismus als Pänomene unserer Zeit in meinen Augen nicht mehr bestreiten. Im ÖR hat der in meinen Augen nichts verloren, gerade in als journalistisch auswogen angesehenen Formaten. Dass private Medienhäuser jede Art von Berichterstattung betreiben können, ist natürlich erlaubt. Wenn es dann aber eben so rüberkommt, dass linke Sichtweise der unwidersprochene Standard ist und alles andere auf der Anklagebank sitzt, dann muss man sich nicht wundern, dass die so angeklagten irgendwann das System ablehnen.

Diesen Effekt sehen wir in meinen Augen und er erklärt auch die Übermacht rechtspropagandistischer alternativer Medien, weil die schlicht einen Markt bedienen, der von der seriösen Presse nicht ausreichend wahrgenommen und bedient wird. Da hat sich eine Nachfrage das Angebot geschaffen, welches vorher niemand bieten wollte - nun, haben sie es sich selber geschaffen. Besser so, oder wäre es besser einen ausgeglicheneren Berufsstand zu haben der alle Seiten mit Informationen versorgt, so dass nicht ER SELBER als Teil des Problems gesehen wird?

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Verfasst: Di 25. Jun 2019, 20:57
von Teeernte
Bremer hat geschrieben:(25 Jun 2019, 20:00)

Die Informationsdienste und Zeitungsagenturen sind letztendlich Wirtschaftsunternehmen und an Profit interessiert. Sie bedienen unterschiedliche Zielgruppen, um möglichst viele Klicks, Verkaufszahlen und Einschaltquoten zu erzielen. So unterschiedlich die Interessen der Kundschaft sind, so unterschiedlich sind auch die Medien.


Zeitungen sind einzig "Macht"-Interessen abhängig. Geld auf der Sparkasse ist besser angelegt - wenn es um wirtschaftliche Interessen gehen würde.