Lügenpresse oder Realitätspresse

Moderator: Moderatoren Forum 5

Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 418
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Papaloooo » Di 26. Mär 2019, 18:59

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Mar 2019, 18:18)

Nö. Die Algorithmen haben genau dass gemacht was ich gesagt haben. Analysiert und dann Bekanntes neu abgemischt. Das ist eben keine Kreativität.

Auch hier gibt es schon wieder einen Nachfolger:

"Aufgrund von EMIs Erfolgen entwickelte Cope weitere, noch ausgefeiltere Programme. Die Krönung des Ganzen war Annie. Während EMI Musik nach vorgegebenen Regeln komponierte, basiert Annie auf maschinellem Lernen. Ihr musikalischer Stil ändert sich fortwährend und entwickelt sich in Reaktion auf neue Inputs von außen. Cope hat keinerlei Vorstellung, was Annie als Nächstes komponieren wird. Tatsächlich beschränkt sich Annie nicht auf das Komponieren von Musik, sondern erkundet auch andere Kunstformen wie die Haiku-Dichtung. "

Quelle:
https://www.sapereaudepls.de/2017/04/22 ... ter-kunst/
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 418
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Papaloooo » Di 26. Mär 2019, 21:37

Zusammenfassend möchte ich einfach noch mal zum Thema schreiben:

Ich sehe hier einfach eine mangelnde Skepsis, Algorithmen sei nie in der Lage, Pressetexte zu verfassen.

Und genau das macht jemanden auch anfällig dafür, nicht zu erkennen, wenn es sich um eine KI handelt.

Wir leben in einer Zeit, wo die Volksparteien an Zulauf verlieren und die politischen Ränder Zulauf gewinnen.

Wir sollten auch nicht vergessen, dass Bots im amerikanischen Wahlkampf eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt haben.

Und auch auf manchen Bewertungsportalen haben Bots längst Einzug gehalten.

Den großen Zeitungen und dem Journalismus wird zunehmend das Wasser abgegraben. Das will ich nicht bewerten, es ist eben so.

Aber eben daraus ergibt sich eine unbestimmte Anzahl von kleinen Nachrichtenzustellern teilweise mit manipulativer Intension.

Und hierfür sind Algorithmen und Bots wie geschaffen.

Und genau aus diesem Grund meine ich, man sollte wachsam sein, ob man hier wirklich einen Text vor sich hat, der von einem Menschen geschrieben ist, oder ob es vielleicht ein manipulativer Text ist, der ganz einfach durch Algorithmen verfasst wird, und das in solch einer Schwämme, dass er verschiedenste Nachrichtenplatformen überschüttet.

"Es kann nicht sein, dass Nachrichten von Robotern verfasst sind!"

So? Wirklich nicht?

Zu wenig Aufmerksamkeit und man wird leicht manipulierbar.
Benutzeravatar
Brainiac
Beiträge: 6280
Registriert: Do 30. Jun 2011, 11:41

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Brainiac » Di 26. Mär 2019, 21:41

[MOD] Guten Tag. Bitte bei der Nebendiskussion "KI-Journalismus" mehr auf das Strangthema fokussieren. ZB, inwieweit die Verbreitung von Fake News, tendenziöser Berichterstattung o. dgl. durch den Einsatz von KI gefördert werden. So allgemein gehalten wie in den letzten Beiträgen, gehört das nicht hierher.
Jeder hat das Recht
Iwan der Liebe
Beiträge: 895
Registriert: Do 6. Dez 2018, 20:54

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 27. Mär 2019, 01:54

Brainiac hat geschrieben:(26 Mar 2019, 21:41)

[MOD] Guten Tag. Bitte bei der Nebendiskussion "KI-Journalismus" mehr auf das Strangthema fokussieren. ZB, inwieweit die Verbreitung von Fake News, tendenziöser Berichterstattung o. dgl. durch den Einsatz von KI gefördert werden. So allgemein gehalten wie in den letzten Beiträgen, gehört das nicht hierher.



"Lügenpresse" ist ein hartes Wort, allerdings ist schon feststellbar, dass man es sich sehr einfach macht und Menschen mit abweichenden Meinungen als "Verschwörungstheoretiker" abstempelt.

Prominentestes Beispiel sind die Anschläge von New York. Obwohl es zahlreiche Indizien dafür gibt, dass die offizielle Darstellung dazu gar nicht stimmen kann, ist man sofort ein "Verschwörungstheoretiker", wenn man das sagt, weil es einfach nicht politisch korrekt ist, einem US-Präsidenten nicht zu glauben, egal was für einen Käse der gerade erzählt. Der US-Präsident steht über der Physik und über der Logik. :thumbup:

Trump allerdings hat den Bogen wohl überspannt, dem glaubt kein Mensch mehr, und man konnte sich wohl bisher nicht dazu durchringen, die gesamte Menschheit als "Verschwörungstheoretiker" zu bezeichnen.
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 2417
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 27. Mär 2019, 02:29

Iwan der Liebe hat geschrieben:(27 Mar 2019, 01:54)

"Lügenpresse" ist ein hartes Wort, allerdings ist schon feststellbar, dass man es sich sehr einfach macht und Menschen mit abweichenden Meinungen als "Verschwörungstheoretiker" abstempelt.


Inwieweit hat letzteres mit der Presse zu tun?
Iwan der Liebe
Beiträge: 895
Registriert: Do 6. Dez 2018, 20:54

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 27. Mär 2019, 02:46

Sören74 hat geschrieben:(27 Mar 2019, 02:29)

Inwieweit hat letzteres mit der Presse zu tun?



Die Presse macht das auch. Zweifelt jemand die offizielle Version von "9/11" an, wird er ganz automatisch als "Verschwörungstheoretiker" bezeichnet.

Gleiches gilt übrigens für Menschen, die den Einfluss von Kohlendioxid auf den Klimawandel bezweifeln.

Damit tut man sich in Sachen Glaubwürdigkeit keinen Gefallen und spielt AfDisten in die Hände. :(
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 2417
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 27. Mär 2019, 02:54

Iwan der Liebe hat geschrieben:(27 Mar 2019, 02:46)

Die Presse macht das auch. Zweifelt jemand die offizielle Version von "9/11" an, wird er ganz automatisch als "Verschwörungstheoretiker" bezeichnet.


Das wäre seltsam, denn auch Zeitungen haben die offizielle Version angezweifelt. Z.B. hier https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 67152.html

Es ist aber ein großer Unterschied, ob man sagt, dass nicht alles an der offiziellen Version stimmt, oder ob man sagt, dass die USA selbst die Flugzeuge ferngesteuert in die Hochhäuser flog und auf den Pentagon ein Flugzeug fiel.
fresh_
Beiträge: 27
Registriert: Do 28. Feb 2019, 09:53

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon fresh_ » Mi 27. Mär 2019, 12:46

@Sören74,

der Kollege darf doch auch in diesen Thread das hineinschreiben das er findet das zu 9/11 in der Presse nicht die Wahrheit gesagt wurde. Die Offizielle Story stimmt hinten und vorne nicht , wenn man sich mal genau informiert. Es gibt viele Zeugenaussagen die genau davon Berichtet haben das sie Sprengungen gehört haben.
Wie gesagt in meinen Augen stimmt da hinten und vorne nicht und wer weiß was da alles dahintersteckt. Schließlich haben die USA Jahrelang in einem Land Krieg geführt indem es auch Zivile Opfer gab , anstatt die betreffenden Personen ausfindig zu machen die dafür verabtwortlich sind.

Das nächste Beispiel das man der Presse nicht alles glauben sollte ist die Geschichte mit Trump. Was haben die nicht alles Berichtet Kremlgate ect. Und nun? Nun mussten sich dieselben Medien bei ihm entschuldigen, zumindest in Amerika. Aber die Medien/Presse berichten ja nur die Wahrheit , würden ja niemals lügen und sachen erfinden *Spiegel hust*
Benutzeravatar
space
Beiträge: 188
Registriert: Di 12. Mär 2019, 12:06

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon space » Mi 27. Mär 2019, 13:03

Nichts zu glauben was von "den Medien" kommt, aber alles, was in irgendwelchen Youtube Videos gesagt wird, ist übrigens kein kritisches Denken, sondern das Gegenteil davon.

Ich plädiere schon länger für Medienkompetenz als Schulfach.
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 4756
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 27. Mär 2019, 15:20

Iwan der Liebe hat geschrieben:(27 Mar 2019, 02:46)

Die Presse macht das auch. Zweifelt jemand die offizielle Version von "9/11" an, wird er ganz automatisch als "Verschwörungstheoretiker" bezeichnet.

Gleiches gilt übrigens für Menschen, die den Einfluss von Kohlendioxid auf den Klimawandel bezweifeln.

Damit tut man sich in Sachen Glaubwürdigkeit keinen Gefallen und spielt AfDisten in die Hände. :(

Nö. Das sind Verschwörungstheoretiker weil sie sich gegen gesicherte Fakten stellen. Und so sollte man sie auch behandeln.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Kohlhaas
Beiträge: 379
Registriert: So 24. Feb 2019, 19:47

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Kohlhaas » Mi 27. Mär 2019, 17:35

Papaloooo hat geschrieben:(26 Mar 2019, 18:31)

Kohlhaas, wir sind völlig einer Meinung.
Genau das ist es ja, was ich damit zu sagen versuche!

Dann habe ich Dich missverstanden. Ich bitte um Nachsicht.

Wie glaubst du, wird sich der Journalismus in Zukunft noch finanzieren können?

Das ist die entscheidende Frage. Im Grunde hängt die nichtmal mit der "Nachrichten"-Schwemme in den sozialen Netzwerken zusammen, sondern schlicht damit, dass immer mehr Menschen ihre Informationen nicht mehr aus gedruckten Zeitungen beziehen, sondern aus Onlineportalen. Und es ist einfach viel schwerer bis unmöglich, dafür irgendwie Geld zu kassieren. Auch in unserem Verlag hat der Online-Sektor hohe Zuwachsraten, die Umsätze daraus sind aber gerade mal sechsstellig geworden. Es gibt Überlegungen, wie man das Problem lösen könnte. Z.B. per Mikropayment. Fünf Cent würde ich gern mal ausgeben, um einen interessanten Artikel lesen zu können. Geben 10.000 Menschen diese 5 Cent aus, dann sind das 500 Euro für EINEN ARTIKEL! Das Problem ist nur: Es gibt keinen Weg, wie ich im Internet solche Kleinstbeträge zahlen kann. Früher ging das mal. Als alle Telefonanschlüsse noch über die Telekom (Post) liefen, konnte man da ein Konto eröffnen und solche Beträge über die Telefonrechnung bezahlen.

Vor allen Dingen leben ja immer mehr Menschen in ihren Filterblasen und wollen nur noch Nachrichten, die sie in ihrem Denken bestätigen.

Und da kommt ihnen doch KI mit den Algorithmen bei dem Nachrichten schreiben genau recht.

Vor allem übermitteln sie sehr gekonnt und zielgerichtet "Nachrichten" (deren Wahrheitsgehalt keiner Prüfung unterzogen wurde!) an genau die Menschen, die solche "Wahrheiten" zur Bestätigung ihres Weltbilds brauchen. Das ist ein großes Problem. Unsere Gesellschaft wird das irgendwie lösen müssen. Und gar nicht mal, um den "Journalismus" zu retten, sondern um den gesellschaftichen Frieden zu bewahren. Die Verbreitung von gezielten Desinformationen über das Internet hat dazu geführt, dass Donald Trump Präsident wurde. Gezielt verbreitete Desinformationen haben dazu geführt, dass eine Mehrheit der Briten sich für den Brexit ausgesprochen hat. Gezielte Desinformationen führen dazu, dass in allen europäischen Staaten populistische und nationalistische Strömungen stärker werden. Wenn die EU zerbricht, dann nicht wegen Brexit, Flüchtlingskrise oder Finanzkrise, sondern wegen dieser uneingedämmten Lügenflut in den sozialen Netzwerken. Die gefährdet den sozialen Frieden.

Mich persönlich ärgert es, dass der Vorwurf "Lügenpresse" immer ausgerechnet aus dem Kreis der Menschen kommt, die vorbehaltlos solchen vorsätzlich verbreiteten Lügen glauben wollen.

Wenn ich in der Zeitung eine "falsche Tatsachenbehauptung" (im Volksmund: Lüge) veröffentliche, dann bin ich dafür haftbar. Ich muss mindestens eine Richtigstellung veröffentlichen. Auf Antrag schaltet sich der Presserat ein und verhängt Rügen (öffentlich!). Sind Persönlichkeitsrechte betroffen, wird es ein Thema für die Justiz. Ich selbst wurde auch schon mal vom Staatsanwalt vorgeladen (nur zur Klarstellung: das Verfahren wurde eingestellt, weil der Vorwurf erwiesenermaßen gegenstandslos war). Auf Facebook oder Twitter kann aber jeder hergelaufene Idiot mit dem IQ einer Ameise jeden Schwachsinn verbreiten, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen. Das ist ein echtes Dilemma! So kann das nicht bleiben, aber wie will man sowas unterbinden, ohne das Grundrecht auf Meinungsfreiheit einzuschränken????
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 418
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Papaloooo » Do 28. Mär 2019, 09:24

Kohlhaas hat geschrieben:(27 Mar 2019, 17:35)

Dann habe ich Dich missverstanden. Ich bitte um Nachsicht.

Kein Problem das passiert mir gelegentlich.
Es mag daran liegen, dass ich immer eine Mischung von Bewunderung habe über die technischen Möglichkeiten, aber auch gleichzeitig die Gefahren sehe.
Und dann kommt letzteres manchmal nicht so rüber.

Ja, die Filterblasen-Mentalität nimmt dramatisch zu.

Und ja, es wird noch eine große Herausforderung werden, wie man damit richtig umgeht.

Eine Lösung sehe ich derzeit auch nicht!
Iwan der Liebe
Beiträge: 895
Registriert: Do 6. Dez 2018, 20:54

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Iwan der Liebe » Do 28. Mär 2019, 09:48

Alter Stubentiger hat geschrieben:(27 Mar 2019, 15:20)

Nö. Das sind Verschwörungstheoretiker weil sie sich gegen gesicherte Fakten stellen. Und so sollte man sie auch behandeln.



Tatsächlich gibt es Menschen, die in einigen Punkten abweichende Meinungen oder auch nur kritische Fragen einfach nicht dulden wollen und sofort reflexartig anfangen, hemmungslos herumzupöbeln und zu diffamieren, wenn jemand den Mainstream verlässt.

In dem Punkt hat die AfD leider recht, obwohl sie selbst nicht anders tickt und ebenfalls gegen Menschen, die ihre Ansicht nicht teilen, hetzt. :(
Kohlhaas
Beiträge: 379
Registriert: So 24. Feb 2019, 19:47

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Kohlhaas » Do 28. Mär 2019, 13:33

Iwan der Liebe hat geschrieben:(28 Mar 2019, 09:48)

Tatsächlich gibt es Menschen, die in einigen Punkten abweichende Meinungen oder auch nur kritische Fragen einfach nicht dulden wollen und sofort reflexartig anfangen, hemmungslos herumzupöbeln und zu diffamieren, wenn jemand den Mainstream verlässt.

In dem Punkt hat die AfD leider recht, obwohl sie selbst nicht anders tickt und ebenfalls gegen Menschen, die ihre Ansicht nicht teilen, hetzt. :(

Es geht nicht um "Rumpöbeln". Es geht auch nicht um "abweichende Meinungen". Es geht darum, dass Menschen, deren Meinungen durch keinerlei Tatsachen begründet sind, sich anmaßen, andere Menschen Lügner zu schimpfen. Genau betrachtet geht es darum, dass bestimmte Menschen andere Menschen nur deshalb als Lügner verleumden, bloß weil die nicht die Meinung der Verleumder vertreten. Über eine Meinung kann man nur diskutieren, wenn sie durch Argumente gestützt wird. Wenn es keine Argumente gibt, ist es keine Meinung, sondern ein Glaube. So betrachtet sind die Lügenpresse-Lügner nur Glaubenskrieger.
Benutzeravatar
sunny.crockett
Beiträge: 1321
Registriert: So 25. Feb 2018, 15:52

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Mo 1. Apr 2019, 11:09

Andrea Kiewel kritisiert die „Tagesschau“: „Man muss die Wahrheit berichten“

Zuerst heiße es, dass sich die Lage nach schweren Angriffen der israelischen Armee auf den Gazastreifen, im Laufe des Tages beruhigt habe. Anschließend wird berichtet, dass wichtige Einrichtungen der Hamas zerstört worden seien. Kritisiert wird, dass erst am Ende des 30-sekündigen Beitrags darauf hingewiesen wird, dass zunächst die Hamas ein Haus in Israel mit einer Rakete zerstört hatte. Bei den israelischen Angriffen handle es sich lediglich um eine Reaktion auf diesen Vorfall.

Schließlich mischte sich auch ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel in die Debatte ein. Mit drastischen Worten attackiert die „Fernsehgarten“-Gastgeberin die ARD und wirft der Redaktion vor, fahrlässig die Unwahrheit zu berichten.

In einem Gastbeitrag für die „Jüdische Allgemeine“ schrieb sie in dieser Woche: „Liebe Kolleginnen und Kollegen der ARD, Sie irren sich! Ich war vor Ort, als es losging mit den Raketen aus Gaza. Die Reaktion der israelischen Armee darauf war – wie der Name schon sagt – eine Reaktion. Man muss Israel nicht mögen. Man kann diesen Staat kritisieren, sich zur Brust nehmen und ihm viele Fragen stellen. Man muss aber, wenn man Journalist ist, die Wahrheit berichten. Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

Der Beitrag würde fälschlicherweise den Eindruck erwecken, „Israel hätte angefangen mit den Raketen. Israel sei der Aggressor.


https://www.focus.de/kultur/medien/ard- ... 27932.html
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 2923
Registriert: Sa 26. Mai 2018, 00:15

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Fliege » Mo 1. Apr 2019, 12:10

sunny.crockett hat geschrieben:(01 Apr 2019, 11:09)
"Andrea Kiewel kritisiert die 'Tagesschau': 'Man muss die Wahrheit berichten'
[...]"
https://www.focus.de/kultur/medien/ard- ... 27932.html

Ist da wieder eine Redaktion beim Relotieren erwischt worden? Andererseits "berichtet" die ARD nicht erst seit heute mindestens tendenziös über Israel und den Israelkonflikt (siehe beispielsweise Mena-Watch online, Gebührenfinanzierte Dämonisierung Israels, 26. August 2016).
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 10276
Registriert: So 7. Jul 2013, 20:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Wolverine » Mo 1. Apr 2019, 13:17

Fliege hat geschrieben:(01 Apr 2019, 12:10)

Ist da wieder eine Redaktion beim Relotieren erwischt worden? Andererseits "berichtet" die ARD nicht erst seit heute mindestens tendenziös über Israel und den Israelkonflikt (siehe beispielsweise Mena-Watch online, Gebührenfinanzierte Dämonisierung Israels, 26. August 2016).


Das macht nicht nur die ARD. Es ist allgemein üblich, dass die vorangegangenen Angriffe der Hamas ausgeklammert werden. Bei N24 habe ich in der Regel Glück. Die erwähnen das und nicht nur das. Sie bezeichnen Israels Aktionen nach dem Angriff als das was es ist. Selbstverteidigung.
Die öffentlich - rechtlichen sollten sich schämen was die Berichterstattung über Israel anbelangt. So soll Verständnis für Terror gegen Juden generiert werden, weil man die immer als Sündenbock benutzen kann.
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 13004
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 1. Apr 2019, 14:21

Iwan der Liebe hat geschrieben:(28 Mar 2019, 09:48)
Tatsächlich gibt es Menschen, die in einigen Punkten abweichende Meinungen oder auch nur kritische Fragen einfach nicht dulden wollen und sofort reflexartig anfangen, hemmungslos herumzupöbeln und zu diffamieren, wenn jemand den Mainstream verlässt.

An der Uni Freiburg hat der Philosophie-Professor Dieter Schönecker den bekannten Buchautor Thilo Sarrazin sowie den AfD-"Chefideologen" Marc Jongen im Rahmen einer Vorlesungsreihe als Gastredner eingeladen. Denn "Philosophie liebe Gedankenexperimente". Der Mann hat freilich heftie Gegenreaktionen an der Uni erlebt. Woher ich das weiß? Unter dem Titel "Techniken sozialer und moralischer Tyrannei" hat er darüber in der Reihe "Politisches Feuilleton" des DLF Kultur berichtet. "Auch Schikanierungen bedrohen die geistige Freiheit" heißt es da. Er wird sich als Philosophie-Professor hoffentlich über das Paradoxon im Klaren sein, das darin besteht, sich über die "Schere in den Köpfen" ausgerechnet auf einem Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschweren zu können.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/wissenschaftsfreiheit-an-der-universitaet-techniken.1005.de.html?dram:article_id=443526
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 2923
Registriert: Sa 26. Mai 2018, 00:15

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Fliege » Mo 1. Apr 2019, 15:48

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Apr 2019, 14:21)
An der Uni Freiburg hat der Philosophie-Professor Dieter Schönecker den bekannten Buchautor Thilo Sarrazin sowie den AfD-"Chefideologen" Marc Jongen im Rahmen einer Vorlesungsreihe als Gastredner eingeladen. Denn "Philosophie liebe Gedankenexperimente". Der Mann hat freilich heftie Gegenreaktionen an der Uni erlebt. Woher ich das weiß? Unter dem Titel "Techniken sozialer und moralischer Tyrannei" hat er darüber in der Reihe "Politisches Feuilleton" des DLF Kultur berichtet. "Auch Schikanierungen bedrohen die geistige Freiheit" heißt es da. Er wird sich als Philosophie-Professor hoffentlich über das Paradoxon im Klaren sein, das darin besteht, sich über die "Schere in den Köpfen" ausgerechnet auf einem Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschweren zu können.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/wissenschaftsfreiheit-an-der-universitaet-techniken.1005.de.html?dram:article_id=443526

Es finden sich noch immer Mitarbeiter bei den Öffis, die journalistische Ehrlichkeit zu pflegen versuchen.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 10276
Registriert: So 7. Jul 2013, 20:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Wolverine » Mo 1. Apr 2019, 16:42

Fliege hat geschrieben:(01 Apr 2019, 15:48)

Es finden sich noch immer Mitarbeiter bei den Öffis, die journalistische Ehrlichkeit zu pflegen versuchen.

Leider viel zu selten.....
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.

Zurück zu „5. Bildung - Kultur - Medien“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste