SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

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Bielefeld09
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon Bielefeld09 » Mo 9. Sep 2019, 02:35

jack000 hat geschrieben:(09 Sep 2019, 02:26)

Na klar doch:

https://www.welt.de/vermischtes/article ... enger.html
=> Komisch wo die immer das Geld für die Autos her haben ...

das fragst du dich selber nicht!
Ich habe Antworten:
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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jack000
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon jack000 » Mo 9. Sep 2019, 02:40

Bielefeld09 hat geschrieben:(09 Sep 2019, 02:35)

das fragst du dich selber nicht!
Ich habe Antworten:

Na dann teilst du diese uns diese doch auch mit?
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Bielefeld09
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon Bielefeld09 » Mo 9. Sep 2019, 03:08

jack000 hat geschrieben:(09 Sep 2019, 02:40)

Na dann teilst du diese uns diese doch auch mit?

Nein, warum denn?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Papaloooo
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon Papaloooo » Mo 9. Sep 2019, 06:38

jack000 hat geschrieben:(09 Sep 2019, 00:16)

Was wäre denn eigentlich gewesen, wenn der Unfall in Berlin (Unfall ist da m.E. auch die falsche Bezeichnung, sondern asoziales Verhalten im Verkehr) mit einem VW Polo meines Typs passiert wäre? (4 Personen damit auf dem Gehweg tot zu fahren ist ja kein Problem) => Würde dann also der VW Polo V verboten werden müssen, aber die SUVs dürften weiterhin fahren?

Unfälle passieren ständig, das ist natürlich klar.
Und nochmals: hier geht es nicht um ein Verbot,
die Petition möchte durch höhere Steuern überdimensionierte PKWs eindämmen.

Lies mal was der ADAC zum Thema SUVs und Fußgänger sagt:

https://www.adac.de/infotestrat/adac-im ... z_suv.aspx
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Adam Smith
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Sep 2019, 06:51

Bielefeld09 hat geschrieben:(09 Sep 2019, 03:08)

Nein, warum denn?


Und warum nicht?
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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imp
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon imp » Mo 9. Sep 2019, 08:53

Papaloooo hat geschrieben:(08 Sep 2019, 09:32)

SUV überfuhr mehrere Leute in Berlin: vier Tote!

Ein Unfall geht einfach anders aus, wenn man von einem SUV angefahren wird.
Mich hat vor zwei Jahren mal einen BMW (zum Glück kein SUV) auf die Motorhaube genommen, mein Fahrrad wurde nach vorn geschleudert, ich fiel über das Auto drüber. Von ein paar Schürfwunden, Prellungen und Verstauchungen abgesehen blieb ich unverletzt.
Das steile Heck (Edith: die Front!!!) eines SUVs hingegen schleudert den Verkehrsteilnehmer nach vorn und das Auto fährt dann drüber.
Mittlerweile ist jedes dritte verkaufte Auto ein SUV, das sollte dringendst eingedämmt werden.
daher bitte ich, diese Petition zu unterstützen:

>>>Petition gegen SUVs<<<

Kunden kaufen diesen praktischen Formfaktor bewusst und nicht etwa, weil andere Formfaktoren wie Zweisitzer-Cabrio nicht verfügbar wären. Durch die Elektromobilität werden weitere Formfaktoren auf den Markt kommen, bei denen eine klassische Motorhaube nicht mehr in dem Maß notwendig ist. Etwa bus-ähnliche Fahrzeuge in kleinerem Format für 2-3 Personen.

Was man möchte, ist weniger Unfälle, nicht mehr Verbote. Eine stärkere Entflechtung wäre an einigen Verkehrsbereichen wuenschenswert, Autos auf die Rampe oder unter die Erde, Fußgaenger ebenerdig. Hilfsweise auch Fuszgaengerunterfuerungen, wo das die praktikabelste Loesung ist. Zwischen Einkaufszentren auch einmal eine Bruecke ueber den Verkehr. Mehr OPNV, mehr Abstellflaechen am Ortsrand, weniger Notwendigkeit fuer das Kfz innerorts. Stattdessen kommt die Politik mit Verbots- und Strafpreisdiskussionen. Das wird kein Renner.
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Teeernte
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon Teeernte » Mo 9. Sep 2019, 09:05

Papaloooo hat geschrieben:(09 Sep 2019, 06:38)

Unfälle passieren ständig, das ist natürlich klar.
Und nochmals: hier geht es nicht um ein Verbot,
die Petition möchte durch höhere Steuern überdimensionierte PKWs eindämmen.

Lies mal was der ADAC zum Thema SUVs und Fußgänger sagt:

https://www.adac.de/infotestrat/adac-im ... z_suv.aspx


Deutlich über die Hälfte sind FirmenPKW. (Lobbyeffekt//Linke Tasche Rechte Tasche) Deren Einkaufs-steuer-wirkung einfach verpufft.

Wenn Du die grossen Kistchen eingrenzen möchtest >> 130 kmh (max) aus Unfallschutzgründen / Arbeitsschutz - für ALLE Firmenfahrzeuge . (Begrenzt durch Elektronische Abregelung)

Demnach lag der Anteil an SUV-Neuzulassungen in den ersten vier Monaten des Jahres mit 31,3 Prozent erstmals über der 30-Prozent-Marke.

Für das Gesamtjahr ergebe sich damit voraussichtlich die Zahl von 1,05 Millionen neu zugelassenen SUV,


Privatleute kaufen kleine "Suv"...

Die Geländewagen seien mittlerweile "eher VW Golfs statt Porsche Panamera": Die Mehrheit der Autos habe nicht Allrad-, sondern Frontantrieb, 52 Prozent der in den ersten vier Monaten zugelassenen SUV hätten Golf-Länge oder weniger und 25 Prozent seien auf Golf-Breite oder darunter. "Die Vorstellung, SUV mit Riesenmonster gleichzusetzen, ist einfach falsch."


(Suv....)Der Anteil betrage knapp 42 Prozent.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/SUV-Zula ... 02967.html

Auf den ersten Blick hat sich der Pkw-Markt im April 2019 kaum verändert. Der Marktanalyst Dataforce findet dennoch interessante Verschiebungen. So sanken die Privatzulassungen deutlich.

Für den Platz an der Sonne dürfte es aber auf absehbare Zeit keinen Herausforderer geben. Denn um am VW Tiguan (im August fast 8.500 Neuzulassungen und eine Zuwachsrate um stramme 69,7 Prozent) vorbeizuziehen, steht ein weiterer VW im Weg. Der T-Roc zementiert gerade mit Riesenabstand auf den Drittplatzierten seinen 2. Platz, er ist das einzige Modell, das dem Tiguan auch nur im Ansatz gefährlich werden könnte. Gemeinsam erreichen die zwei Modelle T-Roc und Tiguan fast 40 Prozent Marktanteil bei den SUV. Bezogen auf den Gesamtmarkt nehmen die SUV und Geländewagen inzwischen die Drittelmarke ins Visier
https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... gust-2018/

Die Neuzulassungsanteile der Segmente SUVs und Kompaktklasse lagen im Juli 2019 mit jeweils 20,0 Prozent gleichauf. Dabei verzeichnete das regelmäßig stärkste Segment der Kompaktklasse erneut einen Rückgang (-1,6 %), die SUV-Neuzulassungen legten hingegen um +15,6 Prozent zu. Geländewagen wiesen ein Plus von 19,4 Prozent auf und erreichten einen Anteil von 10,6 Prozent. Deutliche Steigerungen verzeichneten auch die Mini-Vans (+30,4 %), Sportwagen (+20,8 %), Wohnmobile (+19,0 %) und Großraum-Vans (+15,3 %). Weniger gefragt waren hingegen Fahrzeuge der Oberklasse (-12,8 %) sowie der Segmente Minis (-8,8 %), Kleinwagen (-3,9 %) und Mittelklasse (-4,2 %).

63,7 Prozent der Neuwagen wurden gewerblich zugelassen, +5,9 Prozent mehr als im Vergleichsmonat.


Man wär schön blöd - die teuren Kistchen NICHT vom Staat sponsorieren zu lassen !

Statt Oberklasse oder Sportwagen kauft Geschäftsmann nun einen fetten SUV..
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon H2O » Mo 9. Sep 2019, 09:11

Teeernte hat geschrieben:(09 Sep 2019, 00:15)

Man sollte bei PKW auf ICE Frontpartie setzen.... das erspart langes leiden.


Das sind doch die lang gezogenen Nasen vor dem Triebwagen. Wenn ich Papaloooo richtig verstanden habe, dann fliegt das Unfallopfer schlimmstenfalls über das Fahrzeug hinweg, oder es bleibt auf der Font liegen, während die steile Front eines SUVs (mit oder ohne Kuhfänger) das Opfer von sich abprallen läßt und danach das Opfer auch noch überrollt wird. Das ist bestimmt nicht lustig.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon Teeernte » Mo 9. Sep 2019, 09:23

H2O hat geschrieben:(09 Sep 2019, 09:11)

Das sind doch die lang gezogenen Nasen vor dem Triebwagen. Wenn ich Papaloooo richtig verstanden habe, dann fliegt das Unfallopfer schlimmstenfalls über das Fahrzeug hinweg, oder es bleibt auf der Font liegen, während die steile Front eines SUVs (mit oder ohne Kuhfänger) das Opfer von sich abprallen läßt und danach das Opfer auch noch überrollt wird. Das ist bestimmt nicht lustig.


Fussgängerschaden ist Teil der Zulassung.... da gehts um >>>

Die von der Arbeitsgruppe Fußgängersicherheit der EEVC (European Enhanced Vehicle-safety Committee) erarbeitete Prüfvorschrift bildet die Grundlage sowohl für die Typprüfungen zum Fußgängerschutz gemäß Europäischer Gesetzgebung als auch für Verbraucherschutztests nach Euro NCAP (European New Car Assessment Programme). Beide Versuchsreihen werden in der BASt durchgeführt. Die BASt verfügt über ein von Euro NCAP anerkanntes Prüflabor für Crash-Tests und ist ein vom Kraftfahrt-Bundesamt benannter technischer Dienst für die gesetzlichen Typzulassungsprüfungen.
https://www.bast.de/BASt_2017/DE/Fahrze ... chutz.html

Hinter dieser Richtlinie werden sich Hersteller zurückziehen...


Nach dem Motto >> Die EU wollte ja die Form eines SUV genau SO - durch Vorschrift festgelegt wir konnten ja nicht anders..deshalb sehen die alle gleich aus. Ihr habt das so gewollt ...wir ja nicht.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Sep 2019, 09:28

JJazzGold hat geschrieben:(08 Sep 2019, 22:46)
Die Schweiz hat Zeit abzuwarten, inwieweit Deutschland in der Lage ist mit seinem Besteuerungswahn zum Zweck des Unterbindens eine EU weite Regelung zu initiieren. Da dürften so einige EU Staaten nicht mitspielen. Dazu reicht ein kurzer Blick auf die Kosten eines Päckchens Zigaretten in den jeweiligen EU Staaten. ;) Da genesen die Einkünfte am deutschen Steuerwesen.

Nun ist allerdings der Weg der Gesetzgebung, auch der zur Entrichtung von Steuern in Deutschland und in der EU eigentlich ziemlich formal und auch demokratisch abgesichert. Kein Staatsbeamter kann einfach so willkürlich Gesetze erlassen oder Steuern erhöhen. Die freie Presse kann sich sowohl für als auch gegen Steuererhöhungen zur SUV- oder Tabakvergrämung einsetzen. Das Parlament, das Gesetze abnicken muss, ist in seiner Zusammensaetzung demokratisch gewählt. Jedem PKW-Fahrer ist es erlaubt, ein "Steuern-sind-Raub-"Schild ans Heck zu kleben oder mit einem "Steuern-sind-Raub-T-Shirt" herumzulaufen. Das Ergebnis all dessen ist ein gesellschaftlicher Kompromiss. Den nun als "Kreuzzug" zu bezeichnen heißt für mich einfach nur "Nein. Ich will der Bestimmer sein!"
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon JJazzGold » Mo 9. Sep 2019, 10:14

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Sep 2019, 09:28)

Nun ist allerdings der Weg der Gesetzgebung, auch der zur Entrichtung von Steuern in Deutschland und in der EU eigentlich ziemlich formal und auch demokratisch abgesichert. Kein Staatsbeamter kann einfach so willkürlich Gesetze erlassen oder Steuern erhöhen. Die freie Presse kann sich sowohl für als auch gegen Steuererhöhungen zur SUV- oder Tabakvergrämung einsetzen. Jedem PKW-Fahrer ist es erlaubt, ein "Steuern-sind-Raub-"Schild ans Heck zu kleben oder mit einem "Steuern-sind-Raub-T-Shirt" herumzulaufen. Das Ergebnis all dessen ist ein gesellschaftlicher Kompromiss. Den nun als "Kreuzzug" zu bezeichnen heißt für mich einfach nur "Nein. Ich will der Bestimmer sein!"


Das darf Jeder sehen, wie er sie will. Mich erinnert es an einen Kreuzzug, wenn SUV von irgendwelchen wild Gewordenen mit Aufklebern “Klimakiller“ versehen werden, wenn eine Petition, wie im Eingangsbeitrac verlinkt, angestoßen wird, wenn in Berlin überlegt wird, die zulässige Anzahl an SUVs gesetzlich zu regeln, wenn Firmen von politischer Seite angedient werden soll, solche Fahrzeuge nicht mehr zu produzieren, wenn SUV Fahrer gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren sollen und last not least ein Unfall dazu genutzt werden soll alle SUV Fahrer unter Generalverdacht zu stellen.

Da dreht sich mir als Liberale der Magen um.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon H2O » Mo 9. Sep 2019, 10:26

Teeernte hat geschrieben:(09 Sep 2019, 09:23)

Fussgängerschaden ist Teil der Zulassung.... da gehts um >>>

https://www.bast.de/BASt_2017/DE/Fahrze ... chutz.html

Hinter dieser Richtlinie werden sich Hersteller zurückziehen...


Nach dem Motto >> Die EU wollte ja die Form eines SUV genau SO - durch Vorschrift festgelegt wir konnten ja nicht anders..deshalb sehen die alle gleich aus. Ihr habt das so gewollt ...wir ja nicht.


Das glaube ich ungeprüft! Merkwürdig nur, daß das Sicherheitsgefühl sich so offensichtlich an der Formgebung der Geländewagen der US-Armee im 2. Weltkrieg entlang entwickelt hat. Aber es ist ja auch wieder wahr, daß ein VW-Bully ebenfalls dieses Gefahrenpotential mitbringt, oder ein Mercedes Sprinter. Insofern sollten wir uns vielleicht abregen. Daß es sich beim SUV um eine Modeerscheinung handelt, die unsere Umwelt über das Unvermeidliche hinaus belastet, mehr Stahl und Plastik einsetzt als notwendig, unsere Parkplätze und Straßenränder unnötig auffrißt, das dürfte unter dem Strich die schlimmere Entartung sein.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon H2O » Mo 9. Sep 2019, 10:43

JJazzGold hat geschrieben:(09 Sep 2019, 10:14)

Das darf Jeder sehen, wie er sie will. Mich erinnert es an einen Kreuzzug, wenn SUV von irgendwelchen wild Gewordenen mit Aufklebern “Klimakiller“ versehen werden, wenn eine Petition, wie im Eingangsbeitrac verlinkt, angestoßen wird, wenn in Berlin überlegt wird, die zulässige Anzahl an SUVs gesetzlich zu regeln, wenn Firmen von politischer Seite angedient werden soll, solche Fahrzeuge nicht mehr zu produzieren, wenn SUV Fahrer gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren sollen und last not least ein Unfall dazu genutzt werden soll alle SUV Fahrer unter Generalverdacht zu stellen.

Da dreht sich mir als Liberale der Magen um.


Jeder soll machen wie er will, wenn er sich im Rahmen der Gesetze bewegt... das könnte man mit "liberal" abhandeln. Wenn man aber leicht erkennen kann, daß diese Mode wirklich unsere Umwelt und unsere Rohstoffvorräte völlig unnötig belastet und verbraucht, gleich im Bereich deutlich über 2.000 kg, und daß sich daraus eine Massenerscheinung entwickelt hat, dann ist es schon an der Zeit, den Mund auf zu machen und dem ziemlich groben Unfug Einhalt zu gebieten.

Andererseits: Die planmäßige Zulassungsbeschränkung des CO2-Ausstoßes, die für Neuzulassungen bis 2030 auf 35 g CO2/100 km vermindert werden muß, wird dafür sorgen, daß an der Stelle ein Ende ab zu sehen ist.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Sep 2019, 10:54

JJazzGold hat geschrieben:(09 Sep 2019, 10:14)

Das darf Jeder sehen, wie er sie will. Mich erinnert es an einen Kreuzzug, wenn SUV von irgendwelchen wild Gewordenen mit Aufklebern “Klimakiller“ versehen werden, wenn eine Petition, wie im Eingangsbeitrac verlinkt, angestoßen wird, wenn in Berlin überlegt wird, die zulässige Anzahl an SUVs gesetzlich zu regeln, wenn Firmen von politischer Seite angedient werden soll, solche Fahrzeuge nicht mehr zu produzieren, wenn SUV Fahrer gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren sollen und last not least ein Unfall dazu genutzt werden soll alle SUV Fahrer unter Generalverdacht zu stellen.

Da dreht sich mir als Liberale der Magen um.


Ja. Aber es ist doch klar, dass die Umkehrung der ganzen Angelegenheit in Form eines "Diskreditierungsverbots" nur derselbe Antiliberalismus in Grün ist. In einer liberalen Gesellschaft hat es grundsätzlich erlaubt zu sein, SUV-Fahrer zu sein wie auch zu diskreditieren.

"Liberal" bedeutet für mich, dass es einen Rechtsstaat gibt. Sowohl Autobenutzungen als auch Diskreditierungen unterliegen den Grenzen, die die Gesetze und die Verfassung vorgibt. Diese sind am Ende von einem demokratisch gewählten Parlament legitimiert. Will man diese Legitmierungen oder Ablehnungen anders haben, muss man sich für eine Veränderung der Mehrheitsverhältnisse einsetzen. Und nicht Diskreditierungsversuche als illegitim oder antiliberal hinstellen.

An irgendeiner Stelle muss die Grenze des Rechtsstaats ja beginnen. Es ist ja auch nicht "antiliberal", dass es nicht gestattet ist, jemanden zu verprügeln. Und diese Grenzen ändern sich. Noch vor nicht allzulanger Zeit war es nicht verboten, seine Kinder zu verprügeln. Heute schon. Und jetzt muss man einfach sehen, ob eine relative Mehrheit das Herumfahren von SUVs insbesondere in den Städten als eine Art Gewalteinwirkung empfindet. Wenn das so ist, wirds irgendwann parlamentarisch abgesegnet eben verboten oder durch Besteuerung eingedämt werden so wie das Kinderverprügeln. Ganz einfach.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Mo 9. Sep 2019, 11:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon Ein Terraner » Mo 9. Sep 2019, 10:57

H2O hat geschrieben:(09 Sep 2019, 10:43)

gleich im Bereich deutlich über 2.000 kg, und daß sich daraus eine Massenerscheinung entwickelt hat


Hast du da mal Beispiele, Modelle und Leergewicht ? Die Meisten SUVs wiegen nicht mehr als ihre tiefer gelegte Verwandschaft.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon imp » Mo 9. Sep 2019, 11:14

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Sep 2019, 10:54)

Ja. Aber es ist doch klar, dass die Umkehrung der ganzen Angelegenheit in Form eines "Diskreditierungsverbots" nur derselbe Antiliberalismus in Grün ist. In einer liberalen Gesellschaft hat es grundsätzlich erlaubt zu sein, SUV-Fahrer zu sein wie auch zu diskreditieren.

Ein fremdes Auto zu bekleben ist mindestens ungehoerig, wenn beim entfernen Lackschaeden drohen, sogar eine Schdrofdood. Wenn du ein SUV bekleben magst, kauf dir ein eigenes.

Die ganze Diskussion ist fehlgeleitet. Am Unfall mit SUV ist nicht das Auto das Problem, sondern der Unfall.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon H2O » Mo 9. Sep 2019, 11:15

Ein Terraner hat geschrieben:(09 Sep 2019, 10:57)

Hast du da mal Beispiele, Modelle und Leergewicht ? Die Meisten SUVs wiegen nicht mehr als ihre tiefer gelegte Verwandschaft.


Stimmt; habe ich in einem Beispiel schon vorgetragen: Toyota MIRAII, S-Klasse-Mercedes und Porsche Cayenne. Kann man googeln mit "Wagentyp Leergewicht"; die wiegen alle drei um die 2.000 kg: 1.945 kg, 1.925 ... 2.359 kg, 2040 kg. Gegen meinen LUPO 3L mit 850 kg schon ganz anständig! Passat Variant 1570 kg immer noch deutlich darunter. Suzuki Samurai 1.030...1.200 kg: Geht doch, aber viel zu popelig!
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Sep 2019, 11:20

imp hat geschrieben:(09 Sep 2019, 11:14)

Ein fremdes Auto zu bekleben ist mindestens ungehoerig, wenn beim entfernen Lackschaeden drohen, sogar eine Schdrofdood. Wenn du ein SUV bekleben magst, kauf dir ein eigenes.

Die ganze Diskussion ist fehlgeleitet. Am Unfall mit SUV ist nicht das Auto das Problem, sondern der Unfall.

Ich meinte selbstverständlich das eigene Auto. Ich habe einfach zufällig in letzter Zeit mehrere Autos mit einem solchen, ja was ... Aufkleber, Beschriftung, Schild im Heckfenster ... gesehen. Und da stand sowas wie "Steuern sind Raub"

Die Diskussion ist vielleicht mit dem Unfallbeispiel etwas überfrachtet und fehlgeleitet.

In größeren Städten sind SUVs sehr wohl ein Problem. Ein Problem, das beileibe nicht nur die Fahrer und Besitzer angeht. Frühmorgens sammeln sich die "Schulwegpanzer" vor den Schulen. Zuweilen bildet sich Stau. Unterricht beginnt später. Ich rede das nicht einfach frei von der Leber weg. Ich kenne etliche Fälle. Es gibt Schulen in Berlin, die am Ende einer sehr schmalen Straße liegen. Das Schulpersonal sendet inständige Bitten an die Eltern, die Kinder überhaupt nicht und schon gar nicht mit solchen überdimensionierten Fahrzeugen in die Schule zu bringen. Es gibt auch bereits Fälle, wo der Schülerlotsendienst wegen des morgendlichen Schulwegpanzerchaos eingestellt werden musste. Ist doch klar, dass man da wütend wird. Und dass man das sehr wohl als Gewalteinwirkung empfindet.
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon Ein Terraner » Mo 9. Sep 2019, 11:39

H2O hat geschrieben:(09 Sep 2019, 11:15)

Stimmt; habe ich in einem Beispiel schon vorgetragen: Toyota MIRAII, S-Klasse-Mercedes und Porsche Cayenne. Kann man googeln mit "Wagentyp Leergewicht"; die wiegen alle drei um die 2.000 kg: 1.945 kg, 1.925 ... 2.359 kg, 2040 kg. Gegen meinen LUPO 3L mit 850 kg schon ganz anständig! Passat Variant 1570 kg immer noch deutlich darunter. Suzuki Samurai 1.030...1.200 kg: Geht doch, aber viel zu popelig!


Naja, S-Klasse und Porsche ist bei dir eine Massenerscheinung ? Wie wäre es noch mit dem Lamborghini Urus ?
Hast du auch eine richtige Massenerscheinung, oder bleibt es beim Cherry Picking ?


Und mal zu deinem Lupo, https://www.euroncap.com/de/results/vw/lupo/15534
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Re: SUVs haben ein hohes Gefahrenpotenzial für andere! Petition

Beitragvon imp » Mo 9. Sep 2019, 11:42

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Sep 2019, 11:20)
Die Diskussion ist vielleicht mit dem Unfallbeispiel etwas überfrachtet und fehlgeleitet.

Das war der aktuelle Aufreger. SUVs fressen unsere Kinder, sie haben ein Schiebetuermaul und eine bedrohliche Frontpartie. Das ist so natuerlich Unfug. SUVs sind eine sinnvolle Fahrzeugkategorie fuer einen bestimmten Nutzerkreis und fuer andere ein "weil ich es kann". Letztere werden ein paar Euro extra nicht erschrecken und ein Verbot wird sie nur in eine andere "weil ich es kann"-Richtung lenken. Erstere haben den SUV, weil sie sonst einen Kleinbus braeuchten. Ich denke, es ist gut, dass sie den SUV haben koennen.

In größeren Städten sind SUVs sehr wohl ein Problem. Ein Problem, das beileibe nicht nur die Fahrer und Besitzer angeht. Frühmorgens sammeln sich die "Schulwegpanzer" vor den Schulen

Das Problem haettest du aber auch, wenn alle Model T fahren wuerden. Dann haettest du Model T-Schlangen. Hier ist die Loesung eher so zu gestalten, dass ein Absetzen direkt vor der Schule nur fuer Liefer- und Krankenverkehre moeglich ist. Die Schulhoefe zulasten Lehrerparkplaetzen erweitern und Parkverbot vor den Eingaengen (Rettungsweg!), das waere hier sachdienlich.
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