Der Kampf gegen das Auto

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Iwan der Liebe
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Iwan der Liebe » Sa 3. Aug 2019, 23:02

Ein Terraner hat geschrieben:(03 Aug 2019, 22:58)

Ich bin nicht im Stau gestanden, ich bin in Menschenmassen gestanden und haben mich durch zu enge Gassen und Parkhäuser gequält.



Fliege mal nach Peking und besuche dort einen Bahnhof. Da wirst Du sehen, was Menschenmassen sind. :D Und wenn der Zug kommt, dann bricht fast eine Massenschlägerei aus, weil, obwohl alle Leute Platzkarten haben, jeder um fast jeden Preis zuerst einsteigen möchte... Im Vergleich dazu ist München ein verschlafener Bauernhof.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Ein Terraner » Sa 3. Aug 2019, 23:04

Iwan der Liebe hat geschrieben:(03 Aug 2019, 23:02)

Fliege mal nach Peking und besuche dort einen Bahnhof. Da wirst Du sehen, was Menschenmassen sind. :D Und wenn der Zug kommt, dann bricht fast eine Massenschlägerei aus, weil, obwohl alle Leute Platzkarten haben, jeder um fast jeden Preis zuerst einsteigen möchte... Im Vergleich dazu ist München ein verschlafener Bauernhof.

Die Innenstadt von München ist einfach nicht zum Autofahren gemacht, ich werde nur noch P+R nutzen.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon jack000 » So 4. Aug 2019, 02:07

Ein Terraner hat geschrieben:(03 Aug 2019, 23:04)ich werde nur noch P+R nutzen.

Da haben wir was gemeinsam ;)
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon jack000 » So 4. Aug 2019, 02:08

Iwan der Liebe hat geschrieben:(03 Aug 2019, 23:02)
Fliege mal nach Peking und besuche dort einen Bahnhof. Da wirst Du sehen, was Menschenmassen sind. :D Und wenn der Zug kommt, dann bricht fast eine Massenschlägerei aus, weil, obwohl alle Leute Platzkarten haben, jeder um fast jeden Preis zuerst einsteigen möchte...

Quelle?
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 4. Aug 2019, 05:13

zollagent hat geschrieben:(03 Aug 2019, 22:17)

Während meines Studiums in Hannover und Berlin blieb mein Auto allein schon deswegen auf seinem Parkplatz, weil ich weder an der Uni immer einen Parkplatz bekam, noch im Stadtverkehr Zeit vergeuden wollte. Ich habe es nur für Heimfahrten oder Exkursionen genutzt. Diese "individuelle Freiheit" wurde damals schon, und das ist jetzt 30 Jahre her, durch die Macht des Faktischen fast bis auf Null reduziert. Und diese Situation wird natürlich immer öfter anzutreffen sein. Auf dem Land, wo ich jetzt lebe, ist das Auto unverzichtbar, und das, obwohl ich unmittelbar vor der Haustür eine Bushaltestelle habe. Leider ist der Bus nicht immer genau dann verfügbar, wenn ich ihn brauche. Und selbst ein Ausflug in die 6 km entfernte Kreisstadt wird wegen des Fahrplans zu einer Exkursion von immer mindestens zwei Stunden, was ich mit dem PKW auf 30-45 Min. reduzieren könnte. Aber schon 30 km weiter westlich, in Kaiserslautern, ist ein Auto mehr ein Hindernis als ein Nutzen. Und der öffentliche Nahverkehr wesentlich besser ausgestaltet. Deine Freiheit ist höchst relativ.


Genau darin liegt die Problematik. In der Peripherie von Ballungsräumen kann man sicher effizientere ÖPNV-Strukturen aufbauen. Aber nicht auf dem Land. Und solange es eben keine halbwegs bezahlbaren Nullemissions-PKWs gibt, die mit ausreichend zuverlässiger Reichweite und Betriebssicherheit Sommer wie Winter fahren, wie heutzutage die Verbrennungs-Autos das zuverlässig leisten, wird es immer zum Grabenkrieg kommen, zwischen einer urbanen Stadtbevölkerung, die wohl selbst am meisten mit ihrem städtischen PKW-Bestand zur Verstopfung der Städte führt und die doppelten Luxus will:
Einerseits Biotop-Qualität der Lebensbedingungen dort, und jederzeitige, individuelle Erreichbarkeit von ländlichen Erholungsgebieten, die man dann per PKW am WE schnell mal anfährt, dort sein Mountain-Bike klimafreundlich auspackt und dann die letzten unberührten Reste in alpinen oder sonst reizvollen Regionen mit seiner Klimabotschaft per Rad beglückt und zerstört...

Diese Individualität und Mentalität umzukehren und den Verzicht auf Auto oder Flugreisen für lau zu erklären, möchte ich bei der urbanen Bevölkerungsmehrheit in unserem Land erstmal sehen. Und auch, wie man den ganzen Stromherbeischaffen will, wenn es - nach dem Willen der Grünen und einiger durchgeknallten Öko-Missionare geht, denen die Lebenssituation auf dem Land völlig am Arsch vorbeigeht, sie diese vermutlich nicht einmal ansatzweise kennen - und alles und jeden für ihre Luxusbiotope einer urbanen Lebensphilosophiedikatur blechen lassen wollen.

Wir sind drauf und dran, wegen irgendwelcher wissenschaftlicher Erkenntnisse voll am Ruinrad zu drehen. Wissenschaftliche Wahrheiten, die zu Ersatzreligionen erhoben werden, aber weder einen Gesamtkontext aller Lebens- und Ökonomieumstände richtig einordnen noch bewerten können. Sich innerhalb des Ofenrohr-Sichtfelds ihrer wissenschaftlichen Untersuchungen und Erkenntnisse ereifern und sich hochschwingen zu zweifelhaften Wahrheitsverbreitern und faschistoid-grünen Weltrettungsideologen/-innen.

Bei mir auf dem Land geht kein Bus. Möchte ich nach München (75 km) mit ÖPNV, um dort etwas zu erledigen, kann ich frühmorgens um 7 Uhr zum einzigen Bus eilen der in die nächste Kleinstadt (9km entfernt) fährt, um dort den nächsten Bahnbus zu nehmen, der in die 30 km entfernte Kreisstadt Traunstein fährt, die tatsächlich am DB-Schienennetz hängt (Strecke MÜ-Salzburg). Dort kann ich dann mit Glück wählen, ob ich einen Regio erwische oder sogar einen ICE. Was aber eh scheissegal ist, ich bin ungefähr 3,5 Std. unterwegs. Extrem umständlich übrigens, weil ich zuerst mal mit den ÖPNV in die falsche Richtung weg von München mehr in Richtung Salzburg fahre, um endlich zu einem Bahnhof zu gelangen, der mich via DB nach München karrt. Die andere Bahnstrecke Mühldorf-München ist für mich mit ÖPNV-Bus bis zum Bahnhof Mühldorf überhaupt nicht zu erreichen. Ohne PKW kann ich zu dem
Tüpferlfahrerbahnhof am Inn überhaupt nicht gelangen. Vom horrenden Preis, den ich für die Fahrkahrten zu löhnen hätte, rede ich erst gar nicht. Für 12-13 Euro Spritkosten bekomme ich höchstens die Abrißzipfel der Fahrkarten,
falls es sowas noch gibt.

Mit dem PKW bin ich mindestens doppelt so schnell, fahre nicht die annähernd doppelte Strecke, die sich mit ÖPNV ergibt und bin zeitlich mindestens doppelt so schnell und vor allem unabhängig von Wartezeiten oder verpassten Zug-/Busanschlüssen. Und ich wohne in einer Boomregion, mitten im Chiemgau, nicht irgendwo in Hinterpfuiteufel, einer der reichsten, begütersten und priveligiertesten Regionen Bayerns (Deutschlands?).

Bei mir umme Ecke hat man - natürlich grün-ideologisch angemalt wie ein interstellarer Besiedlungsmissionar, natürlich seinen SUV oder X3 oder den Audi-Avant 3.0 TDI, fette Benzkombis, japanische Edelkutschen und überdimensionierte Familienvans usw. als Freizeit und Familienauto in der Garage stehen.
Einkaufsmöglichkeiten beim Discounter oder Gemüse-/Nahrungmittelmärkten usw. sind meist auf kleinere Regionalnester verteilt, die so zwischen 8 und 20 km (z.B. für den nächstgelegen Baumarkt) erreichbar sind.
Besorgungen ohne Auto sind faktisch unmöglich und diese Lebenssituation durch einen verbesserten ÖPNV zu lösen, einfach nur Träume von der nackerten Weisswurst.

Und ich denke, das meine Situation zigtausendfach vorkommt. Aber das interessiert arrogante, wissenschaftliche Studien lesende Öko-Urbanisten und -innen nicht. Sie lassen sich von Ihrem Greta- und Harbeckwahn nicht abbringen.

Mir persönlich ist es im übrigen mittlerweile egal, ob ich oder die Welt am tatsächlichen Klimaproblem Nr.1, der Weltüberbevölkerung scheitern wird oder am Verbrennungsmotor. Den man nicht so ruckzuck abschaffen kann, weil er essentiell und lebenswichtig ist. Arztbesuche oder dringende medizinische Notfälle, für die kein Rettungswagen ausrückt, inbegriffen. Es führt kein Weg am Auto vorbei. Auf dem Land. Und die Märchen von gut ausgebauten ÖPNV auf dem Land ist einfach eine ideologische Träumerei und eine derbe politische Lüge, die völlig unrealistisch ist. Ich fahre weiterhin meinem braven Golf-Kombi, Bj. 2000, 16V, 75 PS und lahm wie eine Ente: It's ugly but it gets you there. Ca. 3500-4000 km im Jahr. Das Notwendigste halt. Drunter geht nicht. Es gibt auch keine Versicherung, die weniger als mind. 5000-7500 km jährlichen Fahrweg versichert und damit einen günstigeren Tarif anböte.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » So 4. Aug 2019, 11:33

Du wirst lachen, ich stehe Greta und ihrer Mission höchst positiv gegenüber, ich freue mich über die Jugend, die sich hier für IHRE Zukunft engagiert und ich schäme mich fremd für die Altersgenossen, die gegen die Junge Frau und ihre Mahnung Kübel von Unrat, Hass und Häme ausgießen wollen. Die Lösung kann nicht sein, daß wir die individuelle Mobilität, die auch viele Freiheiten in der menschlichen Zivilisation erst ermöglicht hat, aufgeben. Sie mit Vernunft zu nutzen, das würde allerdings vorziehen. Und auch dem Umstieg auf eine sinnvolle Technik würde ich mich nicht verweigern.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 4. Aug 2019, 12:15

zollagent hat geschrieben:(04 Aug 2019, 11:33)

Du wirst lachen, ich stehe Greta und ihrer Mission höchst positiv gegenüber, ich freue mich über die Jugend, die sich hier für IHRE Zukunft engagiert und ich schäme mich fremd für die Altersgenossen, die gegen die Junge Frau und ihre Mahnung Kübel von Unrat, Hass und Häme ausgießen wollen. Die Lösung kann nicht sein, daß wir die individuelle Mobilität, die auch viele Freiheiten in der menschlichen Zivilisation erst ermöglicht hat, aufgeben. Sie mit Vernunft zu nutzen, das würde allerdings vorziehen. Und auch dem Umstieg auf eine sinnvolle Technik würde ich mich nicht verweigern.


Diese Greta erinnert mich an das Orakel von Delphi!

Irgendwie hat die einen Blick der suggeriert das sie Psycho Pharmaka eingedrichtert bekommt! Gut moeglich mit ihrem Autismus.

Mir tut sie leid. Sie wird immer mehr vermarktet. Papa macht kraeftig Kohle mit klein Greta und das Kind kann sich nicht wehren.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » So 4. Aug 2019, 12:18

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:15)

Diese Greta erinnert mich an das Orakel von Delphi!

Irgendwie hat die einen Blick der suggeriert das sie Psycho Pharmaka eingedrichtert bekommt! Gut moeglich mit ihrem Autismus.

Mir tut sie leid. Sie wird immer mehr vermarktet. Papa macht kraeftig Kohle mit klein Greta und das Kind kann sich nicht wehren.

"Diese Greta" hat vor allem Recht mit ihrer Mahnung, und sie legt eine Reife dabei an den Tag, den Leute wie du trotz des Vorteils, keine Behinderung zu haben, in ihrer Lebenszeit wohl nicht mehr erreichen können. Schon allein das dauernde Gebabbel, daß ihre Mahnung ein Geschäft sei. So reden Leute, die weder Ideale noch Ethik kennen. Von denen hatten wir inzwischen zu viele. Es wird Zeit, daß sie ausgetauscht werden.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 4. Aug 2019, 12:27

zollagent hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:18)

"Diese Greta" hat vor allem Recht mit ihrer Mahnung, und sie legt eine Reife dabei an den Tag, den Leute wie du trotz des Vorteils, keine Behinderung zu haben, in ihrer Lebenszeit wohl nicht mehr erreichen können. Schon allein das dauernde Gebabbel, daß ihre Mahnung ein Geschäft sei. So reden Leute, die weder Ideale noch Ethik kennen. Von denen hatten wir inzwischen zu viele. Es wird Zeit, daß sie ausgetauscht werden.


Gegen ein modernes Orakel von Delphi?

Eine 16 jaehrige mit Wahnvorstellungen?
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » So 4. Aug 2019, 12:33

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:27)

Gegen ein modernes Orakel von Delphi?

Eine 16 jaehrige mit Wahnvorstellungen?

Was ist denn an ihren Aussagen "wahnsinnig"? Daß sie den Menschen ins Gewissen redet erscheint mir höchst vernünftig. Nur diejenigen, die Angst haben, daß man ihnen ihr Lieblingsspielzeug wegnehmen könnte, die scheinen da eher dem Wahnsinn verfallen. Mir erscheint deswegen dein Gepolter gegen die junge Frau so.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 4. Aug 2019, 12:39

zollagent hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:33)

Was ist denn an ihren Aussagen "wahnsinnig"? Daß sie den Menschen ins Gewissen redet erscheint mir höchst vernünftig. Nur diejenigen, die Angst haben, daß man ihnen ihr Lieblingsspielzeug wegnehmen könnte, die scheinen da eher dem Wahnsinn verfallen. Mir erscheint deswegen dein Gepolter gegen die junge Frau so.


Das Gepolter ist nicht gegen das Maedchen, sondern gegen die, die sie schamlos ausnutzen und auschlachten, inklusive ihrer Eltern. Als Konsequenz wird passsieren was mit den meisten child protegees passiert. Burn Out!
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 4. Aug 2019, 12:39

zollagent hat geschrieben:(04 Aug 2019, 11:33)

Du wirst lachen, ich stehe Greta und ihrer Mission höchst positiv gegenüber, ich freue mich über die Jugend, die sich hier für IHRE Zukunft engagiert und ich schäme mich fremd für die Altersgenossen, die gegen die Junge Frau und ihre Mahnung Kübel von Unrat, Hass und Häme ausgießen wollen. Die Lösung kann nicht sein, daß wir die individuelle Mobilität, die auch viele Freiheiten in der menschlichen Zivilisation erst ermöglicht hat, aufgeben. Sie mit Vernunft zu nutzen, das würde allerdings vorziehen. Und auch dem Umstieg auf eine sinnvolle Technik würde ich mich nicht verweigern.


Nein, ich lache nicht. ;) - Aber ich bin auch weit davon entfernt, sie als Weltenretterin zu sehen. Ihre ultraradikale und abgehobene Denkweise sei ihr jederzeit zugestanden. Das war schon immer das Privileg der Jugend.
Getreu nach Schopenhauer: "Zuerst wird die Wahrheit verlacht, dann bekämpft und schließlich ist sie selbstverständlich."
Die Frage ist halt nur, was dann als selbstverständlich gelten wird, weil es auch realisierbar ist und die Menschen mitnimmt.
Was also vom ihrem "Gretismus" übrig bleiben wird. Wahrheit in Freiheit jenseits von gründoktrinärem Totalitarismus? - Oder der Ungeist und die Unfreiheit eines grünen Umerziehungszwangs - und wahns?

Sie hatten es bereits angesproche, wo entscheidende Knackpunkte liegen werden:
" Umstieg auf sinnvolle Technik und sie mit Vernunft zu nutzen" heisst auch, eine Technik anzuwenden, die

a) auch tatsächlich heute realisierbar- bzw. umsetzbar ist und nicht nur davon träumt, es irgendwann zu sein (siehe das bis heute ungelöste Energiespeicherproblem bei sog. erneuerbaren Energien wie Solar- oder Windstrom und deren vollkommene untaugliche Nutzung für die Grundlaststromversorgung, die 24/7 365 Tage im Jahr absolut zuverlässig und schwankungsfrei gegeben sein muss)

b) die auch all jene Menschen mitnimmt, die in Lebens- oder Existenzsituationen leben, die man nicht einfach mit rein auf urbane Lebensräume abgestellten neuen Verkehrs- oder Mobilitätsstrukturen
einfach überfährt und als Klimaverbrecher hinstellt. Obwohl diese Menschen oft gar keine andere Wahl haben und auf Sicht nicht haben werden, als auf die Individualmobilität durch private PKWs zu setzen.

Solange grüne oder klimaschützende Politik so unausgegoren und undifferenziert agiert und agitiert, kann eine Greta und deren erfreuliche "very young generation" schon fordern, ohne auch nur ansatzweise Lösungsvorschläge
zu machen, die auch realsierbar sind. Es wird eher das Gegenteil dessen erzeugen, was gewollt ist.

Denn am Ende wird für zu viele Menschen die Frage stehen: Und was ist mit mir? - Welche Lösungen habt ihr für mich? Ausser wie immer noch mehr mit Zahlungen belastet zu werden. Lösungen, die sich nicht nur in wohlfeilen Forderungen und Utopien erschöpfen. Sondern tatsächlich nachvollziehbar und verifizierbar zeigen, dass das tatsächlich umsetzbar und praxistauglich sein wird.

Und da genau diese Antworten für das konkret Machbare fehlen, sowohl hinsichtlich der technisch derzeit umsetzbaren Möglichkeiten als auch der Finanzierung dieses Mobiltiätsstukturwandels, der wie ich nochmals betone, besonders in ländlichen Regionen essentiell und existenziell, sprich überlebensnotwendig ist, wird der Graben immer tiefer werden. Statt ihn gemeinsam zuzuschütten

Zurecht bei dem überfahrenen Teil der Gesellschaft immer mehr Misstrauen erzeugt, statt es abzubauen. Der Teil der Menschen, von dem eine Greta & Co. als auch die GRÜNEN vom Schlage einer Baerbock oder eines "Moralphilosophen" wie Harbeck meinen, sie dürfen das, ja sie müssen das...

Und dabei die Einsicht oder Erkenntnis all jener Menschen ignorieren, die sich sagen:
Ob ich an schlechterem Klima verrecken werde oder mir grüne Zwangsmaßnahmen die Grundlagen meiner Existenzerhaltung früher oder später rauben und ich daran sterben werde, ist im Ergebnis egal: Ich bin sowieso verloren und irgendwann dann tot.

Aber bis dorthin besser dran, dem moralischen Diktat grüner Verbots- und Täterzuweisungspolitik nicht zu folgen.

btw:
Die Reise von Fräulein Greta per High-Tech-Yacht statt mit dem Flieger in die USA ist einfach lächerlich. Glaubt sie und ihre Anhänger/-innen wirklich, dass diese masseninkompatible, von ihr vorgelebte
Privilegienhaltung einer 16-jährigen eine Zukunft hat, die erwachsene Menschen, die tagtäglich um ihre kleine Existenz kämpfen und rudern müssen, insgesamt motiviert und mitnehmen kann? Ohne auch nur ansatzweise über den kleinen Horizont hinaus realisierbare Lösungen (ausser totalitärer Verbotsansätze) aufzuzeigen?

Klar, es ist ein Privileg der Jugend, und auch legitim, ultraradikal zu denken, auch Utopien nachzulaufen. Das war zu jener Zeit auch nicht anders, als ich in ihrem Alter war. Und es gab auch damals jede Menge Utopien und (linke) Träume, deren Verlogenheit und teils auch irrwitzige Zielsetzung die Masse der Menschen einfach ignorierte oder moralisch dazu verdammte, gefälligst mitzumachen. Machten sie aber nicht...

Zwangsumerziehung per odre mufti, hier grün-totalitär im Forderungsansatz, wird genauso wenig funktionieren wie die damals linksradikalen und sozialistischen Ansätze zur Welt- und Menschheitsrettung.
Sie hatten einfach vergessen, dass Menschen frei und nicht wie eine Herde Schafe hinter einer doktrinären Herrscherelite hinterherlaufen wollen und werden.

Der grünlackierte Öko-Weltkommunismus mit all seinen Umerziehungsdiktaten, wird genauso scheitern, wie die Ideen des Weltkommunismus nach Marx & Co. - Die Menschen mögen in ihrer Mehrheit dumme Schafe sein, denen man ein zeitlang alles Mögliche verkaufen kann. Aber eines haben sie sicherlich auch anno 2019 nicht verlernt, anhand der gelebten Realität ein feines Gespür dafür zu haben, was sie letztlich mehr existenziell bedroht und unfrei machen wird als ihre Lebensituation zu verbessern. Egal wie oft oder raffiniert man ihnen diese schöne, neue, heile, totalitäre Ökowelt unterjubeln will. Die am Ende nur einer neuen Minderheit einer grünen Machtelite dient.

Irgendwann muss grüne Politik liefern, nicht nur labern. Und dann werden wir sehen, ob diese Politik die Menschen insgeamt mitnehmen kann oder nur ein weiterer Schwank der Menschheitsgeschichte sein wird...
Eine Politik, die genauso wie andere Umerziehungsansätze schlicht auf die Karte des schlechten Gewissens setzt.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 4. Aug 2019, 13:06

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)



btw:
Die Reise von Fräulein Greta per High-Tech-Yacht statt mit dem Flieger in die USA ist einfach lächerlich. Glaubt sie und ihre Anhänger/-innen wirklich, dass diese masseninkompatible, von ihr vorgelebte
Privilegienhaltung einer 16-jährigen eine Zukunft hat, die erwachsene Menschen, die tagtäglich um ihre kleine Existenz kämpfen und rudern müssen, insgesamt motiviert und mitnehmen kann? Ohne auch nur ansatzweise über den kleinen Horizont hinaus realisierbare Lösungen (ausser totalitärer Verbotsansätze) aufzuzeigen?



Natuerlich ist es laecherlich, aber fuer ihre Anhaenger ist sie ein Rock Star! Nichts anderes wie ein Ed Sheeran, ein Michael Jackson oder den Beatles, bei deren Anblick sie verklaerte Augen bekommen. Ihr Autismus und ihr starrer Blick verhilft ihr einen mystischen Status bei einer von "Angst" geplagten Fan Gemeinde zu erreichen.

Das dies alles nicht ohne Social Media, I-Phones, I-Pads usw geht vergisst man, vor allem vergisst man die CO2 Emissionen die daraus hervorgehen.

Sie beschuldigt "Die Reichen" die Erde zu vernichten und dann nimmt sie ausgerechnet eine High Tech Yacht, die zum Yacht Club von Monaco gehoert, als emissionfreien Transport gen NY, so als ob das Flugreisen ersetzen koennte. Sie vergisst das die Besitzter der Yacht auch Besitzer von Privat jets sind, die wenn immer es ihnen gefaellt um die Welt fliegen und neben High Teck Segel Yachts auch Motor Yachts besitzen, die alles andere als emissionsfrei sind. Ich halte Greta zu Gute das sie sich deseen nicht bewusst ist.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon VaterMutterKind » So 4. Aug 2019, 13:24

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(04 Aug 2019, 13:06)

Natuerlich ist es laecherlich, aber fuer ihre Anhaenger ist sie ein Rock Star! Nichts anderes wie ein Ed Sheeran, ein Michael Jackson oder den Beatles, bei deren Anblick sie verklaerte Augen bekommen. Ihr Autismus und ihr starrer Blick verhilft ihr einen mystischen Status bei einer von "Angst" geplagten Fan Gemeinde zu erreichen.

Das dies alles nicht ohne Social Media, I-Phones, I-Pads usw geht vergisst man, vor allem vergisst man die CO2 Emissionen die daraus hervorgehen.

Sie beschuldigt "Die Reichen" die Erde zu vernichten und dann nimmt sie ausgerechnet eine High Tech Yacht, die zum Yacht Club von Monaco gehoert, als emissionfreien Transport gen NY, so als ob das Flugreisen ersetzen koennte. Sie vergisst das die Besitzter der Yacht auch Besitzer von Privat jets sind, die wenn immer es ihnen gefaellt um die Welt fliegen und neben High Teck Segel Yachts auch Motor Yachts besitzen, die alles andere als emissionsfrei sind. Ich halte Greta zu Gute das sie sich deseen nicht bewusst ist.


Warum ist sie sich dessen nicht bewusst?
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » So 4. Aug 2019, 13:53

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)

Nein, ich lache nicht. ;) - Aber ich bin auch weit davon entfernt, sie als Weltenretterin zu sehen. Ihre ultraradikale und abgehobene Denkweise sei ihr jederzeit zugestanden. Das war schon immer das Privileg der Jugend.


Ich kann an ihren Aussagen weder etwas "ultraradikales", noch etwas "abgehobenes" feststellen. Könnte es sein, daß sie mit ihren Mahnungen einen wunden Punkt bei dir getroffen hat, daß du so aggressiv reagierst? Übrigens ist die künstliche Dramatisierung als "Weltenretterin" nicht angebracht. Sie mahnt, und sie mahnt zu Recht.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)Getreu nach Schopenhauer: "Zuerst wird die Wahrheit verlacht, dann bekämpft und schließlich ist sie selbstverständlich."
Die Frage ist halt nur, was dann als selbstverständlich gelten wird, weil es auch realisierbar ist und die Menschen mitnimmt.


Daß ihre Botschaft die Menschen mitnimmt, kannst du am Höhenflug der Grünen erkennen. Offenbar scheint zumindest der deutsche Bürger zu begreifen, daß etwas anders werden muß. Die "Profis" (frei nach Herrn Lindner) haben zu lange Zeit verplempert und versagt.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)Was also vom ihrem "Gretismus" übrig bleiben wird. Wahrheit in Freiheit jenseits von gründoktrinärem Totalitarismus? - Oder der Ungeist und die Unfreiheit eines grünen Umerziehungszwangs - und wahns?


Ziemlich hilflose Polemik angesichts von durch Fakten begründeter Notwendigkeiten. Wobei sie die übrigens nicht "selbst ersponnen" hat, sondern sich auf die Zustimmung durch die Wissenschaft berufen kann.


Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)Sie hatten es bereits angesproche, wo entscheidende Knackpunkte liegen werden:
" Umstieg auf sinnvolle Technik und sie mit Vernunft zu nutzen" heisst auch, eine Technik anzuwenden, die

a) auch tatsächlich heute realisierbar- bzw. umsetzbar ist und nicht nur davon träumt, es irgendwann zu sein (siehe das bis heute ungelöste Energiespeicherproblem bei sog. erneuerbaren Energien wie Solar- oder Windstrom und deren vollkommene untaugliche Nutzung für die Grundlaststromversorgung, die 24/7 365 Tage im Jahr absolut zuverlässig und schwankungsfrei gegeben sein muss)

b) die auch all jene Menschen mitnimmt, die in Lebens- oder Existenzsituationen leben, die man nicht einfach mit rein auf urbane Lebensräume abgestellten neuen Verkehrs- oder Mobilitätsstrukturen
einfach überfährt und als Klimaverbrecher hinstellt. Obwohl diese Menschen oft gar keine andere Wahl haben und auf Sicht nicht haben werden, als auf die Individualmobilität durch private PKWs zu setzen.

Solange grüne oder klimaschützende Politik so unausgegoren und undifferenziert agiert und agitiert, kann eine Greta und deren erfreuliche "very young generation" schon fordern, ohne auch nur ansatzweise Lösungsvorschläge
zu machen, die auch realsierbar sind. Es wird eher das Gegenteil dessen erzeugen, was gewollt ist.



Auch hier muß ich dir entschieden widersprechen. Erstmal sagt Greta ja nicht, was an Technik eingesetzt werden soll oder nicht, sie mahnt eine Verhaltensänderung an, nichts sonst. Und was auch bei dir hier zum Vorschein kommt, ist die Beharrungskraft der Bequemlichkeit. Du lehnst ab, etwas zu ändern, ohne zu wissen, was man überhaupt ändern kann. Ja, nicht mal darüber bist du dir klar. Nur das bisherige "warme Nestchen" soll erhalten bleiben.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)Denn am Ende wird für zu viele Menschen die Frage stehen: Und was ist mit mir? - Welche Lösungen habt ihr für mich? Ausser wie immer noch mehr mit Zahlungen belastet zu werden. Lösungen, die sich nicht nur in wohlfeilen Forderungen und Utopien erschöpfen. Sondern tatsächlich nachvollziehbar und verifizierbar zeigen, dass das tatsächlich umsetzbar und praxistauglich sein wird.


Diese "Argumentation erinnert mich an die Einführung des Katalysators und noch mehr an die des Sicherheitsgurtes. Alles "ging nicht", oder war "wirtschaftlich nicht umsetzbar", ist aber inzwischen Standard.


Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)Und da genau diese Antworten für das konkret Machbare fehlen, sowohl hinsichtlich der technisch derzeit umsetzbaren Möglichkeiten als auch der Finanzierung dieses Mobiltiätsstukturwandels, der wie ich nochmals betone, besonders in ländlichen Regionen essentiell und existenziell, sprich überlebensnotwendig ist, wird der Graben immer tiefer werden. Statt ihn gemeinsam zuzuschütten

Zurecht bei dem überfahrenen Teil der Gesellschaft immer mehr Misstrauen erzeugt, statt es abzubauen. Der Teil der Menschen, von dem eine Greta & Co. als auch die GRÜNEN vom Schlage einer Baerbock oder eines "Moralphilosophen" wie Harbeck meinen, sie dürfen das, ja sie müssen das...

Und dabei die Einsicht oder Erkenntnis all jener Menschen ignorieren, die sich sagen:
Ob ich an schlechterem Klima verrecken werde oder mir grüne Zwangsmaßnahmen die Grundlagen meiner Existenzerhaltung früher oder später rauben und ich daran sterben werde, ist im Ergebnis egal: Ich bin sowieso verloren und irgendwann dann tot.

Aber bis dorthin besser dran, dem moralischen Diktat grüner Verbots- und Täterzuweisungspolitik nicht zu folgen.


Wenn du dich stur stellst, wird dich die Natur überzeugen. Der Wandel ist inzwischen in einer Geschwindigkeit, daß deine alten Bequemlichkeitsgrundsätze schlicht nicht mehr gültig sein werden. Konkret machbar ist inzwischen vieles, was man selbst gar nicht mehr wahrnimmt. Wahrnehmung scheint in der Tat nur noch auf der Kostenseite stattzufinden. Ich halte das für ein bißchen kurzsichtig.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)
btw:
Die Reise von Fräulein Greta per High-Tech-Yacht statt mit dem Flieger in die USA ist einfach lächerlich. Glaubt sie und ihre Anhänger/-innen wirklich, dass diese masseninkompatible, von ihr vorgelebte
Privilegienhaltung einer 16-jährigen eine Zukunft hat, die erwachsene Menschen, die tagtäglich um ihre kleine Existenz kämpfen und rudern müssen, insgesamt motiviert und mitnehmen kann? Ohne auch nur ansatzweise über den kleinen Horizont hinaus realisierbare Lösungen (ausser totalitärer Verbotsansätze) aufzuzeigen?


Du scheinst immer noch nicht wahrgenommen zu haben, daß es keinesfalls mehr einen "bequemen Weg" geben wird. Die Diktatur wird die Natur ausüben und sie wird sich nicht im Geringsten um deine Bequemlichkeit oder Uneinsichtigkeit scheren. Dein Kampf gegen Greta ist nichts als die verzweifelte Verteidigung einer todgeweihten Lebensweise. Es hat so ein bißchen was von der Partystimmung im Führerbunker Anfang April 1945, als die russischen Truppen Straßenzug um Straßenzug näher kamen und man immer noch pompös Geburtstag gefeiert hat. Du verlangst allen Ernstes ein komplett ausgearbeitetes Programm nach dem Motto "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass" von einer 16jährigen, nachdem schon die sog. "Profis" seit den Mahnungen des Club of Rome aus den frühen Siebzigern nichts anderes taten als verdrängen und versagen? Nein, ich denke inzwischen sogar, es wird weh tun müssen, um die Menschen vor noch größeren Schmerzen zu bewahren, nämlich dann, wenn die Natur mal beginnt, richtig zurückzuschlagen.


Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 12:39)Klar, es ist ein Privileg der Jugend, und auch legitim, ultraradikal zu denken, auch Utopien nachzulaufen. Das war zu jener Zeit auch nicht anders, als ich in ihrem Alter war. Und es gab auch damals jede Menge Utopien und (linke) Träume, deren Verlogenheit und teils auch irrwitzige Zielsetzung die Masse der Menschen einfach ignorierte oder moralisch dazu verdammte, gefälligst mitzumachen. Machten sie aber nicht...

Zwangsumerziehung per odre mufti, hier grün-totalitär im Forderungsansatz, wird genauso wenig funktionieren wie die damals linksradikalen und sozialistischen Ansätze zur Welt- und Menschheitsrettung.
Sie hatten einfach vergessen, dass Menschen frei und nicht wie eine Herde Schafe hinter einer doktrinären Herrscherelite hinterherlaufen wollen und werden.

Der grünlackierte Öko-Weltkommunismus mit all seinen Umerziehungsdiktaten, wird genauso scheitern, wie die Ideen des Weltkommunismus nach Marx & Co. - Die Menschen mögen in ihrer Mehrheit dumme Schafe sein, denen man ein zeitlang alles Mögliche verkaufen kann. Aber eines haben sie sicherlich auch anno 2019 nicht verlernt, anhand der gelebten Realität ein feines Gespür dafür zu haben, was sie letztlich mehr existenziell bedroht und unfrei machen wird als ihre Lebensituation zu verbessern. Egal wie oft oder raffiniert man ihnen diese schöne, neue, heile, totalitäre Ökowelt unterjubeln will. Die am Ende nur einer neuen Minderheit einer grünen Machtelite dient.

Irgendwann muss grüne Politik liefern, nicht nur labern. Und dann werden wir sehen, ob diese Politik die Menschen insgeamt mitnehmen kann oder nur ein weiterer Schwank der Menschheitsgeschichte sein wird...
Eine Politik, die genauso wie andere Umerziehungsansätze schlicht auf die Karte des schlechten Gewissens setzt.


Eigentlich tust du mir leid, diese Entwicklung auf "kommunistische Umtriebe" schieben zu wollen. Das ist genau so naiv-infantil wie die Weltsicht eines Herrn Trump. Denn mit der Klimaänderung haben die politischen Narreteien der Menschheit nur so viel zu tun, daß man grob fahrlässig unterlassen hat, der Natur Schäden durch vernünftige Technikanwendung zu ersparen. Und, wie schon gesagt, in ihrer Antwort wird sie die Bequemlichkeiten der Menschen als vollkommen irrelevant links liegen lassen. Und noch mal, lies dir erst mal durch, was Greta tatsächlich gesagt hat, als sie pauschal des Radikalismus zu zeihen, den sie tatsächlich nicht mal ansatzweise vertritt. Wie gesagt, "liefern" wird die Natur. Die letzten 10 Jahre zeigten, daß das Gefälle der Achterbahn steiler wird....
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » So 4. Aug 2019, 13:57

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(04 Aug 2019, 13:06)

Natuerlich ist es laecherlich, aber fuer ihre Anhaenger ist sie ein Rock Star! Nichts anderes wie ein Ed Sheeran, ein Michael Jackson oder den Beatles, bei deren Anblick sie verklaerte Augen bekommen. Ihr Autismus und ihr starrer Blick verhilft ihr einen mystischen Status bei einer von "Angst" geplagten Fan Gemeinde zu erreichen.

Das dies alles nicht ohne Social Media, I-Phones, I-Pads usw geht vergisst man, vor allem vergisst man die CO2 Emissionen die daraus hervorgehen.

Sie beschuldigt "Die Reichen" die Erde zu vernichten und dann nimmt sie ausgerechnet eine High Tech Yacht, die zum Yacht Club von Monaco gehoert, als emissionfreien Transport gen NY, so als ob das Flugreisen ersetzen koennte. Sie vergisst das die Besitzter der Yacht auch Besitzer von Privat jets sind, die wenn immer es ihnen gefaellt um die Welt fliegen und neben High Teck Segel Yachts auch Motor Yachts besitzen, die alles andere als emissionsfrei sind. Ich halte Greta zu Gute das sie sich deseen nicht bewusst ist.



Auf diesen Schwachsinn hat der Volksmund eine Antwort parat:
kannst du die botschaft nicht angreifen, dann greif den boten an
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » So 4. Aug 2019, 13:58

VaterMutterKind hat geschrieben:(04 Aug 2019, 13:24)

Warum ist sie sich dessen nicht bewusst?

Du bist dir ja offenbar der Richtigkeit ihrer Mahnung auch nicht bewußt. Woran das wohl liegen kann? Unwissen, Bequemlichkeit, Faulheit?
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 4. Aug 2019, 16:52

zollagent hat geschrieben:(04 Aug 2019, 13:53)
...daß deine alten Bequemlichkeitsgrundsätze schlicht nicht mehr gültig sein werden. Konkret machbar ist inzwischen vieles, was man selbst gar nicht mehr wahrnimmt. Wahrnehmung scheint in der Tat nur noch auf der Kostenseite stattzufinden. Ich halte das für ein bißchen kurzsichtig.


...um deine Bequemlichkeit oder Uneinsichtigkeit scheren. ... im Führerbunker Anfang April 1945...
...Und, wie schon gesagt, in ihrer Antwort wird sie die Bequemlichkeiten der Menschen als vollkommen irrelevant links liegen lassen...


Bei soviel bornierter und mutwilliger Missinterpretation ist eine weitere Diskussion eignetlich zwecklos.
Wenn Sie Bequemlichkeit nicht von der essentiell und existenziell beschriebenen Notwendigkeit der PKW-gestützten Individualmobilität unterscheiden können, genauso wenig wie diese Greta,
sagt mir das, dass Sie mit Ihrer einseitig blinden Ideologie genau den Geist beschwören, den ich beschrieb: Grünen Totalitarismus.
Der von oben herab, klientelelitär - im sog. wissenschaftlichen Gewand - den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht...oder sehen will.

Die Realität von 75% der Menschen, die nicht "grün" wählen, erst recht nicht ausserhalb Deutschlands, wird deren ideologisch-propagandistischen Weltuntergangs-Hype wieder auf den Boden der Realität zurückholen.

Nichts ist letztlich kontraproduktiver, desillusionierender und demotivierender als eine Zukunfts-Schwarzmalerei, die als einzigen Hoffnungsschimmer Verbotstotalitarismus und grünlackierte Täterzuweisungen anbietet.

btw: Ich habe die Erstausgabe des "Club of Rome" im Bücherregal. Und dessen "wissenschaftliche Prognosen und Wahrheiten". Sie prognostizierten unter anderem, angeblich wissenschaftlich wasserdicht, ein baldiges Ende der
Ressourcen Erdgas und Erdöl. Inzwischen sind sie widerlegt. Es wurden Erdöl- und Erdgasvorkommen gefunden, die vor allem eines beweisen, wie eng und ofenrohrartig sog. wissenschaftliche Beweiskraft und ihre Zukunftsprognosen zuweilen sind.

Nicht mehr und nicht weniger als ein hysterischer Schwank aus der Ersatzreligionsfabrik "Was sind sie für ein Missionar?"
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon frems » So 4. Aug 2019, 18:40

Iwan der Liebe hat geschrieben:(03 Aug 2019, 22:32)
Na ok, das ist eine Meinung.

Klar. Und dass die Erde eine Scheibe ist, ist auch eine Meinung. So hat man zwei gleichwertige Meinungen und fertig ist die Laube.

Vermutlich [...] Und vermutlich

Du könntest Dich weiterbilden und mit den Vermutungen aufhören.

Kurz, ich habe meine Zweifel, dass man die Kosten, die ein Auto der Gesellschaft zumutet, wirklich halbwegs seriös berechnen kann.

Kannst Du auch haben. Offensichtlich willst Du die Zweifel auch nicht ausräumen, weil Dir die Fakten nicht gefallen. Also vermutest Du irgendwas und erklärst es zu einer Meinung. Das kennt man auch bei der Debatte zum Klimawandel.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » So 4. Aug 2019, 19:42

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(04 Aug 2019, 16:52)

Bei soviel bornierter und mutwilliger Missinterpretation ist eine weitere Diskussion eignetlich zwecklos.
Wenn Sie Bequemlichkeit nicht von der essentiell und existenziell beschriebenen Notwendigkeit der PKW-gestützten Individualmobilität unterscheiden können, genauso wenig wie diese Greta,
sagt mir das, dass Sie mit Ihrer einseitig blinden Ideologie genau den Geist beschwören, den ich beschrieb: Grünen Totalitarismus.
Der von oben herab, klientelelitär - im sog. wissenschaftlichen Gewand - den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht...oder sehen will.

Die Realität von 75% der Menschen, die nicht "grün" wählen, erst recht nicht ausserhalb Deutschlands, wird deren ideologisch-propagandistischen Weltuntergangs-Hype wieder auf den Boden der Realität zurückholen.

Nichts ist letztlich kontraproduktiver, desillusionierender und demotivierender als eine Zukunfts-Schwarzmalerei, die als einzigen Hoffnungsschimmer Verbotstotalitarismus und grünlackierte Täterzuweisungen anbietet.

btw: Ich habe die Erstausgabe des "Club of Rome" im Bücherregal. Und dessen "wissenschaftliche Prognosen und Wahrheiten". Sie prognostizierten unter anderem, angeblich wissenschaftlich wasserdicht, ein baldiges Ende der
Ressourcen Erdgas und Erdöl. Inzwischen sind sie widerlegt. Es wurden Erdöl- und Erdgasvorkommen gefunden, die vor allem eines beweisen, wie eng und ofenrohrartig sog. wissenschaftliche Beweiskraft und ihre Zukunftsprognosen zuweilen sind.

Nicht mehr und nicht weniger als ein hysterischer Schwank aus der Ersatzreligionsfabrik "Was sind sie für ein Missionar?"

Patzig werden, ist kein Diskussionsstil. Ich will nicht funktioniert auch nur bis zu einem gewissen Lebensalter. Ich male auch nicht schwarz, sondern beziehe mich auf konkrete Voraussagen der Wissenschaft. Bei dir sehe ich allerdings die Zuversicht des Bauarbeiters der vom Gerüst fällt und die Hoffnung hat, "ich falle noch, bisher ist nichts passiert". Übrigens war der Club of Rome DER ANFANG der Mahnungen. Inzwischen sind viele Erkenntnisse hinzugekommen. Es geht auch weniger um Endlichkeit von Ressourcen, sondern um die Auswirkungen, wenn wir sie weiterhin so ungehemmt nutzen. DAS ist es, was das Klima ändern wird.
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