Der Kampf gegen das Auto

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Elser
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Elser » Fr 2. Aug 2019, 09:06

Iwan der Liebe hat geschrieben:(31 Jul 2019, 21:04)

Naja, wenn ich zur Arbeit fahre, stehe ich nicht im Stau. Das liegt vor allem an den flexiblen Arbeitszeiten, aber auch daran, dass viele Menschen durch die Nutzung eines Navigationsgerätes bereits verblödet sind und sich in die Staus stellen, während parallel verlaufende Straßen frei sind. Finde ich super! :thumbup:

Ich könnte auch Busse und Bahnen nehmen. Der Preis wäre etwa um den Faktor 2 höher, die Fahrzeit um den Faktor 3-4. Die Dumpfbacken haben hier Busspuren eingerichtet, dabei aber nicht bedacht, dass dadurch große Rückstaus entstehen, in denen auch die Busse stehen... :rolleyes: :rolleyes:

Vielleicht sollte man nicht immer nur destruktiv sein und den Menschen in die Geldbörse greifen, noch dazu jenen, die ihren Lebensunterhalt mit Arbeit verdienen müssen. Man könnte sie stattdessen locken, z.B. mit billigem oder kostenlosem ÖPNV. Wenn man die Rüstungsausgaben nicht von 40 Milliarden Euro/Jahr auf 80 Milliarden Euro/Jahr erhöht, dann kann man den Nutzern des ÖPNV stattdessen sogar noch eine Menge Geld schenken! :thumbup:


Hiermit verleihe ich Dir den "umweltengel" :s

Elser
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Gen_Y » Sa 3. Aug 2019, 15:06

Vongole hat geschrieben:(08 Jun 2019, 16:17)

Ich hab eins, so furchtbar klingt das alles nun nicht:
https://www.rnz.de/politik/suedwest_art ... 45571.html


Naja es kommt auf den Kontext und auf die Leseart an. Stellen Sie sich vor, die folgenden Worte wären in einer Sportpalastrede mit gerolltem R geäußert worden:

Bis 2030 muss doppelt so viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren werden wie heute, jedes dritte Auto muss klimaneutral fahren, in Städten müssen ein Drittel weniger Autos fahren, jeder zweite Weg unter fünf Kilometern muss mit eigener Körperkraft - ob zu Fuß, per Rad oder Tretroller - zurückgelegt werden, und schließlich muss jede dritte Tonne Fracht klimaneutral transportiert werden.

Devise: Deutsche Körperkraft für ein sauberes Vaterland! ;)
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 3. Aug 2019, 15:17

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Aug 2019, 11:20)

Nee. Bestimmte Industriebereiche müssen realistisch sehen, wie sie weiterhin mit einem (wörtlich) "wie leergefegten Arbeitsmarkt" klarkommen und weiterexistieren. Das gilt ja nicht nur für die Autoindustrie. Und natürlicjh verlagert die schon seit längerem kontinuierlich ihre Produktions- und Entwicklungsstandorte woandershin. Meinst Du, sie tut das aus ideologischen Gründen, weil die Entscheider an der Macke leiden, Deutschland müsse es schlechter gehen?


Die Initiative von dem BaWü-Minister ist einfach zu kurz gedacht. Es muss nicht nur autofreie Städte geben, mit Individual-Personenbeförderungsrohrpost. Die Tunnels dafür kann man auf den möglichen Nutzungs- und Flaniermeilen, vorherStraßen für PKWs, unterirdisch bohren und obendrüber umweltfreundliche Lebensuqlitätszonen einrichten. Mit Bieneninseln, Gemüseanbauarealen, kleinen Hühnerställen und Marktständen für regionale direkte Nahrungsmittelversorung.
Die großen Discounter, die der Allgemeinheit wertvollen Wohnboden in der Peripherie gestohlen haben, kann man so auch loswerden und dem Fußvolk als günstigen Wohnraum zurückgeben.

Über allem steht aber, dass man die Tendenz, die Menschheit in Städte - notfalls zwansgsumzusiedeln, endlich ernsthaft angeht. Dann erübrigt sich das Pendlerproblem von selbst. Und die Industrie hat beliebigen Zugriff auf das
Arbeitskräftepotenzial. Teure Flugreisen in ferne Länder sind passé. Es gibt nur noch Kreuzschifffahrt, die sich ja selbst heute schon als klimaschützende Avantgarde sieht und bezeichnet.

Also, fliegen soll schon irgendwann wieder erlaubt sein, wenn es den Elektroflieger gibt.

Wie gesagt, das Hauptproblem, wie Städteplaner und Stadtentwicklungsforschung belegen, sind die rückständigen Ländler und -innen. Jeder in sinngebende Infrastruktur investierte Steuer-Euro kann in Ballungsräumen und Städten
fünf mal effizienter eingesetzt werden, als auf dem doofen weitverzweigten Land da draussen.

Siehe Internet und entsprechende Leitungen. Was das kostet, für die paar alten "Mr. Pierres, die online gehen wollen" und ihre senile Langeweile.

Ausserdem ist das Klima in eng verbauten und auf höchste Unterbringungs- und Verkehrseffizienz ausgelegte städtische Infrastruktur wie von selbst katastrophenschützend. Kein Sturm, der zwischen den Hochhäusern durchpfeifen kann, wenn man günstige geographische Bedingungen miteinbezieht und ein paar Windschutzwälle baut, statt dödeliger Lärmschutzwälle. Durch insgesamt mildere klimatische Voraussetzungen in dicht besiedelten Städten kann man ausserdem Heizkosten sparen, weil man von Frühjahr bis Herbst praktisch in T-Shirts herumlaufen kann. Und den Rest macht man mit Fernwärme, die man aus der Sahara oder von der zunehmenden afrikanischen Bevölkerung
absaugt. So ein durchschnittlicher Furz von dort, dürfte über Wärmetauscher ordentlich Heizleistung bringen. Und den rückständigen Buntpigmentierten dort erhebliche Einnahmequellen. Dauerhaft und nachhaltig.

Man muss sie nur etwas motivieren, sich regelmäßig an den Sammelstellen für heisse Luft anzustellen und den Arsch in den anschmiegsamen Saugtrichter zu halten.

Mir geht die Gesundung unseres schönen Landes viel zu langsam. Am deutschen Umweltwesen wird die Welt genesen. Das ist Fakt. Und ganz ehrlich, wer braucht schon einen Volkswagen im 21.Jahrhundert?
Das wollte ein gewisser Adolf H. - Und was das allein für Umweltfolgen hatte, wissen wir heute. Ich sag nur "Autobahn"...

Nieder mit den ganzen Autonazis. Pfui Spinne!
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 3. Aug 2019, 16:20

Elser hat geschrieben:(02 Aug 2019, 09:03)

Einige wollen es einfach nicht wahr haben, weil sie allzu autoverliebt sind. Sicher- wahrscheinlich reicht es tatsächlich nicht nur das Auto zu bekämpfen um den Klimawandel zu besiegen, aber dennoch ist der Autoverkehr, so wie er jetzt weltweit betrieben wird, einer der Hauptursachen für den CO²-Anstieg. Wer das nicht wahr haben will, macht sich und anderen etwas vor. Der Autofahrer der den Verhaltenswandel immer nur bei den anderen Techniken sucht, ist ein Ignorant. Für mich steht fest - wir werden mit kleineren Autos, weniger und langsamer fahren müssen, wenn wir hier etwas erreichen wollen. Die Politiker wissen das längst. Um so früher uns das einer von ihnen klar macht, anstatt immer nur nach einen lukrtiven Sesselfurzerjob bei der Autoindustrie zu schielen, desto besser.

Die, immer wieder hervor gebrachte, These dass wir allein nichts bewirken könnten, ist auch falsch. Wir, die westlichen Industrieländer haben, mit der Ausweitung des Autoverkehrs in unseren Ländern, die anderen Länder zur Nachahmung bewegt. Es würde uns gut anstehen auch jetzt ein, und diesesmal gutes, Beispiel zu geben. Wer wenn nicht wir, das große Autoland, sollte es denn sonst machen? Die anderen werden es uns nachmachen, so wie uns auch die Fehler nachgemacht haben.

Elser


Guter Beitrag, so ist es , aber lass mal unsere Auto verliebten Romantiker , werden schon bald unsanft in der ungeschönten klimapolitischen Realität unserer Planeten aufwachen.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon VaterMutterKind » Sa 3. Aug 2019, 16:52

Es lebe die Ökodiktatur und die Abschaffung der inviduellen Freiheiten.

Und danach dann Hitler2 oder so. Glaubt doch keine Sau, dass sich eine Gesellschaft so einen Schwachsinn aufs Auge drücken lässt.

Ich verlasse dann vorzeitig das Land, denn auf Hitler 2 habe ich keinen Bock.
Zuletzt geändert von VaterMutterKind am Sa 3. Aug 2019, 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon frems » Sa 3. Aug 2019, 17:19

Godwin's law schlägt zurück. An den Kosten und Schäden, die man verursacht bzw. anderen zufügt, monetär beteiligt werden -> Diktatur und Hitler. :D
Labskaus!

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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon odiug » Sa 3. Aug 2019, 17:31

VaterMutterKind hat geschrieben:(03 Aug 2019, 16:52)

Es lebe die Ökodiktatur und die Abschaffung der invidueen Freiheiten.

Und danach dann Hitler2 oder so. Glaubt doch keine Sau, dass sich eine Gesellschaft so einen Schwachsinn aufs Auge drücken lässt.

Ich verlasse dann vorzeitig das Land, denn auf Hitler 2 habe ich keinen Bock.

Ist das etwas ein Nazi Vorwurf :eek:
Na du bist mir ja einer ... ts tst ts ts :s
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » Sa 3. Aug 2019, 18:12

VaterMutterKind hat geschrieben:(03 Aug 2019, 16:52)

Es lebe die Ökodiktatur und die Abschaffung der inviduellen Freiheiten.

Und danach dann Hitler2 oder so. Glaubt doch keine Sau, dass sich eine Gesellschaft so einen Schwachsinn aufs Auge drücken lässt.

Ich verlasse dann vorzeitig das Land, denn auf Hitler 2 habe ich keinen Bock.

Individuelle Freiheit einfach nur auf Autonutzung zu reduzieren, wird dem Problem nicht gerecht. Ebensowenig die Folgen der Autonutzung so dramatisch zu ignorieren, wie du es tust. Das ist billigste Polemik, die mit Sachlichkeit nichts gemein hat.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon jack000 » Sa 3. Aug 2019, 18:58

Elser hat geschrieben:(02 Aug 2019, 09:03)
Die anderen werden es uns nachmachen, so wie uns auch die Fehler nachgemacht haben.

Nee, die machen keine Fehler nach. Oder hast du irgendwo auf diesen Planeten außerhalb von Deutschland schon mal Bahnhofsklatscher gesehen?
=> Im Gegenteil freut man sich im Ausland auf jedes in Deutschland ausgemusterte Auto, das schafft einen größeren Markt für Gebrauchtwagen dort.
DU30
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » Sa 3. Aug 2019, 19:08

jack000 hat geschrieben:(03 Aug 2019, 18:58)

Nee, die machen keine Fehler nach. Oder hast du irgendwo auf diesen Planeten außerhalb von Deutschland schon mal Bahnhofsklatscher gesehen?
....

Die Idiotie der Rechtsdraußen ist international auch nicht sehr populär, außer in Kreisen von Trumps Hillbillies, Boris Austrittsbegeisterten und Marines Menschenhassern.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 3. Aug 2019, 21:44

zollagent hat geschrieben:(03 Aug 2019, 18:12)

Individuelle Freiheit einfach nur auf Autonutzung zu reduzieren, wird dem Problem nicht gerecht. Ebensowenig die Folgen der Autonutzung so dramatisch zu ignorieren, wie du es tust. Das ist billigste Polemik, die mit Sachlichkeit nichts gemein hat.



Absolut,1. Fehler von diesem User Autonutzung mit individueller Freiheit an sich gleich zu setzen, ( dass ganze kann man auch philosophisch ganz
anders sehen als Abhängigkeit von Technik etwa)

2. Fehler sogenannte individuelle Freiheit zum Schaden und auf Kosten , Dritter, der Natur, den Ressourcen des Planeten soll als bedenkenlos in Ordnung und richtig sein ja??? Eine ziemlich kurzsichtig egoman oberflächliche Einstellung, mehr als fragwürdig, wenn jeder der gut ca. 7. Milliarden Menschen so konsequent denken würde , na dann mal gute Nachte Zukunft.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon VaterMutterKind » Sa 3. Aug 2019, 21:49

Wenn hier jemand glaubt die Masse würde in ein paar Jahren nur noch mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, der hat doch zu viele Joints geraucht. :D

Und natürlich ist Auto fahren individuelle Freiheit. Und die lasse ich mir auch nicht nehmen. Bevor es soweit kommt bin ich raus aus Deutschland.

Manche Ökofreaks haben in letzter Zeit zu wenig Sauerstoff bekommen.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Iwan der Liebe » Sa 3. Aug 2019, 22:13

frems hat geschrieben:(03 Aug 2019, 14:18)

Weil die volkswirtschaftlichen Kosten höher sind als das, was die MIV-Nutzer dafür zahlen. Weiß eigentlich mittlerweile jeder. Naja. Anscheinend auch nicht. Aber ist ja auch egal. :)



Aha. Und wie hast Du das herausbekommen? Mit einem Zahnstocher? :?:
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon zollagent » Sa 3. Aug 2019, 22:17

VaterMutterKind hat geschrieben:(03 Aug 2019, 21:49)

Wenn hier jemand glaubt die Masse würde in ein paar Jahren nur noch mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, der hat doch zu viele Joints geraucht. :D

Und natürlich ist Auto fahren individuelle Freiheit. Und die lasse ich mir auch nicht nehmen. Bevor es soweit kommt bin ich raus aus Deutschland.

Manche Ökofreaks haben in letzter Zeit zu wenig Sauerstoff bekommen.

Während meines Studiums in Hannover und Berlin blieb mein Auto allein schon deswegen auf seinem Parkplatz, weil ich weder an der Uni immer einen Parkplatz bekam, noch im Stadtverkehr Zeit vergeuden wollte. Ich habe es nur für Heimfahrten oder Exkursionen genutzt. Diese "individuelle Freiheit" wurde damals schon, und das ist jetzt 30 Jahre her, durch die Macht des Faktischen fast bis auf Null reduziert. Und diese Situation wird natürlich immer öfter anzutreffen sein. Auf dem Land, wo ich jetzt lebe, ist das Auto unverzichtbar, und das, obwohl ich unmittelbar vor der Haustür eine Bushaltestelle habe. Leider ist der Bus nicht immer genau dann verfügbar, wenn ich ihn brauche. Und selbst ein Ausflug in die 6 km entfernte Kreisstadt wird wegen des Fahrplans zu einer Exkursion von immer mindestens zwei Stunden, was ich mit dem PKW auf 30-45 Min. reduzieren könnte. Aber schon 30 km weiter westlich, in Kaiserslautern, ist ein Auto mehr ein Hindernis als ein Nutzen. Und der öffentliche Nahverkehr wesentlich besser ausgestaltet. Deine Freiheit ist höchst relativ.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon frems » Sa 3. Aug 2019, 22:18

Iwan der Liebe hat geschrieben:(03 Aug 2019, 22:13)

Aha. Und wie hast Du das herausbekommen? Mit einem Zahnstocher? :?:

Nee, solche Methoden am Küchentisch überlasse ich Dir. Ich entschied mich einfach fürs Lesen wissenschaftlicher Publikationen, in denen es durchgerechnet wurde. Das macht im Schnitt über 2000 Euro pro Pkw und Jahr, die die Gesellschaft drauf packt. An das Märchen von der Melkkuh der Nation glaubten doch selbst im Kalten Krieg nur ein paar Dumpfbacken.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Iwan der Liebe » Sa 3. Aug 2019, 22:32

frems hat geschrieben:(03 Aug 2019, 22:18)

Nee, solche Methoden am Küchentisch überlasse ich Dir. Ich entschied mich einfach fürs Lesen wissenschaftlicher Publikationen, in denen es durchgerechnet wurde. Das macht im Schnitt über 2000 Euro pro Pkw und Jahr, die die Gesellschaft drauf packt. An das Märchen von der Melkkuh der Nation glaubten doch selbst im Kalten Krieg nur ein paar Dumpfbacken.



Na ok, das ist eine Meinung. Vermutlich hat man bei der Rechnung die Straßenschäden mit eingerechnet und glatt "vergessen", dass diese vor allem von LKW verursacht werden. Und vermutlich hat man auch die Staus als "volkswirtschaftlichen Schaden" einbezogen, weil ja Systemunrelevante, wenn sie gerade im Stau sind, nicht an der Gewinnmaximierung eines Unternehmers arbeiten. Dass viele Menschen trotz aller Staus meist mit dem Auto viel schneller sind als mit dem ÖPNV, wird man wiederum "vergessen" haben.

Kurz, ich habe meine Zweifel, dass man die Kosten, die ein Auto der Gesellschaft zumutet, wirklich halbwegs seriös berechnen kann. Fakt ist jedoch: Ohne Einnahmen aus der Mineralölsteuer wäre Deutschland absolut pleite, "pleiter" geht es gar nicht.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Ein Terraner » Sa 3. Aug 2019, 22:41

Ich hatte heute die verrückte Idee mit dem Auto nach München zu fahren, wie immer zum Isartor Parkhaus und dann in die Innenstadt. War das letze mal das ich mit angetan habe. Abgesehen von den ganzen Irren die einfach auf die Straße laufen war es mehr als überfüllt.
Wird Zeit das der komplette Raum innerhalb vom Altstadtring und Teile raus bis zum Mittleren Ring für Autos Stück für Stück gesperrt wird und nur noch Lieferverkehr rein darf.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Iwan der Liebe » Sa 3. Aug 2019, 22:55

Ein Terraner hat geschrieben:(03 Aug 2019, 22:41)

Ich hatte heute die verrückte Idee mit dem Auto nach München zu fahren, wie immer zum Isartor Parkhaus und dann in die Innenstadt. War das letze mal das ich mit angetan habe. Abgesehen von den ganzen Irren die einfach auf die Straße laufen war es mehr als überfüllt.
Wird Zeit das der komplette Raum innerhalb vom Altstadtring und Teile raus bis zum Mittleren Ring für Autos Stück für Stück gesperrt wird und nur noch Lieferverkehr rein darf.



Die Logik verstehe ich nicht. Weil Du im Stau gestanden hast, forderst Du, die Strecke zu sperren?

Und wenn Du mit dem ICE fahren willst, und der fällt aus, forderst Du wohl das Ende der Schnellzüge hierzulande?
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Ein Terraner » Sa 3. Aug 2019, 22:58

Iwan der Liebe hat geschrieben:(03 Aug 2019, 22:55)

Die Logik verstehe ich nicht. Weil Du im Stau gestanden hast, forderst Du, die Strecke zu sperren?

Und wenn Du mit dem ICE fahren willst, und der fällt aus, forderst Du wohl das Ende der Schnellzüge hierzulande?


Ich bin nicht im Stau gestanden, ich bin in Menschenmassen gestanden und habe mich durch zu enge Gassen und Parkhäuser gequält.
Zuletzt geändert von Ein Terraner am Sa 3. Aug 2019, 23:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Iwan der Liebe » Sa 3. Aug 2019, 22:59

Wir waren heute an einer Talsperre zum Schwimmen. 70 km entfernt. Mit dem ÖPNV hätten wir etwa 3 Stunden Reisezeit einplanen müssen, und es wäre so teuer gewesen, dass uns die Freude vergangen wäre.

Ich habe nichts gegen Elektrofahrzeuge, aber das Lob des ÖPNV in diesem Lande ist mehr als unangebracht. Er ist für viele Leute keine Alternative. Ausnahmen sind Menschen, die in einer großen Stadt leben, arbeiten und ihre Freizeit dort verbringen. Die können aufs Auto verzichten.

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