Der Kampf gegen das Auto

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19353
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Teeernte » Fr 13. Sep 2019, 12:19

Papaloooo hat geschrieben:(13 Sep 2019, 11:43)

Nun, aber gerade wenn du in der Autobranche arbeitest, dann solltest Du sehen, wie rasant die Entwicklung voranschreitet:
Wenn erstmal die Robotersteuerung signifikanter niedrigere Unfallzahlen als menschliche Fahrer haben, dann kommt es zu einem Umdenken und dann kommt es Schlag auf Schlag.


30% sollen Menschen aus "Spass" fahren. (Find ich auch als ganz schän hohe Zahl...aber Statistik eben)

Nun so eine Spass Fahrt gönn ich mir - wenn ich mich am WoE auf mein Motorrad setze. Motorradfahrer nehmen gerne die kurvigen Strassen - selten die Autobahn.

----------

Die Robotersteuerung hat ja wieder gezeigt - wozu sie guuuuut ist.

Mindestens zwei Piloten aus den USA haben bereits im November über Zwischenfälle mit der Boeing 737 Max 8 berichtet. Das geht aus einer US-Datenbank hervor. Demnach hat es Probleme mit der Steuerungssoftware gegeben.


...und da sitzen 2 Piloten vor dem Autopiloten....

Technik .... am Updatetag fährt keiner ?

Naja - wenn die ersten Toten an der roten ampel verhungert sind... :D :D :D könnte man sich zu einem "Pilotenhorn" als Lenker sicher durchringen.

(Nicht mal ne Fahrstuhlsteuerung geht ohne Mätzchen. und da ist Geschwindigkeit , Navigation und Gegenverkehr NEBENSACHE !)

Hier ist im Altenheim erst so eine Anlage abgebrannt..... die "Mobilität" der auf das Ding ANGEWIESENEN liegt nun bei NULL. (Range 10m) irgendwann in einem viertel//halben Jahr soll ein neuer kommen... - schön wenn es noch herkömmlich geht..
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 5825
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 15:00

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Zunder » Fr 13. Sep 2019, 12:30

Papaloooo hat geschrieben:(13 Sep 2019, 09:37)
Es wird weit weniger Autos geben und weit weniger Staus.

Es wird weitaus mehr Autos geben als heute.
Verschwinden wird der ÖPNV.
Ein Tür-zu-Tür-Angebot ist in der Stadt wie auf dem Land allemal attraktiver als die Bindung an Haltestellen und die Warterei und Umsteigerei.
Der Energiebedarf wird sich entsprechend vervielfachen.
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 13261
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Es ist Zeit fuer eine Pause.

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon imp » Fr 13. Sep 2019, 13:18

Auf das Ende des Staus wuerde ich nicht wetten. Bei ausreichender Verdichtung ist Massentransport (kreuzungsfreie Schienensysteme, zunehmend fahrerlos) unschlagbar. Individualtransport wird immer noch sehr wichtig sein: Als Zubringer zum Massentransport, fuer allerlei Dienstfahrten, wo Mann+Gepaeck dynamisch irgendwo hin muessen usw. Alle Vorstellungen, man koenne das richtig loswerden, sind fuer den Po. Zentrumsnah kann auch der kleine oder grosze Bus (zunehmend auch fahrerlos) eine Rolle spielen, im Zentrum selber weniger. Noch weiter drauszen kommen dann Sammel-, Ruf- und Bedarfsfahrten dran, zuerst in Tagesrandzeiten.

Für einen immer groeszeren Kreis koennen mit dem fahrerlosen Verkehr auch Taxikonzepte (individuelle Bestellverkehre), Karchering und verschiedene Formen von spontan vermittelter Mitfahrt ("Autostop mit App") eine Rolle spielen, aber sehr lang nicht fuer alle. Der Anteil fuer "dauerhaft" persoenlich zugeordnete Fahrzeuge, ob gekauft oder in Abomodellen, wird eher sinken. Es wird jede Menge Verkehr geben, wahrscheinlich auf lange Zeit sogar nie wieder so wenig wie heute.

Das Gerede von "frueher ging es doch auch" laesst auszer acht, dass die heutige Mobilitaet kein Luxus ist sondern fuer die meisten Menschen eine Notwendigkeit. Sowohl die zunehmende Flexibilitaet, kurzfristig irgendwo sein zu muessen ohne dass der Chef die Loesung gleich mit anbietet als auch die Verdichtung der nominellen Freizeit sind langjaehrige Trends, die sich nicht so einfach zurueckdrehen lassen. Man darf da auch von Telearbeit & Co nicht zu viel erwarten. Noch jede Arbeitserleichterung hat sich irgendwann in die Erwartungen von Arbeitgeber und Gesellschaft eingefuegt, von der Waschmaschine zum Kuehlschrank, vom heimischen Internetplatz bis zum Mobiltelefon.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 8667
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon unity in diversity » Fr 13. Sep 2019, 13:44

Der Krieg gegen das Auto kann nur verloren werden, aber den Fahrer sollte man durch intelligentere Lösungen ersetzen, die weniger störanfällig sind:
https://www.nissan.de/nissan-erleben/in ... hyEALw_wcB
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
sünnerklaas
Beiträge: 3985
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon sünnerklaas » Fr 13. Sep 2019, 13:47

Zunder hat geschrieben:(13 Sep 2019, 12:30)

Es wird weitaus mehr Autos geben als heute.
Verschwinden wird der ÖPNV.
Ein Tür-zu-Tür-Angebot ist in der Stadt wie auf dem Land allemal attraktiver als die Bindung an Haltestellen und die Warterei und Umsteigerei.
Der Energiebedarf wird sich entsprechend vervielfachen.



Das Problem des ÖPNV auf dem Lande ist seine Finanzierbarkeit. Die Busunternehmen führen nur Fahrten durch, die tatsächlich bezahlt sind - also: sie betreiben Schülerverkehr. Den sicherzustellen sind die Kommunen auf Grund der allgemeinen Schulpflicht verpflichtet.
Ansonsten gibt es pro Strecke vielleicht eine Alibi-Fahrt ohne Anschlüsse zwecks Erhalt der Konzession. Am Steuer sitzen - aus Kostengründen - sehr oft Fahrer, die im Rahmen von 450-Euro-Jobs beschäftigt sind.
Sind Konzessionen vergeben, gelten die laufenden Verträge. Jedes Busunternehmen wird auf Grund der Verträge peinlichst darauf achten, dass niemand sonst die Strecken bedient. Das bedeutet aber auch: private Initiativen, wie Bürgerbusse stoßen sehr oft an rechtliche Grenzen und auf erbitterten Widerstand, der gerne mal vor Gericht landet. Diejenigen, die den oft so von den Bürgern gewünschten "Arsch in der Hose" haben erleden dort dann in der Regel vernichtende Niederlagen mit zu leistenden Schadensersatzahlungen, die die Gemeindekasse sehr stark belasten oder ruinieren können.
Das Problem ist auch: werden Konzessionen ausgehandelt und dann vergeben, dann ergeht der Beschluss durch Gremien, in denen fachliche Laien ehrenamtlich tätig sind. Auf der anderen Seite sitzen im Auftrag von Großunternehmen ausgebuffte Kaufleute und Juristen. Es gilt dann der Leitspruch für Projektarbeit:

"Als Projektdurchsetzer, das ist toll,
da setzen wir voll auf Alkohol.
Denn für Kommunalpolitiker, das ist richtig,
sind Bier und Korn ganz furchtbar wichtig.
Dazu joviales Schulterklopfen und ein bisschen Geld
und schon ist Projektdurchsetzer Cheffes Held!"
sünnerklaas
Beiträge: 3985
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon sünnerklaas » Fr 13. Sep 2019, 13:53

imp hat geschrieben:(13 Sep 2019, 13:18)

Das Gerede von "frueher ging es doch auch" laesst auszer acht, dass die heutige Mobilitaet kein Luxus ist sondern fuer die meisten Menschen eine Notwendigkeit.

Eine länger andauernde zeitgleiche Unterbrechung wichtiger Verkehrsachsen - wie die A2 und A9 - führt zum sofortigen Stillstand in der gesamten westdeutschen Automobilindustrie.
Dass es am Persischen Golf bisher nicht zum Krieg gegen den Iran gekommen ist, dürfte v.a. daran liegen, dass dann 30% des benötigten Erdöls fehlen würden. Die Spritpreise würden explodieren und für viele unbezahlbar. Kurz: die Leute kämen nicht mehr zur Arbeit, die Bänder stünden still, nichts würde mehr gehen. Weder in Europa, noch in den USA, noch in Fernost.
Gen_Y
Beiträge: 186
Registriert: Sa 2. Feb 2019, 10:13
Benutzertitel: Liberalitas Bavariae
Wohnort: Bayern
Kontaktdaten:

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Gen_Y » Fr 13. Sep 2019, 14:00

John Galt hat geschrieben:(12 Sep 2019, 23:12)

Die "grüne" Bevölkerung will Autos aus den Städten verbannen. Währenddessen sollen allerdings Benziner und Diesel Autos bis 2040 oder sonstwann verboten werden.


Die "grüne" Bevölkerung hält sich zwar für das Bildungsbürgertum, hat jedoch keine Ahnung von Zuständigkeiten, da Kommunisten.
Autos aus Städten verbannen, ist Sache der Kommunen. Die Zahl der grünen Oberbürgermeister ist überschaubar.
Diesel verbieten. Ja, wo? Auf Autobahnen? Kann der Bund machen. Auf Landstraßen - Sache der Länder.
Die Herstellung von Diesel-Motoren in der BRD verbieten? Könnte der Bundestag beschließen, würde mit hoher Wahrscheinlichkeit in Karlsruhe einkassiert werden.
Die Herstellung und Nutzung von Diesel-Motoren in der EU verbieten. Wäre am erfolgversprechendsten. Nur wer sagt das den Ungarn, Polen, Italienern und Tschechen?

Und so ist es wie immer. Die kleinste Oppositionspartei im Bundestag fordert fordert und fordert. Die Medien freuen sich über den Content und die Klicks. Alles bleibt beim Alten.
Autonomes Fahren bis 2030? Das ich nicht lache. Flächendeckendes 5G in 11 Jahren in der BRD? Im Leeeben nicht.
Also rauf aufs Dieselross und nicht aufregen.
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 13261
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Es ist Zeit fuer eine Pause.

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon imp » Fr 13. Sep 2019, 14:07

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Sep 2019, 13:53)

Eine länger andauernde zeitgleiche Unterbrechung wichtiger Verkehrsachsen - wie die A2 und A9 - führt zum sofortigen Stillstand in der gesamten westdeutschen Automobilindustrie.

Einen groeszeren Kollaps im MIV ueberlebt der Bahnbetrieb heute auch nicht - die meisten Lokfuehrer und Personen des Netzbetriebes kommen mit dem Auto.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
sünnerklaas
Beiträge: 3985
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon sünnerklaas » Fr 13. Sep 2019, 14:56

imp hat geschrieben:(13 Sep 2019, 14:07)

Einen groeszeren Kollaps im MIV ueberlebt der Bahnbetrieb heute auch nicht - die meisten Lokfuehrer und Personen des Netzbetriebes kommen mit dem Auto.


...was daran liegt, dass sich die Bahn weitgehend aus der Fläche zurückgezogen hat. Den Rest hat ihr Hartmut Mehdorn gegeben.
Neubaustrecken, die Reaktivierung stillgelegter Strecken scheitern in der Regel an massiven Anwohnerprotesten. Immobilienmakler und auch der eine oder andere Bürgermeister hatten etwas anderes versprochen und sich da auch so manches Mal sehr weit aus dem Fenster gelehnt.
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 873
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Papaloooo » Fr 13. Sep 2019, 15:26

Teeernte hat geschrieben:Die Robotersteuerung hat ja wieder gezeigt - wozu sie guuuuut ist.



...und da sitzen 2 Piloten vor dem Autopiloten....

Technik .... am Updatetag fährt keiner ?

Naja - wenn die ersten Toten an der roten ampel verhungert sind... :D :D :D könnte man sich zu einem "Pilotenhorn" als Lenker sicher durchringen.

(Nicht mal ne Fahrstuhlsteuerung geht ohne Mätzchen. und da ist Geschwindigkeit , Navigation und Gegenverkehr NEBENSACHE !)

Hier ist im Altenheim erst so eine Anlage abgebrannt..... die "Mobilität" der auf das Ding ANGEWIESENEN liegt nun bei NULL. (Range 10m) irgendwann in einem viertel//halben Jahr soll ein neuer kommen... - schön wenn es noch herkömmlich geht..

Das hat ja mit den Autos wenig zu tun!
Mit Autopilot fliegt man schon seit Jahrzehnten
und bislang hat das auch immer sehr gut funktioniert!
Hier kam eine Baureihe auf den Markt, welche sich übernommen hat.
Aber wie viele Unfälle stehen dem entgegen,
bei denen menschliches Versagen zum Unfall geführt hat?

Außerdem werden automatische Systeme immer besser,
Menschen werden es aber nicht.
Es gibt noch kein verbeitetes und zuverlässiges System, das verhindern kann,
dass ein betrunkener oder übermüdeter (geschweige denn minderjähriger) Autofahrer
ans Steuer sitzt.

Wenn man bislang vergleicht zwischen robotisch gefahrenen Kilometern und menschlich gefahrenen Kilometern,
dann schneiden die Roboter besser ab.

Wer ernsthaft glaubt, dass Roboter in einer Generation (also 20 bis 25 Jahre)
nicht nochmals wesentlich besser sind, ist realitätsfern!
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 873
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Papaloooo » Fr 13. Sep 2019, 15:29

Zunder hat geschrieben:(13 Sep 2019, 12:30)

Es wird weitaus mehr Autos geben als heute.
Verschwinden wird der ÖPNV.
Ein Tür-zu-Tür-Angebot ist in der Stadt wie auf dem Land allemal attraktiver als die Bindung an Haltestellen und die Warterei und Umsteigerei.
Der Energiebedarf wird sich entsprechend vervielfachen.

Derzeit haben statistisch knapp 66% aller Erwachsenen in Deutschland ein Auto.
Wie könnte es da weitaus mehr geben?
Zumal zunehmend viele junge Menschen auf Carsharing umsteigen!
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19353
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Teeernte » Fr 13. Sep 2019, 15:47

Papaloooo hat geschrieben:(13 Sep 2019, 15:26)

Das hat ja mit den Autos wenig zu tun!

Wer ernsthaft glaubt, dass Roboter in einer Generation (also 20 bis 25 Jahre)
nicht nochmals wesentlich besser sind, ist realitätsfern!


Es war ein BEISPIEL.

Wer ernsthaft glaubt, dass jeder Roboter in 5 Generationen - überall auf der Welt bei jedem Wetter (schnell/überhaupt) fahren kann....ist Realitätsfern.

Im Überseehafen in Hamburg fahren auch Roboter.....und es gab 1930 Blechspielzeug - dass auch schon mit nem kleinen Blechauto auf ner Blechplatte Auto fahren kann.

Jederzeit an JEDEM ORT...- wenns funktioniert -> dann ist Roboter.

Baustellen...mit Weißen und Gelben....ohne Markierung auf der Gegenfahrbahn in Muränien - ein Stück Umleitung auf dem Acker.

Oder ....das Stück vor der Amerikanischen/Englichen/Israelischen Botschaft :D :D :D Never ever fährt da ein Automat mit nem Paket.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 5825
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 15:00

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Zunder » Fr 13. Sep 2019, 16:06

Papaloooo hat geschrieben:(13 Sep 2019, 15:29)

Derzeit haben statistisch knapp 66% aller Erwachsenen in Deutschland ein Auto.
Wie könnte es da weitaus mehr geben?
Zumal zunehmend viele junge Menschen auf Carsharing umsteigen!

In deinem Szenario wird es deshalb weitaus mehr Autos als heute geben, weil dann nicht mehr alle 10 Minuten ein Buszug oder eine Tram irgendwo mit 100 oder 150 Fahrgästen abfährt, sondern alle 10 Sekunden ein Robo-Taxi mit 2 oder 3 Fahrgästen.
Die Zahl der privaten PKWs wird deutlich zurückgehen, die Zahl der Taxis wird um ein Vieltausendfaches steigen.
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 873
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Papaloooo » Fr 13. Sep 2019, 16:13

Zunder hat geschrieben:(13 Sep 2019, 16:06)

In deinem Szenario wird es deshalb weitaus mehr Autos als heute geben, weil dann nicht mehr alle 10 Minuten ein Buszug oder eine Tram irgendwo mit 100 oder 150 Fahrgästen abfährt, sondern alle 10 Sekunden ein Robo-Taxi mit 2 oder 3 Fahrgästen.
Die Zahl der privaten PKWs wird deutlich zurückgehen, die Zahl der Taxis wird um ein Vieltausendfaches steigen.

Ich finde es unrealistisch, denn die großen Strecken zwischen den Städten werden auch weiterhin mit dem Zug schneller zu erreichen sein.
Und Städte haben ja auch immer Planungen, das heißt wenn Robotertaxiverkehr zu stark zunimmt, dann werden auf die Fahrten einfach höhere Steuern erhoben, mit denen dann die öffentlichen Verkehrsmitteln gesponsert werden oder gar kostenlos werden.
Warum sollte das in der Zukunft anders sein?
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19353
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Teeernte » Fr 13. Sep 2019, 16:23

Papaloooo hat geschrieben:(13 Sep 2019, 16:13)

Ich finde es unrealistisch, denn die großen Strecken zwischen den Städten werden auch weiterhin mit dem Zug schneller zu erreichen sein.
Und Städte haben ja auch immer Planungen, das heißt wenn Robotertaxiverkehr zu stark zunimmt, dann werden auf die Fahrten einfach höhere Steuern erhoben, mit denen dann die öffentlichen Verkehrsmitteln gesponsert werden oder gar kostenlos werden.
Warum sollte das in der Zukunft anders sein?


Wie weit können Deine Pfleglinge einen 25 kg Koffer Tragen ? Oder 2 - den für die Frau mit ? Rein in den Zug und die 500 ....1000 m vom TaxiAusstieg zum Zug.

Nur die grösseren Bahnhöfe sind mit Fahrstuhl ausgestattet...

(Die Kapazität der Fahrstühle sind auch gering - für einen Ansturm von Rentnern nicht gedacht.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Papaloooo
Beiträge: 873
Registriert: Sa 8. Jul 2017, 15:11
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Papaloooo » Fr 13. Sep 2019, 16:42

Teeernte hat geschrieben:(13 Sep 2019, 16:23)

Wie weit können Deine Pfleglinge einen 25 kg Koffer Tragen ? Oder 2 - den für die Frau mit ? Rein in den Zug und die 500 ....1000 m vom TaxiAusstieg zum Zug.

Nur die grösseren Bahnhöfe sind mit Fahrstuhl ausgestattet...

(Die Kapazität der Fahrstühle sind auch gering - für einen Ansturm von Rentnern nicht gedacht.

Hör Mal, es gibt jetzt schon Technik, mit der das Gepäck einfach dir folgt, sobald es mit Bluetooth verbunden ist.
In 25 Jahren sicherlich noch mehr.
Wird es zu 100% den menschlichen Kuli ersetzten?
Eher nicht, wer sich einen leisten kann, wird es wohl auch in Zukunft noch tun.
Das ist ja kein Schwarz-weiß, kein alles oder gar nichts, sondern eine Tendenz!
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

Volker Pispers
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 30508
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon jack000 » Fr 13. Sep 2019, 17:45

PROTESTE GEGEN IAA

Explosive Mischung von Auto-Gegnern und Linksextremen

Es ist nicht ganz klar, wer alles gegen die Internationale Automobilausstellung (IAA) auf die Straße gehen wird. Genau hierin sieht der Verfassungsschutz das Problem – in einer Nutzung größerer friedlicher Proteste durch die Militanten.

Die Mobilmachung gegen das Automobil steht vor einem neuen Höhepunkt – und Frankfurt am Main vor einem turbulenten Wochenende. Diverse Gruppen haben Proteste gegen die Internationale Automobilausstellung (IAA) angekündigt – das Spektrum reicht von Radlern der Region, die eine Sternfahrt planen, über mehr oder minder friedliche Klimaaktivisten bis hin zu eindeutig militanten Gruppen.

Genau hierin sieht Hessens Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) das Problem – in einer Nutzung größerer friedlicher Proteste durch die Militanten. „Eine mögliche Beteiligung linksextremistischer Einzelpersonen oder Personenzusammenschlüsse“ an den Protesten sehe man „kritisch, insbesondere vor dem Hintergrund der Gewaltorientierung der autonomen Szene“, erklärte das LfV gegenüber WELT. Man stehe daher „in einem engen Austausch mit den Polizeibehörden“.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... remen.html

Das eine sind die Spinner ohne Lebensleistung die auf den Autos rumstehen. Aber wenn die autonome Szene hinzukommt, werden Sachbeschädigungen und auch Brände von Fahrzeugen stark zunehmen.
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
John Galt
Beiträge: 15275
Registriert: So 1. Jun 2008, 23:44
Benutzertitel: No Gods or Kings. Only Man.

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon John Galt » Fr 13. Sep 2019, 20:12

Trutznachtigall hat geschrieben:(13 Sep 2019, 07:44)

Jeder??? So was können nur Leute sagen, denen ein Leben ohne Auto kein Leben ist.


Wer kein Auto hat, dessen Zeit ist schlichtweg wertlos.

Es geht aber nicht nur darum, es geht darum, dass diese Leute ganze Städte mit fadenscheinigen Begründungen umbauen wollen. Autofreie Städte sind eine Farce, wenn Autos keine Emissionen mehr haben.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
Benutzeravatar
Trutznachtigall
Beiträge: 3228
Registriert: Fr 7. Okt 2016, 10:51
Wohnort: HaHa
Kontaktdaten:

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon Trutznachtigall » Sa 14. Sep 2019, 07:58

John Galt hat geschrieben:(13 Sep 2019, 20:12)

Wer kein Auto hat, dessen Zeit ist schlichtweg wertlos.

Sie brauchen also ein Auto, das Ihnen Ihre Zeit wertvoll macht? Sie armer Bedauernswerter.
In meinem ganzen Leben habe ich weder ein Auto noch einen Führerschein besessen. Als man mir einen Kleinwagen schenken wollte, habe ich dankend abgelehnt.
Mir gehts echt gut dabei mit meiner Monatskarte.
ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ
Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott. (Friedrich Schiller)
Benutzeravatar
John Galt
Beiträge: 15275
Registriert: So 1. Jun 2008, 23:44
Benutzertitel: No Gods or Kings. Only Man.

Re: Der Kampf gegen das Auto

Beitragvon John Galt » Sa 14. Sep 2019, 08:16

Trutznachtigall hat geschrieben:(14 Sep 2019, 07:58)

Sie brauchen also ein Auto, das Ihnen Ihre Zeit wertvoll macht? Sie armer Bedauernswerter.
In meinem ganzen Leben habe ich weder ein Auto noch einen Führerschein besessen. Als man mir einen Kleinwagen schenken wollte, habe ich dankend abgelehnt.
Mir gehts echt gut dabei mit meiner Monatskarte.


Wer keine Termine, Besitztümer und keine Familie hat, ja der kann super ohne Auto leben.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste