City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

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City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

City-Maut
2
25%
Nahverkehrsabgabe
0
Keine Stimmen
Keine zusätzlichen Abgaben
6
75%
Was anderes, nämlich ...
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Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 8
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imp
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon imp » Di 30. Apr 2019, 16:53

Man bezahlt bereits für jeden Kilometer den Sprit.
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Quatschki
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Quatschki » Di 30. Apr 2019, 19:47

imp hat geschrieben:(30 Apr 2019, 16:52)

Hat dein Sachsen etwa keine Autoindustrie?

Doch. Ein paar Montagewerke und Zulieferfirmen,
Aber die brauchen im Gegensatz zu den Konzernzentralen und Marketingabteilungen nicht viel Personal.
Und sorgen auch nicht für innerstädtische Staus, weil sie draußen an der Autobahn liegen
und das einzige Innenstadt-Werk mit Güterstraßenbahnen beliefert wird.
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Teeernte
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Teeernte » Mi 1. Mai 2019, 01:07

Vielleicht einfach mal anders herum sehen....

City-Maut oder Nahverkehrsabgabe.

Städte bezahlen an den Autofahrer pro Minute Stau 100 Euro - und der Nahverkehr wird nur je genutzter Sitzplatz mit Steuergeld gestützt.....Stehplätze wegen Überfüllung bekommen ihr TicketGeld zurück.

Bin mir SICHER, dass die Städte mit ausreichend Vorlauf das dann auch packen......flüssiger Verkehr - und gut organisierten Nahverkehr.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 1. Mai 2019, 01:45

frems hat geschrieben:(30 Apr 2019, 05:02)

In Stockholm, London und Dublin hat man ja ganz gute Erfahrung mit der City-Maut gesammelt. New York hat kürzlich auch eine beschlossen (s. https://www.n-tv.de/wirtschaft/New-York ... 41495.html). Das Geld soll primär in den ÖPNV fließen. Warum also das Rad neu erfinden?

Sinnvoll wäre sicherlich auch die Umwandlung der Pendlerpauschale in eine Pendlerabgabe. Um es nicht zu kompliziert für den gemeinen Autofahrer zu halten, könnte man ja erstmal bei 30 Cent pro Kilometer bleiben. Mittels Kennzeichenerfassung durch Kameras ist das ja sehr unkompliziert zu überwachen. In London wird dann lediglich geprüft, ob die Person per App oder per Lastschrift zahlen möchte. Wer nicht registriert ist, kriegt ein dreistelliges Bußgeld. So einfach ist das.

Ergänzen könnte man dies natürlich zusätzlich auch mit einer Nahverkehrsabgabe für die angrenzenden Landkreise der jeweiligen Großstadt.



Richtig, solange dem arbeitenden Pöbel auch nur ein einziger Cent für völlig überflüssige Dinge wie Freizeit, Urlaub und warmes Essen bleibt, ist dafür zu sorgen, dass er ihn auch wieder abgibt. :thumbup:

Warum immer so destruktiv? Warum muss man immer Dinge verschlechtern und verteuern, um andere Dinge "attraktiver" zu machen? Verstehe ich nicht.

Vielleicht könnte man ja auch den Nahverkehr so attraktiv machen, dass ihn zumindest arme Leute nutzen? Wie wäre es denn, die Preise zu senken? Einsparungen sind z.B. bei den Fahrzeugen möglich. Eine Straßenbahn kann mindestens so lange betrieben werden wie ein Kernkraftwerk, ein Bus muss auch nicht aller 5 Jahre ersetzt werden. Wenn man vernünftig wirtschaftet, dann sind Einsparungen und Preissenkungen durchaus möglich, der ÖPNV könnte eine Alternative für viele Menschen werden.

Aber unsere verehrten Volks(ver)treter kommen grundsätzlich nur auf destruktive Ideen, also z.B. Citymaut, rote Wellen, teurere Stellplätze usw. Wofür zahlen wir Steuern, damit diese Figuren uns in die Suppe spucken? :?:
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frems
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Mi 1. Mai 2019, 06:05

Iwan der Liebe hat geschrieben:(01 May 2019, 01:45)

Richtig, solange dem arbeitenden Pöbel auch nur ein einziger Cent für völlig überflüssige Dinge wie Freizeit, Urlaub und warmes Essen bleibt, ist dafür zu sorgen, dass er ihn auch wieder abgibt. :thumbup:

Mit einer Nahverkehrsabgabe und ÖPNV-Nutzung hat der arbeitende Pöbel, wie Du ihn nennst, ja mehr Geld zur Verfügung.

Warum immer so destruktiv? Warum muss man immer Dinge verschlechtern und verteuern, um andere Dinge "attraktiver" zu machen? Verstehe ich nicht.

Destruktiv ist die bisherige Verkehrspolitik.

Vielleicht könnte man ja auch den Nahverkehr so attraktiv machen, dass ihn zumindest arme Leute nutzen? Wie wäre es denn, die Preise zu senken? Einsparungen sind z.B. bei den Fahrzeugen möglich. Eine Straßenbahn kann mindestens so lange betrieben werden wie ein Kernkraftwerk, ein Bus muss auch nicht aller 5 Jahre ersetzt werden. Wenn man vernünftig wirtschaftet, dann sind Einsparungen und Preissenkungen durchaus möglich, der ÖPNV könnte eine Alternative für viele Menschen werden.

Der ÖPNV ist für arme Leute nicht zu teuer in Deutschland. Die soziale Funktion hat der ÖPNV auch primär in der Peripherie, nicht in den prosperierenden Metropolen. Wer kann sich denn finanziell kein Sozialticket beim ÖPNV leisten und fährt deshalb mit einer gummibereiften Kasperbude?

Aber unsere verehrten Volks(ver)treter kommen grundsätzlich nur auf destruktive Ideen, also z.B. Citymaut, rote Wellen, teurere Stellplätze usw. Wofür zahlen wir Steuern, damit diese Figuren uns in die Suppe spucken? :?:

Teure Stellplätze? Mal umgerechnet, was der Boden in Stuttgart, Hamburg, München oder Frankfurt kostet? Da ist man pro Stellplatz gerne bei einer fünfstelligen Summe und Wartung/Betrieb ist noch nicht einmal mit drin. Die grüne Welle galt mal als Lösung, aber nach einigen Jahren stellten alle fest: die Autofahrer sind unfähig, sie zu nutzen. Denn damit sie optimal funktioniert, müsste sich der Mob, pardon, Pulk ans Tempolimit halten. Rast manch einer mit über 60 statt 50, während jemand anderes parkplatzsuchend mit 30 herumkrebst, funktioniert es nicht. Das Fehlverhalten kann keine Programmierung der Signalisierung berücksichtigen.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon JJazzGold » Mi 1. Mai 2019, 07:54

Weshalb ist eine City Maut auf die Einfahrt in eine Stadt beschränkt?

Ebenso sinnvoll sehe ich die Erhebung einer Maut bei Ausfahrt. Das würde dazu führen, dass sich der Stadtbewohner möglichst gar nicht erst ein eigenes Auto zulegt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln seine Stadt verlässt.

Was wiederum dazu führen würde, dass bei uns als Naherholungsgebiet der Großstadt nicht jeden Sommertag wild geparkte Fahrzeuge abgeschleppt werden müssten und die eigentlich recht üppig angelegten Parkplätze ausreichen würden.
Staus auf AB und Landstraßen würden sich damit minimieren und die Landluft bliebe von der städtischen PKW Verpestung verschont.

Also, wenn schon City Maut, dann doch fair, für Einfahrt und Ausfahrt.

Zuletzt geändert von JJazzGold am Mi 1. Mai 2019, 08:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon PeterK » Mi 1. Mai 2019, 08:00

frems hat geschrieben:(01 May 2019, 06:05)
Die grüne Welle galt mal als Lösung, aber nach einigen Jahren stellten alle fest: die Autofahrer sind unfähig, sie zu nutzen. Denn damit sie optimal funktioniert, müsste sich der Mob, pardon, Pulk ans Tempolimit halten. Rast manch einer mit über 60 statt 50, während jemand anderes parkplatzsuchend mit 30 herumkrebst, funktioniert es nicht. Das Fehlverhalten kann keine Programmierung der Signalisierung berücksichtigen.

Auf der Sierichstraße in HH funktioniert die grüne Welle doch prima - eher so bei knapp 70 km/h. :thumbup:
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 1. Mai 2019, 08:37

frems hat geschrieben:(30 Apr 2019, 05:02)



Sinnvoll wäre sicherlich auch die Umwandlung der Pendlerpauschale in eine Pendlerabgabe. Um es nicht zu kompliziert für den gemeinen Autofahrer zu halten, könnte man ja erstmal bei 30 Cent pro Kilometer bleiben. Mittels Kennzeichenerfassung durch Kameras ist das ja sehr unkompliziert zu überwachen. In London wird dann lediglich geprüft, ob die Person per App oder per Lastschrift zahlen möchte. Wer nicht registriert ist, kriegt ein dreistelliges Bußgeld. So einfach ist das.



Du willst also Leute dafuer bestrafen das sie in die Arbeit mit dem eigenen PKW fahren und dafuer das sie ausserhalb (meistens aus Kostengruenden) der Stadt und nicht in unmittelbarer Naehe ihres Arbeitsplatzes wohnen. Ist das die neue Oeko Diktatur?

Sicherlich wuerden mehr Leute den oeffentlichen Nahverkehr benutzen, wenn dieser komfortabel, schnell, zuverlaessig funktioniert. Da braucht es keine Maut und keine Abgabenzwang.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 1. Mai 2019, 08:41

frems hat geschrieben:(01 May 2019, 06:05)

Mit einer Nahverkehrsabgabe und ÖPNV-Nutzung hat der arbeitende Pöbel, wie Du ihn nennst, ja mehr Geld zur Verfügung.


.


Sozi Politik. Mit einer Hand nehmen und mit der anderen geben! Zuckerbrot und Peitsche.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Mi 1. Mai 2019, 08:47

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(01 May 2019, 08:41)

Sozi Politik. Mit einer Hand nehmen und mit der anderen geben! Zuckerbrot und Peitsche.

Mit Sozis hat es wenig zu tun, dass ein voller Bus im Betrieb günstiger ist als 50 Pkw.


TheManFromDownUnder hat geschrieben:
Du willst also Leute dafuer bestrafen das sie in die Arbeit mit dem eigenen PKW fahren und dafuer das sie ausserhalb (meistens aus Kostengruenden) der Stadt und nicht in unmittelbarer Naehe ihres Arbeitsplatzes wohnen. Ist das die neue Oeko Diktatur?

Wenn Leute die Kosten, die sie verursachen, selber tragen, ist das "Bestrafung"? Stattdessen lieber weiterhin die Schäden vergesellschaften? Sorry, das klingt deutlich stärker nach Sozialismus. Ich bin als Hanseat mehr so freiheitliche Typ und halte mich an Kant: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt."
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 1. Mai 2019, 08:54

frems hat geschrieben:(01 May 2019, 08:47)

Mit Sozis hat es wenig zu tun, dass ein voller Bus im Betrieb günstiger ist als 50 Pkw.



Wenn Leute die Kosten, die sie verursachen, selber tragen, ist das "Bestrafung"? Stattdessen lieber weiterhin die Schäden vergesellschaften? Sorry, das klingt deutlich stärker nach Sozialismus. Ich bin als Hanseat mehr so freiheitliche Typ und halte mich an Kant: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt."


Streite ich nicht ab dein Busbeispiel aber wenn ich einerseits gerupft werde damit ich ein billigeres Busticket bekomme, dann ist das mit einer Hand nehmen und mit der anderen geben.

Dein Kant Spruch ist ja sehr nett aber meine Freiheit endet nicht dort wo mir von oben diktiert wird. Ich allein entscheide ob ich mit dem Auto oder mit dem Bus in die Arbeit fahre. Und wie gesagt wenn Nahverkehr attraktiv ist braucht es kein Schroepfen von Autobesitzern.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Mi 1. Mai 2019, 09:07

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(01 May 2019, 08:54)

Streite ich nicht ab dein Busbeispiel aber wenn ich einerseits gerupft werde damit ich ein billigeres Busticket bekomme, dann ist das mit einer Hand nehmen und mit der anderen geben.

Dein Kant Spruch ist ja sehr nett aber meine Freiheit endet nicht dort wo mir von oben diktiert wird. Ich allein entscheide ob ich mit dem Auto oder mit dem Bus in die Arbeit fahre. Und wie gesagt wenn Nahverkehr attraktiv ist braucht es kein Schroepfen von Autobesitzern.

Es soll auch jeder so fahren, wie er es möchte. Nur warum sollte ein Fußgänger das Privatvergnügen eines Autofahrers subventionieren, der ihn mit Lärm und Abgasen vollstänkert? Letzteres ist ja schon so oder so fragwürdig, aber dann auch noch finanziell unterstützen? :?:
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 1. Mai 2019, 09:14

frems hat geschrieben:(01 May 2019, 09:07)

Es soll auch jeder so fahren, wie er es möchte. Nur warum sollte ein Fußgänger das Privatvergnügen eines Autofahrers subventionieren, der ihn mit Lärm und Abgasen vollstänkert? Letzteres ist ja schon so oder so fragwürdig, aber dann auch noch finanziell unterstützen? :?:


Der Autofahrer lebt vielleicht 10-15 km und mehr von der naechsten Haltestelle entfernt? Vielleicht gibt es keine ausreichende Park & Ride Moeglichkeit? Vielleicht muss der Autofahrer einen Umweg fahren um ein Kind an der Schule oder Day Care Center abzuladen? Vielleicht hat er eine Behinderung? Vielleicht geht er nach der Arbeit in den Supermarkt den Wocheneinkauf machen?

Glaubst du wirklich Leute fahren zum Vergnuegen in die Arbeit????? Und viele koennen sich keine Stadtwohnung neben der U-Bahn Haltestelle leisten.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Mi 1. Mai 2019, 09:18

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(01 May 2019, 09:14)

Der Autofahrer lebt vielleicht 10-15 km und mehr von der naechsten Haltestelle entfernt? Vielleicht gibt es keine ausreichende Park & Ride Moeglichkeit? Vielleicht muss der Autofahrer einen Umweg fahren um ein Kind an der Schule oder Day Care Center abzuladen? Vielleicht hat er eine Behinderung? Vielleicht geht er nach der Arbeit in den Supermarkt den Wocheneinkauf machen?

Glaubst du wirklich Leute fahren zum Vergnuegen in die Arbeit????? Und viele koennen sich keine Stadtwohnung neben der U-Bahn Haltestelle leisten.

Kann Vergnügen sein. Vielleicht auch einfach Gewohnheit und Faulheit. Und glaubst Du, die einkaufende Person fährt dann alle zwei Wochen einmal mit dem Pkw zur Arbeit, um danach auf dem Heimweg noch bei Aldi vorbeizuschauen, und die restlichen Tage mit dem Umweltverbund? Höhö.

Gerne können ja aber Leute mit Gehbehinderung weiterhin fahren. Von welchem Prozentsatz reden wir da? 1-2%? Oder ist es im Promillebereich? :?:
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Misterfritz » Mi 1. Mai 2019, 09:24

frems hat geschrieben:(01 May 2019, 08:47)

Mit Sozis hat es wenig zu tun, dass ein voller Bus im Betrieb günstiger ist als 50 Pkw.



Wenn Leute die Kosten, die sie verursachen, selber tragen, ist das "Bestrafung"? Stattdessen lieber weiterhin die Schäden vergesellschaften? Sorry, das klingt deutlich stärker nach Sozialismus. Ich bin als Hanseat mehr so freiheitliche Typ und halte mich an Kant: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt."
Du hast vor Allem als Hanseat einen gut ausgebauten ÖPNV vor der Tür.
Das ist beileibe nicht in allen Städten so und gerade Einpendlern bleibt oft gar keine andere Möglichkeit, als mit dem Auto zu fahren oder eben mal eben eine Stunde mehr Fahrtzeit zur Arbeit einzuplanen.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Mi 1. Mai 2019, 09:32

Misterfritz hat geschrieben:(01 May 2019, 09:24)

Du hast vor Allem als Hanseat einen gut ausgebauten ÖPNV vor der Tür.
Das ist beileibe nicht in allen Städten so und gerade Einpendlern bleibt oft gar keine andere Möglichkeit, als mit dem Auto zu fahren oder eben mal eben eine Stunde mehr Fahrtzeit zur Arbeit einzuplanen.

Hier haben selbst kleine Dörfer Richtung Stade eine S-Bahnanbindung, wo alle 20 Minuten eine Bahn kommt und sie staufrei bis in die City für wenige Euro bringt. Trotzdem pendeln die meisten mit dem Pkw die gesamte Strecke mit dem Pkw. Haben vermutlich alle eine Gehbehinderung oder kaufen täglich den halben Supermarkt leer. Die nutzen ja noch nicht einmal das billige P&R-Angebot, das es an etlichen Haltestellen gibt. :?
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Misterfritz » Mi 1. Mai 2019, 09:38

frems hat geschrieben:(01 May 2019, 09:32)

Hier haben selbst kleine Dörfer Richtung Stade eine S-Bahnanbindung, wo alle 20 Minuten eine Bahn kommt und sie staufrei bis in die City für wenige Euro bringt. Trotzdem pendeln die meisten mit dem Pkw die gesamte Strecke mit dem Pkw. Haben vermutlich alle eine Gehbehinderung oder kaufen täglich den halben Supermarkt leer. Die nutzen ja noch nicht einmal das billige P&R-Angebot, das es an etlichen Haltestellen gibt. :?
Wie gesagt,
Ihr habt gute ÖPNV-Verbindungen - dass nicht alle die nutzen, muss man nicht verstehen.
Aber das ist halt in anderen Gegenden/Städten völlig anders.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Mi 1. Mai 2019, 09:43

Misterfritz hat geschrieben:(01 May 2019, 09:38)

Wie gesagt,
Ihr habt gute ÖPNV-Verbindungen - dass nicht alle die nutzen, muss man nicht verstehen.
Aber das ist halt in anderen Gegenden/Städten völlig anders.

Klar, aber die Verkehrsprobleme von Ballungsräumen hat man ja nicht in ländlicheren Gebieten. Von mir aus soll auch jeder fahren, wie er möchte. Gründe interessieren mich nicht und gehen eigentlich auch niemanden etwas an. Es spricht ja aber nichts daran, die Pendler an den entstehenden Kosten angemessen zu beteiligen. Die zahlen hier keinen Cent Steuern und fahren zu Hunderttausenden die Straßen und Brücken kaputt, gerne mit -- für den Straßenverkehr -- völlig überdimensionierten Dreckschleudern. Wer sich das -- aus welchen Gründen auch immer -- gönnt, kann doch ein paar Euro Citymaut zahlen. Wird's ihm zu teuer: macht er halt am Stadtrand bei der P&R-Station Halt.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon PeterK » Mi 1. Mai 2019, 13:07

frems hat geschrieben:(01 May 2019, 09:43)
Es spricht ja aber nichts daran, die Pendler an den entstehenden Kosten angemessen zu beteiligen. Die zahlen hier keinen Cent Steuern und fahren zu Hunderttausenden die Straßen und Brücken kaputt, gerne mit -- für den Straßenverkehr -- völlig überdimensionierten Dreckschleudern.

Du schreibst Unsinn. Pendler werden durch Kfz-, Lohn- , Einkommen- und Energiesteuer angemessen beteiligt. Straßen und Brücken werden eher durch LKW "kaputtgefahren", die Dir z.B Deine Autisten-Kopfhörer rankarren.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Mi 1. Mai 2019, 13:18

PeterK hat geschrieben:(01 May 2019, 13:07)

Du schreibst Unsinn. Pendler werden durch Kfz-, Lohn- , Einkommen- und Energiesteuer angemessen beteiligt.

Lies in Deinem geistigen Rausch doch nochmal, worum es ging statt nur aus Prinzip herumzupöbeln und wieder Deine Ahnungslosigkeit mitzuteilen. Tief durchatmen. Und wenn Du lieb fragst, erkläre ich Dir die Finanzierung von Verkehrsinfrastrukturen auf Ebene von Ländern und Kommunen gerne in Ruhe.
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