City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

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City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

City-Maut
2
25%
Nahverkehrsabgabe
0
Keine Stimmen
Keine zusätzlichen Abgaben
6
75%
Was anderes, nämlich ...
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 8
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jack000
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City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon jack000 » Mo 29. Apr 2019, 15:04

Nahverkehrsabgabe statt City-Maut im Südwesten im Gespräch

In Berlin wird über eine City-Maut debattiert. Baden-Württemberg denkt dagegen über einen anderen Weg nach, um Lärm, Luftverschmutzung und Staus in den Städten zu verringern: Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) prüft eine Nahverkehrsabgabe. Wer mit dem Auto in die Innenstadt fahren will, bräuchte dann ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr, das auch für Busse und Bahnen genutzt werden kann.

Der Landtag könnte den Städten die Möglichkeit geben, eine solche Abgabe einzuführen und auszugestalten, sagte der Ministeriumssprecher Edgar Neumann am Mittwoch auf Anfrage. Mit dem zusätzlichen Geld könnten die Städte neue Fahrzeuge für ihren Nahverkehr finanzieren. Außerdem könnten die Innenstädte dadurch von einem Teil des Autoverkehrs entlastet werden.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hat sich bereits für eine solche Nahverkehrsabgabe ausgesprochen. Die Landeshauptstadt ist seit Sommer 2018 eine von mehreren Modellkommunen, die dem Ministerium Verkehrsdaten liefern für ein Gutachten über neue Finanzierungen des Nahverkehrs.

CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart hatte einer Nahverkehrsabgabe im vergangenen Dezember eine Absage erteilt: „Zwangsabgaben sind in der heutigen Zeit keine Lösung.“ Der Chef der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke, kritisierte es als das „nächste Folterinstrument“ von Grün-Schwarz. Tausende Pendler wären von einer solchen Abgabe täglich unmittelbar betroffen. „Das zeigt, dass diese Landesregierung vor keinem unsozialen Schlag mehr zurückscheut, wenn es darum geht, das Feindbild Auto zu pflegen.“ Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zeigte sich dagegen offen für eine Untersuchung.

Mehr Spielraum für Kommunen
Baden-Württembergs Städtetagspräsident, der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD), forderte im vergangenen Jahr mehr Möglichkeiten für die Kommunen: „Die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden muss erweitert werden — auch auf Citymaut und Nahverkehrsabgabe.“ Der Handelsverband Baden-Württemberg warnte daraufhin vor einer City-Maut: Ein solcher „Wegezoll“ würde dazu führen, dass weniger Menschen in die Innenstädte kämen und mehr Verbraucher im Internet einkauften.

Bei einer City-Maut zahlen Autofahrer dafür, wenn sie in bestimmte Stadtgebiete einfahren. Eine solche Gebühr wird zum Beispiel in London, Oslo, Stockholm und Mailand erhoben. Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für die Grünen) sagte jetzt der „Berliner Zeitung“: „Über kurz oder lang“ werde man in der Hauptstadt über eine solche Abgabe diskutieren müssen.

https://www.schwaebische.de/sueden/bade ... cxHqC0PdjI

Jede deutsche Großstadt hat ein Verkehrsproblem und es ist erstmal keine Besserung in Sicht. Daher wird sich über kurz oder lang irgendwann mal etwas ändern müssen um dem Problem Herr zu werden.
Daher grassieren Vorschläge wie die oben genannten. Was sagt das Forum zu dem Thema? Welche Vorschläge gibt es noch?
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garfield336
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon garfield336 » Mo 29. Apr 2019, 15:13

jack000 hat geschrieben:(29 Apr 2019, 15:04)

https://www.schwaebische.de/sueden/bade ... cxHqC0PdjI

Jede deutsche Großstadt hat ein Verkehrsproblem und es ist erstmal keine Besserung in Sicht. Daher wird sich über kurz oder lang irgendwann mal etwas ändern müssen um dem Problem Herr zu werden.
Daher grassieren Vorschläge wie die oben genannten. Was sagt das Forum zu dem Thema? Welche Vorschläge gibt es noch?


Es gäbe da auch die Möglichkeit P&R zu installieren, wo das Parken mit einem gültigen Zugticket gratis ist.

Gleichzeitig könnte man die Parkgebühren in der Innenstadt erhöhen. und das Bautenreglement so anzupassen, dass keine neuen Tiefgaragen mehr gebaut werden oder deren Bau begrenzt wird.

Das hielte ich für sinnvoller und es gibt bereits viele Städte in Europa wo genau dieser Weg begangen wird. Wenn kein Parkraum da ist fährt man erst gar nicht rein.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Quatschki » Mo 29. Apr 2019, 15:15

jack000 hat geschrieben:(29 Apr 2019, 15:04)

https://www.schwaebische.de/sueden/bade ... cxHqC0PdjI

Jede deutsche Großstadt hat ein Verkehrsproblem und es ist erstmal keine Besserung in Sicht. Daher wird sich über kurz oder lang irgendwann mal etwas ändern müssen um dem Problem Herr zu werden.
Daher grassieren Vorschläge wie die oben genannten. Was sagt das Forum zu dem Thema? Welche Vorschläge gibt es noch?

Im internationalen Vergleich sind die Verkehrsprobleme deutscher Städte Jammern auf hohem Niveau.
Natürlich kann man immer verbessern und optimieren, und das findet auch statt. Nicht per Patentrezept, sondern entsprechend den spezifischen Gegebenheiten.
Aber Alarmismus halte ich für übertrieben
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon garfield336 » Mo 29. Apr 2019, 15:21

Quatschki hat geschrieben:(29 Apr 2019, 15:15)

Im internationalen Vergleich sind die Verkehrsprobleme deutscher Städte Jammern auf hohem Niveau.
Natürlich kann man immer verbessern und optimieren, und das findet auch statt. Nicht per Patentrezept, sondern entsprechend den spezifischen Gegebenheiten.
Aber Alarmismus halte ich für übertrieben


Es gibt sicherlich in eigenen Orten punktuelle Probleme, aber die lassen sich lösen. Man mus nur etwas Geld in die Hand nehmen.

Damit Leute den övnp nutzen, mus es auch eine gute Vernetzung zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln geben, die nicht überall gegeben ist.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon garfield336 » Mo 29. Apr 2019, 15:23

Ein anderen Weg ist sicher die Förderung von Kleinstädten ausserhalb der grossen Zentren. Es mus nicht alles zentralisiert werden.

Da kann der Staat mit Geld und Infrastrukturprojekten Gegensteuern. (Würde auch beim Wohnungsbau helfen) Aber es braucht Gesamtkonzepte. Keine Insellösungen.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon jack000 » Mo 29. Apr 2019, 16:31

Quatschki hat geschrieben:(29 Apr 2019, 15:15)

Im internationalen Vergleich sind die Verkehrsprobleme deutscher Städte Jammern auf hohem Niveau.

Geht so:
Deutschlands Spitzenreiter Stuttgart (73 Stunden) kann immerhin mit New York mithalten, aber eben nicht mit dem Wahnsinn von Los Angeles.

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wild ... welt-82317
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon jack000 » Mo 29. Apr 2019, 16:33

garfield336 hat geschrieben:(29 Apr 2019, 15:13)

Es gäbe da auch die Möglichkeit P&R zu installieren, wo das Parken mit einem gültigen Zugticket gratis ist.

Das wäre bei einer Nahverkehrsabgabe meine Erwartungshaltung, das P&R integriert ist!
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Quatschki » Mo 29. Apr 2019, 17:18

jack000 hat geschrieben:(29 Apr 2019, 16:31)

Geht so:

"Deutschlands Spitzenreiter Stuttgart (73 Stunden) kann immerhin mit New York mithalten, aber eben nicht mit dem Wahnsinn von Los Angeles."

In Stuttgart bauen sie die Dinger doch!
Je mehr Autos, desto länger der Stau, desto höher die Bonuszahlung bei Daimler, Porsche und Co.
Ich kann da kein Mitleid empfinden!
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Maikel » Mo 29. Apr 2019, 18:14

jack000 hat geschrieben:(29 Apr 2019, 15:04)

Jede deutsche Großstadt hat ein Verkehrsproblem und es ist erstmal keine Besserung in Sicht.

Sind diese Probleme denn in Städten mit City-Maut geringer (geworden)?
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Di 30. Apr 2019, 05:02

In Stockholm, London und Dublin hat man ja ganz gute Erfahrung mit der City-Maut gesammelt. New York hat kürzlich auch eine beschlossen (s. https://www.n-tv.de/wirtschaft/New-York ... 41495.html). Das Geld soll primär in den ÖPNV fließen. Warum also das Rad neu erfinden?

Sinnvoll wäre sicherlich auch die Umwandlung der Pendlerpauschale in eine Pendlerabgabe. Um es nicht zu kompliziert für den gemeinen Autofahrer zu halten, könnte man ja erstmal bei 30 Cent pro Kilometer bleiben. Mittels Kennzeichenerfassung durch Kameras ist das ja sehr unkompliziert zu überwachen. In London wird dann lediglich geprüft, ob die Person per App oder per Lastschrift zahlen möchte. Wer nicht registriert ist, kriegt ein dreistelliges Bußgeld. So einfach ist das.

Ergänzen könnte man dies natürlich zusätzlich auch mit einer Nahverkehrsabgabe für die angrenzenden Landkreise der jeweiligen Großstadt.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Di 30. Apr 2019, 05:24

garfield336 hat geschrieben:(29 Apr 2019, 15:23)

Ein anderen Weg ist sicher die Förderung von Kleinstädten ausserhalb der grossen Zentren. Es mus nicht alles zentralisiert werden.

Da kann der Staat mit Geld und Infrastrukturprojekten Gegensteuern. (Würde auch beim Wohnungsbau helfen) Aber es braucht Gesamtkonzepte. Keine Insellösungen.

Regionalförderung verschlingt ja alleine in Deutschland jedes Jahr zig Milliarden, ob direkt oder indirekt. Dazu noch etliche EU-Programme. Die Urbanisierung hält man damit aber nicht auf, sondern verzögert nur den Tod trister Dörfer. Es gibt kaum einen Grund, sich aufm platten Land anzusiedeln und dort Arbeitsplätze zu schaffen, wenn man trotz höher Löhne keine Fachkräfte ansiedeln kann. Das macht man nur, wenn man extrem hohe Subventionen abkassieren kann, das Werk flott abschreibt und sich freut, ein paar Jahre gutes Geld abgegriffen zu haben. Aufs Land zieht man höchstens, wenn man eine Großstadt relativ einfach und schnell erreichen kann. Und genau dort beginnt das Problem für die Bevölkerung.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Maikel » Di 30. Apr 2019, 07:57

frems hat geschrieben:(30 Apr 2019, 05:02)

In Stockholm, London und Dublin hat man ja ganz gute Erfahrung mit der City-Maut gesammelt.

Dort hat man also kein Problem mehr mit dem Autoverkehr? Glaub ich nicht.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Di 30. Apr 2019, 10:42

Maikel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 07:57)

Dort hat man also kein Problem mehr mit dem Autoverkehr? Glaub ich nicht.

Im Verkehrswesen gibt's die Frage nicht und niemand gab diese Antwort.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon garfield336 » Di 30. Apr 2019, 11:47

frems hat geschrieben:(30 Apr 2019, 05:24)

Regionalförderung verschlingt ja alleine in Deutschland jedes Jahr zig Milliarden, ob direkt oder indirekt. Dazu noch etliche EU-Programme. Die Urbanisierung hält man damit aber nicht auf, sondern verzögert nur den Tod trister Dörfer. Es gibt kaum einen Grund, sich aufm platten Land anzusiedeln und dort Arbeitsplätze zu schaffen, wenn man trotz höher Löhne keine Fachkräfte ansiedeln kann. Das macht man nur, wenn man extrem hohe Subventionen abkassieren kann, das Werk flott abschreibt und sich freut, ein paar Jahre gutes Geld abgegriffen zu haben. Aufs Land zieht man höchstens, wenn man eine Großstadt relativ einfach und schnell erreichen kann. Und genau dort beginnt das Problem für die Bevölkerung.


Ich will doch gar nicht die Urbanisierung aufhalten, sondern das Gegenteil. Nur mus es nicht immer nur Hamburg, München Berlin sein....
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Di 30. Apr 2019, 12:11

garfield336 hat geschrieben:(30 Apr 2019, 11:47)

Ich will doch gar nicht die Urbanisierung aufhalten, sondern das Gegenteil. Nur mus es nicht immer nur Hamburg, München Berlin sein....

Naja, in Deutschland spricht man ja auch von den Big 7. Die drei von Dir genannten Städte plus Köln, Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf. Und klar, es kann auch mal Dachau, Wedel oder Potsdam sein. S-Bahnanbindung sollte aber schon gegeben sein.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Di 30. Apr 2019, 13:45

"Zwei Drittel aller Autos müssen verschwinden - und zwar nicht nur von den Straßen"
Verkehrsexperte Heiner Monheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden Kilometer auf allen Straßen. Bisher seien Autofahrer faktisch Schwarzfahrer.

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/cit ... 64408.html

Da sticht der gute Herr aber in ein Wespennest. Besonders schön und richtig:

Monheim: Wir brauchen eine massive Reduzierung des Autoverkehrs - nicht nur in den Innenstädten. Denn besonders große Verkehrsprobleme gibt es an den Stadträndern. Dieses suburbane Chaos ist klimapolitisch viel schlimmer als das, was wir in den Innenstädten haben. Am Stadtrand herrscht das eigentliche Chaos und der Stau und zugleich ist der ÖPNV dort schlecht ausgebaut. Es geht ja außerdem nicht um Verdrängung, sondern um die Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon Maikel » Di 30. Apr 2019, 13:46

frems hat geschrieben:(30 Apr 2019, 10:42)

Im Verkehrswesen gibt's die Frage nicht und niemand gab diese Antwort.

Woran machst du denn dann die "guten Erfahrungen mit der City-Maut" In Stockholm, London und Dublin fest?
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon frems » Di 30. Apr 2019, 14:40

Maikel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 13:46)

Woran machst du denn dann die "guten Erfahrungen mit der City-Maut" In Stockholm, London und Dublin fest?

Da sich die Situation gebessert hat. Das heißt nicht, dass nicht noch mehr Luft nach oben sei und alle Probleme gelöst.
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon jack000 » Di 30. Apr 2019, 15:20

Meine Sicht der Dinge wäre eine City-Maut sinnvoll unter der Voraussetzung das sämtliche Einnahmen für den ÖPNV (Ausbau und Preissenkungen) verwendet werden.
Es hat den faden Beigeschmack, dass dann nur noch die gut situierten Autofahrer in die Stadt können, aber nach irgendwas muss man ja nun gehen.

Eine Nahverkehrsabgabe würde m.E. zu einem bürokratischen Monster mutieren und/oder diverse Ungerechtigkeiten erzeugen.

Nichts machen kann man auch nicht, denn verstopfte Städte können ja nicht der Dauerzustand sein
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Re: City-Maut oder Nahverkehrsabgabe?

Beitragvon imp » Di 30. Apr 2019, 16:52

Quatschki hat geschrieben:(29 Apr 2019, 17:18)

In Stuttgart bauen sie die Dinger doch!
Je mehr Autos, desto länger der Stau, desto höher die Bonuszahlung bei Daimler, Porsche und Co.
Ich kann da kein Mitleid empfinden!

Hat dein Sachsen etwa keine Autoindustrie?
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson

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