Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39055
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 6. Apr 2019, 21:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Apr 2019, 21:13)

Das sind so Dinge die dich hier bei vielen so unbeliebt machen.

Kennst du Wayne?

Das komplette Zitat:

Das ändert auch nichts, du sagst im Grunde nichts anderes als ich auch. China, Indien und Russland werden ihre wirtschaftliche Entwicklung nicht wegen des Klimawandels gefährden und deswegen auch weiter billige fossile Energieträger nutzen. Und da andere Staaten das auch machen werden, bleibt es beim zu hohen CO2-Ausstoß.

Moderation: Antwort auf themenfremden Spam.
Zuletzt geändert von Tom Bombadil am Sa 6. Apr 2019, 21:56, insgesamt 1-mal geändert.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39055
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 6. Apr 2019, 21:26

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Apr 2019, 21:14)

Was soll an Kernenergie vernünftig sein?

Frag das Greta, das IPCC und China.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 5094
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 6. Apr 2019, 21:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Apr 2019, 21:26)

Frag das Greta, das IPCC und China.

Tja. Das Kompetenzteam was? Frag doch mal einen Kumpel der Wismut AG. Wenn du einen findest der den Uranbergbau dort bis heute überlebt hat.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 5094
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 6. Apr 2019, 21:31

Moderation: themenfremder Spam.
Zuletzt geändert von Tom Bombadil am Sa 6. Apr 2019, 21:47, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Bitte beim Thema bleiben.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39055
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 6. Apr 2019, 21:43

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Apr 2019, 21:29)

Tja. Das Kompetenzteam was?

Etwa nicht? Energieerzeugung aus Kernenergie stößt relativ wenig CO2 aus und man bekommt grundlastfähigen Strom. Die junge Greta, das IPCC und China (und noch ein Reihe anderer Staaten) haben erkannt, dass das bei der Umsetzung der Klimaziele äußerst hilfreich sein kann.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Alster
Beiträge: 596
Registriert: So 22. Okt 2017, 16:36

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » So 7. Apr 2019, 09:58

Quatschki hat geschrieben:(06 Apr 2019, 19:59)

Haben sich die physikalischen Gesetze seit den 50ern verändert?

Nein - und genau das ist mein Punkt.
Sind also Leichtbauten, wie Isetta, Kabinenroller, 2CV & Co. daran gescheitert, dass sie - Deiner Behauptung entsprechend - massenweise durch den Wind von Brücken geweht wurden?
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39055
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » So 7. Apr 2019, 10:07

Die Seitenwindanfälligkeit hat mW. auch mit der Geschwindigkeit zu tun, die Kisten aus den 50ern haben doch noch nichtmal 100 geschafft.

Mit einer Ente zu fahren macht übrigens richtig Laune, so ein Auto in Leichtbauweise mit einem kleinen, sparsamen Motor wäre für die Kurzstrecke genau richtig. Oder damals der Renault R5, auch ein flotter kleiner Flitzer, der für die Ballungsräume heute ideal wäre. So ein Auto ohne großen Schnickschnack und Luxus könnte günstig produziert werden, wäre leicht und würde nicht viel verbrauchen. Aber das wollen die Verbaucher ja nicht, es muss der SUV sein, je größer und protziger desto besser.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die KFZ-Steuer mit einem Koeffizienten aus Verbrauch, Masse, PS-Zahl und Hubraum berechnet werden sollte und gerne auch steil steigen dürfte, wer viel PS und/oder einen Luxus-Panzer mit 5l Hubraum und 3to Gewicht haben will, der soll richtig dafür zahlen, meinetwegen darf es auch Ausnahmen für Menschen geben, die sehr viel fahren müssen. Das würde imho diesen Wahn, immer fettere Karren fahren zu müssen, drosseln und dadurch könnte man dann den Spritpreis stabil halten und würde nicht ärmere Menschen bestrafen, die auf ein Auto angewiesen sind, weil sie sich zB, die Mieten in der Stadt nicht leisten können und der ÖPNV einfach nur bescheiden ist. Der Gesamtverbrauch an Benzin und damit der CO2-Ausstoß würde in D dann auch sinken.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Alster
Beiträge: 596
Registriert: So 22. Okt 2017, 16:36

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » So 7. Apr 2019, 10:35

John Galt hat geschrieben:(05 Apr 2019, 18:48)

Bei einem Spritpreis von 1,40 Euro sind bereits ~1 Euro Steuern enthalten. Das Geld leistet gar nichts für den Klimaschutz, sondern landet einfach nur im Haushalt.

Die Alternativen wie Elektromobilität wären letztendlich teurer und schädlicher, da man Kohlestrom tankt.

Würde Deutschland einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen, müsste man Atomkraftwerke bauen ohne Ende und zwar nicht nur zum Spaß wie in Mülheim wo man 3 Milliarden verbuddelt für ein paar Tage Betrieb.

Die 1 Euro Steuern sind zu niedrig um Steuerungswirkung zu entfalten.
Auch rede ich nicht von Kohlestrom tankenden Elektroautos, sondern von Verbrenner 1-3 Liter Leichtbauten. Wenn Du Beiträge von mir beantwortest müsstest Du die halt auch mal durchlesen.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
Benutzeravatar
Alster
Beiträge: 596
Registriert: So 22. Okt 2017, 16:36

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » So 7. Apr 2019, 10:46

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Apr 2019, 18:44)

Ne. VW hat die zu Mondpreisen verkauft- VW kann einfach keine preiswerten Autos bauen. Eigentlich will da auch keiner kleine, preiswerte und benzinsparende Autos. Denn am SUV ist mehr zu verdienen. Und der Polo ist heute so groß wie der Golf II. Bei den E-Autos ist es dasselbe. Alle wollen nur teure Modelle verkaufen. Groß und schwer und bezahlbar nur für kinderlose Doppelverdiener.

Erhöhst du den Benzinpreis werden die SUV-Fahrer darüber lachen. Sie können es sich leisten. Treffen tut es die Leute die zur Fahrt ein Auto brauchen und schon jetzt nicht mehr wissen wie sie mit dem Geld auskommen sollen weil ja auch die Mieten explodieren. Und das sind verdammt viele.

Ersparnis gegenüber einem Kleinwagen mit Verbrauch 1 l mehr? Bei einem Spritpreis über EUR 2/l wären das 6000 EUR auf 300000 km, eine normale Fahrleistung der Lupo 3 TDI. Damit wäre der Mehrpreis locker dringewesen. Von der Politik nicht gewollt. Klar dass die Industrie letztlich in die Richtung geht die Geld bringt.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 17011
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 16:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Schwaben

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 7. Apr 2019, 12:41

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2019, 10:07)

Mit einer Ente zu fahren macht übrigens richtig Laune, so ein Auto in Leichtbauweise mit einem kleinen, sparsamen Motor wäre für die Kurzstrecke genau richtig. Oder damals der Renault R5, auch ein flotter kleiner Flitzer, der für die Ballungsräume heute ideal wäre. So ein Auto ohne großen Schnickschnack und Luxus könnte günstig produziert werden, wäre leicht und würde nicht viel verbrauchen. Aber das wollen die Verbaucher ja nicht, es muss der SUV sein, je größer und protziger desto besser.


Vielleicht ändert sich das auch. Wir z.B. fahren im Augenblick 2 Mittelklassewagen, einmal Limousine und einmal Kombi. Der nächste Autokauf steht an und wahrscheinlich wird die Limousine durch einen Smart ersetzt. Weil wir einfach auch merken, dass wir nicht mehr brauchen. Ich denke schon, dass hier noch Potential da ist, aber leider gibt's zum Smart sonst auch keine Alternative. Ich denke die meisten trauen sich einfach nicht.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die KFZ-Steuer mit einem Koeffizienten aus Verbrauch, Masse, PS-Zahl und Hubraum berechnet werden sollte und gerne auch steil steigen dürfte, wer viel PS und/oder einen Luxus-Panzer mit 5l Hubraum und 3to Gewicht haben will, der soll richtig dafür zahlen, meinetwegen darf es auch Ausnahmen für Menschen geben, die sehr viel fahren müssen.


Heute ist der Maßstab ja der CO2-Ausstoß. Damit dürften auch die wesentlichen Parameter die du angesprochen hast ja erfasst sein. Sicherlich könnte das aber stärker ansteigen. Aber auch etwas nach dem Konzept der österreichischen Nova wäre denkbar, damit man beim Kauf schon mal kräftig zur Kasse gebeten wird. Allerdings würde ich da beim Kauf extra veranlagen, das ist psychologisch sicher wirksam als sie Verarbeitung der Abgabe im Listenpreis.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 12081
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Man On The Silver Mountain

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon imp » So 7. Apr 2019, 13:12

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(07 Apr 2019, 12:41)

Vielleicht ändert sich das auch. Wir z.B. fahren im Augenblick 2 Mittelklassewagen, einmal Limousine und einmal Kombi. Der nächste Autokauf steht an und wahrscheinlich wird die Limousine durch einen Smart ersetzt. Weil wir einfach auch merken, dass wir nicht mehr brauchen. Ich denke schon, dass hier noch Potential da ist, aber leider gibt's zum Smart sonst auch keine Alternative. Ich denke die meisten trauen sich einfach nicht.



Heute ist der Maßstab ja der CO2-Ausstoß. Damit dürften auch die wesentlichen Parameter die du angesprochen hast ja erfasst sein. Sicherlich könnte das aber stärker ansteigen. Aber auch etwas nach dem Konzept der österreichischen Nova wäre denkbar, damit man beim Kauf schon mal kräftig zur Kasse gebeten wird. Allerdings würde ich da beim Kauf extra veranlagen, das ist psychologisch sicher wirksam als sie Verarbeitung der Abgabe im Listenpreis.

Ich kenne die Umstände nicht genau. Einen alten Smart-Zweisitzer bin ich auch mal gefahren.
Hast du dir mal das Konkurrenzprodukt von BMW angeschaut? Der Mini Roadster ist schon schick.

Etwas sparsamer ist der Renault Twizy, falls es den noch gibt. Hab den in Essen mal ausprobiert (Kurzstrecke Einkauf)
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 17011
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 16:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Schwaben

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 7. Apr 2019, 13:29

imp hat geschrieben:(07 Apr 2019, 13:12)

Ich kenne die Umstände nicht genau. Einen alten Smart-Zweisitzer bin ich auch mal gefahren.
Hast du dir mal das Konkurrenzprodukt von BMW angeschaut? Der Mini Roadster ist schon schick.

Etwas sparsamer ist der Renault Twizy, falls es den noch gibt. Hab den in Essen mal ausprobiert (Kurzstrecke Einkauf)


Der Twizy ist ein bisschen zu klein und weniger ein Auto als ein Motorrad mit Wetterschutz. Der eignet sich meines Erachtens nur für gelegentliche Fahrten, aber nicht wenn man täglich etwa 40 km zur Arbeit fährt (und zurück das gleich nochmal). Der Mini ist schon überdimensioniert. Das geniale am Smart (ForTwo) ist ja, dass er durch den Verzicht auf die Rücksitze kompakte Maße erreicht und gleichzeitig auch großen Fahrern genügend Raum bietet. Das hat man mit sonstigen Kleinstwagen, die immer noch auf 4 Sitze Wert liegen nicht.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 12081
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Man On The Silver Mountain

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon imp » So 7. Apr 2019, 13:33

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(07 Apr 2019, 13:29)

Der Twizy ist ein bisschen zu klein und weniger ein Auto als ein Motorrad mit Wetterschutz. Der eignet sich meines Erachtens nur für gelegentliche Fahrten, aber nicht wenn man täglich etwa 40 km zur Arbeit fährt (und zurück das gleich nochmal). Der Mini ist schon überdimensioniert. Das geniale am Smart (ForTwo) ist ja, dass er durch den Verzicht auf die Rücksitze kompakte Maße erreicht und gleichzeitig auch großen Fahrern genügend Raum bietet. Das hat man mit sonstigen Kleinstwagen, die immer noch auf 4 Sitze Wert liegen nicht.

Die Kategorie ist insgesamt nicht so gut bestückt. Der Twizy schafft so ca 80 km/h - wenn du nicht gerade Autobahn fährst, reicht das für viele Strecken aus. Ist aber wirklich wenig mitzunehmen, zwei Bierkästen vielleicht.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39055
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » So 7. Apr 2019, 14:39

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(07 Apr 2019, 12:41)

Vielleicht ändert sich das auch.

Hoffentlich. Natürlich kommt es immer auch auf die Lebensumstände an, aber so wirklichen Bedarf hat kaum jemand für einen SUV.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
BlueMonday
Beiträge: 2140
Registriert: Mo 14. Jan 2013, 17:13
Benutzertitel: Waldgänger&Klimaoptimist

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon BlueMonday » So 7. Apr 2019, 15:54

Alster hat geschrieben:(04 Apr 2019, 11:20)

Würde eine drastische Besteuerung fossiler Brenstoffe für den Individualverkehr einen tatsächlichen Beitrag zum Klimasschutz leisten?
Meine Antwort hierzu ist positiv.

VW brachte vor 20 Jahren den Lupo 3l TDI auf den Markt und schob Prototypen mir Verbräuchen von 1-2 l/100km nach. Dass sich diese nicht durchsetzen konnten ist allein dem Underpricing im Brennstoffbereich geschuldet.


Underpricing? Wie sollte das entstehen? Da müsste man ja den "richtigen" Preis kennen. Und wieso sollte jemand freiwillg weniger verlangen als er könnte. Was man kennt, sind allenfalls politische Preise, Wunschpreise, ideologische Preise, künstlich erzeugte Preise etc.
Heutzutage hat man schon bei über 60% Steueranteil beim Benzin einen drastisch überhöhten(=künstlich hohen) Preis.
Je nach Grad der Staatsgläubigkeit kann man freilich die Steuerschraube immer weiter drehen, was aber auch unerwartete Effekte haben wird. Gerade Autofahrer haben wohl leichten Zugriff auf "gelbe Westen". Die wird man sich irgendwann auch hierzulande überstreifen. Zumal sich das alles ja in dem fragwürdigen und kontrovers diskutierten Rahmen der vermeitlichen "Klimarettung" abspielt. Selbst wenn man da in der gewünschten Richtung Effekte erzielen würde, dann allenfalls im Ausmaß einer homöopathischer Dosis. Das ganze ist also eher ideologischer oder religiöser Natur. Und dafür so ein drastischer Eingriff? Da kann die Antwort eigentlich nur negativ ausfallen.
But who would build the roads?
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 5094
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » So 7. Apr 2019, 16:42

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Apr 2019, 21:43)

Etwa nicht? Energieerzeugung aus Kernenergie stößt relativ wenig CO2 aus und man bekommt grundlastfähigen Strom. Die junge Greta, das IPCC und China (und noch ein Reihe anderer Staaten) haben erkannt, dass das bei der Umsetzung der Klimaziele äußerst hilfreich sein kann.


Wir wissen nun alle dass Grundlastfähigkeit kein Problem ist bei der Energiewende. Das Argument zieht nicht. Das AKW`s kein CO2 erzeugen ist der einzige Vorteil der die vielen, vielen Nachteile nicht aufwiegt. Und die Staaten in Europa die an den neuen EPR glaubten und [Moderation: bitte auf ad hominem verzichten] die Kernkraft wiederbeleben wollten stehen heute vor Milliardenkosten die keiner vorher bedacht hat. [Moderation: bitte auf ad hominem verzichten] Nun wenn es in einem zivilisierten Land wie der DDR schon so schlimm war kannst du dir ja vorstellen was der Tagebau und das Zermahlen von Millionen Tonnen uranhaltigem Gestein in Nigeria bedeutet für die Umwelt. Das sind alles so Dinge die Atomkraftfreunde verdrängen. Wobei ich denke dass Greta da einfach Informationsdefizite hat. Mit 16 kann man nicht alles wissen. [Moderation: bitte auf ad hominem verzichten]
Zuletzt geändert von Tom Bombadil am So 7. Apr 2019, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte auf der Sachebene bleiben.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 5094
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » So 7. Apr 2019, 17:00

Alster hat geschrieben:(07 Apr 2019, 10:46)

Ersparnis gegenüber einem Kleinwagen mit Verbrauch 1 l mehr? Bei einem Spritpreis über EUR 2/l wären das 6000 EUR auf 300000 km, eine normale Fahrleistung der Lupo 3 TDI. Damit wäre der Mehrpreis locker dringewesen. Von der Politik nicht gewollt. Klar dass die Industrie letztlich in die Richtung geht die Geld bringt.

Ich kann deine Rechnung nicht nachvollziehen.

Der 3 Liter Lupo kostete damals 15000 Euro! Ein Spritpreis von 2 €uro hätte damals zu viele überfordert die eben keine 15.000 €uro für einen Neuwagen übrig hatten. Man muß immer schauen wen hohe Preise eigentlich treffen. Und welche neuen sozialen Probleme man sich schafft. Es ist nun mal so dass einfache Lösungen grundsätzlich nicht funktionieren. Sie hören sich nur gut an weil sie alles so leicht aussehen lassen. Kurzer Prozess. Problem gelöst. Wenn es so einfach wäre....

Mein Twingo hat voriges Jahr 9000 €uro gekostet. Das ist bezahlbar. Und klimatechnisch vertretbar. Vor allem sollte man auch nicht alles auf die Politik schieben. Die Leute müssen sich selber auch mal bewegen. Kleinwagen statt SUV. Elektrofahrrad statt Kleinwagen. Fahrrad statt Elektrofahrrad. Das hilft der Umwelt. Sofort. Jeder kann sofort anfangen. Ohne Kosten. Ohne Politiker. Einfach so.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39055
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » So 7. Apr 2019, 18:22

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Apr 2019, 16:42)

Wir wissen nun alle dass Grundlastfähigkeit kein Problem ist bei der Energiewende.

Die Redakteure von ingenieur.de scheinen das nicht zu wissen, die solltest du unbedingt aufklären:
"Grundlastfähig sind dabei leider nur wenige Formen der alternativen Energiegewinnung, da nicht alle Energieträger eine konstante Versorgung gewährleisten."
"Nachts, wenn die Sonne gar nicht scheint, wird auch keine Energie erzeugt. Ist die Anlage verschmutzt, durch Schnee verdeckt oder der Einfallswinkel zu steil oder zu flach, senkt das den Energieertrag. Für Solarenergie aus Solarzellen werden aufwendige Regel- und Speichersysteme benötigt. Im Jahr 2017 leisteten alle Solaranlagen weltweit 390 Gigawatt. Das sind etwa zwei Prozent der weltweiten Stromerzeugung."
"Die Abdeckung der Grundlast bleibt weiterhin den großen, konventionellen Kraftwerken sowie Laufwasserkraftwerken überlassen."

https://www.ingenieur.de/technik/fachbe ... iequellen/
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 5094
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » So 7. Apr 2019, 18:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2019, 18:22)

Die Redakteure von ingenieur.de scheinen das nicht zu wissen, die solltest du unbedingt aufklären:
"Grundlastfähig sind dabei leider nur wenige Formen der alternativen Energiegewinnung, da nicht alle Energieträger eine konstante Versorgung gewährleisten."
"Nachts, wenn die Sonne gar nicht scheint, wird auch keine Energie erzeugt. Ist die Anlage verschmutzt, durch Schnee verdeckt oder der Einfallswinkel zu steil oder zu flach, senkt das den Energieertrag. Für Solarenergie aus Solarzellen werden aufwendige Regel- und Speichersysteme benötigt. Im Jahr 2017 leisteten alle Solaranlagen weltweit 390 Gigawatt. Das sind etwa zwei Prozent der weltweiten Stromerzeugung."
"Die Abdeckung der Grundlast bleibt weiterhin den großen, konventionellen Kraftwerken sowie Laufwasserkraftwerken überlassen."

https://www.ingenieur.de/technik/fachbe ... iequellen/


Da nicht über Nacht alles nur Windenergie wird gibt es auch keine Probleme. Die Regenerativen wachsen ja schrittweise.
Es ist sogar so dass die Franzosen sehr viele Probleme haben mit ihrem hohen Grundlastkraftwerkanteil. Die müssen ständig den überschüssigen Strom irgendwo hinleiten weil so AKW nicht mal eben abschalten läßt. Ein Windrad aber schon! Die Schweizer kaufen nachts viel französischen Atomstrom für wenig Geld um die Pumpspeicherkraftwerke zu betreiben. Du siehst also das Probleme mit zuviel Strom zur falschen Zeit und wie man ihn speichert besteht schon heute. Und auch heute kann man sie lösen. Auch ohne in die Vergangenheit zurückzukehren.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39055
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » So 7. Apr 2019, 18:49

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Apr 2019, 18:36)

Es ist sogar so dass die Franzosen sehr viele Probleme haben mit ihrem hohen Grundlastkraftwerkanteil.

Och, auch das können die Deutschen viel besser:
Deutschland gibt Strom ans Ausland ab - und zahlt dabei drauf
Unerwünschte Nebenwirkung der Energiepolitik: Deutschland verkauft Strom an Nachbarländer - und zahlt bei dem Geschäft zusätzlich Geld. Die Politik ist beunruhigt.


Naja, und in Zukunft setzt man eben auf Importe und hofft, dass die Nachbarn genug Strom zu vernünftigen Preisen abzugeben haben:
„Die Versorgungssicherheit ist ein entscheidender Faktor im Wettbewerb der europäischen Wirtschaftsstandorte und darf keinesfalls aus politischem Kalkül aufs Spiel gesetzt werden“, sagte Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart der F.A.Z. Er erinnert an „kritische Phasen“ wie zu Beginn des vergangenen Jahres, „in denen der deutsche Kraftwerkspark witterungsbedingt am Anschlag lief“. Deshalb könne das Land seine Versorgungssicherheit „nicht abhängig machen von anderen Ländern“. [..] Damit legt das Kommissionsmitglied Pinkwart seine Finger auf eine wunde Stelle. Denn in den Konzepten der Bundesregierung, die sie auch diesen Donnerstag mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen untermauern will, spielt das Ausland eine wichtige Rolle für die inländische Versorgungssicherheit – nachdem der letzte Atommeiler Ende 2022 stillsteht und Kohlekraftwerke mehr und mehr abgeschaltet werden sollen. Pinkwart steht mit seinen Mahnungen nicht allein da.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 60199.html

Im Übrigen ist das ja auch die pure Heuchelei: Deutschland schaltet seine Dreckschleudern und AKW ab, verlässt sich dann aber im Notfall auf die Dreckschleudern und AKW im Ausland. Super Problemlösung: die anderen sollen für Deutschland die Kartoffeln aus dem Feuer holen, damit die Deutschen als Klima-Saubermänner da stehen. Das kommt bei den Nachbarn bestimmt gut an.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste