Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

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Alter Stubentiger
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 8. Apr 2019, 15:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2019, 18:49)

Och, auch das können die Deutschen viel besser:
Deutschland gibt Strom ans Ausland ab - und zahlt dabei drauf
Unerwünschte Nebenwirkung der Energiepolitik: Deutschland verkauft Strom an Nachbarländer - und zahlt bei dem Geschäft zusätzlich Geld. Die Politik ist beunruhigt.


Naja, und in Zukunft setzt man eben auf Importe und hofft, dass die Nachbarn genug Strom zu vernünftigen Preisen abzugeben haben:
„Die Versorgungssicherheit ist ein entscheidender Faktor im Wettbewerb der europäischen Wirtschaftsstandorte und darf keinesfalls aus politischem Kalkül aufs Spiel gesetzt werden“, sagte Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart der F.A.Z. Er erinnert an „kritische Phasen“ wie zu Beginn des vergangenen Jahres, „in denen der deutsche Kraftwerkspark witterungsbedingt am Anschlag lief“. Deshalb könne das Land seine Versorgungssicherheit „nicht abhängig machen von anderen Ländern“. [..] Damit legt das Kommissionsmitglied Pinkwart seine Finger auf eine wunde Stelle. Denn in den Konzepten der Bundesregierung, die sie auch diesen Donnerstag mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen untermauern will, spielt das Ausland eine wichtige Rolle für die inländische Versorgungssicherheit – nachdem der letzte Atommeiler Ende 2022 stillsteht und Kohlekraftwerke mehr und mehr abgeschaltet werden sollen. Pinkwart steht mit seinen Mahnungen nicht allein da.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 60199.html

Im Übrigen ist das ja auch die pure Heuchelei: Deutschland schaltet seine Dreckschleudern und AKW ab, verlässt sich dann aber im Notfall auf die Dreckschleudern und AKW im Ausland. Super Problemlösung: die anderen sollen für Deutschland die Kartoffeln aus dem Feuer holen, damit die Deutschen als Klima-Saubermänner da stehen. Das kommt bei den Nachbarn bestimmt gut an.


So ein Quatsch. Diese Abgabe von Strom sind Sonderereignisse. Werden sie mal mehr, so wie im Moment, beginnt man schon umzuplanen. Du aber tust so als wäre dies der Normalfall. Hauptsache wieder ein Fass aufgemacht was?
Die Franzosen müssen dauerhaft, Nacht für Nacht subventionierten Strom an die Schweizer verkaufen. Das ist ein etabliertes Geschäft. Davon abgesehen gibt es ja nicht umsonst den europäischen Stromverbund. Da holen sich alle Strom von den Nachbarn wenn es knapp wird und andere zuviel haben. Was du so alles zum Skandal aufblasen willst.....

Schreib doch mal was zum Uranbergbau. Ichspreche dich jetzt schon zum 3ten mal drauf an. Du plusterst dich hier zum Umweltengel auf aber zur Umweltkatastrophe durch den Urantagebau in der Welt magst du kein Wort sagen was?
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 8. Apr 2019, 16:41

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Apr 2019, 15:38)

So ein Quatsch.
Diese Abgabe von Strom sind Sonderereignisse. Werden sie mal mehr, so wie im Moment, beginnt man schon umzuplanen. Du aber tust so als wäre dies der Normalfall. Hauptsache wieder ein Fass aufgemacht was?
Die Franzosen müssen dauerhaft, Nacht für Nacht subventionierten Strom an die Schweizer verkaufen. Das ist ein etabliertes Geschäft. Davon abgesehen gibt es ja nicht umsonst den europäischen Stromverbund. Da holen sich alle Strom von den Nachbarn wenn es knapp wird und andere zuviel haben. Was du so alles zum Skandal aufblasen willst.....

Schreib doch mal was zum Uranbergbau. Ichspreche dich jetzt schon zum 3ten mal drauf an. Du plusterst dich hier zum Umweltengel auf aber zur Umweltkatastrophe durch den Urantagebau in der Welt magst du kein Wort sagen was?


Da ich keine Lust habe, den Mist wieder wegzumoderieren eben auf diese Art: du bist mir viel zu unsachlich, viel zu persönlich, viel zu aggressiv, gehab dich wohl.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Sören74 » Mo 8. Apr 2019, 18:45



Ein Spiegelartikel der schlechteren Sorte. Man bezieht sich auf Extremsituationen und suggeriert damit, dass Deutschland seinen Strom verscherbelt. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, wie sich das in der Gesamtsumme von mindestens einem Jahr ausgewirkt hat. Das ist so, als wenn man aus 3 Tagen in der Wetteraufzeichnung den Klimawandel widerlegen oder bestätigen will. Das kann nicht funktionieren.

https://blog.rheinenergie.com/index.php ... e-auf.html
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 8. Apr 2019, 22:29

Hier noch so ein schlechterer Artikel: https://www.focus.de/immobilien/energie ... 09486.html

Die Hoffnung aus dem letzten Absatz hat sich leider nicht bewahrheitet: https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... -Euro.html

Negative Preise sind ein nur "vergleichsweise seltenes" Phänomen:
Wie oft tauchen negative Preise auf?
Negative Preise sind ein vergleichsweise seltenes Phänomen, da mehrere Faktoren gleichzeitig auftreten müssen. Dennoch sind sie nicht ungewöhnlich. In Deutschland, wo unflexible Stromerzeugung durch den starken Zubau von Erneuerbaren steigt, wurden im Jahr 2017 an 24 Tagen in 146 Stunden negative Preise auf dem deutschen Day-Ahead-Markt registriert. Auf dem Intraday-Markt wurden negative Preise in 185 Stunden an 34 Tagen ermittelt. Wären diese Märkte nicht gekoppelt, würden negative Preise noch häufiger auftreten und Preisspitzen würden heftiger ausfallen.

https://www.epexspot.com/de/Unternehmen ... ive_preise

Naja, die Hoffnung ist, dass sich das Problem mit den negativen Preisen in ein paar Jahren erledigt, wenn die AKW abgeschaltet werden und viele WKA aus dem EEG fallen.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Sa 13. Apr 2019, 09:47

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Apr 2019, 17:00)

Ich kann deine Rechnung nicht nachvollziehen.

Der 3 Liter Lupo kostete damals 15000 Euro! Ein Spritpreis von 2 €uro hätte damals zu viele überfordert die eben keine 15.000 €uro für einen Neuwagen übrig hatten. Man muß immer schauen wen hohe Preise eigentlich treffen. Und welche neuen sozialen Probleme man sich schafft. Es ist nun mal so dass einfache Lösungen grundsätzlich nicht funktionieren. Sie hören sich nur gut an weil sie alles so leicht aussehen lassen. Kurzer Prozess. Problem gelöst. Wenn es so einfach wäre....

Mein Twingo hat voriges Jahr 9000 €uro gekostet. Das ist bezahlbar. Und klimatechnisch vertretbar. Vor allem sollte man auch nicht alles auf die Politik schieben. Die Leute müssen sich selber auch mal bewegen. Kleinwagen statt SUV. Elektrofahrrad statt Kleinwagen. Fahrrad statt Elektrofahrrad. Das hilft der Umwelt. Sofort. Jeder kann sofort anfangen. Ohne Kosten. Ohne Politiker. Einfach so.

Was nicht funktioniert ist, es jedem recht machen zu wollen. Das führt dann auf die komplizierten und unwirksamen Lösungen. die einfachen funktionieren sehr gut. Den spritpreis sollte man natürlich nicht vom einen Tag auf den anderen um 100% hochfahren sondern sukzessive.
Gegen Ende des Beitrages zeigst Du ja selbst die Fülle der Alternativen auf, die dem Normalverbraucher zuir Verfüguntg steht.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Sa 13. Apr 2019, 09:53

BlueMonday hat geschrieben:(07 Apr 2019, 15:54)

Underpricing? Wie sollte das entstehen? Da müsste man ja den "richtigen" Preis kennen. Und wieso sollte jemand freiwillg weniger verlangen als er könnte. Was man kennt, sind allenfalls politische Preise, Wunschpreise, ideologische Preise, künstlich erzeugte Preise etc.
Heutzutage hat man schon bei über 60% Steueranteil beim Benzin einen drastisch überhöhten(=künstlich hohen) Preis.
Je nach Grad der Staatsgläubigkeit kann man freilich die Steuerschraube immer weiter drehen, was aber auch unerwartete Effekte haben wird. Gerade Autofahrer haben wohl leichten Zugriff auf "gelbe Westen". Die wird man sich irgendwann auch hierzulande überstreifen. Zumal sich das alles ja in dem fragwürdigen und kontrovers diskutierten Rahmen der vermeitlichen "Klimarettung" abspielt. Selbst wenn man da in der gewünschten Richtung Effekte erzielen würde, dann allenfalls im Ausmaß einer homöopathischer Dosis. Das ganze ist also eher ideologischer oder religiöser Natur. Und dafür so ein drastischer Eingriff? Da kann die Antwort eigentlich nur negativ ausfallen.

Die Kosten der Klimakatastrophe werden höher sein, als die für Ölförderung, Transport und Prozessierung. (was Du wohl hier als eine Artz "natürlichen" Preis verkaufen willst)
Natürlich hast Du auch recht, dass keiner mehr mitmachen wird, sobald ein Beitrag über die Teilnahme am Greta-Kasperltheater hinaus in form von echtem Verzicht gefordert wird.
Daher wird es keinen menschengemachten Klimaschutz geben.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 13. Apr 2019, 11:20

Alster hat geschrieben:(13 Apr 2019, 09:47)

Den spritpreis sollte man natürlich nicht vom einen Tag auf den anderen um 100% hochfahren sondern sukzessive.

Und dann wird der Druck auf den Wohnungsmarkt in den Städten noch größer, weil sich immer weniger Menschen die Pendelei leisten können und der ÖPNV außerhalb der Städte schlecht ausgebaut ist.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 13. Apr 2019, 15:19

Alster hat geschrieben:(13 Apr 2019, 09:47)

Was nicht funktioniert ist, es jedem recht machen zu wollen. Das führt dann auf die komplizierten und unwirksamen Lösungen. die einfachen funktionieren sehr gut. Den spritpreis sollte man natürlich nicht vom einen Tag auf den anderen um 100% hochfahren sondern sukzessive.
Gegen Ende des Beitrages zeigst Du ja selbst die Fülle der Alternativen auf, die dem Normalverbraucher zuir Verfüguntg steht.

Der Normalverbraucher muß sich bewegen. Das tut er aber nicht. Wie soll Deutschland da seine Klimaziele erreichen. Ich ärgere mich dass jeder auf Nachfrage für Klimaschutz ist und dass er meint die Politik tut zu wenig. Aber das eigene Verhalten wird nicht hinterfragt. Nicht nur beim Auto. Auch bei der Urlaubsreise. Oder beim Trend zur Ex und hopp Kleidung - 2 Billionen Kleidungsstücke jedes Jahr. Unter hohem Energieeinsatz. Oder ständig neue Smartphones obwohl dass Alte noch läuft.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Sa 27. Apr 2019, 10:53

Alter Stubentiger hat geschrieben:(13 Apr 2019, 15:19)

Der Normalverbraucher muß sich bewegen. Das tut er aber nicht. Wie soll Deutschland da seine Klimaziele erreichen. Ich ärgere mich dass jeder auf Nachfrage für Klimaschutz ist und dass er meint die Politik tut zu wenig. Aber das eigene Verhalten wird nicht hinterfragt. Nicht nur beim Auto. Auch bei der Urlaubsreise. Oder beim Trend zur Ex und hopp Kleidung - 2 Billionen Kleidungsstücke jedes Jahr. Unter hohem Energieeinsatz. Oder ständig neue Smartphones obwohl dass Alte noch läuft.

Eben! NV bewegt sich DERZEIT nicht.
Dass sich NV GRUNDSÄTZLICH nicht bewege, halte ich für ein Dogma. Man muss ihm halt nur ein bisschen helfen.
Eine Steigerung der Spritpreise hätte da viele Vorteile
- Einfachheit der Umsetzung
- größtmöglicher Spielraum für den Verbraucher, welche Massnahmen er konkret umsetzen will.
- Belastung nach Verursacherprinzip

Vor einer Erhöhung von Steuern müssen selbstverständlich Steuervorteile (Kerosin, Diesel) fallen
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Sa 27. Apr 2019, 10:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Apr 2019, 11:20)

Und dann wird der Druck auf den Wohnungsmarkt in den Städten noch größer, weil sich immer weniger Menschen die Pendelei leisten können und der ÖPNV außerhalb der Städte schlecht ausgebaut ist.

Der ÖPNV auf dem Land/Dorf wurde und wird derzeit rückgebaut.
Die seit Jahrzehnten viel zu niedrigen Spritpreise haben einen erheblichen Anteil an dieser Fehlentwicklung.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Ein Terraner » Sa 27. Apr 2019, 11:30

Alster hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:55)

Der ÖPNV auf dem Land/Dorf wurde und wird derzeit rückgebaut.
Die seit Jahrzehnten viel zu niedrigen Spritpreise haben einen erheblichen Anteil an dieser Fehlentwicklung.

Sicher, an den Entfernungen auf dem Land und an leeren unrentablen Bussen die zwei mal am Tag fahren wird es schon nicht liegen.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Sa 27. Apr 2019, 13:15

Ein Terraner hat geschrieben:(27 Apr 2019, 11:30)

Sicher, an den Entfernungen auf dem Land und an leeren unrentablen Bussen die zwei mal am Tag fahren wird es schon nicht liegen.

Sicher liegt das an leeren unrentablen Bussen/Bahnen. Ein zentraler Grund für die fehlende Rentabilität der ÖPNV sind die niedrigen Spritpreise.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Ein Terraner » Sa 27. Apr 2019, 16:09

Alster hat geschrieben:(27 Apr 2019, 13:15)

Sicher liegt das an leeren unrentablen Bussen/Bahnen. Ein zentraler Grund für die fehlende Rentabilität der ÖPNV sind die niedrigen Spritpreise.

Das ist Unsinn, auf dem Land bedeutet ein Auto Unabhängigkeit. Was soll man auch anderes machen wenn die Öffentlichen nur aus dem Schulbus besteht der zwei mal am Tag überall hinfährt nur nicht dahin wohin man will. Da kannst du die Preisschraube noch so anziehen, das wird nichts. Seine Unabhängigkeit ist das letzte das man aufgibt.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 27. Apr 2019, 16:21

Alster hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:53)

Eben! NV bewegt sich DERZEIT nicht.
Dass sich NV GRUNDSÄTZLICH nicht bewege, halte ich für ein Dogma. Man muss ihm halt nur ein bisschen helfen.
Eine Steigerung der Spritpreise hätte da viele Vorteile
- Einfachheit der Umsetzung
- größtmöglicher Spielraum für den Verbraucher, welche Massnahmen er konkret umsetzen will.
- Belastung nach Verursacherprinzip

Vor einer Erhöhung von Steuern müssen selbstverständlich Steuervorteile (Kerosin, Diesel) fallen


Höhere Spritpreise stören keinen SUV-Käufer. Es geht nicht um Vernunft oder Wirtschaftlichkeit. Das gilt auch für Apple-Produkte. Oder der Parfüm-Einkauf bei Douglas. Der Kauf von Waren und Dienstleistungen unterliegt seinen ganz eigenen Gesetzen. Bei dem Kau von Basics wird gespart. Aber bei allem womit man bei Nachbarn und Bekannten auftrumpfen kann wird Geld ausgegeben. Egal ob man sich dass eigentlich leisten kann oder sollte ode rnicht. Und bei dieser Fixierung auf den Lifestyle ist Umweltschutz ohne jede Relevanz. Erst wenn man drauf angesprochen wird reagiert der moderne Mensch und erklärt dass natürlich alles für den Umweltschutz getan werden muß.....bevor man den Nachwuchs schnell zur Kita bringen bringt. Natürlich mit SUV.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 27. Apr 2019, 16:24

Alster hat geschrieben:(27 Apr 2019, 13:15)

Sicher liegt das an leeren unrentablen Bussen/Bahnen. Ein zentraler Grund für die fehlende Rentabilität der ÖPNV sind die niedrigen Spritpreise.

Nein. Ein eigenes Auto ist einfach nicht schlagbar wenn man mobil sein will. Nur unter speziellen Bedingungen ist dies anders. Sind diese gegeben sind die U-Bahnen auch gut gefüllt. Meist in den Kernbereichen der großen Städte.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Nightrain » Sa 27. Apr 2019, 19:35

Ich vermute auch, dass Luxusartikel wie das Auto das Letzte ist, wo gespart wird. Dann kauft man halt noch eine Runde billigeres Fleisch im Discounter ein, um die erhöhten Spritpreise auszugleichen.
Vielleicht wird aber ein Auto mit einem etwas geringeren Verbrauch gekauft. Mit "Vorsprung durch Technik" lässt sich auch prima angeben... :)

Die Strategie nur noch teure Elektroautos zu erlauben dürfte dagegen aufgehen. Der Gebrauchtmarkt ist aufgrund der Alterung der teuren Akkus kaum vorhanden und die Preise liegen weit über den bisherigen Kosten für die Einstiegsklasse. Hier ist die Chance gut die Geringverdiener wirklich zu erwischen und aus der Einzelmobilität zu treiben. Das entlastet gerade in den Städten dann auch massiv die Straßen.

Die Verkehrsinfrastruktur ist Jahrzente alt und es reicht ein Blick auf die Anzahl der zugelassenen PKW aus um zu erkennen, dass die Zunahme nicht zu verkraften ist und jetzt die Chance besteht die Anzahl der PKW wieder mindestens zu halbieren.
PKW 1960: 4.500.000 (100%)
PKW 1990: 30.685.000 (682%)
PKW 2019: 47.096.000 (1466%)

Als SUV-Fahrer würde ich hohe Autopreise eher befürworten, denn dann hat man nicht einfach nur das "bessere" Auto gegenüber der Nachbarn, sondern man hat als einer der wenigen in der Straße überhaupt das exklusive Privileg ein Auto zu besitzen.
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 27. Apr 2019, 20:23

Ein Spambeitrag sowie die Reaktion darauf mussten in die Ablage verschoben werden. Bitte beim Thema bleiben.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Mo 29. Apr 2019, 08:57

Alter Stubentiger hat geschrieben:(27 Apr 2019, 16:24)

Nein. Ein eigenes Auto ist einfach nicht schlagbar wenn man mobil sein will. Nur unter speziellen Bedingungen ist dies anders. Sind diese gegeben sind die U-Bahnen auch gut gefüllt. Meist in den Kernbereichen der großen Städte.

Damit wäre das soziale Argument widerlegt. Von A nach B zu kommen ist ein Menschenrecht, nicht aber das besser zu könnebn als das Auto
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Mo 29. Apr 2019, 09:00

Alter Stubentiger hat geschrieben:(27 Apr 2019, 16:21)
Aber bei allem womit man bei Nachbarn und Bekannten auftrumpfen kann wird Geld ausgegeben.

Auch hier ist das soziale Argument widerlegt.

Eine Anhebung der Kraftstoffpreise wird Wirkung zeigen. Die paar Superreichen die mit ihren SUV's dann noch bleiben gehen dem Klima am Arsch vorbei.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Ein Terraner » Mo 29. Apr 2019, 09:03

Alster hat geschrieben:(29 Apr 2019, 09:00)

Auch hier ist das soziale Argument widerlegt.

Eine Anhebung der Kraftstoffpreise wird Wirkung zeigen. Die paar Superreichen die mit ihren SUV's dann noch bleiben gehen dem Klima am Arsch vorbei.

Autofahren ein Privileg der Reichen, gute Idee. :rolleyes:
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