Verbot des Parkens am linken Straßenrand

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Aldemarin
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Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon Aldemarin » Di 26. Feb 2019, 18:50

Bekanntermaßen darf man in Deutschland nur in Einbahnstraßen und verkehrsberuhigten Zonen am linken Fahrbahnrand parken. Sollte man dies nicht an mehr Orten erlauben, um unnötige Wendemannöver zu vermeiden?
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imp
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Re: Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon imp » Di 26. Feb 2019, 18:56

Aldemarin hat geschrieben:(26 Feb 2019, 18:50)

Bekanntermaßen darf man in Deutschland nur in Einbahnstraßen und verkehrsberuhigten Zonen am linken Fahrbahnrand parken. Sollte man dies nicht an mehr Orten erlauben, um unnötige Wendemannöver zu vermeiden?

Eher helfen mehr Parkverbote.
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yogi61
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Re: Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon yogi61 » Di 26. Feb 2019, 19:16

imp hat geschrieben:(26 Feb 2019, 18:56)

Eher helfen mehr Parkverbote.


Und wesentlich schnellere Abschleppmaßnahmen. Für den gemeinen Deutschen ist das Abschleppen des Autos immer noch schlimmer, als wenn man seine Frau irgendwie abschleppt.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon Quatschki » Di 26. Feb 2019, 20:26

Bald kommt autonomes Fahren.
Da kann man seinen Zweitwagen um den Block kreisen lassen, wenn man ihn nicht braucht.
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Re: Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon Maikel » Mi 27. Feb 2019, 08:30

Aldemarin hat geschrieben:(26 Feb 2019, 18:50)

Bekanntermaßen darf man in Deutschland nur in Einbahnstraßen und verkehrsberuhigten Zonen am linken Fahrbahnrand parken. Sollte man dies nicht an mehr Orten erlauben, um unnötige Wendemannöver zu vermeiden?

Auch wenn ich schon mal ein Ticket bekommen habe, weil ich links geparkt hatte, kann ich den Grund für das Verbot nachvollziehen: Es soll verhindern, daß man entgegen der Fahrtrichtung aus der Parklücke rausfahren muß.

Natürlich gibt es Straßen (wie in meinem Fall) auf denen so wenig los ist, daß das idR. nicht stört; dort stört aber auch das Wendemanöver kaum (das man ja nicht unbedingt an genau der Stelle ausführen muß).

Wg. des Kriteriums "wenig los" darf man wohl immerhin in verkehrsberuhigten Zonen links parken.
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Re: Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 27. Feb 2019, 08:57

Dazu passend die aktuelle Meldung "Erster Berliner Bezirk lässt alle Falschparker sofort abschleppen". In der typischen Manier von populären Lokalblättern ist in der "BZ" von einer "Gnadenlos-Taktik" die Rede. https://www.bz-berlin.de/berlin/erster-berliner-bezirk-laesst-alle-falschparker-sofort-abschleppen

Interessanter schon sind städtebauliche Konzepte, bei denen dringend benötigter Wohnraum nicht (nur) durch Neubau sondern durch Verdichtung und Aufstockung geschaffen werden soll. Also zumindest im Innenstadtbereich Supermärkte weitgehend ohne Parkflächen. Parkhäuser zumindest in Teilen zu Wohnraum umwandeln. Flachgebäude aufstocken. Größere Städte werden so absehbar zu urbanen Gebieten, in denen Individualverkehr als Konzept überhaupt zunehmend fragwürdig erscheint. Gar nicht mal als vorgegebene Politik sondern aus der Sicht eines "Endnutzers". Es bringt irgendwie nix.
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Re: Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon Liegestuhl » Mi 27. Feb 2019, 08:59

Aldemarin hat geschrieben:(26 Feb 2019, 18:50)

Bekanntermaßen darf man in Deutschland nur in Einbahnstraßen und verkehrsberuhigten Zonen am linken Fahrbahnrand parken. Sollte man dies nicht an mehr Orten erlauben, um unnötige Wendemannöver zu vermeiden?


In einem verkehrsberuhigtem Bereich (Spielstraße) darf nur auf den gesondert gekennzeichneten Flächen geparkt werden.

Ansonsten kommt der Schutzmann.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon imp » Mi 27. Feb 2019, 09:10

schokoschendrezki hat geschrieben:(27 Feb 2019, 08:57)

Dazu passend die aktuelle Meldung "Erster Berliner Bezirk lässt alle Falschparker sofort abschleppen". In der typischen Manier von populären Lokalblättern ist in der "BZ" von einer "Gnadenlos-Taktik" die Rede. https://www.bz-berlin.de/berlin/erster-berliner-bezirk-laesst-alle-falschparker-sofort-abschleppen

So ein Feuer im 5. Stock ist auch gnadenlos. Was sind ein paar Strafzettel gegen einen zugestellten Rettungsweg?

Interessanter schon sind städtebauliche Konzepte, bei denen dringend benötigter Wohnraum nicht (nur) durch Neubau sondern durch Verdichtung und Aufstockung geschaffen werden soll. Also zumindest im Innenstadtbereich Supermärkte weitgehend ohne Parkflächen. Parkhäuser zumindest in Teilen zu Wohnraum umwandeln. Flachgebäude aufstocken. Größere Städte werden so absehbar zu urbanen Gebieten, in denen Individualverkehr als Konzept überhaupt zunehmend fragwürdig erscheint. Gar nicht mal als vorgegebene Politik sondern aus der Sicht eines "Endnutzers". Es bringt irgendwie nix.

Die Politik macht die Möglichkeiten. So, wie sie einst den Bürger von der Straße ganz überwiegend auf den Randstreifen verbannte, wie sie die Straßenbahnen abschaffte oder auf besondere Bahnkörper verlegte - meist wieder zulasten der Fußgänger - und wie sie Radwege und Mischwege auszeichnet - auch wieder zulasten der Fußgänger - so kann sie auch das Parken und Fahren zu einer teureren und weniger bequemen Sache machen. In vielen Mittelstädten ist indessen der Bau von Wohnraum an die Schaffung angemessener Parkflächen geknüpft. Leider gibt es da in der Realität Schlupflöcher. Man kann sich durch Alibi-Parkflächen aus der Affäre ziehen, gepflasterte Vor- und Hinterhöfe, die schon aus Bequemlichkeit praktisch wenig benutzt werden und eher als Grillfläche dienen. Andererseits bieten viele Städte skandalös niedrige Ablösepreise an, mit denen man sich von seiner Pflicht freikaufen kann. Insgesamt sehe ich die urbane Verdichtung als Konzept in Deutschland eher kritisch. Frems sieht es möglicherweise etwas anders.

Was das kostenlose Dauerparken am Straßenrand angeht, egal ob rechts oder links, das wird zunehmend auf Vorstädte und geschlossene Wohnsiedlungen beschränkt sein. Wer mit dem Auto in die Citylage kommt, wird unweigerlich zahlen müssen.

Einbahnstraßen dienen meist dazu, den innerstädtischen Verkehr übersichtlicher, flüssiger und weniger gefährlich zu machen. Wenn man sie rechts und links vollstellt, hat man das Ziel schnell verfehlt.
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Re: Verbot des Parkens am linken Straßenrand

Beitragvon Aldemarin » Mi 17. Jul 2019, 19:01

In wie weit geht es bei den pauschalen Verbot auf der linken Straßenseite zu parken, nicht auch darum, daß man ansonsten auch die doppelte Anzahl von Schildern für Parkverbote braucht, was für Kommunen nicht gerade geringe Mehrkosten bedeuten würde? Wäre nicht ein System mit farbigen Bordsteinmarkierungen wie es nach https://www.billiger-mietwagen.de/reise ... in-spanien in Spanien verwendet wird, nicht sinnvoll?

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