Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

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Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Do 31. Jan 2019, 14:45

Der elektrische ÖPNV kommt voran:

U.a. deutschen Großstädten hat Hamburg bereits eine Großoffensive in Sachen E-Mobilität im ÖPNV gestartet. Sämtliche gut 1000 Busse sollen bis spätestens 2030 gegen solche mit Elektroantrieb ausgetauscht werden. Vier sind bereits in Betrieb, die nächsten 40 folgen in diesem Jahr. 20 Busse werden von Mercedes geliefert und 10 von Solaris (Polen).
Wer will da noch behaupten, dass das nicht geht?

https://www.abendblatt.de/hamburg/artic ... ichts.html

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/hamb ... 37060.html
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Do 31. Jan 2019, 14:46

Jetzt geht es den Taxiunternehmen an den Kragen:

Ein junges Unternehmen hat in Hamburg Großes vor:
Es nennt sich Ridesharing Moija und ist eine VW-Tochter. Dabei handelt es sich um von VW eigens für Moja vollelektrisch angetriebene Kleinbusse, die von den Kunden per Smartphone-App rund um die Uhr zu einer virtuellen Haltestelle bestellt werden können, die sich nur jeweils maximal 100 Meter vom gewünschten Abfahrtsort entfernt befindet. Auf der Fahrt können noch andere Fahrgäste aufgenommen werden. Pro Fahrt wird ein Fahrpreis von rund 6 Euro veranschlagt.
Der Hammer: VW bzw. Moja hat bei der Stadt 1000 Konzessionen für diese Fahrzeuge beantragt. Dies brachte die Hamburger Taxen-Union und den Hamburger Taxenverband auf die Palme, die zu Recht mit wohl erheblichen Umsatzeinbußen aufgrund dieser Konkurrenz rechnen müssen. Derzeit werden rechtliche Schritte gegen diese Konkurrenz überlegt.
Ihren Protest bekunden bereits einige Hamburger Taxiunternehmen in Form von Aufklebern auf ihren Taxis mit der Aufschrift „Fck Moija“. Das fehlende „u“ muss man sich denken.

https://www.taxi-times.com/hamburger-ta ... mmeltaxis/

https://www.hamburg-magazin.de/hamburg- ... trieb.html

https://www.moia.io/de/
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon H2O » Do 31. Jan 2019, 15:00

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Jan 2019, 14:46)

Jetzt geht es den Taxiunternehmen an den Kragen:

Ein junges Unternehmen hat in Hamburg Großes vor:
Es nennt sich Ridesharing Moija und ist eine VW-Tochter. Dabei handelt es sich um von VW eigens für Moja vollelektrisch angetriebene Kleinbusse, die von den Kunden per Smartphone-App rund um die Uhr zu einer virtuellen Haltestelle bestellt werden können, die sich nur jeweils maximal 100 Meter vom gewünschten Abfahrtsort entfernt befindet. Auf der Fahrt können noch andere Fahrgäste aufgenommen werden. Pro Fahrt wird ein Fahrpreis von rund 6 Euro veranschlagt.
Der Hammer: VW bzw. Moja hat bei der Stadt 1000 Konzessionen für diese Fahrzeuge beantragt. Dies brachte die Hamburger Taxen-Union und den Hamburger Taxenverband auf die Palme, die zu Recht mit wohl erheblichen Umsatzeinbußen aufgrund dieser Konkurrenz rechnen müssen. Derzeit werden rechtliche Schritte gegen diese Konkurrenz überlegt.
Ihren Protest bekunden bereits einige Hamburger Taxiunternehmen in Form von Aufklebern auf ihren Taxis mit der Aufschrift „Fck Moija“. Das fehlende „u“ muss man sich denken.

https://www.taxi-times.com/hamburger-ta ... mmeltaxis/

https://www.hamburg-magazin.de/hamburg- ... trieb.html

https://www.moia.io/de/


So ganz neu ist diese Geschäftsidee doch gar nicht. In Form von "Sammeltaxis" gab es so etwas in der Türkei schon vor vielen Jahren. Neu ist nur der Schwerpunkt City, die APP und der Elektroantrieb der Busse.

Die Firma e.Go in Aachen will einen Kleinbus "Moover" herstellen, der vermutlich eine ähnliche Anwendung ermöglichen soll... ich kann mich jetzt irren: Ich meine, das Fahrzeug sollte aus Vororten Fahrgäste einsammeln und an die Linienbusse und Straßenbahnen heran bringen.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Do 31. Jan 2019, 15:36

Das stimmt, neu ist die Idee nicht. Auch in Oldenburg gibt es so etwas. Allerdings unterbieten diese Unternehmen den normalen Taxitarif nur geringfügig. Was da jetzt in Hamburg anläuft ist allerdings eine ganz andere Nummer. Für rund sechs Euro quer durch die Stadt wäre geradezu eine Revolution. Und dann 1000 Konzessionen mit der Marktmacht von VW dahinter... da würde ich als Taxiunternehmer kalte Füße bekommen.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon H2O » Do 31. Jan 2019, 16:06

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Jan 2019, 15:36)

Das stimmt, neu ist die Idee nicht. Auch in Oldenburg gibt es so etwas. Allerdings unterbieten diese Unternehmen den normalen Taxitarif nur geringfügig. Was da jetzt in Hamburg anläuft ist allerdings eine ganz andere Nummer. Für rund sechs Euro quer durch die Stadt wäre geradezu eine Revolution. Und dann 1000 Konzessionen mit der Marktmacht von VW dahinter... da würde ich als Taxiunternehmer kalte Füße bekommen.


Ja, die Kosten für Taxifahrten hatten mich schon vor 20 Jahren umgehauen: Morgens zum Flughafen einmal 17 km etwa 35 DM. Ich sage hier nicht, daß das zu teuer war. Verglichen mit meinem Einkommen auf jeden Fall so, daß ich für 1,80 DM mit der Straßenbahn gefahren bin, wenn mein Gepäck das zuließ. Heute werden das 40 € für Taxi sein gegen 2,80 € für die Straßenbahn.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Do 31. Jan 2019, 18:28

Ich denke, dass das Moija- Ridesharing eine raffiniert eingefädelte Marketingstrategie von VW ist. VW will den Absatz von Elektroautos in Schwung bringen. Dafür ist es wichtig, dass man mehr Elektroautos im öffentlichen Straßenverkehr wahrnimmt und so auf den Geschmack kommt. Also sorgt VW dafür, das 1000 Ridesharing-Mobile mit möglichst auffälliger Werbung kreuz und quer durch Hamburgs Straßen fegen. Das ist Werbung für Elektomobile pur. Nur so kann mann verstehen, dass die Fahrten mit Moija so biliig sein sollen.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon imp » Do 31. Jan 2019, 18:34

E-Mobilität kam im ÖPNV ziemlich bald nach der Pferdeeisenbahn und der Dampflok, die innerorts viel Schimpf ertragen musste.

Mir ist der Mojo-Kleinbus als Konkurrenz zu Taxlern und Eigenrad lieber als die Leerverkäufer der Firma Üben.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Teeernte » Do 31. Jan 2019, 18:39

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Jan 2019, 18:28)

Ich denke, dass das Moija- Ridesharing eine raffiniert eingefädelte Marketingstrategie von VW ist. VW will den Absatz von Elektroautos in Schwung bringen. Dafür ist es wichtig, dass man mehr Elektroautos im öffentlichen Straßenverkehr wahrnimmt und so auf den Geschmack kommt. Also sorgt VW dafür, das 1000 Ridesharing-Mobile mit möglichst auffälliger Werbung kreuz und quer durch Hamburgs Straßen fegen. Das ist Werbung für Elektomobile pur. Nur so kann mann verstehen, dass die Fahrten mit Moija so biliig sein sollen.


Viele Auflagen für den Benziner in Hannover....und WOLLEN mit E nach Hamburg.

D hat doch für Personenbefürderung ....viele Hürden. und in Hamburg fährt eben der E-Bus von Mercedes schon. ABWARTEN.

https://www.welt.de/motor/article175868 ... chter.html
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Do 31. Jan 2019, 19:32

Ich habe da keine Bedenken, dass VW die von dir angesprochenen Hürden nicht schafft. VW hat es doch auch geschafft, ihre Kunden ungestraft zu betrügen und dies sogar mit tatkräftiger Unterstützung der Politik.
Die Arme von VW sind lang...
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Positiv Denkender » Di 5. Feb 2019, 00:20

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Jan 2019, 14:46)

Jetzt geht es den Taxiunternehmen an den Kragen:

Ein junges Unternehmen hat in Hamburg Großes vor:
Es nennt sich Ridesharing Moija und ist eine VW-Tochter. Dabei handelt es sich um von VW eigens für Moja vollelektrisch angetriebene Kleinbusse, die von den Kunden per Smartphone-App rund um die Uhr zu einer virtuellen Haltestelle bestellt werden können, die sich nur jeweils maximal 100 Meter vom gewünschten Abfahrtsort entfernt befindet. Auf der Fahrt können noch andere Fahrgäste aufgenommen werden. Pro Fahrt wird ein Fahrpreis von rund 6 Euro veranschlagt.
Der Hammer: VW bzw. Moja hat bei der Stadt 1000 Konzessionen für diese Fahrzeuge beantragt. Dies brachte die Hamburger Taxen-Union und den Hamburger Taxenverband auf die Palme, die zu Recht mit wohl erheblichen Umsatzeinbußen aufgrund dieser Konkurrenz rechnen müssen. Derzeit werden rechtliche Schritte gegen diese Konkurrenz überlegt.
Ihren Protest bekunden bereits einige Hamburger Taxiunternehmen in Form von Aufklebern auf ihren Taxis mit der Aufschrift „Fck Moija“. Das fehlende „u“ muss man sich denken.

https://www.hamburg-magazin.de/hamburg- ... trieb.html

https://www.moia.io/de/

Moja ist nichts besser als Uber . Taxi Tarife sind nicht frei verhandelbar .Daran haben sich auch halbseidene Unternehmen
wie Uber (ist verboten ) oder Moja zu richten . Ich wünsche dir einen Job als Moja Fahrer .
Da wirst du vor Hunger nicht in den Schlaf kommen .
Aber wieder einmal redest du viel Unsinn . Ichs sehe schon die Moja Fahrer ohne Personenbeförderungsschein
Einnahmen 50 € am Tag bei 45 prozentiger Beteiligung an den Einnahmen .
Wenn solch ein Unternehmen wie Moja eine Konzession bekommen würde müssten die gleichen Voraussetzungen
wie beim Taxigewerbe gelten . Taxen gehören zum ÖPNV die Fahrpreise werden von der Verkehrsbehörde festgelegt.
Übrigens die Sammeltaxen kann man ganz normal über die Taxenzentralen bestellen . Es wird nicht angenommen .
Hier gibt es bereits den Winker Tarif ,wir aber auch fast nicht genutzt genau wie Frauen Nachttaxis .
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Tom Bombadil » Di 5. Feb 2019, 10:36

In London fahren schon elektrische Taxen, wenn auch noch mit Benzingenerator, um zwischendurch die Batterie aufladen zu können: http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte ... 98833.html
Und auch in Deutschland sollen sie den Markt erobern: https://www.ingenieur.de/technik/fachbe ... is-fahren/
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Di 5. Feb 2019, 11:55

Positiv Denkender hat geschrieben:(05 Feb 2019, 00:20)

Moja ist nichts besser als Uber . Taxi Tarife sind nicht frei verhandelbar .Daran haben sich auch halbseidene Unternehmen
wie Uber (ist verboten ) oder Moja zu richten . Ich wünsche dir einen Job als Moja Fahrer .
Da wirst du vor Hunger nicht in den Schlaf kommen .
Aber wieder einmal redest du viel Unsinn . Ichs sehe schon die Moja Fahrer ohne Personenbeförderungsschein
Einnahmen 50 € am Tag bei 45 prozentiger Beteiligung an den Einnahmen .
Wenn solch ein Unternehmen wie Moja eine Konzession bekommen würde müssten die gleichen Voraussetzungen
wie beim Taxigewerbe gelten . Taxen gehören zum ÖPNV die Fahrpreise werden von der Verkehrsbehörde festgelegt.
Übrigens die Sammeltaxen kann man ganz normal über die Taxenzentralen bestellen . Es wird nicht angenommen .
Hier gibt es bereits den Winker Tarif ,wir aber auch fast nicht genutzt genau wie Frauen Nachttaxis .

Es geht hier nicht darum, ob Moija in Hamburg, Hannover und allen anderen Großstädten (das ist das erklärte Ziel des Unternehmens) sein Konzept verwirklicht sondern darum, dass Moija ausschließlich Elektroautos einsetzt, die VW extra für diesen Zweck entwickelt hat. Wie gesagt, es geht um Elektromobilität. Was Lizenzen bzw. Konzessionen betrifft steht auf einem anderen Blatt. Nur eines: Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung und natürlich auch der Automobilindustrie die Elektromobilität voranzutreiben. Und da sind nun mal Innovationen gefragt.
Moija ist in Hannover und im Umland bereits mit rund 150 fahrzeugen unterwegs, natürlich mit dem Segen der Stadtverwaltung. In Hamburg wird das auch laufen, nur in einem noch größeren Stil.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ia120.html

Ein Problem mit dem Laden der Fahrzeugakkus scheint es bei Moija nicht zu geben. Am Ende einer jeden Schicht fährt der Fahrer seinen Ladepunkt an oder aber er steigt auf ein anderes, bereits geladenes Fahrzeug welches sich in Warteposition befindet, um. Dass dabei die Fahrzeuge nicht 24 Stunden am Stück im Einsatz sein können ist klar. Das sind die Fahrzeuge der großen Taxiunternehmen aber auch nicht. Ich habe selbst während meines Studiums mein Taschengeld mit Taxi fahren aufgebessert. Nachts befand sich da der halbe Fuhrpark auf dem Hof. Nur zu besonderen Anlässen (Stadtfest, Jahrmarkt) waren des nachts mal alle Fahrzeuge (mit Aushilfskräften) unterwegs.
Der Unterschied bei Moija ist, dass die Fahrzeuge im Depot eben für ein paar Stunden an der Strippe hängen.

Es zeigt sich also, dass Taxis sehr gut mit Strom zu betreiben sind.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Positiv Denkender » Di 5. Feb 2019, 14:37

Raskolnikof hat geschrieben:(05 Feb 2019, 11:55)

Es geht hier nicht darum, ob Moia in Hamburg, Hannover und allen anderen Großstädten (das ist das erklärte Ziel des Unternehmens) sein Konzept verwirklicht sondern darum, dass Moija ausschließlich Elektroautos einsetzt, die VW extra für diesen Zweck entwickelt hat. Wie gesagt, es geht um Elektromobilität. Was Lizenzen bzw. Konzessionen betrifft steht auf einem anderen Blatt. Nur eines: Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung und natürlich auch der Automobilindustrie die Elektromobilität voranzutreiben. Und da sind nun mal Innovationen gefragt.
Moija ist in Hannover und im Umland bereits mit rund 150 fahrzeugen unterwegs, natürlich mit dem Segen der Stadtverwaltung. In Hamburg wird das auch laufen, nur in einem noch größeren Stil.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ia120.html

Ein Problem mit dem Laden der Fahrzeugakkus scheint es bei Moija nicht zu geben. Am Ende einer jeden Schicht fährt der Fahrer seinen Ladepunkt an oder aber er steigt auf ein anderes, bereits geladenes Fahrzeug welches sich in Warteposition befindet, um. Dass dabei die Fahrzeuge nicht 24 Stunden am Stück im Einsatz sein können ist klar. Das sind die Fahrzeuge der großen Taxiunternehmen aber auch nicht. Ich habe selbst während meines Studiums mein Taschengeld mit Taxi fahren aufgebessert. Nachts befand sich da der halbe Fuhrpark auf dem Hof. Nur zu besonderen Anlässen (Stadtfest, Jahrmarkt) waren des nachts mal alle Fahrzeuge (mit Aushilfskräften) unterwegs.
Der Unterschied bei Moija ist, dass die Fahrzeuge im Depot eben für ein paar Stunden an der Strippe hängen.

Es zeigt sich also, dass Taxis sehr gut mit Strom zu betreiben sind.

Taxen fahren aber 24 Std. Was macht man denn wenn Ferntouren anstehen z.B. zu Rehakliniken ? Entfernungen
über 300 Km ? Hin mag ja noch klappen aber zurück ? Normal laufen fast alle Taxen rund um die Uhr, am Wochenende ohnehin.
Da wird es schwer wenn stundenlang das Taxi an der Ladesäule hängt vorausgesetzt es gibt welche .
Nur es geht bei Moia nicht nur um die Antriebsform der Autos ,sondern darum, dass diese Unternehmen die gültigen
Tarif und Gebührenordnung für Taxen unterlaufen ,die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein haben .
Letztendlich geht das zu Lasten der Fahrer . Selbst wenn nur Mindestlohn bezahlt wird fährt der Fahrer nicht einmal
die Summe ein, die er für die Schicht bekommt. .Sobald sich diese Unternehmen den Bedingungen der Taxenunternehmen unterwerfen müssen,
haben diese wirtschaftlich 0 Chancen . Wenn geht dies nur zu Lasten der Fahrer, die als Scheinselbständige beschäftigt werden .
Nachts am Wochenende wenn die Discogänger unterwegs sind mag das noch funktionieren nur in der Woche bestimmt nicht .
Die Menschen wollen keine Stadtrundfahrt machen bevor sie zu Hause ankommen .Dann nehmen die lieber die Nachtlinien,
die sind ohnehin preiswerter . Wer aber den direkten Weg nach Hause will ,der fährt nicht mit ungeprüften Fahrern die weder
einen Personenbeförderungsschein haben geschweige denn ortskundig sind .Genau wie Uber muss Moia verboten werden
oder dieses Unternehmen muss sich Vorschriften und Preisen für das Taxengewerbe unterordnen . Müssen sie ,sind sie nicht wettbewerbsfähig .Ob der Taxenhalter Moia oder Müller heißt ist wurscht .Nur es müssen für alle gleiche Bedingungen gelten .
Taxengebühren sind nun mal nicht frei verhandelbar sondern vorgegeben .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 5. Feb 2019, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Di 5. Feb 2019, 17:27

Positiv Denkender hat geschrieben:(05 Feb 2019, 14:37)
Nur es geht bei Moia nicht nur um die Antriebsform der Autos ,sondern darum, dass diese Unternehmen die gültigen
Tarif und Gebührenordnung für Taxen unterlaufen ,die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein haben .

Das gehört hier nicht zum Thema. Ich antworte aber darauf, weil ich meine, dass unwahre behauptungen nicht einfach so im Raum stehen bleiben sollten:

Die meisten Taxiunternehmen zahlen lediglich den gesetzlichen Mindestlohn oder geringfügig darüber. Moia zahlt einen Stundenlohn von 12,00 Euro (plus Trinkgeld) zzgl. Nachtzuschlag 25%, Sonntag 50%, Feiertag 100%. Zudem gibts einen Zuschuss für den ÖPNV.
Ein Fahrsicherheitstraining und kostenlose Dienstkleidung ist ebenfalls inclusive.
Zudem ist der gesetzlich vorgeschriebene Personenbeförderungsschein natürlich auch bei Moia Pflicht:
https://twitter.com/MOIAmobility/status ... 0009323520

Da ich immer noch im Besitz meines Personenbeförderungsscheines bin (stets verlängert) hatte ich mich als Rentner mal nach den derzeitigen Verdienstmöglichkeiten als Aushilfsfahrer bei Oldenburger Taxiunternehmen erkundigt. Die Auskünfte waren niederschmetternd. Einsteigen könnte ich sofort. Die Bedingungen (Verdienst) haben mich aber abgeschreckt.
Quelle zu den o.g. Zahlen:

https://www.moia.io/de/fahrer/?gclid=EA ... gK6pvD_BwE

https://www.moia.io/de/blog/2018/7-missverstaendnisse/

Für mich ist Moia ein innovatives Unternehmen welches bereit ist neue Wege zu beschreiten und beweisen wird, dass Elektromobilität auch im Taxenbereich Chancen hat. Zudem stellen die auffälligen Elektrofahrzeuge von Moia eine gute Werbung für Elektromobilität dar.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 6. Feb 2019, 11:18

Raskolnikof hat geschrieben:(05 Feb 2019, 17:27)

Das gehört hier nicht zum Thema. Ich antworte aber darauf, weil ich meine, dass unwahre behauptungen nicht einfach so im Raum stehen bleiben sollten:

Die meisten Taxiunternehmen zahlen lediglich den gesetzlichen Mindestlohn oder geringfügig darüber. Moia zahlt einen Stundenlohn von 12,00 Euro (plus Trinkgeld) zzgl. Nachtzuschlag 25%, Sonntag 50%, Feiertag 100%. Zudem gibts einen Zuschuss für den ÖPNV.
Ein Fahrsicherheitstraining und kostenlose Dienstkleidung ist ebenfalls inclusive.
Zudem ist der gesetzlich vorgeschriebene Personenbeförderungsschein natürlich auch bei Moia Pflicht:
https://twitter.com/MOIAmobility/status ... 0009323520

Da ich immer noch im Besitz meines Personenbeförderungsscheines bin (stets verlängert) hatte ich mich als Rentner mal nach den derzeitigen Verdienstmöglichkeiten als Aushilfsfahrer bei Oldenburger Taxiunternehmen erkundigt. Die Auskünfte waren niederschmetternd. Einsteigen könnte ich sofort. Die Bedingungen (Verdienst) haben mich aber abgeschreckt.
Quelle zu den o.g. Zahlen:

https://www.moia.io/de/fahrer/?gclid=EA ... gK6pvD_BwE

https://www.moia.io/de/blog/2018/7-missverstaendnisse/

Für mich ist Moia ein innovatives Unternehmen welches bereit ist neue Wege zu beschreiten und beweisen wird, dass Elektromobilität auch im Taxenbereich Chancen hat. Zudem stellen die auffälligen Elektrofahrzeuge von Moia eine gute Werbung für Elektromobilität dar.

Moderation Es geht um die Gleichbehandlung von Taxen und Unternehmen wie Uber oder Moia.
Taxen können ihre Fahrpreise nicht aushandeln sondern die müssen durch die Verkehrsbehörde genehmigt werden .
Die Taxameter müssen jährlich geeicht werden . Dabei ist es doch völlig wurscht welche Antriebsform ein Taxi hat .
Ich habe einen gültigen Taxischein seit ich meine Wehrpflicht abgeleistet habe . Ich kenne auch die technischen
Entwicklungen vom Sprechfunk über heutige Digitax und Tablet Vermittlung. Es ist auch für Taxen kein Problem Sammeltouren
auszuführen .Viele Reiseveranstalter nutzen diese Möglichkeit , ebenso Tages Reha Einrichtungen bis hin zum Amt für Soziale Dienste.
Die Fahrpreise für Krankenfahrten werden zwischen Fachverband ,KK und Verkehrsbehörde festgelegt .
Freie Preisgestaltung ist seitens der Taxenbetriebe nicht möglich ,die Freischaltung des Taxameters mit einem Key zeigen
jede Tour ,Pausen und Einnahmen auf . Wenn Unternehmen wie Moia unter gleichen Bedingungen arbeiten,
nichts dagegen .. Ungleiche Bedingungen geht nicht .Da spielt es keine Rolle welche Antriebsform ein Auto hat .
Heute gibt es bereits Taxen mit Hybrid Motoren .Die haben sich auch den Taxitarifen zu unterwerfen .
Moderation Sammeltouren führen Taxen schon lange aus .Nur eben zu den festgesetzten Tarifen .
Deine nostalgischen Erfahrungen als Taxifahrer sind lange überholt .
Moia bringt nichts Neues sondern unterläuft mit seiner Preisgestaltung die gesetzlich festgelegten Taxitarife .
So etwas nennt man unlauteren Wettbewerb . Niemand braucht neue Sammeltaxis .Die gibt es schon seit vielen Jahren .
Zuletzt geändert von Tom Bombadil am Mi 6. Feb 2019, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte auf der Sachebene bleiben.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Mi 6. Feb 2019, 14:40

Moia bringt schon etwas neues auf die Strasse, nämlich frischen Wind in Sachen Elektromobilität. Moia beweist gerade, dass es sehr wohl möglich ist, Personenbeförderung im Nahbereich mit Elekrofahrzeugen anzubieten. Mit Fahrten quer durch die Republik betreibt Moia auch keine Werbung. Moia bietet seinen Dienst innerhalb der Großstädte und in deren nahen Umland an. Langstrecken überlässt Moia den Taxiunternehmen.
Den behördlichen Segen hat Moia in Hannover längst erhalten, in Hamburg auch. Da geht es nur noch num die Anzahl der Konzessionen. Es wurden 1000 beantragt. Im übrigen betreibt Moia keinen unlauteren Wettbewerb. Oder erhält man dafür neuerdings von den zuständigen Behörden grünes Licht?
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 6. Feb 2019, 17:19

Es mussten diverse Beiträge editiert und in die Ablage verfrachtet werden.
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Sa 9. Feb 2019, 19:55

Moia hat im vergangenen Jahr in Hannover zunächst für 150 Fahrzeuge die entsprechende Konzession erhalten. Bis 2020 sollen die Flotte aber auf 250 Stück aufgestockt werden. Derzeit ist Moia in Hannover noch mit Diesel-Fahrzeugen unterwegs. Die gesamte Flotte soll aber auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden.
In Hamburg beginnt Moia regelrecht zu klotzen. Bis Ende 2020 wurden für 500 Fahrzeuge bereits die Konzession erteilt. Weitere 500 sind in Planung. In Hamburg kommen von Beginn an ausschließlich die eigens für Moia entwickelten Fahrzeuge von VW in Einsatz.

Geht das Konzept von Moja auf ist mit einer bundesweiten Moia-Offensive in allen deutschen Großstädten zu rechnen. Das notwendige Startkapital ist vorhanden. Schließlich ist Moia eine 100-prozentige VW-Tochter.

Damit dürfte dann endlich das leidige Taximonopol fallen und ein Wettbewerb stattfinden wie es ihn in allen Wirtschaftsbereichen gibt (außer Bücher).

https://www.moia.io/de/blog/2018/wir-si ... genehmigt/

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stad ... nnover-aus
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon Raskolnikof » Di 19. Feb 2019, 19:27

Bundesverkehrsminister Scheuer will jetzt endlich Fakten schaffen, die das Taxigewebe zwingen, sich nicht weiter auf ihrer Monopolstellung auszuruhen und sich dem Wettbewerb wie in (fast) allen Branchen zu stellen. Und das ist gut so. Die von ihm angestrebte Liberalisierung des Personenbeförderungsgewerbes sieht u.a. vor, dass Mietwagen nicht mehr vom Fahrtziel zu ihrem Hauptstandort zurückkehren müssen und auch unterwegs Aufträge entgegennehmen dürfen. Auch sollen s.g. Poolingdienste erlaubt werden.
Allerdings sind diese Neuerungen z.B. von Moia mit behördlichen Segen längst umgesetzt worden. Wenn nun auch von Seiten der Bundesregierung grünes Licht für die Taxikonkurrenz gegeben wird könnte dies einen Boom in dem Gewerbe auslösen.

Die Sorgen der Taxiunternehmen und deren Fahrer kann ich durchaus nachvollziehen. Andererseits sehe ich Mitbewerber im Taxi- bzw. Personenbeförderungsgewerbe auch als Vorteil. Nur so sind Unternehmen gezwungen gut oder noch besser als die Konkurrenz zu sein. Wenn Taxiunternehmen hier den Untergang ihres Gewerbes heraufbeschwören hat das wohl seinen Grund. Mit Ausruhen auf seinen Lorbeeren ist dann eben nicht mehr.

Ohne Moia und evtl. andere in den Startlöchern stehenden Taxi-Konkurrenten würden wohl noch viele Jahre Diesel-Taxis unsere Innenstädte verpesten.

https://rp-online.de/politik/deutschlan ... d-36844845
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Re: Elektromobilität im ÖPNV und im Taxi/Mietwagenbereich

Beitragvon frems » Sa 2. Mär 2019, 22:38

„Die Welt wäre besser, wenn weniger Menschen ein Auto besitzen würden“
Sixt startet nicht nur einen neuen Carsharing-Dienst, sondern will auch Taxis vermitteln und den Automietmarkt revolutionieren. Ein ambitionierter Plan – zumal das Angebot Schwächen hat. Weiß die Familie, worauf sie sich einlässt?

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... legen.html

Mal sehen, wann die Spießbürger zum Boykott Sixts aufrufen. Sehe schon ein paar versprengte Gelbwesten in Pullach vor meinen Augen. :D
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.

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