Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

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jorikke
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon jorikke » Fr 25. Aug 2017, 14:15

Da ich mich mein ganzes Berufsleben mit Mikrowaagen rumgeschlagen habe, fürchte ich, nicht jeder kann diese Zahlen richtig einordnen.
Fühle mich also ein wenig aufgefordert das Thema etwas zu erhellen.
Ausgangsbasis ist: 1m³ Stuttgarter Luft enthält 100 Mikrogramm (82) Stickstoffdioxid.
Ein Mikrogramm ist ein millionstel Gramm.
100 Mikrogramm also ein zehntausendstel Gramm.
1 m³ Luft wiegt, haltet euch fest, 1,2 kg.
In einem Gramm sind also 0,01% Stickstoffdioxid enthalten.
In 10 Gramm 0,001% - in 100 Gramm 0,0001% - In einem Kilo 0,00001%.
Fast homöopathisch.
Ich sage nichts über Schädlichkeit oder Unschädlichkeit, kann mir aber nicht vorstellen das Werte von 0,00001 (Stgt.) und 0,000005 gesundheitlich Unterschiede ausmachen. Man hat halt einen Grenzwert festgelegt und der wird jetzt umtanzt.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 25. Aug 2017, 14:30

Positiv Denkender hat geschrieben:(23 Aug 2017, 20:45)
Elf Menschen starben durch Islamistische Terroraktionen ? Das solltest du den Angehörigen der zigtausenden Opfer erklären .
Mord mit den ganz normalen täglichen Lebensrisiken zu vergleichen verbietet sich eigentlich von selbst.

Ein fachfremder User meinte mitteilen zu müssen, dass Fahrverbote für Islamisten mehr Menschen das Leben retten würde als Fahrverbote für Dreckschleudern. Das wurde nur mit Fakten erwidert. Du musst also einen Schritt weiter zurück gehen. Und ja, in Deutschland wurden nicht mehr Leute durch islamistische Lkw-Fahrer in den letzten zehn Jahren umgebracht. Tut mir leid, wenn Dich das stört.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 25. Aug 2017, 14:33

H2O hat geschrieben:(24 Aug 2017, 16:38)

Wie hat Bremen das Kunststück vollbringen können, in dieser Liste zum Luftkurort auf zu steigen?

Unterdurchschnittliche Pkw- und überdurchschnittliche Rad-Verkehrszahlen. Letzteres hat hier ja schon ein Raser in Bremen lauthals beklagt, während man ihm mitteilte, dass eine Stärkung des sog. Umweltverbundes (https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltverbund) die Luft deutlich verbessern und Fahrverbote damit abwenden könnte. Es hat sich bloß noch nicht überall herumgesprochen, dass auch Autofahrer etwas davon haben, wenn weniger Autos die Straßen verdrecken, verstopfen und vernichten.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Raskolnikof » Fr 25. Aug 2017, 14:51

Positiv Denkender hat geschrieben:(25 Aug 2017, 14:03)

Niemand kauft heute noch ein Auto dass nicht die Norm für die Grüne Plakette erfüllt.

Richtig. Und dennoch fahren sehr viele dieser unverkäuflichen Diesel-PKW herum, die gerade zehn Jahre alt sind aber keine grüne Plakette bekommen haben. Die werden von ihren Besitzern gefahren, bis sie auseinanderfallen.
Wo kämen wir eigentlich hin, wenn jeder frei seine Meinung äußern dürfte!
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 25. Aug 2017, 15:23

Jetzt leiden alle, die dem Versprechen der Auto-Lobby glaubten
Das Diesel-Urteil in Stuttgart wird Folgen für Millionen Autofahrer haben. Die Industrie und die zuständigen Ministerien haben den Schuss nicht gehört. Jetzt bekommen sie ihn zu spüren. Aber leider nicht nur sie.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... ubten.html

Bund und Länder hatten sich auf Sofortmaßnahmen geeinigt, um die Diesel-Stickoxid-Emissionen weiter zu senken.
Autohersteller sagten Software-Updates zu. Eine neue Studie zeigt: Diese Maßnahmen reichen nicht annährend aus.
Von Nachrüstungen der Hardware will die Automobilindustrie jedoch weiterhin nichts wissen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... erbot.html

Diesel-Drama verbrennt Milliarden: Firmen und Privatkäufer erwartet ein Restwert-Desaster
Die Stickoxid-Belastung in Deutschland hat abgesehen von einigen Hotspots stark abgenommen. Trotzdem drohen nun Diesel-Fahrverbote. Das hat nicht nur Konsequenzen für Millionen Pendler und Autobesitzer, deren Autos an Wert verlieren, sondern auch für Firmen.

http://www.focus.de/auto/news/abgas-ska ... 05175.html

Wer nicht hören will, muss eben fühlen. Ist ja nicht so als hätte man schon vor einer Weile lesen können, dass diese Placebos wohl kaum etwas bringen werden... :|
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 25. Aug 2017, 15:34

jorikke hat geschrieben:(25 Aug 2017, 14:15)
Ich sage nichts über Schädlichkeit oder Unschädlichkeit, kann mir aber nicht vorstellen das Werte von 0,00001 (Stgt.) und 0,000005 gesundheitlich Unterschiede ausmachen. Man hat halt einen Grenzwert festgelegt und der wird jetzt umtanzt.

Wie viele Jahre kommst Du mit einem Kubikmeter aus? :?:
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 25. Aug 2017, 16:13

frems hat geschrieben:(25 Aug 2017, 14:30)

Ein fachfremder User meinte mitteilen zu müssen, dass Fahrverbote für Islamisten mehr Menschen das Leben retten würde als Fahrverbote für Dreckschleudern. Das wurde nur mit Fakten erwidert. Du musst also einen Schritt weiter zurück gehen. Und ja, in Deutschland wurden nicht mehr Leute durch islamistische Lkw-Fahrer in den letzten zehn Jahren umgebracht. Tut mir leid, wenn Dich das stört.

ich denke eher es stört dich, dass nicht mehr Menschen durch Islamisten ermordet wurden .
Dein Pech dass du in diesem Land leben musst . Wer zwischen Mord und Lebensrisiken nicht unterscheiden kann ist halt ein armer Tropf.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Fr 25. Aug 2017, 16:15

frems hat geschrieben:(25 Aug 2017, 14:33)

Unterdurchschnittliche Pkw- und überdurchschnittliche Rad-Verkehrszahlen. Letzteres hat hier ja schon ein Raser in Bremen lauthals beklagt, während man ihm mitteilte, dass eine Stärkung des sog. Umweltverbundes (https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltverbund) die Luft deutlich verbessern und Fahrverbote damit abwenden könnte. Es hat sich bloß noch nicht überall herumgesprochen, dass auch Autofahrer etwas davon haben, wenn weniger Autos die Straßen verdrecken, verstopfen und vernichten.


Ich lebe nicht weit von einer Einfahrtschneise Nordost. Das stinkt furchtbar. Die armen Stuttgarter, wenn das hier kein Beinbruch ist!

Es ist natürlich wahr, daß hier auch viel Rad gefahren wird... aber daß dies so viel ausmacht! Nicht zu fassen!
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 25. Aug 2017, 16:20

Positiv Denkender hat geschrieben:(25 Aug 2017, 16:13)

ich denke eher es stört dich, dass nicht mehr Menschen durch Islamisten ermordet wurden .
Dein Pech dass du in diesem Land leben musst . Wer zwischen Mord und Lebensrisiken nicht unterscheiden kann ist halt ein armer Tropf.

Ich habe die Islamisten hier nicht ins Spiel gebracht, sondern nur darauf verwiesen, wie viele Menschen durch den motorisierten Individualverkehr in Deutschland frühzeitig ums Leben kommen. Ist doch jetzt nicht so kompliziert.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon jorikke » Fr 25. Aug 2017, 16:22

frems hat geschrieben:(25 Aug 2017, 15:34)

Wie viele Jahre kommst Du mit einem Kubikmeter aus? :?:


Ich vermute mal auf die Millisekunde genau so lange wie mit oder ohne die 0,00001 Schadstoffanteil.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 25. Aug 2017, 16:22

H2O hat geschrieben:(25 Aug 2017, 16:15)

Ich lebe nicht weit von einer Einfahrtschneise Nordost. Das stinkt furchtbar. Die armen Stuttgarter, wenn das hier kein Beinbruch ist!

Es ist natürlich wahr, daß hier auch viel Rad gefahren wird... aber daß dies so viel ausmacht! Nicht zu fassen!

Naja, was heißt "viel"? Ersetze 15% aller Pkw-Fahrten mit Fahrrädern und man kann sich ausrechnen, wie viele Abgase man im Schnitt grob vermeidet. Das Rad ist ja in seiner Ökobilanz nicht nur deutlich umweltverträglicher als der motorisierte Individualverkehr, sondern auch als der öffentliche Personennahverkehr.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon H2O » Fr 25. Aug 2017, 16:28

frems hat geschrieben:(25 Aug 2017, 16:22)

Naja, was heißt "viel"? Ersetze 15% aller Pkw-Fahrten mit Fahrrädern und man kann sich ausrechnen, wie viele Abgase man im Schnitt grob vermeidet. Das Rad ist ja in seiner Ökobilanz nicht nur deutlich umweltverträglicher als der motorisierte Individualverkehr, sondern auch als der öffentliche Personennahverkehr.


Ok, da erkenne ich an, daß Bremen sehr hartnäckig auf elektrische Staßenbahnen gesetzt hat. Die sind zu den Hauptverkehrsstunden auch gut voll.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 25. Aug 2017, 16:29

jorikke hat geschrieben:(25 Aug 2017, 16:22)

Ich vermute mal auf die Millisekunde genau so lange wie mit oder ohne die 0,00001 Schadstoffanteil.

Nunja, wir wissen ja, dass die Grenzwerte aus politischen Gründen sehre hoch sind. Arbeitsplätze über alles und so. Aber was wir auch wissen:

A 3 µg/m3 reduction in NOx concentration resulted in a decrease of 10-18 percentage points in risk of death caused by respiratory diseases. Even at NOx concentrations below the acceptable standard, there is association with deaths caused by respiratory diseases.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4661030/

Sind hochgerechnet halt nicht nur Peanuts. Von Größe und Menge kann man nicht monokausal auf die Toxizität schließen. In Stuttgart hat man aber weniger mit NOx Probleme als viel mehr mit Feinstaub. Und das Zeug ist gefährlicher. Je kleiner, desto fieser.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon frems » Fr 25. Aug 2017, 16:30

H2O hat geschrieben:(25 Aug 2017, 16:28)

Ok, da erkenne ich an, daß Bremen sehr hartnäckig auf elektrische Staßenbahnen gesetzt hat. Die sind zu den Hauptverkehrsstunden auch gut voll.

Ist ja auch vernünftig, ein breites Angebot im Umweltverbund zu haben, da kein Verkehrsmittel eine eierlegende Wollmilchsau ist, die für alle Bedarfe und Relationen perfekt aufgestellt ist.
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 25. Aug 2017, 16:39

frems hat geschrieben:(25 Aug 2017, 15:23)

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... ubten.html


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... erbot.html


http://www.focus.de/auto/news/abgas-ska ... 05175.html

Wer nicht hören will, muss eben fühlen. Ist ja nicht so als hätte man schon vor einer Weile lesen können, dass diese Placebos wohl kaum etwas bringen werden... :|

Ein weiterer Hass erfüllter Beitrag . Krankhaft .
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 25. Aug 2017, 16:48

frems hat geschrieben:(25 Aug 2017, 16:20)

Ich habe die Islamisten hier nicht ins Spiel gebracht, sondern nur darauf verwiesen, wie viele Menschen durch den motorisierten Individualverkehr in Deutschland frühzeitig ums Leben kommen. Ist doch jetzt nicht so kompliziert.

Für dich scheint es kompliziert zu sein :Du kannst zwischen Mord und allgemeine Lebensrisiken nicht unterscheiden .
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 25. Aug 2017, 17:20

immernoch_ratlos hat geschrieben:(23 Aug 2017, 11:30)

Es gibt Zusammenhänge, die wie "selbstverständlich" von den üblichen Ignoranten entweder nicht erkannt werden (wollen) oder schlich wegen der offensichtlichen Distanz zu wissenschaftlichen Betrachtungen ignoriert bzw. unbekannt bleiben :dead:

Für jede vernünftige Diskussion ungeeignet sind die mindestens teilweise willkürlichen Annahmen und "selbstgestrickten" Vermutungen, welche unter objektiver Betrachtung längst und mehrfach widerlegt wurden. Keineswegs durch sehr persönliche Einschätzungen (wie das bei den bekannten Ignoranten grundsätzlich der Fall ist), sondern durch massenhaft belegbare Studienergebnisse, welche eben nicht durch "fabelhafte Intuition" und eklatante Selbstüberschätzung zustandegekommen sind.

In Städten müsste eine dauerhafte und möglichst konstante Geschwindigkeit von Dieselfahrzeugen gefahren werden um die niedrigsten Schadstoffwerte die überhaupt physikalisch möglich sind, zu erreichen. Diese Geschwindigkeit liegt bei ~70km/h. Eine Geschwindigkeit und zugleich die notwendige Kontinuität dieses sehr schmalen "Korridors" von konstanten 70km/h, sollte selbst größten Ignoranten als praktisch unmöglich erscheinen. Weder ist auf den üblichen Innenstadtstraßen eine höhere Geschwindigkeit als 50km/h erlaubt, noch ist es möglich den Verkehr grundsätzlich ohne "stopp and go" Verhältnisse stattfinden zu lassen. Zum Schutz von Fußgängern errichtete Geschwindigkeitszonen mit der Höchstgeschwindigkeit von 30km/h oder niedriger, stehen in denkbar ungünstigsten Verhältnis zur gleichzeitig notwendigen Absicht Emissionen zu reduzieren. Gerade die in Städten - in Siedlungsgebieten allgemein notwendigen Tempolimite ( 20, 30, 40, und 50 km/h) stehen im krassen Gegensatz zur beabsichtigten Luftreinhaltung (jedenfalls was z.B. die NOx - Werte angeht. Hinzu kommen noch deutlich die erhöhten Emissionen durch den Zwang der ständigen Veränderung der Geschwindigkeit. Alles Zusammenhänge, auf die jemand schon mit einer durchschnittlichen Allgemeinbildung von selbst kommen müsste.

Die oben zitierten Werte stammen aus dem UBA-Dokument : "Schadstoffemissionen und CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen bei Tempo 30" PDF-Download (startet automatisch) "aktualisiert" am 18.08.2013. Womit klar ist, diese Zusammenhänge sind nunmehr seit 4 Jahren allen die das interessieren muss bekannt. Zusammen mit anderen "Mosaiksteinchen" (aka Studien) war also zumindest für alle Verantwortlichen - sowohl aus Politik - als auch der Industrie bekannt, dass sie ganz offensichtlich :

Durch die mit Vorsatz betrügerisch manipulierten Messwerte und durch die offensichtliche Komplizenschaft der meisten beteiligten dt. zu Aufsicht berufenen staatlichen und der davon abhängigen privaten Organisationen, "billigend die Schädigung" von einem statistisch erfassbaren Teil der Bevölkerung in wenigstens 80 dt. Städten nicht nur hingenommen haben, sonder konstant an diesen mindestens teilweise justitiablen Machenschaften festhalten um ebenso billigend weitere Schädigungen von Menschen eben nicht zu verhindern.

Daraus kann jeder schließen, wie es wohl mit anderen Gefährdungen bestellt sein wird, welche derzeit nicht so stark im öffentlichen Fokus befinden. :mad2:

Schon kurzfristig - spätestens Mittelfristig - wird sich der Verkehr in den Städten (gleichgültig ob nun "innen" oder wie sonst formuliert) komplett verringern und zugleich weitgehend, wenn nicht total "emissionsfrei", jedoch frei von Fahrzeugabgasen sein müssen. Das ist logischerweise mit den üblichen fossil befeuerten Fahrzeugen nicht machbar. Eine Veränderung kann es, ob einem dies nun gefällt oder nicht, nur durch den Einsatz von unterschiedlichen Fahrzeugklassen, die alle - wenn überhaupt notwendig - el. angetrieben sein werden. Mittelfristig muss die notwendige Energie dazu aus EE bereitgestellt werden. Auch das ist einer unausweichlicher Logik geschuldet.

Besonders irre, wie hiesige "Mitdiskutanten" sowohl durch beleidigende Kommentare und totaler Ignoranz auffallen. Daraus kann jeder schließen was er will, ich jedenfalls schließe daraus, diese Skandale sind auch wegen solcher Typen überhaupt erst möglich. Sie bilden neben der "schweigenden Mehrheit" freiwillig eine für solche Machenschaften "unverzichtbare" positivistischen Begleitung an. Dadurch werden sie ungefragt und aus eigenem Antrieb ebenfalls zu Komplizen solcher Machenschaften. Eine Zunahme - seit es die Möglichkeit gibt ihre völlig unreflektierten Stammtischparolen, nun einer großen mindest "erstaunten" Öffentlichkeit zu präsentieren - es das Internet gibt.

Um "fake use" und Unverstand in nie dagewesenen Umfang und weitgehend unwidersprochen publizieren zu können, sind offensichtlich diese "Kanäle" der ideale Ort... :dead:

Antworten auf deine Unverschämtheiten werden gelöscht .Auch eine Möglichkeit andere Meinungen zu ignorieren .Oder hat dir die Kritik
an deinem Verein Umwelthilfe nicht gefallen .
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Wähler » Fr 25. Aug 2017, 17:33

jorikke hat geschrieben:(25 Aug 2017, 14:15)
Da ich mich mein ganzes Berufsleben mit Mikrowaagen rumgeschlagen habe, fürchte ich, nicht jeder kann diese Zahlen richtig einordnen.
Fühle mich also ein wenig aufgefordert das Thema etwas zu erhellen.
Ausgangsbasis ist: 1m³ Stuttgarter Luft enthält 100 Mikrogramm (82) Stickstoffdioxid.
Ein Mikrogramm ist ein millionstel Gramm.
100 Mikrogramm also ein zehntausendstel Gramm.
1 m³ Luft wiegt, haltet euch fest, 1,2 kg.
In einem Gramm sind also 0,01% Stickstoffdioxid enthalten.
In 10 Gramm 0,001% - in 100 Gramm 0,0001% - In einem Kilo 0,00001%.
Fast homöopathisch.
Ich sage nichts über Schädlichkeit oder Unschädlichkeit, kann mir aber nicht vorstellen das Werte von 0,00001 (Stgt.) und 0,000005 gesundheitlich Unterschiede ausmachen. Man hat halt einen Grenzwert festgelegt und der wird jetzt umtanzt.

Das Gesundheitsproblem ist der Feinstaub, nicht die Stickoxide an sich. Sie sind nur wie Schwefeldioxid Vorläufergase für den Feinstaub. Dieselruß bildet mit anderen Partikeln verhältnismäßig viel Feinstaub.
Zeit 26. April 2017 Feinstaub: Die unsichtbare Gefahr
http://www.zeit.de/2017/18/feinstaub-gr ... ettansicht
Feinstaub bildet sich bei der Verbrennung von Diesel, Kohle oder Holz sowie bei der Reaktion von Gasen. Winzige Teilchen entstehen, die größten haben einen Durchmesser von 10 Mikrometern, das sind 0,001 Zentimeter, etwa ein Zehntel des Durchmessers eines Haares.

Hoffmann zeigt auf das Papier und die Linie, die sie gezogen hat. Sie will den Zusammenhang verdeutlichen zwischen Feinstaubbelastung und Bluthochdruck. Unten links, wo die Linie beginnt, ist die Luft sauber, und die Wahrscheinlichkeit, an Bluthochdruck zu erkranken, ist gering. Oben rechts, wo sie endet, ist die Feinstaubbelastung höher, die Gefahr des Bluthochdrucks größer. Die Verbindung, sagt Hoffmann, sei eindeutig.
An Barbara Hoffmanns Institut an der Universität Düsseldorf läuft seit 1999 eine Langzeitstudie darüber, wie sich Luftverschmutzung auf die Gesundheit auswirkt. Fast 5.000 Menschen nehmen daran teil, die sogenannte Untersuchungskohorte.

Wegen der höheren Feinstaubbelastung lebt der Zwilling aus Essen mit einem um 22 Prozent höheren Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, sein Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist um 19 Prozent erhöht. Das Risiko für einen Herzinfarkt um 13 Prozent. Nur weil er woanders wohnt.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 25. Aug 2017, 21:42

Aber, aber so wichtig bist Du nun mal nicht - nicht alles hat etwas mit Dir werter Mituser PD zu tun. Doch, wenn Du den Schuh anziehst, dann scheint der auch zu passen. :?:

Jeder der sich die Mühe macht Deine Beiträge zu lesen kommt zu seinen eigenen Schlüssen. Gelegentlich wagt es jemand Deinen Erfindungen zu widersprechen. Deine übliche Reaktion - unflätige Bezeichnungen wildes umsichschlagen - niemals ein Link der Deine Postion zu verstehen hilft. Tut mir leid, aber das es auch anders geht, kann an vielen - gern auch heftigen Wortwechseln hier nachgelesen werden. Wir alle posten hier unsere Meinung und was legitim ist, "unterfüttern" die mit dem Werkzeug das im Prinzip das Internet ausmacht. Mit "weiterführenden Links" zu möglichst glaubhaften Quellen. Oft eine intensive und auch zeitraubende Angelegenheit - besonders, wenn man versucht objektiv zu bleiben.

Gewalt, auch verbale Gewalt hat hier absolut nichts verloren. Wenn Du PD Deine Meinung vernünftig und mit den Mitteln der Information "darbieten" würdest, könntest Du durchaus jemand sein, dessen Meinung zählt. So wie Du allerdings Deine Meinung kund tust, wird das nix und das ist schade.

Ich gehöre 2 Vereinen an - die "Deutsche Umwelthilfe e. V" ist definitiv nicht dabei. Deren Aktion - die Anrufung der zuständigen Gerichte ist mir konkret in diesem Fall nicht nur sympathisch, sonder diese Organisation vertritt mein, unser aller Recht, auf körperliche Unversehrtheit, etwas, was ich zuerst von den, von uns allen bezahlten Staatsdienern erwartet hätte :(

Es scheint bei Dir eine fixe Idee zu sein, alles was (nicht nur ich) positiv sehe, gleich mit Mitgliedschaft oder ähnlichem zu verknüpfen. Was das Löschen von Beiträgen angeht, da habe ich absolut nichts mitzureden. Es ist eher zu vermuten, das Du Forenregeln gebrochen hast. Aber das geht mich nichts an - das ist allein Deine Angelegenheit.

Ich werde versuchen Deine Beiträge so gut wie möglich - oder Hinweise die auf Dich zielen - zu ignorieren bzw. zu vermeiden. Das wird mich allerdings nicht davon abhalten meine Meinung weiter zu äußern. Auch ich bin ja direkt betroffen und das habe ich genauso direkt meinem eigenen Handeln zu verdanken. Als der Neukauf meines nun mehr als 6 Jahre alten PKW anstand, habe ich das damalige Angebot an E-Fahrzeugen durchaus geprüft. Leider dauerte es noch diese 6 Jahre, bis diese Antriebstechnik "kaufbar" wurde. Bei einem vergleichbaren Angebot wie heute, hätte ich z.B. einem Renault ZOE oder mit Rücksicht auf Transportmöglichkeit den Renault "Kangoo Maxi Z.E." - mit 14kwh/100km und einer Reichweite von 170 km - vorgezogen. Ich hätte alles was mein Diesel kann, auch damit bewerkstelligen können. Nu ja, "hätte, hätte Fahrradkette.." :?

Nun warte ich mit meinem EURO 5 Diesel was die Gerichte beschließen und rechne zu 75 % mit Fahrverboten in den schon existierenden Umweltzonen. Hoffentlich findet sich jemand - eigentlich die Kommunen - welche diese in die elektronischen Karten exakt (und nicht nur als Umriss ) einpflegen. Eine eventuell notwendige Streckenplanung setzt bedeutend genauere Angaben - Einzelheiten voraus, als dies mittels der derzeitigen Publikationen möglich ist. Es könnte ja Autofahrer geben, die obwohl einfahrberechtigt, quasi aus freien Stücken diese meist in Innenstädten befindlichen Zonen, nicht befahren wollen. Gegenwärtig gibt es (zumindest in meinem fest eingebauten Navi) eben keine automatische Streckenplanung mit dem automatischen Ausschluss solcher Zonen - vergleichbar mit dem Features "keine BAB nutzen"....

Ein Beispiel : Umweltzone Bremen - wer sich da nicht sehr gut auskennt, wird Schwierigkeiten haben, sich ohne untaugliche Versuche zu Zielen "hinter der Umweltzone" zu finden. Dafür ist ein Navi ja vorhanden, ohne langes Herumgesuche von A nach B zu finden. Wie sind da eure bisherigen Erfahrungen ? Gibt es bereits Systeme, welche Umweltzonen berücksichtigen ???
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München und weiteren Städten

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 25. Aug 2017, 22:04

frems hat geschrieben:(25 Aug 2017, 16:20)

Ich habe die Islamisten hier nicht ins Spiel gebracht, sondern nur darauf verwiesen, wie viele Menschen durch den motorisierten Individualverkehr in Deutschland frühzeitig ums Leben kommen. Ist doch jetzt nicht so kompliziert.

Du hast aber behauptet durch Islamistische Terror Anschläge wären nur 11 Menschen getötet worden :Dabei hats du dich nicht gescheut Mord
mit Alltagsrisiken gleichzusetzen .

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