Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Der Neandertaler » So 17. Feb 2019, 09:42

Hallo jack.
jack000 hat geschrieben:Man muss ja nicht jeden kontrollieren. Alleine das eine Kontrolle stattfinden kann, schreckt ab.
Was soll daran abschreckend wirken? Selbst wenn diese Kontrollen nur stichprobenartig stattfinden - es würden wohl noch immer einge (nach Ansicht der Befürworter dessen immer noch zuviele) durchschlüpfen. Somit würden wir in einiger Zeitabständen die gleiche Diskussion nochmal führen.
jack000 hat geschrieben:Welches Motiv sollten Zeitungen früher gehabt haben nicht über Ereignisse wie in dem verlinkten Artikel zu berichten?
Falsche Frage - andere Antwort:
    früher war wohl selten ein Bericht aus einem dieser abgelegenen Orten (wie: Tüchersfeld/Bayern - Schiltach/Baden-Württemberg - Sieseby/Schleswig-Holstein oder Linsengericht /Hessen) zu lesen.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 17. Feb 2019, 09:46

imp hat geschrieben:(17 Feb 2019, 07:16)

Bereits heute sind in vielen Städten Aufenthalte in Bahnsteigen und Zugängen der U-Bahn nur mit gültigem Fahrausweis erlaubt. Was schon nervt wenn man mal wen abholen will.

Bedank dich bei denen, die sich nicht benehmen können.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Der Neandertaler » So 17. Feb 2019, 09:57

Hallo Tom.
Tom Bombadil hat geschrieben:Mit vollautomatischen Sperren, die nur noch Leute mit Ticket auf die Bahnsteige lassen.
Und was ist mit denen, die nur jemanden abholen wollen, der aber etwas Schweres zu tragen hat?
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 17. Feb 2019, 10:07

Siehe ein posting vor deinem.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Der Neandertaler » So 17. Feb 2019, 10:09

Hallo Quatschki.
Quatschki hat geschrieben:Den Polzeibericht in der Zeitung gab es schon immer.
Es ist kaum anzunehmen, dass man früher die dicken Dinger ausgelassen hat, um stattdessen über entwendete Handtaschen zu schreiben.
Beides RICHTIG! ... aber nicht immer habe ich etwa in Büsum etwas über eine Überfall in ... denk Dir einen abgelegen Ort in Bayern aus.
    ... Tüchersfeld?
Überregionalen Zeitungen sei Dank!
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon jack000 » So 17. Feb 2019, 10:16

Der Neandertaler hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:09)

Hallo Quatschki.Beides RICHTIG! ... aber nicht immer habe ich etwa in Büsum etwas über eine Überfall in ... denk Dir einen abgelegen Ort in Bayern aus.
    ... Tüchersfeld?
Überregionalen Zeitungen sei Dank!

Möglicherweise haben auch keine solchen Taten dort stattgefunden.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Quatschki » So 17. Feb 2019, 11:20

In Orten wie Büsum hat man vor 50 Jahren keine Haustüren abschließen müssen.
Wir haben doch die Entwicklung von "Schlüssel liegt unter der Fußmatte" hin zu Panzerjalousien an allen Fenstern von Erdgeschoss und 1.Stock live miterlebt
Junge Leute hingegen kennen's nicht mehr anders.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Dampflok94 » So 17. Feb 2019, 19:09

imp hat geschrieben:(17 Feb 2019, 07:16)
Bereits heute sind in vielen Städten Aufenthalte in Bahnsteigen und Zugängen der U-Bahn nur mit gültigem Fahrausweis erlaubt. Was schon nervt wenn man mal wen abholen will.

Ist in Berlin auch so. Aber das wenige Personal hat besseres zu tun, als ein paar Obdachlose, die sich einfach aufwärmen wollen, weg zu schicken.

Wenn ich hier im Strang so einige Beiträge lese, kommt mir die Idee die gute alte Bahnsteigsperre wieder einzuführen. Nebst Bahnsteigkarte. Dann kann man auch jemanden abholen. :D Und der Clou: Brächte Zehntausende von Arbeitsplätzen. :cool:
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon imp » Mo 18. Feb 2019, 00:06

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Feb 2019, 19:09)

Ist in Berlin auch so. Aber das wenige Personal hat besseres zu tun, als ein paar Obdachlose, die sich einfach aufwärmen wollen, weg zu schicken.

Wenn ich hier im Strang so einige Beiträge lese, kommt mir die Idee die gute alte Bahnsteigsperre wieder einzuführen. Nebst Bahnsteigkarte. Dann kann man auch jemanden abholen. :D Und der Clou: Brächte Zehntausende von Arbeitsplätzen. :cool:

Naja. Mülljobs. Wir haben momentan PersonalKnappheit quer durch viele Branchen.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon jorikke » Mo 18. Feb 2019, 17:01

Schon Lenin wusste, die Deutschen stürmen ohne Bahnsteigkarte keinen Bahnhof, weshalb die Revolution ausfällt. (sinngemäß)
Noch in den 50.-gern war eine Bahnsteigkarte obligatorisch.
Wiedereinführung!!!
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 18. Feb 2019, 18:18

imp hat geschrieben:(18 Feb 2019, 00:06)

Naja. Mülljobs. Wir haben momentan PersonalKnappheit quer durch viele Branchen.

Naja, das ist jetzt nicht gerade ein Job mit höherer Qualifikation. Da reicht Baumschule. ;) Und derartige Jobs werden durchaus noch benötigt.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon imp » Mo 18. Feb 2019, 18:20

jorikke hat geschrieben:(18 Feb 2019, 17:01)

Schon Lenin wusste, die Deutschen stürmen ohne Bahnsteigkarte keinen Bahnhof, weshalb die Revolution ausfällt. (sinngemäß)
Noch in den 50.-gern war eine Bahnsteigkarte obligatorisch.
Wiedereinführung!!!

Der Beitrag kommt irgendwie argumentlos daher. "Gab es mal, wurde abgeschafft" spricht nicht so sehr dafür.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon frems » Sa 23. Feb 2019, 16:29

Ist U-Bahn-Fahren also gefährlich? Nein. Statistisch gesehen ist die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, im öffentlichen Nahverkehr zehnmal geringer als auf offener Straße, heißt es bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). 914 Millionen Fahrgastfahrten verbuchte die BVG im Jahr 2006 in ihren Bussen und Bahnen. Dem stehen rund 22.000 Straftaten gegenüber, vom Taschendiebstahl bis zum Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
http://www.welt.de/regionales/berlin/ar ... ahren.html

Das Paradox, dem sich Verkehrsunternehmen gegenüber gestellt sehen, besteht darin, dass Kriminalität heute auch im ÖPNV statistisch rückläufig ist, gleichzeitig das Unsicherheitsgefühl von Fahrgästen aber kontinuierlich zunimmt (zum sog. Kriminalitätsfurcht-Paradoxon vgl. Dost 2005, 26-29; LKA NRW 2006, 5f). Das subjektive Sicherheitsgefühl basiert nicht auf tatsächlich erlebter Kriminalität, sondern resultiert u.a. aus der „öffentlichen Meinung“, die wesentlich durch die Medien produziert und vermittelt wird (vgl. LKA NRW 2006, 6f; Pfeiffer et al. 2004).
http://images.vbb.de/assets/downloads/file/12347.pdf

Die Hysterie ist entweder nur eingebildet, z.B. durch einen sehr selektiven Medienkonsum. Oder es ist einfach nur Selbstbetrug, um die Nichtnutzung in Worte zu fassen.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 1. Mär 2019, 01:12

CCTV in allen Wagons und was sich in Sydney bewaehrt hat sind vor alem Nachts patroullierte Sicherheitsbereiche auf den Bahnsteigen und speziell gekennzeichnete Wagons in denen Sicherheitspersonal mitfaehrt.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Benutzername » Fr 1. Mär 2019, 01:23

Warum sollte ich mit stinkenden, lauten, fremden Menschen in einem Bus/Zug sitzen und von A nach B fahren, wenn ich das ganz bequem ohne Belästigung mit dem Auto machen kann? Es gibt keinen logischen Grund warum ich so bescheuert sein sollte. Ich bin einmal mit der Familie mit dem Zug shoppen gefahren. Nie wieder. Es war laut, es hat gestunken und ich musste mich auch von einem Typen blöde anmachen lassen, weil ich geguckt habe. Der Typ hat mich doch tatsächlich gefragt warum ich ihn angucke. Warum gucke ich wohl jemanden an, wenn er laut mit seinem Handy Musik hört? Ich habe nicht nur geguckt. Ich habe ihm auch gebeten, dass er seine Musik aus macht. Da wurde er frech. Um nicht als Nazi zu gelten, weil der Typ Ausländer/Migrant war, habe ich mich zurück gehalten. Ein anderer Ausländer/Migrant hat dem Typen, dann klar gemacht, dass er sein Maul halten soll und die Musik aus machen soll. Als Deutscher hätte ich mir so etwas nicht leisten dürfen.

Nein Danke. Ich fahre mit dem Auto.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Teeernte » Fr 1. Mär 2019, 01:27

frems hat geschrieben:(23 Feb 2019, 16:29)

Ist U-Bahn-Fahren also gefährlich? Nein. Statistisch gesehen ist die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, im öffentlichen Nahverkehr zehnmal geringer als auf offener Straße, heißt es bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). 914 Millionen Fahrgastfahrten verbuchte die BVG im Jahr 2006 in ihren Bussen und Bahnen. Dem stehen rund 22.000 Straftaten gegenüber, vom Taschendiebstahl bis zum Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
http://www.welt.de/regionales/berlin/ar ... ahren.html

Das Paradox, dem sich Verkehrsunternehmen gegenüber gestellt sehen, besteht darin, dass Kriminalität heute auch im ÖPNV statistisch rückläufig ist, gleichzeitig das Unsicherheitsgefühl von Fahrgästen aber kontinuierlich zunimmt (zum sog. Kriminalitätsfurcht-Paradoxon vgl. Dost 2005, 26-29; LKA NRW 2006, 5f). Das subjektive Sicherheitsgefühl basiert nicht auf tatsächlich erlebter Kriminalität, sondern resultiert u.a. aus der „öffentlichen Meinung“, die wesentlich durch die Medien produziert und vermittelt wird (vgl. LKA NRW 2006, 6f; Pfeiffer et al. 2004).
http://images.vbb.de/assets/downloads/file/12347.pdf

Die Hysterie ist entweder nur eingebildet, z.B. durch einen sehr selektiven Medienkonsum. Oder es ist einfach nur Selbstbetrug, um die Nichtnutzung in Worte zu fassen.


Grossraumwaggons.... man sieht jede mögliche "Bedrohung".

und ......ACHTUNG - “Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt!” trägt DEUTLICH zur Beruhigung bei.

Kriminalität an Bahnhöfen nimmt stark zu - HAZ Polizeistatistik: Kriminalität an Bahnhöfen steigt deutlich - WELT Kriminalität in der Berliner U-Bahn - Karte und Statistik - News von WELT
Deutschland: Kriminalität an Bahnhöfen steigt deutlich an - SPIEGEL ...Berlin: Jugendliche schlagen Bahn-Mitarbeiter brutal zusammen - FAZ Kriminalität: Millionenkosten durch Beschädigungen an Bus und Bahn ...

Ich fahre gerne Bahn..... also der Teil wo eine 1 dran steht.


...und nebenbei - der Weg zum Zug ist meistens der gefährlichere Teil .....die letzte "Meile"....


Nur an einem der Bahnhöfe ist die Zahl der Straftaten niedriger als vor fünf Jahren: in Düsseldorf. Das zeigen detaillierte Zahlen der Bundespolizei sowie der Landespolizei. In Frankfurt hat sich die Zahl der erfassten Rauschgiftdelikte in fünf Jahren mehr als verdreifacht, in Berlin ist die Zahl der Diebstähle rasant gestiegen, in Hannover verzeichnete die Bundespolizei insgesamt 61 Prozent mehr Straftaten als noch 2011.

"An manchen Bahnhöfen ist ein Zustand erreicht, in dem sich der Bürger nicht mehr sicher fühlen kann", warnt Ernst Walter, Vorsitzender der DPolG-Bundespolizeigewerkschaft.

Hinzu kommt eine oft enorm unangenehme Atmosphäre an den Bahnhöfen. In München etwa mussten sich Reisende zuletzt immer wieder den Weg durch einen Pulk betrunkener Männer bahnen. Eine Rollstuhlfahrerin berichtet, auf der Wache habe man ihr geraten, sie solle abends besser nicht im Hauptbahnhof sein: "zu gefährlich"

"Die zunehmende Verrohung der Gesellschaft ist an den Hauptbahnhöfen ganz besonders zu spüren", sagt Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP)..


Rückgang ? auf niedriges Niveau von 2011 ....???
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon frems » Sa 2. Mär 2019, 22:23

Benutzername hat geschrieben:(01 Mar 2019, 01:23)

Warum sollte ich mit stinkenden, lauten, fremden Menschen in einem Bus/Zug sitzen und von A nach B fahren, wenn ich das ganz bequem ohne Belästigung mit dem Auto machen kann? Es gibt keinen logischen Grund warum ich so bescheuert sein sollte. Ich bin einmal mit der Familie mit dem Zug shoppen gefahren. Nie wieder. Es war laut, es hat gestunken und ich musste mich auch von einem Typen blöde anmachen lassen, weil ich geguckt habe. Der Typ hat mich doch tatsächlich gefragt warum ich ihn angucke. Warum gucke ich wohl jemanden an, wenn er laut mit seinem Handy Musik hört? Ich habe nicht nur geguckt. Ich habe ihm auch gebeten, dass er seine Musik aus macht. Da wurde er frech. Um nicht als Nazi zu gelten, weil der Typ Ausländer/Migrant war, habe ich mich zurück gehalten. Ein anderer Ausländer/Migrant hat dem Typen, dann klar gemacht, dass er sein Maul halten soll und die Musik aus machen soll. Als Deutscher hätte ich mir so etwas nicht leisten dürfen.

Nein Danke. Ich fahre mit dem Auto.

Geschichten aus dem Paulanergarten. :D

Teeernte hat geschrieben:...und nebenbei - der Weg zum Zug ist meistens der gefährlichere Teil .....die letzte "Meile"....

Ist ja schon verlinkt worden. Auf offener Straße hat man ein x-fach höheres Risiko, Opfer von Kriminalität zu werden, im Vergleich zum ÖPNV.
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon jack000 » Do 11. Apr 2019, 13:21

Randalierer im Zug: Aggressionserkennung durch KI

KI kann Radaubrüder in der Bahn erkennen und weitermelden. Das ist aber erst der Anfang von digitaler Bahntechnik.

Krawallmacher, Betrunkene, frustrierte Fußballfans: Wer Bahn fährt, hat nicht immer angenehme Mitreisende. In Zügen in Berlin soll künftig Software Alarm schlagen, wenn Menschen im Waggon aneinandergeraten, mithilfe eines Aggressionserkennungssystems. Große Lautstärke, schnelle Bewegungen – deuten sie auf Angriffe hin, bekommt die Leitstelle Bescheid. Das System ist nur ein Beispiel dafür, wie Digitaltechnik und Künstliche Intelligenz (KI) das Bahnfahren verändern.

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 2dbupLAh-U
Im Prinzip ja nicht schlecht, aber nehmen wir an das System stellt Gewalt fest, was dann?
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Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Kleinlok » Do 11. Apr 2019, 17:26

jack000 hat geschrieben:(11 Apr 2019, 13:21)

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 2dbupLAh-U
Im Prinzip ja nicht schlecht, aber nehmen wir an das System stellt Gewalt fest, was dann?


Ich sehe es als lächerlich, was da versucht wird. Das Klima in den öffentlichen Verkehrsmitteln hat sich auf Grund einer Vielzahl von gesellschaftlichen Problemen verschlechtert und ein Ende dieses ungesunden Trend ist m.E. nicht absehbar. Nun soll eine kalte anoyme technische Weiterentwicklung zur Lösung eines Problems beitragen, wobei die Technikgläubigkeit der hier beteiligten Technokraten eher als Teil als denn als Lösung des Problems begriffen werden kann.
Aldemarin
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Registriert: Mi 19. Feb 2014, 18:17

Re: Sicherheit im ÖPNV - Wie umzusetzen?

Beitragvon Aldemarin » Mi 26. Jun 2019, 14:28

Schwarzfahren aus Versehen oder Fahrlässigkeit soll entweder unmöglich gemacht werden oder nicht den vollen Bußgeldsatz nach sich ziehen. Auch sollte man entweder die 1. Klasse abschaffen oder es leichter machen, zur 1. Klasse upzugraden oder zur 2. Klasse downzugraden. Ersteres könnte man durch spezielle "Upgrade-Tickets" realisieren. Auch sollten Mehrfachkarten flexibler werden: es sollte nur noch einen Typ geben und wer mehrere Zone durchfährt, muß entsprechend viele Abschnitte verwenden.

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