Flughafen Berlin Brandenburg

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Cobra9
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Cobra9 » Fr 10. Mai 2019, 11:57

Orbiter1 hat geschrieben:(10 May 2019, 11:46)

Vielleicht kann man ja noch ein paar hunderttausend Tonnen Granit im BER verbauen. Dann halten auch die Dübel. :D



Abreisen, neu bauen. Fast alle Innenwände sind betroffen
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 10. Mai 2019, 13:08

Cobra9 hat geschrieben:(10 May 2019, 11:57)

Abreisen, neu bauen. Fast alle Innenwände sind betroffen

:p
Dazu müsste man aber erst mal anreisen können ...
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 10. Mai 2019, 13:23

Es wird eine Menge über Dübelsorten, Kabelbeschriftungen und Baustoffarten berichtet. Aber was das eigentliche strukturelle, systematische und evtl. auch politische Problem dahinter ist, erschließt sich mir noch immer nicht. Gut. Es gibt zahlreiche Artikel nach dem Muster "Wenn Politiker einen Flughafen bauen". Das besagt so aber auch nicht so sehr viel, denn immer gibt es Auftraggeber und Auftragnehmer. Ich habe auch kürzlich den Austausch einer Gastherme beauftragt und baue die neue keineswegs selbst ein. Wenn dann liegt das Problem doch meist bei der Art und Weise der Auftragsvergabe, oder?
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 10. Mai 2019, 17:15

Könnte man das Gelände nicht den USA als Zielübungsplatz für Bomber zur Miete anbieten? Dann hätte man zumindest einen kleinen Geldrückfluss und spart die Abrisskosten.
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Orbiter1 » Fr 10. Mai 2019, 17:43

Nach meinem Verständnis handelt es sich beim BER inzwischen um eine klassische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit der sich einige Leute in Lohn und Brot bringen lassen. Der muß dann auch nicht fertig werden. Hauptsache es gibt immer was zu tun. Mal etwas bauen und istallieren und dann wieder abreißen wenn es nicht den Vorschriften entspricht oder inzwischen saniert werden muß. Der BER hat ja bereits einige Jahre auf dem Buckel, da sind Sanierungsmaßnahmen unvermeidbar. Vielleicht kann man ja an anderer Stelle noch einen Flughafen bauen, falls Berlin tatsächlich einen braucht. Zumindest mit der Planung sollte man dann aber langsam loslegen.
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Teeernte » Fr 10. Mai 2019, 17:54

Orbiter1 hat geschrieben:(10 May 2019, 17:43)

Nach meinem Verständnis handelt es sich beim BER inzwischen um eine klassische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit der sich einige Leute in Lohn und Brot bringen lassen. Der muß dann auch nicht fertig werden. Hauptsache es gibt immer was zu tun. Mal etwas bauen und istallieren und dann wieder abreißen wenn es nicht den Vorschriften entspricht oder inzwischen saniert werden muß. Der BER hat ja bereits einige Jahre auf dem Buckel, da sind Sanierungsmaßnahmen unvermeidbar. Vielleicht kann man ja an anderer Stelle noch einen Flughafen bauen, falls Berlin tatsächlich einen braucht. Zumindest mit der Planung sollte man dann aber langsam loslegen.


Sozialismus ? ...damit hat Ost und West Berlin Ahnung.

Berlin WEST hat doch sofort den Grossen Flughafen für Rollschuhfahrten freigegeben - und dass lässt sich nieeeee wieder Rückgängig machen.

Die beiden grossen Russenflughäfen .....einen hat die Bundeswehr ....und den anderen hat man mit Solarpanelen gefördert versiegelt.

Wir bauen auf und reissen nieder ....so ham wa arbeit immer wieder....

Die Landebahn ist abgesunken... die Spritleitungen im Beton gebrochen und die Kabel müssten dringend mal erneuert werden... :D :D :D

Vielleicht hilft ein ICE Anschluss nach Leipzig ?

Wir ärgern uns ja nur - weil wir da kein Geld von ab bekommen.... ??
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Cobra9 » Fr 10. Mai 2019, 18:36

Teeernte hat geschrieben:(10 May 2019, 17:54)

Sozialismus ? ...damit hat Ost und West Berlin Ahnung.

Berlin WEST hat doch sofort den Grossen Flughafen für Rollschuhfahrten freigegeben - und dass lässt sich nieeeee wieder Rückgängig machen.

Die beiden grossen Russenflughäfen .....einen hat die Bundeswehr ....und den anderen hat man mit Solarpanelen gefördert versiegelt.

Wir bauen auf und reissen nieder ....so ham wa arbeit immer wieder....

Die Landebahn ist abgesunken... die Spritleitungen im Beton gebrochen und die Kabel müssten dringend mal erneuert werden... :D :D :D

Vielleicht hilft ein ICE Anschluss nach Leipzig ?

Wir ärgern uns ja nur - weil wir da kein Geld von ab bekommen.... ??



Neid auf Berlin ? Warten wir mal S21 ab
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Teeernte » Fr 10. Mai 2019, 20:17

Cobra9 hat geschrieben:(10 May 2019, 18:36)

Neid auf Berlin ? Warten wir mal S21 ab


Nö ....ich war da schon ....>> Mobilfunkkabel//Anlage (Eine für Alle) ... ist aber schon eine gute Weile her.

S21 - warten WIR es ab... :D :D :D
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Cobra9 » Fr 10. Mai 2019, 20:52

Teeernte hat geschrieben:(10 May 2019, 20:17)

Nö ....ich war da schon ....>> Mobilfunkkabel//Anlage (Eine für Alle) ... ist aber schon eine gute Weile her.

S21 - warten WIR es ab... :D :D :D


Der BER ist für mich eine Bauruine
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Teeernte » Fr 10. Mai 2019, 21:17

Cobra9 hat geschrieben:(10 May 2019, 20:52)

Der BER ist für mich eine Bauruine


..und für alle die da arbeiten auch. Aber das war vorherzusehen.

Adolf wollte gross Germania bauen ----Speer hat den Baugrund geprüft.... https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerbelastungskörper

Man kennt den Baugrund sehr genau. ....und auch wie grosse Baukörper - wie zB. eine Landebahn - sich verhalten....

Die "kleinen" Ungereimtheiten - kein verantwortlicher Architekt für "externe" Kabel>>Brandschutz/Verlegung>>Tröge/Verlauf (Temperatur im Kabelbündel, Redundanz...Raum für KAbel...)

Bis hin zu den technischen Patzern... >> Hochwasser >> Wasser in den Kabeln/Armaturen...

Von den anderen Fachgebieten hab ich auch Kenntnis - möchte dazu aber keine Ausführungen machen.
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon unity in diversity » Sa 11. Mai 2019, 05:42

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 May 2019, 13:23)

Es wird eine Menge über Dübelsorten, Kabelbeschriftungen und Baustoffarten berichtet. Aber was das eigentliche strukturelle, systematische und evtl. auch politische Problem dahinter ist, erschließt sich mir noch immer nicht. Gut. Es gibt zahlreiche Artikel nach dem Muster "Wenn Politiker einen Flughafen bauen". Das besagt so aber auch nicht so sehr viel, denn immer gibt es Auftraggeber und Auftragnehmer. Ich habe auch kürzlich den Austausch einer Gastherme beauftragt und baue die neue keineswegs selbst ein. Wenn dann liegt das Problem doch meist bei der Art und Weise der Auftragsvergabe, oder?


Du mußt dein Projekt deutschlandweit, oder noch besser europaweit, ausschreiben. Bei eintreffenden Angeboten, Referenzen ungelesen beiseite legen, weil deren Lektüre deinen Charakter verdirbt. Du sollst nämlich nicht den besten, sondern den billigsten Anbieter auswählen.
Zu dem nimmst du Kontakt auf und erwartest die Auftragsbestätigung.
Wir danken Ihnen für den erteilten Auftrag und schicken unseren Mitarbeiter am, um zu ihnen.
Der wandert ziel- und planlos durch dein Haus.
Was machen sie gerade?
Ich prüfe die baulichen Gegebenheiten und die richtige Lage der Anschlüsse.
Die Therme kann an diese Stelle.
Ich will sie aber hier her haben.
Das geht nur mit Aufpreis, oder sie bestellen eine geeignete Therme bei unserer Partnerfirma H. Lunke.
Ist gut, wann kommt der Monteur?
Morgen kommt eine Partnerfirma und bohrt Löcher für die Dübel.
Fertig, morgen kommt ein Mitarbeiter, der die Therme anbringt.
Oh, für diese Löcher haben wir keine geeigneten Schrauben und Dübel.
Aber, ich weiß, wer welche hat…
…hier ist der stabilere Standort, nur einige Kabel und Rohre müssen verlegt werden…
Und wenn dein Haus derweil nicht eingestürzt ist, engagieren sie sich heute noch für deine Therme.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Teeernte » Sa 11. Mai 2019, 08:03

Cobra9 hat geschrieben:(10 May 2019, 11:11)

Wie kann man nur solche Fehler machen ?



Die Kabeltrassen im Schacht sind teilweise in Kalksandsteinwänden montiert, die eine solche Last nicht tragen dürfen, berichtet ein Insider gegenüber Kontraste und rbb24. Denn Kalksandstein ist porös und kann bei zu großen Lasten ebenso wie im Brandfall platzen. "Kein Dübel kann in so einem Mauerwerk die Last der Kabeltrassen tragen. Wenn dort ein Brand ausbricht, ist es noch schlimmer, da platzen die Steine auf. Das darf nicht sein."

https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... l-101.html


Einen Grossteil der Kabel hat der Architekt nicht geplant, da nicht "Flughafenrelevant" ....also Kabel für BOS, Telekommunikation (Mobilfunk, Antennen.. Strom) .

Beauftragt sind nur die "arbeiten" .....das Kabel von "A" nach "B". Verantwortlich für den Flughafen ist hier in dem Fall die Firma O2 für ALLE Mobilfunker.

Problem >> es gibt keine geplanten Kabeltrageinrichtungen (Tröge, KAbelschienen, Rohrzugtrassen, Wand-Durchbrüche, ....) - für diese Planung benötigt man die Originalpläne, der Architekt des Flughafens will dafür Geld, für Ihn sind DIE Kabel nicht im Auftrag.

Also .....Kabel LANG und DUUUUURCH. HAch da ist eine Kabeltrasse - rein DA . Die ist nun überfüllt ? Macht nichts - die KAbel ...lang schwarz kennt ja eh keiner. Es kommt zu Überhitzungen im Kanal, Kabelquetschungen...Deckel gehen nicht mehr zu.

Der REST ? DA LANG. Woher soll der Mechaniker WISSEN - dass er DA nicht anbohren darf ? ....der hat ja auch das Loch durch den Träger da gebohrt ....und das KAbel dort schnell noch hinter den Gipskarton geschmissen.

So ein Kabel hat "Brandlast" ... da in der Ausschreibung aber nur stand >> Chlorfrei ....gab es eben chlorfreie Billigkabel ...bei denen der Kohleanzünder schlechter brennt.

Der Fehler .....der (erste...zweite) Architekt ist nicht für alle Arbeiten im Gebäude verantwortlich. >> Die Flughafengesellschaft "funkt" da rein...

Die Architekten sollen schuld daran sein, dass die Entrauchungsanlage nicht funktioniert und auf der Baustelle alles drunter- und drübergeht. Damals, als der BER noch Prestige und Ehre versprach, als sich die Politiker und Flughafenchefs bei Spatenstich und Richtfest im Blitzlichtgewitter drängelten, hielten sich Nienhoff und Paap in der zweiten Reihe. Jetzt kämpfen die Architekten ums Überleben – um den Ertrag vieler Jahre Arbeit, ihren guten Ruf und vor allem sehr viel Geld. Im vergangenen Mai, unmittelbar nach einem abendlichen Besprechungstermin mit dem damaligen Flughafenchef Rainer Schwarz, hatte die Flughafengesellschaft der Planungsgemeinschaft gekündigt und die beteiligten Architekturbüros gmp und JSK auf 80 Millionen Euro Schadensersatz verklagt. Ein Irrsinn, sagt Nienhoff. „Wir könnten jetzt in Schönefeld on Air, also in Betrieb sein.“

„Wir sind Architekten. Wir heben keine Naturgesetze auf!“ Und Nienhoff schimpft: „Deutschland hatte schon immer 80 Millionen Fußball-Bundestrainer; inzwischen sind mindestens 40 Millionen BER-Planer dazugekommen.“

Zum Beweis zieht er eine Grafik aus dem Papierstapel und zeigt, wie der Rauch bei einem Brand in der Haupthalle abziehen würde, nach oben durch Klappen im Dach. Nur in den unteren Ebenen werde der Rauch erst zur Seite und dann an die Oberfläche gelenkt.




1500 Firmen aus ganz Europa, 5000 Bauarbeiter sowie 300 Architekten und Ingenieure waren am Bau des BER beteiligt. Teile davon an den Architekten VORBEI.

Da prüft dann eben keiner die Lage des Kabels, den Brandschutz die Redundanz (gehen zB die elektrischen Türen noch auf wenn das Klolichtkabel abbrennt ? ...Nicht. Naja.)
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon unity in diversity » Sa 11. Mai 2019, 13:10

Cobra9 hat geschrieben:(10 May 2019, 20:52)

Der BER ist für mich eine Bauruine

Ich schlage vor, den BER unter Denkmalschutz zu stellen, gewidmet von der Freizeitstatue.
Denn, wo soviel Unsinn möglich ist, blamiert sich jeder, der noch einer ehrlichen Arbeit nachgeht.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Fliege » Sa 11. Mai 2019, 13:32

Cobra9 hat geschrieben:(10 May 2019, 20:52)
Der BER ist für mich eine Bauruine

Daher:
1. Hinauswurf Berlins aus dem Länderfinanzausgleich;
2. Entzug der Hauptstadtfunktion;
3. Ausrufung des Notstandes für die Stadt Berlin.

:thumbup:
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon unity in diversity » Sa 11. Mai 2019, 13:51

Fliege hat geschrieben:(11 May 2019, 13:32)

Daher:
1. Hinauswurf Berlins aus dem Länderfinanzausgleich;
2. Entzug der Hauptstadtfunktion;
3. Ausrufung des Notstandes für die Stadt Berlin.

:thumbup:

Merkel ist die Ursache.
Standgericht, oder rechtsstaatliches Verfahren?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Fliege » Sa 11. Mai 2019, 14:03

unity in diversity hat geschrieben:(11 May 2019, 13:10)
Ich schlage vor, den BER unter Denkmalschutz zu stellen

Ich glaube, wir beide meinen dasselbe. :D
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Skeptiker » Sa 11. Mai 2019, 14:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 May 2019, 13:23)
Es wird eine Menge über Dübelsorten, Kabelbeschriftungen und Baustoffarten berichtet. Aber was das eigentliche strukturelle, systematische und evtl. auch politische Problem dahinter ist, erschließt sich mir noch immer nicht. Gut. Es gibt zahlreiche Artikel nach dem Muster "Wenn Politiker einen Flughafen bauen". Das besagt so aber auch nicht so sehr viel, denn immer gibt es Auftraggeber und Auftragnehmer. Ich habe auch kürzlich den Austausch einer Gastherme beauftragt und baue die neue keineswegs selbst ein. Wenn dann liegt das Problem doch meist bei der Art und Weise der Auftragsvergabe, oder?

Ich zitiere mal aus dem Wikipedia-Artikel:
Am 8. Mai 2012 sagte die Flughafengesellschaft den für den 3. Juni 2012 geplanten Eröffnungstermin wegen „technischer Probleme bei der Brandschutztechnik“ ab und kündigte an, dass der Flughafen „nach den Sommerferien an den Start“ gehen würde.
Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Verschiebung waren nach Angaben der Betreiber 95 Prozent der Gebäude fertiggestellt sowie noch nicht alle Probleme mit der IT gelöst. Angekündigt war die Eröffnung ab 3. Juni 2012 durch Ministerpräsident Matthias Platzeck und den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit mit den Worten: „Und 2012 heißt es dann Start frei für einen der modernsten Flughäfen weltweit.“
Am 23. Mai 2012 kündigte die Flughafengesellschaft der Planungsgemeinschaft Berlin-Brandenburg International (pg bbi) fristlos. Beobachter sehen als Ursache für die zahlreichen Kosten- und Terminüberschreitungen weitreichende Fehler, unter anderem eine unzureichende Managementstruktur, eine mangelhafte Bauüberwachung, ein mangelhaftes Krisenmanagement, die Besetzung des Aufsichtsrats mit weitgehend fachfremden Politikern und Arbeitnehmervertretern, aber auch eine unzureichende Budgetplanung und Fehler bei den Ausschreibungen. Der gekündigte technische Leiter, Manfred Körtgen, sei auf der Baustelle vielfach nicht anwesend gewesen und habe neben seiner Arbeit eine Dissertation verfasst. Laut Insidern habe es nie eine Bauleitung mit Überblick gegeben. Als neuen Eröffnungstermin nannte die Flughafengesellschaft nunmehr den 17. März 2013.

Ohne dazu nun etwas konkretes zu recherchieren sind mir aus der Zeit Aussagen bekannt, dass die beteiligten Firmen garnicht die Kompetenzen für derartige Tätigkeiten hatten. Dann können Kleinigkeiten (falsche Dübel, falsches Baumaterial) eben desaströse Folgen haben - kein Zufall.
Das zu erkennen muss man auch einem Management und einer technischen Bauleitung zutrauen.
Dass also die Leitung vollkommen inkompetent ist, müsste der politischen Planungeebene auffallen, die aber leider fachlich vollkommen ahnungslos war. Und da liegt eben der Hund begraben.

Eine Aufsichtsebene muss eben völlige Inkompetenz zu irgendeinem Zeitpunkt erkennen. Stattdessen hat man sich offensichtlich darauf beschränkt immer weitere Forderungen und Änderungen einzukippen, wodurch der ohnehin überforderten Bauleitung die Dinge offensichtlich entglitten sind.

Für mich ein Versagen von ganz oben bis ganz unten. Eine Bauleitung zu installieren, die der Sache nicht gewachsen, und privat abgelenkt ist (!), das ist unverzeihlich. Mittlerweile sieben Jahre rumzueiern ohne das Gefühl zu bekommen dass das jemand in die Nutzung übergeht, das ist schlicht ein Skandal ohne gleichen. Das hat mit bautypischen Fehlern nichts mehr zu tun.
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Skeptiker » Sa 11. Mai 2019, 15:15

unity in diversity hat geschrieben:(11 May 2019, 13:10)
Ich schlage vor, den BER unter Denkmalschutz zu stellen, gewidmet von der Freizeitstatue.
Denn, wo soviel Unsinn möglich ist, blamiert sich jeder, der noch einer ehrlichen Arbeit nachgeht.

Vielleicht wäre es auch einträglich daraus eine Art Gruselkabinett zur Veranschaulichung von Fehlern im Bauwesen zu machen. Da könnte man dann tatsächlich Eintritt verlangen.

Ich stelle mir vor ein Bild des Verantwortlichen mit einer Bescheibung wie: "Hier wurden von Firma XYZ Dübel aus Kunststoff eingesetzt, welche den Anforderungen nach EN … nicht gerecht werden. Der Monteur hatte keine Ahnung, so wie die Firma. Die Bauleitung war an der Uni. Schaden … Mio €. Rückbaumaßname … ". Und hier geht es weiter zum nächsten Totalversagen …
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Fliege » Sa 11. Mai 2019, 15:24

Skeptiker hat geschrieben:(11 May 2019, 14:59)
Für mich ein Versagen von ganz oben bis ganz unten. Eine Bauleitung zu installieren, die der Sache nicht gewachsen, und privat abgelenkt ist (!), das ist unverzeihlich. Mittlerweile sieben Jahre rumzueiern ohne das Gefühl zu bekommen dass das jemand in die Nutzung übergeht, das ist schlicht ein Skandal ohne gleichen. Das hat mit bautypischen Fehlern nichts mehr zu tun.

Angesichts des Versagens auf allen Ebenen (wobei gilt: der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken), plädiere ich für sofortige Beerdigung des Projektes und dafür, Berlin seinem selbst verschuldeten Schicksal als größtes Shit-Hole Deutschlands zu überlassen.

In der Frankfurter Allgemeinen Online-Zeitung findet sich heute das Zitat: "Wer auf dem Berliner Flughafen landet, wird sich die Frage stellen, ob er nicht in einem Schwellenland angekommen ist"; "warum Deutschland noch nicht einmal in überschaubarer Zeit Flughäfen, Brücken oder U-Bahnen bauen kann"; und "wo das Geld dafür geblieben ist".
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Flughafen Berlin Brandenburg

Beitragvon Skeptiker » Sa 11. Mai 2019, 17:13

Fliege hat geschrieben:(11 May 2019, 15:24)
Angesichts des Versagens auf allen Ebenen (wobei gilt: der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken), plädiere ich für sofortige Beerdigung des Projektes und dafür, Berlin seinem selbst verschuldeten Schicksal als größtes Shit-Hole Deutschlands zu überlassen.

In der Frankfurter Allgemeinen Online-Zeitung findet sich heute das Zitat: "Wer auf dem Berliner Flughafen landet, wird sich die Frage stellen, ob er nicht in einem Schwellenland angekommen ist"; "warum Deutschland noch nicht einmal in überschaubarer Zeit Flughäfen, Brücken oder U-Bahnen bauen kann"; und "wo das Geld dafür geblieben ist".

Es ist sicher sinnvoll zu überlegen wer für den ganzen Schaden aufkommen muss. Naturgemäß wird das eh beim Steuerzahler landen, die Frage ist nur welchem. Da sollte es nach Verschulden gehen. Ich würde also mal in den Aufsichtsrat schauen.

Viel wichtiger wäre aber in meinen Augen vorbehaltslos zu prüfen welche Konsequenzen man für zukünftige Großprojekte ziehen muss. In meinen Augen könnte eine wesentliche Maßnahme sein, die Auftraggeberseite von der Kontrolle der Bauaufsicht/Technischen Leitung zu trennen und sicherzustellen, dass die Kontrolle der Bauaufsicht aus anerkannten Experten besteht. In meinen Augen dürfte auch im laufenden Bauprojekt von der Seite der Auftraggeber nicht nachgefordert werden, ohne dass die fachlichen Instanzen das geprüft und abgesegnet haben. Also müssen diese Kontrollinstanzen auch Unabhängigkeit vom Auftraggeber haben, um auch tatsächlich den Staat vor schädlichem Verhalten von Staatsdienern schützen zu können.

Wenn man sich allerdings vergegenwärtigt, dass beim BER, sowohl die Auftraggeber (als Aufsicht der technischen Leitung), als auch die Technische Leitung UND die ausführenden Betriebe versagt haben, dann muss man sich fragen wie man denn sicherstellen kann geeignete Experten zu finden, welche die technische Leitung beaufsichtigen. Inkompetenz scheint da ja über alle Ebenen weit verbreitet zu sein - ganz eben wie in einem Schwellenland.

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