Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Thomas I
Beiträge: 40287
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:03
Benutzertitel: EMPEREUR DES EUROPEENS

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Thomas I » Do 20. Okt 2011, 15:53

pikant » Do 20. Okt 2011, 14:50 hat geschrieben:die Mieten in den Fussgaengerzonen sind fast immer die Hoechsten.


Das mag vielleicht in einigen angesagten Städten so sein wie München, Berlin, Köln oder Hamburg. Aber in der Masse der "normalen Städten" wie Mannheim, Ludwugshafen, Mainz, Duisburg, Essen, Hannover, Ulm, Nürnberg oder Halle ist das nicht der Fall.
Gerade in den Städten zw. 100.000 und 300.000 Einbwohner gibt es da teils gravierende Leerstände.

pikant » Do 20. Okt 2011, 14:50 hat geschrieben:warum wohl?
kein vernuenftiger Mensch will dort wohnen, wo der Autoverkehr ist und schon gar nicht den Autoverkehr vor seiner Wohnung


Und so gut wie kein Mensch möchte dort wohnen wo er mit seinem Auto nicht hinkommt.
Zuletzt geändert von Thomas I am Do 20. Okt 2011, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon pikant » Do 20. Okt 2011, 15:58

Thomas I » Do 20. Okt 2011, 14:53 hat geschrieben:
Das mag vielleicht in einigen angesagten Städten so sein wie München, Berlin, Köln oder Hamburg. Aber in der Masse der "normalen Städten" wie Mannheim, Ludwugshafen, Mainz, Duisburg, Essen, Hannover, Ulm, Nürnberg oder Halle ist das nicht der Fall.
Gerade in den Städten zw. 100.000 und 300.000 Einbwohner gibt es da teils gravierende Leerstände.



Und so gut wie kein Mensch möchte dort wohnen wo er mit seinem Auto nicht hinkommt.


haben sie da einen Link oder eine Statistik

in Paris haben 53% der Bewohner gar kein Auto mehr - dort braucht man es nicht
sogar in der Umgebung von Paris haben 28% der Bevoelkerung ihr Auto abgeschafft - haben Sie den Link denn nicht gelesen

nun kommen die Elektroautos in den Verleih und die Autobesitzer in der Stadt werden nochmals zurueckgehen und das ist auch so beabsichtigt

http://www.autolib-paris.fr

hier koennen sie das Konzept durchlesen - grosse Geschichte - Buergermeister aus aller Welt haben sich schon fuer Dezember und die folgenden Monate angesagt, um dieses Konzept zu studieren mit Elektroautos vom Feinsten


nein Ihre Vorstellungen von einer Verkehrspolitik mit Parkraum vor dem Haus und das auch noch fuer den Zweitwagen sind sogar in der CDU veraltet und nur als rueckstaendig zu bezeichnen
im Saarland spriessen Fussgaengerzonen und verkehrsberuhigte Zonen nur so aus dem Boden - der Buerger will dies so und ist froh, wenn der Autolaerm und Dreck nicht mehr in sein Wohnzimmer reinkommt und er im Garten sich ungestoert unterhalten kann und nicht durch vorbeirasende Autos gestoert wird
Zuletzt geändert von pikant am Do 20. Okt 2011, 16:02, insgesamt 3-mal geändert.
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon pikant » Do 20. Okt 2011, 16:08

muss mich noch berichtigen zur Busfahrt Saarbruecken-Luxembourg

die Karten kosten fuer hin und zurueck nur 14 Euro
Monatskarte 120 Euro

billiger und ruhiger mit dem Bus geht es nun wirklich nicht

da ist das Auto reiner Luxus und Umweltverpestung und keine Alternative, wenn man in Saarbruecken wohnt und in Luxembourg arbeitet :thumbup:

Zudem kann man im Bus noch Dinge erledigen, telefonieren und im Internet jeten, was man als Autofahrer nicht kann!
zum Bus und einem guten Takt gibt es keine vernuenftige Alternative, sieht man mal von der Bahn ab!
Zuletzt geändert von pikant am Do 20. Okt 2011, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
Bukowski

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Bukowski » Do 20. Okt 2011, 16:13

pikant » Do 20. Okt 2011, 14:58 hat geschrieben:nein Ihre Vorstellungen von einer Verkehrspolitik mit Parkraum vor dem Haus und das auch noch fuer den Zweitwagen sind sogar in der CDU veraltet und nur als rueckstaendig zu bezeichnen


gartenzwerge halt.



Wie sagen gewisse modernisierungsfreudige Leutz immer so schön polemisch: "Früher hatten die Menschen auch Angst vor der Eisenbahn. -"

Heute haben sie Angst vor Elektroautos. :D
Zuletzt geändert von Bukowski am Do 20. Okt 2011, 16:15, insgesamt 2-mal geändert.
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon pikant » Do 20. Okt 2011, 16:22

Bukowski » Do 20. Okt 2011, 15:13 hat geschrieben:
gartenzwerge halt.



Wie sagen gewisse modernisierungsfreudige Leutz immer so schön polemisch: "Früher hatten die Menschen auch Angst vor der Eisenbahn. -"

Heute haben sie Angst vor Elektroautos. :D


das Gefaehrt ist vor allem in der Stadt sehr praktisch, macht keinen Laerm und schont die Ressourcen
leider wird der Strom noch nicht aus den Regenerativen kommen, aber das ist ein Nebeneffekt, den man verschmerzen kann!

das sehr schoene Auto kann mit einer Fuellung 250km weit fahren und ueber 60 Kommunen ausserhalb der grossen Stadt Paris sind mit dabei und installieren gerade auch ihre Verleihtankstellen mit Strom pur!

ich gehe davon, dass die 3200 Auto bei weitem nicht ausreichen werden und da innerhalb kurzer Zeit wohl verdoppelt und verdreifacht werden muss - die Nachfrage nach Infos ist heute schon riesengross!
Benutzeravatar
ToughDaddy
Beiträge: 36973
Registriert: Mi 18. Jun 2008, 16:41
Benutzertitel: Live long and prosper
Wohnort: Genau da

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon ToughDaddy » Do 20. Okt 2011, 16:25

Bukowski » Do 20. Okt 2011, 16:13 hat geschrieben:
gartenzwerge halt.



Wie sagen gewisse modernisierungsfreudige Leutz immer so schön polemisch: "Früher hatten die Menschen auch Angst vor der Eisenbahn. -"

Heute haben sie Angst vor Elektroautos. :D


Dein Unwissen brauchst nicht anders unter Beweis stellen. :rolleyes:
Benutzeravatar
Amun Ra
Beiträge: 9032
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 00:52
Benutzertitel: Fortuna favet fortibus.

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Amun Ra » Do 20. Okt 2011, 16:26

Thomas I » Do 20. Okt 2011, 15:53 hat geschrieben:Das mag vielleicht in einigen angesagten Städten so sein wie München, Berlin, Köln oder Hamburg. Aber in der Masse der "normalen Städten" wie Mannheim, Ludwugshafen, Mainz, Duisburg, Essen, Hannover, Ulm, Nürnberg oder Halle ist das nicht der Fall.
Gerade in den Städten zw. 100.000 und 300.000 Einbwohner gibt es da teils gravierende Leerstände.
...

Es ist sowieso mal wieder wunderbar absurd wie hier an einer Metropole wie Paris versucht wird zu argumentieren was sich überhaupt nicht auf die überwältigende Mehrheit der Städte und Gemeinden anwenden lässt. Natürlich funktioniert in einer Agglomeration wie Paris ein Leben ohne Auto. Das funktioniert im Vergleich zu Paris viel kleineren Berlin ja ebenfalls. Aber deswegen zu argumentieren es würde anderswo dann ebenfalls funktionieren ist schlichtweg absurd. Mein aufgebrachtes Beispiel Tübingen zeigt dies recht deutlich. Aber ich befürchte diese kleine aber relevante Tatsache ist den Befürworten der autofreien Wohngebiete bzw. Innenstädte schlichtweg egal.
'I find that offensive.' has no meaning; it has no purpose; it has no reason to be respected as a phrase. 'I am offended by that.' Well, so fucking what? - Stephen Fry
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon pikant » Do 20. Okt 2011, 16:55

ich sehe ueberhaupt nicht, wo das Problem liegt!

bei verkehrsberuhigten Zonen, meist in Wohngebiete ist das Parken vor der Haustuer oder in der eigenen Garage weiterhin moeglich, nur eben dass die Zone fuer die Anleger nur noch frei ist und es dort striktes Tempo30 und noch weniger gibt
diese Zonen finden den Beifall der Anwohner und werden begruesst und sogar in vielen Bezirken gefordert

in Fussgaengerzonen ist das Parken nicht erlaubt und man weicht eben auf Parkplaetze am Rande der Zone aus - meist sind dort in Form von Parkhauesern ausreichend Parkplaetze vorhanden - dem Buerger ist es doch zuzumuten 50 bis 100 Meter zu gehen, um sein Fahrzeug zu erreichen - dafuer hat er keinen Autolaerm mehr und muss die schlimmen Abgase nicht mehr einatmen - dies wird von der grossen Mehrheit auch begruesst

dass es einige Autobetonfreaks noch gibt, die in den 70er Jahren stehengeblieben sind und die autogerechte Stadt noch wollen, muss man hinnehmen, darf aber nicht dazu fuehren die Staedte und Kommunen vom Autoverkehr zu entlasten und die Stadt fuer den Buerger,, fuer den Fussgaenger, fuer den Radfahrer attraktiv zu gestalten und nicht fuer den Autobesitzer
Zuletzt geändert von pikant am Do 20. Okt 2011, 16:57, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Tantris
Beiträge: 37991
Registriert: So 22. Jun 2008, 09:13
Benutzertitel: Sihanoukville

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Tantris » Do 20. Okt 2011, 17:02

Amun Ra » Do 20. Okt 2011, 16:26 hat geschrieben:Es ist sowieso mal wieder wunderbar absurd wie hier an einer Metropole wie Paris versucht wird zu argumentieren was sich überhaupt nicht auf die überwältigende Mehrheit der Städte und Gemeinden anwenden lässt. Natürlich funktioniert in einer Agglomeration wie Paris ein Leben ohne Auto. Das funktioniert im Vergleich zu Paris viel kleineren Berlin ja ebenfalls. Aber deswegen zu argumentieren es würde anderswo dann ebenfalls funktionieren ist schlichtweg absurd. Mein aufgebrachtes Beispiel Tübingen zeigt dies recht deutlich. Aber ich befürchte diese kleine aber relevante Tatsache ist den Befürworten der autofreien Wohngebiete bzw. Innenstädte schlichtweg egal.


Ohne auto ist es natürlich schwieriger, erstmal morgens die kinder 6 km weit in den KiGa zu bringen, anschliessend zu arbeit in die andere richtung...
Aber, das ein leben ohne auto nicht möglich sei, ist auch etwas übertrieben. Der homo sapiens wurde für ein leben ohne auto konstruiert.

Andererseits gibts jede menge leute, die einen riesenwagen nur dafür zu verwenden, allein zur arbeit zu kommen, was sie mit anderen verkehrsmitteln billiger schaffen würden. Aber, man braucht ja sein auto...
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon pikant » Do 20. Okt 2011, 17:02

kurz zum Saarland

alle groessen Staedte Voelklingen, Saarlouis, Homburg, Neunkirchen, St.Ingbert, Saarbruecken usw. haben in ihrem Innenstadtbereich Fussgaengerzonen in den vergangenen Jahren installiert und das mit sehr grossem Erfolg
die Staedte sind attraktiver und lebenswerter geworden - der Buerger will immer mehr Fussgaengerzonen in seiner Stadt oder Gemeinde sehen

weniger Autos und mehr Radfahrer
weniger Gestank und mehr Lebensqualitaet
die Innenstaedte sind zum entspannen und richtig ruhig einkaufen da!
in einer Innenstadt muss man sich als Buerger wohl fuehlen und einfach den Alltag vergessen!
Zuletzt geändert von pikant am Do 20. Okt 2011, 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon pikant » Do 20. Okt 2011, 17:09

Tantris » Do 20. Okt 2011, 16:02 hat geschrieben:
Ohne auto ist es natürlich schwieriger, erstmal morgens die kinder 6 km weit in den KiGa zu bringen, anschliessend zu arbeit in die andere richtung...
Aber, das ein leben ohne auto nicht möglich sei, ist auch etwas übertrieben. Der homo sapiens wurde für ein leben ohne auto konstruiert.

Andererseits gibts jede menge leute, die einen riesenwagen nur dafür zu verwenden, allein zur arbeit zu kommen, was sie mit anderen verkehrsmitteln billiger schaffen würden. Aber, man braucht ja sein auto...


hat man hier ja im Thread zugegeben!

in der Flaeche ist ein Auto notwendig, weil dort auch die oeffentlichen Verkehrsmittel oft gar nicht oder nur ungenuegend vorhanden sind - keine Frage

in der Stadt sieht das schon wieder anders aus und in einer Grosstadt wie Berlin oder Paris sollte man auf sein Auto ganz verzichten!

kenne unzaehlige Leute, die zum Beispiel fuer einige Artikel zu kaufen mit dem Auto einen Kilometer ins Kaff fahren und dann wieder zurueck - fuer so was kann man das Fahrrad benutzen und tut was fuer sich und seine Umwelt

500m zum Tennisplatz mit dem Auto - 300m zum Sportplatz mit dem Auto usw!
sowas ist wirlich nicht notwendig und da kann jeder bei sich anfangen.........
Benutzeravatar
Amun Ra
Beiträge: 9032
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 00:52
Benutzertitel: Fortuna favet fortibus.

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Amun Ra » Do 20. Okt 2011, 17:11

Tantris » Do 20. Okt 2011, 17:02 hat geschrieben:Ohne auto ist es natürlich schwieriger, erstmal morgens die kinder 6 km weit in den KiGa zu bringen, anschliessend zu arbeit in die andere richtung...
Aber, das ein leben ohne auto nicht möglich sei, ist auch etwas übertrieben. Der homo sapiens wurde für ein leben ohne auto konstruiert.

Andererseits gibts jede menge leute, die einen riesenwagen nur dafür zu verwenden, allein zur arbeit zu kommen, was sie mit anderen verkehrsmitteln billiger schaffen würden. Aber, man braucht ja sein auto...

Viele - sehr viele Menschen sogar - brauchen heutzutage aber in der Tat ein Auto. Denn der ÖPNV ist abseits der Metropolen und der Großstädte einfach erbärmlich schlecht bzw. teilweise auch schlichtweg nicht vorhanden. Und wenn dann auch noch etwas ungewöhnliche Arbeitszeiten (Schichtbetrieb von früh morgens bis mittags bzw. von mittags bis spät abends) hinzukommen hat man erst recht ein ernstes Problem. Und mit dem "billiger" ist eben auch so eine Sache. "Billiger" ist der ÖPNV nur unter bestimmten Bedingungen, schneller aber meist definitiv nicht und bequemer schon gar nicht (wer in einer völlig überfüllten Straßenbahn mal wie eine Sardine eingequetscht fast eine halbe Stunde lang neben jemandem stehen durfte der gerochen hat wie jemand der seit gefühlten 20 Jahren keine Seife mehr gesehen hat versteht was ich damit meine...). Von der Flexibilität die vom heutigen Arbeitnehmer erwartet wird brauchen wir denke ich beim ÖPNV gar nicht erst anfangen zu diskutieren... ;)
'I find that offensive.' has no meaning; it has no purpose; it has no reason to be respected as a phrase. 'I am offended by that.' Well, so fucking what? - Stephen Fry
Benutzeravatar
ToughDaddy
Beiträge: 36973
Registriert: Mi 18. Jun 2008, 16:41
Benutzertitel: Live long and prosper
Wohnort: Genau da

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon ToughDaddy » Do 20. Okt 2011, 17:19

pikant » Do 20. Okt 2011, 16:55 hat geschrieben:ich sehe ueberhaupt nicht, wo das Problem liegt!

bei verkehrsberuhigten Zonen, meist in Wohngebiete ist das Parken vor der Haustuer oder in der eigenen Garage weiterhin moeglich, nur eben dass die Zone fuer die Anleger nur noch frei ist und es dort striktes Tempo30 und noch weniger gibt
diese Zonen finden den Beifall der Anwohner und werden begruesst und sogar in vielen Bezirken gefordert

in Fussgaengerzonen ist das Parken nicht erlaubt und man weicht eben auf Parkplaetze am Rande der Zone aus - meist sind dort in Form von Parkhauesern ausreichend Parkplaetze vorhanden - dem Buerger ist es doch zuzumuten 50 bis 100 Meter zu gehen, um sein Fahrzeug zu erreichen - dafuer hat er keinen Autolaerm mehr und muss die schlimmen Abgase nicht mehr einatmen - dies wird von der grossen Mehrheit auch begruesst

dass es einige Autobetonfreaks noch gibt, die in den 70er Jahren stehengeblieben sind und die autogerechte Stadt noch wollen, muss man hinnehmen, darf aber nicht dazu fuehren die Staedte und Kommunen vom Autoverkehr zu entlasten und die Stadt fuer den Buerger,, fuer den Fussgaenger, fuer den Radfahrer attraktiv zu gestalten und nicht fuer den Autobesitzer


Zumindest sieht man, wo Dein Problem ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsberuhigter_Bereich

Genau immer diese blöden Freaks. :rolleyes:
Benutzeravatar
Quatschki
Beiträge: 9589
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 09:14
Wohnort: rechtselbisch

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Quatschki » Do 20. Okt 2011, 17:21

Im Prinzip ist das mit den Autos in Deutschland ja mittlerweile auch ziemlich gesättigt.
Jeder kann nur ein Auto zugleich fahren
und es gibt demographisch bedingt weniger Fahranfänger als Rentner, die die Phase der intensiven Kfz-Nutzung verlassen.
Benutzeravatar
Tantris
Beiträge: 37991
Registriert: So 22. Jun 2008, 09:13
Benutzertitel: Sihanoukville

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Tantris » Do 20. Okt 2011, 17:23

Amun Ra » Do 20. Okt 2011, 17:11 hat geschrieben:Viele - sehr viele Menschen sogar - brauchen heutzutage aber in der Tat ein Auto. Denn der ÖPNV ist abseits der Metropolen und der Großstädte einfach erbärmlich schlecht bzw. teilweise auch schlichtweg nicht vorhanden. Und wenn dann auch noch etwas ungewöhnliche Arbeitszeiten (Schichtbetrieb von früh morgens bis mittags bzw. von mittags bis spät abends) hinzukommen hat man erst recht ein ernstes Problem. Und mit dem "billiger" ist eben auch so eine Sache. "Billiger" ist der ÖPNV nur unter bestimmten Bedingungen, schneller aber meist definitiv nicht und bequemer schon gar nicht (wer in einer völlig überfüllten Straßenbahn mal wie eine Sardine eingequetscht fast eine halbe Stunde lang neben jemandem stehen durfte der gerochen hat wie jemand der seit gefühlten 20 Jahren keine Seife mehr gesehen hat versteht was ich damit meine...). Von der Flexibilität die vom heutigen Arbeitnehmer erwartet wird brauchen wir denke ich beim ÖPNV gar nicht erst anfangen zu diskutieren... ;)


Klar, aufm land und so... ist es oft nicht zumutbar.

Aber:
Naja, wenn jeder einen meter dicken metalls um sich braucht, um sich vom gemeinen volk abzuheben, dann sind die strassen halt voll und nichts geht mehr.

Genau das habe ich mit "brauchen" gemeint:
Man "braucht" sein auto in der stadt eben nicht als verkehrsmittel. Sondern als spielzeug, statussymbol und dergl. Und wegen dieses spieltriebes, dieses statusdenken etc. geht im strassenverkehr zeitweise gar nichts mehr.

Und das ist halt etwas, was nicht jeder einsieht. Manche wollen einfach nur fortkommen und nicht wegen der komplexe andere lange rumwarten. Die strasse ist kein laufsteg.
Benutzeravatar
Amun Ra
Beiträge: 9032
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 00:52
Benutzertitel: Fortuna favet fortibus.

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Amun Ra » Do 20. Okt 2011, 17:36

Tantris » Do 20. Okt 2011, 17:23 hat geschrieben:Klar, aufm land und so... ist es oft nicht zumutbar.

Aber:
Naja, wenn jeder einen meter dicken metalls um sich braucht, um sich vom gemeinen volk abzuheben, dann sind die strassen halt voll und nichts geht mehr.

Genau das habe ich mit "brauchen" gemeint:
Man "braucht" sein auto in der stadt eben nicht als verkehrsmittel. Sondern als spielzeug, statussymbol und dergl. Und wegen dieses spieltriebes, dieses statusdenken etc. geht im strassenverkehr zeitweise gar nichts mehr.

Und das ist halt etwas, was nicht jeder einsieht. Manche wollen einfach nur fortkommen und nicht wegen der komplexe andere lange rumwarten. Die strasse ist kein laufsteg.

Ich habe nicht umsonst das Beispiel Tübingen eingebracht. Tübingen ist eine klassische Universitätsstadt. Wer im Umkreis von Tübingen wohnt und in Tübingen zur Universität geht hat zwei Möglichkeiten: er macht das mit dem ÖPNV oder er nimmt ein Auto. Mit dem ÖPNV sieht es nun so aus das man teilweise eine einfache Strecke in locker-flockig 80 Minuten schafft (mit etlichen Umsteigehalten und vorrausgesetzt es kommt zu keinen Verspätungen!) für die man mit dem Auto gerademal 20-25 Minuten benötigt. Und es sind ja in Tübingen nicht nur die Studenten die ausserhalb leben und innerhalb ihr Tagwerk verrichten. Das ist es ja worauf ich hinauswill: wer in einer solchen Stadt lebt und arbeitet der kann unter gewissen Vorraussetzungen gut auf sein Auto verzichten. Wer das aber nicht tut ist eben streckenweise auf sein Auto angewiesen wenn der ÖPNV so besch...eiden ausgebaut ist. Da nutzt es dem Pendler auch nichts das man innerhalb der Stadt so toll verkehrsberuhigt leben kann oder man mit dem Fahrrad oder zu Fuß alles erreichen kann. Und das ist beileibe nicht nur auf dem Land so... Und wie ich ebenfalls bereits geschrieben habe als ich Tübingen ins Gespräch brachte: oftmals verschlimmert man die Verkehrssituation (und die damit eintretenden Seiteneffekte) innerhalb einer Stadt noch als das man sie verbessert wenn man meint man müsse nur alles verkehrsberuhigen. Die Mühlstraße ist alles, aber kein beliebter Straßenzug (und ausnahmsweise einmal ist daran nicht der Autoverkehr schuld!) zum flanieren in dem ein verkehrsberuhigter Bereich Not tut oder sogar gewünscht wäre.
'I find that offensive.' has no meaning; it has no purpose; it has no reason to be respected as a phrase. 'I am offended by that.' Well, so fucking what? - Stephen Fry
Benutzeravatar
Tantris
Beiträge: 37991
Registriert: So 22. Jun 2008, 09:13
Benutzertitel: Sihanoukville

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Tantris » Do 20. Okt 2011, 17:45

Also, nach meiner erfahrung ist längst nicht jede fahrt im 120-ps-7-sitzer mit fahrer allein und sonst niemand drin, wirklich notwendig.

Es wird weit mehr auto gefahren, als notwendig wäre. Und die autos behindern sich derartig gegenseitig im verkehrt, dass andere verkehrsteilnehmer oft gar keine chance mehr haben.

Ein auto ist angenehm, ja, und es macht spass, jadoch, aber... nein... es wird nicht nur dann verwendet, weil es vernünftige gründe dafür gibt.

Autofahren, autos verkaufen, kaufen, besitzen, waschen, mit spoilern bedecken, wackeldackel, metallic-lackierung, mercedse stern... (ich könnte ewig weitermachen) haben nur sehr selten was mit vernunft zu tun.

Bitte, vergiss nicht das seltsame verhalten (besonders der deutschen) der leute zu ihrem auto
Benutzeravatar
Tantris
Beiträge: 37991
Registriert: So 22. Jun 2008, 09:13
Benutzertitel: Sihanoukville

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Tantris » Do 20. Okt 2011, 19:03

***
Zuletzt geändert von Thomas I am Do 20. Okt 2011, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ad hominem - MOD
Benutzeravatar
Quatschki
Beiträge: 9589
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 09:14
Wohnort: rechtselbisch

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Quatschki » Do 20. Okt 2011, 19:44

jack » Do 20. Okt 2011, 18:54 hat geschrieben:Leider wird das Strangthema geschreddert :(

Also wenn wie in Stuttgart ein neues Viertel entsteht, dann ist es doch so, daß die Leute und Gewerbe, die neu dorthin ziehen, anderswo wegziehen.
Und dort wird's dann ruhiger!
Also müßten die eine Entschädigung zahlen an die, wo's lauter wird!

Oder besser noch: Jeder, der Krach macht, müßte Lärmemmissionszertifikate erwerben!
Zuletzt geändert von Quatschki am Do 20. Okt 2011, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 30255
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon jack000 » Do 20. Okt 2011, 19:52

Quatschki » Do 20. Okt 2011, 19:44 hat geschrieben:Also wenn wie in Stuttgart ein neues Viertel entsteht, dann ist es doch so, daß die Leute und Gewerbe, die neu dorthin ziehen, anderswo wegziehen.
Und dort wird's dann ruhiger!

Bedenke, dass es sowohl eine Zuwanderung aus anderen Bundesländern, wie auch aus dem Ausland gibt. Es ist halt im Großraum Stuttgart so, dass jede Wohnung und jedes Büro letztendlich vermietet werden kann. Egal wo die Menschen/Firmen herkommen.

Also müßten die eine Entschädigung zahlen an die, wo's lauter wird!

Wir kommen also wieder zum Strangthema :) Dieses neue Viertel bedeutet ausschließlich eine Belastung für den Bestand an Strassen.
Eine Entlastung ist nicht vorgesehen (Es ist ja alles verkehrsberuhigt) und von Entschädigung kann nun gar keine Rede sein.
Detaillierter beschrieben hier: viewtopic.php?p=1302081#p1302081
Zuletzt geändert von jack000 am Do 20. Okt 2011, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast