Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

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Aldemarin
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Aldemarin » Do 6. Mär 2014, 01:10

Warum kann man nicht Fahrzeuge nicht nur Abgaswerten, sondern auch nach Lärmwerten klassifizieren und wer ein sehr leises Fahrzeug hat, der soll Vorteile genießen!
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jack000
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon jack000 » Do 6. Mär 2014, 13:38

Aldemarin » Do 6. Mär 2014, 01:10 hat geschrieben:Warum kann man nicht Fahrzeuge nicht nur Abgaswerten, sondern auch nach Lärmwerten klassifizieren und wer ein sehr leises Fahrzeug hat, der soll Vorteile genießen!

Weil Lärm nur 1 Themenbereich ist und nicht die Hauptsache, da Autos allgemein inzwischen sehr leise geworden sind.
Es geht auch um Abgasbelastung und Wohnqualität.
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon el loco » Sa 8. Mär 2014, 09:05

jack000 » Do 6. Mär 2014, 13:38 hat geschrieben:
Aldemarin » Do 6. Mär 2014, 01:10 hat geschrieben:Warum kann man nicht Fahrzeuge nicht nur Abgaswerten, sondern auch nach Lärmwerten klassifizieren und wer ein sehr leises Fahrzeug hat, der soll Vorteile genießen!

da Autos allgemein inzwischen sehr leise geworden sind.

Da die Anforderungen der Kunden an Autos des gehobenen Preissegments steigen, sind die Hersteller in diesem Bereich sehr bemüht ihren Autos einen sportlichen Klang zu geben. Hierfür
werden dann auch keine Kosten gescheut (drehzahlabhängige, klappengesteuerte Abgassysteme).
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Ach Gott » Mo 10. Mär 2014, 21:10

frems » Fr 21. Feb 2014, 12:52 hat geschrieben:Lärm in der Stadt stört mich, also zieh ich ins Grüne und fahre lärmintensiv durch die ganze Stadt. Und so weiter. ;)

Was ist daran auszusetzen? Städte sind dafür da, dass man dort Dinge erledigt und dann wieder abhaut.
Gute Menschen sind keine Gutmenschen. Wer gutes tut, hat keine Zeigefinger frei.
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon jack000 » Di 8. Apr 2014, 21:35

Stuttgart - Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) will nach Informationen der Stuttgarter Zeitung im Mai mit einem erneuten Verkehrsversuch an der Hofener Straße beginnen

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 45820.html

"Verkehrsversuch", was ist das nur für ein Wort? :?

Zum einen soll mit dem neuen Versuch die Lärmbelastung für Anwohner begrenzt, zum anderen die Strecke im Neckartal für Radfahrer und Spaziergänger frei gehalten werden. Im vergangenen Jahr war bereits ein erster Test gestartet worden. Durch die Sperrung mussten die Anwohner der Neckartalstraße auf der anderen Flussseite mehr Autolärm ertragen.

Na sowas aber auch ... Das konnte ja niemand vorher ahnen ... :rolleyes:

Die neue Variante sieht vor, die Hofener Straße samstags von 13 bis 22 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 6 bis 22 Uhr zu sperren, nachts aber für Autos frei zu geben. „Wenn der Versuch erfolgreich ist, haben wir beides erreicht“, so Kuhn. Es werde nachts ruhiger in der Neckartalstraße

Und was ist tagsüber? :dead:
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon lobozen » Mi 9. Apr 2014, 04:26

jack000 » Mi 19. Okt 2011, 10:32 hat geschrieben:Nein, sondern das neue beruhigte Zonen bedeuten nicht, dass es in der Ortschaft weniger Verkehr gibt, sondern das der Vekehr nur woanders hin verlagert wird.
Wer meint, den Verkehr aus Sackgassen woanders hin verlagern zu koennen, der glaubt vermutlich auch an die Quadratur des Kreises.
Verkehrsberuhigte Zonen sind dennoch kontraproduktiv. Fuer auf Honorarbasis arbeitende Notaerzte und Rettungswagen und natuerlich fuer alle, die in einer Wohnstrasse gern mal ein spielendes Kind ueber den Haufen fahren wollen.
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Tantris » Mi 9. Apr 2014, 04:49

lobozen » Mi 9. Apr 2014, 04:26 hat geschrieben:
jack000 » Mi 19. Okt 2011, 10:32 hat geschrieben:Nein, sondern das neue beruhigte Zonen bedeuten nicht, dass es in der Ortschaft weniger Verkehr gibt, sondern das der Vekehr nur woanders hin verlagert wird.
Wer meint, den Verkehr aus Sackgassen woanders hin verlagern zu koennen, der glaubt vermutlich auch an die Quadratur des Kreises.
Verkehrsberuhigte Zonen sind dennoch kontraproduktiv. Fuer auf Honorarbasis arbeitende Notaerzte und Rettungswagen und natuerlich fuer alle, die in einer Wohnstrasse gern mal ein spielendes Kind ueber den Haufen fahren wollen.


Was haben kinder auf der strasse zu suchen?

Strassen sind für autos da und nicht für menschen. Alles andere wäre doch "egoistisch".
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon frems » Mi 9. Apr 2014, 16:11

jack000 » Di 8. Apr 2014, 21:35 hat geschrieben:"Verkehrsversuch", was ist das nur für ein Wort? :?

Ein ganz normales Wort: Der Verkehrsversuch ist eine seitens der Straßenverkehrsbehörde veranlasste zeitweilige Maßnahme. (Wiki.)

Na sowas aber auch ... Das konnte ja niemand vorher ahnen ... :rolleyes:

Je nachdem, was "mehr" heißt. Wenn der Lärm auf der einen Flußseite von 60 auf 50 dB(A) sinkt und sich somit "halbiert", während er auf der anderen Seite von 40 auf 42 dB(A) steigt, dann kann man das nach dem Verhältnismäßigkeitsprinzip durchaus unterstützen.

Und falls nun "Quelle, Quelle, Quelle?"* kommt: Die Zahlen sind natürlich erfunden und dienen nur der Veranschaulichung, daß das Urteil, das Du zitierst, nicht zwangsläufig ein Grund ist, um etwas abzulehnen. Die drei heiligen Vs der integrierten Verkehrsplanung heißen ja nicht grundlos verbessern, vermeiden und verlagern. Und mit letzterem sind die Auswirkungen auf die Allgemeinheit und nicht das Individuum gemeint, wenn es um Verkehrsverlagerung geht und damit auch um eine Verlagerung der Emissionen der Fahrzeuge bzw. die Immissionen auf die Umwelt.

* hier im 4er Forum wollte schon einer von mir eine Quelle, weil ich meinte, daß bei einem Zusammenstoß von Pkw und Radfahrer die größeren, körperlichen Schäden in der Regel beim Radfahrer liegen dürften und sich das manch einer hier offenbar nicht vorstellen kann bzw. fest annahm, daß das Risiko für den Autofahrer höher liegen muß. Oder eine Quelle dafür, daß höhere Geschwindigkeiten und längere Bremswege nicht zu weniger und vor allem harmloseren Unfällen führen. Da fragt man sich schon manchmal, wozu wir überhaupt noch eine Führerscheinprüfung in Deutschland haben. Wie auch immer. Ich werd versuchen sowas in Zukunft vorweg zu vermeiden. :|

Und was ist tagsüber? :dead:

Wird gearbeitet. Außer samstags und an Sonn- und Feiertagen. :p

Letztendlich wird man bei den Maßnahmen abwarten müssen, wie die Autofahrer sie annehmen. Das kann niemand 100%-ig vorhersehen. Kommt es zu Verwerfungen, folgen Nachbesserungen oder man wickelt das Vorhaben wieder ab. Deshalb heißt es Verkehrsversuch.

So, nochmal editiere ich nicht, selbst wenn ich einen Tippfehler oder ein überflüssiges Wort entdecke. :mad:
Zuletzt geändert von frems am Mi 9. Apr 2014, 16:22, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon jack000 » Mi 9. Apr 2014, 18:41

frems » Mi 9. Apr 2014, 16:11 hat geschrieben:[quote="[url=http://politik-forum.eu/viewtopic.php?p=2487755#p2487755]Je nachdem, was "mehr" heißt. Wenn der Lärm auf der einen Flußseite von 60 auf 50 dB(A) sinkt und sich somit "halbiert", während er auf der anderen Seite von 40 auf 42 dB(A) steigt, dann kann man das nach dem Verhältnismäßigkeitsprinzip durchaus unterstützen.

In der Tat, so ist es aber in diesem Fall (Und dem Strangthema) nicht, es geht darum dass es vorher auf beiden Seiten 40 dB(A) gegeben hat und danach auf der einen Seite 0 und auf der anderen Seite 42 dB(A).
=> Nach dem Motto: Ich will meine Ruhe, sollen doch die anderen den Lärm ertragen.
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Alexyessin » Mi 9. Apr 2014, 18:51

jack000 » Mi 9. Apr 2014, 18:41 hat geschrieben:
frems » Mi 9. Apr 2014, 16:11 hat geschrieben:[quote="[url=http://politik-forum.eu/viewtopic.php?p=2487755#p2487755]Je nachdem, was "mehr" heißt. Wenn der Lärm auf der einen Flußseite von 60 auf 50 dB(A) sinkt und sich somit "halbiert", während er auf der anderen Seite von 40 auf 42 dB(A) steigt, dann kann man das nach dem Verhältnismäßigkeitsprinzip durchaus unterstützen.

In der Tat, so ist es aber in diesem Fall (Und dem Strangthema) nicht, es geht darum dass es vorher auf beiden Seiten 40 dB(A) gegeben hat und danach auf der einen Seite 0 und auf der anderen Seite 42 dB(A).
=> Nach dem Motto: Ich will meine Ruhe, sollen doch die anderen den Lärm ertragen.


Jack Jack Jack, immer so liberal und auf der anderen Seite nicht? Keine Verbote? Richtig?
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon jack000 » Mi 9. Apr 2014, 19:33

Alexyessin » Mi 9. Apr 2014, 18:51 hat geschrieben:
jack000 » Mi 9. Apr 2014, 18:41 hat geschrieben:In der Tat, so ist es aber in diesem Fall (Und dem Strangthema) nicht, es geht darum dass es vorher auf beiden Seiten 40 dB(A) gegeben hat und danach auf der einen Seite 0 und auf der anderen Seite 42 dB(A).
=> Nach dem Motto: Ich will meine Ruhe, sollen doch die anderen den Lärm ertragen.


Jack Jack Jack, immer so liberal und auf der anderen Seite nicht? Keine Verbote? Richtig?

Was spricht denn dagegen, Verkehr einigermaßen gerecht zu verteilen? Natürlich wird es immer Hauptverkehrsstrassen und Nebenstrassen geben. Aber das eine dicht zu machen und das andere dafür mehr zu belasten halte in nunmal für ungerecht.

Beispiel:
http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de ... gsplan.gif

Wenn man von Südwesten zum Budapester Platz möchte, muss man über die jetzt bereits völlig überlastete Heilbronner- (links) und dann über die Wolframstrasse (oben) fahren. Warum kann man nicht über die Athener Strasse fahren? Die ist aber eine Sackgasse (Obwohl rechts und links bis auf Nr. 12 nur Büros sind).
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon frems » Mi 9. Apr 2014, 19:47

Gibt's dne Budapester Platz überhaupt schon oder foppt mich Google?
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon jack000 » Mi 9. Apr 2014, 20:04

frems » Mi 9. Apr 2014, 19:47 hat geschrieben:Gibt's dne Budapester Platz überhaupt schon oder foppt mich Google?

Da gibt es so einiges noch nicht: http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de ... T-5842.jpg
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Re: Verkehrsberuhigte Zonen = Ein Hort für Egoisten?

Beitragvon Alexyessin » Mi 9. Apr 2014, 20:09

jack000 » Mi 9. Apr 2014, 19:33 hat geschrieben:
Alexyessin » Mi 9. Apr 2014, 18:51 hat geschrieben:
Jack Jack Jack, immer so liberal und auf der anderen Seite nicht? Keine Verbote? Richtig?

Was spricht denn dagegen, Verkehr einigermaßen gerecht zu verteilen? Natürlich wird es immer Hauptverkehrsstrassen und Nebenstrassen geben.


Was spricht denn dagegen den Verkehr zu verteilen?
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